Dienstag, 9. Juli 2013
Rambo III (1988)
Kriegsveteran John Rambo (Sylvester Stallone) hat der Gewalt abgeschworen. In einem Kloster, welches nach den buddhistischen Bräuchen geführt wird, hat er seinen Seelenfrieden gefunden, zumindest denkt er das selbst. In seinen Augen ist durch seine Hand schon genug Blut vergossen wurden. Dann erhält er jedoch die Nachricht, dass sein alter Freund und ehemaliger Mentor, Colonel Trautman (Richard Crenna) in Gefangenschaft des russischen Militärs geraten ist und ihm nun der Tod droht. Es scheint, als könne nur noch die Ein-Mann-Kampfmaschine Rambo seinen Freund retten. Trotzdem er dem Kampf eigentlich den Rücken gekehrt hat, entschließt sich der Ex-Elite-Soldat dazu, Trautman zur Hilfe zu eilen. Dafür wird er weit hinter den feindlichen Linien im kargen und bergigen Afghanistan abgesetzt. Nun liegt es an ihm, ein Menschenleben zu retten. Doch als dann die Situation zu entgleisen droht, sieht Rambo keine andere Möglichkeit und der hinterlässt wahres Chaos, um seinem Freund das Leben zu retten.
Teil 3 greift zwar ein sehr kontroverses Thema auf, verliert sich dann aber in der übertriebenen "One-Man-Army"-Action. Auch kommt hier viel (vielleicht unfreiwilliger) Witz zum Tragen. "Wozu ist das?" - "Das ist blaues Licht!" - "Und was macht es?" - "Es leuchtet blau." oder "Wer glauben Sie, ist dieser Mann? Gott?!" - "Nein, Gott kennt Gnade. Er nicht." sind nur zwei von unzähligen Intelligenzausbrüchen.
Als dritten Teil der Reihe finde ich Ihn noch ein Stück schwächer als den zweiten Teil. Die ideologische Sichtweise des Films lasse ich mal außen vor. Stallone macht zwar auch hier erneut eine gute Figur im Kampf und auch Richard Crenna darf auch endlich etwas kämpfen, dennoch ist mir dieser Teil stellenweise etwas zu albern geraten. Die bereits angesprochenen "witzigen" Sätze sind zwar hin und wieder unterhaltsam, wirken allerdings etwas deplaziert. Der Bösewicht in diesem Teil hat kaum Charisma und wirkt austauschbar. Schade, aber immerhin wurde es mit Teil 4 wieder besser.
6/10
Von STUDIOCANAL erschien der Film nun weltweit erstmalig in HD im limitierten Mediabook.
Rambo: First Blood Part II - Rambo: Der Auftrag (1985)
Das ist nun der Rambo wie ihn jeder kennt. Actionkino alá carte. Diese "One-Man-Army" John Rambo macht hier genau das, was man von einem Actionfilm erwartet: mit allen Mitteln einen aussichtslosen Kampf kämpfen - und das so brutal und euphorisch wie nur möglich.
Der Vietnamkrieg ist vorbei. Der ehemalige Green Beret Rambo schmort in einem Gefängnis. Colonel Trautman holt ihn dort heraus, denn er braucht für eine hochgefährliche, geheime Mission seinen besten Mann. Rambo soll im vietnamesischen Dschungel nach amerikanischen Kriegsgefangenen suchen und sie befreien. Doch seine Überlebensfähigkeiten werden auf eine harte Probe gestellt: Weil er den Befehlen nicht gehorcht, stufen ihn die eigenen Leute als “entbehrlich” ein. Ab sofort ist Rambo auf sich allein gestellt. Nur mit einem Messer sowie mit Pfeil und Bogen bewaffnet, tritt er den mit modernsten Waffen ausgerüsteten Feinden entgegen.
"Um den Krieg zu überleben, muss man selbst zum Krieg werden!" - dumm, aber genial. Genau wie der ganze Film. Ein wahres Actionfeuerwerk, wie es so nur in den 80ern entstehen konnte. Ein Film, für den ich mich zu seiner Zeit heimlich ins Wohnzimmer geschlichen habe, um Stallone im TV dabei zuzusehen, wie er ganze Armeen im Alleingang auslöscht. Um solche Sachen wie "peinliche Propaganda", "Gewaltverherrlichung" oder "ärgerliche Feindbilder" machte man sich da noch keine Gedanken, denn wenn Rambo seine explosiven Pfeile auspackte, war man irgendwie glücklich.
Natürlich sieht man einen Film wie "Rambo II: Der Auftrag" heute ein wenig anders, natürlich fragt man sich mehr als einmal "Meint der das ernst?"... und trotzdem sitzt man gefesselt vor dem Fernseher, wenn Stallone sich im Schlamm tarnt oder ganze Dörfer wegbombt. Von den kultigen One-Linern ganz zu schweigen. Mit für damalige Verhältnisse enormem Aufwand wurde Stallone's Ein-Mann-Feldzug grandios in Szene gesetzt. Auch wenn die Teile 1 und 4 noch ein wenig sind, so ist "Rambo II" immer wieder Actionfutter vom Feinsten!
7/10
Von STUDIOCANAL erschien der Film nun weltweit erstmalig in HD im limitierten Mediabook.
Rambo: First Blood (1982)
Der erste und meiner Ansicht nach auch beste Teil der Reihe. Wer kennt ihn nicht: John Rambo, DIE Action-Ikone schlechthin, die für brachiale Action und explosive Shootouts steht. Dabei ist der erste Teil eigentlich weit von dem Assoziierten entfernt.
Die Geschichte ist aber auch jeder Actionfilm-Fan ein Begriff: John Rambo (Sylvester Stallone) ist in einem Provinznest auf der Suche nach einem Kriegskameraden, mit dem er in Vietnam in einer Spezialeinheit gewesen war. Aber sein Freund ist bereits gestorben. Die Polizei hält den hochdekorierten Vietnam-Veteranen Rambo für einen Landstreicher und nimmt ihn fest. Polizeichef Teasle, der ihn auf der Wache quält und demütigt, ahnt nicht, dass er damit eine Lawine ins Rollen bringt: Rambos Instinkte werden wach. In einer atemberaubenden Aktion flieht er in die Berge. Teasle hetzt ihm den gesamten Polizeistab hinterher, doch Rambo ist ganz in seinem Element und lässt den Beamten keine Chance.
Der erste Auftriff von John Rambo ist - wie schon geschrieben - weit weg von den Fortsetzungen des Films. "First Blood" ist hinter seiner plakativen, extremen schwarz-weißen Skizzierung dieses verdreckten Vietnam-Traumas ein einnehmender und sogar hintergründiger Survival-Thriller. Was anfänglich nach typischer No-Brainer-Action klingt, ist eigentlich sehr überlegt, dabei trotzdem knallhart und zielorientiert. "Rambo" ist simpeles, aber dennoch zeitbezogenes und technisch grandios inszeniertes Tempo-Kino mit historischem Zeitgeist, stellenweisse etwas naiv, aber so gewagt und brachial wie unterhaltsam-kritisch: Irgendwo zwischen Satire, Statement und Survival-Action, so unsterblich wie einfach und irgendwie auch wegweisend. Ein Meilenstein, aus heutiger Sicht sicher ausbaufähig, aber von seiner Idee und seinem Konzept her großartig.
8/10
Von STUDIOCANAL erschien der Film nun weltweit erstmalig in HD im limitierten Mediabook.
Back To The Future: Part III - Zurück in die Zukunft, Teil III (1990)
Marty McFly (Michael J. Fox) erfährt, dass Doc Brown (Christopher Lloyd), den es mittlerweile in den Wilden Westen im 19. Jahrhundert verschlagen hat, wo er sich als Schmied niedergelassen hat, bei einem Duell getötet werden wird. Also reist er in die Vergangenheit um den Doc zu warnen. Doch Doc Brown will eigentlich gar nicht weg, hat er doch gerade die schöne Lehrerin Clara (Mary Steenburgen) kennen gelernt. Auch Marty befindet sich gleich wieder mitten im Trubel, wird er doch schnell zum Erzfeind des eiskalten Killers Mad Dog Tannen (Thomas F. Wilson). Und zu allem Überfluss ist auch noch der DeLorean kaputt, so dass an eine einfache Heimreise nicht zu denken ist. Mit energischer Durchsetzungskraft müssen Marty und Doc um ihr Leben kämpfen, während sie an einer Methode arbeiten, um ihre Zeitmaschine unter den primitiven Verhältnissen wieder einsatzbereit zu bekommen.
Der dritte und letzte Teil der grandiosen Zeitreise-Trilogie, die wohl nur sehr wenigen verschlossen bleibt/blieb. Eine leichte Steigerung zum Vorgänger, aber dennoch nicht so gut wie der erste Teil. Dennoch ist "Zurück in die Zukunft, Teil III" ein wunderbarer Abschluss der Trilogie. Natürlich wieder leicht paradox, aber dies längst nicht mehr so gravierend wie im zweiten Teil. Auch gibt es hier ein paar kleinere Längen und die Liebesegeschichte um Doc und Clara wirkt auch mehr gezwungen als geplant, gleichzeitig ist es aber gut und wichtig, dass man dem Charakter Doc im dritten Teil so noch einmal geehrt hat. Zum Glück hat man im Vergleich zum zweiten Teil auch wieder einen Gang zurückgeschaltet. "Zurück in die Zukunft, Teil III" ist wieder deutlich weniger abgedreht und überladen. Das passt wesentlich besser und gerade das Western-Setting mit allen Andeutungen und Gimmicks ist wirklich super. Und immer wieder faszinierend ist der Showdown mit dem Zug. Man weiß wie es ausgeht und dennoch ist der Showdown immer wieder spannend. Damit rundet der dritte Teil die Trilogie zufriedenstellend ab und hinterlässt einen wohligen, warmen Eindruck. Klasse!
9/10
Als Trilogie-Box erschienen alle drei Teile in limitierten Mediabooks im Schuber:
Quellen:
Inhaltsangabe:Filmstarts
Poster/Artwork: Universal Pictures
Back To The Future: Part II - Zurück in die Zukunft, Teil II (1986)
Marty Mcfly (Michael J. Fox) und Doc Brown (Christopher Lloyd), die Zukunftsreisenden aus Teil 1 des Sci-Fi-Abenteuers, verlassen auch in der Fortsetzung erneut das Jahr 1985. Diesmal geht die Reise in die Zukunft. Im Jahr 2015 versuchen die beiden, Martys zukünftigen Sohn vor einer großen Dummheit zu bewahren, die eine Reihe unerwünschter Ereignisse zur Folge haben könnte. Nach Beendung der erfolgreichen Mission reisen die beiden ins Jahr 1985 zurück. Dort müssen sie jedoch feststellen, dass ihre Rettungsaktion unvorhergesehene und verheerende Veränderungen in der Gegenwart herbeigeführt hat...
Der zweite Teil ist der schwächste Teil der Trilogie. Und das will etwas heißen, denn bei einer Wertung über 8 ist das tatsächlich Jammern auf hohem, sehr hohem Niveau. Aber irgendwie ist die Zukunftsvision Zemeckis zu überzeichnet, zu viel und zu schnell. Aber wenn Doc und Marty zurück in den Fünfzigern sind, dann kommt das alte Feeling auf und man freut sich, wie es den Machern gelungen ist Szenen aus dem Vorgänger so schön zu integrieren, dass es augenscheinlich spitzenmässig passt und schon immer so geplant gewesen zu sein schien.
Die Mühe, die sich Regisseur Robert Zemeckis hier erneut gab, konnte man schon gleich in den ersten Minuten erkennen, denn während der Film beginnt, wie der erste Teil endete, hat Zemeckis die ersten beiden Minuten einfach noch einmal gedreht, was aber wohl nur bei genauerem Betrachten auffällt. Dennoch ist das Sequel auch für andere Überraschungen gut und auch der damals achtjährige Elijah Wood feierte in einer Nebenrolle sein Filmdebüt. Schauspielerisch erneut einwandfrei und auch die Geschichte ist überaus originell, die Szenen 1955 bekommen einen Extra-Vertrautheits-Punkt. Eine gewisse Vorkenntnis des ersten Teils ist dennoch kein Fehler, denn besonders im letzten Drittel braucht man an einigen Stellen doch etwas Vorwissen, damit einige Gags erst richtig zünden können. So bleibt eine mehr als gelungene Fortsetzung, die ein tolles Sequel darstellt, dass zwar nicht ganz an den ersten herausragenden ersten Teil herankommt, diesem aber besonders zum Ende hin in nur sehr wenigen nachsteht und einen hervorragend auf den abschliessenden dritten Teil vorbereitet.
8,5/10
Als Trilogie-Box erschienen alle drei Teile in limitierten Mediabooks im Schuber:
Quellen:
Inhaltsangabe:Filmstarts
Poster/Artwork: Universal Pictures
Back To The Future - Zurück in die Zukunft (1985)
http://www.imdb.com/title/tt0088763/
Marty McFly (Michael J. Fox) ist ein ganz schöner Losertyp: Ständig wird
er von der Tannen-Bande drangsaliert. In dem skurrilen Wissenschaftler
Dr. Emmett L. 'Doc' Brown (Christopher Lloyd) hat er einen ganz
besonderen Freund gefunden: Dieser hat einen DeLorian zu einer
Zeitmaschine umgebaut, mit der Marty in die Fünfziger Jahre zurück
reist. Dort verhindert er ein für die Heirat seiner Eltern wesentliches
Ereignis, das seine eigene Existenz zu bedrohen beginnt. Gemeinsam mit
Doc Brown muss er nun alles daran setzen, die Vergangenheit wieder ins
Lot zu bringen...
"Zurück in die Zukunft" ist einer der Filme, die erstaunlicherweise auch
nach Jahren und der x-ten Sichtung spannend bleiben. Wie das? Im Grunde
ist es eine recht einfach gestrickte Geschichte mit einer guten Portion
Humor, Action und Drama. Der Auftakt zu einer der besten Trilogien der
Filmgeschichte ist darüber hinaus aber auch noch (Achtung: Wortspiel!)
zeitlos und genau das ist es, was ihn auszeichnet.
Worte wie "Flux-Kompensator" und "DeLorean" - Worte, die einen an die eigene Kindheit erinnern. "Zurück in die
Zukunft" ist ein grandioses Fantasy-Abenteuer mit einer durchdachten
Zeitreise-Geschichte - oder eben auch nicht. Wie bei allen Filmen, die sich mit dem Thema Zeitreise befassen, ist
auch dieser Film je nach Betrachtungswinkel extrem unlogisch und
strotzt nur so vor Ungereimtheiten und Logikfehlern - oder er ist einfach
nur genial und - wie bereits gesagt - wirklich durchdacht.
Er ist defintiv letzteres: eine super Familienunterhaltung und
ein Paradebeispiel für das kreative 80er-Jahre-Popcorn-Kino. Ein
fabelhafter Score, sympathische Figuren und die dazugehörigen
Schauspieler, nette, handgemachte Effekte und der klassische Look
sorgen für wohlige Nostalgie. Die zahlreichen Anspielungen auf die kulturellen
Unterschiede zwischen den 50er und 80er Jahren sitzen perfekt und sind
ganz klar eine der vielen Stärken. Die Effekte sind für Freunde der
damaligen Zeit schlichtweg kultig und frei von jeglicher Kritik. Besonders der famose Showdown und dessen fabelhaftes Spiel entlassen das Publikum mit einem breiten Grinsen in den zweiten Teil.
9,5/10
Als Trilogie-Box erschienen alle drei Teile in limitierten Mediabooks im Schuber:
Quellen:
Inhaltsangabe:Filmstarts
Poster/Artwork: Universal Pictures
Montag, 1. Juli 2013
House At The End Of The Street (Extended Version) (2012)
Der filmisch gut gemachte "House At The End Of The Street" betritt nach einer kurzen Weile leider doch wieder altbekannttes Terrain und braucht dann eine kleine Ewigkeit bis er wirklich in Fahrt kommt. Schade eigentlich, der Anfang bot sehr viel Raum für Spekulation und öffnete neue Wege...
Die verwitwete Sarah Cassidy (Elisabeth Shue) und ihre Tochter Elissa (Jennifer Lawrence) ziehen in ein neues Haus. Es ist gemütlich, rustikal und zum wohlfühlen gemacht, Elissa fühlt sich sofort wohl und genießt die friedliche Umgebung in der Nähe eines Waldes. Nach kurzer Zeit gesteht ihre Mutter, dass das Domizil nur deshalb so erschwinglich war, weil vor Kurzem in einem Haus am Ende der Straße ein Mädchen ihre Eltern ermordet hat. Elissa ist schockiert, will sich favon jedoch nicht einschüchtern lassen. Sie trifft auf Ryan (Max Thieriot), den Bruder des (verschwundenen) mordlüsternen Mädchens und bemitleidet ihn für seine tragische Familiengeschichte. Zwar ist es verwunderlich, dass er dennoch im Elternhaus wohnen bleibt, doch zwischen den Beiden entwickelt sich schnell mehr als nur Freundschaft. Doch schon bald darauf ereignen sich unerklärliche Dinge und als Ryan Elissa in sein Haus einläd, schwebt sie bald in großer Gefahr...
Leider leider, auch hier wurde mehr versprochen als letztendlich gehalten. Der Thriller kommt einfach nicht in die Gänge und schlingert so von einer Szene zur nächsten, ohne das richtiger Nervenkitzel aufkommen will, zumindest nicht bei mir. Stur und brav folgt man dem altbekanntem Schema und ahnt eigentlich schon, wann welcher "Schockmoment" kommt - das ärgert. Zwar machen die Schauspieler ihre Sache gut und vor allem auch glaubhaft, aber dennoch will der Funke nicht so richtig überspringen. Selbst der Score schafft es nicht so gut, eine gewisse Balance zu halten. Hm. Für einen Horrorfilm zu seicht, für einen Thriller zu wenig aufreibend. Einfach nur: Hm.
6/10
http://tinyurl.com/ouuvhzq





















