Montag, 13. März 2023

The Swarm - Der Schwarm (2023)

https://www.imdb.com/title/tt0808491/

Weltweit häufen sich mysteriöse Ereignisse aus der Tiefe der Ozeane: Wale zerstören Boote, Tiefseekrabben greifen Strände an und Muscheln legen Containerschiffe lahm. Ein bisher unbekannter Eiswurm destabilisiert Kontinentalhänge in den Meeren und löst Tsunamis aus, und von den Küsten her verbreitet sich im Trinkwasser ein tödlicher Erreger (durch in Restaurants platzende Hummer an Land gebracht). Immer mehr Menschen auf der Welt sind in Lebensgefahr. Auf der fieberhaften Suche nach den Ursachen der rätselhaften Phänomene findet sich eine kleine Gruppe internationaler Wissenschaftler zusammen und findet heraus, dass eine unbekannte Spezies im Meer existiert, die für die Angriffe auf die Menschheit verantwortlich ist. Doch kaum jemand glaubt der Forschergruppe.

https://www.imdb.com/title/tt10150840/
1. Folge 1 (Episode 1)
Die deutsche Meeresbiologie-Studentin Charlie Wagner beobachtet die Auswirkungen der Überfischung der See auf den Shetland-Inseln. Sie ist alarmiert, als sie ungewöhnlich große Mengen Methaneis an der Meeresoberfläche entdeckt. Auf Vancouver Island ist der junge Walforscher Leon Anawak beunruhigt: Ein Orca, der tot am Strand gefunden wird, soll zuvor ein Fischerboot angegriffen haben. Als die Tourleiterin Lizzie eine Whale-Watching-Tour startet, kann niemand die bevorstehende Katastrophe erahnen. - 6/10

https://www.imdb.com/title/tt10150842/
2. Folge 2 (Episode 2)
Nach der Zubereitung eines Hummers stirbt der Chefkoch eines französischen Edelrestaurants auf qualvolle Weise. Als weiteres Küchenpersonal erkrankt, hat Molekularbiologin Cécile Roche einen schrecklichen Verdacht. Zeitgleich stößt der Wissenschaftler Dr. Johanson an Bord des Forschungsschiffs 'Thorvaldson' in der Nordsee auf eine hohe Anzahl von Eiswürmern, die ungewöhnlich groß sind und sich rasant vermehren. Auf dem Forschungsschiff "Juno" versucht die wissenschaftliche Mitarbeiterin Jess indes vergeblich, ihre Freundin Charlie zu erreichen. Da wird ihre Nachricht durch ein Seebeben plötzlich unterbrochen. - 6,5/10

https://www.imdb.com/title/tt10150844/
3. Folge 3 (Episode 3)
Die rätselhaften Vorfälle scheinen sich zu überschlagen. Unzählige Quallen suchen Venedigs Gewässer heim, auf Vancouver Island sorgt eine rasant wachsende Muschelart für Unruhe und an der französischen Küste führt ein mutiertes Bakterium zu immer mehr Todesfällen. Bei der Sezierung des gestrandeten Orcas macht Anawak eine rätselhafte Entdeckung. Charlie begibt sich auf den Weg nach Kiel, um mehr über das Schicksal ihrer Freundin zu erfahren. Gemeinsam mit Institutsleiterin Prof. Katharina Lehmann und dem Doktoranden Rahim Amir sichtet sie erschüttert die Aufnahmen der zerstörten 'Juno'. - 6/10

https://www.imdb.com/title/tt10150846/
4. Folge 4 (Episode 4)
In Südafrika kommt es zu einer Krabbeninvasion. Zeitgleich versucht Cécile Roche eine Kommission von der Gefahr des tödlichen Bakteriums zu überzeugen, um schnellstmöglich die Bevölkerung zu warnen. Johanson findet heraus, dass die Firma 'Hovedstad' Pipelines verlegen wollte und mit Ölbohrungen zur Zerstörung des Meeresbodens beigetragen hat. Es kommt zum Streit zwischen ihm und der Mitarbeiterin des norwegischen Ölkonzerns, Tina. Als Anawak versucht, für weitere Forschungsproben an Muscheln des befallenen Frachters zu gelangen, wird er festgenommen. Charlie kehrt zurück auf die Shetlands. Hier macht sie bei der Ansicht von Jess’ letzter Video-Nachricht eine seltsame Entdeckung. - 6/10

https://www.imdb.com/title/tt10150848/
5. Folge 5 (Episode 5)
Dr. Roche stellt fest, dass es sich bei den Krabben um eine neue, extrem tödliche Spezies handeln muss. Immer häufiger kommt es zu Seebeben. Auf Jess’ Video bemerkt Charlie ein seltsames Leuchten und dasselbe Geräusch, das auch auf den Videoaufnahmen der gesunkenen "Juno" zu hören war. Sie hat eine Theorie, wie es zu den Schiffsunglücken kommen konnte und bittet Prof. Lehman um Unterstützung. Johanson bringt Charlie neue Ausrüstung vorbei. Kurz vor seinem Rückflug mit dem Hubschrauber geht eine Warnmeldung ein: Ein Tsunami rast auf die nordeuropäische Atlantikküste und die Shetland-Inseln zu. - 6/10

https://www.imdb.com/title/tt10150850/
6. Folge 6 (Episode 6)
Auf einer Tagung der UNO in Genf warnt Dr. Roche vor einer weltweiten Seuche durch das neue Bakterium. Johanson vermutet hinter den gefährlichen Ereignissen eine 'Intelligenz', die alles steuert und sich gezielt gegen die Menschheit stellt. Er gibt ihr den Namen 'YRR'. In Kiel versucht eine Gruppe Forschender, darunter auch Charlie, Anawak und Rahim, Prof. Lehmann von dieser Theorie zu überzeugen. Doch die warnt eindringlich davor, mit der These an die Öffentlichkeit zu gehen. Die Gruppe hat dennoch vor, Kontakt zur YRR aufzunehmen. Die Suche nach finanzieller Unterstützung für ihr Forschungsvorhaben gestaltet sich indes schwierig. - 6/10

https://www.imdb.com/title/tt10150852/
7. Folge 7 (Episode 7)
Die "Thorvaldson" nimmt Kurs auf die Arktis – denn hier wurden besonders viele Signale der mysteriösen Spezies geortet. Während Roche und Johanson Analysen vom Nervensystem der infizierten Tiere machen, versuchen Crowe und Anawak Kontakt zur "YRR" aufzunehmen. Gerade als Charlie mit dem Tauchrobotik-Experten Roscovitz eine erste Testfahrt mit dem U-Boot unternimmt, setzen Crowe und Anawak ihr Signal für "YRR" ab. Da lässt sich im Becken ein faszinierendes Lichtspiel beobachten: Die fremde Intelligenz ist an Bord. - 6/10

https://www.imdb.com/title/tt10150854/
8. Folge 8 (Episode 8)
Der japanische Philanthrop Aito Mifune wird per Helikopter eingeflogen. Er möchte sich an Bord der "Thorvaldson" persönlich über die neuesten Erkenntnisse informieren. Als Dr. Roche ein Mittel findet, mit dem die "YRR" vernichtet werden könnte, kommt es zum Streit. Charlie ist überzeugt, dass auch der Schwarm neugierig auf die menschliche Spezies ist. Die Gruppe einigt sich darauf, eine mögliche Waffe gegen die YRR vorerst im Moonpool zu testen. Doch die Folgen des Versuchs sind fatal. In dieser aussichtslosen Situation muss Charlie nun eine schwerwiegende Entscheidung treffen. - 6/10

Quellen
Inhaltsangabe: ZDF Studios/Fernsehjuwelen
Poster/Artwork: ZDF Studios/Fernsehjuwelen

I Am Not Okay With This (2021)

https://www.imdb.com/title/tt9446688/

Die Teenagerin Sydney hat kein leichtes Leben in Pittsburgh. Der Tod ihres Vaters lastet schwer auf ihr und ihre Mutter bekommt sie kaum zu Gesicht, da diese als Kellnerin viel beschäftigt ist. Sydney ist komplett allein gelassen mit ihren komplexen Gefühlen, Sorgen und Ängsten. Denn mit der Pubertät beginnen nicht nur die typischen körperlichen Veränderungen für Sydney, sondern auch übernatürliche, die sie sich nicht erklären kann. Auch in der Schule findet Sydney keinen Ort von Geborgenheit, da sie sich keinen sozialen Normen beugen will. Als wäre das alles noch nicht schlimm genug, hat auch noch ihre beste Freundin Dina eine Beziehung mit Brad begonnen, der Sydney regelmäßig das Leben schwer macht. Vielleicht wäre das gar nicht so schlimm, wenn Sydney nicht Gefühle für Dina entwickelt hätte, die nicht erwidert werden können. Stattdessen freundet sich Sydney mit dem Nachbarsjungen Stanley an, der ein viel zu großes Selbstbewusstsein für einen Außenseiter hat.

https://www.imdb.com/title/tt10463622/
1. Liebes Tagebuch... (Dear Diary...)
Die 17-jährige Sydney Novak, ihre Mutter Maggie und ihr jüngerer Bruder Liam mussten vor einem Jahr den Tod des Familienvaters verkraften, der Suizid verübt hat. In der Gegenwart ist Sydney frustriert, da Maggie nicht über die Todesumstände sprechen will, weswegen sich die beiden oft streiten. Die Vertrauenslehrerin ihrer Schule empfiehlt Sydney, zur Aggressionsbewältigung Tagebuch zu führen, womit sie eher widerwillig einverstanden ist. Danach trifft sich Sydney in einem Diner mit ihrer besten Freundin Dina, die seit Kurzem mit dem Jock Bradley Lewis, genannt Brad, zusammen ist, den Sydney nicht ausstehen kann. Als dieser unvermittelt Nasenbluten bekommt, nachdem er Sydney spöttisch aufgefordert hat, zu lächeln, wird diese das Gefühl nicht los, dafür verantwortlich zu sein. Auf ihrem Nachhauseweg begegnet sie ihrem Nachbarn Stanley Barber, der ihr vorschlägt, Zeit miteinander zu verbringen, worauf sich Sydney zögerlich einlässt. Zuhause kümmert sich Sydney um Liam, der ihr von einem Jungen erzählt, der Ärger hat, weil er jemanden schlug. Am selben Abend zieht sich Sydney nach einem heftigen Streit mit ihrer Mutter auf den Boden ihres Zimmers zurück, als die Wand hinter ihr plötzlich Risse bekommt. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt10463628/
2. Der Meister eines F**ks (The Master Of One F**k)
Am nächsten Morgen redet sich Sydney ein, dass die Risse durch das hohe Alter des Hauses entstanden sind. Maggie bittet Sydney, nach der Schule einkaufen zu gehen, weswegen Sydney Dina fragt, ob sie sie später zum Laden fahren kann. Diese erwidert, dass sie stattdessen zur Schulversammlung und dem anschließenden Football-Spiel gehen wird. Resigniert läuft Sydney zum Supermarkt und wirft dabei mit Steinen, zu ihrem Schreck trifft sie ein Straßenschild, das anschließend umfällt. Kurz darauf begegnet sie Stanley und lässt sich von ihm zum Laden bringen. Dort muss sie feststellen, dass sie nicht genügend Geld dabei hat und einige Artikel zurücklegen muss. Als sie wütend wird und versucht, sich zu beruhigen, fallen etliche Lebensmittel aus den Regalen, weswegen sie aus dem Laden flüchtet. Stanley glaubt, dass sie eine Panikattacke hat, weswegen er draußen auf sie einredet. Anschließend gehen sie zum Football-Spiel und küssen sich später in Stanleys Haus. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt10463642/
3. Die Party ist vorbei (The Party’s Over)
Sydney vertraut sich Dina an und sagt ihr, dass sie in der Nacht zuvor mit Stanley geschlafen hat, lügt aber und behauptet, es schön gefunden zu haben. Anschließend holt sie Liam von der Schule ab, auf dem Weg nach Hause treffen sie auf Richard, der Liam schikaniert. Sydney konfrontiert ihn, allerdings schafft sie es nicht, ihre Kräfte gegen ihn einzusetzen, weswegen sie ihm nur eine ihn wenig beeindruckende Warnung gibt, ihren Bruder in Ruhe zu lassen. Zuhause geht sie in den Keller, um nach Puzzles für Liam zu suchen. Da sie dort seit dem Tod ihres Vaters nicht mehr war, weil er sich im Keller erhängt hat, verfällt Sydney in Trauer, weswegen sie eine Panikattacke bekommt. Daraufhin bebt das Haus, und Liams Haustier, sein Igel Banana, stirbt plötzlich. Am selben Abend ist Sydney auf einer Party froh, endlich Zeit allein mit Dina verbringen zu können, was aber von Brad zunichte gemacht wird. Stanley fragt Sydney, ob sie mit ihm zum Homecoming gehen möchte, sie sagt zu, obwohl sie sich dabei nicht wirklich wohl fühlt. Wenig später findet sie eine weinende Dina in einem Raum, die sich mit Brad gestritten hat. Sydney tröstet und küsst sie anschließend. Dina reagiert verunsichert, während Sydney in einen nahegelegenen Wald rennt. Dort schreit sie, was zur Folge hat, dass die um sie stehenden Bäume zu Boden fallen. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt10463632/
4. Stan an meiner Seite (Stan By Me)
Sydney bemerkt, dass Stanley ihr in den Wald gefolgt ist und alles gesehen hat. Sie beschwört ihn, über den Vorfall Stillschweigen zu bewahren, und geht anschließend. Am Folgetag bittet Maggie Sydney, erneut auf Liam aufzupassen, was zu einem Streit führt, währenddem Maggie ihrer Tochter sagt, dass ihr Vater nicht der war, für den sie ihn gehalten hat. In der Schule merkt Sydney, dass sie wieder wütend wird, weswegen sie aus dem Klassenzimmer rennt, sie kann aber die Aktivierung ihrer Kräfte durch angenehme Erinnerungen an ihre Kindheit verhindern. Dina folgt ihr und fragt sie, ob alles in Ordnung sei und sie über ihren Kuss reden sollten, Sydney möchte dies aber nicht und sagt, dass ihr nichts fehle. Am Nachmittag geht Sydney in ein Bowlingcenter, wo sie auf Stanley trifft. Dieser bietet ihr seine Hilfe an, da er ein großer Comic-Fan ist und sie unterstützen will, ihre Kräfte zu verstehen. Sie gesteht ihm, dass die Bäume umgestürzt sind, nachdem sie jemanden geküsst hat, und kommt zu dem Schluss, dass ihre Kräfte durch ihre stressbedingten beziehungsweise negativen Emotionen ausgelöst werden. Um dies zu testen, will Stanley sie wütend machen, wodurch er beinahe von Bowlingkugeln getroffen wird. Gereizt geht Sydney, wobei sie von einem Unbekannten verfolgt wird. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt10463634/
5. Noch ein Tag im Paradies (Another Day In Paradise)
Während eines Tests schreibt Brad von Dina ab, weswegen sie von ihrem Lehrer Mr. File zum Nachsitzen geschickt werden, als Sydney dagegen protestiert und von Stanley unterstützt wird, müssen die beiden ebenfalls nachsitzen. Beim Nachsitzen befindet sich neben den vier auch ihre Klassenkameradin Jenny. Diese schlägt vor, statt der Strafaufgabe, die Tribünen auf dem Sportplatz zu säubern, stattdessen das Spiel Fuck, Marry, Kill zu spielen, bei dem man sagen muss, mit wem von zur Auswahl stehenden Personen man Sex haben, welche man heiraten und welche man töten würde. Sydney rennt wütend davon, als Jenny behauptet, dass niemand mit ihr Sex haben wolle und sie eine Schlampe sei. In der Bibliothek stößt sie mit ihren Kräften alle Bücherregale um und bittet Stanley anschließend um Hilfe, weil ihr Geheimnis aufzufliegen droht. Sie behaupten gegenüber Dina, dass sie in der Bücherei Sex hatten, weswegen sie sich bereit erklärt, mit ihnen in das entsprechende Büro einzubrechen und die Aufnahmen der Überwachungskamera zu entwenden, was ihnen auch gelingt. In einer Umkleide bekommt Sydney einige Zeit später mit, dass Jenny und Brad miteinander Sex hatten. Als Dina dazukommt, verrät Sydney ihr dies trotz Brads eindringlicher Bitten, weswegen sich Dina von ihm trennt. Danach erzählt Sydney Stanley, dass in der Bibliothek die Lichter geflackert haben und sie das Gefühl hatte, nicht alleine dort zu sein. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt10463630/
6. Wie der Vater, so die Tochter (Like Father, Like Daughter)
Während sich Sydney die Aufnahmen der Überwachungskamera ansieht, fragt sie sich, ob sie langsam den Verstand verliert, da sie niemanden sehen kann, als Stanley erneut seine Begeisterung für ihre Kräfte bekundet, weist sie ihn äußerst wütend zurecht. In der Schule wird Sydney von Brad wegen seiner Trennung von Dina konfrontiert, was sie verärgert und dazu bringt, die Spinde hinter ihm mit ihren Kräften ruckartig zu öffnen. Später will Dina von Sydney wissen, was wirklich auf den Aufnahmen zu sehen ist, Sydney weigert sich aber, es ihr zu sagen. Unterdessen bringt Liam an seiner Schule den Mut auf, seinen Schwarm Veronica anzusprechen, als er von Richard ins Gesicht geschlagen wird. An Sydneys Schule erzählt Brads Freund Ricky Berry ihm, dass Gerüchte über ihn im Umlauf seien, während Stanley Sydney nach dem Homecoming fragt. Sie erwidert, dass ihr der Homecoming egal sei, weswegen er eine andere Schülerin fragt. Danach geht sie zu ihrer Vertrauenslehrerin und erzählt ihr von dem Unbekannten, die Lehrerin behauptet, dass dies Halluzinationen von Sydneys Vater seien. Zuhause wirft Liam, der nun ein blaues Auge hat, seiner Schwester vor, nicht für ihn da gewesen zu sein und sich in letzter Zeit schrecklich zu verhalten. Da sie mehr Antworten über ihren Vater finden will, durchsucht Sydney seine alten Sachen im Keller, ihre Mutter kommt dazu und gesteht ihr, dass er über etwas in Sorge war, was durch seine vom Militärdienst verursachte PTBS noch verschlimmert wurde. Als Sydney realisiert, dass ihr Vater ebenfalls Kräfte hatte und sie dies in ihr Tagebuch schreiben will, kann sie es nicht finden. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt10463636/
7. Das tiefste, dunkelste Geheimnis (Deepest, Darkest Secret)
Am nächsten Morgen beschließt Sydney, ihrer Situation mit Optimismus zu begegnen, wodurch sie fröhlich wird und sich mit Liam aussöhnt. Während des Sportunterrichts gesteht Dina, dass sie sich von Sydney distanziert fühlt, was diese dazu bewegt, ihr von ihren vermeintlichen Halluzinationen zu erzählen. Als Sydney danach erwähnt, nicht mit Stanley zum Homecoming zu gehen, schlägt Dina vor, dass sie mit ihr hingeht, da sie ebenfalls keine Verabredung hat. Brad erwähnt gegenüber Ricky, dass der Homecoming überwältigend sein wird. Beim Tanz gesteht Stanley Sydney, dass er Gefühle für sie hat, sie sagt ihm allerdings, ihn nur als Freund anzusehen, was er schließlich akzeptiert. Er fragt sie, ob Dina über ihre Kräfte Bescheid weiß, sie antwortet, dass er der Einzige sei. Während sie zusammen tanzen, gibt Dina gegenüber Sydney zu, dass sie sich bei ihrem Kuss nicht unbehaglich gefühlt hat. Als das Königspaar des Homecomings ernannt wird, erscheint Brad mit Sydneys Tagebuch. Vor versammelter Schülerschaft gibt er Sydneys Gefühle für Dina und häusliche Probleme preis. Bevor er ihre Kräfte verraten kann, wird Sydney so wütend, dass sie seinen Kopf zum Platzen bringt. Völlig schockiert und blutverschmiert begibt sich Sydney erneut in den Wald und klettert auf einen Aussichtsturm. Während sie überlegt, die Stadt zu verlassen oder sich das Leben zu nehmen, tritt der unbekannte Mann aus dem Schatten und sagt ihr, dass sich alle vor ihr fürchten sollten. - 8,5/10

Quellen
Inhaltsangabe: Netflix
Poster/Artwork
Netflix

Sonntag, 12. März 2023

Heil (2015)

https://www.imdb.com/title/tt4711952/

So hat sich der Schriftsteller Sebastian Klein (Jerry Hoffmann) seine Lesetour wohl nicht vorgestellt. Bei seiner Ankunft im ostdeutschen Nest Prittwitz bekommt der Afrodeutsche von den lokalen Neonazis direkt einen Schlag auf den Kopf verpasst, woraufhin er sein Gedächtnis verliert und fortan nur noch das nachredet, was ihm vorgesagt wird. Das weiß Sven (Benno Fürmann), der Anführer der rechten Bande, prompt für seine Zwecke zu nutzen. Süffisant impft er dem Ahnungslosen seine fremdenfeindlichen Parolen ein, mit der der Manipulierte bald auch in Talkshows für Aufruhr sorgt. Währenddessen versucht Sebastians besorgte und hochschwangere Freundin Nina (Liv Lisa Fries) ihn zu finden, um ihn zusammen mit dem Polizisten Sascha (Oliver Bröcker) zur Vernunft zu bringen. Sven hingegen hofft, mit seinem Einfluss auf Sebastian seine angebetete Gesinnungsgenossin Doreen (Anna Brüggemann) beeindrucken zu können. Doch für die toughe junge Frau zählen nur Taten, nicht Worte. Und so mobilisiert Sven schließlich alles und jeden für einen ganz großen Auftritt... 

Eine deutsche Gesellschaftssatire mit starkem Ansatz: Neonazis kidnappen einen farbigen Schriftsteller, der ihnen ein Dorn im Auge ist. Durch die Gewaltanwendung verliert er sein Gedächtnis und glaubt nach dem Erwachen, dass er selbst ein Neonazi ist. Fortan plappert er ihre Parolen nach. Das ergibt eigentlich Potential für einen witzigen Film. Doch leider kann man die Lacher an einer Hand abzählen, während der Plot in flachen Gags und Sprüchen zum Fremdschämen versinkt - nicht für die Neonazis, sondern für die klischeehafte Einfallslosigkeit von Dietrich Brüggemann, der hierfür mit Drehbuch, Regie und Produktion verantwortlich zeichnet. Dazu kommen schwache Darsteller, die häufig Schauspiel mit Overacting verwechseln, und staksig gesprochene Dialoge - es fehlt sogar am Handwerklichen. Für den guten Ansatz und die paar Lacher kann man ein paar Punkte liegenlassen, doch das kann den Eindruck schwacher Unterhaltung nicht kaschieren.

3,5/10

Quellen
Inhaltsangabe: Netflix

Samstag, 11. März 2023

Scream VI - Scream 6 (2023)

https://www.imdb.com/title/tt17663992/

Sam (Melissa Barrera), Tara (Jenna Ortega), Mindy (Jasmin Savoy Brown) und Chad (Mason Gooding) reicht’s. Nachdem sie das letzte Massaker von Ghostface in Woodsboro überlebt haben, ziehen die vier kurzerhand nach New York. Dort wollen die beiden Geschwisterpaare sozusagen ein neues Leben beginnen und die Kleinstadt zusammen mit den traumatischen Erlebnissen hinter sich lassen. Doch der blutige Killer mit Geistermaske und scharfer Klinge lässt sich offenbar nicht so einfach abschütteln, denn plötzlich taucht er auch im Big Apple auf. Und zwar auf der Straße, in der U-Bahn, im Supermarkt – scheinbar überall nutzt er den Trubel der Großstadt aus, um genauso schnell wieder in den Menschenmengen zu verschwinden, wie er vorher auftauchte. Und obwohl Sam, Tara, Mindy und Chad schon Bekanntschaft mit dem Killer gemacht haben, können sie sich dieses mal nicht auf ihre Erfahrung verlassen. Denn wer auch immer hinter der Maske steckt, hat neue Tricks auf Lager. 

"Think Big!" - Das ist wohl das Motto der Macher gewesen, als sie den Killer "Ghostface" in den Big Apple, New York, schicken. Nicht ganz zufällig wie es scheint, denn schon einmal brach ein maskierter Killer aus seinen gewohnten Umgebung aus und machte die Großstadt unsicher. In "Freitag, der 13. Teil 8: Todesfalle Manhattan" war es Jason, der dort seine Opfer suchte und weil die mittlerweile in die sechste Runde gehende "Scream"-Reihe von jeher eine Hommage an das Horrorkino der 80 Jahre und die bekanntesten Vertreter seiner Art war, darf man dies wohl auch als eine Huldigung verstehen. Und "Scream VI" ist wohl die beste Fortsetzung der "Scream"-Reihe. Der Film ist blutiger als seine (direkten) Vorgänger, ist spannend und macht Spaß, wenn man erneut versucht zu erraten, wer hinetr den Morden steckt. Das allein wäre ja shcon genug für eine zufriedenstellende Fortsetzung, aber einige unerwartet tiefgründige Themen machen diesen Film zum besten der Reihe seit dem Original von 1996.

Mehr als frühere Filme der Reihe will "Scream VI" auch wirklich in das Innere des Killers vordringen: nicht in das derjenigen, die sich die Ghostface-Maske aufsetzen, sondern in das derjenigen, die wirklich die Mordlust verspüren. Für ein Franchise, das sogar zu realen Morden inspiriert hat, geht dieser Film in einige düstere Richtungen und fragt sowohl seine Figuren als auch das Publikum ganz offen, ob sie von all dem Blutvergießen nun endlich genug haben.

Eine "Scream"-übliche Telefonanrufsequenz mit Samara Weaving und Tony Revolori stellt das zentrale Motiv des Films dar, bevor der Vorhang mit der Enttarnung des Ghostface-Killers vollständig gelüftet wird. Aber "Scream VI" hat noch mehr Überraschungen auf Lager, bevor er zur eigentlichen Geschichte kommt. Im Mittelpunkt steht die Protagonistin des letzten Films, Sam Carpenter (Melissa Barrera), die zusammen mit ihrer Schwester Tara (Jenna Ortega) und den Zwillingen Chad (Mason Gooding) und Mindy Meeks-Martin (Jasmin Savoy Brown), den anderen Überlebenden des letztjährigen Blutbads, von Woodsboro nach Manhattan gezogen ist. Zu Beginn des Films gesteht Sam ihrem Therapeuten (Henry Czerny), dass sie nicht so sehr von dem Massaker in Woodsboro verfolgt wird, sondern vielmehr von der Dunkelheit, die in ihr selbst lauert, denn nachdem sie den Mörder des letzten Films gewaltsam beseitigt hat, hat sie es im Nachhinein vielleicht ein wenig zu sehr genossen.

Tara und ihre Freunde hingegen wollen einfach nur das College-Leben genießen, zusammen mit einer neuen Gruppe von Charakteren, zu denen Chads Mitbewohner Ethan (Jack Champion), Mindys Freundin Anika (Devyn Nekoda), Sams und Taras Mitbewohnerin Quinn (Liana Liberato) und Danny (Josh Segarra), der heiße Typ von nebenan, mit dem sich Sam heimlich getroffen hat, gehören. Und dann sind da noch "Scream"-Urgestein Gale Weathers (Courteney Cox), die ein weiteres Buch über das jüngste Massaker geschrieben hat, Quinns Vater und NYPD-Detective Bailey (Dermot Mulroney) und Kirby Reed (Hayden Panettiere), die Protagonistin von "Scream 4", die inzwischen FBI-Agentin geworden ist. Man würde es nie (hier Augenrollen einfügen) vermuten, aber Ghostface ist ebenfalls nach New York gezogen. Und eine (oder mehrere) dieser Figuren ist der Killer. Der Plot der "Scream"-Filme war schon immer eine Mischung aus Slasher und einem Whodunnit (einem sehr weit entfernten Agatha Christie-Roman, wenn man so gnädig sein möchte), und "Scream VI" folgt ebenfalls diesem Muster. Das Finale bietet die eine oder andere echte Überraschung, aber das Geheimnis ist nichts, was das Publikum ohne die Hilfe des Killers, der sich selbst demaskiert und in einem fünfminütigen Monolog seinen Plan erklärt, hätte herausfinden können.

Aber das ist es nicht, was "Scream VI" so besonders macht: Dieser Film funktioniert besser als andere, da er sich dem inneren Schrecken zuwendet. Während Sam ihre Gefühle der Blutlust untersucht, fordert der Film den Zuschauer auf, seine eigenen zu untersuchen: Sollten wir diesen kranken Killern die Daumen drücken, damit sie einen grausamen Tod sterben? Oder wird dadurch nur ein Kreislauf der Gewalt aufrechterhalten, der nur zu einem weiteren Teil ("Scream 7") führen wird? Die Regisseure Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett lieferten mit dem letztjährigen "Requel" eine unerwartet befriedigende Rückkehr zur "Scream"-Reihe, und diese vollwertige Fortsetzung verbessert ihren vorherigen Film in fast jeder Hinsicht, während sie sich immer noch an die strenge Formel hält, die von den vorherigen Filmen der Reihe etabliert wurde.

Der Umzug nach New York verleiht dem Film eine gewisse Frische, aber der Big Apple selbst wird viel zu wenig genutzt; dieser "Scream" hätte in jeder beliebigen Großstadt spielen können. Natürlich zieht ein Name wie "New York"/"Big Apple" einfach mehr - das ist klar. Aber anders als in der letzten halben Stunde von "Freitag, der 13. Teil 8: Todesfalle Manhattan" fehlt hier die Atmosphäre der bösen Straßen von New York; und ja klar, dies ist schließlich nicht Martin Scorceses "Gangs Of New York".

Ein paar herausragende Sequenzen sorgen jedoch für ein gewisses Flair: eine Schießerei in einer New Yorker Bodega, an deren Ende Ghostface eine Schrotflinte in der Hand hält (die im Trailer des Films komplett verdorben wird), und eine unerträglich angespannte Fahrt in der New Yorker U-Bahn in der Halloween-Nacht, bei der die Hälfte der Fahrgäste die Masken des Ghostface-Killers trägt. "Scream VI" erfindet damit und unterm Strich die Reihe zwar nicht neu, aber es ist eine besonders gut gemachte Fortsetzung, die Fans der Reihe begeistern und vielleicht sogar einige neue "bekehren" könnte. Dieser Film behandelt zwar ein ähnliches Thema wie der letztjährige, Franchise-zerstörende "Halloween Ends"-Film, aber dies auf eine viel publikumsfreundlichere Art und Weise. Hier passt es einfach und macht den sechsten Teil am Ende zu einer guten Fortsetzungen der Reihe.

6,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe
: Paramount Pictures
Poster/Artwork: Paramount Pictures/Dimension Films

Freitag, 10. März 2023

65 (2023)

https://www.imdb.com/title/tt12261776/

Gemeinsam mit dem kleinen Mädchen Koa (Ariana Greenblatt) ist der Pilot Mills (Adam Driver) in den Weiten des Alls unterwegs, als technische Probleme ihn dazu zwingen, sein Raumschiff auf einem fremden Planeten notzulanden. Als sie feststellen, dass sie nicht alleine sind, entpuppt sich das Überleben in dieser feindseligen Umgebung als echte Herausforderung. Nachdem der Bruchpilot herausfindet, dass auch der Planet gar nicht so fremd ist, sondern es sich um eine prähistorische Version der Erde handelt und er knapp 65 Millionen Jahre in die Vergangenheit gereist ist, steht ihm der Schweiß ins Gesicht geschrieben. Diese Erkenntnis wird umso deutlicher, als er auf die angriffslustigen Bewohner dieser "neuen" Welt trifft, denn bei diesen handelt es sich um Dinosaurier. Mit Laser-Schießeisen und einem futuristischen Waffenarsenal muss der auf der Vergangenheits-Erde gestrandete Raumschiffspilot sich und das Mädchen gegen wildgewordene Riesen-Echsen verteidigen, die dem Duo an den Kragen wollen. 

Die Prämisse von "65" ist so haarsträbend, dass sie schon wieder gut sein könnte, denn wer bitteschön möchte nicht einem Adam Driver dabei zusehen, wie er mit einer futuritischen Kanone über eine prähistorische Erde rennt und Dinosaurier abknallt? "65" erzählt die Geschichte von Mills (Adam Driver), einem Astronauten aus einer fortgeschrittenen außerirdischen Zivilisation, der vor etwa 65 Millionen Jahren, als die Dinosaurier den Planeten beherrschten, auf der Erde abstürzt. Wenn man nun Bedenken hat, dass dieser Film sich zu einer Art "Planet der Affen" mit vorhersehbarer, ähnlicher Wendung entwickelt darf man hier durchaus beruhigt sein - dem ist nicht so. Im Gegenteil: der Film macht von Anfang an klar, dass der seltsame und unbekannte Planet, auf den Mills' Schiff stürzt, die Erde ist. Während es wahrscheinlich gut ist, dass "65" seinen Standort nicht lange geheim gehalten hat, ist die Tatsache, dass er mit einer müsahmen 10-minütigen Exposition aufwartet, etwas quälend. Der Zuschauer ist ja nicht hier, um eine Meisterklasse im Drehbuchschreiben mit dramatischen Wendungen zu erleben, oder? Her mit Driver und den Dinosauriern!

Leider flacht der Film aufgrund seines ernsten Tons, der plumpen Darbietung abgenutzter Science-Fiction-Versatzstücke und der Unfähigkeit, sich auf seine absurde Handlung einzulassen, schnell ab. Was ein großartiger Popcorn-Streifen hätte werden können (was der Trailer auch verspricht), endet als 90 Minuten Action-Drama mit einer Besetzung, die zu stark ist, als dass sie für den Film gut wäre. Auch das junge Mädchen Koa, dargestellt von Ariana Greenblatt, ist die typische rehäugige, schweigsame Begleiterin, von der es in der Science-Fiction nur so wimmelt. Sie spricht eine Sprache, die Mills nicht versteht, und plappert am Ende nur hier und da ein paar Worte nach. In Wirklichkeit scheint sie nur als Decke für Drivers Charakter zu existieren, indem sie ihm einen Grund gibt, ein Rettungsshuttle zu finden und ihm hilft, mit dem Verlust seiner Tochter fertig zu werden. Zwar kann man einem Science-Fiction-Film mit Dinosauriern nicht wirklich vorwerfen, dass es ihm an emotionaler und schriftstellerischer Tiefe mangelt, aber es fühlt sich wirklich so an, als hätten die Kameras bereits zu laufen begonnen, als der erste Entwurf noch kaum geschrieben war. Aber wen interessiert das schon, solange die Dinosaurier und die Actionszenen stimmen?

Das ist dann der nächste Punkt. Die Dinos erreichen kaum das Spielberg'sches Gefühl der Ehrfurcht oder des Schreckens, wenn man zum ersten Mal auf die monumentalen Kreaturen stoßen. Auch die Spezialeffekte sind leider nichts Besonderes. Einige der Dinosaurier-Begegnungen sind ganz witzig, aber jeder damit aufgebaute Cliffhanger endet fast sofort mit der Auflösung. Auch hier hätten ein paar weitere Entwürfe des Drehbuchs und ein phantasievolleres Ende den Film möglicherweise gerettet, aber zu dem Zeitpunkt, an dem Mills und Koa es schaffen, vom Planeten zu fliehen, Minuten bevor der sagenumwobene Asteroid herunterkommt und die Dinosaurier mit überraschender, glanzloser Pracht auslöscht, ist der Zuschauer auch vielleicht schon längst selbst aus dem Kino geflüchtet. Echt schade.

6/10

Quellen
Inhaltsangabe: Columbia Pictures / Sony

Звездный разум - Zvyozdniy razum - Project Gemini (2022)

https://www.imdb.com/title/tt5656994/

Da der Kollaps der Erde droht, sucht ein internationales Team von Astronauten im All nach einer neuen Heimat für die Menschheit. Im Schlepptau haben sie ein einzigartiges Terraforming-Gerät, um einen ausgewählten Exoplaneten für die Kolonisierung vorzubereiten. Doch die Funkverbindung zur Erde reißt ab und kurze Zeit später empfängt die Crew ein mysteriöses Signal aus den Tiefen des Universums, welches sich auch auf das Ökosystem der Erde auswirkt. Sie begeben sich auf die Suche nach dem Ursprung des Signals, das von einem bisher unbekannten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems stammt... 

Optisch und visuell steht der russische Science-Fiction/Horror-Beitrag "Project Gemini" einer US-Produktion in kaum etwas nach. Es sind hier (wie so oft) die Kleinigkeiten, die den Film eher unterdurchschnittlich werden lassen: als Abklatsch/ungleichen Mischung aus "Interstellar", "Prometheus" und/oder "Event Horizon" bekommt man hier statt knisternder Action jede Menge langweilige Beziehungskisten und Rückblenden, pseudo-wissenschaftliche Ansätze, die Güte und Wissen suggerieren sollen und spürbar künstlich, krampfhaft professionell agieren wollende Darsteller zu sehen. Typisch für russische Produktionen auch die seltsamsten Dialoge, die obendrein völlig belanglos sind. Die Krone setzt dem ganzen das "Alien" auf, welches man aber kaum zu sehen bekommt. Das langweilt durch den halben Film, denn obwohl an und für sich genug passiert und viel auf dem Spiel steht, will und will sich das nicht auf den zeitweise ziellosen Thriller übertragen. "Prject Gemini" sieht ohne Frage gut aus, kann aber nichts.

3/10

Quellen
Inhaltsangabe: Splendid

The Wonder - Das Wunder (2022)

https://www.imdb.com/title/tt9288822/

In den irischen Midlands lebt 1862 ein junges Mädchen, das plötzlich aufhört zu essen, aber auf wundersame Weise dennoch am Leben bleibt. Vor 13 Jahren entkam die Gemeinde knapp einer Hungersnot. Sie beschließen die englische Krankenschwester Lib Wright (Florence Pugh) in das Dorf zu bringen, in dem das Mädchen lebt, um die elfjährige Anna O'Donnell (Kíla Lord Cassidy) untersuchen und beobachten zu lassen. Es dauert nicht lange und mit der Zeit strömen immer mehr Touristen und Pilger in den Ort, um das Mädchen, das monatelang ohne Nahrung überlebt hat, mit eigenen Augen zu sehen. Doch Anna, die behauptet, sich von "himmlischem Mana" zu ernähren, geht es immer schlechter und Lib muss schnell handeln und Antworten auf etwas finden, das unerklärbar scheint. Beherbergt das Dorf tatsächlich eine Heilige oder sind hier Betrüger am Werk?

Von dem Moment an, in dem Florence Pugh in dem Historiendrama "The Wonder" auftaucht - an einem Tisch auf einem schwach beleuchteten Schiff sitzend und methodisch von einem Teller essend, während sie in irgendeinen privaten Horizont starrt - ist man bei ihr. Ihre Figur, Lib Wright, wirkt so in sich gekehrt und so offensichtlich uninteressiert an den anderen Passagieren, dass man nicht anders kann, als von ihr fasziniert zu sein. Sie lässt einen nicht mehr los, wenn man ihr durch diese perverse, provokante Geschichte über Frauen, ihren Appetit und eine Welt folgt, die auf barbarische Weise versucht, beides zu kontrollieren. "Das Wunder" ist eine Geschichte über Glaube und Aufopferung, ein Mysterium, das in ein Gewirr von Komplikationen verpackt ist. Die Geschichte spielt 1862 in Irland - etwa ein Jahrzehnt nach dem Ende der großen Hungersnot, die das Land verwüstete und schätzungsweise eine Million Tote hinterließ - und nimmt ihren Lauf, als Lib, eine Krankenschwester aus London, zu ihrer neuen und ungewöhnlichen Aufgabe in einem abgelegenen Dorf ankommt. 

Der chilenische Regisseur Sebastián Lelio führt die Teile dieser seltsamen Geschichte mit Sparsamkeit, Schönheit, seiner charakteristischen Intimität und der üblichen Auswahl an denkwürdigen Gesichtern anmutig ein. Sein einziger wirklicher Fehltritt ist eine Rahmenhandlung: zwei quasi-brecherische Szenen auf einer Tonbühne, die die Geschichte einleiten und ihren Kunstgriff ankündigen. "Die Menschen, die man gleich treffen wird, die Figuren, glauben mit voller Hingabe an ihre Geschichten", sagt eine Frau aus dem Off, während die Kamera an Filmgeräten und Farbspritzern vorbeigleitet, bevor sie auf Lib stoppt. Die Stimme gehört zu Kitty (Niamh Algar), die der Familie O'Donnell nahe steht und irgendwann später, wenn sie in ihrer Rolle ist, in die Kamera schaut und sagt: "Hallo noch mal. Ich sagte doch, ohne Geschichten sind wir nichts." Es ist unklar, warum Lelio sich die Mühe mit diesen erzwungenen Verfremdungseffekten gemacht hat, die dazu dienen sollen, dass man über das, was man sieht, nachdenkt, anstatt sich psychologisch mit den Figuren zu identifizieren. Das ist ein zweifelhafter Schachzug - und die durchsetzungsfähige moderne Filmmusik leistet bereits einen Teil dieser Arbeit - und ist im Allgemeinen so fade wie eines der falschen Happy Ends aus dem alten Hollywood.

Sicherlich gibt es schon viel zu bedenken, denn "Das Wunder" kreist um Fragen der Kontrolle - durch Kirche, Staat und Männer - und verletzliche Körper in Gefahr. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Emma Donoghue, die gemeinsam mit Lelio und Alice Birch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet. Bei "Das Wunder" handelt es sich um eine andere Art von Gefangenschaftserzählung, alles dreht sich um Trauma und Pflege - die Betreuung und Ernährung von Kindern - und stellt Mutterschaft sowohl als Akt der Unabhängigkeit als auch der Erlösung dar. Lib übernimmt den Mantel der Mutterschaft allmählich und mit genug Komplexität, dass die Geschichte nie in Vorhersehbarkeit verfällt. Sie verwechselt auch nicht Empathie mit Essentialismus. Obwohl sie sich für Anna erwärmt (wie könnte sie auch nicht?) und sich auch mit einem Journalisten (Tom Burke) einlässt, wodurch eine allegorische Familieneinheit entsteht, bleibt die Figur durchgehend überzeugend souverän. Getragen von Lelios intelligentem Filmemachen - und von Pughs wunderbar kalibrierter Mischung aus körperlicher Kraft und temperamentvoller Herbheit - verkörpert Lib die Argumente, Themen und die Kraft der Geschichte mit lebendiger Klarheit. Man kann weder sie noch ihren Heißhunger auf das Leben leugnen.

7/10

Quellen
Inhaltsangabe: Netflix