Dienstag, 25. März 2014

Harry Potter & The Order Of The Phoenix - Harry Potter und der Orden des Phönix (2007)

http://www.imdb.com/title/tt0373889/

Der Dunkle Lord (Ralph Fiennes) ist zurück. Nach den Ereignissen im vergangenen Schuljahr ist sich Harry Potter (Daniel Radcliffe) dessen sicher. Doch er muss feststellen, dass er mit dem Wissen allein da steht. Niemand außer seinen Freunden Ron Weasley (Rupert Grint), Hermine Granger (Emma Watson) und dem Schulleiter Dumbledore (Imelda Staunton) scheinen ihm Glauben zu schenken. Dass Harry und sein Cousin Dudley (Harry Melling) in den Sommerferien von Dementore angegriffen werden, ist nur der Anfang allen Übels. Harry wird von Albträumen geplagt, das Zaubereiministerium will ihn los werden, Dumbledore scheint ihm aus dem Weg zu gehen und die neue Lehrerin, Professor Umbridge (Imelda Staunton), hat ihren ganz eigenen Sinn für Recht und Ordnung. Nur wenige Schüler halten nach wie vor zu Harry. Heimlich gründen sie ‘Dumbledores Armee’, ein eigenen kleinen Club, in dem sie lernen, sich selbst gegen die dunklen Künste zu verteidigen. Unterstützt wird Harry von Luna Lovegood (Evanna Lynch), Neville Longbottom (Matthew Lewis), den Weasley Zwillingen (James Phelps & Oliver Phelps) und seinem Schwarm Cho Chang (Katie Leung).

Das Problem mit Teil 5 ist leider, dass das Buch das umfangreichste der gesamten Reihe ist. So gesehen musste natürlich viel gekürzt werden. Aber die Handlung eines Tausend-Seiten-Wälzers in einen nur zweistündigen Film zu quetschen kann einfach nicht funktionieren. Teil 5 wirkt daher wie der Vorgänger ebenfalls ziemlich überladen und hektisch, aber dafür fängt er die Atmosphäre des Buches und die Paranoia in der Zaubererwelt wirklich gut ein. Auch dieses Harry Potter-Abenteuer macht eine Menge Spaß, was nicht zuletzt den Erwachsenen-Darsteller zu verdanken ist. Zu denen gehören wie immer Alan Rickman, Jason Isaacs, Gary Oldman und neu dabei Helena Bonham Carter als Bellatrix Lestrange. Die weiteren Neuzugänge Evanna Lynch als Luna Lovegood, Natalia Tena als Tonks und Imelda Staunton als Umbridge spielen alle sehr überzeugend, wobei die letztere wirklich unglaublich und dabei herrlich fies sind, sodass man sie mit Vergnügen hasst

Das Szenenbild ist überzeugender als noch im Vorgänger, insbesondere das Zaubereiministerium sieht genauso aus wie im Buch beschrieben (oder zumindest so wie man es sich in etwa vorgestellt hat). Der Score ist wieder von einem anderen Komponisten (namens Nicholas Hooper), aber mir gefällt er zumindest etwas besser als der vom vierten Teil.

Der fünfte teil der Reihe ist also durchaus unterhaltsam, spannend, witzig und stellenweise auch wirklich emotional, insbesondere bei Harrys psychischem Kampf gegen Voldemort (der so im Buch nicht vorkommt, mir aber besser gefällt als das Finale im Buch). Leider wurde aber die wichtigste Szene des Films bei weitem nicht so emotional wie vielleicht gewünscht inszeniert. Hier hat Regisseur David Yates leider völlig versagt.

Unabhängig vom Buch betrachtet ist der Film also wirklich ein guter Fantasy-Film. Vergleicht man ihn jedoch mit dem Buch, machen sich die extremen Kürzungen und Veränderungen bemerkbar, die die Story eher entstellen.

Vielleicht wäre es besser gewesen, diesen Teil wie den siebten ebenfalls in zwei Filme aufzuspalten, um der Vorlage so gerechter zu werden. Auch wenn ich nicht sagen kann, an welcher Stelle man ihn denn nun hätte teilen müssen, damit die Filme funktionieren. So bleibt am Ende ein guter Film, der etwas vermissen lässt: Die Magie, die man haben muss und nicht künstlich herstellen kann.

7,5/10

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