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Dienstag, 26. März 2024

The Equalizer 3 - The Equalizer 3: The Final Chapter (2023)

https://www.imdb.com/title/tt17024450/

Robert McCall (Denzel Washington) plagt das eigene Gewissen. Als Auftragsmörder für die eigene Regierung hat er in der Vergangenheit viele Dinge tun müssen, die er nun nicht mehr mit seinen Wertevorstellungen übereinbringen kann. Im malerischen Süditalien versucht McCall nach einer brutalen Auseinandersetzung mit Drogenschmugglern ein neues Leben zu beginnen und sich in den Killer-Ruhestand zu begeben. Doch die Frieden ist ein trügerischer, denn schnell wird ihm klar, dass auch hier finstere Mächte das Sagen haben. Um seine neuen Freunde zu beschützen, muss er noch einmal aufmunitionieren und auf altbekannte Methoden zurückgreifen. Denn hinter alldem steckt die Mafia...

Der mysteriöse Bürgerwehrmann Robert McCall (Denzel Washington) kehrt zurück, um noch extravagantere, blutige Rache an einer Reihe verdienter Bösewichte zu nehmen. Dieses Mal findet er sich aus fragwürdigen Gründen, die erst am Ende des Films klar werden, in Italien wieder. Konkret handelt es sich um eine kleine Stadt an der Küste Siziliens voller lächelnder, durchaus anständiger Bürger und einer Bande schießwütiger Mafia-Schläger. McCall hält die Stadt für einen potenziellen Ort für seinen lange aufgeschobenen Ruhestand und vertieft sich in seine einzigartigen Fähigkeiten und seinen scheinbar unerschöpflichen Waffenschatz, um mit der Camorra fertig zu werden, während CIA-Agent Collins (Dakota Fanning) zur Stelle ist, um die offenen Fragen zu klären.

Mit Antoine Fuqua wieder auf dem Regiestuhl und einem Gewalt ankündigenden musikalischen Motiv in der Partitur, das wie das Abschlachten einer E-Gitarre klingt, geht es im dritten Teil der "Equalizer"-Reihe ganz normal zu: einer, der streng schwarze und schwarze Filme enthält weiße moralische Darstellungen, Enthauptungen und Augenhöhlentraumata. Aber auch wenn es hier keine Überraschungen gibt, sind doch die sachliche Effizienz von McCalls Vergeltung und das teuflische Glitzern in Washingtons Augen, während er sie ausführt, ein emotionales, unterhaltsames Erlebnis, weclhes man sich durchaus mal ansehen kann und Fans sicher nicht enttäuschen dürfte.

6,5/10

Quellen
Inhaltsangabe: Sony / Columbia Pictures
Poster/ArtworkSony / Columbia Pictures

Sonntag, 30. Dezember 2018

The Equalizer 2 (2018)

https://www.imdb.com/title/tt3766354/

Robert McCall (Denzel Washington) war ein Killer, der für die Regierung arbeitete – und ist heute ein Agent im Ruhestand, der sich um die Menschen in seinem Wohnviertel kümmert. Er fährt einen alten Mann umher, der den Holocaust überlebte, ohne dabei so viel Geld zu berechnen, wie möglich wäre. Er macht Graffitis weg, die Häuserwände verunstalten und manchmal greift er auch wieder zu Gewalt - dann nämlich, wenn eine Frau bei ihm einsteigt, die kurz zuvor vergewaltigt wurde und er ihren Peiniger bestraft. Doch schließlich meldet sich Robert McCalls Vergangenheit zurück. Seine Ex-Chefin Susan Plummer (Melissa Leo) ist in Europa einem Mordfall um einen US-Agenten auf der Spur - und wird selbst ermordet. McCall will nicht akzeptieren, dass jemand die letzte Freundin getötet hat, die ihm noch verblieb...

Im Gegensatz zum ersten Teil ist "Equalizer 2" ein etwas weicher gespülter Actioner. Obwohl Denzel Washington nichts von seiner Coolness und der Ausstrahlung als prinzipientreuer Ex-Agent Robert McCall verloren hat, so ist sein zweiter Einsatz dennoch etwas zäher und für einen Actionfilm sehr arm an Action. Im Grunde geht Regisseur Antoine Fuqua einen etwas anderen Weg, denn die Prämisse ist ja bereits gesetzt. Er beleuchtet nun lieber das, was einem Ex-Agenten noch passieren kann, wenn Menschen, mit denen er zusammen arbeitet plötzlich vor die Wahl gestellt werden. Dies ist jedoch keine wirkliche Kritik an "Equalizer 2", aber ein dennoch ungewohntes Bild im Gegensatz zum harten und kompromissloserem Start. "Equalizer 2" kommt aber auch nicht zimperlich daher und hat schon eine gewisse Härte im Gepäck. Es fehlen lediglich die ausgedehnten Fights des ersten Teils. Aber allein das Finale im Hurricane entschädigt für die etwas längeren und unnötigen Passagen, die wohl nur eingesetzt wurden, um den Film auf 2 Stunden zu trimmen. Zwei Drittel des Films werden mit Nebenschauplätzen oder -Figuren vertrödelt, die den Film kein Stück voranbringen. "The Equalizer 2" scheint mehr ein Drama, als ein Actionfilm sein zu wollen, hat aber gar nicht die nötigen Charaktere dafür.

Trotzdem macht es Spaß Denzel Washington erneut als "Cleaner" zu begleiten. Die viele Dialoge können wirklich überzeugen und treffen dabei teilweise den Nagel auf den Kopf; man geht hier sogar mehr auf das ewige Menschheitsproblem gut/böse ein. Also steht man vor der Wahl: hatte man in "Equalizer" noch mehr Schauwerte, konzentriert sich der zweite Teil auf Story und Vergangenheitsbewältigung. Das ist nun auch nicht gerade neu, wird aber ansprechend und spannend umgesetzt. Darüber hinaus konterkariert diese Herangehensweise natürlich sehr die Erwartungshaltung, die man als Kenner und Fan des ersten Teils hat. Der Storypart rund um den jungen Nachbar Miles ist beispielsweise viel zu lang und eigentlich auch komplett belanglos. Offenbar sollte McCall, nachdem er im ersten Teil Teris Leben wieder in geordnete Bahnen gelenkt hat, erneut als Mentor für eine verlorene Seele fungieren. Nur ist im Gegensatz zum Vorgänger diese Figur überhaupt nicht relevant für die Handlung, sie hält das Geschehen nur unnötig auf. Das ist leider nicht die einzige Ablenkung, die das Tempo drosselt. Wenn die Figuren abseits von Robert wenigstens interessant wären, könnte man mit der entschleunigten Erzählweise leben, doch sie sind eben farblos, klischeebelastet und oft schlicht unsympathisch. Erschwerend kommt hinzu, dass McCall diesmal nicht gegen ein ganzes Mafiasyndikat antritt, sondern nur vier andere Ex-Agenten auf seiner To-Do-Liste stehen, was den Bodycount natürlich erheblich drosselt. Die wenigen Szenen, in denen es tatsächlich zur Sache geht, sind abermals top inszeniert.

"The Equalizer 2" kommt damit nie wirklich in Fahrt, hält sich mit Nichtigkeiten auf und kann seine zwei Stunden Laufzeit nur bedingt brauchbar füllen.

6,5/10

Quellen
Inhaltsangabe: Sony / Columbia Pictures
Poster/ArtworkSony / Columbia Pictures

Mittwoch, 18. Februar 2015

The Equalizer (2014)

http://www.imdb.com/title/tt0455944/

Robert McCall (Denzel Washington) führt als Angestellter in einem Baumarkt ein unscheinbares Leben. Was niemand weiß und wissen soll: McCall ist ein ehemaliger Agent eines Spezialkommandos, hat seinen eigenen Tod vorgetäuscht und versucht nun, seine neue Identität und sein relativ friedliches Leben in Boston vor den Schatten der Vergangenheit zu schützen. Doch seine zurückgezogene Lebensweise, seine Ernsthaftigkeit und seine Liebe zur Gerechtigkeit machen ihn zu einem ausgezeichneten Ermittler – und so kommt es, wie es kommen muss: Als die junge Prostituierte Teri (Chloe Moretz) von ihrem Zuhälter Slavi (David Meunier) verprügelt wird, greift McCall ein. Es gibt Tote und bald ist die Russenmafia in Gestalt des furchteinflößenden Teddy (Martin Csokas) hinter ihm her. McCalls Vergangenheit als "Equalizer" droht ihn einzuholen...

"The Equalizer" ist nach "Training Day" also die erneute Zusammenarbeit zwischen Denzel Washington und Regisseur Antoine Fuqua, also Grund genug zur Vorfreude für mich. Den großartigen "Training Day" habe ich lange nicht mehr gesehen und daher freute ich mich in erster Linie auf einen erneuten Auftritt von Denzel Washington. Komisch, manchmal sprechen mich reaktionäre Action-Reißer an, manchmal nicht. Für "The Equalizer" gilt Ersteres, auch wenn der Film im Vergleich mit "Training Day" wesentlich minimalistischer ist.

Denzel Washington als "One-Man-Army" geht irgendwie immer. Ob Denzel jetzt Bohrmaschinen durch Köpfe rammt, seine Wunden mit heißem Honig heilt oder Korkenzieher zweckentfremdet, man verbringt mit ihm fast immer eine feucht-fröhliche Zeit. Egal wie blödsinnig oder unlogisch "The Equalizer" (vor allem am Ende) wird, egal wie klischeehaft der Akzent des Antagonisten klingt, Washington rettet durch seine Präsenz immer die Show. Seine mannigfaltigen Fähigkeiten in der Zerstörung von Körpern werden von Antoine Fuqua einfach zu schön reißerisch inszeniert als dass ich da keinen Spaß haben könnte. Selten habe ich eine so perfekte Inszenierung von Kampf und Gewalt gesehen, wobei der Film nie zu brutal wird, sondern fast schon kunstvoll mit verschiedenen Perspektiven auf das Geschehen arbeitet. Manchmal bin ich da angetaner von der Ästhetisierung von Gewalt, als ich es gerne zugeben möchte. Selbst die Musik (gerade am Ende) passt wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Die Kameraarbeit und der Schnitt tun ihr übriges.

Und wenn man bei Actionfilmen gerne mal sein moralisches Urteilsvermögen ausschaltet und Russen-Klischees verarbeiten kann, dann kann man sich auch auf einen extrem blutigen Genre-Kracher gefasst machen. Sicher, "The Equalizer" versetzt allein schon wegen seiner eigentlich altbackene Story sicher keine Berge, aber in seinem beschränkten Universum funktioniert er prächtig. Sei es die Coolness eines Denzel Washington, seien es die überraschend gut gefilmten Actionszenen -  ich empfehle den Film und manchmal braucht man auch einfach viel stupides Geballer. Die Drama Elemente sind zwar kaum zu übersehen, verblassen allerdings zugunsten eines etwas konstruierten aber dennoch sehr ansehnlichen Showdowns der zwar dem schön subtilen Aufbau keinen Tribut mehr zollt, aber durchaus zu verschmerzen ist. Alles in allem ein mehr als solides Action-Thriller-Drama, dass durch seine Ästhetik und seinen Hauptdarsteller zu überzeugen vermag.

7,5/10

Exklusiv im Mediamarkt gibt es den Film mit einer Bonusdisk und diversen Features im Steelbook...


Quellen
Inhaltsangabe: Sony / Columbia Pictures
Poster/ArtworkSony / Columbia Pictures