Samstag, 16. März 2024

Last Seen Alive - Chase (2022)

https://www.imdb.com/title/tt10242388/

Will (Gerard Butler) und seine Frau Lisa (Jaimie Alexander) stecken mitten in einer handfesten Ehekrise, weshalb die beiden gemeinsam auf dem Weg zu Lisas Eltern sind. Wills Frau braucht Abstand und will die nächste Zeit bei ihnen verbringen, um einen klaren Kopf zu bekommen. Als das Paar an einer Tankstelle Rast macht, ist Lisa auf einmal spurlos verschwunden. Will gerät in Panik, weshalb er die Polizei alarmiert, die aber aufgrund mangelnder Spuren keine Anzeichen auf ein Verbrechen sieht. Schließlich gerät sogar Will selbst unter Verdacht. Nun sieht er sich gezwungen, die Dinge selbst zu regeln und organisiert die Überwachungsaufnahmen der Tankstelle. Zu seiner Überraschung ist dort ein Mann zu sehen, der Lisa anspricht. Was folgt, ist ein Rennen gegen die Zeit, bei der Will seine Frau lebend wiederfinden will, während er für die Polizei noch immer der Hauptverdächtige ist...

So beginnt "Chase", der neue, aber nicht ganz so neue Actionthriller mit Gerard Butler in der Hauptrolle. Unter der Regie von Brian Goodman nach einem Drehbuch von Marc Frydman ist "Chase" ein Fall einer wirklich interessanten Inszenierung - die ins Leere führt. Und obwohl es im Wesentlichen ein Action-Thriller ist, ist die Action rar und der Nervenkitzel kaum bis gar nicht vorhanden. Der Zuschauer wartet im Grunde auf einen Film, der seine Aufmerksamkeit in den ersten fünfzehn Minuten erregt und überhaupt mal irgendwo hinführt, doch das passiert nie. "Chase" entwickelt nie eine Spannung oder hält sie gar aufrecht. Zudem beinhaltet der Film wohl die oberflächlichsten und verwirrendsten Ermittlungen, die je auf der Leinwand gezeigt wurden.

Natürlich geht der Regisseur erwartungsgemäß den gesamten Aspekt "Opfer wird zum Verdächtigen" durch und da es sich um einen Film mit Gerard Butler handelt, weiß (oder hofft) man irgendwie, dass er die Sache irgendwann selbst in die Hand nehmen wird. Aber je bizarrer Wills Handlungen und Reaktionen werden (wohlgemerkt unbeabsichtigt), desto schwieriger wird es, sich auf ihn oder die Geschichte einzulassen. Und daran kann auch Butlers noch so große Ernsthaftigkeit nichts ändern. Unterdessen wird Hornsby (der ein wirklich guter Schauspieler ist) von einer aggressiv generischen Polizistenfigur gefesselt - einem billigen Abklatsch, wie man sie im Laufe der Jahre in unzähligen Filmen gesehen hat. Es stellt sich heraus, dass es sich bei "Chase" um einen dieser verrückten Filme handelt, in denen die Leute routinemäßig dumme Dinge tun, nicht die offensichtlichen Fragen stellen und den gesunden Menschenverstand völlig außer Acht zu lassen scheinen. Und ohne fesselnde Charaktere oder spannende Action, die die Lücke schließen könnten, bleibt der Film in der Neutralität stecken und verpasst im Grunde schon den vielversprechenden Anfang.

5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Leonine
Poster/Artwork: Voltage Pictures

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen