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Samstag, 1. September 2018

Hansel & Gretel: Witch Hunters - Hänsel und Gretel: Hexenjäger (Unrated Extended Cut) (2013)

https://www.imdb.com/title/tt1428538/

Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald… und kommen nach 15 Jahren mit "Hänsel & Gretel: Hexenjäger" als professionelle, gnadenlose Hexenjäger wieder! Das gerissene Geschwisterpaar hat sich nicht nur seine eigene Peinigerin vorgenommen. Hänsel (Jeremy Renner) und Gretel (Gemma Arterton) haben das Pfefferkuchenhaus hinter sich gelassen und aus ihrem traumatischen Erlebnis eine Lebensaufgabe gemacht. Sie ziehen nun durch das Land, um böse Hexen zur Strecke zu bringen. Praktischerweise sind die beiden immun gegen böse Zaubersprüche und Flüche prallen an ihnen ab wie Kugeln an Panzerglas. Der Ruf der Geschwister als der Hexen schlimmster Albtraum bringt Hänsel und Gretel gutes Geld ein.

In Zeiten, in denen Hollywoodstudios nicht viel riskieren wollen und entweder auf bewährte Namen oder Fortsetzungen/Remakes/Reboots usw. setzen, um Geld zu verdienen, ist "Hänsel & Gretel: Hexenjäger" ein ungewöhnlicher Exot. Man nimmt sich zu keiner Sekunde ernst und das ist das große Plus des Streifens. Allein schon der originelle Ansatz, die beiden Geschwister als erwachsene Kopfgeldjäger zu zeigen, die mit großkalibrigen Waffen und kernigen Sprüchen auf Tuchfühlung mit den Hexen gehen, verdient schon mal Applaus. Natürlich darf man hier keine ausgefeilte Story erwarten und Laufzeit von knapp 98 Minuten lässt auch nicht viel anderes zu, doch das kurzweilige Rezept geht auf und Leerlauf bekommt man nicht zu sehen. Die andere mutige Studioentscheidung war es, den Film mit einem R-Rating in die Kinos zu bringen. Und sieht man sich an, was "Dead Snow"-Regisseur Tommy Wirkola mit dieser Freiheit gemacht hat, dann war das ohne Frage der richtige Schritt. In einem solch unernsten Kontext kann man sich auch entsprechend viel erlauben und der Raum dafür wird mit rotzfrechen Dialogen, diversen Ekel- und Splattereinlagen sowie ausgedehnten Prügeleien konsequent ausgenutzt. In der hier besprochenen Unrated-Fassung nochmal deutlich mehr.

Eben diese Langfassung des Films ist eine richtig erfreuliche Sache, denn obgleich sie über 9 Minuten mehr Material bietet, ist nichts davon wirklich als Füllmaterial zu bezeichnen. Viele der Neuerungen sind sogar derart unterhaltsam, dass man sich fragt, warum sie nicht schon in der recht knackig-kurzen Kinofassung gezeigt wurden. Besonders auffällig ist, dass man in der UR-Fassung nochmal deutlich bei den Splatterschauwerten zugelegt hat. Da war nicht mal die ominöse Babyszene, die Regisseur Tommy Wirkola nach negativen Reaktionen eines geschockten Testpublikums entfernte, nötig, um den Blutzoll deutlich zu erhöhen. Der Funfaktor des ohnehin schon spaßigen Films wird hier nochmal erhöht und somit ist die Unrated-Fassung für Sympathisanten des Films eine glasklare Empfehlung.

8/10

Mittwoch, 21. August 2013

Hansel & Gretel: Witch Hunters - Hänsel und Gretel: Hexenjäger (2013)

http://www.imdb.com/title/tt1428538/

Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald… und kommen nach 15 Jahren mit "Hänsel & Gretel: Hexenjäger" als professionelle, gnadenlose Hexenjäger wieder! Das gerissene Geschwisterpaar hat sich nicht nur seine eigene Peinigerin vorgenommen. Hänsel (Jeremy Renner) und Gretel (Gemma Arterton) haben das Pfefferkuchenhaus hinter sich gelassen und aus ihrem traumatischen Erlebnis eine Lebensaufgabe gemacht. Sie ziehen nun durch das Land, um böse Hexen zur Strecke zu bringen. Praktischerweise sind die beiden immun gegen böse Zaubersprüche und Flüche prallen an ihnen ab wie Kugeln an Panzerglas. Der Ruf der Geschwister als der Hexen schlimmster Albtraum bringt Hänsel und Gretel gutes Geld ein.

"Don't eat the fuckin' candy!"

Natürlich ist der Film absoluter Blödsinn und nur die Namen erinnern noch an Grimm's Märchen. Auf der anderen Seite hat man hier ein unkompliziertes, effektgeladenes Actionfeuerwerk, dass mit gerade mal 88 Minuten gerade lang (oder kurz) genug ist, um nicht auszuufern oder sinnlose Längen zu produzieren. Mit ungeheurer Wucht schlägt Regisseur Tommy Wirkola eine Schneise der Verwüstung durch den deutschen Märchenwald. Dabei sind gerade die beiden Hauptdarsteller und Famke Jannsen sehr gut besetzt und haben richtig Spaß an ihren Rollen. Der Film kann mit frechen Dialogen, einer Idee, die sich glücklicherweise selbst nicht zu ernst nimmt, guten Schauplätzen und netter Choreografie in das Genre humoristischer Fantasy-Splatter einreihen.

Der Soundtrack ist unauffällig und hält sich dezent im Hintergrund - trotz Hans Zimmers produzierender Beteiligung. Das 3D bietet eine gute Tiefenschärfe und hat einiges an Pop-Outs zu bieten. Hier passen diese aber so gut rein, dass man es vermissen würde, wenn diese Effekte fehlten. Aber Achtung! - Diese Version des Grimmschen Märchens ist definitiv nicht für Kinderaugen gedacht! Die FSK 16-Freigabe ist wörtlich zu nehmen, mit ganzen Sturzbächen aus herumspritzenden 3D-Blut, abgetrennten Köpfen und nicht gerade wenigen herumfliegenden Gedärmen wird hier nicht gespart. Erstaunlich eigentlich, dass der überhaupt diese Freigabe bekam.

Alles in allem ein total krasser und fetziger Party-Actionfilm mit ordentlich Blut und Action. Und irgendwie trashig-edel. Einfach ein toller Film!

7,5/10

Sonntag, 10. Juni 2018

Don't Kill It - The Demon Hunter (2016)

https://www.imdb.com/title/tt3113696/

In einer Provinzstadt am Mississippi muss die Polizei einen Massenmörder finden, der bereits neun Menschen innerhalb einer Woche getötet hat. Die FBI-Agentin Evelyn Pierce (Kristina Klebe) reist extra an, um den Täter zu stellen, doch so einfach scheint ihr Einsatz dieses Mal nicht zu werden – Pierce kann im Vorgehen des Mörders einfach kein Muster erkennen. Während die meisten Bewohner der kleinen Stadt viel zu ängstlich sind, um irgendeine Art von Hilfe anzubieten, stellt sich Jebediah Woodley (Dolph Lundgren) als Dämonenjäger vor und ist bereit, den Täter zur Strecke zu bringen. Zunächst hält Pierce von der eigentümlichen Jagd auf Dämonen nicht besonders viel, muss jedoch schnell erkennen, dass sie es dieses Mal nicht mit einem Mörder aus Fleisch und Blut zu tun hat. Das schreckliche Wesen ergreift von den Menschen Besitz und sucht sich ein Opfer nach dem nächsten.

Der bis dato letzte Film von B-Horrorkomödien-Spezialist Mike Mendez, dessen Werke durchweg in der Mittelmäßigkeit landen, ist der mit Action-Ikone Dolph Lundgren prominent besetzte Dämonen-Splatter "The Demon Hunter". Die Handlung darf man getrost als einfallslos bezeichnen, denn sie benutzt nur Genre-Versatzstücke aus Filmen wie "Hänsel und Gretel - Hexenjäger", "Van Helsing" oder "Dämon" und kombiniert das mit zum Teil handgemachtem Splatter, wie er in den 80er Jahren üblich war. Alles ist komplett vorhersehbar und es fehlen gute Plotideen, wodurch leider keine bis kaum Spannung oder Grusel im Sinne eines Dämonenfilms aufkommt. Auch die Manifestation des Dämonen ist bescheiden, um es vorsichtig auszudrücken. Der Film punktet jedoch mit einem stark und cool auftretenden Lundgren, der im Alleingang unterhält. Die Splatter-Einlagen sich auch nicht schlecht, so dass sich unter dem Strich noch akzeptable Unterhaltung für Genrefans ergibt.Noch okay.

5/10