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13 Jahre nachdem Teds (Ben Stiller) Highschool-Rendezvous mit der schönen und intelligenten Mary (Cameron Diaz) ein jähes und vor allem schmerzhaftes Ende nahm, hat er das Zusammentreffen mit ihr immer noch nicht überwunden und trauert ihr nach. Um endlich zu erfahren, wie es Mary seitdem ergangen ist, engagiert Ted den windigen Privatdetektiv Healy (Matt Dillon), um sie aufzuspüren. Nach kurzer Zeit findet dieser Mary in Florida und verliebt sich im Laufe seiner Spionagearbeiten seinerseits in die Frau, die ein perfektes Leben zu führen scheint. Daraufhin ändert Healy seine Pläne und erzählt Ted Lügen über Mary, damit er ihn als Nebenbuhler loswird. Doch Ted erfährt von den Unwahrheiten und setzt alles daran, ebenfalls Mary für sich zu gewinnen. Dabei ist er jedoch nicht darauf vorbereitet, wie viele Kontrahenten er wirklich hat. Denn eines wird schnell klar: Hier sind eine ganze Menge schräger Vögel sprichwörtlich verrückt nach Mary.
Komödien altern oft schlecht. Witze verlieren ihre Wirkung, gesellschaftliche Konventionen ändern sich und manche einst gefeierten Gags wirken Jahre später nur noch bemüht. "Verrückt nach Mary" gehört jedoch zu jener seltenen Sorte von Filmen, die auch Jahrzehnte nach ihrer Veröffentlichung noch erstaunlich gut funktionieren. Die Farrelly-Brüder schufen 1998 nicht nur einen der größten Komödienhits des Jahrzehnts, sondern auch einen Film, der die sogenannte Gross-Out-Komödie maßgeblich prägte und unzählige Nachahmer inspirierte. Was den Film von vielen ähnlichen Komödien unterscheidet, ist die perfekte Balance zwischen schamlosem Klamauk und echter Herzlichkeit. Natürlich ist der Film berüchtigt für seine legendären Szenen - vom berüchtigten Reißverschluss-Unfall bis zur inzwischen ikonischen "Haargel"-Sequenz. Diese Momente sind auch heute noch ebenso schockierend wie komisch und gehören längst zur Popkultur. Doch der Film lebt nicht allein von seinen derben Gags. Unter der zotigen Oberfläche verbirgt sich eine überraschend sympathische und sogar romantische Geschichte.
Ben Stiller befindet sich hier in absoluter Hochform. Kaum ein Schauspieler kann den liebenswerten Pechvogel so überzeugend verkörpern wie er. Ted stolpert von einer Katastrophe in die nächste, macht sich regelmäßig zum Gespött aller Beteiligten und bleibt dennoch durchweg sympathisch. Man fiebert mit ihm mit, selbst wenn man gleichzeitig über sein Unglück lachen muss. Auch Cameron Diaz liefert eine ihrer besten und wichtigsten Rollen ab. Mary ist weit mehr als nur das klassische Objekt der Begierde. Sie ist charmant, selbstbewusst und besitzt eine natürliche Ausstrahlung, die nachvollziehbar macht, warum sämtliche Männer in ihrer Umgebung augenblicklich die Fassung verlieren. Nicht vergessen werden darf Matt Dillon, der als schmieriger Privatdetektiv Healy eine herrlich überzogene Performance abliefert. Seine Lügen, Intrigen und seine unerschütterliche Selbstüberschätzung gehören zu den großen komödiantischen Highlights des Films. Überhaupt ist die gesamte Nebenbesetzung hervorragend aufgelegt und trägt entscheidend dazu bei, dass der Film selbst in ruhigeren Momenten nie an Tempo verliert.Natürlich ist "Verrückt nach Mary" kein makelloser Film. Einige Witze über Behinderungen oder sexuelle Orientierung wirken aus heutiger Sicht nicht mehr ganz zeitgemäß und würden in einer modernen Produktion vermutlich anders umgesetzt werden. Auch die Farrelly-Brüder überschreiten gelegentlich bewusst die Grenzen des guten Geschmacks - ein Umstand, der schon damals für Diskussionen sorgte. Dennoch gelingt dem Film das Kunststück, trotz seiner Provokationen nie wirklich bösartig oder zynisch zu wirken. Vielmehr steckt hinter dem Humor oft eine überraschende Wärme und Menschlichkeit. Besonders bemerkenswert ist, wie viele Nachahmer der Film hervorgebracht hat, ohne dass viele von ihnen dessen Qualität erreichten. Zahlreiche derben Komödien der frühen 2000er-Jahre übernahmen die Schockgags und den Humor unterhalb der Gürtellinie, vergaßen dabei aber, ihren Figuren Herz und Charme zu verleihen. "Verrückt nach Mary" funktioniert gerade deshalb so gut, weil die romantische Geschichte und die liebenswerten Figuren genauso wichtig sind wie die großen Lacher. Dank eines großartig aufgelegten Ensembles, zahlreicher inzwischen legendärer Szenen und einer unerwartet warmherzigen Liebesgeschichte bleibt der Film auch heute noch ein äußerst unterhaltsamer Genreklassiker. Nicht jeder Gag ist gut gealtert, doch sein Charme und seine Spielfreude sind bis heute ungebrochen.














