Mittwoch, 26. August 2026

ゾンビアス - Zonbiasu - Zombie Ass: Toilet Of The Dead - Zombie Ass (2011)

https://www.imdb.com/de/title/tt2061869/
https://letterboxd.com/film/zombie-ass-toilet-of-the-dead/

Megumi ist seit dem Selbstmord ihrer Schwester, die in der Schule von anderen tyrannisiert wurde, nicht mehr die gleiche. Um auf andere Gedanken zu kommen, begleitet sie ein paar alte Freunde auf einen Campingausflug in die Wälder. Es scheint auch alles gut zu gehen, bis die jungen Leute in ihrem Essen etwas finden, was einem Wurm ähnelt. Ein Mädchen jedoch schlingt ihn bei lebendigem Leib hinunter, in der Hoffnung, dass es einen entschlackenden Effekt auf sie hat. Jedoch wird dieses Ereignis von etwas viel schlimmeren überschattet, denn die Gruppe wird urplötzlich von einer Horde Zombies attackiert. Die Untoten sind komplett mit Fäkalien beschmiert und scheinen aus dem nahegelegenen Toilettenhäuschen zu kommen. Megumi und ihre Freunde können sich grade noch zu dem merkwürdigen Dr. Tanaka retten. Jedoch wissen sie nicht, dass er sowohl für die Zombies, als auch für den Wurm verantwortlich ist, diese sogar in Zusammenhang stehen und er mit den jungen Leuten noch etwas vor hat...

Noboru Iguchis "Zombie Ass" ist weniger ein Horrorfilm als ein zweifelhaftes Experiment darüber, wie weit sich Fäkalhumor, Splatter und sexualisierte Trash-Ästhetik treiben lassen. Eine Gruppe junger Leute gerät im Wald an Zombies, die von Parasiten kontrolliert werden - und damit beginnt eine hemmungslose Mischung aus Furzen, Erbrechen, Kot und Tentakeln. Die Grundidee passt perfekt zu Iguchis bewusst geschmacklosem B-Movie-Kosmos, ist aber irgendwann auch einfach ermüdend. Seine wenigen Pluspunkte liegen im Tempo und in der hemmungslosen Fantasie. Die handgemachten Splattereffekte können durchaus Spaß machen, und das völlig enthemmte Finale zeigt, dass Iguchi zumindest weiß, wie man aus billigem Trash ein visuelles Chaos macht. Seine Konsequenz und sein absurder Einfallsreichtum schaffen also einen gewissen Unterhaltungswert.

Das Problem: Der Film verwechselt Grenzüberschreitung allzu oft mit Einfallslosigkeit. Das Drehbuch ist dünn, die Figuren bleiben Karikaturen, das Overacting strapaziert schnell die Geduld und die billigen CGI-Effekte sehen häufig entsprechend aus. Vor allem aber wiederholt "Zombie Ass" seine wenigen Gags bis zur Erschöpfung. Wer Iguchis "The Machine Girl"- oder "RoboGeisha"-Schule des japanischen Extrem-Trashs liebt, dürfte hier zumindest auf seine Kosten kommen. Für alle anderen ist "Zombie Ass" vor allem ein Test der persönlichen Schmerzgrenze. Ein konsequent geschmackloser, gelegentlich verblüffend kreativer, meistens aber schlicht nerviger Splatter-Trashfilm. "Zombie Ass" hat zweifellos seine Momente - nur leider sehr viel mehr Furzwitze als gute Ideen.

2,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork: Nikkatsu Corporation

The End Of Oak Street (2026)

https://www.imdb.com/title/tt27165187/
https://letterboxd.com/film/the-end-of-oak-street/

Ein rätselhaftes kosmisches Ereignis reißt die Nachbarschaft der Familie Platt aus ihrer gewohnten Umgebung und versetzt sie an einen unbekannten Ort, an dem Dinosaurier die Landschaft beherrschen. Für Denise (Anne Hathaway), Greg (Ewan McGregor) sowie ihre Kinder Brian (Christian Convery) und Audrey (Maisy Stella) beginnt damit ein gefährlicher Überlebenskampf. In der fremden Welt lauern zahlreiche Bedrohungen, denen die Familie nur gemeinsam entgegentreten kann. Während sie nach einem Ausweg sucht und versucht, sich in der ungewohnten Umgebung zurechtzufinden, wird der Zusammenhalt der Platts immer wieder auf die Probe gestellt. Um die Herausforderungen zu meistern und einen Weg zurück nach Hause zu finden, müssen sie sich aufeinander verlassen und den Gefahren der prähistorischen Welt stellen.

David Robert Mitchell ist zurück - und er bringt Dinosaurier mit. Acht Jahre nach "Under The Silver Lake" meldet sich der Regisseur von "It Follows" mit "The End Of Oak Street" überraschend im großen Mainstream-Kino zurück. Produziert von J. J. Abrams und mit Anne Hathaway und Ewan McGregor prominent besetzt, verbindet der Film nostalgisches 80er-Jahre-Abenteuerkino mit Science-Fiction, Familiendrama und handfestem Dinosaurier-Survival. Das Ergebnis ist nicht ganz der große Klassiker, den seine ambitionierte Ausgangslage verspricht, aber ein ausgesprochen unterhaltsames und atmosphärisches Abenteuer. Was zunächst wie ein ziemlich verrückter "Jurassic Park"-Abklatsch klingt, entwickelt sich erfreulicherweise zu einer Mischung aus mehreren bekannten Spielberg- und Amblin-Motiven. Genau darin liegt zugleich die größte Stärke und Schwäche des Films. "The End Of Oak Street" liebt das Abenteuerkino der 1980er-Jahre ganz offensichtlich. Die Vorstadt, die Kinderfiguren, die Familie in einer außergewöhnlichen Situation, die Dinosaurier und die Mischung aus Spannung und Sentimentalität erinnern immer wieder an eine Zeit, in der große Genreunterhaltung noch stärker von Figuren als von Franchise-Mythologien lebte. 

Mitchell kopiert Spielberg allerdings nicht einfach. Wer "It Follows" kennt, erkennt schnell seine Handschrift wieder. Schon dort machte er vertraute amerikanische Wohngegenden zu unheimlichen Orten. Auch hier beginnt der Schrecken nicht sofort mit einem Dinosaurierangriff, sondern mit kleinen Veränderungen, die zunächst kaum einzuordnen sind. Die sommerliche Vorstadt wirkt plötzlich falsch: Die Hitze nimmt zu, Pflanzen erscheinen, wo sie nicht hingehören, und die Umgebung entwickelt eine merkwürdige Fremdartigkeit. Diese langsame Verschiebung vom Alltäglichen ins Unheimliche gehört zu den gelungensten Elementen des Films. Dabei ist die Kameraarbeit von Michael Gioulakis ein wichtiger Trumpf. Mitchell nutzt ungewöhnliche Bildkompositionen, Split-Diopter-Aufnahmen und sorgfältig aufgebaute Räume, um die vermeintliche Sicherheit der Vorstadt zu unterlaufen. Die Dinosaurier werden nicht permanent ins Bild gestellt, sondern teilweise über Geräusche, Bewegungen und die Reaktionen der Figuren angekündigt. Das erzeugt stellenweise tatsächlich Spannung, statt lediglich CGI-Spektakel abzuspulen. 


Die Dinosaurier selbst sind natürlich das große Verkaufsargument - und der Film weiß das. Glücklicherweise behandelt Mitchell sie nicht ausschließlich als digitale Attraktionen. Gerade die Begegnungen mit den Tieren besitzen häufig etwas Bedrohliches und Unberechenbares. Der Film versteht, dass ein Dinosaurier nicht unbedingt permanent brüllen und Menschen jagen muss, um beeindruckend zu sein. Ein Schatten, ein Geräusch oder ein plötzlich auftauchender Kopf können bereits reichen. Hier unterscheidet sich "The End Of Oak Street" wohltuend von manchen neueren "Jurassic World"-Filmen, deren Dinosaurier zunehmend wie austauschbare Actionmonster behandelt wurden. Doch letztlich geht es gar nicht hauptsächlich um Dinosaurier. Der eigentliche Kern des Films ist die Familie Platt. Anne Hathaway und Ewan McGregor spielen zwei Menschen, deren Ehe bereits vor der Katastrophe Risse zeigt. Die außergewöhnliche Situation zwingt sie, alte Konflikte beiseitezuschieben und sich wieder aufeinander zu verlassen. Hathaway verleiht Denise dabei eine bemerkenswerte Mischung aus Verletzlichkeit und Entschlossenheit. McGregor wiederum spielt Greg weniger als klassischen Actionhelden denn als Vater, der verzweifelt versucht, seine Familie zusammenzuhalten. Auch Maisy Stella und Christian Convery funktionieren überzeugend als Kinderfiguren, ohne dass der Film sie zu den üblichen nervigen Teenagerklischees degradiert. Gerade Audrey und Brian tragen einen Teil des emotionalen Gewichts der Geschichte. 

Das Drehbuch hat allerdings eine gewisse Unentschlossenheit. "The End Of Oak Street" möchte gleichzeitig Familienfilm, Dinosaurierabenteuer, Mystery, Science-Fiction-Thriller und nostalgischer 80er-Jahre-Film sein. Die Mischung funktioniert erstaunlich oft, aber nicht immer harmonisch. Manche Ideen werden eingeführt, ohne später ausreichend vertieft zu werden. Andere wirken wie Überbleibsel aus einem völlig anderen Film. Gerade hier liegt der Abstand zu den großen Vorbildern. Spielberg konnte in "E.T.", "Jurassic Park" oder "Vergessene Welt. Jrassic Park" Abenteuer, Humor, Familiengeschichte und Spektakel miteinander verbinden, ohne dass die einzelnen Bestandteile wie separate Filme wirkten. Mitchell kommt diesem Gleichgewicht nahe, erreicht es aber nicht vollständig. Auch die nostalgische Ebene kann gelegentlich etwas zu offensichtlich wirken. 80er-Jahre-Ästhetik ist inzwischen selbst zum Genre geworden. "The End Of Oak Street" bemüht sich zwar, nicht ständig mit dem Ellenbogen darauf hinzuweisen, dass es ein 80er-Film sein möchte, doch die Referenzen auf das klassische Amblin-Kino sind unübersehbar. Das funktioniert für Zuschauer, die diese Art von Abenteuer lieben, ausgesprochen gut - kann aber auch den Eindruck erwecken, dass Mitchell eher mit Erinnerungen an bessere Filme arbeitet als mit einer völlig eigenen Filmsprache.

Zum Glück besitzt der Film genügend eigene Qualitäten, um nicht ausschließlich von Nostalgie abhängig zu sein. Besonders die familiäre Dynamik gibt dem Abenteuer eine emotionale Grundlage. Die Dinosaurier sind die äußere Bedrohung; die persönlichen Konflikte der Platts bilden die innere. Das ist klassisches Abenteuerkino, aber Mitchell erzählt es mit einem leicht düsteren Unterton, der immer wieder an seine Horrorfilme erinnert. Auch Michael Giacchinos Musik trägt entscheidend zur Atmosphäre bei. Sie darf groß und orchestral werden, ohne jede Szene mit emotionalem Zuckerguss zu überziehen. In Verbindung mit Gioulakis' Bildern entsteht so ein Film, der tatsächlich nach großem Kino verlangt. Bemerkenswert ist außerdem, dass Mitchell nach acht Jahren Pause einen deutlich zugänglicheren Film vorlegt, ohne seine eigene Identität vollständig aufzugeben. "It Follows" war ein minimalistischer Horrorfilm, "Under The Silver Lake" ein verschrobener Neo-Noir. "The End Of Oak Street" ist dagegen eindeutig auf ein größeres Publikum zugeschnitten. Trotzdem bleibt Mitchells Interesse an fremd gewordenen vertrauten Räumen erhalten. Die Vorstadt ist bei ihm erneut kein sicherer Ort - nur diesmal stehen hinter dem Gartenzaun keine unsichtbaren übernatürlichen Verfolger, sondern Dinosaurier.


Die Schwächen liegen vor allem in der Dramaturgie. Nicht jede Szene besitzt das gleiche Gewicht, und der Film hätte an einigen Stellen durchaus straffer erzählt werden können. Einige Wendungen sind vorhersehbar, und wer einen besonders tiefgründigen Science-Fiction-Film erwartet, wird von der relativ simplen Mythologie enttäuscht sein. Trotzdem überwiegt am Ende der positive Eindruck. "The End Of Oak Street" ist kein "Jurassic Park", und er möchte es vermutlich auch gar nicht sein. Er ist vielmehr ein liebevoller, manchmal düsterer Rückblick auf eine Form des Abenteuerkinos, die heute seltener geworden ist: eine Geschichte über eine Familie, die in einer unmöglichen Situation zusammenfinden muss - mit Dinosauriern als ziemlich überzeugendem Argument für familiären Zusammenhalt.

"The End Of Oak Street" verbindet 80er-Jahre-Nostalgie, Science-Fiction, Familiendrama und Dinosaurierabenteuer zu einem unterhaltsamen Gesamtpaket. Anne Hathaway und Ewan McGregor geben dem Spektakel eine glaubwürdige emotionale Grundlage, die jungen Darsteller überzeugen, und David Robert Mitchell findet immer wieder Bilder, die deutlich mehr Atmosphäre besitzen als ein gewöhnlicher Blockbuster. Gleichzeitig ist der Film erzählerisch nicht ganz so mutig wie seine Prämisse und kann sich von seinen Spielberg- und "Jurassic Park"-Vorbildern nie vollständig lösen. Wer großes, klassisch erzähltes Abenteuerkino vermisst, dürfte hier dennoch auf seine Kosten kommen. "The End Of Oak Street" ist vielleicht nicht das Meisterwerk, das aus dieser verrückten Ausgangsidee hätte entstehen können - aber ein sympathischer, spannender und visuell starker Sommerfilm, der seine Dinosaurier ernst genug nimmt, um tatsächlich Spaß zu machen.

7/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/ArtworkWarner Bros. Pictures/Domain Entertainment/Bad Robot/Jackson Pictures

La Captura - Facing El Chapo - Die Festnahme (2026)

https://www.imdb.com/de/title/tt39390497/
https://letterboxd.com/film/facing-el-chapo/

 Basierend auf wahren Begebenheiten: Der international gesuchte Drogenkartellboss Joaquin „El Chapo“ Guzmán flüchtet am 8. Januar 2016 vor dem Zugriff der mexikanischen Marine durch die Kanalisation aus seinem Anwesen. Anschließend bringt er ein Auto in seine Gewalt und wähnt sich bald in Sicherheit. Doch dann gerät er in eine Routinekontrolle durch zwei ganz normale Polizisten, die ihn jedoch direkt erkennen. Nachdem der Gangster bei ihnen mit Bestechungsversuchen auf Granit beißt, droht er ihnen unverhohlen mit dem Tod durch seine Leute, sollten sie ihn nicht freilassen. Für die beiden braven Gesetzeshüter beginnen die härtesten Stunden ihres bisherigen Lebens.

Chava Cartas’ "Die Festnahme" nimmt sich einen ungewöhnlichen Moment aus der Geschichte des mexikanischen Drogenbosses Joaquín "El Chapo" Guzmán vor: Nicht die spektakuläre Jagd, sondern eine scheinbar banale Verkehrskontrolle wird zum Ausgangspunkt eines nervösen Kriminalthrillers. Zwei Polizisten, Arturo Carmona (Alfonso Herrera) und Héctor Rosales (Noé Hernández), erkennen den meistgesuchten Verbrecher des Landes - und müssen plötzlich entscheiden, ob sie ihren Fund wirklich festhalten können. Die reale Grundlage ist dabei tatsächlich bemerkenswert: Die Ereignisse vom 8. Januar 2016 bildeten den Kern der Geschichte, während die beiden Polizisten für den Film fiktionalisiert wurden. Gerade diese Konzentration ist die größte Stärke des Films. Statt den El-Chapo-Mythos mit Kartellkrieg, Luxus und großen Schießereien aufzublasen, macht Cartas daraus zunehmend ein klaustrophobisches Kammerspiel. Alfonso Herrera und Noé Hernández tragen das Geschehen überzeugend, während Héctor Kotsifakis als Guzmán weniger als charismatischer Gangsterboss denn als gefährliche, schwer einzuschätzende Präsenz funktioniert. Die Enge des Settings erzeugt dabei durchaus Spannung. 

Allerdings braucht "Die Festnahme" zu lange, um zu seinem eigentlichen Konflikt vorzudringen. Die ausführliche Einführung der beiden Polizisten schafft zwar eine gute menschliche Grundlage, bleibt bei deren Charakterisierung aber etwas oberflächlich. Sobald der Film schließlich Fahrt aufnimmt, ist das moralische Dilemma - Gesetzestreue gegen Geld, Angst und Überlebenswillen - interessant, aber auch ziemlich konventionell. Handwerklich ist das solide Genrearbeit: düstere Atmosphäre, konzentrierte Inszenierung und ein angenehm zurückhaltender Umgang mit dem ohnehin bekannten El-Chapo-Mythos. Wer allerdings einen großen Kartellthriller erwartet, dürfte enttäuscht sein. "Die Festnahme" ist wesentlich kleiner gedacht - und genau dadurch interessanter, aber eben auch weniger spektakulär. Damit avanciert der Film zu einem ordentlich gespielten, atmosphärischen Krimi, der aus einem ungewöhnlichen historischen Moment ein spannendes Kammerspiel macht. Die Idee ist besser als ihre dramaturgische Ausführung, und gerade die langsame erste Hälfte kostet einiges an Spannung. Trotzdem überzeugt der Film dort, wo er El Chapo nicht als Popkultur-Ikone, sondern als gefährlichen Menschen in einer sehr engen Situation zeigt.

6/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork: Draco Films/Netflix

Dienstag, 25. August 2026

Michael (2026)

https://www.imdb.com/de/title/tt11378946/
https://letterboxd.com/film/michael-2026/

Der junge Michael Jackson (Juliano Krue Valdi) wird als achtes von zehn Kindern unter der strengen Führung seines Vaters Joe (Colman Domingo) früh für eine Musikkarriere gedrillt wird. Mit der Familienband Jackson Five feiert er erste Erfolge, im Alter von 13 Jahren startet er bereits die Solokarriere. Auch im Erwachsenenalter (Jaafar Jackson) ist sein Leben von der Musik dominiert. Ende der 1970er-Jahre lernt er bei Filmarbeiten Diana Ross (Kat Graham) und den Produzenten Quincy Jones (Kendrick Sampson) kennen, was seine musikalische Ausrichtung grundlegend verändert. Das von Jones produzierte Album "Off the Wall" (1979) wird ein großer Erfolg, der 1982 durch die bahnbrechende und meistverkaufte Platte "Thriller" noch übertroffen wird. Parallel zu diesem Aufstieg kommt es zum Bruch mit seinem Vater Joe, den Jackson als Manager entlässt und durch den Anwalt John Branca (Miles Teller) ersetzt.

Bei dem Namen Antoine Fuquas denkt man stets zuerst an Actionfilme. Doch dass Herr Fuqua auch anders kann, beweist er mit "Michael", ein Film, der gleichzeitig beeindruckt und frustriert. Er erzählt die Karriere Michael Jacksons von den frühen Jahren bei den Jackson 5 bis zur "Bad"-Ära - und konzentriert sich dabei ganz auf die Musik, den Aufstieg zum Weltstar und die außergewöhnliche Bühnenpräsenz. Das funktioniert als großes Popkino hervorragend, als Biografie bleibt der Film jedoch auffällig vorsichtig. Die größte Überraschung ist Jaafar Jackson. Michael Jacksons Neffe spielt seinen Onkel nicht nur äußerlich verblüffend ähnlich, sondern entwickelt eine eigene Präsenz, die besonders in den nachgestellten Auftritten funktioniert. Sobald Jaafar tanzt oder singt, wird aus dem eher konventionellen Biopic plötzlich ein faszinierendes Konzertfilm-Erlebnis. Auch Colman Domingo als Joe Jackson und Nia Long als Katherine Jackson sorgen für darstellerisches Gewicht. Vor allem Domingo vermittelt eindringlich, wie sehr Michaels außergewöhnliches Talent aus einem familiären Umfeld hervorging, das zugleich Förderung und psychischer Druck war. Der Film zeigt diese Vater-Sohn-Dynamik durchaus deutlich - allerdings bleibt sie letztlich Teil einer klassischen Aufstiegsgeschichte: Trauma, Talent, Durchbruch, nächster Hit.

Handwerklich ist "Michael" dagegen ausgesprochen hochwertig. Fuqua inszeniert die Konzertsequenzen mit Energie und großer Liebe zum Detail, während Kostüme, Ausstattung und Choreografie darauf ausgerichtet sind, die verschiedenen Phasen von Jacksons Karriere möglichst authentisch nachzubilden. Gerade die Rekonstruktion bekannter Auftritte besitzt eine fast hypnotische Qualität. Wer Jacksons Musik liebt, dürfte an diesen Passagen kaum vorbeikommen. Das Problem ist das Drehbuch von John Logan. Statt die Widersprüche seiner Hauptfigur wirklich auszuhalten, ordnet es Michaels Leben häufig in bekannte Biopic-Bausteine ein. Jackson wird zum genialen, verletzlichen Künstler, der von der Welt missverstanden wird. Das ergibt ein emotional zugängliches Porträt, ist aber auch auffällig glatt. Noch problematischer ist, was "Michael" nicht erzählt. Der Film endet bereits 1988 und berührt damit die späteren Kontroversen um Jacksons Leben kaum. Das ist keine bloße dramaturgische Entscheidung, sondern verändert zwangsläufig das gesamte Bild der Person. Die künstlerische Größe und die schwerwiegenden Vorwürfe gegen Jackson existieren historisch nebeneinander - der Film entscheidet sich jedoch weitgehend dafür, nur eine Seite zu zeigen.


Damit wird "Michael" letztlich eher zum "Musikfilm über Michael Jackson" als zu einer umfassenden Biografie. Das muss nicht automatisch schlecht sein. Ein Biopic darf einen bestimmten Lebensabschnitt fokussieren. Problematisch wird es dort, wo die Auslassungen den Eindruck erzeugen, der Film wolle seinem Gegenstand nicht wirklich widersprechen. Gerade deshalb ist der Film interessanter, wenn man ihn nicht als endgültige Wahrheit über Michael Jackson betrachtet. Fuqua rekonstruiert eine öffentliche Figur: den begabten Jungen, den außergewöhnlichen Tänzer, den Perfektionisten und den Popstar, der die Grenzen zwischen Musik, Tanz und Performance neu definierte. In diesen Momenten versteht der Film sehr gut, warum Jackson zu einer der prägendsten Figuren der Popgeschichte werden konnte. Und dann gibt es Jaafar Jackson. Seine Besetzung erweist sich rückblickend als der größte Glücksgriff des Films. Er trägt die schwierige Aufgabe, eine Ikone nachzuahmen, ohne bloß zur Imitation zu werden. Wenn er auf der Bühne steht, verschwinden die Schwächen des Drehbuchs für einige Minuten vollständig. Dann wird "Michael" zu dem, was Jackson selbst immer war: pure Performance.

"Michael" ist ein technisch beeindruckendes und musikalisch mitreißendes Biopic, dessen größte Stärke gleichzeitig seine größte Schwäche ist. Jaafar Jackson ist sensationell, die Konzertsequenzen sind hervorragend und Fuqua beherrscht das große Popkino. Doch die Dramaturgie bleibt konventionell, manche Figuren werden zu Funktionsträgern und die problematischen Kapitel von Jacksons Leben werden so konsequent ausgespart, dass ein deutlich zu einseitiges Bild entsteht. Als musikalische Zeitreise funktioniert "Michael" deshalb erstaunlich gut. Als vollständiges Porträt des Menschen hinter dem Mythos bleibt er deutlich unvollständig. 

7,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/ArtworkLionsgate/GK Films/Optimum Productions

Montag, 24. August 2026

Greenland 2: Migration (2026)

https://www.imdb.com/title/tt14850054/
https://letterboxd.com/film/greenland-2-migration/

John (Gerard Butler) und Allison (Morena Baccarin) Garrity haben nach dem Einschlag des Kometen Clarke ihren Bunker tief unter Grönland immer noch nicht verlassen. Dort haben sie zusammen mit ihrem Sohn Nathan (Roman Griffin Davis) Unterschlupf gesucht. Doch ein schwere Erdbeben zwingt die drei, ihren Zufluchtsort zu verlassen und zurück an die Oberfläche zu kehren. Dort herrschen jedoch regelrecht apokalyptische Zustände. Die Luft zum Atmen und das Wasser zum Trinken sind weitestgehend verseucht, die Atmosphäre ist löchrig und lässt gefährliche Strahlen durch und auch die Gefahr durch weitere Kometeneinschläge ist längst nicht gebannt. Ironischerweise gibt es jedoch noch einen Ort auf der Erde, der davor vergleichsweise geschützt ist: den Einschlagskrater von Clarke in Südfrankreich. Und dorthin wollen sich John, Allison und Nathan nun durchschlagen...

Fünf Jahre nach dem Kometeneinschlag ist die Welt von "Greenland 2: Migration" längst untergegangen - und genau darin liegt zunächst der reizvolle Ansatz der Fortsetzung. John Garrity (Gerard Butler), seine Frau Allison (Morena Baccarin) und Sohn Nathan leben mit anderen Überlebenden in einem unterirdischen Bunker in Grönland. Als Erdbeben die Anlage zerstören, beginnt für die Familie eine neue Odyssee durch ein verwüstetes Europa auf der Suche nach einem Ort, an dem menschliches Leben wieder möglich sein könnte. Der Film erweitert damit die Perspektive des Vorgängers vom unmittelbaren Katastrophenszenario zur klassischen postapokalyptischen Survival-Geschichte. Das ist durchaus interessant, denn "Greenland" von 2020 war gerade deshalb besser als viele seiner Genre-Kollegen, weil er seine Katastrophe vergleichsweise nüchtern und menschlich erzählte. "Greenland 2: Migration" versucht, diesen Ansatz weiterzuführen. Die Familie steht weiterhin im Mittelpunkt, während die zerstörte Welt eher Kulisse bleibt. Gerard Butler funktioniert dabei erneut erstaunlich gut als abgekämpfter Familienvater, der weniger als unbesiegbarer Actionheld denn als Mann auftritt, der seine Familie um jeden Preis zusammenhalten will. Auch Morena Baccarin bringt der Geschichte die nötige emotionale Erdung.

Leider verliert die Fortsetzung genau jene Bodenständigkeit, die den ersten Film ausgezeichnet hat. Sobald die Garritys den Bunker verlassen, wird aus dem persönlichen Überlebenskampf zunehmend ein konventioneller Abenteuerfilm: zerstörte Landschaften, bewaffnete Gruppen, gefährliche Überquerungen und die obligatorische Suche nach einem vermeintlichen sicheren Ort. Die Reise durch Europa bietet zwar größere Schauwerte, wirkt aber erzählerisch deutlich beliebiger. Regisseur Ric Roman Waugh inszeniert die Action solide. Besonders die Reise über den trockengelegten Ärmelkanal und einige Begegnungen mit Plünderern besitzen Spannung und körperliche Wucht. Gleichzeitig zeigen sich hier die Grenzen der Produktion: Auf beeindruckende Totalen der postapokalyptischen Welt folgen häufig deutlich kleinere, weniger überzeugende Actionsequenzen. Noch problematischer ist das Drehbuch. Die Figuren werden immer wieder in Situationen gebracht, die dramatisch wirken sollen, aber nur funktionieren, wenn man die Logik der Welt großzügig ignoriert. Auch die Hoffnung auf einen neuen Lebensraum wird dramaturgisch relativ plump aufgebaut. 

Wo "Greenland" mit der Unberechenbarkeit einer realen Katastrophe arbeitete, wirkt "Greenland 2: Migration" stellenweise wie ein Puzzle aus bekannten Endzeitfilm-Versatzstücken und erzählt von einer Welt, in der das Schlimmste bereits geschehen ist – und macht daraus einen wesentlich gewöhnlicheren Abenteuerfilm. Das ist unterhaltsam genug, aber eben auch deutlich weniger eindringlich. "Greenland 2: Migration" ist ordentlich produziertes Survival-Kino mit einem sympathischen Gerard Butler, einigen gelungenen Actionsequenzen und einer grundsätzlich interessanten Idee: Was passiert eigentlich nach dem Weltuntergang? Leider beantwortet der Film diese Frage mit zu vielen bekannten Genreklischees und zu wenig eigener Fantasie. Die größere Welt bedeutet nicht automatisch eine bessere Geschichte. Als geradliniger Endzeit-Actionfilm funktioniert der Film passabel. Als Fortsetzung des überraschend starken Originals ist es jedoch ein klarer Rückschritt. Wo "Greenland" Spannung aus menschlicher Nähe und glaubwürdiger Angst gewann, setzt "Greenland 2: Migration" zunehmend auf Pathos, Zufälle und Spektakel.

4/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/ArtworkSTXfilms/Anton/Thunder Road/G-BASE/CineMachine/Lionsgate

Sonntag, 23. August 2026

Shelter (2026)

https://www.imdb.com/de/title/tt32357218/

Michael Mason (Jason Statham) lebt in völliger Isolation auf einer abgelegenen schottischen Insel. Sein einstiges Leben als Elite-Agent hat er hinter sich gelassen - oder jedenfalls ist das sein Plan. Als er während eines schweren Sturms ein junges Mädchen namens Jesse (Bodhi Rae Breathnach) aus dem Meer vor dem Ertrinken rettet, setzt er jedoch eine ganze Reihe von Ereignissen in Gang, die ihn auffliegen lassen und somit einen brutalen Angriff auf sich und sein Versteck nach sich ziehen. Dadurch wird er gezwungen, aus dem Schatten zu treten und in die echte Welt zurückzukehren und sich den Geistern seiner Vergangenheit zu stellen.

Jason Statham als Ex-Special-Top-Secret-Agent-Irgendwas gegen eine ganze Geheimdienstorganisation - viel überraschender wird die Ausgangslage von "Shelter" nicht. Und tatsächlich erfindet Ric Roman Waughs Actionthriller das Genre nicht neu. Dafür macht er erstaunlich viel richtig. Statham spielt Michael Mason, einen ehemaligen Elite-Agenten, der sich auf eine abgelegene Insel vor der schottischen Küste zurückgezogen hat. Als er während eines Sturms die junge Jesse (Bodhi Rae Breathnach) rettet, fliegt seine Tarnung auf und seine Vergangenheit holt ihn mit ordentlich Feuerkraft ein. Die erste Hälfte ist dabei fast interessanter als der spätere Actionteil. Waugh lässt sich Zeit, die Einsamkeit Masons und die raue Landschaft aufzubauen. Statt sofort Autos explodieren und Knochen brechen zu lassen, entwickelt sich zunächst eine ungewöhnlich ruhige Vater-Tochter-Dynamik. Gerade Bodhi Rae Breathnach ist eine echte Entdeckung: Sie verleiht Jesse genügend Eigenständigkeit, um nicht bloß als schutzbedürftiges Anhängsel des unverwundbaren Actionhelden zu funktionieren. 

Dann allerdings wird "Shelter" zunehmend zum bekannten Statham-Programm. Aus dem einsamen Ex-Agenten wird wieder der Mann, der eine Armee von Gegnern im Alleingang zerlegt. Die Action ist erfreulich handfest und Waughs Erfahrung als ehemaliger Stuntman macht sich bemerkbar. Die Kämpfe besitzen Wucht, sind übersichtlich choreografiert und verzichten weitgehend auf überbordendes CGI-Gewitter. Jason Statham tut derweil, was Jason Statham eben am besten kann: wortkarg schauen, zuschlagen und Menschen mit Gegenständen erledigen, die eigentlich gar nicht als Waffen gedacht waren. Das ist nicht besonders variantenreich, funktioniert aber weiterhin. Bill Nighy sorgt als MI6-Chef Manafort für etwas mehr Klasse und spielt den undurchsichtigen Strippenzieher mit jener britischen Gelassenheit, die selbst einen Mordbefehl wie eine lästige Verwaltungsangelegenheit erscheinen lässt. Das Problem liegt weniger in der Umsetzung als im Drehbuch. Die Geschichte ist ausgesprochen vorhersehbar und reiht bekannte Versatzstücke aus diversen Statham-Filmen aneinander. Sobald er in den vertrauten Geheimdienst- und Rachemodus schaltet, wird er austauschbarer. 

Damit ist "Shelter" beileibe ist kein neuer Klassiker des Actionkinos, aber auch keineswegs der völlig austauschbare Statham-Film, den seine Inhaltsangabe zunächst erwarten lässt. Die starke Landschaft, die überraschend emotionale Beziehung zwischen Mason und Jesse, solide Nahkampfszenen und ein gut aufgelegter Bill Nighy heben ihn über reine Fließbandware. Dafür bleibt die Handlung zu vorhersehbar und der Film verschenkt gerade im späteren Verlauf das Potenzial seines ruhigeren Auftakts. Wer Statham grundsätzlich mag, bekommt hier ziemlich genau das, was er erwartet - nur mit einer Prise mehr Herz und etwas weniger Bombast. Für einen wirklich großen Actionthriller fehlt "Shelter" allerdings die eigene Idee.

6/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/ArtworkBlack Bear Pictures/Punch Palace Productions/CineMachine/(Stampede Ventures

PAW Patrol: The Dino Movie - Paw Patrol: Der Dino Film (2026)

https://www.imdb.com/title/tt29356163/

Nachdem ihr Schiff in einen geheimnisvollen Sturm geraten ist, landen die Welpen der Paw Patrol (Stimmen im Original: u. a. Mckenna Grace und Carter Young) unter der Führung ihres menschlichen Freundes Ryder (Henry Bolan) auf einer ihnen unbekannten tropischen Insel. Diese ist nicht nur voller Dinosaurier, sie treffen dort auch auf Rex (Hayden Chemberlen), einen Artgenossen, der vor einiger Zeit auf der Insel gestrandet ist und sich zu einem Experten in Sachen Dinosaurier entwickelt hat. Als der Erzrivale der Rettungshunde, Bürgermeister Humdinger, (Ron Pardo), rücksichtslos mit dem Abbau der natürlichen Ressourcen der Insel beginnt, löst er damit unbeabsichtigt den Ausbruch eines riesigen, bis vor Kurzem noch friedlich schlafenden Vulkans aus. Nun muss die Paw Patrol eingreifen und wird dabei in eine Reihe hochriskanter Rettungsaktionen verwickelt, die größer und gefährlicher sind als alles, was sie bisher erlebt hat…

Mit "PAW Patrol: Der Dino Movie" schickt Regisseur Cal Brunker die bekannten Rettungshunde auf ihr bislang wohl größtes Abenteuer: Auf einer geheimnisvollen Insel treffen Ryder und sein Team auf Dinosaurier, während ein Vulkanausbruch die gesamte Umgebung bedroht. Die Geschichte bleibt dabei ganz der bewährten Formel der Reihe treu - klare Konflikte, spektakuläre Rettungsaktionen, viel Teamwork und eine ordentliche Portion kindgerechter Humor. Das ist vorhersehbar, funktioniert für die junge Zielgruppe aber ausgesprochen gut. 


Eine gelungene Ergänzung ist Rex, ein neuer Charakter, der im Rollstuhl sitzt und gleichzeitig ein ausgesprochen kompetenter Dino-Experte ist. Seine Behinderung wird erfreulich selbstverständlich behandelt und nicht zum eigentlichen Thema der Figur gemacht. Auch Marshall erhält etwas mehr Charaktertiefe, da er mit Selbstzweifeln kämpft und lernen muss, seinen eigenen Fähigkeiten zu vertrauen. Damit verbindet der Film seine Abenteuerhandlung mit einfachen, aber durchaus sinnvollen Botschaften über Mut, Zusammenhalt und Inklusion.


Optisch profitiert "PAW Patrol: Der Dino Movie" vom größeren Kinobudget. Die tropische Insel, die Dinosaurier und insbesondere der Vulkanausbruch sorgen für farbenfrohe und dynamische Bilder. Die Animation ist sauber und ansprechend, ohne die jüngeren Zuschauer mit unnötig hektischen Sequenzen zu überfordern. Auch die Rettungseinsätze sind abwechslungsreich genug, um die gerade einmal rund 80 Minuten flott vergehen zu lassen.


Allerdings ist der Film erzählerisch ausgesprochen simpel. Die Handlung folgt bekannten Mustern, Überraschungen gibt es kaum und Bürgermeister Besserwisser bleibt der gewohnt eindimensionale Bösewicht. Für Erwachsene bietet das entsprechend wenig Neues. Auch die zahlreichen prominenten Sprecher - darunter Terry Crews, Jennifer Hudson und Snoop Dogg – können daran wenig ändern.

Im Vergleich zu den beiden vorherigen Kinofilmen ist "PAW Patrol: Der Dino Movie" weniger ambitioniert als der Superheldenansatz von "PAW Patrol: Der Mighty Kinofilm*, wirkt dafür aber stärker wie ein klassisches "PAW Patrol"-Abenteuer. Dinosaurier, Naturkatastrophe und Rettungsmissionen passen hervorragend zur Grundidee der Serie.


"PAW Patrol: Der Dino Movie" ist kein Animationsfilm, der Erwachsene mit komplexer Dramaturgie oder überraschenden Wendungen begeistern wird. Für Kinder funktioniert das Abenteuer jedoch ausgesprochen gut: bunt, spannend, humorvoll und mit positiven Botschaften über Teamwork, Selbstvertrauen und Inklusion. Wer "PAW Patrol" mag, bekommt genau das erwartete Abenteuer - nur diesmal mit deutlich mehr Dinosauriern.

6,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork: Paramount Pictures