Es war schön, mal die freie Wildbahn kennenzulernen, aber irgendwann reicht's dann auch. Also beschließen die vom Heimweh geplagten Zootiere - Löwe Alex (Ben Stiller/Jan Josef Liefers), Zebra Marty (Chris RockRick Kavanian), Giraffe Melman (David Schwimmer/Bastian Pastewka) und Nilpferd Gloria (Jada Pinkett Smith/Claudia Urbschat-Mingues) - sich von Madagaskar wieder auf den Weg nach Hause zu machen. Die pfiffige Pinguin-Truppe (Tom McGrath, Chris Miller, Christopher Knights, Conrad Vernon/Die Fantastischen Vier) schafft es, ein altes Flugzeugwrack zum Laufen zu bringen, doch leider ist die Zuverlässigkeit von Air Pinguin nicht die beste. Mit dem Lemurenkönig Julien (Sacha Baron Cohen/Stefan Gossler) und seinem Privatsekretär Maurice (Cedric the Entertainer/Roland Hemmo) an Bord legt die Reisegruppe mitten in der Steppe Afrikas eine Bruchlandung hin. Und wie es der Zufall will, stranden die Zootiere im Reservat von Löwenkönig Zuba (Engelbert von Nordhausen), der seinen im Kindesalter verschollenen Sohn Alex für tot hielt. Umso größer ist die Überraschung, als dieser sich als lebendig erweist. Konkurrent Makunga (Alec Baldwin/Klaus-Dieter Klebsch) aber sieht seine Chance gekommen, sich an Zubas Stelle zu setzen. Er beginnt eine Intrige, in deren Mittelpunkt der unbedarfte Alex steht...
Der zweite Teil der Reihe "Madagascar: Escape 2 Africa" ist ein etwas hellerer, einnehmenderer Film als das Original, aber trotzdem vor allem solide Handwerksarbeit ohne große Kreativität. Die Tiere landen nach dem Absturz eines reparierten Lastflugzeugs in Afrika, wo Alex mit seinem Vater Zuba konfrontiert wird und jeder der Vier seine eigenen Hindernisse überwinden muss, um zu „Akzeptanz“ zu gelangen. Während der Film Kinder unterhält und Erwachsene leicht amüsieren kann, bleibt er letztlich eher belanglos und einfallsarm als wirklich lustig oder berührend. Der Film ist gleich von Beginn an lebendiger, die Musik ist fröhlicher, und die Tiere sind in Afrika mit einer neuen, größeren Welt konfrontiert.Er ist handwerklich gut gemacht ist, bleibt aber an der Oberfläche. Und das ist sowohl Manko als auch Trick: Cartoons können durchaus ohne viel Kreativität auskommen, solange sie handwerklich geschickt sind - und genau das ist "Madagascar: Escape 2 Africa".
Schlimmer ist, dass der Film nicht wirklich lustig ist, sondern dem Zuschauer eher Schmunzler abringt. Die Gags sind vorhersehbar, die Dialoge sind wenig überraschend, und die Geschichte ist oft nur eine Aneinanderreihung von Szenen, die die Charaktere in eine neue Situation bringen, ohne dass sich etwas wirklich verändert. Die Pinguine sind die einzigen, die wirklich lebendig wirken, aber auch sie sind eher eine nette Abwechslung als ein neuer Höhepunkt. Was die Tiere in Afrika erleben, ist auch oft zu sehr auf die "Rückkehr zur Natur" gerichtet, ohne dass die Ideen wirklich ausgearbeitet werden. Die Szene mit Moto Moto ist charmant, aber sie bleibt am Ende nur eine nette Begegnung. Die Szene mit Alex und seinem Vater ist ernst, aber sie ist nicht wirklich emotional.
"Madagascar: Escape 2 Africa" ist ein Film, der über die Familie und die Suche nach der eigenen Identität spricht. Alex muss sich mit seinem Vater auseinandersetzen, der von ihm erwartet, ein Anführer zu sein, während er selbst ein verspielter Tänzer ist. Marty muss sich damit auseinandersetzen, dass er nicht nur ein Zoo-Tier ist, Melman muss seine eigene Fähigkeit entdecken, und Gloria muss sich mit ihrer neuen Liebe auseinandersetzen. Die Tiere lernen, dass sie nicht nur ihre Identität finden, sondern auch ihre Familie finden müssen. Das ist eine gute Idee, aber der Film ist zu sehr auf die Gags und die Unterhaltung gerichtet, um diese Idee wirklich zu entwickeln. Er ist, inb Bezug auf Lebendigkeit und Drive dem Original klar überlegen, bleibt aber selbst nur auf mittelmäßigem Niveau. Der Film ist nicht schlecht, aber er ist auch nicht wirklich gut. Er ist ein weiterer, aber kein besserer Schritt in der Reihe, aber kein wirklich lebendiger Animationfilm. Und amm Ende ist "Madagascar: Escape 2 Africa" ein Film, der Kinder unterhält und Erwachsene leicht amüsiert, aber nicht mehr als das. Er ist ein solider Familienfilm, der handwerklich gut gemacht ist, aber an der Oberfläche bleibt.








Der Film "Penguins Of Madagascar", welcher mit 93 Minuten doch noch angenehm zum schauen ist, besitzt eine Storyline, die nicht mehr aus der Luft gezogen sein könnte. Sie folgt einer reichlich merkwürdigen und zudem aufgesetzten Rache-Strategie, die zwar Bezug auf die "Madagascar"-Filme nimmt, aber in diesen Filmen selbst war noch nie etwas von diesem bösen Charakter namens Dave zu sehen. Dass man die Anfänge der Truppe sieht, wie sie sich als Babys im antarktischen Eis gefunden haben, brachte dann doch viele süsse und watschelige Momente. Leider ist die finale "Moral", wenn man sie so nennen mag, auch längst nichts Neues. Offenbar ging man den Weg des geringsten Widerstands und setzte auf Altbewährtes. Das ist nicht wirklich schlimm, aber Innovation sieht eben anders aus.
Aber die neuen Charaktere sind in Ordnung, nichts Überragendes, passen aber zum Stil und Film auch gut dazu. Die Lacher sind gut platziert und kommen dann doch öfter als gedacht - und dazu noch oft sehr überraschend. Die Animation ist, wie von DreamWorks gewohnt, sehr gut und flüssig gelungen. Auch das 3D weiß zu gefallen und bietet eine gute Tiefenschärfe und sogar ein paar nette Pop-Outs. Unterm Strich sind die Pinguine ein völlig abgedrehtes, aber eben auch unterhaltsames Spin-Off mit den wohl knuddeligsten Geheimagenten der Welt.
6,5/10