Dienstag, 21. November 2017

Odd Thomas (2013)

http://www.imdb.com/title/tt1767354/

Auf den ersten Blick wirkt Odd Thomas (Anton Yelchin) wie ein ganz normaler junger Mann. Er ist Imbisskoch in einem Schnellrestaurant und verliebt in die hübsche Stormy (Addison Timlin). Doch Odd hat ein besondere Gabe: Er kann die sogenannten Bodachs sehen, Schattengestalten, die sich vom Unglück und Verderben der Menschen nähren. Besonders im Umfeld von Bösem tauchen die Kreaturen auf, bleiben jedoch für gewöhnliche Menschen unsichtbar. Odd kann nicht nur die Gestalten sehen, sondern auch mit den Geistern der Toten kommunizieren und schlimmes Unheil vorausahnen. Eines Tages betritt ein Mann das Restaurant, um den sich so viele Bodachs tummeln, wie Odd es noch nie zuvor gesehen hat. Er muss den Fremden mit der Aura des Bösen mit allen Mitteln aufhalten, bevor das Grauen seinen Lauf nimmt...

"Odd Thomas" basiert auf einem Roman des Schriftstellers Dean Koontz, der wie Stephen King vornehmlich im Horror-Genre zu Hause ist. Eine Portion Horror bietet auch die Verfilmung von Stephen Sommers, der die Romanvorlage aber durchweg locker und humorvoll umgesetzt hat. Hauptdarsteller Anton Yelchin macht als optischer Loser der eigentlich ein taffer Superheld ist eine gute und sympathische Figur, Addison Timlin als seine kecke Freundin ist sehr amüsant und wirklich sexy und Willem Dafoe soll in seiner etwas knappen Nebenrolle bestimmt nicht unabsichtlich an seinen Kultauftritt in "The Boondock Saints" erinnern (leider ohne Erfolg). Die audiovisuellen Einfälle sind toll, auch wenn die Effekte (wahrscheinlich budgetbedingt) in der Qualität oft schwanken.

Die Handlung, welche man auch bierernst hätte servieren können, wird immer wieder durch manchmal mehr, manchmal weniger gelungene bis hin zu unnötigen Gags und Sprüchen aufgelockert. Da wird unnötig überdreht, was einem leider oftmals aus den an sich atmosphärischen spannenden Grundton des Films rausreißt. Der Film ist eine ungewöhnliche Mischung aus Teenieromanze, Krimi und Horror/Mystery, was letztendlich auch das Problem des Streifens ist. Aufkommende Spannung und Dramatik wird zu oft durch lockere Dialoge im Keim erstickt. So weiß der Film zwar durchaus zu unterhalten, doch kann leider nicht richtig zu fesseln - abgesehen vom großen Finale, dass einen dann doch noch etwas umhaut. Aufgrund der sympathischen Figuren und der originellen Story bzw. deren filmischer Umsetzung kann man hier durchaus mal einen Blick riskieren. Es ist einfach eine spaßige, spannende, kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch.

6,5/10

Von NAMELESS Media kommt der Film in HD im auf 245 Stück limitierten Mediabook: