Mittwoch, 17. Juni 2026

Killer Elite (2011)

https://www.imdb.com/de/title/tt1448755/

Mexiko im Jahre 1979: Nach einem einschneidenden Einsatz entschließt sich der Auftragskiller Danny Bryce (Jason Statham) seine blutige Profession endgültig aufzugeben. Doch sein Mentor und Freund Hunter (Robert De Niro) will noch einmal richtig absahnen, gerät dabei aber an einen besonders heiklen Auftrag. Ohne zu wissen, wen er eigentlich umbringen soll, nimmt er von einem omanischen Scheich sechs Millionen Dollar an. Als er jedoch erfährt, dass es sich bei den Zielpersonen um vier Ex-Mitglieder der berüchtigten britischen Militär-Spezialeinheit SAS (British Special Air Service) handelt, versucht er zu fliehen, wird jedoch von den Männer des Scheichs am Flughafen wieder aufgegriffen. Nun ist es an Danny, aus dem Ruhestand zurückzukehren und den Job zu Ende zu bringen, damit sein langjähriger Weggefährte Hunter nicht im Kerker des Scheichs verrotten muss...

Es gibt Actionfilme, die ihre Schauwerte offen vor sich hertragen. Und es gibt Filme wie "Killer Elite", die zunächst wie ein gewöhnlicher Jason-Statham-Actioner wirken, tatsächlich aber versuchen, mehr zu sein: ein Spionagethriller, ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen gleichwertigen Gegnern und ein moralisch ambivalentes Drama über Loyalität, Pflicht und die Kosten professioneller Gewalt. Die lose Verfilmung des umstrittenem, biografischen Romans "The Feather Men" des Abenteurers, Forschers und ehemaligen Soldaten des britischen Special Air Service Sir Ranulph Fiennes ist das Regiedebüt von Gary McKendry, der eine Besetzung versammelte, die selbst heute noch beeindruckt: Jason Statham, Clive Owen und Robert De Niro in einem internationalen Thriller, der  hohe Erwartungen schürt. 

Eine der größten Stärken des Films liegt in seiner ungewöhnlich ernsten Herangehensweise. Obwohl Jason Statham die Hauptrolle spielt, handelt es sich nicht um einen typischen Actionfilm, der ausschließlich auf Explosionen und spektakuläre Stunts setzt. Stattdessen bemüht sich "Killer Elite" um eine vergleichsweise realistische Darstellung professioneller Söldner und Geheimdienstoperationen. Viele Auseinandersetzungen wirken bewusst bodenständig und gefährlich, ohne die übertriebene Unverwundbarkeit, die man aus vielen Genrevertretern kennt. Interessanter ist da noch das Duell mit Clive Owen, der als Spike einen intelligenten und äußerst gefährlichen Gegenspieler verkörpert. Owen verleiht seiner Figur eine ruhige Bedrohlichkeit, die viele Szenen spürbar aufwertet. Ergänzt wird das Ensemble durch Robert De Niro, der zwar vergleichsweise wenig Leinwandzeit erhält, seiner Rolle als erfahrener Mentor jedoch die nötige Autorität verleiht. Visuell setzt der Film auf eine raue, fast dokumentarische Atmosphäre. Die internationalen Schauplätze, die nüchterne Inszenierung und die bewusst geerdete Action schaffen ein glaubwürdiges Umfeld, das gut zur Geschichte passt. Gleichzeitig erweist sich genau dieser Realismus als zweischneidiges Schwert. Die ernsthafte Tonlage passt, jedoch verlangt der Film volle Aufmerksamkeit beim Zuschauer, um die teilweise komplizierte Handlung und das gelegentlich unausgewogene Erzähltempo auszugleichen. Einige Wendungen wirken unnötig verschachtelt, wodurch die Spannung auch nicht immer ihr volles Potenzial entfalten kann. 

Dennoch besitzt "Killer Elite" Qualitäten, die ihn von vielen austauschbaren Actionfilmen der frühen 2010er-Jahre unterscheiden. Die starke Besetzung, die glaubwürdige Atmosphäre und die vergleichsweise intelligente Herangehensweise sorgen dafür, dass der Film auch Jahre nach seiner Veröffentlichung noch sehenswert bleibt. Er mag weder die emotionale Tiefe eines großen Spionagedramas noch die spektakuläre Wucht moderner Blockbuster erreichen, bietet aber solide, erwachsene Unterhaltung für Zuschauer, die einen etwas bodenständigeren Thriller bevorzugen. Letztlich ist "Killer Elite" ein Film, der mehr Wert auf Spannung, Charaktere und strategische Konflikte legt als auf reine Action. Nicht jede erzählerische Entscheidung geht dabei vollständig auf, doch die starke Besetzung und die ernsthafte Inszenierung machen ihn zu einem etwas überdurchschnittlichen Vertreter seines Genres.

6/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/ArtworkOpen Road Films/Current Entertainment/Omnilab Media/Ambience Entertainment/International Traders/Sighvatsson Films/Palomar Pictures/Film Victoria/Wales Creative IP Fund/Agora Films/Mascot Pictures Wales

Dienstag, 16. Juni 2026

Masters Of The Universe (1987)

https://www.imdb.com/de/title/tt0093507/

Der Planet Eternia ist dem Untergang geweiht. Der finstere Herrscher Skeletor (Frank Langella) hat die Zauberin von Grayskull (Christina Pickles) in seine Gewalt gebracht, um mit ihrer Macht den Planet endgültig zu unterjochen. Die wenigen Widerstandskämpfer um den muskulösen Helden He-Man (Dolph Lundgren) scheinen chancenlos. Mit seinen treuen Weggefährten, der Palastwache Man-At-Arms (Jon Cypher) und dessen Tochter Teela (Chelsea Field), startet der blonde Krieger einen letzten Befreiungsversuch. Mit einem von dem Zwerg Gwildor (Billy Barty) erfundenen Cosmic-Key teleportieren sie sich mitten in Skeletors dunkle Burg. Doch dessen Truppen sind zu mächtig und die Helden müssen fliehen.

Als 1987 mit "Masters Of The Universe" die erste Realverfilmung der populären He-Man-Spielzeug- und Zeichentrickserie in die Kinos kam, schien alles für ein Fantasy-Spektakel der Extraklasse vorbereitet zu sein. Die Marke war auf dem Höhepunkt ihrer Popularität, die Figuren hatten längst Kultstatus erreicht, und mit dem schwedischen Muskelpaket Dolph Lundgren stand ein Darsteller vor der Kamera, der optisch wie aus einer Mattel-Verpackung entsprungen wirkte. Das Ergebnis jedoch wurde bei seiner Veröffentlichung kritisch aufgenommen und entwickelte sich erst Jahre später zu einem Kultfilm mit leidenschaftlicher Fangemeinde. Regisseur Gary Goddard erzählt die Geschichte des ewigen Konflikts zwischen He-Man und seinem Erzfeind Skeletor. Nachdem Skeletor Castle Grayskull erobert hat und kurz davorsteht, uneingeschränkte Macht über Eternia zu erlangen, geraten He-Man und seine Verbündeten durch einen kosmischen Schlüssel auf die Erde. Dort treffen sie auf die Jugendlichen Julie und Kevin, gespielt von der damals noch weitgehend unbekannten Courteney Cox und Robert Duncan McNeill. Was folgt, ist eine Mischung aus Science-Fiction-Abenteuer, Fantasy-Märchen und klassischem Achtzigerjahre-Actionfilm. 

Die größte Stärke des Films ist zugleich die offensichtlichste: seine kompromisslose Hingabe an das fantastische Material. Obwohl das Budget der Produktion sichtbar begrenzt war, gelingt es dem Film erstaunlich oft, eine glaubwürdige Welt zu erschaffen. Die Kostüme, Masken und Kulissen besitzen heute einen nostalgischen Charme, der digitalen Effekten moderner Produktionen häufig abgeht. Besonders Skeletors Truppen, die düsteren Hallen von Grayskull und die praktische Maskenarbeit verleihen dem Film eine greifbare, handgemachte Qualität. Wo viele Literatur- und Spielzeugverfilmungen ihrer Zeit an mangelndem Ehrgeiz scheiterten, besitzt "Masters Of The Universe" zumindest den Mut, groß zu träumen. Das Problem besteht allerdings darin, dass die finanziellen Möglichkeiten diesen Ambitionen nicht immer folgen konnten. Aus Kostengründen verlagert sich ein Großteil der Handlung von der exotischen Welt Eternia in eine amerikanische Kleinstadt. Dieser kreative Kompromiss wurde bereits bei Erscheinen vielfach kritisiert und gilt bis heute als einer der größten Schwachpunkte des Films. Fans der Vorlage vermissten zahlreiche bekannte Figuren, Schauplätze und die epische Atmosphäre der Zeichentrickserie.

Auch die Titelfigur selbst bleibt überraschend blass. Lundgren bringt zwar die imposante Erscheinung und physische Präsenz mit, die man von He-Man erwartet, doch schauspielerisch bleibt seine Darstellung begrenzt. Dialoge und emotionale Momente gehören nicht zu seinen größten Stärken. Trotzdem wirkt er nie fehlbesetzt - vielmehr verkörpert er eine Comicfigur, die ohnehin weniger durch psychologische Tiefe als durch heroische Ausstrahlung definiert wird. Ganz anders verhält es sich mit Skeletor. Die Darstellung von Frank Langella ist der eigentliche Grund, weshalb man diesen Film auch heute noch sehen sollte. Langella spielt den ikonischen Schurken nicht wie eine Karikatur, sondern mit einer Ernsthaftigkeit und Theatralik, die jede Szene aufwertet. Seine Performance bewegt sich irgendwo zwischen Shakespeare-Bösewicht und Comic-Supervillain - übertrieben, aber niemals lächerlich. 

Letztlich ist "Masters Of The Universe" ein Film voller Widersprüche. Er ist gleichzeitig ambitioniert und eingeschränkt, episch und provinziell, faszinierend und unbeholfen. Als werkgetreue He-Man-Adaption funktioniert er nur bedingt. Als fantasievolles Science-Fiction-Abenteuer der Achtzigerjahre dagegen besitzt er einen eigenwilligen Charme, dem man sich nur schwer entziehen kann. Wer eine perfekte Umsetzung der Vorlage erwartet, wird enttäuscht sein. Wer jedoch bereit ist, sich auf ein nostalgisches Abenteuer voller praktischer Effekte, überlebensgroßer Figuren und einer grandiosen Schurkenperformance einzulassen, entdeckt einen Kultfilm, dessen Herz deutlich größer ist als sein Budget. Seine Fehler sind offensichtlich, seine Stärken jedoch ebenso - und genau deshalb wird er auch fast vier Jahrzehnte nach seiner Veröffentlichung noch immer diskutiert. 

5,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/ArtworkPressman Film/The Cannon Group/Golan-Globus Productions

Operation Fortune: Ruse de Guerre - Operation Fortune (2023)

https://www.imdb.com/title/tt7985704/

Der MI6-Agent Orson Fortune (Jason Statham) wird damit beauftragt, einen äußerst brisanten Waffendeal aufzuklären, doch dabei bleibt es nicht. Dieser Waffendeal ist äußerst gefährlich und könnte die Welt in den Abgrund stürzen, schließlich sind die Waffen mit einer neuen Technik ausgestattet. So ganz nebenbei muss er die Menschheit also vor der Bedrohung durch eine neue Waffentechnologie retten. Rekrutiert von einem globalen Geheimdienst-Bündnis von Großbritannien, Australien, Neuseeland, Kanada und den USA, muss er zusammen mit der CIA-High-Tech-Expertin Sarah Fidel (Aubrey Plaza) den reichen Waffenhändler Greg Simmonds (Hugh Grant) aufspüren und ihn davor bewahren, die Welt ins Chaos zu stürzen. Als Ablenkungsmanöver soll dabei niemand Geringeres als Hollywoodstar Danny Francesco (Josh Hartnett) dienen, der so ganz nebenbei auch als einer der besten Agenten der Welt gilt.

Mit "Operation Fortune: Ruse de Guerre" kehrte Regisseur Guy Ritchie 2023 zu jenem Terrain zurück, das ihm besonders liegt: elegante Gauner, scharfzüngige Dialoge, internationale Schauplätze und Figuren, die selbst in Lebensgefahr noch einen lockeren Spruch auf den Lippen haben. Das Ergebnis ist ein Spionage-Abenteuer, das sich unverkennbar an klassischen Agentenfilmen orientiert, dabei jedoch die typische Ritchie-Mischung aus britischem Humor, exzentrischen Charakteren und selbstironischem Stilbewusstsein einbringt. Die Kritiker reagierten zwar gespalten, während das Publikum deutlich positiver urteilte, doch gerade diese Diskrepanz macht den Film interessant. Im Mittelpunkt steht der Elite-Agent Orson Fortune, gespielt von Jason Statham. Gemeinsam mit seinem Team soll er den Verkauf einer geheimnisvollen Technologie verhindern, die das globale Machtgefüge destabilisieren könnte. Um an den exzentrischen Waffenhändler Greg Simmonds heranzukommen, muss die Gruppe einen ungewöhnlichen Plan verfolgen: Sie rekrutiert den berühmten Hollywood-Star Danny Francesco als Lockvogel. Was folgt, ist eine weltumspannende Mission voller Täuschungen, Identitätswechsel und doppelter Spiele.


Wer bei diesem Szenario an eine Mischung aus James Bond, "Mission: Impossible" und den leichteren Spionagefilmen der 1960er-Jahre denkt, liegt nicht falsch. Ritchie interessiert sich weniger für politische Komplexität oder realistische Geheimdienstarbeit als für die Freude am Spiel. "Operation Fortune" lebt von seinem Tempo, seinem Glamour und dem offensichtlichen Vergnügen, das die Darsteller an ihren Rollen haben. Dabei profitiert der Film besonders von seinem Ensemble. Statham bewegt sich souverän innerhalb jener Rolle, die er in den vergangenen Jahren perfektioniert hat: der professionelle, wortkarge Spezialist, der jede Situation unter Kontrolle zu haben scheint. Überraschenderweise gehört die eigentliche Show jedoch anderen Darstellern. Vor allem Hugh Grant stiehlt beinahe jede Szene, in der er auftritt. Als milliardenschwerer Waffenhändler Greg Simmonds bewegt er sich irgendwo zwischen charmantem Lebemann, selbstverliebtem Geschäftsmann und gefährlichem Opportunisten. Auch Josh Hartnett sorgt für einige der unterhaltsamsten Momente. Seine Darstellung des Filmstars Danny Francesco bringt eine selbstironische Komponente ins Geschehen, die hervorragend mit Ritchies Humor harmoniert. Der Film gewinnt immer dann an Leichtigkeit, wenn er sich auf das Zusammenspiel seiner Figuren konzentriert und weniger auf die eigentliche Geheimoperation. Visuell erfüllt "Operation Fortune" nahezu alle Erwartungen an einen modernen Agententhriller. Luxushotels, Privatjets, exotische Schauplätze und maßgeschneiderte Anzüge sorgen für eine elegante Atmosphäre. Ritchie inszeniert das Geschehen mit gewohnt sicherem Gespür für Rhythmus und Stil. Die Actionsequenzen sind kompetent umgesetzt, auch wenn sie selten jene Wucht oder Kreativität erreichen, die man aus den besten Genrevertretern kennt. Genau hier liegt allerdings auch die größte Schwäche des Films. Trotz seiner Attraktivität bleibt die Handlung erstaunlich dünn. Die Geschichte ist zwar elegant verpackt, aber letztlich wenig substanziell. Der Film ist unterhaltsam, aber oberflächlich - ein Werk, das sich stärker auf Stil und Starpower als auf Spannung oder erzählerische Tiefe verlässt. Das zentrale Mysterium um die ominöse Technologie bleibt bewusst vage, die Gegenspieler besitzen nur begrenzte Konturen, und manche Wendungen wirken eher funktional als wirklich überraschend. Gleichzeitig scheint dies jedoch eine bewusste Entscheidung zu sein. "Operation Fortune" möchte kein komplexer Agententhriller sein. Er versteht sich vielmehr als leichtfüßige Unterhaltung, die ihre Figuren und ihren Humor über die Logik der Handlung stellt.

Letztlich ist "Operation Fortune: Ruse de Guerre" kein großer Wurf im Spionagegenre. Doch er versucht auch gar nicht, mit diesen Schwergewichten zu konkurrieren. Stattdessen liefert Guy Ritchie einen entspannten, selbstbewussten und oft amüsanten Agentenfilm ab, der sich vor allem auf seine charismatischen Darsteller verlässt. Wer nach einer tiefgründigen Spionagegeschichte sucht, dürfte enttäuscht werden. Wer jedoch Lust auf zwei Stunden voller internationaler Schauplätze, trockener Pointen, stilvoller Inszenierung und sichtbar spielfreudiger Stars hat, findet hier einen Film, der genau weiß, was er sein möchte - und genau deshalb über weite Strecken ausgesprochen vergnüglich ist. 

6/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/ArtworkMiramax/STXfilms/Toff Guy Films

Montag, 15. Juni 2026

Dead Calm - Todesstille (1989)

https://www.imdb.com/de/title/tt0097162/

John (Sam Neill) und Rae (Nicole Kidman) haben eine ungemein schmerzvolle und harte Zeit hinter sich. Nach einem schweren Unfall, der beider Leben nachhaltig verändert hat, versuchen sie mit einem Bootstrip dem Alltag zu entkommen, ihre Gedanken zu ordnen und ihre schlimmen Erfahrungen in irgendeiner Weise verarbeiten zu können. Alles scheint gut zu gehen, auf hoher See ist das Leben so friedlich und idyllisch, dass für ein paar Momente, der Gedanke an die Rückkehr in einen normalen Alltag greifbar erscheint. Doch dann sehen sie wie ein Schiff im Meer versinkt und es nur einen Überlebenden gibt, der hilfesuchend auf ihr Boot zu rudert. Der Fremde, der sich als Hughie (Billy Zane) vorstellt, gibt an, dass die gesamte Crew an einer Lebensmittelvergiftung gestorben sei und das Schiff nun zu sinken begonnen hat. John hingegen ist misstrauisch und als er sich auf eine Erkundungstour macht, scheinen sich seine dunklen Vorahnungen zu bestätigen…

Phillip Noyces "Todesstille" ist ein Thriller, der seine Kraft nicht aus spektakulären Explosionen oder komplexen Handlungssträngen bezieht, sondern aus einem tiefen psychologischen Druck, der fast greifbar zwischen den Protagonisten und der unendlichen Leere des Pazifiks entsteht. Schon die Ausgangssituation ist minimalistisch, fast beängstigend. Noyce nutzt die Weite des Meeres, die Enge des Segelbootes und die Isolation der Charaktere als psychologisches Spielfeld. Die Kameraarbeit von Dean Semler ist bemerkenswert: Sie fängt nicht nur die Schönheit und Bedrohlichkeit des Ozeans ein, sondern erzeugt durch lange, stille Einstellungen eine beklemmende Atmosphäre. Besonders effektiv sind die Sequenzen, in denen das Boot scheinbar endlos in der leeren See treibt, während das Böse an Bord lauert - Momente, die den Zuschauer fast physisch fühlen lassen, wie es ist, gefangen zu sein.

Nicole Kidman liefert eine ihrer frühen Karriereleistungen, die bereits die Vielschichtigkeit ihrer späteren Rollen erahnen lässt. Ihre Rae ist keine passive Opferfigur, sondern eine Frau, deren Intelligenz, Mut und Entschlossenheit den emotionalen Kern des Films tragen. Sam Neill als John bildet den ruhigen, pragmatischen Gegenpol, während Billy Zane als Hughie die pure Bedrohung verkörpert: charmant, aber unberechenbar, eine Figur, die Furcht ausstrahlt, ohne dass er viel Gewalt zeigen muss. Was "Todesstille" besonders auszeichnet, ist seine Fähigkeit, Spannung aus Reduktion zu erzeugen. Psychologische Manipulation, ständige Unsicherheit und die existenzielle Bedrohung durch die Natur selbst stehen im Vordergrund. Die Konzentration auf die Charaktere und die klaustrophobische Atmosphäre verstärken den positiven Eindruck; die Spannung und die Leistung der Hauptdarsteller ebenso. Auch die Dramaturgie ist präzise konstruiert: Jede Handlung, jedes Gespräch und jede Entscheidung der Charaktere trägt zur schleichenden Eskalation bei. Der Film setzt geschickt auf den Kontrast zwischen Ruhe und Gewalt, zwischen Schönheit und Bedrohung. Der Ozean ist nicht nur Hintergrund, sondern aktiver Teil des Horrors: Eine endlose, unberechenbare Kraft, die die Figuren gefangen hält und die psychologische Spannung verstärkt.

"Todesstille" ist damit ein Paradebeispiel für psychologischen Thriller, der sich aus wenigen Zutaten nährt - starke Charaktere, minimalistische Kulissen und meisterhafte Spannungserzeugung. Phillip Noyce beweist, dass Horror und Bedrohung nicht immer laut oder spektakulär sein müssen; manchmal reicht die stille Weite des Meeres, um Angst und Beklemmung in beinahe körperlicher Intensität zu erzeugen. Jahrzehnte nach seiner Veröffentlichung bleibt "Todesstille" ein intensiver, mitreißender Thriller, der sowohl Fans klassischer Spannung als auch Neulinge im Genre überzeugt.

7/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/ArtworkWarner Bros./Kennedy Miller Productions

The Testament Of Ann Lee (2025)

https://www.imdb.com/title/tt34819091/

Ann Lee (Amanda Seyfried) wächst im vorindustriellen Manchester auf. Diese Zeit bringt vor allem für einfache Arbeiter und Arbeiterinnen zahlreiche Entbehrungen mit sich. Schon früh kann Ann kein Kind mehr sein und muss in der Baumwollspinnerei schuften. Ein traumatisches Erlebnis im Zusammenhang mit dem Sexualleben ihrer Eltern brennt sich nachhaltig in Anns Gedächtnis ein – und zwar so sehr, dass sie später nur das Zölibat als Weg aus der Sünde begreifen kann. Getrieben von dieser vermeintlichen Erkenntnis und gebeutelt vom Verlust aller ihrer vier Kinder im sehr frühen Kindheitsalter, sucht sie zusammen mit Gleichgesinnten nach einem neuen Leben in Amerika. Doch dort wächst der Spalt zwischen ihr und ihrem das Zölibat ablehnenden Mann William (Lewis Pullman) nur noch weiter auf dem Boden fundamentalistischer Religiösität. Und auch die Menschen um sie herum stehen ihr und ihren Anhänger und Anhängerinnen nicht nur zunehmend misstrauisch gegenüber, sie bezichtigen sie sogar der Hexerei, was schwerwiegende Folgen nach sich zieht...

Mit "The Testament Of Ann Lee" liefert Regisseurin Mona Fastvold eines der ungewöhnlichsten Historienfilme der letzten Jahre ab. Die Verfilmung der Lebensgeschichte von Ann Lee ist weder klassisches Biopic noch konventionelles Historiendrama. Stattdessen entsteht ein faszinierendes Werk an der Schnittstelle von religiöser Vision, Musical und Charakterstudie - getragen von einer herausragenden Hauptdarstellerin und einer Inszenierung, die sich bewusst jeder einfachen Einordnung entzieht. Es ist eine geradezu hypnotische Meditation über Glauben, Hingabe und weibliche Führung. Im Mittelpunkt steht Ann Lee, die Gründerin der Shaker-Bewegung im 18. Jahrhundert. Von ihren Anhängern als spirituelle Erlöserfigur verehrt, predigte sie Gleichberechtigung der Geschlechter, gemeinschaftliches Leben und sexuelle Enthaltsamkeit. Der Film begleitet ihren Weg von persönlichen Verlusten und gesellschaftlicher Ausgrenzung bis hin zur Gründung einer religiösen Gemeinschaft, die ihre Anhänger gleichermaßen inspirierte und herausforderte. 

Die größte Stärke des Films ist zweifellos die Darstellung von Amanda Seyfried. Seyfried verleiht der historischen Figur eine bemerkenswerte Mischung aus Verletzlichkeit, Entschlossenheit und spiritueller Überzeugungskraft. Sie spielt Ann Lee nicht als Heilige, sondern als komplexe Persönlichkeit, deren innere Überzeugung ebenso faszinierend wie beunruhigend wirken kann. Vermutlich ist diese Rolle eine der stärksten Leistungen ihrer Karriere. Fastvold interessiert sich dabei weniger für historische Fakten als für die emotionale Erfahrung von Glauben. Traditionelle Shaker-Hymnen werden in eindrucksvolle musikalische und choreografische Sequenzen verwandelt, die dem Film eine beinahe tranceartige Atmosphäre verleihen. Diese Momente gehören zu den visuell beeindruckendsten Szenen des Films und machen das Werk gleichzeitig mutig, originell und außergewöhnlich. Auch die technische Umsetzung überzeugt. Die sorgfältig komponierten Bilder, das natürliche Licht und die detailreiche Ausstattung erschaffen eine Vergangenheit, die sich greifbar und lebendig anfühlt. Gleichzeitig erzeugt die Inszenierung eine fast mystische Distanz, die perfekt zur Thematik passt. Der Film versucht nicht, seinen Glauben rational zu erklären - er möchte ihn spürbar machen. 

Allerdings ist "The Testament Of Ann Lee" kein Film für jedes Publikum. Das langsame Erzähltempo und die große Ernsthaftigkeit der Inszenierung könnten viele Zuschauer abschrecken. Tatsächlich verlangt der Film Geduld und die Bereitschaft, sich auf seine ungewöhnliche Form einzulassen. Wer eine klassische historische Lebensgeschichte erwartet, könnte sich von der fragmentarischen Erzählweise und dem beinahe spirituellen Tonfall überfordert fühlen. Gerade diese Kompromisslosigkeit macht den Film jedoch so bemerkenswert. Fastvold erschafft kein gefälliges Prestige-Drama, sondern ein Werk, das Glauben, Gemeinschaft und Charisma als emotionale Erfahrungen untersucht. Dabei bleibt Ann Lee bewusst rätselhaft - eine Entscheidung, die auf der einen Seite frustriert, auf der anderen jedoch geradezu hypnotisch fasziniert.

"The Testament Of Ann Lee" ist am Ende ein Film voller Originalität, visueller Kraft und mit Amanda Seyfrieds beeindruckender Leistung als Protagonistin absolut grandios besetzt. Er ist anspruchsvoll, mutig, ungewöhnlich und oft faszinierend, ein Film, der sich konsequent seinen eigenen Regeln unterwirft. Dank Mona Fastvolds visionärer Regie entsteht ein Historienfilm, der weniger an eine klassische Biografie erinnert als an eine spirituelle Erfahrung. Nicht immer leicht zugänglich, aber gerade deshalb eines der bemerkenswertesten Arthouse-Werke des Jahres.

7,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/ArtworkMid-March Media/Annapurna Pictures/FirstGen Content/Mizzel Media/Yintai Entertainment/Kaplan Morrison/Intake Films/Film i Väst/GötaFilm/Proton Cinema/ArtClass Films/Carte Blanche

Sonntag, 14. Juni 2026

無間道III: 終極無間 - Mou Gaan Dou III - Infernal Affairs 3 - Infernal Affairs III (2003)

https://www.imdb.com/title/tt0374339/

Der tragische Tod des Undercover-Polizisten Chan Wing Yan (Tony Leung Chiu Wai) liegt zehn Monate zurück. In dieser Zeit wurde überprüft, ob sich der Ordnungshüter Lau Kin Ming (Andy Lau) etwas zuschulden kommen ließ. Obwohl er als Maulwurf für den Gangsterboss Sam (Eric Tsang) gearbeitet hat, wird er entlastet. Sein Spitzeldasein bleibt unentdeckt. Die dramatischen Ereignisse haben ihn zudem dazu bewegt, den Triaden nicht mehr zuzuarbeiten. Stattdessen will er seinen Job als Polizist ernsthaft und verantwortungsvoll ausüben. Nachdem er wieder in der Abteilung für Interne Ermittlungen arbeitet, fallen jedoch einige Polizisten einem Mörder zum Opfer, die offensichtlich als Spitzel tätig waren. Lau Kin Ming vermutet, dass ein anderer bei der Polizei eingeschleuster Triadenmitarbeiter versucht, die Enttarnung zu verhindern. Im Verdacht hat er den rivalisierenden Ermittler Yeung (Leon Lai). Lau beginnt seine gefährlichen Nachforschungen, bei denen er jederzeit ums Leben kommen kann, weil er seinen Gegner nicht kennt, der aber um ihn Bescheid weiß.

Der letzte Teil der Trilogie, "Infernal Affairs III", ist ein Film, der sich nicht als bloßer Schluss, sondern als psychologischer Nachhall versteht. Nach dem ersten Teil, der die Spannung des Maulwurfs erklärt, und dem zweiten Teil, der die Tragödie der Herkunft darlegt, konzentriert sich der dritte Teil darauf, was übrig bleibt, wenn Identität und Rolle sich so lange vermischt haben, dass sie nicht mehr trennbar sind. Der Film, erneut von Andrew Lau und Alan Mak inszeniert, setzt zehn Monate nach dem Tod von Yan an. Lau Kin-Ming, gespielt von Andy Lau, verrichtet nun seinen Dienst hinter dem Schreibtisch, weit entfernt von der Realität, die ihn einst definierte. Er ist kein Spitzel mehr, sondern ein Polizist, der sich in der eigenen Organisation nicht mehr findet. Als ein neuer Kollege, Yeung, in sein Revier kommt, glaubt Ming, dass der Neue ein Spion der Triaden ist, so wie er selbst es einst war. 

Gleichzeitig gestaltet der Film die Vergangenheit der Charaktere, die dabei eine glaubwürdige psychologische Vertiefung erfahren. Einige Monate zuvor arbeitet das Polizeispitzel Yan, gespielt von Tony Leung, erneut das Vertrauen von Gangsterboss Sam auf. Die Erzählstruktur ist nicht linear, sondern mit Flashbacks durchmischt, die sich schichtweise aufbauen und erst zum Ende ihre volle Bedeutung entfalten. "Infernal Affairs III" ist ein erzählerisches Glanzstück mit hervorragender Kameraarbeit und herausragenden Darstellern. Der Film funktioniert vor allem als Spannung und psychologische Studie, weniger als klassischer Thriller. Die Kameraarbeit ist präzise, die Darsteller sind stark, und die Handlung ist komplex, aber bewältigbar. Die Frage, ob der Film notwendig ist, wurzelt im Kern der Trilogie. Die psychologische Vertiefung ist der Kern des Films. Ming, der Polizist mit geheimer Verbrecher-Vergangenheit, kämpft mit traumatischen Erlebnissen und verdächtigt einen Kollegen, ein neuer Maulwurf der Triaden zu sein. Die Figur ist nicht einfach nur ein Krimi, sondern ein Mann, der sich in seiner eigenen Identität verwirrt. Der Film zeigt, wie die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen, und wie die Werte von Ehre und Vertrauen ausgedient haben. Die Handlung ist nicht linear, sondern mit Flashbacks durchmischt, die sich schichtweise aufbauen und erst zum Ende ihre volle Bedeutung entfalten. Diese Struktur ist nicht einfach, aber bewältigbar. Der Film zeigt, dass die inneren Schlingen der Trilogie nicht einfach zu lösen sind, sondern dass sie sich in der Psyche der Figuren verbergen. 

Doch der dritte Teil sucht auch krampfhaft nach erzählerischen Lücken, die es noch zu füllen gäbe, und ist dabei wenig mehr als Schwermut und Nostalgie. Dennoch ist er ein guter Thriller, der sich vor allem als psychologische Studie funktioniert. Am Ende bleibt "Infernal Affairs III" ein Film, der nicht immer glänzt, aber doch endet. Er ist nicht der perfekte Schluss der Trilogie, aber er ist der psychologische Nachhall, der die innere Schlinge der Trilogie durchschneidet. Wer die ersten zwei Teile mochte, wird hier einen Film bekommen, der mehr Gesprächsstoff als reine Plotbefriedigung liefert.

7/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork: Media Asia Films/Basic Pictures

無間道II - Mou Gaan Dou II - Infernal Affairs 2 - Infernal Affairs II - Abstieg in die achte Hölle (2003)

https://www.imdb.com/de/title/tt0369060/

Inspektor Wong (Anthony Wong) ist zwar schon in den höheren Rängen der Polizei, doch bis nach ganz oben ist es noch ein weiter Weg. Zudem ist sein bester Freund ein Gangster. Sam (Eric Tsang) ist zwar schon Boss einer Gang, doch noch nicht die ganz große Nummer. Mit vier weiteren Familien steht sein Clan auf der zweiten Stufe, wobei er die kleinste Familie der fünf hat. Über allem thront die Familie Ngai, die mit eiserner Hand das Verbrechen in Hongkong kontrolliert und nicht nur Wong wünscht sich, dass die Familie abdankt. Als das Familienoberhaupt stirbt, scheint es soweit zu sein.

Das Prequel zu "Infernal Affairs" ist nicht bloß ein Vorgeschichte-Film, sondern die entscheidende Verdichtung eines ohnehin schon brillanten Gangsterdramas. Wo der erste Teil den Nervenkitzel des Versteckspiels ausspielt, legt das Prequel die seelischen, politischen und kriminellen Grundlagen frei, aus denen diese Tragödie überhaupt erst entstehen konnte. Der Film, erneut von Andrew Lau und Alan Mak inszeniert, setzt Jahre vor den Ereignissen des ersten Teils an und erzählt, wie die späteren Gegenspieler und Spiegelbilder in ihre Rollen geraten. Im Zentrum stehen Chan Wing-yan, gespielt von Shawn Yue, und Lau Kin-ming, gespielt von Edison Chen, deren Karrieren an der Polizeiakademie beginnen, während sich parallel die Machtkämpfe innerhalb der Triaden zuspitzen. Zugleich wird die Rivalität zwischen den zukünftigen Oberhäuptern und den Männern im Hintergrund aufgebaut, insbesondere zwischen Wong, Sam, Mary und den Ngai-Gegenspielern. 

Das Faszinierende an "Infernal Affairs II" ist, dass der Film schon früh weiß, dass er nicht vom Überraschungseffekt leben kann. Stattdessen baut er Spannung aus Vorherbestimmung auf. Man weiß ja, wohin diese Welt führt, und genau deshalb bekommt jede Entscheidung mehr Gewicht. Der Film verwandelt Herkunft in Schicksal und zeigt, dass das moralische Labyrinth der Trilogie nicht zufällig entstanden ist, sondern das Ergebnis von Loyalitäten, Verrat, Erpressung und falschen Bündnissen. Das Prequel ist quasi perfekt inszeniert und gespielt und baut in epischer Breite die Rivalität zwischen den späteren Vorgesetzten der Spitzel auf. Besonders wichtig ist dabei die Beobachtung, dass sich die Eindeutigkeit von Gut und Böse noch stärker relativiert als im ersten Teil. Genau darin liegt die eigentliche Stärke des Films: Er entwirft keine simple Vorgeschichte, sondern eine moralische Vorphase, in der fast jede Figur zugleich Opfer und Täter, Stratege und Getriebener ist. Das Ergebnis ist ein Thriller, der nicht auf Gimmicks setzt, sondern auf Präzision, Kälte und Eskalation. 

Besonders stark ist der Film, wenn er das Machtgefüge der Unterwelt zeigt. Eric Tsang als Sam, Francis Ng als Hau und Anthony Wong als Inspektor Wong liefern keine bloßen Gegenspielerrollen, sondern Figuren, deren Handlungen aus Kalkül, Angst und Ehrgeiz gespeist sind. Die Beziehungen zwischen ihnen wirken nicht wie dramaturgische Funktionen, sondern wie dauernd gefährliche Verhandlungen über Kontrolle. Auch stilistisch ist "Infernal Affairs II" beeindruckend. Die Inszenierung bleibt kühl, elegant und kontrolliert, mit einer Bildsprache, die die Figuren oft in Glas, Beton und Schatten einschließt. Dadurch wirkt die Welt des Films wie ein System, dem niemand entkommt. Selbst wenn die Handlung an politischen Wendepunkten oder familiären Tragödien ansetzt, behält sie immer jene strenge, fast musikalische Form, die die Trilogie so markant macht. Im Vergleich zum ersten Teil ist das Prequel brutaler und breiter angelegt, aber nicht weniger präzise. Gerade weil die Geschichte noch einmal zurückspringt, gewinnt das spätere Drama zusätzliche Tiefe: Figuren, die man zunächst als Funktionsträger wahrnahm, erscheinen nun als Produkte eines zermürbenden Systems. Das macht "Infernal Affairs II" nicht nur zu einer Ergänzung, sondern zu einer wesentlichen Erweiterung des Gesamtwerks. 

Am Ende bleibt der Eindruck eines Films, der genau weiß, dass er im Schatten eines großen Erfolgs steht, und daraus seine eigene Stärke zieht. "Infernal Affairs II" erklärt nicht bloß, wie die ersten Lügen entstanden sind; er zeigt, wie sich in einer korrupten Gesellschaft ganze Identitäten verformen. Deshalb ist er mehr als nur ein Prequel. Er ist ein tragischer Baustein, ohne den das Gebäude der Trilogie nicht vollständig wäre. 

8/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork: Media Asia Films/Basic Pictures