Sonntag, 10. März 2024

Beast - Beast: Jäger ohne Gnade (2022)

https://www.imdb.com/title/tt13223398/

Dr. Nate Daniels (Idris Elba) kehrt nach Südafrika zurück. Hier hat er seine Frau kennengelernt, die nun verstorben ist. Nun möchte er mit seinen beiden Töchtern einen lange geplanten Urlaub wahr machen und ihnen wieder näher kommen. Also fährt er mit ihnen in das Naturschutzgebiet, das von seinem alten Freund Martin Battles (Sharlto Copley) betrieben wird. Doch was als erholsamer Urlaub und Reise in die Vergangenheit geplant war, entpuppt sich als Albtraum, als ein rachsüchtiger Löwe beschließt, die Familie zu jagen. Geprägt von traumatischen Erlebnissen mit Wilderern, ist jeder Mensch eine Bedrohung für das verstörte Tier und somit ein Ziel, das es zu eliminieren gilt. Doch sein Jagdverhalten gleicht keinem normalen Tier. Schafft die junge Familie es, sich in Sicherheit zu bringen?

Die Story von "Beast" ist sehr simpel. Idris Elba kämpft gegen einen Löwen, um seine Familie zu retten. Wenn man den Trailer gesehen hat, weiß man schon was einen erwarten wird. "Beast" wird irgendwo in Südafrika eröffnet. Eine Handvoll Einheimische (aka "Wilderer") schleichen in der Dunkelheit herum und knallen Tiere ab, sind aber zunehmend aufgeregt, höchstwahrscheinlich wegen einer Bestie, denn der Film heißt "Beast". Sie scheinen besorgt zu sein, dass etwas, dass in der Dunkelheit lauert, sie auffressen könnte, und das Publikum hofft wirklich, dass sie gefressen werden, denn das wäre eine großartige Möglichkeit, den Film zu eröffnen. Und Zack! Ein riesiger Löwe verschlingt jeden einzelnen von ihnen, bevor überhaupt der Titel im Bild prangt. 

Dr. Nate Samuels (Idris Elba, der ironischerweise schon in "Cats" mitgespielt hat und es nun wieder, naja, mit einer Katze zu tun hat) träumt derweil von seiner toten Frau. Er reist mit seinen Töchtern Mare (Iyanna Halley) und Norah (Leah Jeffries) und sie sind sich etwas fremd, weil Nate wohl ihre Mutter verließ, kurz bevor diese an Krebs starb. Scheinbar gibt nichts Schöneres, als mit deinem Vater um die ganze Welt zu reisen, um Familienbeziehungen zu kitten oder was auch immer, bevor der Löwe angreift. Gut, Nate hat ja seine Frau in Südafrika kennengelernt und war seit Jahrzehnten nicht mehr zurück. Er hat beschlossen, Mare und Norah in das Dorf zu bringen, wo er ihre Mutter kennengelernt hat. Sie treffen einen alten Freund Martin (Sharlto Copley) und er wird sie sicher ("sicher") durch ein südafrikanisches Wildreservat führen, bis der Löwe angreift. Indes fragt sich der Zuschauer wie lange es wohl noch dauern wird, bis ein Löwe angreift, weil diese häusliche Ausstellung immer ermüdender wird.

Am nächsten Morgen geht Martin mit der zerrütteten Familie, die einem nicht egaler sein könnte, zu einem Wildgehege, um die Natur in all ihrer Pracht zu sehen. Offenbar besitzt er auch das vertrauen einiger Löwenmännchen, die sich ihm annähern und von ihm streicheln lassen. Damit ist auch dem letzten Zuschauer schon jetzt klar, wie das ganze Ding ausgehen wird. Doch dann kamen sie in das Dorf, wo Dr. Nate seine zukünftige tote Frau und ihre zukünftige tote Mutter traf. Aber das Dorf ist verwaist. Alle sind tot Einer der Oscarreifen Sätzen in dieser Szenen stammt von Nate: "Als ich das letzte Mal in diesem Dorf war, gab es mehr Menschen, die nicht brutal von einem Tier getötet wurden." Was die Menschen getötet hat, war ein gigantischer Löwe, wenn man das nicht aus jeder Werbung erkennen könnte. Löwen fressen normalerweise, was sie töten, und normalerweise töten sie nicht einfach wahllos und lassen die Körper zurück. Aber dieser Löwe ist anders. Dieser Löwe will Rache. Warum? Um das herauszufinden, muss der Zuschauer aber schon noch auf eine sehr ergreifende Rede über die Vergangenheit warten. 

Der Grund, warum man "Beast" sehen will und eben keinen Film namens "Dr. Nate: Südafrikanischer Witwer": Die Löwenangriffe. Sie sind der einzige Grund, diesen Film zu sehen, und wenn sie kommen, sind sie die Zeit und das Geld, die man bis dahin investiert hat, auf jeden Fall wert. Regisseur Baltasar Kormakur weiß genau, wie er mit Ihren Erwartungen und Überraschungen spielt. Immerhin. Doch alles, was nicht damit zu tun hat, ist pure Zeitverschwendung. Man wartet geduldig auf die familiäre und vertraute Situation, bevor der Löwe angreift, aber im Endeffekt sind einem Nate und seine Familie scheißegal und ein Teil von einem hofft, dass der Löwe eine der Töchter frisst, weil Nate zwei davon hat . Der Familienstoff ist so dermaßen oberflächlich und allgemein und die Filmemacher wissen das. Was sie nicht wussten (oder vielmehr das Drehbuch es forderte), ist, wie absolut unglaubwürdig ein Kampf zwischen Mensch und Löwe ist, wenn der Mensch nur ein kümmerliches Messer hat. Aber da kommen ja die beiden Löwen vom beginn ins Spiel, dann passt das schon wieder, richtig?

Puh. Es ist eben auch nur ein Natur-gegen-Mensch-Film, der das Nötigste an Unterhaltung erfüllt. Man weiß, was man von einem Film wie diesem erwarten kann, und man bekommt es mehr oder weniger. Ein B-Film mit Idris Elba, der für einen Gehaltsscheck arbeitet. Man hat dennoch schon Schlimmeres gesehen.

5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Universal Pictures
Poster/Artwork: Universal Pictures

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