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Die Erde fällt interstellaren Plünderern zum Opfer – und die außerirdischen Aggressoren sind richtig mies drauf. Stadt um Stadt und Land um Land gerät der blaue Planet in die Hände der Invasoren, die Menschheit ist dem Inferno völlig hilflos ausgeliefert. Los Angeles wird zum Zentrum der Résistance gegen den übermächtigen Feind. Der abgebrühte Sergeant Michael Nantz (Aaron Eckhart) soll die Verteidigung der Stadt stärken. Können er und seine Truppe (u.a. Michelle Rodriguez, Cory Hardrict, Will Rothhaar, Jim Parrack und R&B-Sänger Ne-Yo) die Apokalypse abwenden?
Jonathan Liebesmans "Battle: Los Angeles" ist im Kern weniger Science-Fiction als ein Kriegsfilm mit Aliens. Wenn unbekannte Außerirdische weltweit angreifen, folgt der Film fast ausschließlich einem US-Marineinfanterie-Trupp unter Staff Sergeant Michael Nantz (Aaron Eckhart), der sich durch das zerstörte Los Angeles kämpft. Das Ergebnis erinnert deutlich an "Black Hawk Down" trifft auf "War Of The Worlds": laut, hektisch und ausgesprochen patriotisch. Aaron Eckhart ist dabei der wichtigste Trumpf. Er verleiht Nantz trotz der ziemlich schematischen Figur genügend Glaubwürdigkeit und menschliche Präsenz. Auch Michelle Rodriguez, Ramón Rodríguez und Bridget Moynahan funktionieren innerhalb des Ensembles ordentlich. Die Figuren bleiben allerdings überwiegend Genretypen: der unerfahrene Soldat, der harte Vorgesetzte, der skeptische Kamerad. Der emotionale Zusammenhalt des Trupps soll die Geschichte tragen, wirkt aber nicht selten wie aufgesetzte Militärromantik.
Visuell und akustisch macht Liebesman dagegen ordentlich Druck. Wackelkamera, schnelle Schnitte, Explosionen und Dauerfeuer erzeugen tatsächlich das Gefühl, mitten in einem Gefecht zu stecken. Gleichzeitig wird die Inszenierung durch ihre permanente Hektik irgendwann ermüdend. Inhaltlich ist "Battle: Los Angeles" hingegen erwartungsgemäß dünn. Warum die Aliens angreifen, bleibt weitgehend Nebensache; ihre Motivation, die Erde beziehungsweise deren Wasser zu erobern, ist kaum mehr als ein Vorwand für die Gefechte. Gegenüber intelligenteren Invasionsfilmen wie beispielsweise "District 9" fehlt dem Film deshalb jede wirkliche gesellschaftliche oder politische Dimension. Und trotzdem: Als schnörkelloses Actionkino funktioniert der Film erstaunlich gut. Wer keine philosophische Alien-Geschichte erwartet, sondern beinahe zwei Stunden Dauergefecht mit einem charismatischen Hauptdarsteller, bekommt genau das. Die Effekte sind solide, die Action besitzt Wucht und einige Gefechte entwickeln durchaus Spannung. Nur sollte man die emotionale und dramaturgische Tiefe nicht dort suchen, wo vor allem geschossen wird."Battle: Los Angeles" ist weder ein guter Science-Fiction-Film noch ein besonders origineller Kriegsfilm, aber ein durchaus effektiver Actioner. Zwischen Alien-Invasion, militärischer Machtdemonstration und einem Videospiel findet Liebesman einen brachialen, wenn auch ziemlich eindimensionalen Stil. Die dünne Geschichte, die Klischees und die übertriebene Wackelkamera verhindern mehr - wer sich aber auf lautes, kompromissloses Popcornkino einlässt, wird zumindest ordentlich bedient.


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