Mittwoch, 9. Dezember 2020

Arkansas (2020)

https://www.imdb.com/title/tt9139586/

Kyle (Liam Hemsworth) und Swin (Clark Duke) sind Handlanger der Dixie Mafia. Ihrem Boss Frog (Vince Vaughn), dem wichtigsten Mann im Untergrund von Arkansas, sind sie nie begegnet. Sie führen lediglich seine Anweisungen aus - so gut sie eben können. Als ihnen bei einem Job schwere Fehler unterlaufen, ist Frog alles andere als begeistert. Die Sache fällt ihnen auf die Füße und ihr Leben, so wie sie es kennen, ist vorbei. Der Film basiert auf dem Roman Arkansas von John Brandon, der sich zu einem Bestseller entwickelte.

"Arkansas" ist das Regiedebüt des Filmschauspielers Clark Duke, der gemeinsam mit Andrew Boonkrong auch das Drehbuch schrieb, für den es wiederum die erste Arbeit in diesem Bereich ist. Beides merkt man dem Film überdeutlich an. Liam Hemsworth und der Regisseur spielen die Drogenkuriere Kyle und Swin, Vince Vaughn ihren Boss Frog. In weiteren Rollen sind John Malkovich als Bright und Vivica A. Fox als Her zu sehen. Zwischen allen Beteiligten stimmt die Chemie überhaupt nicht. Die Rollen passen nicht und wirken, als wären die Schauspieler in eine Art Charakterform gepresst worden, nur damit ihre Namen auf dem Filmplakat stehen. Das lässig-schrullige Spiel muss man mögen. Um dem Film den Anstrich eines Tarantinos zu geben ist "Arkansas" in fünf frech betitelte Kapitel unterteilt, die aber eher unnütz und störend wirken. Im Anstrich einer Komödie funktioniert so etwas einfach nicht. Und als Exploitation-Film mit satirischem Einschlag ist er schlicht zu lang.

Was überdies besonders negativ auffällt ist die deutsche Synchronisation. Hier passt nichts. Die bekannteren Schauspieler wie Malkovich und Vaughn lassen ihre Stamm-Synchronsprecher schmerzlich vermissen. Auch die Dialogregie wirkt in der deutschen Synchonisation, als wäre das ganze Ding über Nacht schnell zusammengeschustert worden, damit die Deadline eingehalten wird. Nee, selbst für ein Debüt ist "Arkansas" nicht der große Wurf. Schon als Schauspieler muss man Clark Duke ertragen können, der hier seine ohnehin nervige Art auf seine Arbeit als Regisseur überträgt. Die fiesen Szenen, die dem Film letztlich über die Schwelle zur Erwachsenunterhaltung führen, helfen ihm nicht aus der  Mittelmäßigkeit heraus. "Arkansas" ist irgendwie leidlich unterhaltsam durch die skurrilen Typen, ansonsten herrscht Überdruss an Tristesse wohin man auch blickt. Gelegentlich hat das was, hier hat es rein gar nichts.

3,5/10

Quellen
Inhaltsangabe: Lionsgate
Textauszüge: Wikipedia

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