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Dienstag, 26. März 2024

7 Zwerge - 7 Zwerge: Männer allein im Wald (2004)

https://www.imdb.com/title/tt0382295/

Seit sie von Frauen enttäuscht wurden, leben sieben Männer allein im Wald. Man kennt sie als die sieben Zwerge, auch wenn sie rein körperlich nichts mit den Märchenfiguren gemein haben: Brumboss (Heinz Hoenig) ist der väterliche Chef und Gründer des Zipfelmützenclans. Cooky (Markus Majowski) ist der vegetarisch veranlagte Kochzwerg. Tschakko (Mirko Nontschew) ist der Kämpfer der Gruppe. Sunny (Ralf Schmitz) ist immer gut drauf und dessen Bruder Cloudy (Boris Aljinovic) ständig miesepetrig. Speedy (Martin Schneider) zeichnet sich vor allem durch sein gemächliches Tempo aus und Bubi (Otto Waalkes) ist das ständig kichernde Nesthäkchen. Das Leben der Zwerge ist entspannt, bis eines Tages das geile Luder Schneewittchen (Cosma Shiva Hagen) ins Dorf kommt, um sich vor der bösen Hexe (Nina Hagen) zu verstecken...

Nach dem Desaster von "Otto: Der Katastrofenfilm" erkannte Otto Waalkes wohl dass er in die Jahre gekommen ist und sein Humor nicht mehr ankommt - deshalb dachte er sich diese harmlose Verschaukelung auf ein Märchen aus und stopfe jede, aber auch jede erdenkliche Nebenrolle mit Promis aus - so treten Mavie Hörbiger, Helge Schneider, Christian Tramitz, Harald Schmidt, Helmut Zerlett, Hilmi Sözer, Tom Gerhard, Rüdiger Hoffmann und Atze Schröder auf. Dabei traf er die kluge Entscheidung die Darsteller wie im Fernsehen agieren zu lassen - wenn Atze Schröder als Hofnarr seine Witze reißt macht er das wie er es auch auf der Bühne tun würde, wenn Rüdiger Hoffmann als "Spieglein an der Wand" seine Reden schwingt ist das wie eine seiner Shows und ebenso reißt Tom Gerhardt als prolliger Wächter die Flüche über seine Frau wie Hausmeister Krause es tun würde. In sofern braucht der Film keine Geschichte, er hat einfach nur einen dünnen roten Faden der sich lose an Grimms Märchen orientiert und Figuren daraus aufgreift - der Unterhaltungswert resultiert aus dem permanenten Auftreten der Comedians. Otto selber hat dabei leider keine guten Szenen, er trippelt als unbeholfener dämlicher Zwerg durch die Szenerie und macht sich nur zum Teil des Ensembles. Leider hat der Film ein schlechtes Timing: in seinem Erscheinungsjahr sah er neben Hits wie "Der Wixxer" und sogar dem mittelmäßigen "(T)Raumschiff Surprise" doch recht alt aus. Unterm Strich bleibt er aber eine harmlose Märchenverschaukelung, welche alleine durch die prominenten Gaststars und leider nicht durch die Story oder die Gags halbwegs funktioniert.

4,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Universal Pictures
Poster/Artwork
Universal Pictures

Mittwoch, 5. April 2023

Mulan (1998)

https://www.imdb.com/title/tt0120762/

Mulan ist ein aufgewecktes und mutiges Mädchen. Zu gerne würde sie das aufregendes Leben eines Soldaten führen, doch dieser Wunsch bleibt ihr im mittelalterlichen China verwehrt. Letztendlich muss auch sie sich unterordnen und spricht wie alle anderen Mädchen auch vor einer Heiratsvermittlerin vor. Doch durch mehrere Missgeschicke macht sie sich und ihre Familie zum Gespött der anderen. Einige Tage später erreichen Gesandte des Königs das Dorf . Da die Hunnen die Chinesische Mauer gestürmt haben, soll auf Befehl des Kaisers aus jeder Familie ein Mann eingezogen werden. Da Mulan keinen Bruder hat, fällt diese Aufgabe ihrem Vater zu. Obwohl er noch an einer Verletzung aus einem früheren Krieg hat, nimmt er seine Berufung stoisch entgegen. Doch Mulan möchte dies nicht einsehen, verkleidet sich in der Nacht als junger Mann, reitet davon und meldet sich im Ausbildungslager zum Wehrdienst. 

Das wunderschön gezeichnete Original aus dem Jahr 1998 basiert auf einem chinesischen Gedicht und erzählt eine schöne Geschichte über die Stärke einer Frau, die Stärke von Mulan, innerhalb einer Gesellschaft, in welcher Frauen als ungleich wertvoll und stark (wie Männer) betrachtet werden. Mulan bricht mit dieser Sichtweise auf sehr schöne Art - erzählerisch wie musikalisch. Der Soundtrack ist grandios und besteht aus einer wundervollen Mischung aus traditionellen Klängen, tollen Streichern und schwungvoller Popmusik, die Mulan auf ihrer Heldenreise prächtig begleitet.

"Mulan" ist damit ein sehr guter Film von Disney geworden, der nur ein paar Schönheitsfehler besitzt. Die Story kann punkten und wurde gut geschrieben, außerdem kommt sie noch mit einer schönen Message daher. Das Schöne an den Disney Filmen ist ja, dass sie erstens nicht nur schöne Bildchen aneinanderreihen, sondern einen moralischen Zweck verfolgen und zweitens dass die in diesem Rahmen behandelten Thematiken keineswegs auf kindlichem Niveau abgehandelt werden, sondern umfassend betrachtet und auch unangenehme Themen angesprochen werden. "Mulan" hat nicht nur feministische Emanzipation im Repertoire, sondern verbindet diesen gleichwohl mit fundamentaler Kritik an starren Geschlechterrollen und einem kritisch-selbstreflexiven Blick auf kulturelle Traditionen. Dem Thema Militarismus entgeht man hier elegant, auch wenn dieser im Film allgegenwärtig ist, so wird er doch nie konkret angeschnitten. 

Aber die Figuren wurden stark entworfen, die deutsche Synchronisation lässt sich gut anhören und handwerklich ist das sehr gut gemacht. Das Resultat sieht optisch einfach toll aus. Leider gibt es nicht so viele gute Gags und allgemein spielt der Humor hier eine untergeordnete Rolle. Es bleibt zwar meistens locker, aber es geht nicht so spaßig zur Sache. Der Star des Films ist aber, wie so oft bei Disneyfilmen, der lustige Sidekick und den hat man mit dem Drachen Muschu (im deutschen wunderbar gesprochen von Otto Waalkes) echt genial gemacht. Außerdem hatten Disneyfilme durchaus schon mehr und vor allen Dingen bessere Songs in sich. Das ist zwar schade, ändert aber nichts an der Tatsache, dass man hier sehr kurzweilig, schön und auch spannend unterhalten wird. Von daher kein Meisterwerk, aber ein sehr sehenswerter Zeichentrickfilm.

7,5/10

Quellen
Inhaltsangabe: Disney

Sonntag, 13. September 2020

Otto - Der Katastrofenfilm (2000)

https://www.imdb.com/title/tt0192407/

Aus den unendlichen Tiefebenen Ostfrieslands kommt ein junger Mann auf allerlei kleinen Umwegen in die Großstadt und klopft ans Tor zur weiten Welt. Trotz umfangreicher Sicherheitsvorkehrungen der zuständigen Katastrophenschutzstellen kann er es passieren und nimmt mit einem ahnunglosen Dampfer Kurs auf Amerika. Jedes Mittel ist ihm recht, um den großen Traum seines toten Großvaters zu erfüllen: Ein stolzes Schiff sicher in den Hafen von New York zu führen. Was er nicht wissen kann: Finstere Mächte haben längst den Untergang dieses Traumschiffs beschlossen. Und so wird der Traum zum Alptraum, der Mann zum Steuermann und die Rechtschreibung zur Katastrofe...

Der letzte Teil war auch der absolute Tiefpunkt der "Otto"-Reihe. Spätestens beim fünften Aufguss der Filmreihe, die den ostfriesischen Blödel-Barden als alleinigen Mittelpunkt präsentierte, sollte klar werden, dass dieses Konzept keine Zukunft mehr hat. "Otto - Der Katastrophenfilm" macht seinem Titel bisweilen nur im negativen Sinn alle Ehre und kann durch seine Gagarmut und die teilweise schlecht getimten Pointen leider über weite Strecken kaum Lacher auslösen. Zu ausgelutscht und schon zu oft gesehen wirkte die Chose und lässt damit den Drive der vorigen Filme vollkommen vermissen. Es gibt zu viele Leerläufe, um durchgehend zu unterhalten. Und dabei ist die hahnebüchene Geschichte noch völlig außen vor. Gute Darsteller, hochwertige Effekte und effektives filmisches Handwerk lässt der Film ebenso vermissen, ganz zu schweigen von den "alten" Werten, wie Slapstick, Hanswurstiaden und intelligenten Kalauern, eben all dem, was Otto Waalkes ausmacht. All dies sucht man in diesem Streifen weitgehend vergebens, wodurch dieses in seiner Gesamtheit leider vollkommen abstürzt.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Leider gelang das im letzten Streifen der "Otto"-Reihe überhaupt nicht, die wenigen unterhaltsamen Kasperliaden hatten für die Laufzeit kaum Relevanz. Da und dort ließ Otto seinen Charme wohl aufblitzen, hatte aber zu wenig Ideen, um durchgehend zu unterhalten. Schade, ein sehr unrühmlicher Abschluss der Reihe.

3/10

Quellen
Inhaltsangabe: Tobis

Donnerstag, 11. Juli 2019

The Grinch - Der Grinch (2018)

https://www.imdb.com/title/tt2709692/
https://letterboxd.com/film/the-grinch/

Der Grinch (Stimme im Original: Benedict Cumberbatch / deutsche Stimme: Otto Waalkes) ist ein grüner, zynischer Miesepeter, der gemeinsam mit seinem treuen Hund Max in einer Höhle oberhalb des Dörfchens Whoville lebt, wo man Weihnachten über alles liebt. Der Griesgram hasst jedoch das Weihnachtsfest mehr als alles andere und findet die ausgelassenen Feierlichkeiten der Dorfbewohner fürchterlich. Als das nächste Weihnachtsfest vor der Tür steht, hat der Grinch endgültig die Schnauze voll und beschließt, die Feierlichkeiten zu sabotieren und Weihnachten zu stehlen. Bei der Umsetzung seines diabolischen Plans trifft er auf die kleine Cindy-Lou, die an Heiligabend extra länger wachgeblieben ist, um den Weihnachtsmann zu treffen und ihm dafür zu danken, dass er ihre überarbeitete Mutter unterstützt. Und ihre guten Absichten drohen seine Pläne zunichte zu machen...

Fast hätte man meinen können, dass Illumination, die dank "Minions", "Pets" und diverser anderer Hits zu der ersten Garde der Animationsstudios aufgestiegen sind, 2018 komplett der Konkurrenz überlassen wollen. Doch rechtzeitig zum Jahresausklang melden sie sich dann doch mal wieder zu Wort. Und sie haben ebenso schwere, wie bekannte Geschütze dabei: "Wie der Grinch Weihnachten gestohlen hat" von Dr. Seuss. Das 1957 veröffentlichte Buch des Kinderautors gehört zu den modernen Klassikern der Weihnachtsunterhaltung, zumindest in den USA kennt jedes Kind die Geschichte und den grünen Griesgram, der anderen ihr Fest nicht gönnt.

Ob es nun unbedingt eine neue Version des bereits mehrfach adaptierten Dauerbrenners gebraucht hätte, darüber lässt sich jedoch streiten. Zumal Illumination nicht unbedingt dafür bekannt ist, auf eine besonders überraschende oder subversive Weise an sein Material heranzugehen. Wer die bisherigen Filme kennt, der weiß hier dann schon, was ihn erwartet. Dass bei "Der Grinch" ein Buch zugrunde liegt, wird da schnell zweitrangig. Zur Not kann man dieses ja anpassen, damit es wie eine "echte" Illumination-Geschichte wirkt. Was hier auch geschah. Und was ist dabei herausgekommen Ein Klassiker, hübsch zurechtgestutzt, sowie alle Ecken und Kanten abgefeilt. Doch wie das? Die Vorlage wurde an mehreren Stellen entschärft. Die Konsumkritik, welche Dr. Seuss noch am Herzen lag, wurde aus dem Film gestrichen. Und auch der Grinch selbst ist recht harmlos geworden. Die Bösartigkeit des schlaksigen Grummels ist hier nur noch aufgesetzt. In dieser animierten Version muss niemand mehr Angst vor ihm haben. Im Gegenteil: Eigentlich wollen mehrere Leute mit ihm befreundet sein. Nur er wehrt sich mit Händen und Füßen dagegen, ohne dass aus dem Film heraus genau klar würde warum. Die eigentlich traurige Vorgeschichte wird hier auf ein Minimum zusammengestutzt. Auch der obligatorische Sinneswandel zum Ende muss ratzfatz gehen. Emotionalität wird hier vorausgesetzt, nicht erarbeitet. Es ist kindgerecht durch und durch. Das ist nicht schlecht - schon gar nicht für die jüngeren Zuschauer. Für die älteren wird die ganze Geschichte jedoch schnell zu süß.

Klar, es soll gelacht werden. Die dadurch freigewordene Zeit füllt Illumination mit seiner Spezialität: Slapstick. Ständig passiert dem Grinch oder seinem kleinen Hund Max ein Missgeschick. Und da die beiden noch nicht genügend komisches Potenzial mit sich brachten, wurde kurzerhand noch ein fettes, verfressenes Rentier hinzugedichtet. Sowas geht schließlich immer. Aber der Erfolg gibt ihnen Recht: Die vielen Szenen, in denen das Anti-Weihnachtsteam vor allem mit sich selbst beschäftigt ist, hat der Geschichte selbst so gar nichts beizusteuern. Dafür machen sie aber Spaß, meistens zumindest. Und auch visuell ist "Der Grinch" durchaus geglückt. Das französische Studio Illumination Mac Guff durfte sich entsprechend der Firmenpolitik nicht ganz so üppig beim Kapital bedienen, wie es die Kollegen bei Disney oder DreamWorks Animation tun. Aber die Optik der mittleren Preisklasse erfüllt absolut ihren Zweck, zumal die vielen Schneehintergründe ohnehin nicht viel Aufmerksamkeit erfordern. Die Animationen sind witzig, die Designs ebenso, vor allem das kleine Dörfchen ist sehr einladend gestaltet. Und so ist auch das neueste Werk der Minimalisten ein netter Film geworden, der gerade bei einem jüngeren Publikum viel Zuspruch finden dürfte, selbst wenn es da draußen deutlich Besseres und Ambitionierteres gibt. Manchmal reicht dann eben doch gehobenes Mittelmaß für die Massen.

7/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts

Poster/Artwork: Dreamworks Animation/Universal Pictures

Mittwoch, 12. Juli 2017

Ice Age: Collision Course - Ice Age: Kollision voraus! (2016)

http://www.imdb.com/title/tt3416828/

Noch immer ist Rattenhörnchen Scrat (Stimme im Original: Chris Wedge) mit seiner heiß geliebten Nuss beschäftigt. Doch dieses Mal setzen seine Missgeschicke eine Kette von Ereignissen in Gang, die sogar die ganze Welt bedrohen: Denn bei seinen Abenteuern stößt er zufällig auf ein UFO, das im Eis eingefroren war, bringt es zum Starten und schießt damit ins Weltall. Dort sorgt er dafür, dass nicht nur viele kleine Meteoriten auf die Erde stürzen, sondern auch ein riesengroßer droht, den gesamten blauen Planeten zu vernichten. Für das Mammut Manny (Ray Romano / deutsche Stimme: Thomas Nero Wolff), Faultier Sid (John Leguizamo / Otto Waalkes) und Säbelzahntiger Diego (Denis Leary / Thomas Fritsch) beginnt die aufregende Suche nach einer Möglichkeit, die Katastrophe abzuwenden. Dabei stehen ihnen viele alte und neue Kumpanen zur Seite. Bei der Absturzstelle eines Meteoriten, der vor langer Zeit schon auf der Erde aufprallte, machen sie dann eine erstaunliche Entdeckung...

Es fällt tatsächlich schwer, den nunmehr fünften Teil der "Ice Age"-Reihe zu bewerten, wenn man die anderen Teile im Blick hat. Gut, spätestens seit "Ice Age 3: Die Dinosaurier sind los" wurde die Reihe so abstrus und blöde, dass nicht mehr viel mit dem Erstling "Ice Age" zu tun hatte, aber sie sorgte immerhin für lustige, wenngleich ab hier quietschbunte und völlig übertriebene Unterhaltung. "Ice Age: Kollision voraus!" bleibt sich und der Reihe damit aber treu. Allerdings kämpft der Film mit der eigenen Einordnung im Vergleich zu den anderen Teilen. Dies führt zu einigen Anschlussfehlern in der Narration. Auch wenn mit Buck ein bekannter Charakter aus "Ice Age 3: Die Dinosaurier sind los" zur Herde dazustößt, bleibt er nur als Mittel zum Zweck in Erinnerung. Der gute Freund Louis von Ellie aus "Ice Age 4: Voll verschoben" taucht gar nicht mehr auf, dafür ist Ellie plötzlich mit Julian verlobt - einem Mammut von dem man vorher noch nie etwas gehört hat. Ohnehin liegt der Fokus weniger auf Charaktervorstellung und -entwicklung, sondern auf fantastisch animierter Action.


Dennoch ist kaum zu fassen, wie enttäuschend dieser fünfte "Ice Age"-Film ist. Nahezu jeder Gag ist total fehlplatziert und nur selten wirklich witzig. Zusätzlich bekommen wir diesmal Fantasy-Elemente geboten, die einfach gar nicht in diese Welt passen. Man bekommt UFOs zu sehen, die im Weltraum umher schweben und im späteren Verlauf haben wir es sogar mit magnetischen Zauberkristallen zu tun, die ewig jung machen. Wenn man da an den ersten Teil denkt, bei dem das Thema Eiszeit noch ein authentisches Bild übermittelte, hat dieser fünfte Teil rein gar nichts mehr mit diesem "Ice Age " zu tun. Der gesamte Film ist äußerst anstrengend und selbst die Momente mit Scrat sind maßlos übertrieben und äußerst unlustig.


Auch bei den Charakteren gibt es nicht so viel positives zu berichten. Manny äfft die ganze Zeit eigentlich nur den (völlig uninteressanten) Freund seiner Tochter nach und hat alles, was ihn einst so toll machte (seinen Zynismus), verloren. Aber in diesem Zusammenhang muss man die deutsche Synchronarbeit loben. Durch den Tod von Arne Elsholtz bekam Manny eine neue Stimme und die klingt fast 1:1 wie seine alte Stimme. Hut ab dafür. Sid hat sich eigentlich nicht viel verändert und sorgt zumindest für einige Lacher. Leider wirkt seine Lovestory total bescheuert und hat einen katastrophalen Ausgang. Diego verkommt hier total im Hintergrund und hat eigentlich kaum erwähnenswerte Momente. Ellie bleibt komplett blass und auch Peaches nervt weiterhin enorm, besonders in Kombination mit ihrem Freund.


Der Film versucht zudem noch, drei Antagonisten hinein zu bringen, die aber unbeschreiblich schlecht geschrieben sind und eigentlich nur für einen einzigen Zweck hinein geschrieben wurden. Buck ist zwar teilweise unterhaltsam, aber an manchen Stellen auch etwas anstrengend. Und als wäre das nicht schlecht genug, sind auch noch alle Szenen mit Scrat komplett humorfrei und nun völlig übertrieben. Damit wird "Ice Age: Kollision voraus!" zum mittelprächtigen Fehlschlag. Die Gags sitzen nicht, die Story ist einem "Ice Age" unwürdig und die meisten Charaktere nerven total. Ein paar Trostpunkte gibt es für den Soundtrack und für die Animationen und weil Kinder vielleicht noch bisschen Spaß haben werden.

5,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork: Twentieth Century Studios/Blue Sky

Donnerstag, 19. Juni 2014

Otto - Der Liebesfilm (1992)

http://www.imdb.com/title/tt0105073/

Von Amors Pfeil getroffen, entflammt der Straßenmusikant Otto (Otto Waalkes) in Liebe zu der schönen Tina. Die allerdings hält ihn - nicht ganz zu Unrecht - für einen Taschendieb und erwidert seine Leidenschaft vorerst nicht. Doch Otto gibt nicht auf und ist zur Stelle, als Amors Pfeil auch Tina trifft. Doch mit dem jungen Glück fangen alle Schwierigkeiten erst an. Tinas Eltern mögen Otto nicht, eine Wohnung muß her, und das ist leichter gesagt als getan. Die Rettung des jungen Glücks tritt auf in Gestalt der Freifrau Lodenwald, deren Stiftung einem jungen Künstler zu lebenslangem Wohnrecht verhilft - wenn er den Keuschgauer Reinheitsreigen meistert. Und genau dies wollen einige Dunkelmänner um jeden Preis verhindern...

Man kann sagen dass Ottos vierter Film zwar kein Meisterwerk ist, aber doch ganz gut zu unterhalten weiß. Sicherlich sind viele Gags verstaubt und alt, aber trotzdem kommen sie hier noch ganz gut rüber (die Bärenmarke-Verlade ist kultig). Betrachtet man es ganz kritisch, beinhaltet "Otto - Der Liebesfilm" eigentlich bloß eine lose Aneinanderreihung von aufgewärmten Scherzen, die hier und da aber durchaus ihren Charme entwickeln. Den wahren Genius hinter Ottos Humor vergisst man dabei leider allzu oft: Robert Gernhardt, der bis hierhin an allen vier "Otto"-Filmen beteiligt war. Die letzten 20 Minuten, die ein wenig (zu sehr) volksmusikträchtig sind, wären so nicht nötig gewesen und alles in allem wird es hier zwar etwas zu albern, doch wer auf Ottos Blödeleien steht, wird diesen Film - wie auch schon die drei Vorgänger - schon mehrfach gesehen und ihn ganz passabel gefunden haben. Der beste Gag des Filmes ist aber eher unfreiwilliger Natur - ein heutiger Videospieler kann sich über das billige Videospiel das Armor spielt nur schlapplachen. Somit ist unterm Strich "Otto - Die Liebesfilm" routinierte Otto-Blödelei, zwar nicht besonders originell und recht albern, aber unterm Strich doch vergnüglich.

"Ich besuchte das Gym..., das Gym..., das Gymnsium."

7/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Tobis

Sonntag, 16. Juni 2013

Otto - Der Außerfriesische (1989)

http://www.imdb.com/title/tt0098040/

In einem Leuchturm auf dem Deich lebt Otto (Otto Waalkes) in froher Einfalt und sehr zum Ärger der Firma HighSpeed Unlimited. Die HighTech-Schmiede will die friesische Landschaft mit der Teststrecke für einen Raketengleiter zieren. Otti ist diesen Plänen im Wege. Angestachelt von Freundin Frauke macht sich Otto auf nach Amerika, um Bruder Benno zu holen, denn nur der ist als rechtmäßiger Leuchtturmseigner in der Lage, die Machenschaften der notorischen Umweltsünder zu stoppen.

Otto's Kinoerfolge hielten an. Nach "Otto - Der Film" und "Otto - Der neue Film" ist dies nun schon der dritte "Otto"-Film, nach altbewährtem Muster. Und es ist auch beim dritten Mal kein schlechter Film geworden. Natürlich kann auch der dritte Teil nicht mit dem fantastischen ersten Film mithalten, aber er gefällt schon ein wenig besser als "Otto - Der neue Film". Wieder schlägt der Film leichte Comedy-Töne an und ist einfach ein Spaß für die ganze Familie. Die Story ist für die Verhältnisse auch gar nicht mal so schlecht, wenn auch sehr seicht. Aber der Film erzählt zumindest eine Geschichte, ohne einfach nur einen Gag nach dem Anderen raus zu hauen. "Otto - Der Außerfriesische" hat aber auch einige Rohrkrepierer mehr drin. Allerdings sind viele Momente drin, in denen der Film zum brüllen komisch ist, sofern man Ottos Blödelhumor mag. Besonders die Momente in Miami gefallen richtig gut, denn man hat tatsächlich in den USA gedreht. Hier gibt es natürlich viele altbekannte Jokes von Ottos Englischkenntnissen, die schon bei seinem Bühnenprogramm gefeiert wurden. Leider geht dann am Ende alles ein wenig schnell und der dritte Akt wird fast komplett übersprungen, sodass der Film viel zu abrupt endet. Auch manche Musikeinlagen von Otto wirkten ein wenig zu willkürlich, so als hätte man sie erst nachträglich eingeführt.

Otto schafft es auch beim dritten Mal den Film komplett auf seinen Schultern zu tragen. In jeder Szene ist er authentisch und überzeugt sogar in einer amüsanten Doppelrolle. Die Nebendarsteller sind diesmal kaum erwähnenswert und stehen komplett in Ottos Schatten. Während es im ersten Teil noch tolle Gastauftritte gab, sind hier die Auftritte von Steffi Graf und Loriot schon das ganze Highlight. Es gibt auch einige Antagonisten, wovon aber nur ein einziger wirklich eine tragende Rolle spielt. Der Rest wird einfach lieblos verheizt, ohne dass es irgendeine Konfrontation gibt, die durchaus möglich gewesen wäre. Der dritte "Otto"-Film ist einen Hauch stärker als der zweite Film. Der Film hätte deutlich besser werden können, überzeugt aber letzten Endes trotzdem durch ein gut agierenden Otto und dem ganzen Miami Part.

7,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Tobis

Otto - Der Neue Film (1987)

http://www.imdb.com/title/tt0095799/

Otto (Otto Waalkes) hat es nicht leicht: Gerade ist er aus der Wohnung geflogen, weil er die Miete nicht bezahlen konnte, und jetzt muß er seine Mietschulden durch Hilfsarbeiten für seinen Hausmeister abarbeiten. Und ausgerechnet jetzt zieht eine Neue ein, die ihm das Herz raubt. Doch Gabi hat nur Augen für den tumben Bodybuilder Amboss, während sich Otto mit einer suizidgefährdeten Katze und einem neurotischen Hund herumschlagen muss.

Zwei Jahre nach dem gigantischen Erfolg von "Otto - Der Film" kam bereits im Jahr 1987 der zweite Film von und mit Otto Waalkes, der zu den größten Komikern der deutschen Geschichte gehört. Auch bei diesem Film lautet die goldene Regel, dass man mit dem Humor von Otto etwas anfangen muss. Wenn man den ersten Otto Film mochte, wird man auch mit dem zweiten Teil etwas anfangen können, doch schon hier fehlt die charmante Story aus dem Vorgänger.

Auch der zweite "Otto"-Film parodiert wieder einige bekannte Werke. Besonders im Fokus steht Amboss, der eine herrliche Parodie auf Schwarzenegger und das 80er Jahre Actionkino ist. Das Problem bei diesem Film sind allerdings die Dialoge. Alles wirkt so künstlich aufgesetzt, während die Dialoge im ersten Teil wirklich gut geschrieben waren und die Story originell ist, plätschert Otto's zweiter Film ein wenig vor sich hin und überzeugt eigentlich nur durch die Gags, anstatt durch eine charmante Story. Und doch bietet der neue Film ein paar schöne Highlights un Running Gags, wie zum Beispiel die Fütterung der Katze, die sich jeden Abend eine andere Methode ausdenkt, um Suizid zu begehen. Otto spielt wie immer Otto. Er muss (oder kann) auch nicht machen als das. Er spielt auch nicht großartig, sondern ist einfach was er ist: Otto. Im zweiten Teil sind die Dialoge ein wenig seltsam. Das wird besonders bei Gaby deutlich, die einen wirklich miesen Charakter hat. Otto liefert sich mit ihr wirklich seltsame Dialoge, die total willkürlich wirken und die Beiden haben leider überhaupt keine Chemie. Ganz anders ist daAnna, die wirklich süß von Anja Jaenicke verkörpert wird. Sie ist toll in ihrer Rolle, auch wenn in ihr ein kleines Biest schlummert. Ansonsten gibt es kaum erwähnenswerte Nebencharaktere, da Otto mal wieder den Film komplett auf seinen Schultern trägt.

Auch wenn "Otto - Der neue Film" nicht ganz an sein en Vorgänger heran kommt, schaut man ihn immer wieder gerne. Er ist zum größten Teil sehr witzig, hin und wieder aber auch etwas zu absurd.

7,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Tobis

Mittwoch, 12. Juni 2013

Otto - Der Film (1985)

http://www.imdb.com/title/tt0089753/

Der junge Mann Otto (Otto Waalkes) aus Ostfriesland will endlich weg von daheim. Daher zieht er in die große Stadt Hamburg, wo er von nun an glücklich und zufrieden leben will. Sein Startkapital leiht er sich von einem Mann namens "Shark", der sich bald als Kredithai entpuppt, denn die lächerlichen paar Mark, die er Otto geliehen hat, sind jetzt zu einem Schuldenberg von DM 9876,50 angewachsen. Woher aber soll Otto das Geld nehmen? Vielleicht von der hübschen Silvia von Kohlen und Reibach, in die er sich Hals über Kopf verliebt hat?

"Da waren sie wieder, meine 3 Probleme." Dieser Satz ist wohl das markanteste Markenzeichen dieses Films. Wenn man diesen Film noch nie zuvor gesehen hat, kann ich nicht garantieren, dass man bei "Otto - Der Film" wirklich lachen wird. Im Grunde ist es ganz einfach: Wenn man Otto auf den Tod nicht ausstehen kann, wird man auch hier nicht lachen. Der Rest wird eine richtig gute deutsche Komödie bekommen. Für einen "Otto"-Film ist das Drehbuch erstaunlich nett geschrieben. Es macht einfach unglaublich viel Spaß Otto dabei zuzusehen, wie er verzweifelt versucht in Hamburg Fuß zu fassen. Dabei trifft er auf viele interessante Menschen. Im Mittelpunkt steht natürlich Otto, der mit einer enormen Leichtigkeit den ganzen Film auf seinen Schultern trägt. Bei ihm hat man einfach immer das Gefühl, dass er nicht großartig schauspielert, sondern einfach so ist wie er ist. Wie das eigentlich bei jedem "Otto "-Film der Fall ist, bringt er seine selbst kreierten Gags mit und baut sie geschickt in seine Dialoge mit ein. Es gibt auch zahlreiche Gastauftritte. Günther Kaufmann hat einen witzigen Auftritt als "Alibi-Sklave", Sky Du Mont verkörpert einen schmierigen Blender und Johannes Heesters hat einen wundervollen Auftritt als Obdachloser. Hinzu kommt ein grandioser Gottfried John als Bankräuber und eine bezaubernde Jessika Cardinahl als Silvia. Man kann wirklich erstaunt sein, wie gut alle Akteure ihre Rolle verkörpern und wie kein einziger Charakter übers Ziel hinaus schießt.

"Otto - Der Film" ist nicht nur der erfolgreichste deutsche Film aller Zeiten, sondern auch eine der besten deutschen Komödien, welche bis heute gedreht wurde. Alle Schauspieler spielen besser als in den meisten anderen deutschen Filmen, Otto überzeugt auf ganzer Linie und die Story hat viel Witz, Charme und Herz. Schade, dass nur noch der zweite Teil wirklich an die Qualität des ersten Teils anknüpfen konnte.

8/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Tobis