Samstag, 14. Juni 2014

Blutgletscher (2013)

http://www.imdb.com/title/tt2299206/

Ein Gruppe von Wissenschaftlern forscht in einer Klimaforschungsstation in den Alpen. Die Wissenschaftler wollen ihren Augen kaum glauben, als sie eine seltsame rote Flüssigkeit im Gebirge sehen. Wie eine Art Blutlawine bewegt sich der blutige Schnee bergabwärts. Die Wissenschaftler stellen fest, dass das Gletscherblut nicht nur für die Tierwelt ungeahnte Gefahren mit sich bringt. Der Techniker Janek (Gerhard Liebmann) muss sich und seine Station nun unter anderem vor den mutierten Wesen schützen.

Ui, ein Creature-Horror von unseren österreichischen Nachbarn, da muss man mal einen Blick riskieren! Und tatsächlich, "Blutgletscher" schafft es anfänglich sogar eine halbwegs spannende Geschichte aufzubauen und die Figuren, so belanglos und teilweise unglaubwürdig oder hölzern sie auch gespielt sein mögen, vorzustellen. Die einzig wirklich gute Figur ist Janek (Gerhard Liebmann), der auch die ganze Story trägt.

Mit ein paar netten Creature-Effects, von denen einige - vor allem die Flugviecher - recht holprig daherkommen und einigen ekligen bis blutigen Einlagen kommt dann sogar etwas wie Horrorfeeling auf.

Hätte der Regisseur Marvion Kren mal bei den deftigeren Szenen etwas länger mit der Kamera drauf gehalten, hätte vielleicht sogar noch etwas mehr dabei rauskommen können. So sind es kurze Schnitte, die viel andeuten und gerade so ausreichend zeigen, was die Macher von "The Thing" vor knapp 30 Jahren besser drauf hatten. Aber das düstere Setting in den Alpen stimmt, die Kamera ist auf hohem Niveau und sogar der Soundtrack weiß zu gefallen.

Wenn man jetzt noch hier und da ein paar Kleingkeiten besser herausarbeitet und dann das dämliche und vor allem fragwürdige Ende (mit dem obligatorischen Erschrecker, der schon seit Jahren keinen mehr erschreckt) überdenkt, dann kann man beim nächsten Mal sehr viel mehr richtig machen.

5,5/10

Donnerstag, 12. Juni 2014

RoboCop (2014)

http://www.imdb.com/title/tt1234721/

Detroit, im Jahre 2028: Der Krieg beginnt gleich vor der Haustür und die Polizei hat alle Hände voll zu tun, Law and Order gegenüber Verbrechen und Korruption aufrecht zu erhalten. Der multinationale Großkonzern OmniCorp wittert in dieser Flut des Verbrechens ein großes Geschäft. Unter Führung des skrupellosen Raymond Sellars (Michael Keaton) plant der Konzern die automatisierte Verbrechensbekämpfung, und bringt damit die menschlichen Polizisten gegen sich auf, die um ihren Job bangen. Einer von ihnen ist der Polizist Alex Murphy (Joel Kinnaman). Der liebende Familienvater und Ehemann der bezaubernden Clara (Abbie Cornish) wird eines Tages durch eine Explosion vor seiner Haustür lebensgefährlich verletzt. In einer spektakulären Operation unter Leitung des Wissenschaftlers Dr. Dennett Norton (Gary Oldman) wird Murphys Körper zum RoboCop, einem gewissenlosen Mischwesen aus Mensch und Maschine, und zum Eigentum von OmniCorp. Seines früheren Lebens beraubt, ist er als kompromissloser Vollstrecker ein unmittelbarer Erfolg. Doch den RoboCop plagen einige ‘Fehlfunktionen’, als sich mit Erinnerungsfetzen sein früheres Ich Alex Murphy zurückmeldet. Der RoboCop entdeckt seinen menschlichen Funken – und droht damit die Pläne von OmniCorp-Vorstand Sellars zu gefährden.

Wenn man mal davon absieht, dass ein Remake dieses Verhoeven-Klassikers vollkommen unnötig war und dass der Klassiker eigentlich ein unantastbares Meisterwerk ist, so ist der neue Robocop ein durchschnittlicher Actionfilm, der mehr sein will als er tatsächlich ist. Woran liegt das?

Einmal wurde die ganze Geschichte angepasst. Es ist bei weitem nicht mehr so zynisch oder so überspitzt wie der grandiose Erstling - und der Film hier muss sich diesen Vergleich gefallen lassen, wird man doch durch das Thema und durch diverse Anspielungen und kleine Details immer wieder an ihn erinnert. "RoboCop" ist im Grunde ein reinrassiger Actionfilm und mehr gibt die Prämisse des Films auch nicht her. Hier hat man aber versucht mehr auf die Beziehung Murphys zu seiner Famiie einzugehen, was einfach nicht gut inszeniert wurde und so zu langen, zähen und vollkommen deplatziert wirkenden Dialogszenen führt.

Des Weiteren versucht man eine Botschaft mit dem Vorschlaghammer rüberzubringen, indem man immer wieder eine Fernsehshow mit einem erzkonservativen Moderator (Samuel L. Jackson) in den Film einflechtet, was dazu führt, dass man andauernd aus der Handlung gerissen wird. Es ist schon bezeichnend, dass "RoboCop" in der ersten Stunde keine nennenswerte Actionszene zu bieten hat und sich mit einem etwas explosiveren Finale abspeist. Da hat man am Ziel klar vorbeigeschossen. Figuren sind radikal ausgetauscht worden (beispielsweise ist Officer Lewis nun ein Schwarzer, der Chef ist einer Chefin gewichen) und der Blutgehalt ist beinahe Null.

Wenn man 80er-Filme unbedingt recyclen muss, sollte man sich immer im Klaren sein, dass diese damals reinrassigen Actionfilme nicht zu Sozialdramen oder ähnlichem taugen. Man sollte daher nicht versuchen aus einem Film etwas herausquetschen zu wollen, was nicht im Ansatz in der Grundidee vorhanden ist. Zudem kommt erschwerend hinzu das ein "Robocop" einfach kein Stoff für Kinder oder junge Jugendliche ist, wobei man ebenso ehrlich zugeben kann, dass einige der Szenen nichts für Zwölfjährige (so das deutsche Rating des Films) ist. Da sieht man offene Gehirne und arbeitende Perestaltik - wegen u.a. solchen Szenen wurde einst "Robocop 2" auf den Index gehoben. Der neue Anzug selbst ist cool, keine Frage, die Effekte, Animation und Kameraführung passen ebenfalls, der Soundtrack plätschert nebeher und man lächelt, sobald man das altbekannte Thema hört.

Alles in allem ein recht unnötiges Remake, das daran scheitert, ein aufgesetztes Drama mit Action zu vermischen.  Ein unterhaltsamer Film zwar, aber letztendlich viel zu langatmig und mit zu wenig Biss.

6,5/10

Exklusiv bei amazon.de gibt es den Film in einem schicken Steelbook:

Mittwoch, 4. Juni 2014

47 Ronin (2013)

http://www.imdb.com/title/tt1335975/

Kai (Keanu Reeves) ist nur ein Halb-Japaner und wurde daher durch die Samurai vom Hof verbannt und in die Sklaverei geschickt. Doch als ein neuer übermächtiger Warlord ihre Herren tötet und die Samuarikaste auslöschen will, werden die 47 Samurai um Oishi (Hiroyuki Sanada) zu herrenlosen Ronin. Ihnen bleibt keine andere Wahl, als Kai zu befreien und ihn dazu zu bewegen an ihrer Seite zu kämpfen. Gemeinsam müssen sie gegen eine übermächtige Armee, mythische Bestien und schwarze Magie kämpfen, um den Mord ihrer Herren zu rächen und ihre Ehre wieder herzustellen.

So ganz kann ich den ganzen Hass auf den Film nicht nachvollziehen. Ich fand ihn ganz gut, kein wirklicher Kracher, aber ein kurzweiliger Hollywood-Asia-Blockbuster. "47 Ronin" ist überwiegend komisch geschnitten, was vor allem in den wenigen Action-Szenen negativ auffällt und die komplette Dramaturgie taugt auch nicht viel. Man merkt eben doch, dass wohl viel mehr Material vorhanden war und der Film aufgrund von Studiovorgaben jedoch radikal zusammengekürzt wurde. So ergaben einige Elemente dann nicht mehr viel Sinn (wie zum Beispiel kamen die Ronin so einfach in Lord Kiras Festung?) und hätten, wäre der Film länger gewesen, vielleicht sogar schon episch gewirkt.

Rein optisch ist der Film dafür echt gelungen, die Kamera mitsamt der Perspektive macht einen guten Eindruck (wenn mal nicht sofort umgeschnitten wurde), selbst der Look und das eingesetzte 3D gefielen mir und kostümmässig gut ausgestattet war "47 Ronin" auch. Ganz klar auch "Style-over-Substance", aber wenn der Style so sein soll, dann kann ich damit leben. Selbst die teilweise hölzernen Effekte kann man durchgehen lassen. Schauspielerisch wird natürlich nicht viel geboten, aber wer erwartet in so einem Film schon preisverdächtige Performances. Keanu Reeves hat die Mimik eines Steinblocks, passt aber ganz gut in seine Rolle und Rinku Kikuchis Overacting fand ich super (allgemein war die Hexe eine coole Figur). Auch der Soundtrack weiß mit seinen asiatisch-pompösen Einlagen zu gefallen.

Klar, ein besonders herausragender Film ist "47 Ronin" nicht, aber so schlecht, wie er in diversen Foren und Kritiken gemacht wird, ist er meiner Meinung nach auch nicht. Und dass er massiv floppt, während ein Streifen von Schweighöfer oder ein Bay im Kino millionenweise Geld scheffelt - das hatte er einfach nicht verdient.

6,5/10

Von UNIVERSAL PICTURES gibt es den Film auch im Steelbook:


Quellen:
Inhaltsangabe: Universal Pictures
Poster/Artwork: Universal Pictures

Dienstag, 3. Juni 2014

X-Men: Days Of Future Past - X-Men: Zukunft ist Vergangenheit (2014)

http://www.imdb.com/title/tt1877832/

X-Men: Zukunft ist Vergangenheit, die Fortsetzung von "X-Men: Erste Entscheidung", basiert auf der Comic-Storyline Days of Future Past der Reihe The Uncanny X-Men. Diese spielt in einer dystopischen Zukunft, in der Mutanten in Internierungscamps gefangengehalten werden und die Erde von den Sentinels beherrscht wird. Unter den Inhaftierten ist auch Wolverine. Es gelingt ihm, durch die Zeit zu reisen, um zu versuchen, den Verlauf der Geschichte zu ändern. Diese nahm ihren Anfang in den 1960er Jahren. Die X-Men kämpfen gegen die Bruderschaft der bösen Mutanten, die sich mit Magneto (Michael Fassbender) und Mystique (Jennifer Lawrence) bereits in "X-Men: Erste Entscheidung" geformt hatte. Als nächsten Schlag planen diese ein Attentat gegen Senator Robert Kennedy, das im Falle eines Erfolges jedoch zu eines Massenverhaftungswelle unter Mutanten und deren Internierung führen würde.

Was für ein genialer "X-Men"-Film! Lieber Bryan Singer, ich verneige mich vor Ihnen, Sie haben den bislang besten X-Men-Teil abgeliefert! Aber von Anfang an. Eine düstere Welt ist es, in die wir geworfen werden. Und ohne Atempause geht auch unmittelbar der Kampf gegen die 'Sentinels' - gigantische Roboter, die die Kräfte aller X-Men absorbieren und imitieren können und selbst vor Menschen nicht mehr Halt machen - los. Ich verrate nicht zuviel, wenn man hier voller Entsetzen ansehen muss, wie einige der beliebten Mutanten - unter anderem Iceman, Collosus und Link diesen Maschinen wie simples Kanonenfutter zum Opfer fallen, denn es kommt noch viel viel schlimmer...


"Days Of Future Past" heißt der fünfte "X-Men". Der Name ist Programm, denn Singer kommt mit einem Kniff um die Ecke, den schon Abrams bei "Star Trek" anwandte: er ändert ganz einfach die Zeitlinie und verweist somit die ersten drei "X-Men"-Teile in ein Paralleluniversum. Dass so etwas funktionieren kann, sah man bereits bei "Star Trek". Und hier funktioniert es auch - wenn nicht sogar noch einen Tick besser. Der Auftrag ist, Mystique aufzuhalten, die durch einen Fehler in der Vergangenheit (dem Mord an Dr. Bolivar Trask (wie immer großartig: Peter Dinklage)) die Entwicklung der Sentinels erst möglich machte. Natürlich ist es 'Wolverine' (Hugh Jackman), der als einziger stark genug ist, diesen mentalen Zeitsprung auszuführen, da er als einziger über genügend Regenerationskraft verfügt. Shadowcat/Kitty Pryde (Ellen Page) wendet ihre geistigen Kräfte auf ihn an, schickt seinen Geist zurück (während sein Körper in der Zukunft von den anderen X-Men bewacht wird) und Wolverine schlägt die Augen auf - 1973.

Ab dem Zeitpunkt entfaltet der Film seine ganze Größe und weiß mit Story, stimmigen Setting, wohl dosierter Action und einem phantastischen Soundtrack (von John Ottman) zu überzeugen. Das Zusammentrommeln der Mutanten, um Mystiques (Jennifer Lawrence) Fehler rückgängig zu machen, bringt altbekannte Gesichter hervor: allen voran natürlich wieder James McAvoy als junger Charles Xavier und Michael Fassbender als junger Eric Lehnsherr, die wie schon im Vorgänger ihre Sache phantastisch machen. Auch Nicolas Hoult als 'Beast' ist wieder dabei und hat dieses Mal auch etwas mehr Screentime. Dazu kommen aber auch neue Gesichter, wie zum Beispiel 'Quicksilver' (Evan Peters), der wohl die coolste und vermutlich auch beste Szene des ganzen Films inne hat. Mit richtig dosierten Gags und einige Szenen, die einen darüber hinaus zum Schmunzeln bringen oder eindrucksvoll die vorigen Filme ins Gedächtnis rufen weiß der Streifen perfekt zu unterhalten. Und wenn sich der junge Charles (McAvoy) und der alte Charles (Patrick Stewart) beinahe physisch gegenüber stehen, hat man ein weiteres kleines Hochgefühl.


So vergehen knapp 130 Minuten wie im Flug und lassen zu kaum einem Zeitpunkt Langeweile oder gar Leerlauf aufkommen. Mit passgenauem Timing, Gespür für Details und ein paar eingestreuten Hommagen an die anderen Filme schafft es dieser Streifen, dass man sich als Fan fühlt als würde man sich in eine warme Decke kuscheln. Für fesselnde Spannung sorgt die drohende Gefahr in der Zukunft, denn die Sentinels sind auf dem Weg zu den verbliebenen X-Men, darunter auch Storm (Halle Berry) und Magneto (Ian McKellen), die zwar etwas im Hintergrund bleiben, aber dennoch einmal mehr zeigen können was sie drauf haben. Es ist aber vor allem auch das hervorragende Ende, welches zwei mögliche Zeitlinien öffnet. Es fühlt sich wohlig warm an und könnte einem beinahe Tränen in die Augen treiben. "X-Men: Days Of Future Past" macht alles richtig. Fast. Bei all dem Lob fehlt es mir ein wenig an Logik, sofern man dies von Zeitreisen erwarten kann. Es gibt Kontinuitätsfehler, wie sie bei solchen Filmen üblich sind und ein ganz ganz böser Filmfehler, der eigentlich nur aufgeklärt wird, wenn man die alternativen Enden und kompletten Abspänne der anderen Teile gesehen hat. Das ist etwas schade, schmälert aber nicht wirklich den Genuß des Films.

"X-Men: Days Of Future Past" ist ein ganz großartiger Streifen, der genau das richtige Gefühl erzeugen kann - und der hoffentlich nicht der letzte der Reihe ist. So sieht es aber glücklicherweise wirklich nicht aus.

8,5/10

Nach dem Abspann sieht man einen Mutanten, der 3000 v.Chr. eine Steinpyramide mittels Telekinese in unglaublicher Zeit zusammensetzt und von Ägypter mit den Worten "En Sabah Nur" angebetet wird. Bei dem Mutanten handelt es sich um 'Apocalypse' - den ältesten und vermutlich auch ersten Mutanten überhaupt und einer der mächtigsten Widersacher der X-Men, der im nächsten Teil "X-Men: Apocalypse" (2016) wohl auch seinen Auftritt feiert.

Von TWENTIETH CENTURY FOX erschien der Film exklusiv bei zavvi UK auch im limitierten Steelbook in 4K Ultra-HD:

Quellen
InhaltsangabeTwentieth Century Fox
Poster/Artwork
Twentieth Century Fox

Montag, 2. Juni 2014

Deadwood, Season 01 (2004)

http://www.imdb.com/title/tt0348914/

1876. Die Indianergebiete der Black Hills von South Dakota, zwei Wochen nach Custer's letzter Schlacht. Hier im Westen entsteht eine Stadt - und mit ihr der unbarmherzige Kampf zwischen Recht und Unrecht. Es ist die Zeit des Aufbruchs und der Gier. Das reichste Goldvorkommen in der amerikanischen Geschichte zieht unzählige Abenteurer ins gesetzlose Niemandsland, in dem alles und jeder seinen Preis hat. Ob der ehemalige Marshall, der durchtriebene Saloon-Besitzer, Wild Bill Hickok oder Calamity Jane - sie alle treibt nur eines an: Überleben, und zwar um jeden Preis. Willkommen in Deadwood - einem verdammt guten Platz, um sein Glück zu machen.

http://www.imdb.com/title/tt0556296/
1.1 Stadt ohne Gesetz (Deadwood)
Der ehemalige Marshall Seth Bullock (Timothy Olyphant) zieht 1876 in die Siedlung Deadwood, um ein neues Leben anzufangen. Dort trifft er auf den Revolverhelden Wild Bill Hickok (Keith Carradine)und den Saloonbesitzer Al Swearengen (Ian McShane), der mit finsteren Geschäften Geld verdient. - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0556297/
1.2 Mord ohne Auftrag (Deep Water)
Nach einem Überfall auf eine Siedlerfamilie ist ein kleines Mädchen die einzig überlebende Zeugin. Während sich Calamity Jane um sie kümmert, will Bullock dem zwielichtigen Swearengen ein Stück Land abkaufen. Der versucht unterdessen, Wild Bill Hickok aus dem Weg räumen zu lassen. – Packende und düstere Westernserie über ein Goldsucherkaff in South Dakota. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt0556306/
1.3 Gold! (Reconnoitering The Rim)
Swearengen bekommt durch einen neu eröffneten Spiel-Saloon Konkurrenz. Bullock und Star verhandeln mit Swearengen über das Grundstück für ihren Laden und bekommen beim Bauen Unterstützung von Hickok und Utter. Nach einem Zwist mit Brom Garett lässt Swearengen ihn von Dan Dority umbringen. Doch dabei wird Dority von einem Zeugen beobachtet. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt0556299/
1.4 Sein letztes Spiel (Here Was A Man)
Als die Leiche von Brom Garett nach seinem angeblichen Unfall nach Deadwood zurückgebracht wird, vermutet seine Witwe Alma, dass etwas nicht stimmt. Sie beauftragt Doc Cochran, die Leiche zu untersuchen. Der schließt einen Mord nicht aus. Hickock gewinnt beim Poker gegen McCall, doch das hat schlimme Folgen: McCall erschießt ihn in einem Wutanfall. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt0556312/
1.5 Kurzer Prozess (The Trial Of Jack Mccall)
Die Bürger von Deadwood müssen ihre eigenen Gesetze machen, um einen Mörder vor Gericht stellen zu können. Swearengen baut seinen Gem Saloon für die Verhandlung in einen Gerichtssaal um. Da Calamity Jane betrunken ist, wird Trixie beauftragt, sich mit Alma Garett um das kleine Metz-Mädchen zu kümmern. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt0556304/
1.6 Pocken (Plague)
Während des Mordprozesses gegen Jack McCall wird Seth Bullock überfallen. Er schafft es zwar, den Indianer zu töten, der ihn angegriffen hat, bricht aber selbst zusammen. Als in Deadwood eine Pockenepidemie grassiert, beschließen die Stadtobersten, Reiter zu entsenden, um einen Impfstoff zu besorgen. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt0556292/
1.7 Bullocks Rückkehr (Bullock Returns To The Camp)
Bullock und Utter überwältigen den Mörder Jack McCall und überlegen, ob sie ihn in Yankton vor Gericht bringen sollen. Flora und Miles kommen nach Deadwood, um ihren Vater zu suchen. Schnell finden beide einen Job: Miles im Gem-Saloon, Flora bei der Konkurrenz im Bella Union – eine Niederlage für Swearengen, der die junge Frau gerne unter seine Fittiche nehmen wollte. - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0556310/
1.8 Keine Gnade (Suffer The Little Children)
In Deadwood geht es bergauf, als die Männer mit dem Impfstoff gegen Pocken zurückkehren und sich die Nachricht verbreitet, dass es zu einem Friedensvertrag mit den Sioux-Indianern kommen könnte. Swearengen versucht weiterhin, Almas Goldgrube an sich zu reißen. Bullock warnt Alma vor Swearengen und bittet sie, die Grube nicht zu verkaufen. Es kommt zur Konfrontation zwischen Bullock und Swearengen. - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0556303/
1.9 Bestechung (No Other Sons Or Daughters)
Al Swearengen ist beunruhigt, weil die Regierung der Vereinigten Staaten ein Abkommen mit den Indianern schließen will, um die Black Hills zu annektieren. Calamity Jane beschließt nach einem exzessiven Saufgelage, dass es an der Zeit ist, die Stadt zu verlassen. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt0556301/
1.10 Gerechtigkeit für Mister Wu (Mister Wu)
Der Rauschgiftlieferant Mr. Wu sorgt im Gem-Saloon für großen Aufruhr. Wutschnaubend erklärt er Swearengen, dass weiße Männer seinen Kurier getötet und die Schiffsladung Opium gestohlen haben, von der das meiste für Swearengen bestimmt war. Bullock will mit Steuergeldern die Stadt sanieren, doch der Bürgermeister möchte das Geld vornehmlich dafür verwenden, die Vertreter des Magistrats zu bestechen. - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0556300/
1.11 Vater und Tochter (Jewel’s Boot Is Made For Walking)
Al Swearengen will den Magistrat beseitigen und bietet dessen Vertreter Silas Adams 2000 Dollar, um die Aufgabe zu übernehmen. Jewel, die unter Trixies Beobachtung steht, quält sich mit einem kranken Bein durch die Stadt, um Doc Cochran aufzusuchen. Sie hofft, dass er ihr eine Stütze konstruieren kann, doch der hat Bedenken. - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0556308/
1.12 Sheriff Bullock (Sold Under Sin)
Die U.S. Army unter der Führung von General Crook rückt in Deadwood ein. General Crook will sich an den Indianern rächen. Alma wird von ihrem verschuldeten Vater Otis bedroht. Sie erzählt Bullock davon, der knüpft sich Otis vor und jagt ihn aus der Stadt. Als Alma davon erfährt, kommt es zwischen ihr und Bullock zu einer leidenschaftlichen Begegnung. - 9/10

Eine tolle Westerserie. Dreckig, düster, ungeschönt - so wie man es sich wünscht. Dazu passen die Charaktere wie die Faust aufs Auge - allen voran Ian McShane als Al Swearengen. Aber auch Timpothy Olyphant als Bullock und Brad Dourif als Doc sind hervorragende Personen. Es gibt zwar keinen Cliffhanger und die Staffel endet ohne großes Tamm-tamm, dennoch ist man auf Staffel 2 gespannt.

Quellen:
Inhaltsangabe:
 Filmstarts
Poster/Artwork
HBO

Get Carter - Die Wahrheit tut weh (2000)

http://www.imdb.com/title/tt0208988/

Sein Leben lang hat Jack Carter (Sylvester Stallone) die Drecksarbeit für andere Leute erledigt: Schulden eintreiben, Rachefeldzüge. Ein Einzelgänger, der Wert darauf legt, Außenseiter zu bleiben. Als sein Bruder Richie bei einem Verkehrsunfall stirbt, kehrt Jack in seine Heimatstadt zurück, um an Richies Familie gutzumachen, was er an seinem Bruder versäumt hat. Doch seine Schwägerin Gloria (Miranda Richardson) und Nichte Doreen (Rachael Leigh Cook) sind misstrauisch, sie wissen nicht, was sie von seiner plötzlichen Wandlung halten sollen. Als Jack allerdings entdeckt, dass Richie ermordet worden ist, vergisst er seine guten Vorsätze und denkt nur noch an Rache...

"Get Carter" von Stephen Kay aus dem Jahr 2000 ist ein Actionthriller (und gleichzeitig Remake) mit Stil. Die Hauptrolle als knallharter und megacooler Mafiaschläger Jack Carter spielt Sylvester Stallone ganz ordentlich. Dabei ist das kein typischer Stallone Film, hier reiht sich nicht eine Actionszene an die andere. Der Film beginnt eher ruhig und lässt sich Zeit, die Charaktere vorzustellen. Erst ab der Mitte und gegen Ende gibt es dann etwas mehr Action. Mickey Rourke hat ebenfalls eine tolle Nebenrolle als Pornoproduzent, der noch eine Rechnung mit Stallone offen hat. Desweiteren spielen Rachael Leigh Cook, Rhona Mitra, John C. McGinley und der großartige, hier aber in einer Nebenrolle etwas unterforderte Michael Caine, mit. Der Film ist sicher kein Meilenstein, aber durchaus sehenswert, hat einen tollen Soundtrack und erinnert irgendwie etwas an "Payback".

6/10

Sonntag, 1. Juni 2014

I, Frankenstein (2014)

http://www.imdb.com/title/tt1418377/

Vor 200 Jahren wurde Adam (Aaron Eckhart) von dem Wissenschaftler Dr. Victor Frankenstein (Aden Young) erschaffen und zum Leben erweckt. Der aus Leichenteilen zusammengeflickte Adam, der sich selbst als Monster bezeichnet, findet sich in Darkhaven, in einer dystopischen Welt wieder, in der sich Menschen und Dämonen im Krieg befinden. Der unsterbliche Adam beschützt die Menschen vor den finsteren Gestalten der Unterwelt, doch er gerät zwischen die Fronten zweier unsterblicher Clans. Das Schicksal der Menschheit liegt in seinen Händen, denn er hat Fähigkeiten, die Menschen nicht haben. Doch die Gargoyles und die Dämonen haben großes Interesse an Adams Geheimnis.

10 Minuten. Das ist die Zeit, die sich er Film nimmt, um die titelgebende Figur einzuführen und sogar um die Motivation des Antihelden Frankenstein zu erklären. Ein holpriger Versuch, denn dies reicht beweitem nicht, um eine fesselnde Geschichte zu erzählen. Nach diesen 10 Minuten herrscht reinstes Effektgewitter vor, eine CGI-Schlacht ungeheuren Ausmaßes, die durch ihre doch noch recht gute, aber viel zu wenig ausgearbeitete Choreographie teilweise unterhält. Auch seelenloser Stoff kann also durchaus unetrhalten.

Zum Glück waren meine Erwartungen gering und mehr als eine effektvolle CGI-Schlacht habe ich auch nicht erwartet. Aaron Eckhart funktioniert hier in seiner Rolle als Frankenstein zwar ganz gut und auch Bill Nighy spielt als Bösewicht solide, aber das hilft dem Film leider auch nicht weiter. Die Story selbst ist ziemlich banal, extrem vorhersehbar und ist eigentlich in gut 15 Minuten erzählt, denn die restlichen 75 Minuten sind eine Mischung aus enorm schlecht geschriebenen, lächerlichen Dialogen und plumpen Actionszenen. Die düstere Optik stimmt war und Kampfszenen gibt es viele, aber sie sind nie wirklich packend oder beeindruckend und laufen immer nach dem gleichen Schema ab. Auch merkt man deutlich, dass hier die "Underworld"-Macher am Werk waren. Die gleichen Schauspieler, die gleichen Settings, die gleichen mittlerweile ausgelutschten Dialoge.


Wieso retten die Gargoyles Frankenstein "zufällig" aus den Fängen der Dämonen und fragen sich erst später was er für eine Bedeutung hat? Hätte denen das nicht schnurzpiepe sein müssen? Und warum nochmal sind Doktorinnen in solchen Filmen eigentlich immer halbe Supermodels, die mit High-Heels und Netzstrümpfen durch Labor hirschen? Das ist doch unpraktisch? Und warum wird aus einem beliebigen Schlagstock plötzlich eine Superwaffe, nur weil ich mir da vier Striche drauf male? Und wenn ich unsterblich bin und keine Seele habe, warum tut es mir dann weh wenn ich gegen eine Wand geschleudert werde? Diese und viele, unglaublich viele Fragen türmen sich im Laufe des Films auf. Man merkt schon, hier wurde nicht wirklich auf Logik oder Verstand gebaut. Dazu kommt der auf episch getrimmte Score, der sein Ziel mehr als einmal verfehlt und irgendwann gewaltig nervt.

Gargoyles statt Vampire, Dämonen statt Werwölfe. Ja, im Endeffekt ist "I, Frankenstein" ein "Underworld"-Klon in Reinform. Leider kommt er nicht annähernd an "die "Underworld"-Story ran - da retten auch keine billigen One-Liner. Dazu eröffnet der Film schon im letzten Drittel die Möglichkeiten auf die mittlerweile fast handelsübliche Fortsetzung, die uns in diesem Fall doch bitte erspart bleiben möge.

5/10

Vom deutschen Publisher Splendid gibt es den Film im geprägten Steelbook in 3D: