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Sonntag, 24. Mai 2026

Madagascar: Escape 2 Africa - Madagascar 2 (2008)

https://www.imdb.com/de/title/tt0479952/

Es war schön, mal die freie Wildbahn kennenzulernen, aber irgendwann reicht's dann auch. Also beschließen die vom Heimweh geplagten Zootiere - Löwe Alex (Ben Stiller/Jan Josef Liefers), Zebra Marty (Chris RockRick Kavanian), Giraffe Melman (David Schwimmer/Bastian Pastewka) und Nilpferd Gloria (Jada Pinkett Smith/Claudia Urbschat-Mingues) - sich von Madagaskar wieder auf den Weg nach Hause zu machen. Die pfiffige Pinguin-Truppe (Tom McGrath, Chris Miller, Christopher Knights, Conrad Vernon/Die Fantastischen Vier) schafft es, ein altes Flugzeugwrack zum Laufen zu bringen, doch leider ist die Zuverlässigkeit von Air Pinguin nicht die beste. Mit dem Lemurenkönig Julien (Sacha Baron Cohen/Stefan Gossler) und seinem Privatsekretär Maurice (Cedric the Entertainer/Roland Hemmo) an Bord legt die Reisegruppe mitten in der Steppe Afrikas eine Bruchlandung hin. Und wie es der Zufall will, stranden die Zootiere im Reservat von Löwenkönig Zuba (Engelbert von Nordhausen), der seinen im Kindesalter verschollenen Sohn Alex für tot hielt. Umso größer ist die Überraschung, als dieser sich als lebendig erweist. Konkurrent Makunga (Alec Baldwin/Klaus-Dieter Klebsch) aber sieht seine Chance gekommen, sich an Zubas Stelle zu setzen. Er beginnt eine Intrige, in deren Mittelpunkt der unbedarfte Alex steht...

Der zweite Teil der Reihe "Madagascar: Escape 2 Africa" ist ein etwas hellerer, einnehmenderer Film als das Original, aber trotzdem vor allem solide Handwerksarbeit ohne große Kreativität. Die Tiere landen nach dem Absturz eines reparierten Lastflugzeugs in Afrika, wo Alex mit seinem Vater Zuba konfrontiert wird und jeder der Vier seine eigenen Hindernisse überwinden muss, um zu „Akzeptanz“ zu gelangen. Während der Film Kinder unterhält und Erwachsene leicht amüsieren kann, bleibt er letztlich eher belanglos und einfallsarm als wirklich lustig oder berührend. Der Film ist gleich von Beginn an lebendiger, die Musik ist fröhlicher, und die Tiere sind in Afrika mit einer neuen, größeren Welt konfrontiert. 

Er ist handwerklich gut gemacht ist, bleibt aber an der Oberfläche. Und das ist sowohl Manko als auch Trick: Cartoons können durchaus ohne viel Kreativität auskommen, solange sie handwerklich geschickt sind - und genau das ist "Madagascar: Escape 2 Africa". 

Schlimmer ist, dass der Film nicht wirklich lustig ist, sondern dem Zuschauer eher Schmunzler abringt. Die Gags sind vorhersehbar, die Dialoge sind wenig überraschend, und die Geschichte ist oft nur eine Aneinanderreihung von Szenen, die die Charaktere in eine neue Situation bringen, ohne dass sich etwas wirklich verändert. Die Pinguine sind die einzigen, die wirklich lebendig wirken, aber auch sie sind eher eine nette Abwechslung als ein neuer Höhepunkt. Was die Tiere in Afrika erleben, ist auch oft zu sehr auf die "Rückkehr zur Natur" gerichtet, ohne dass die Ideen wirklich ausgearbeitet werden. Die Szene mit Moto Moto ist charmant, aber sie bleibt am Ende nur eine nette Begegnung. Die Szene mit Alex und seinem Vater ist ernst, aber sie ist nicht wirklich emotional.

"Madagascar: Escape 2 Africa" ist ein Film, der über die Familie und die Suche nach der eigenen Identität spricht. Alex muss sich mit seinem Vater auseinandersetzen, der von ihm erwartet, ein Anführer zu sein, während er selbst ein verspielter Tänzer ist. Marty muss sich damit auseinandersetzen, dass er nicht nur ein Zoo-Tier ist, Melman muss seine eigene Fähigkeit entdecken, und Gloria muss sich mit ihrer neuen Liebe auseinandersetzen. Die Tiere lernen, dass sie nicht nur ihre Identität finden, sondern auch ihre Familie finden müssen. Das ist eine gute Idee, aber der Film ist zu sehr auf die Gags und die Unterhaltung gerichtet, um diese Idee wirklich zu entwickeln. Er ist, inb Bezug auf Lebendigkeit und Drive dem Original klar überlegen, bleibt aber selbst nur auf mittelmäßigem Niveau. Der Film ist nicht schlecht, aber er ist auch nicht wirklich gut. Er ist ein weiterer, aber kein besserer Schritt in der Reihe, aber kein wirklich lebendiger Animationfilm. Und amm Ende ist "Madagascar: Escape 2 Africa" ein Film, der Kinder unterhält und Erwachsene leicht amüsiert, aber nicht mehr als das. Er ist ein solider Familienfilm, der handwerklich gut gemacht ist, aber an der Oberfläche bleibt.

6,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork:  Dreamworks Animation/Paramount Pictures

Madagascar (2005)

https://www.imdb.com/de/title/tt0351283/

Im New Yorker Central Park Zoo lebt das eingespielte Tier-Quartett Alex (Ben Stiller/Jan Josef Liefers), Marty (Chris Rock/Rick Kavanian), Melman (David Schwimmer/Bastian Pastewka) und Gloria (Jada Pinkett Smith/Claudia Urbschat-Mingues) in behüteter Gefangenschaft; Marty, gelangweilt von seinem Zoo-Leben, flieht und löst damit eine Kette von Ereignissen aus, die die Vier schließlich auf die Insel Madagaskar treiben. Dort müssen Alex, Marty, Melman und Gloria nicht nur die ungewohnte Wildnis meistern, sondern sich auch mit ihren eigenen Rollen, Ängsten und Eitelkeiten auseinandersetzen - während die exzentrischen Einwohner Madagaskars, angeführt vom selbstverliebten König Julien (Sacha Baron Cohen/Stefan Gossler) sowie seinen Vertrauten Maurice (Cedric the Entertainer/Roland Hemmo) und dem winzigen Mort (Andy Richter/Gerald Schaale), die Neuankömmlinge argwöhnisch, aber bald auch komisch begleiten.

"Madagascar" ist kein großer Animationsfilm, aber ein sehr geschickt gebauter. Er lebt weniger von emotionaler Tiefe als von Tempo, Haltung und dem Vergnügen, vier Charaktere in eine Situation zu werfen, die ihre kleinen Eitelkeiten und Ängste ziemlich komisch freilegt. Die Regisseure Eric Darnell und Tom McGrath inszenieren das Ganze mit einem klaren Sinn für Slapstick und kindgerechte Reizüberflutung, und besonders die Pinguine stehlen dem Film fast regelmäßig die Show. Das ist zugleich seine Stärke und seine Grenze: Man erinnert sich an die Gags, die Energie und die Figuren, aber weniger an eine Geschichte, die im Herzen wirklich etwas riskiert. Der Film ist temporeich, bunt und erfreulich selbstironisch, aber auch bewusst flach genug, um nicht mehr sein zu wollen als sehr gut gemachte Unterhaltung. Unterm Strich ist "Madagascar" ein charmanter Familienfilm mit genügend Witz, um leicht zu gewinnen, aber nicht genug Herz, um lange nachzuhallen.

6,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork:  Dreamworks Animation

Samstag, 26. Dezember 2015

Penguins Of Madagascar - Die Pinguine aus Madagascar (2014)

http://www.imdb.com/title/tt1911658/

Die vier aus den "Madagascar"-Filmen bekannten Pinguine sind eine militärisch organisierte Gruppe, die immer eine neue gefährliche Mission im Blick hat. Anführer Skipper (Tom McGrath) übt die Befehlsgewalt aus und schmiedet die Einsatzpläne, die er im Vorfeld mit Taktiker Kowalski (Chris Miller) austüftelt. Für die Ausrüstung und fürs Grobe ist der durchgeknallte Rico (John DiMaggio) zuständig. Durch seine besondere Fähigkeit, x-beliebige Gegenstände hochzuwürgen, hat er der Gruppe aber schon ein ums andere Mal aus der Patsche geholfen. Gemeinsam mit Private (Christopher Knights), dem sensiblen "Nesthäkchen" der Bande, sind die vier Pinguine ein unschlagbares Team. Nun sind ihre Fähigkeiten aber in einem besonderen Fall gefragt: Ein hochrangiger Tieragent (Benedict Cumberbatch) der Geheimorganisation Nordwind ist dem mysteriösen Bösewicht Dr. Octavius Brine (John Malkovich) dicht auf den Fersen und die Pinguine geraten mitten rein. Da wollen sie natürlich dem Team von Nordwind zeigen, dass auch sie echte Agenten sind.

Spin-Offs aus bekannten und beliebten Filmen sind fast immer ein heikles Thema, weil die Schöpfer es sich mit den Zuschauern sehr schnell verscherzen können. Die Filmreihe “Madagascar” und nahezu alle darin vorkommenden Charaktere waren schon von Anfang an trotz etwas gewöhnungsbedürftigen Stils ein gelungener Wurf und somit durfte man auf den Solofilm der Pinguine, die in den "Madagascar"-Filmen immer nur als Sidekicks und (gelungene) Randgags auftraten, gespannt sein.


Der Film "Penguins Of Madagascar", welcher mit 93 Minuten doch noch angenehm zum schauen ist, besitzt eine Storyline, die nicht mehr aus der Luft gezogen sein könnte. Sie folgt einer reichlich merkwürdigen und zudem aufgesetzten Rache-Strategie, die zwar Bezug auf die "Madagascar"-Filme nimmt, aber in diesen Filmen selbst war noch nie etwas von diesem bösen Charakter namens Dave zu sehen. Dass man die Anfänge der Truppe sieht, wie sie sich als Babys im antarktischen Eis gefunden haben, brachte dann doch viele süsse und watschelige Momente. Leider ist die finale "Moral", wenn man sie so nennen mag, auch längst nichts Neues. Offenbar ging man den Weg des geringsten Widerstands und setzte auf Altbewährtes. Das ist nicht wirklich schlimm, aber Innovation sieht eben anders aus.


Aber die neuen Charaktere sind in Ordnung, nichts Überragendes, passen aber zum Stil und Film auch gut dazu. Die Lacher sind gut platziert und kommen dann doch öfter als gedacht - und dazu noch oft sehr überraschend. Die Animation ist, wie von DreamWorks gewohnt, sehr gut und flüssig gelungen. Auch das 3D weiß zu gefallen und bietet eine gute Tiefenschärfe und sogar ein paar nette Pop-Outs. Unterm Strich sind die Pinguine ein völlig abgedrehtes, aber eben auch unterhaltsames Spin-Off mit den wohl knuddeligsten Geheimagenten der Welt.

6,5/10
 
Quellen:
Inhaltsangabe
: Filmstarts
Poster/Artwork: Dreamworks/Twentieth Century Fox

Freitag, 15. Februar 2013

Madagascar 3: Europe's Most Wanted - Madagaskar 3: Flucht durch Europa (2012)

http://www.imdb.com/title/tt1277953/

Der Löwe Alex (Ben Stiller/Jan Josef Liefers), das Zebra Marty (Chris Rock/Rick Kavanian), die Giraffe Melman (David Schwimmer/Bastian Pastewka) und das Nilpferd Gloria (Jada Pinkett Smith/Claudia Urbschat-Mingues) wollen wieder zurück in ihre wahre Heimat Big Apple New York, nachdem sie nach Afrika geflüchtet sind und dort einige Zeit verbracht haben. Im Vertrauen auf das technische Verständnis der Affen entwickeln die Freunde einen Plan, der dann gründlich schiefgeht und wegen dem sie in Monaco stranden. Dort treffen sie auf die Pinguine sowie den dreizehnten Lemurenkönig Julien (Sacha Baron Cohen) und sorgen zusammen in einem Casino in Monte Carlo für mächtig Aufregung. Vor der Großwildjägerin (Frances McDormand) auf der Flucht quer durch Europa, schließen sie sich zu Tarnungszwecken einem Wanderzirkus an, um heimlich wieder zurück in den Zoo New Yorks zu kommen. Angeführt vom ehrwürdigen Tiger Vitaly (Bryan Cranston), hat der auf Tierattraktionen fokussierte Zirkus allerdings schon bessere Tage erlebt. Nach ihrer Reise durch mehrere europäische Städte endet die Tour schließlich im Herzen der englischen Metropole London, wo die Crew zum letzten Mal ihr märchenhaftes Zirkuszelt aufschlägt. Alex, Marty, Gloria und Melman wollen, dass der letzte Auftritt etwas ganz Besonderes wird. Und so helfen sie Vitaly, dem Jaguar Gia (Jessica Chastain) und dem Seelöwen Stefano (Martin Short) dabei, ihre Leidenschaft für die Show wiederzuentdecken und erfinden eine völlig neue Art der Zirkusperfomance... 

Nachdem der zweite Teil durchaus ein paar Längen hatte, nimmt die Madagascar-Reihe mit ihrem Europa-Trip wieder wesentlich mehr Fahrt auf. "Madagascar 3: Flucht durch Europa" ist ein Film, der weiß, was er ist: ein lautes, buntes, atemloses Zirkusspektakel, das die Zuhörer nicht fragt, ob sie mitkommen wollen, sondern sie einfach mitnimmt - auf einer Achterbahnfahrt von Monte Carlo über Rom bis nach London, mit einem Stopp im Herzen der Frage: Was bedeutet "Zuhause"? Die Regisseure Eric Darnell, Tom McGrath und Conrad Vernon haben das "Madagascar"-Franchise lauter, bunter, frenetischer und rasanter gemacht. Die Verfolgungsjagden sind visuell atemberaubend, die Zirkus-Stunts fantastisch, und die 3D-Technik wird effektvoll genutzt, um Tiefe und Bewegung spürbar zu machen - besonders in der Londoner Schlussvorstellung, wo die Tiere ein „unglaubliches artistisches Feuerwerk" abbrennen, fast schwerelos durch den Raum fliegen, mit schwindelerregenden Sprüngen und Trapez-Stunts. Das ist 3D, das nicht nur ein Gimmick ist, sondern Teil der Inszenierung. Der Film wechselt munter zwischen Roadmovie, Liebesfilm und Actionkomödie und balanciert sein wackeliges Handlungsgerüst mit Detailverliebtheit und Popkultur-Referenzen aus. Er ist experimentierfreudiger und brachialer als die Vorgänger, und die Abnutzungserscheinungen eines dritten Teils bleiben überraschend aus.

Der Humor und der Charme der ersten beiden Teile sind etwas zurückgenommen, vor allem wegen des sparsam dosierten Wortwitzes. Die Figuren rufen sich nur noch Befehle zu oder reagieren panisch - ihre charakterlichen Konturen verwischen.  Die Story ist zu flach, schwankt zwischen völliger Überzogenheit und platten "Glaub' an dich"-Botschaften und erreicht nicht die Qualität des ersten Teils.  Die Wendungen kommen oft plötzlich und sind nicht immer nachvollziehbar; hinsichtlich der Logik wird das ein oder andere Auge zugekniffen. Chantal DuBois, die gnadenlose Gegenspielerin, ist entweder herrlich schräg oder ermüdend nervig - je nach Geschmack. "Madagascar 3: Flucht durch Europa" ist im Kern ein Film über die Suche nach Zugehörigkeit. Die Tiere wollen nach New York zurück - doch der Zoo entpuppt sich als Gefängnis. Die echte Familie finden sie nicht im Zoo, sondern im Zirkus: einer Gemeinschaft von Außenseitern, die gemeinsam Neues wagen.  Der Film lehrt Vertrauen, Freundschaft und Zusammenhalt - auch wenn der moralische Zeigefinger manchmal zu spürbar ist. "Madagascar 3: Flucht durch Europa" ist ein sehr ansehnlicher Animationsfilm, der vor allem Fans der ersten beiden Teile freuen wird. Er ist rasantes, mitunter frenetisches Animationsspektakel mit visuell atemberaubenden Verfolgungsjagden und fantastischen Zirkus-Stunts, die 3D effektvoll nutzen. Der Humor ist weniger wortgewandt als früher, die Story flacher, aber die Energie und Artistik der Geschichte sind so groß, dass der Film kurzweilig und unterhaltsam bleibt. Für Kinder sehenswert - und für Erwachsene, die wissen, dass manche Filme nicht tief sein müssen, um zu funktionieren. Manchmal reicht es, wenn sie einfach nur großartig theatralisch sind.

6,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe
: Filmstarts
Poster/Artwork: Dreamworks/Twentieth Century Fox