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Montag, 15. Dezember 2014

Transporter 3 (2008)

http://www.imdb.com/title/tt1129442/

Eigentlich hatte sich Frank Martin (Jason Statham) nach seinem letzten Einsatz in Miami dafür entschieden, seinen Job als Kurierfahrer gegen ein zurückgezogenes Leben an der französischen Riviera einzutauschen. Doch er hat seine Pläne ohne den ehemaligen Delta-Force-Soldaten Jonas Johnson (Robert Knepper) gemacht. Johnson hat Valentina (Natalya Rudakova), die Tochter des ukrainischen Umweltministers, entführt, um so eine offizielle Genehmigung für die Entsorgung von Giftmüll zu erpressen. Franks Rolle in diesem Spiel: Er wird gezwungen, Valentina von Marseille aus quer durch Europa nach Odessa zu chauffieren und so den Suchtrupps des Ministers zu entkommen. Um sicherzustellen, dass Frank den Auftrag erfüllt, legt Johnson sowohl ihm als auch der attraktiven und schlagfertigen Valentina elektronische Armbänder an, die explodieren, sollten sich beide auch nur 20 Meter von ihrem Auto entfernen.

Die "Transporter"-Reihe ist ja mittlerweile ein Statham-Klassiker, der das Genre des typischen Actionthrillers mit ironischem Humor verbindet und auch der dritte Teil nimmt sich dies zu Herzen und zaubert mir immer wieder ein Schmunzeln ins Gesicht. Charakteristisch ist beispielsweise die Ruhe vor dem Sturm - also vor einem anstehenden Kampf. Bevor es losgeht richtet Statham noch schnell sein Hemd oder wirft seinem Gegner noch schnell einen coolen Spruch an den Kopf.

Auch sonst macht der scheinbar nicht alternde Jason Statham eine gute Figur und das nicht nur bei den gewohnt gelungenen Kampfchoreographien. Sein Gegenspieler - gespielt von Robert Knepper - überzeugt dagegen nicht so ganz. Der hätte ruhig noch etwas fieser sein können. Auch die obligatorische Frauenrolle - gespielt von Natalya Rudakova - hätte man meiner Meinung nach besser besetzen können. Sie und Statham hamonieren nicht wirklich zusammen und die Lovestory, die sich nach und nach entwickelt, wirkt daher nicht nur etwas gezwungen.

Der Schnitt ist größtenteils richtig gut umgesetzt - auch musikalisch gut unterlegt - kommt in Kampfszenen jedoch ab und zu ein bisschen zu hektisch und unruhig daher. Ist zwar Absicht des Regisseurs, aber das ist mir dann etwas zu rasant. Mit "Transporter 3" kann man vor allem als männliches Wesen nichts falsch machen. Er agiert auf demselben Niveau des ersten Teils und man bekommt immer noch eine Art auf Action getrimmten Roadmoviefür einen unterhaltsamen Action-Abend.

7/10

Sonntag, 14. Dezember 2014

Transporter 2 - Transporter: The Mission (Extended Director's Cut) (2005)

http://www.imdb.com/title/tt0388482/

Um einem Freund auszuhelfen, fährt Spezialkurier Frank Martin (Jason Statham) einen Jungen ein paar Tage lang zur Schule und nach Hause zurück. Doch der Vater des Kleinen gehört zu den Hauptverantwortlichen im Kampf gegen Drogen, und so wird Frank gegen seinen Willen in eine wahnwitzige Verschwörung hineingezogen: Ein begnadeter Wissenschaftler, der im Dienst eines mächtigen Drogenkartells steht, hat dem Kind einen tödlichen, hoch ansteckenden Virus eingeimpft. Und das ist nur der erste Schritt eines teuflischen Plans, der alle kontaminieren soll, die dem Drogenhandel in die Quere kommen. Frank will den Jungen retten, koste es, was es wolle. Doch er muss schnell feststellen, dass er Leuten zu nahe gekommen ist, deren Macht grenzenlos zu sein scheint. Aber das kann ihn nicht stoppen, ganz im Gegenteil …

Meiner Ansicht nach besser als der Vorgänger, aber dazu auch eins vorweg: der Kopf ist zunächst komplett in den Standby-Modus zu schalten, anders ist es jedenfalls nicht zu verkraften! Wenn man das akzeptiert, lässt sich der zweite Teil ausgezeichnet konsumieren. Die Fortsetzung von "The Transporter" kann nur so gut sein, wenn sie noch brisanter ist, wenn Jason Statham eine noch bessere Rolle spielt und die Action noch viel vielfältiger und erbarmungsloser sein kann wie im ersten Teil. Und das ist es in allen Belängen. "Transporter 2" ist ein knallharter Streifen mit knallharten Schauspielern die sich untereinander kein Pardon bieten und den Zuschauer den kompletten Film entlang an den Bildschirm fesseln. Die Action-Szenen, die zwar mitunter völlig überzeichnet sind, sind wirklich klasse inszeniert, so dass man die einfach gehaltene Story keineswegs übelnimmt, sondern einfach nur Spaß an den bildgewaltigen Actionszenen und den prägnanten Sprüchen Stathams hat.

7,5/10

The Transporter (2002)

http://www.imdb.com/title/tt0293662/

Frank Martin ist Kurierfahrer und auf illegale Ladungen spezialisiert. Er ist der Beste seines Fachs. Und als Profi hält er sich strikt an einen überlebenswichtigen Codex: Regel Nr. 1: Stelle keine Fragen! Regel Nr. 2: Öffne niemals ein Paket! Regel Nr. 3: Wenn du eine der beiden Regeln brichst, bist du tot! Als Frank bei einem seiner Transportdienste aus dem Kofferraum plötzlich Lebenszeichen vernimmt, verstößt er erstmals gegen Regel Nr. 2 und öffnet das Paket: Er entdeckt die schöne Asiatin Lai, die einem Menschenhändlerring auf der Spur war und beseitigt werden sollte. Nun bittet sie Frank um Mithilfe. Der Ärger ist vorprogrammiert – der Regelbruch nimmt einen fatalen, fast tödlichen Verlauf: Eine Hetzjagd beginnt, bei der alle Regeln außer Kraft gesetzt sind ...

Louis Leterriers und Corey Yuens "The Transporter" hat durchaus etwas für sich. Gut platzierte Action und genial choreografisierte Kampfszenen bestimmen die Szenerie dieses Actionfilms, nur die Story... von der sollte man nicht allzu viel erhoffen. Diese ist zwar witzig, badet aber oftmals in Klischees und kommt eben auch nicht an den typischen Actionfilmbausteinen vorbei. Auch die Liebesbeziehung der beiden Protagonisten will hier nicht so ganz rein passen und wirkt dann oftmals zu kitschig. Tatsächlich komisch ist hingegen die Beziehung zwischen Frank (Jason Statham) und Inspektor Tarconi (François Berléand), bei denen wirklich die Chemie stimmt. Außerdem wirken beide sehr sympathisch. Der typisch Rap/Hip-Hop-lastige Soundtrack ist gut an die richtigen Stellen platziert. Schlussendlich bietet der Actioner neben den tollen Verfolgungsjagden eine zwar nicht allzu große, aber immerhin vorhandene Portion Spannung, die gemeinsam mit der Action und dem coolen Statham eine rundum gelungene Mischung darstellt.

7/10

Dienstag, 8. Februar 2022

Wrath Of Man - Cash Truck (2021)

https://www.imdb.com/title/tt11083552/

Er nennt sich einfach nur "H" (Jason Statham) - und arbeitet als der Neue bei einer Geldtransportfirma, die jede Woche hunderte von Millionen Dollar in Los Angeles hin und her transportiert. Überfälle auf die rollenden Safes sind fast schon an der Tagesordnung. H und seine Kollegen dürfen dann nicht zimperlich sein, wenn es darum geht, das ihnen anvertraute Geld zu beschützen - und H ist ganz gewiss alles andere als zimperlich! Doch den wahren Grund, warum der so verschlossen wirkende H bei der Firma angeheuert hat, verrät er zunächst niemandem: Er hat eine ganz persönliche Motivation, die Drahtzieher hinter einer Reihe besonders brutaler Raubüberfälle, die offenbar zusammenhängen, zu finden. Und so genau, wie die Täter über die Routen der Transporter Bescheid wussten, müssen sie Insider-Infos aus dem Unternehmen bekommen. H nimmt die Sache in die eigene Hand, um die Kriminellen zur Strecke zu bringen, schürt mit seinen Alleingängen aber auch das Misstrauen seiner Kollegen...

Das Remake des französischen Thrillers "Le Convoyeur"/"Cash Truck: Der Tod fährt mit" von Nicolas Boukhrief aus dem Jahr 2004 ist ein gutes geworden. "Cash Truck" bietet im ersten Drittel eine interessant und clever aufgezogene Story, die Stathams Rolle als wortkarger und gefühlloser, gnadenloser Antiheld "H" schön geheimnisvoll erscheinen lässt und den Zuschauer mit der Frage nach seinen Intentionen und seiner Herkunft beschäftigt. Doch als hätte man den Drehbuchautor ausgetauscht, wandelt sich die Handlung mit einem Schlag zum allseits beliebten und schon zigmal gesehenen Rache-Actioner, worin alles nachfolgende mit Ansage ausgespielt wird und der bis dato schön aufgebaute Spannungsbogen einzelnen Spannungsspitzen weicht, die lediglich aus Stathams Action-Einlagen gespeist werden. Zudem ist der Plot nun mit unnötigen Unschlüssigkeiten durchsetzt, die in der Summe zu einer weiteren Trübung des Filmerlebnisses führen.

"Cash Truck" wirft die Frage auf, warum es seit Charles Bronson ("Ein Mann sieht rot") immer wieder das geliebte Familienmitglied sein muss, das von üblen Typen grundlos umgebracht wird und den Rächer auf den Plan ruft? Da ist doch selbst der Hund in "John Wick" noch einfallsreicher. In dem Moment der Rückblende, in der "H" seinen Sohn abholt, wird bereits klar, wie der Rest von "Cash Truck" abläuft bzw. von Statham abgearbeitet werden wird. Das mag im Original von 2004 so vorgegeben sein, aber man hätte es doch besser machen können, indem man gerade nicht dieselbe Story immer und immer wieder durchkaut. Das ist etwas schade, denn was ausgezeichnet und spannend beginnt, flacht inhaltlich leider immer mehr ab, so dass dem Film letztendlich die Höchstnote verwehrt bleibt. Dass das alles immer noch sehr unterhaltsam und flüssig bleibt, liegt einerseits an Stathams Leistung und an der krachenden Action. Wem es also reicht, Statham wieder einmal als kompromisslosen Aufräumer zu erleben, bei dem jeder Schuss ein Treffer ist, wird hier angemessen bedient. Wer mehr braucht, muss trotz des vielversprechenden Beginns Abstriche machen.

7/10

Von STUDIOCANAL erschien der Film im limitierten Steelbook: 

Quellen
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork: Studiocanal