Montag, 17. August 2026
Worldbreaker (2025)
Samstag, 15. August 2026
Gods And Generals (2003)
https://letterboxd.com/film/gods-and-generals/
In den Anfangsmonaten des Jahres 1861, stehen die Vereinigten Staaten von Amerika kurz vor einem drohenden Bürgerkrieg, der das Land in Norden und Süden spalten wird. Der Norden kämpft dafür, dass die Sklavenpolitik endlich abgeschafft wird und die schwarze Bevölkerung in die Freiheit entlassen werden kann, der Süden sträubt sich allerdings mit aller Macht dagegen, ist ihr Wirtschaftssystem doch komplett auf Sklavenarbeit ausgerichtet. Der Bürgerkrieg bricht mit ungeahnter Heftigkeit aus und in dem Konflikt sind auch die Schicksale von drei patriotischen Männern verknüpft, dessen Leben der Bürgerkrieg für immer verändern wird. Joshua Chamberlain (Jeff Daniels), "Stonewall" Jackson (Stephen Lang) und Robert E. Lee (Robert Duvall) kämpfen an verschiedenen Fronten, für verschiedene Überzeugungen. In den Schlachten von Manassas, Fredericksburg und Chancellorsville offenbart der Krieg sein wahres Gesicht…
Mit "Gods And Generals" wollte Regisseur Ronald F. Maxwell an den Erfolg seines gefeierten Bürgerkriegsepos "Gettysburg" anknüpfen und gleichzeitig die Vorgeschichte erzählen. Das Ergebnis ist ein ambitionierter Historienfilm von monumentalem Ausmaß, der mit großer Detailverliebtheit und beeindruckender Ausstattung punktet, sich aber in seiner epischen Erzählweise und seiner fragwürdigen historischen Gewichtung immer wieder selbst im Weg steht. Handwerklich gibt es aber zunächst wenig zu beanstanden. Die Ausstattung, Uniformen und Schlachtfelder sind mit großer Sorgfalt rekonstruiert, und die Massenszenen mit Tausenden Statisten vermitteln eindrucksvoll die Dimensionen des Amerikanischen Bürgerkriegs. Auch die Besetzung kann sich sehen lassen: Stephen Lang verkörpert General "Stonewall" Jackson mit viel Überzeugung, Robert Duvall verleiht Robert E. Lee die gewohnte Würde und Jeff Daniels sorgt als Joshua Chamberlain für einige der stärksten Momente des Films. Gerade wenn man sich für Geschichte und Historie zumindest etwas interessiert und einen hohen Anspruch den Tag legt, ist die historische Authentizität schätzenswert.
Problematischer ist jedoch die Dramaturgie. Mit einer Laufzeit von fast vier Stunden entwickelt sich der Film nur schleppend und verliert sich häufig in ausgedehnten Dialogen, langen Monologen und militärstrategischen Erläuterungen. Die eigentlichen Schlachten sind zwar solide inszeniert, erreichen aber weder die emotionale Wucht noch die Intensität vergleichbarer Kriegsfilme wie "Gettysburg", "Glory" oder "Der Soldat James Ryan". Statt die Schrecken des Krieges eindringlich zu vermitteln, konzentriert sich der Film oftmals auf pathetische Reden und idealisierte Charakterzeichnungen. Diese Schwerfälligkeit sowie die fehlende emotionale Dynamik werfen den Zuschauer immer wieder aus dem Geschehen. Hinzu kommt ein Aspekt, der bis heute kontrovers diskutiert wird: der Umgang mit den historischen Hintergründen des Bürgerkriegs. "Gods And Generals" übernimmt die Perspektive der Konföderation teilweise unkritisch und behandelt zentrale Themen wie die Sklaverei oder die politischen Ursachen des Konflikts nur am Rande. Kurz: er zeichnet ein sehr einseitiges Bild des Konflikts und die daraus resultierende Diskussion überschattet bis heute viele seiner unbestreitbaren handwerklichen Qualitäten.Dennoch besitzt der Film durchaus seine Momente. Einzelne Figuren erhalten glaubwürdige emotionale Szenen, die Kamera fängt die Landschaften eindrucksvoll ein, und Randy Edelmans orchestraler Soundtrack unterstreicht den epischen Anspruch wirkungsvoll. Gerade Zuschauer mit großem Interesse an Militärgeschichte werden hier vieles finden, was klassische Hollywood-Kriegsfilme oft auslassen. "Gods And Generals" ist letztlich ein aufwendig produziertes Historienepos mit hervorragender Ausstattung, starken Darstellern und großem Respekt für militärhistorische Details. Gleichzeitig verhindern die überlange Laufzeit, die statische Inszenierung und die kontroverse historische Perspektive, dass der Film die Klasse seines Vorgängers "Gettysburg" erreicht. Wer sich intensiv für den Amerikanischen Bürgerkrieg interessiert, wird einiges entdecken können - als allgemeines Kriegsdrama bleibt "Gods And Generals" jedoch hinter seinen Möglichkeiten zurück.
Donnerstag, 13. August 2026
Paranormal Activity: Next Of Kin - Paranormal Activity: Verwandschaftsverhältnisse (2021)
https://letterboxd.com/film/paranormal-activity-next-of-kin/
Margot (Emily Bader) wurde in jungen Jahren zur Adoption freigegeben und hat ihre leibliche Mutter nie kennengelernt. Nun, wo sie erwachsen ist, macht sie sich auf die Suche nach ihrer Familie. Zusammen mit ihrem Freund, der das mögliche Aufeinandertreffen und den Weg dorthin filmen soll, begibt sie sich auf einen Roadtrip ins Ungewisse. Ihre Recherchen führen Margot zu einer amischen Glaubensgemeinschaft, wo sie zunächst mit offenen Armen empfangen wird. Was mit netten Gesten beginnt, entpuppt sich aber schon bald als wahrer Alptraum: Seltsame Vorkommnisse häufen sich, schreckliche Entdeckungen geben Rätsel auf und das Schweigen der Gemeinschaftsmitglieder lässt keinen Zweifel daran, dass hier dunkle Kräfte am Werk sind. Die Wahrheit über ihre biologische Mutter und der Grund für die Trennung von ihr ist ein blutgetränktes Kapitel in Margots Vita, das besser verborgen geblieben wäre.
Nach sieben Filmen schien die "Paranormal Activity"-Reihe erzählerisch weitgehend auserzählt. Mit "Paranormal Activity: Next Of Kin" wagte Paramount daher einen nahezu vollständigen Neustart. Statt die bekannte Geschichte um Katie, Kristi und den Dämon Toby fortzuführen, schlägt der achte Film einen völlig neuen Weg ein. Regisseur William Eubank und Drehbuchautor Christopher Landon verabschieden sich weitgehend von der bisherigen Mythologie und erzählen einen eigenständigen Found-Footage-Horrorfilm. Diese Entscheidung ist zweischneidig, denn einerseits fühlt sie sich oft wie ein solider Horrorfilm an - andererseits nur eben kaum wie ein "Paranormal Activity"-Film. Dabei ist sein neuer Ansatz stark. Statt erneut Überwachungskameras in einem Vorstadthaus zu platzieren, verlegt "Paranormal Activity: Next Of Kin" den Schauplatz in eine abgelegene, von der Außenwelt isolierte Gemeinde. Dadurch entsteht von Beginn an eine spürbare Unruhe. Die fremde Umgebung, die schweigsamen Dorfbewohner und die religiös geprägten Traditionen erzeugen eine Atmosphäre, die eher an Folk-Horror-Klassiker wie "The Wicker Man" oder moderne Vertreter wie "Midsommar" erinnert als an die bisherigen Filme der Reihe.Auch William Eubank beweist erneut sein Gespür für stimmungsvolle Bilder. Obwohl der Film formal weiterhin als Found-Footage präsentiert wird, wirkt die Kameraarbeit deutlich hochwertiger und abwechslungsreicher als in vielen Vorgängern. Die weitläufigen Wälder, dunklen Scheunen und unterirdischen Tunnel schaffen eine beklemmende Kulisse, die hervorragend zur Geschichte passt. Besonders die zweite Filmhälfte steigert die Spannung kontinuierlich und liefert einige wirkungsvoll inszenierte Horrormomente. Positiv fällt außerdem auf, dass der Film deutlich mehr Wert auf eine zusammenhängende Handlung legt. Statt ausschließlich auf langsam zuschlagende Türen oder sich bewegende Gegenstände zu setzen, entwickelt sich hier ein echter Mystery-Plot mit Geheimnissen, Familiengeschichte und religiösem Fanatismus. Genau darin liegt allerdings auch das größte Problem des Films. Je weiter die Handlung voranschreitet, desto deutlicher stellt sich die Frage, warum dieser Film überhaupt den Titel "Paranormal Activity" trägt. Die bekannten Elemente der Reihe - der schleichende Aufbau, die allgegenwärtige Bedrohung im eigenen Zuhause und die Mythologie um Toby - spielen praktisch keine Rolle mehr. Stattdessen erinnert "Paranormal Activity: Next Of Kin" über weite Strecken an einen eigenständigen Okkult-Horrorfilm, dem erst spät das Franchise-Logo aufgesetzt wurde. Hinzu kommt, dass der Found-Footage-Ansatz nicht immer konsequent genutzt wird. Immer wieder wirkt die Kameraführung deutlich zu inszeniert, um noch glaubhaft als dokumentarisches Material durchzugehen. Dadurch verliert der Film einen Teil jener Authentizität, die gerade die ersten beiden Teile so wirkungsvoll machte.Auch das Finale fällt etwas überladen aus. Nachdem der Film lange auf subtile Spannung setzt, schlägt der Schluss deutlich actionreichere und effektreichere Töne an. Zwar sorgt das für Tempo, gleichzeitig geht jedoch ein Teil der zuvor aufgebauten unheimlichen Atmosphäre verloren. Unterm Strich ist er als Neustart mutig und funktioniert für sich genommen überraschend gut. Gleichzeitig entfernt er sich so weit von den Wurzeln der Reihe, dass der Bezug zum "Paranormal Activity"-Universum oft nur noch auf dem Titelblatt existiert. Wer einen eigenständigen Folk- und Mystery-Horrorfilm sucht, wird solide unterhalten. Fans der ursprünglichen Reihe dürften dagegen viele der vertrauten Stärken vermissen.
Mittwoch, 12. August 2026
Sniper: No Nation (2026)
https://letterboxd.com/film/sniper-no-nation/
Nach dem explosiven Einsatz in Costa Verde wird das Global Response & Intelligence Team (G.R.I.T.) von der US-Regierung verleugnet. Der Meisterscharfschütze Brandon Beckett (Chad Michael Collins) und der Ex-CIA-Agent Zero (Ryan Robbins) werden als Terroristen gebrandmarkt und vom eigenen Land gejagt. Währenddessen plant die rücksichtslose Regierung von Costa Verde die öffentliche Exekution gefangener Mitglieder ihres Teams. Ohne offizielles Mandat und ohne Rückendeckung begibt sich Beckett auf eine verzweifelte Rettungsmission. Er verbündet sich mit seinem legendären Vater Thomas Beckett (Tom Berenger) und einer kleinen Gruppe von Rebellen, um die „Eiserne Legion“ – eine skrupellose Söldnertruppe im Dienst des Premierministers – zu stoppen. Inmitten internationaler Spannungen steht Brandon sein bisher gefährlichster Kampf bevor: ein Krieg ohne Flagge, ohne Backup und ohne Gnade.
Mit "Sniper: No Nation" erreicht die langlebige Actionreihe bereits ihren zwölften(!) Teil. Doch statt klassischer Präzisionsschützen-Missionen setzt der Film auf groß angelegte Feuergefechte und militärische Kommandoeinsätze. Das sorgt zwar für ein ordentliches Tempo, entfernt sich aber immer weiter von den Wurzeln der Reihe. In diesem 08/15 Action-Vehikel überzeugt immerhin Chad Michael Collins als Brandon Beckett und harmoniert mit Tom Berenger, der als Thomas Beckett für nostalgische Momente sorgt. Gerade die Vater-Sohn-Dynamik verleiht dem Film etwas Persönlichkeit und gehört zu den stärksten Aspekten der Handlung. Auch die Action ist solide inszeniert und bietet einige intensive Gefechte, die das begrenzte Budget überraschend gut kaschieren. Dem gegenüber stehen jedoch deutliche Defizite: das Drehbuch verliert sich immer wieder in langen Dialogpassagen und bekannten Genremustern, während echte Spannung nur selten aufkommt. Viele Figuren bleiben eindimensional, und der Fokus auf großflächige Schießereien lässt das eigentliche Scharfschützen-Element zunehmend in den Hintergrund rücken. Auch das offene Ende wirkt eher wie ein Mittel zum Zweck, um den nächsten Teil vorzubereiten, als wie ein befriedigender Abschluss. Unterdurchschnittliche Genrekost für eingefleischte Fans - für alle anderen bleibt ein eher mauer Militär-Actionfilm.
Montag, 10. August 2026
House Of The Dragon, Season 03 (2026)
200 Jahre bevor Daenerys Targaryen ihren Anspruch auf den Thron von Westeros geltend machen wird, herrschen ihre Vorfahren des Hauses Targaryen mit ihren Drachen über das Land. Auf dem Eisernen Thron sitzt seit Kurzem König Viserys I. (Paddy Considine), der sich mit seinem gütigen und gerechten Führungsstil aber nicht nur Freunde macht. Vor allem dass für ihn außer Frage steht, dass seine junge Tochter Rhaenyra (Emma D'Arcy) eines Tages seine Nachfolge antreten wird, stößt bei einigen Traditionalisten nicht gerade auf Gegenliebe, die lieber einen weiteren Mann an der Macht sehen würden. Hier kommt Viserys‘ jüngerer Bruder Daemon (Matt Smith) ins Spiel, der ebenfalls nach der Krone strebt und als unerschrockener männlicher Krieger für viele auch als einzig richtige Wahl gilt. Doch wie schon ein altes Sprichwort über die Targaryens besagt, ist bei jedem zweiten Nachkommen des Hauses der Weg des Wahnsinns vorgezeichnet...
https://www.imdb.com/title/tt27147010/
3.1 Salz und See, Feuer und Blut (Salt And Sea, Fire And Blood)
Im Grünen Tal gelingt es Rhaena nach einiger Zeit Schafsdieb zu zähmen. Auf ihrer Flucht werden Aegon und Larys in den Kronlanden von überlebenden Soldaten der Schlacht von Krähenruh gestellt und gefangen genommen. Aegon versucht seine Identität zu verbergen, Larys hingegen enthüllt gegenüber den Soldaten wer sie sind, da sie so wertvolle Gefangene abgeben würden und nicht an Ort und Stelle hingerichtet werden. Alicent wird bei ihrer Rückkehr nach Königsmund von Aemond, der weiterhin als Prinzregent auf dem Eisernen Thron sitzt, zur Rede gestellt und erfährt, dass die Triarchie-Flotte ausgelaufen ist und sich das Heer ihres Cousins Lord Ormund Hohenturm auf dem Weg nach Harrenhal befindet. Ohne seine Kenntnis verfasst Alicent einen Brief im Namen der Krone an Ormund, dessen Männer an Ort und Stelle ausharren sollen, bis Aemond auf Vhagar zu ihnen stoße. Zudem drängt sie ihren Sohn nach Harrenhal zu reisen, wobei es zu einem Kuss zwischen ihr und Aemond kommt. Addam, Hugo und Ulf warten in Harrenhal, um Aemond auflauern zu können, doch Alys überzeugt sie nach Drachenstein zurückzukehren. Zwischenzeitlich vergehen sich Kristons Männer an mehreren Frauen, weswegen Gawan Kriston zur Rede stellt. Derweil gelingt es Daemon und seinen Verbündeten aus den Flusslanden das Lennister-Heer aufzureiben und zu zerschlagen. Kurz nachdem Lord Oscar Daemon berichtet, dass Jason Lennister sich der Gefangennahme entzogen habe, treffen die "Graubärte" der Starks aus dem Norden ein. Ihr Anführer Lord Roderick Staublin präsentiert dabei stolz den Kopf von Jason Lennister und verkündet, sie wären gekommen, um für Königin Rhaenyra zu sterben. Diese informiert unterdessen ihren Rat über Alicents Besuch sowie ihr Versprechen, die Tore von Königsmund zu öffnen. Die Mitglieder des Rats reagieren jedoch mit Skepsis, allen voran Jacaerys, der seiner Mutter zu verdeutlichen versucht, dass Alicent nicht zu trauen sei und sie möglicherweise in eine Falle gelockt werde. Die Triarchie-Flotte unter dem Kommando von Admiral Lohar steckt parallel Hohenflut in Brand, um Corlys zu schaden, ehe in der Gurgel eine Schlacht zwischen ihrer sowie der Velaryon-Flotte entbrennt. Im Verlauf der Schlacht trennt sich jedoch Admiral Lohar von ihrer Flotte, um Corlys zu konfrontieren. Corlys hingegen lockt Lohars Schiff in einen engen Pass, wobei Lohar Tyland Lennister und seine Männer über Bord wirft, um das Gewicht des Schiffs zu verringern. Schließlich rammt Lohar ihr Schiff gegen das ihres Widersachers, wodurch dieses entzweibricht und Corlys im entstehenden Chaos ebenfalls ins Wasser stürzt. Alyn aus Holk attackiert daraufhin Lohar und tötet sie nach einem kurzen Kampf. Baela informiert Rhaenyra schließlich über die Kämpfe in der Gurgel, woraufhin sie selbst in den Kampf ziehen will. Jacaerys wiederum lässt seine Mutter, ihre Zofe und Mysaria von Ser Marbrand in ihren Gemächern einschließen und reitet gemeinsam mit Baela auf Vermax und Mondtänzerin in die Schlacht. Beide richten erheblichen Schaden bei der Triarchie-Flotte an, wobei Vermax allerdings verletzt wird. Auch Rhaena trifft wenig später in der Gurgel ein, jedoch erweist sich Schafsdieb als unkontrollierbar und greift neben der Triarchie-Flotte und der Velaryon-Flotte auch Jacaerys an. Während er Schafsdieb auszuweichen versucht, wird Vermax abermals von einem Skorpion getroffen und ertrinkt, wobei Jacaerys kurz danach von den feindlichen Bogenschützen erschossen wird. - 9/10
Das Tully-Heer und die „Graubärte“ locken Kristons Männer in einen Hinterhalt, indem sie ein Schlachtfeld mit mehreren Leichen vortäuschen, die sich als lebendig herausstellen. Als Lord Oscar und Lord Roderick eintreffen, bittet Kriston darum, das Leben seiner Männer zu verschonen. Zudem fordert er einen Kampf gegen die beiden Lords, wird jedoch unmittelbar danach von Alysanne Schwarzhain mit mehreren Pfeilen erschossen. Derweil rät Daemon Rhaenyra, Ormund und Daeron zu verbrennen, Alyn hingegen mahnt zu Zurückhaltung. Rhaenyra entscheidet sich schließlich dazu, Attentäter zu senden, die sich als Gesandtschaft des Hauses Baratheon ausgeben. Später besucht Rhaenyra Alicent und zeigt sich verärgert über ihren erneuten Fluchtversuch, wobei Alicent Helaenas Schwangerschaft enthüllt. Stärker eigeschränkt in ihrer Bewegungsfreiheit leidet Helaena. Daemon sieht sich währenddessen mit mehreren Goldröcken konfrontiert, die ihre Mäntel an ihn zurückgeben und ihren Dienst niederlegen, trotz vergeblicher Versuche, sie davon abzuhalten. Auf Aegons Anweisung hin vergräbt Tyland den Leichnam von Janos, ehe Aegon beschließt nach Essos zu gehen. In Harrenhal kommen sich Aemond und Alys näher, wobei Alys einen Mann tötet, als er Aemonds Identität lüftet. Später präsentiert sie ihm fünf Dracheneier und schlägt vor gemeinsam zu herrschen, ehe sie sich küssen. Im Grünen Tal erspäht Rhaena ihre Schwester am Himmel, wird dabei jedoch gesehen und nach Hohenehr gebracht, wo Lady Arryn sie schlägt und auffordert, das Tal zu verlassen. Kurz darauf sprechen sich Alyn und Baela auf Drachenstein miteinander aus, ehe es zu einem Kuss zwischen den beiden kommt. Gawan ist zwischenzeitlich in Stolperstadt angekommen und stellt Ormunds Plan infrage. Dieser ist allerdings weiterhin davon überzeugt, dass Rhaenyra nie ihren eigenen Untergebenen opfern würde. Gawan plant nach Altsass zurückzukehren, wird jedoch von Daeron eingeholt, der ihn bittet nicht zu gehen. Nach der Exekution von Leo durch seine Hand hadert Daeron mit seiner Rolle. Unterdessen hört Rhaenyra weitere Bittgesuche der Bevölkerung an, schneidet sich dabei am Eisernen Thron und stürmt kurz danach wieder hinaus. Verkleidet als Goldrock versucht Daemon parallel den Attentäter herauszulocken und tötet ihn schließlich, ehe er Ulf begegnet und diesen zu Boden schlägt. Ormund empfängt derweil die Baratheon-Delegation und zeigt sich zufrieden, doch Gawan identifiziert die Gefolgschaft kurz darauf als Attentäter und überwältigt diese. Entgegen seiner Befehle schleicht sich Hugo ins Innere von Stolperstadt und versucht Kat zu überreden, die Stadt mit ihm verlassen. Kat hingegen besteht darauf, bei ihrer Familie zu bleiben. Alicent verrät Rhaenyra schließlich Aemonds Aufenthaltsort. Im Gegenzug für ihre und Helaenas Freiheit, akzeptiert Alicent Rhaenyras Bedingung, nach Harrenhal zu reisen und Aemond zu töten. Unterdessen wird Corlys, der Alyn weitere Männer versprochen hatte, von Ser Jon Steinern, einem Ritter im Dienste Ormunds, entführt. - 9/10
Die Nachricht von Aegons Rückkehr und Sonnfeuers Überleben wird durch mehrere Raben im ganzen Reich verbreitet und erreicht schließlich auch Rhaenyra in Königsmund, deren Verhalten daraufhin immer rücksichtloser wird. Nachdem sie von Baela konfrontiert wird, entbindet sie Mysaria von ihren Pflichten und verbannt sie nach Pentos. Helaena trifft auf dem Rückweg in den Roten Bergfried auf Mysaria, welche ihr von Aegon sowie Sonnfeuer erzählt und ihr rät, nicht auf Rhaenyra zu hören. Wieder in ihren Gemächern weigert sich Helaena zu essen, weswegen Rhaenyra sie durch ihre Wachen zwangsernähren lässt. Später tritt Rhaenyra in der Rüstung ihrer Vorfahrin Visenya auf und lässt sich in einer Sänfte zur Großen Septe tragen, wobei sie Gottfried von der Prophezeiung erzählt. In der Septe warnt der Hohe Septon Rhaenyra erneut, sich den Glauben nicht zum Feind zu machen, und weigert sich weiterhin sie zu krönen, ehe Alyn den Septon auf Rhaenyras Befehl tötet. Auf dem Rückweg präsentiert sich Rhaenyra der Bevölkerung und erzählt vom Traum von Aegon dem Eroberer, demzufolge ihre Herrschaft vorbestimmt und sie der Prinz sei, der versprochen wurde. Unwissend hört auch Mysaria in der Menge ihrer Rede zu, die bei ihrer Eskortierung doch die Flucht ergreifen konnte. In Stolperstadt schlägt Ormund Daeron zum Ritter. Später befreien Gawan und Daeron den inhaftierten Corlys und schlagen Daemon vor, das Reich aufzuteilen und Daeron von Altsass aus regieren zu lassen, jener lehnt dies jedoch ab. Um zu verhindern, dass Daemon die Stadt verbrennt, lässt Ormund zahlreiche Kinder aus der Stadt auf den Mauern aufstellen. Während die „Graubärte“ unter Verlusten die Mauern von Stolperstadt stürmen, sucht Ormund nach Ulf, schlägt ihn aber, als er ihn betrunken vorfindet. Aemond leidet derweil in Harrenhal weiterhin an Albträumen und erfährt von Alys, dass sie bereits seit der Zeit von Harren dem Schwarzen in der Burg lebe, einst ihren Sohn erfolglos mit Magie zu retten versuchte und nach einem Selbstmordversuch ihre Unsterblichkeit entdeckte. Später trifft Aegon in Harrenhal ein und konfrontiert Aemond, der um Vergebung bittet. Aegon lehnt dies jedoch ab und überzeugt ihn gemeinsam nach Vhagar zu suchen, ehe sie in Stolperstadt Daeron sowie das Hohenturm-Heer unter seinem Banner vereinen und den Eisernen Thron zurückerobern würden. Unterdessen durchbricht Daemon mit Caraxes das Stadttor von Stolperstadt und ermöglicht seinen Verbündeten einen Weg hinein, wobei Lord Roderick persönlich den Kampf mit Ormund sucht. Obwohl Ormund seinen Schwertarm abtrennt, verwundet ihn Lord Roderick unmittelbar danach tödlich. Kurz darauf erscheint Ulf auf seinem Drachen Silberschwinge, verbrennt beide und lässt Feuer auf Stolperstadt regnen, nachdem er zuvor bereits das Tully-Heer angegriffen hatte. Inmitten des Chaos duellieren sich Daemon und Jon Steinern, ehe ihr Duell durch ein einstürzendes Haus unterbrochen wird und Hugo findet Kats Leichnam. Corlys, der zwischenzeitlich fliehen konnte, überzeugt Daemon schließlich zum Rückzug, während Gawan nach Daeron sucht. Parallel stürzt sich Helaena in Königsmund aus einem Fenster in den Tod. Alicent entdeckt derweil in der Wildnis mehrere Schmetterlinge. Beim Inspizieren von Helaenas Zimmer findet Rhaenyra kurz danach den Wandteppich, an dem Helaena zuvor gearbeitet hatte, dessen Ende Rhaenyra blutend auf dem Eisernen Thron zeigt, ehe sie das Fenster schließt. - 9/10
Quellen:
Inhaltsangabe: Warner Bros.
Poster/Artwork: HBO/Warner Bros.
Hellraiser: Revelations - Hellraiser IX: Revelations - Hellraiser Revelations: Die Offenbarung (2011)
https://letterboxd.com/film/hellraiser-revelations/
Die Freunde Nico (Jay Gillespie) und Steven (Nick Eversman) begeben sich auf einen Trip nach Mexiko, um dort so richtig einen drauf zu machen. Die beiden Teenager müssen jedoch schnell einsehen, dass ihr Party-Urlaub bald ein jähes Ende finden wird, denn sie entdecken den Höllenwürfel. Daraufhin werden sie in ihrem Hotelzimmer von einem seltsamen Mann mit Nägeln im Kopf, bekennat als "Pinhead" (Stephan Smith Collins), attackiert - und verschwinden scheinbar spurlos. Die mexikanischen Behörden schicken Nicos und Stevens Eigentum an deren Familie zurück. Darunter ist auch ein seltsamer Puzzlewürfel, der außerdem in dem Video zu sehen ist, das Steven kurz vor ihrem mysteriösen Verschwinden gedreht hat. Die Eltern der Jungs kommen nach einem Jahr in Gedenken an ihre verlorengegangenen Söhne zu einem Abendessen zusammen. Stevens Schwester Emma (Tracey Fairaway) spielt mit dem eigenartigen Würfel herum und plötzlich taucht Steven auf, völlig außer sich und mit Blut bedeckt. Ebenso erscheint Pinhead und will nun allen Anwesenden den Garaus machen...
Die titelgebende Offenbarung bleibt hier aus. Okay, die "Hellraiser"-Reihe hatte nach den ersten beiden Filmen bereits mehrfach mit sinkender Qualität zu kämpfen. Dennoch besaßen selbst schwächere Fortsetzungen wie "Hellraiser: Inferno", "Hellraiser: Deader" oder ""Hellraiser: Hellworld" zumindest einzelne interessante Ideen oder eine stimmige Atmosphäre. "Hellraiser: Revelations" hingegen markiert den absoluten Tiefpunkt der gesamten Reihe. Der Film entstand in kürzester Zeit und mit äußerst geringem Budget - hauptsächlich, damit das Studio die Rechte an der Marke behalten konnte. Dieses Entstehungsgeschichte merkt man dem Endprodukt leider in nahezu jeder Minute an. Statt einer düsteren, mystischen Höllenvision wirkt vieles wie eine beliebige Low-Budget-Horrorproduktion. Die Kulissen sind schlicht, die Kameraarbeit uninspiriert und die Beleuchtung erinnert eher an eine Fernsehproduktion als an einen Kinofilm. Von der unheimlichen Eleganz der ersten "Hellraiser"-Filme bleibt praktisch nichts übrig.
Die Geschichte besteht fast ausschließlich aus bekannten Versatzstücken früherer Teile, ohne daraus etwas Eigenständiges zu entwickeln. Figuren handeln häufig irrational, Dialoge wirken hölzern, und die wenigen Wendungen sind entweder vorhersehbar oder kaum nachvollziehbar - statt psychologischem Horror gibt es eine Aneinanderreihung beliebiger Szenen, die kaum einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Die jungen Darsteller bemühen sich zwar, bleiben jedoch weitgehend blass. Ihre Figuren erhalten kaum Profil, sodass es schwerfällt, emotionale Bindung zu ihnen aufzubauen. Dadurch verlieren selbst dramatische Momente schnell an Wirkung. Besonders schmerzhaft ist allerdings die Darstellung von Pinhead. Erstmals in der Geschichte der Reihe wird die ikonische Figur nicht von Doug Bradley verkörpert, sondern von Stephan Smith Collins. Dass Bradley ausstieg, lag unter anderem an der überhasteten Produktion und dem schwachen Drehbuch. Collins gibt sich zwar Mühe, doch ihm fehlen sowohl die markante Präsenz als auch die bedrohliche Ausstrahlung seines Vorgängers. Hinzu kommt, dass Maske und Kostüm deutlich günstiger wirken als in früheren Filmen. Das Ergebnis ist ein Pinhead, der eher wie eine Cosplay-Version der Kultfigur erscheint als wie der furchteinflößende Hohepriester der Cenobiten.
Zwar setzt der Film teilweise noch auf praktische Make-up-Effekte, doch das knappe Budget ist unübersehbar. Viele Gore-Momente wirken billig, die Cenobiten verlieren durch ihr wenig überzeugendes Design viel von ihrer einstigen Faszination, und der Film schafft es kaum, verstörende Bilder zu erzeugen. Was "Hellraiser: Revelations" zusätzlich schadet, ist sein völliger Mangel an Atmosphäre. Der Film verlässt sich eine austauschbare Teenie-Horror-Geschichte, die genauso gut ohne den Namen "Hellraiser" hätte erscheinen können. Und statt eines schockierenden Abschlusses bleibt lediglich das Gefühl zurück, einen Film gesehen zu haben, der nie verstanden hat, was die Reihe ursprünglich so besonders gemacht hat.
1,5/10
Sonntag, 9. August 2026
ゴールデンカムイ 網走監獄襲撃編 - Gōruden Kamui 3: Abashiri kangoku shūgeki - Golden Kamuy: The Abashiri Prison Raid (2026)
https://letterboxd.com/film/golden-kamuy-the-abashiri-prison-raid/
Die Suche nach dem legendären Goldschatz der Ainu geht für den Ex-Soldaten Sugimoto (Kento Yamazaki), das Ainu-Mädchen Asirpa (Anna Yamada) und ihre Verbündeten weiter. Diesmal müssen sie in das als ausbruchsicher geltende Gefängnis Abashiri eindringen, wo neben 700 weiteren Insassen der Mann einsitzt, der einst die Tattoo-Schatzkarte auf den Körpern von 24 entflohenen Kriminellen, Psychopathen und Serienkillern erstellt haben soll. Doch auch die anderen Fraktionen, die es auf das Gold abgesehen haben, haben den Weg zum Hochsicherheitsgefängnis gefunden und als sie aufeinanderprallen, kommt es zu einer epischen Schlacht.
Mit "Golden Kamuy: The Abashiri Prison Raid" setzt Netflix die Realverfilmung des japanischen Abenteuerstoffs konsequent fort. Während der Film von 2024 noch vor allem die Figuren, die Welt und die ungewöhnliche Schatzsuche etablierte, verlagert sich der Fokus nun stärker auf die eigentliche Handlung. Das Ergebnis ist ein temporeiches Abenteuer mit eindrucksvollen Actionsequenzen und einer faszinierenden historischen Kulisse - allerdings auch ein Film, der Neueinsteiger häufiger zurücklässt, als ihm guttut. Die Geschichte knüpft an den Film und die 9-teilige Serie, die den zweiten Teil der Geschichte darstellt, unmittelbar an und führt Saichi Sugimoto und Asirpa auf ihrer Suche nach dem legendären Gold der Ainu zum berüchtigten Gefängnis von Abashiri. Dort kreuzen sich die Wege verschiedener Fraktionen, deren Interessen zunehmend aufeinanderprallen. Aus der vergleichsweise geradlinigen Schatzsuche des ersten Films entwickelt sich ein deutlich komplexerer Abenteuerthriller, der politische Machtspiele, persönliche Motive und spektakuläre Auseinandersetzungen miteinander verbindet.
Wie schon der erste Teil überzeugt auch die Fortsetzung vor allem durch ihre außergewöhnliche Mischung aus Historienfilm, Western, Action und schwarzem Humor. Die winterlichen Landschaften Hokkaidōs sehen erneut beeindruckend aus und verleihen dem Film eine unverwechselbare Atmosphäre. Besonders die detailreiche Ausstattung und die authentisch wirkenden Schauplätze tragen dazu bei, dass sich das frühe 20. Jahrhundert glaubwürdig anfühlt. Auch die Kultur der Ainu bleibt erfreulicherweise ein wichtiger Bestandteil der Geschichte und sorgt dafür, dass sich auch "Golden Kamuy: The Abashiri Prison Raid" von gewöhnlichen Abenteuerfilmen angenehm abhebt. Kento Yamazaki spielt den unverwüstlichen Sugimoto erneut mit der passenden Mischung aus stoischer Entschlossenheit und trockenem Humor. Anna Yamada verleiht Asirpa weiterhin Eigenständigkeit und Charisma, sodass ihre Beziehung das emotionale Zentrum des Films bildet. Gleichzeitig wächst das Ensemble deutlich an. Viele neue Figuren bereichern zwar die Handlung, verlangen einem aber auch einiges an Aufmerksamkeit ab. Gerade wenn man den ersten Film vor längerer Zeit geschaut hat oder die Vorlage überhaupt nicht kennt, dürften man bei den zahlreichen Bündnissen, Rivalitäten und wechselnden Loyalitäten gelegentlich den Überblick verlieren.Auch inszenatorisch legt die Fortsetzung zu. Die Kämpfe sind dynamischer choreografiert, die Gefängnissequenzen entwickeln ordentlich Spannung und das höhere Tempo sorgt dafür, dass die über zweistündige Laufzeit selten zäh wirkt. Gleichzeitig verliert der Film dadurch aber etwas von der Ruhe, mit der der Vorgänger seine Figuren noch entwickeln konnte. Der Film baut sehr stark auf bereits etablierte Figuren und Handlungsstränge und deshalb seine Eigenständigkeit im direkten Vergleich zum Vorgänger einbüßt. Und genau darin liegt letztlich auch die größte Schwäche. "Golden Kamuy: The Abashiri Prison Raid" funktioniert weniger als eigenständiger Film denn als weiteres Kapitel einer größeren Geschichte. Viele Charaktere erhalten auch hier nur kurze Auftritte, manche Entwicklungen wirken eher wie Vorbereitungen auf kommende Ereignisse als abgeschlossene Erzählbögen. Wenn man hingegen bereits den ersten Film mochte, weiß man allerdings genau diese Kontinuität zu schätzen.
"Golden Kamuy: The Abashiri Prison Raid" steigert die Action, erweitert die faszinierende Welt des Vorgängers und bleibt seinem ungewöhnlichen Genremix treu. Gleichzeitig verlangt die Fortsetzung einem noch mehr Vorwissen ab und verliert durch die Vielzahl an Figuren etwas an erzählerischer Klarheit. Da ich mit dem ersten Films gut unterhalten wurde, hat der Teil hier einen klaren Vorteil, Neueinsteiger dagegen dürften sich schwerer tun. Damit bleibt auch der zweite Kinofilm eine gelungene, aber nicht durchweg überzeugende Manga-Adaption.





























