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David Norris (Matt Damon) blickt einer rosigen Zukunft als Politiker entgegen. Doch dann tauchen mysteriöse Anzugträger auf und untersagen ihm die Beziehung zur Tänzerin Elise (Emily Blunt). Warum, weshalb? Das erfährt David nicht so genau. Die schick gekleideten Herrschaften machen ihm allerdings deutlich, dass er ein großes Risiko eingeht, wenn er ihrer Forderung nicht nachkommt. Seine und die Zukunft anderer Menschen steht auf dem Spiel. Fortan ist Norris hin- und hergerissen zwischen Leidenschaft und Karriere, zwischen emotionaler Gewissheit und totaler Unwissenheit. Langsam dämmert ihm, dass er bloß als Bauer auf einem gigantischen Schachfeld dient. Und das ist eine Erkenntnis, die ihm gar nicht behagt. Als Mann der Tat ergreift Norris die Initiative, um das große Glück seines Lebens zu retten.
In diesem intelligenten, aber letztlich etwas zu glatten Mix aus Science-Fiction, Liebesfilm und metaphysischem Thriller spielt Matt Damon den aufstrebenden Politiker David Norris, dessen Leben von einer geheimnisvollen Organisation überwacht und gesteuert wird. Als David zufällig erfährt, dass bestimmte Menschen dafür sorgen, dass sein Leben nach einem vorgegebenen Plan verläuft, beginnt er sich gegen ein System aufzulehnen, das offenbar über seinen freien Willen entscheidet. Die Grundlage für George Nolfis Film bildet Philip K. Dicks Kurzgeschichte "Adjustment Team" - und genau dessen typisch paranoide Vorstellung einer unsichtbaren Macht ist der reizvollste Teil des Films. Damon und Emily Blunt sind dabei ein überzeugendes Paar. Damon spielt David mit sympathischer Bodenständigkeit, während Blunt als Tänzerin Elise Richardson genügend Energie und Charme mitbringt, damit die Liebesgeschichte nicht komplett in der Science-Fiction-Idee untergeht. Ihre Chemie ist zweifellos einer der Gründe, warum der Film trotz seiner Schwächen funktioniert.
Auch die Grundidee ist stark: Was wäre, wenn unser vermeintlich freier Wille tatsächlich nur innerhalb eines festgelegten Plans existiert? Die "Adjustment Bureau"-Agenten, die mit Türen durch Raum und Zeit reisen und Davids Entscheidungen korrigieren sollen, verleihen dem Film eine angenehm surreale Note. Nolfi findet dafür einige hübsche visuelle Einfälle, ohne die Geschichte mit übermäßigen Spezialeffekten zu erschlagen. Das Problem ist, dass der Film aus dieser faszinierenden Prämisse zu wenig herausholt. Statt die philosophischen Fragen wirklich zu vertiefen, entscheidet er sich zunehmend für eine konventionelle Liebesgeschichte: David und Elise sollen zusammen sein, also muss das Schicksal eben ausgetrickst werden. Dadurch wird die interessante Frage nach Determinismus und freiem Willen schließlich auf ein relativ simples "Liebe besiegt das System" reduziert. Auch die Gegenspieler bleiben etwas enttäuschend. John Slattery und Anthony Mackie sind als Mitglieder des Adjustment Bureau zwar charismatisch, ihre Organisation bleibt aber letztlich zu nebulös. Gerade die Regeln dieses Systems wirken immer dann flexibel, wenn das Drehbuch sie braucht. Das sorgt für Spannung, schwächt aber die innere Logik des Films.Dafür stimmt das Tempo. "The Adjustment Bureau" ist kurzweilig, visuell elegant und besitzt gerade in seinen Verfolgungssequenzen durch Türen und wechselnde Räume einige originelle Momente. Die Inszenierung erinnert dabei an klassische Paranoia-Thriller, ohne deren düstere Konsequenz zu erreichen. Im Vergleich zu Philip K. Dicks deutlich verstörenderen Verfilmungen wie "Blade Runner" oder "Minority Report" bleibt Nolfis Film wesentlich zugänglicher und romantischer - und damit letztlich aber auch weniger nachhaltig. Damit ist "The Adjustment Bureau" ein unterhaltsamer und gut gespielter Science-Fiction-Thriller, dessen starke Ausgangsidee leider nicht konsequent genug weitergedacht wird. Matt Damon und Emily Blunt tragen die romantische Ebene, die Raum-und-Zeit-Spielereien sorgen für Spannung, doch die philosophischen Möglichkeiten werden zugunsten eines konventionellen Liebesfilm-Finales verschenkt. Kein schlechter Film, aber einer, bei dem man ständig spürt, dass eigentlich noch deutlich mehr möglich gewesen wäre.


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