http://www.imdb.com/title/tt0098622/
1689 - Salem: Hinter dicken Mauern liegt Warlock in Ketten. Gerade haben
die Richter sein Todesurteil gesprochen und der Hexenjäger Redferne
seinen Triumph ausgekostet. Da reißt ein magischer Zyklon Warlock davon.
Todesmutig springt der Hexenjäger hinterher ins Ungewisse. 1989 -
Boston: Die Omen häufen sich, Warlock ist da, Satans Auftrag zu
erfüllen. Wenn es ihm gelingt, die drei verschollenen Teile der
Hexenbibel zu vereinen, kann Satan die gesamte Schöpfung für immer
vernichten. Der Hexenjäger Redferne und Kassandra, die Warlocks Fluch
jeden Tag 20 Jahre altern läßt, folgen der bizarren Blutspur. Doch
teuflische Magie und satanische Kräfte machen Warlock zu einem
übermächtigen Gegner. Die Nacht der Entscheidung ist nahe. Die Welt
steht am Abgrund...
Regisseur Steve Miner konnte schon Anfang der 80er Jahre mit "Freitag der 13.: Jason kehrt zurück" und "Und wieder ist Freitag der 13." beweisen, dass er ein
gewisses Händchen fürs Horrorgenre hat. Umso mehr verwundert es, dass "Warlock" doch wesentlich mehr auf
Fantasy als auf Horrorelemente setzt. Wenn man also mit falschen Erwartungen an diesen Streifen heran geht und eine Schlachteplatte oder Thriller erwartet, wird man sicher enttäuscht. Umso erfreulicher ist es, dass "Warlock" ein sehr guter Film geworden ist, der in Teilen sogar ein wenig an "Highlander" erinnert. Das liegt zum einen an Julian Sands super Performance als böser
Warlock, der alle 3 Seiten der Teufelsbibel wieder
zusammenbringen möchte. Und dann wäre da noch die Zeitreisethematik die 1689 und 1989 ganz gut verknüpft. Selbst Richard E. Grant als Giles Redferne spielt überzeugend.
Die Atmosphäre ist zwar durchweg nicht wirklich gruselig,
doch spannend und ereignisreich - wie man es von einem Fantasy/Abenteuerfilm erwarten würde. Leider
hat der Film auch ein paar Längen, die man evtl. hätte umgehen können. Knapp
105 Minuten sind für diesen Streifen eben eine Winzigkeit zu lang. Doch da
der Film jedoch hauptsächlich auf seine Story achtet, ist dies verschmerzbar. Die Effekte sind leider nicht mehr wirklich zeitgemäß, schlecht gealtert und unterliegen vermutlich dem Budget. Dennoch passen sie in den Film und - dank gekonnt-geringem Einsatz derselben - fallen sie nicht weiter ins Gewicht. Erstaunlich ist die Freigabe, denn in diesem Fantasyfilm gibt es so gut wie kaum Szenen, die "keine Jugendfreigabe" rechtfertigen würden. Schon gar nicht aus heutiger Sicht.
Aber "Warlock: Satans Sohn" ist ein ziemlich spaßiger Horrorfilm mit einem
gut aufgelegten Julian Sands. Die Handlung ist zwar sehr simpel,
funktioniert jedoch gut, die anderen Darsteller machen ihre Sache
ebenfalls solide und die Figurenzeichnung hat ausgereicht. Handwerklich
ist der Film recht unaufgeregt gestaltet, doch das weiß zu gefallen und
die Atmosphäre ist gerade deshalb so gut, weil sie Horror mit Komik
verbindet. Ein doch recht lockerer Spaß, der ohne Längen daherkommt und
auch noch ein paar nette Effekte besitzt.
7/10
Von NSM Records kommt der Film hierzulande ungeschnitten und in
HD im limitierten Mediabook, welches die komplette Trilogie beinhaltet:
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