Samstag, 16. Mai 2015
Commando - Phantom Kommando (Director's Cut) (1985)
John Matrix, ehemaliger Elitesoldat, hat sich zurückgezogen und lebt mit seiner Tochter in den Bergen. Doch eines Tages taucht General Kirby, dein ehemaliger Vorgesetzter, bei ihm auf, um ihn zuz warnen: Irgendjemand hat es auf Johns ehemalige Einheit abgesehen, viele seiner ehemaligen Kameraden wurden bereits getötet. Wenig später erscheinen wirklich einige Männer, die John samt Tochter entführen, weil ein abgesetzter Diktator eines südamerikanischen Landes wieder an die Macht will, und John soll den aktuellen Präsidenten umbringen. Seine Tochter benutzen die Terroristen hierbei als Druckmittel, denn sollte der Präsident nicht getötet werden, werden sie seine Tochter ermorden.
"Phantom Kommando" ist wohl der Inbegriff eines 80er Jahre Actionfilms. Irgendwo her müssen die Klischees eben auch kommen, oder? Grade diese offensichtliche und ehrliche Naivität, gibt diesem Film einen ganz eigenen Charme. Die Story könnte dümmlicher kaum sein und die Klischees geben sich nur so die Klinke in die Hand. Schwarzenegger liefert einen One-Liner nach dem nächsten und sein Charakter John Matrix ist komplett übermenschlich. Wenn man das alles mit "das war eben damals so" hin nimmt, dann kann man einen großen Spaß mit diesem brutalen Action-Inferno haben. Und das nun auch im knapp 2 Minuten längeren Director's Cut.
Machen denn nun 1 Minute und 41 Sekunden an Schnitten etwas aus? Ja, wenn man bedenkt, dass der Film für ein R-Rating 4 Gewaltschnitte hinnehmen musste. Dazu kommen 2 Handlungserweiterungen und eine Tonzensur. Sicher, der eine oder andere wird sich sagen, dass dies den Film weder besser noch schlechter macht, doch hier kann man auch anderer Meinung sein. Denn eben diese Fassung stellt den Film wieder so dar, wie er vom Regisseur einmal gedacht war. Und das wird immer honoriert.
Der große Showdown, bei dem ganze Häuser gesprengt werden und sich Regisseur Lester es sich auch nicht nehmen ließ, kleinere Splattermomente zu generieren, wirkt damals wie heute belustigend schräg. Man achte wirklich nur einmal darauf, wie teilweise zielgenau die Gegner in Arnolds Maschinengewehrfeuer rennen. Ganze 74 Gegner schießt, sticht und schlägt Schwarzenegger in den letzten Minuten nieder. Ein wahres fest. Und da man im Director's Cut davon nun auch noch etwas mehr zu sehen bekommt, lege ich glatt noch einen halben Punkt auf meine Ursprungsbewertung drauf.
8/10
Einst in Deutschland verboten und sogar indiziert ist der Film heute ab 18 freigegeben. Von Eightyfour Entertainment erschien der Film im limitierten "2-Disc Limited Director's Cut" Mediabook. Dieser beinhaltet die Kinofassung und den hier besprochenen Director's Cut.
Montag, 28. April 2014
Commando - Phantom Kommando (1985)
John Matrix, ehemailger Elitesoldat, hat sich zurückgezogen und lebt mit seiner Tochter in den Bergen. Doch eines Tages taucht General Kirby, dein ehemaliger Vorgesetzter, bei ihm auf, um ihn zuz warnen: Irgendjemand hat es auf Johns ehemalige Einheit abgesehen, viele seiner ehemaligen Kameraden wurden bereits getötet. Wenig später erscheinen wirklich einige Männer, die John samt Tochter entführen, weil ein abgesetzter Diktator eines südamerikanischen Landes wieder an die Macht will, und John soll den aktuellen Präsidenten umbringen. Seine Tochter benutzen die Terroristen hierbei als Druckmittel, denn sollte der Präsident nicht getötet werden, werden sie seine Tochter ermorden.
General Kirby: "Keep on the airwaves and let me know if you hear anything unusual" - "I'll keep at it. What are you expecting?" - "World War Three"
Ich liebe diesen Film. So herrlich (unfreiwillig) lustig und übertrieben brutal, ein Filmfehler jagt den nächsten und dazwischen Arnie, der als sprücheklopfende One-Man-Army gegen ein ganzes südamerikanisches Platoon kämpft. Ja, solche Filme gibt es leider nicht mehr. Übergroße Muskeln, große Schießeisen, geile Sprüche, übertriebene Gewalt und Techno-/E-Gitarrenmix Soundtracks. Wen interessiert da die Logik hinter der Story, die zeitliche Komponente oder gar die Intention der Figuren? Hier geht es nur um eins: Action. Und die gibt es reichlich. Dafür muss der Film auch mit knapp 90 Minuten nicht ausufern und erzählt kurz und knapp genau das was der Fan sehen will und braucht. Kein überflüssiges Gelaber, sondern Taten! Für mich einer der besten Hirn-raus-Film-rein-Filme aller Zeiten.
Auf englisch ist der Film ein wahrer Genuß: Schwarzenegger: "Remember, Sully, when I promised to kill you last" - "That's right, Matrix! You did!" - "I lied." - oder auch sehr nett: General Kirby: "Leave anything for us?" - Schwarzenegger: "Just bodies."
7,5/10
Einst in Deutschland verboten und sogar indiziert ist der Film heute ab 18 freigegeben. Von Eightyfour Entertainment erschien der Film im limitierten "2-Disc Limited Director's Cut" Mediabook. Dieser beinhaltet die hier besprochene Kinofassung und den Director's Cut.
Mittwoch, 24. August 2022
Last Man Down (2021)
Nachdem die Zivilisation einer tödlichen Pandemie zum Opfer gefallen und seine Frau ermordet worden ist, verlässt John Wood (Daniel Stisen) - ein Soldat der Special Forces - seine Pflicht und wird zum Einsiedler in der nordischen Wildnis. Jahre später steht eine verletzte Frau vor seiner Tür. Maria Johnson (Olga Kent) ist ein entkommenes Versuchskaninchen, und ihre Verfolger glauben, dass ihr Blut der Schlüssel zu einem weltweiten Heilmittel ist. Obwohl John zögert, sich darauf einzulassen, werden alle Zweifel beiseite gewischt, als er herausfindet, dass Marias Verfolger kein anderer als Commander Stone (Daniel Nehme) ist, der Mann, der vor einigen Jahren seine Frau ermordet hat.
Wenn der bärtige, grimmig dreinschauende John Wood (Daniel Stisen) zu Beginn zwei Holzsstämme durch die Gegend zieht und der Schweiß auf den muskebepackten Armen in den Fokus gesetzt wird, dann fühlt man sich ein klein wenig an "Phantom Kommando" erinnert. Leider verfolgt der Film nicht dasselbe Ziel wie der damalige Actionkracher aus den Achtzigern. Die Story ist hahnebüchener Unsinn, die Schauspieler schlecht und die, angesichts der auch später immer wieder in Szene gesetzter Muskelberge, Action ist unfassbar fade. Denn auch, wenn es hier manchmal etwas härter wird, so richtig explizit gezeigt wird kaum etwas. Dazu gesellen sich Dialoge, über die man selbst noch im angetrukenen Zustand mit dem Kopf schütteln möchte - kurz: hier gibt es nichts, was sich zu sehen wirklich lohnt. Von offensichtlichen Filmfehlern will man da erst gar nicht anfangen. Potential wäre durchaus vorhanden gewesen, und ansprechend gefilmt wurde auch, mit Daniel Stisen hat man eigentlich einen ordentlichen, gleichwohl stoischen Schwarzenegger-Ersatz und Olga Kent weiß als zu beschützendes weibliches Wesen auch zu gefallen - es ist daher am Ende zähneknirschend traurig, dass der schwedische "Last Man Down" so versemmelt wurde.
3/10
Quellen:
Inhaltsangabe: Tiberius Film





