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Donnerstag, 13. August 2026

Paranormal Activity: Next Of Kin - Paranormal Activity: Verwandschaftsverhältnisse (2021)

https://www.imdb.com/title/tt10515988/
https://letterboxd.com/film/paranormal-activity-next-of-kin/

Margot (Emily Bader) wurde in jungen Jahren zur Adoption freigegeben und hat ihre leibliche Mutter nie kennengelernt. Nun, wo sie erwachsen ist, macht sie sich auf die Suche nach ihrer Familie. Zusammen mit ihrem Freund, der das mögliche Aufeinandertreffen und den Weg dorthin filmen soll, begibt sie sich auf einen Roadtrip ins Ungewisse. Ihre Recherchen führen Margot zu einer amischen Glaubensgemeinschaft, wo sie zunächst mit offenen Armen empfangen wird. Was mit netten Gesten beginnt, entpuppt sich aber schon bald als wahrer Alptraum: Seltsame Vorkommnisse häufen sich, schreckliche Entdeckungen geben Rätsel auf und das Schweigen der Gemeinschaftsmitglieder lässt keinen Zweifel daran, dass hier dunkle Kräfte am Werk sind. Die Wahrheit über ihre biologische Mutter und der Grund für die Trennung von ihr ist ein blutgetränktes Kapitel in Margots Vita, das besser verborgen geblieben wäre.

Nach sieben Filmen schien die "Paranormal Activity"-Reihe erzählerisch weitgehend auserzählt. Mit "Paranormal Activity: Next Of Kin" wagte Paramount daher einen nahezu vollständigen Neustart. Statt die bekannte Geschichte um Katie, Kristi und den Dämon Toby fortzuführen, schlägt der achte Film einen völlig neuen Weg ein. Regisseur William Eubank und Drehbuchautor Christopher Landon verabschieden sich weitgehend von der bisherigen Mythologie und erzählen einen eigenständigen Found-Footage-Horrorfilm. Diese Entscheidung ist zweischneidig, denn einerseits fühlt sie sich oft wie ein solider Horrorfilm an - andererseits nur eben kaum wie ein "Paranormal Activity"-Film. Dabei ist sein neuer Ansatz stark. Statt erneut Überwachungskameras in einem Vorstadthaus zu platzieren, verlegt "Paranormal Activity: Next Of Kin" den Schauplatz in eine abgelegene, von der Außenwelt isolierte Gemeinde. Dadurch entsteht von Beginn an eine spürbare Unruhe. Die fremde Umgebung, die schweigsamen Dorfbewohner und die religiös geprägten Traditionen erzeugen eine Atmosphäre, die eher an Folk-Horror-Klassiker wie "The Wicker Man" oder moderne Vertreter wie "Midsommar" erinnert als an die bisherigen Filme der Reihe.

Auch William Eubank beweist erneut sein Gespür für stimmungsvolle Bilder. Obwohl der Film formal weiterhin als Found-Footage präsentiert wird, wirkt die Kameraarbeit deutlich hochwertiger und abwechslungsreicher als in vielen Vorgängern. Die weitläufigen Wälder, dunklen Scheunen und unterirdischen Tunnel schaffen eine beklemmende Kulisse, die hervorragend zur Geschichte passt. Besonders die zweite Filmhälfte steigert die Spannung kontinuierlich und liefert einige wirkungsvoll inszenierte Horrormomente. Positiv fällt außerdem auf, dass der Film deutlich mehr Wert auf eine zusammenhängende Handlung legt. Statt ausschließlich auf langsam zuschlagende Türen oder sich bewegende Gegenstände zu setzen, entwickelt sich hier ein echter Mystery-Plot mit Geheimnissen, Familiengeschichte und religiösem Fanatismus. Genau darin liegt allerdings auch das größte Problem des Films. Je weiter die Handlung voranschreitet, desto deutlicher stellt sich die Frage, warum dieser Film überhaupt den Titel "Paranormal Activity" trägt. Die bekannten Elemente der Reihe - der schleichende Aufbau, die allgegenwärtige Bedrohung im eigenen Zuhause und die Mythologie um Toby - spielen praktisch keine Rolle mehr. Stattdessen erinnert "Paranormal Activity: Next Of Kin" über weite Strecken an einen eigenständigen Okkult-Horrorfilm, dem erst spät das Franchise-Logo aufgesetzt wurde. Hinzu kommt, dass der Found-Footage-Ansatz nicht immer konsequent genutzt wird. Immer wieder wirkt die Kameraführung deutlich zu inszeniert, um noch glaubhaft als dokumentarisches Material durchzugehen. Dadurch verliert der Film einen Teil jener Authentizität, die gerade die ersten beiden Teile so wirkungsvoll machte.

Auch das Finale fällt etwas überladen aus. Nachdem der Film lange auf subtile Spannung setzt, schlägt der Schluss deutlich actionreichere und effektreichere Töne an. Zwar sorgt das für Tempo, gleichzeitig geht jedoch ein Teil der zuvor aufgebauten unheimlichen Atmosphäre verloren. Unterm Strich ist er als Neustart mutig und funktioniert für sich genommen überraschend gut. Gleichzeitig entfernt er sich so weit von den Wurzeln der Reihe, dass der Bezug zum "Paranormal Activity"-Universum oft nur noch auf dem Titelblatt existiert. Wer einen eigenständigen Folk- und Mystery-Horrorfilm sucht, wird solide unterhalten. Fans der ursprünglichen Reihe dürften dagegen viele der vertrauten Stärken vermissen.

2,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/ArtworkRoom 101/Blumhouse Productions/Paramount Players/ARRI Media/Solana Films/Paramount Pictures

Dienstag, 4. August 2026

Paranormal Activity 3 (2011)

https://www.imdb.com/de/title/tt1778304/
https://letterboxd.com/film/paranormal-activity-3/

Das Prequel zur "Paranormal Activity"-Reihe erzählt die Vorgeschichte der rätselhaften Ereignisse um Katie (Katie Featherston) und ihre Familie, die von einem bösen Dämon heimgesucht wird. Ihre Schwester Kristi (Sprague Grayden) möchte der Frage auf den Grund gehen, warum der Dämon ausgerechnet sie und Katie auserwählt hat. Sie sichtet Videomaterial aus ihrer Kindheit in den 1980ern und schnell wird klar, dass Katie ihre Schwester damals in ein verhängnisvolles Ritual verstrickte, das die Zukunft der beiden auf schreckliche Weise verändert hat. Angelockt von den Kindern, beginnt der Dämon sein unsichtbares, aber teuflisches Spiel.

Nach dem Überraschungserfolg von "Paranormal Activity" und der direkten Fortsetzung stand die Reihe vor einer schwierigen Aufgabe: Wie hält man das Found-Footage-Konzept frisch, ohne die bekannten Zutaten ständig zu wiederholen? Die Antwort lieferte "Paranormal Activity 3" in Form eines Prequels. Das Regieduo Henry Joost und Ariel Schulman verlegte die Handlung ins Jahr 1988 und erzählte die Vorgeschichte der Schwestern Katie und Kristi. Der dritte Teil verlässt sich dabei auf schleichenden Horror statt auf Jump-Scares. Das Publikum weiß oft schon, dass gleich etwas passieren könnte - doch wann und wie, bleibt lange unklar. Gerade diese permanente Erwartungshaltung sorgt für eine konstante Anspannung, die den Film über weite Strecken trägt. Besonders einfallsreich sind die neuen Kameraideen. Das improvisierte Kamerasystem, bei dem eine Videokamera auf einem oszillierenden Ventilator montiert wird und langsam zwischen zwei Räumen hin- und herschwenkt, gehört inzwischen zu den ikonischsten Momenten der gesamten Reihe. Jeder Schwenk erzeugt Nervosität, weil sich die Szenerie bei jeder Rückkehr minimal verändert haben könnte. 

Auch die beiden jungen Darstellerinnen Chloe Csengery und Jessica Tyler Brown überzeugen als Katie und Kristi. Ihre natürliche Darstellung verleiht den übernatürlichen Ereignissen zusätzliche Glaubwürdigkeit. Gleichzeitig funktioniert die Chemie innerhalb der Familie erstaunlich gut, wodurch sich der Zuschauer stärker mit den Figuren identifizieren kann als in manchen anderen Teilen der Reihe. Positiv fällt außerdem auf, dass das Prequel die Hintergrundgeschichte der dämonischen Ereignisse erweitert, ohne dabei alles vollständig zu erklären. Der Film streut neue Hinweise über den Ursprung des Fluchs ein und verknüpft sie geschickt mit den späteren Filmen. Dadurch gewinnt das Franchise zwar an Mythologie, bewahrt sich aber dennoch einen gewissen rätselhaften Charakter.

Dennoch zeigt auch "Paranormal Activity 3" die bekannten Probleme der Reihe. Über weite Strecken passiert erzählerisch relativ wenig. Viele Szenen folgen dem inzwischen vertrauten Muster: ruhige Alltagsmomente, kleine übernatürliche Vorfälle, anschließend wieder längere Ruhephasen. Wer bereits die ersten beiden Filme kennt, wird deshalb vieles als wenig überraschend empfinden. Bis zum Finale steigert sich der Film dann deutlich und liefert einige wirkungsvolle Bilder, doch die Auflösung wirkt hektischer als der sorgfältige Spannungsaufbau zuvor. Einige Handlungsfragen bleiben bewusst offen, was zwar zum Mysterium beiträgt, aber trotzdem eher Frustration als Faszination auslöst. Gleichzeitig leidet der Film unter dem bekannten, sehr repetitiven Erzählmuster der Reihe und einem Finale, das nicht alle Erwartungen erfüllt. "Paranormal Activity 3" ist unterm Strich eine empfehlenswerte Ergänzung - wer mit den Vorgängern jedoch wenig anfangen konnte, wird auch hier kaum bekehrt werden.

5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/ArtworkParamount Pictures/Blumhouse Productions/Solana Films/Room 101

Dienstag, 18. Oktober 2022

Paranormal Activity (2007)

https://www.imdb.com/title/tt1179904/
https://letterboxd.com/film/paranormal-activity/

Dem Pärchen Micah (Micah Sloat) und Katie (Katie Featherston) steht eine harte Beziehungsprobe bevor. Irgendetwas bringt sie um ihre Nachtruhe - es klopft an Türen, scharrt über den Boden, poltert... Micah beschließt deshalb, ihren Schlaf mit einer Videokamera zu überwachen. So bekommt das Paar gruselige Gewissheit: die Schlafzimmertür bewegt sich ohne Zutun! Ein zu Rate gezogener Parapsychologe (Mark Fredrichs) klärt das Paar dann darüber auf, dass Katie von einem Dämon verfolgt wird. Und der hat gerade erst angefangen, sie und ihren Freund zu quälen... 

"Paranormal Activity" ist ein kleines Phänomen. Nicht wegen der Schauspieler, oder dem geringem Budget. Sondern wegen dem, was hier seit "Poltergeist" aufgebaut und gezeigt wird: Das Mysterium um übernatürliche Ereignisse in einem Haushalt. Gegenstände bewegen sich, ein lautes Geräusch, Schatten huschen über Wände, Töpfe und Pfannen klappern. "Paranormal Activity" spielt genau mit der Angst des Zuschauers vor dem Unerklärlichen und erzeugt so einen ansprechenden Nervenkitzel. Doch der Film spielt nicht nur mit dem Zuschauer, sondern auch mit der Angst selbst und probiert sich aus. Zudem ist "Paranormal Activity" das Sinnbild für Minimalismus. Eine Kamera plus ein Pärchen ergibt ein Kammerspiel der besonderen Art. So wird die Atmosphäre auf hohem Niveau gehalten und - mehr noch - kontinuierlich aufgebaut. Die Spannung hingegen schwankt etwas, kann aber mitreißen. So avanciert "Paranormal Activity" leicht zu einem der besten Gruselfilm, und noch dazu einem, der ohne Blut und Gekröse auskommt. Weil man sich nie sicher sein kann ob das hier nun "Found Footage" ist oder nicht (selbstverständlich ist der Film nur darauf aufgebaut) und alles so authentisch wirkt, die Schauspieler "vor sich hin leben" und in die Ereignisreihe gestürzt werden, hat man als Zuschauer ständig das Gefühl in voyeuristischer Art und Weise die Ecken des Bildschirms sondieren zu müssen, um ja nichts zu verpassen. Das macht "Paranormal Activity" aus, das gruselt, das gefällt. Man hätte es rückblickend aber bei einem Teil belassen sollen. Alles nachfolgende lutschte die ursprünglich tolle Idee nur aus.

7,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/ArtworkBlumhouse Productions/Solana Films/Paramount Pictures

Sonntag, 11. September 2016

Paranormal Activity: The Ghost Dimension - Paranormal Activity: Ghost Dimension (Extended Cut) (2015)

http://www.imdb.com/title/tt2473510/
https://letterboxd.com/film/paranormal-activity-the-ghost-dimension/

Ryan Fleege (Chris J. Murray), Ehefrau Emily (Brit Shaw) und die kleine Tochter Leila (Ivy George) brauchen einen Tapetenwechsel. Doch in ihrem neuen Heim entdeckt die Familie ein paar Gegenstände, die darauf schließen lassen, dass hier früher unheilvolle Dinge passierten. In einer Kiste lagert VHS-Material, das Ryan mit seinem Bruder Mike (Dan Gill) sichtet, und das Furchtbares erahnen lässt. In einem der Filme werden die Mädchen Katie (Chloe Csengery) und Kristi (Chloe Csengery) in übersinnliche Praktiken eingewiesen – und Katie im Video bemerkt die Präsenz der Brüder, obwohl die Aufnahmen zwanzig Jahre alt sind. Es dauert nicht lange, bis die kleine Leila Opfer von Geisterattacken wird – die sich durch die Linse einer speziellen Kamera, die ebenfalls im neuen Haus gefunden wurde, sogar sehen lassen...

Kaum zu glauben, dass ein damals bahnbrechender Film wie "Paranormal Activity" mittlerweile in die fünfte Runde gehen konnte, zumal bei allen Teilen eigentlich immer wieder das Gleiche gezeigt wurde. Rein "zufällig" zeichnet nämlich immer eine Kamera, egal ob Überwachungs-, Hand- oder Stativkamera, "seltsame" Geschehnisse auf - noch bevor diese überhaupt Bahn brechen. Und dabei sind wir gleich beim Kern der Sache, denn es ist immer noch absolut unglaubwürdig, dass der Vater oder der Freund oder wer auch immer ständig mit einer Kamera in der Hand durch die Gänge seines eigenen Hauses hechtet und sogar in der Nacht mit selbiger sein Kind besucht. Letzteres grenzt wohl eher an Pädophilie als an das Suchen nach Geistern oder Geistererscheinungen. Nichtsdestoweniger spricht der Erfolg der Reihe ja für sich. Denn immerhin, legt man mal sämtlichen hanebüchenen Blödsinn wie den oben beschrieben beiseite, kann die "Paranormal Activity"-Reihe doch vor allem eins: gut unterhalten.

So auch der fünfte Teil, "Ghost Dimension". Obwohl die Familie selbst etwas blass bleibt, aber immerhin sympathisch wirkt, und man der Blonden mit dem großen Vorbau und der knappen Jeans nicht im Geringsten abkauft, dass sie sich mit paranormalen Phänomenen auskennt, bietet "Ghost Dimension" ein paar nette gruselige Effekte, die einem vor allem dann erschrecken können, wenn man von dem Film komplett eingenommen wurde. Klar, man weiß, dass da etwas ist. Aber man wartet auf den Moment. Und dieser Moment kommt des Öfteren im Film vor und zaubert das eine oder andere Mal einen wohligen Schauer über den Rücken. Und so gelangt man sich von Jumpscare zu Jumpscare, welche mal mehr, mal weniger gut passen, zum etwas einfältigen Finale, welches irgendwie unbefriedigt zurück lässt. Kaum Neues also im Land der paranormalen Aktivitäten, aber immerhin ein unterhaltsamer und teilweise auch schön gruseliger Found-Footage-Streifen für die Geisterstunde.

5,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork: Paramount Pictures/Blumhouse Productions/Solana Films/Room 101

Mittwoch, 13. September 2023

Paranormal Activity: The Marked Ones - Paranormal Activity: Die Gezeichneten (2014)

https://www.imdb.com/title/tt2473682/
https://letterboxd.com/film/paranormal-activity-the-marked-ones/

Der junge Jesse (Andrew Jacobs) erfährt, dass die ältere Dame, die unter ihm wohnt, angeblich ermordet worden ist. Er ist neugierig, was da passiert ist, und so schleicht er sich in Begleitung von Freunden und mit einer Kamera bewaffnet in die Wohnung der Toten. Dort stellen die Jugendlichen schnell fest, dass das Leben der Dame offenbar viel interessanter war als ihr Tod: Ihre Wohnung ist voll ungewöhnlicher okkulter Gegenstände und ominöser Video-Kassetten, Jesse findet sogar ein Foto von sich selbst. In der anschließenden Nacht hat er heftige Albträume und zu seiner großen und unangenehmen Überraschung erwacht er am Morgen mit einer Bisswunde am Arm. Es muss etwas mit ihm geschehen sein, aber er hat keine Erklärung dafür. Nach weiteren rätselhaften Veränderungen machen sich Jesse und seine Freunde immer größere Sorgen und suchen Rat bei Ali (Molly Ephraim), die als Kind bereits eine Begegnung mit dem Bösen hatte ...

"Paranormal Activity: Die Gezeichneten" ist keine direkte Fortsetzung sondern ein Ableger, der die Gangart ändert und mit einem Kurzauftritt von Kristi Featherstons Stieftochter Ali aus "Paranormal Activty 2" zwar eine gewisse Verbindung herstellt, sonst aber rein gar nichts mit den Vorgängern gemeinsam hat. 

Dieser Teil einige gelungene Ansätze, die ihn etwas interessanter und aufregender erscheinen lassen  als die Vorgänger. Die lateinamerikanische Community ist eine Abwechslung und da die Jungs per Handkamera unterwegs sind, fällt das Treiben logischerweise dynamischer und vielfältiger aus, als mit fest installierten Geräten. Wirkungsvolle Schockmomente lassen zwar einige Zeit auf sich warten und als sie kommen, geraten sie nicht gerade innovativ, aber langweilig wird es immerhin nicht. Das elektronische Spiel "Senso" wird zudem als eine Art Medium genutzt, eine Art Superhero Origin Story wird angerissen, auf einer Party werden zwei Chicas aufgerissen und Gang Member werden um Rat und Tat gebeten. Nach dem ersten positiven Eindruck, dem Franchise endlich einen Tapetenwechsel zu verpassen, belässt man es aber in den entscheidenden Momenten jedoch beim Alten, was den Gesamteindruck letzten Endes extrem herunterzieht. Das Finale kann auch nicht mehr viel retten, da es irgendwie recht chaotisch und überstürzt abgehandelt wird. Naja.

4/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork: Paramount Pictures/Blumhouse Productions/Solana Films/Room 101

Montag, 11. September 2023

Paranormal Activity 4 - Paranormal Activity 4: Es ist näher als Du glaubst (2012)

https://www.imdb.com/title/tt2109184/
https://letterboxd.com/film/paranormal-activity-4/

Nach den grauenvollen Ereignissen, die Katie (Katie Featherston) im Jahr 2006 zugestoßen sind, ist die junge Frau verschwunden. Doch einige Jahre später beginnt der Spuk in einer anderen Nachbarschaft von neuem. Als neue und etwas seltsame Leute in die Nachbarschaft ziehen, fällt einer ansässigen Familie, besonders der Tochter Alice (Kathryn Newton) der kleine Junge ins Auge, der sich von Anfang an seltsam benimmt. Als die Mutter des Jungen für kurze Zeit ins Krankenhaus muss, bietet Alices Mutter zuvorkommend an, den Kleinen für einige Tage bei sich aufzunehmen. Doch als er das Haus betritt, beginnen seltsame Dinge vor sich zu gehen. Lampen flackern, Dinge bewegen sich wie von Geisterhand und nachdem Alice fast von einem Kronleuchter erschlagen wurde, hat sie genug und will den Jungen aus dem Haus haben. Doch ihre Mutter glaubt nicht an Geistererscheinungen, sondern stattdessen an einen Unfall und lässt nicht mit sich reden. Doch schon bald lässt sich nicht mehr abstreiten, dass in dem Haus etwas Seltsames vor sich geht. 

Man versucht im Stile einer Reality-Show frischen Wind in die "Paranormal Activity"-Reihe herein zu bringen - was leider vollkommen verunglückt. Somit ist dann auch Teil 4 ist nichts weiter als ein stumpfer, ideenloser Abklatsch, der dem Zuseher schnell Sand in die Augen streut. Dieses Mal stehen zwei Teenager und ein sonderbarer Nachbarsjunge im Mittelpunkt der Geschichte um paranormale Aktivitäten. Statt den üblichen Hand- und Überwachungskameras, kommen nun auch Aufnahmen von Webcams und Handys zum Tragen. Nichtsdestotrotz sind die Verschleißerscheinungen im vierten Teil der Reihe besonders stark ausgeprägt, da rein gar nichts geschieht, was die Vorgänger nicht schon effektiver umgesetzt haben. Obendrein schleichen sich Willkür und Unlogik ein und bescheinigen der Fortsetzung eine besonders unkreative und überraschungsarme Ader.

4,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork: Paramount Pictures/Blumhouse Productions/Solana Films/Room 101

Samstag, 15. Oktober 2022

Paranormal Activity 2 (2010)

https://www.imdb.com/title/tt1536044/
https://letterboxd.com/film/paranormal-activity-2/

Zwei Monate vor Teil 1: Kristi (Sprague Grayden), Schwester von Katie (Katie Featherston), hat gerade ein Baby zur Welt gebracht. Sie, ihr Ehemann Dan (Brian Boland) und dessen Tochter Ali (Molly Ephraim) freuen sich sehr über das neue Familienmitglied. Doch dann behauptet die mexikanische Haushälterin Martine (Vivis Cortez), dass ein böser Geist im Haus umgeht. Die Familie nimmt diese Warnungen nicht ernst. Als eines Tages das komplette Haus verwüstet ist, glauben die Reys an herkömmlichen Vandalismus, und dass sich der automatische Poolreiniger Nacht für Nacht aus dem Wasser springt, führt Dan auf eine falsche Einstellung am Gerät zurück. Das dämonische Treiben hat jedoch gerade erst begonnen... 

Nach dem Überraschungserfolg von "Paranormal Activity" war es eigentlich keine große Überraschung, dass das produzierende Studio aus dem Found-Footage-Thriller eine ganzes Franchise aufzubauen versuchte. Leider konnte nicht einer der nachfolgenden Filme an den Erfolg des Erstlings anknüpfen. Warum? Nun - die Idee und die Überraschung war bereits nach dem Erstling quasi weg. Der zweite Teil ist also "nur" ein Neuaufguss mit bekannter Idee, bekanntem Ausgang und bekanntem Setting. Ein Haus, viele Kameras... unerklärliche Ereignisse. Dass das trotzdem spannend bleibt, dafür sorgt das Ungewisse, weil man als Zuschauer ständig schaut, ob man nicht vielleicht doch etwas entdeckt. Eine Bewegung im Hintergrund, ein Schatten, ein Gegenstand, der sich rührt. Dass das lange Zeit nicht passiert und man so immer intensiver wartet, macht die Sache irgendwie interessant - auch wenn man weiß, wie das enden wird. Wenn der Punkt kommt, häufen sich die Ereignisse (wie es sein soll) und führen zu ein paar Schock- und Schrecksequenzen, die auch noch ganz passabel sind. Den Schauspielern kauft man - bis auf ein, zwei selten dämliche Verhaltensweisen - ihre Rollen auch ab und hat im Grunde das Gefühl, hier tatsächlich einer stinknormalen Vorstadtfamilie zuzusehen, über die relativ schnell das Grauen hereinbricht. Am Ende ist es gut, dass in knapp 91 Minuten alles abgehandelt ist. Ist der Anfang auch etwas behäbig und der Aufbau vielleicht etwas zu lahm, ist es dafür am Ende umso elektrisierender und spannend. Und damit ist "Paranormal Activity 2" immer noch okay - selbst für einen Neuaufguss.

6/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/ArtworkParamount Pictures/Blumhouse Productions/Solana Films/Room 101

Dienstag, 8. Juni 2021

パラノーマル・アクティビティ 第2章 TOKYO NIGHT - Paranōmaru Akutibiti Dai Ni Shō: Tōkyō Naito - Paranormal Activity: Tokyo Night (2010)

https://www.imdb.com/title/tt1728179/
https://letterboxd.com/film/paranormal-activity-tokyo-night/

Haruka (Noriko Aoyama) hat sich im Amerikaurlaub beide Beine gebrochen. Zuhause sitzt sie den ganzen Tag herum und lässt sich von Bruder Koichi (Aoi Nakamura) verpflegen. Langweilig könnte es werden, aber praktisch mit ihrer Ankunft haben mysteriöse Ereignisse eingesetzt. Ihr Bruder dokumentiert alles mit Videokameras. Dinge, die ohne Zutun ihre Position verändern, Spuren, die auf unsichtbare Dritte deuten. Nachts im Bett kann Haruka spüren, dass sie nicht allein ist...

Die japanische Version des starken und innovativen Horrorstreifens "Paranormal Activity" zitiert ausgiebig das Original und bringt kaum etwas Neues, bis auf die einzige gute Sequenz in den letzten 5 Minuten. Das nahezu einzig bemerkenswerte ist die Tatsache, dass die Japaner ein Remake von einem Horrorfilm, der aus Amerika kommt machen und nicht umgekehrt. Der Löwenanteil des Plots (außerhalb der Überwachungskamera-Szenen) ist leider zu ereignis- und einfallslos, um zu unterhalten, so dass sich nach der Mitte zunehmend das Gefühl aufdrängt, diesen Langweiler abstellen zu müssen. Lediglich das Ende versöhnt wieder etwas, kann aber einen uninteressanten Film auch nicht mehr in das Mittelmaß hieven. Es bleibt dabei, dass nur das Original genügend Qualitäten für einen sehenswerten Film aufweist, während die Nachfolger in mehr oder weniger einfallsloser Weise lediglich das Konzept ausschlachten.

4,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork: Cinema Sunshine/IM Global/Presidio/Musashino Ad

Montag, 15. Januar 2018

A Haunted House - Ghost Movie (2013)

http://www.imdb.com/title/tt2243537/

Als Malcolm (Marlon Wayans) zusammen mit seiner Frau Kisha (Essence Atkins) in das gemeinsame Traumhaus zieht, ergreift ein Dämon von Kisha Besitz. Was am Anfang noch nach einem lustigen Spaß aussieht, wird mit zunehmender Zeit immer unheimlicher für den Ehemann. Malcolm gibt sich alle Mühe, um ihr den Dämon wieder auszutreiben. Er versucht es mit geistlichem Beistand und engagiert einen Priester (Cedric The Entertainer). Doch alle Bestrebungen scheinen ins Leere zu laufen und Malcom macht sich zunehmend Sorgen, denn der böse Geist gefährdet nicht nur ihre gemeinsame Beziehung, sondern noch etwas von viel größerer Bedeutung: sein Sexualleben. Nun sucht Malcolm Hilfe bei einem Medium (Nick Swardson) und einer Gruppe von Geisterjägern. Doch auch deren unorthodoxe Methoden führen nicht zum Erfolg und so muss es Malcolm alleine mit den übernatürlichen Kräften aufnehmen...

"A Haunted House" ist ein weiterer Vertreter dieser unsäglichen ***-Movie-Filme, die sich zur Aufgabe gemacht haben, ein paar bekannte Filme zu parodieren und dabei mit möglichst viel Sexismus und Fäkalhumor zu punkten. "A Haunted House" ist damit genau das, was "Scary Movie"-Fans erwarten; übertriebener und sexistischer Humor mit viel Fäkalsprache. Dennoch fehlt es dem Drehbuch an Gags die richtig gut zünden, denn aus der Hauptvorlage "Paranormal Activity" hätte man definitiv mehr herausholen können. Gefühlt minutenlange Furzattacken durch die Freundin im Bett, eine unnötig ausgedehnte "flotter Dreier"-Szene zwischen Marlon Wayans und zwei Kuscheltieren (ja, richtig gelesen), ein hormongesteuertes schwules Medium, dass seine Finger von Wayans‘ Charakter nicht lassen kann, Kruzifixmasturbation, Darmentleerung auf dem Teppich und die nächtliche Vergewaltigung des männlichen Hauptcharakters durch den Dämon.


Das sind die Zutaten, derer sich das Autorenteam von Wayans und Rick Alvarez bedient, um die Zuschauer zum Lachen zu bringen. Dazu gibt es noch Anspielungen auf andere Filme, die eindeutig über ihr Verfallsdatum hinaus sind. "Blair Witch Project"-Witze waren bei "Scary Movie" vor über einer Dekade gerade noch akut und kann sich wirklich einer noch an "Snakes On A Plane" erinnern? Möglicherweise war es bei den Dreharbeiten noch alles witzig und ein großer Spaß, doch dem Zuschauer ringt das alles bestenfalls ein gequältes Lächeln und ungläubiges Kopfschütteln ab. Schade, denn Marlon Wayans ist prinzipiell zu Besserem fähig. Was eigentlich wirklich unglaublich ist: der Film ist mancherorts sogar witzig.

3,5/10 
 
Quellen
Inhaltsangabe: Ascot Elite

Samstag, 21. Januar 2023

Devil's Due - Devil's Due: Teufelsbrut (2014)

https://www.imdb.com/title/tt2752758/

Zach McCall (Zach Gilford) und seine Frau Samantha (Allison Miller) sind frisch verheiratet. Verliebt bis über beide Ohren brechen sie zu ihrer Hochzeitsreise nach Santo Domingo auf, um ein paar romantische Tage zu zweit zu verbringen. Um die Eindrücke und Emotionen für die Nachwelt zu erhalten, dokumentiert Zach die Geschehnisse mittels einer Handkamera. Doch nach einer mysteriösen Nacht, an deren Geschehnisse sich beide hinterher nicht mehr so recht erinnern können, ist alles anders und das Paar sieht sich nach der Rückkehr aus den Flitterwochen mit einer Schwangerschaft konfrontiert, die wesentlich schneller voranschreitet als normal. Auch sonst häufen sich im Umfeld von Zach und Samantha die mysteriösen Ereignisse. Und so entsteht ein furchtbarer Verdacht: Im Mutterbauch wächst etwas Böses heran...

"Devil's Due: Teufelsbrut" ist ein weiterer vertreter aus dem Bereich Found-Footage und satanische Besessenheit. Die Geschichte beginnt damit, dass die frisch verheirateten Zach (Zach Gilford) und Samantha (Allison Miller) in die Dominikanische Republik fliegen, um dort ihre Flitterwochen zu verbringen. In ihrer letzten Nacht verirren sie sich und lassen sich von einem Taxifahrer mitnehmen, der ihnen anbietet, sie zu einer coolen Underground-Party am Rande der Stadt zu bringen. Nach einer Nacht, an die sie sich kaum erinnern können, kehrt das Paar nach Hause zurück und stellt fast sofort fest, dass Sam schwanger ist. Die Vegetarierin Sam entwickelt eine Vorliebe für Fleisch, ihr Gynäkologe verschwindet auf mysteriöse Weise und wird durch einen anderen Mann ersetzt, Sam prügelt auf einen Geländewagen ein, der sie auf einem Parkplatz fast überfährt, und eine Erstkommunionfeier, an der das Paar teilnimmt, endet mit mehr Blutvergießen als bei einem solchen Ereignis üblich. Und obwohl man keinerlei Spoiler über die Handlung selbst streuen möchte, muss man darauf hinweisen, dass der Titel selbst schon der größte Spoiler ist.

"Devil's Due: Teufelsbrut" ist einer dieser Filme, der sich so viele Schlüsselelemente aus anderen und oft besseren Filmen leiht, dass Genre-Fans sich damit amüsieren könnten, Listen mit all den Titeln zu erstellen, die er ganz unverhohlen abkupfert. "Rosemary's Baby" ist der offensichtliche Ausgangspunkt für Lindsay Devlins Drehbuch, aber der Film kupfert aus allem, was irgendwie in diese Richtung geht, ab. Von "Der Exorzist" bis zur gesamten "Paranormal Activity"-Reihe findet man hier eigentlich alles, aber in schlechter. Selbst als Fan solcher Filme findet man hier nichts, was sich besonders neu anfühlt. Lange Strecken des ziellosen Geplänkels werden gelegentlich von misslungenen JumpScare-Momenten unterbrochen. Nach einer Weile wird es so schlimm, dass der Film drei bisher unbekannte Teenager ins Spiel bringt, nur um die Zahl der Leichen zu erhöhen und die Gorehounds unter den Zuschauern zu befriedigen. Das Einzige, was an dem ganzen Unternehmen auch nur einen vagen Eindruck hinterlässt, ist Allison Miller.

4/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork: Twentieth Century Fox

Sonntag, 20. Januar 2013

Apollo 18 (2011)

http://www.imdb.com/title/tt1772240/

Offiziell hat am 7. Dezember 1972 das letzte Mal ein Mensch seine Fußabdrücke auf dem Mond hinterlassen. Seitdem soll niemand mehr den einzig natürlichen Satelliten der Erde betreten haben. Doch ist das wirklich wahr? Wurde die schon akribisch durchgeplante Apollo-18-Mission wirklich nur wegen Finanzierungsproblemen auf Eis gelegt? Oder gibt es einen glaubwürdigeren Grund, weshalb die Menschen ihren weißen Begleiter meiden? Doch nun gefundene Videoaufnahmen der Apollo 18 Besatzung sprechen eine deutliche Sprache: Die Mission fand statt und die Menschheit hat ihre guten Gründe, den Mond niemals wieder anzufliegen. Denn schon kurz nach der Landung beginnen sich seltsame Ereignisse zu häufen: Die Kommunikation fällt aus, technische Störungen treten auf und nach einem Biss eines insektenartigen Wesens wird schnell klar: Sie sind nicht allein...

Den ersten Teil von "Paranormal Activity" mochte ich sehr. Es war etwas Neues, obwohl dieser "Found-Footage" Stil schon Jahre vorher (nämlich in meinem All-Time-Favourite dieses Genres "Blair Witch Project") quasi entdeckt wurde. Dieser Film geht vom Filmmaterial her in dieselbe Schiene, allerdings geht es dieses Mal ins All; genauer: auf die Oberfläche des Mondes. Anfangs gehts noch dokumentarisch los und dann wirds zunehmend unheimlich. Man sieht "zufällig" etwas hier und etwas da im Hintergrund, dann wird etwas Mysteriöses gefunden und plötzlich bricht Panik aus, weil da noch irgendetwas ist. Nein: sein muss. Das Setting im All hat mir persönlich gut gefallen. Es ist nun nicht gerade der neueste Stoff, aber die Umgebungsvariable hat etwas. Ein bisschen erinnerte mich eine gewisse Szene an "Alien". :) Na gut.

6,5/10

Quellen
Inhaltsangabe: Senator

Samstag, 30. Juli 2022

The Simpsons - Die Simpsons, Season 24 (2013)

https://www.imdb.com/title/tt0096697/

Staffel 24 beginnt mit der Folge "Moonshine River", in der Bart versucht, seine alte Liebe Mary in New York ausfindig zu machen. Darauf folgt die traditionelle sowie unterdessen 23. "Treehouse of Horror"-Episode "Die unheimlich verteufelte Zeitreise durch das schwarze Loch". Diese beinhaltet wie üblich drei kurze Geschichten – unter anderem Lisas Begegnung mit einem schwarzen Loch, einer Parodie von Paranormal Activity sowie einigen Referenzen an die drei Zurück in die Zukunft -Filme von Robert Zemeckis. In "Homers vergessene Kinder" erfüllt sich für Marge ein langjähriger Traum und sie bekommt das Auto, das sie sich schon immer gewünscht hat. Doch mit der Verwirklichung dieses Traums bahnt sich der nächste gleich an: Sie will ein viertes Kind. Letzten Endes scheitern ihre Pläne jedoch, da der neue Wagen lediglich Platz für fünf Personen bietet. Homer verschafft sich dagegen "Coole Aussichten", in dem er mit den zwei Hipstern Terrence und Emily aus Portland abhängt. Er will sich dadurch wieder jünger fühlen, stellt jedoch fest, dass seine Generation eine andere ist. Darauf folgt "Homergeddon" und das männliche Familienoberhaupt der Simpsons bereitet sich auf das Schlimmste vor. Später avanciert Bart in "Das Bart Ultimatum" zur einzigen Hoffnung der Grundschule von Springfield, um die Einrichtung vor ihrem Untergang zu bewahren. Auch in der Episode "Verrückt nach Mary" steht der Sprössling der Simpsons im Mittelpunkt - dieses Mal dreht sich jedoch alles um seine große Liebe Mary, die ihrer Heimatstadt einen kurzen Besuch abstattet. "Eine Glatze macht noch keinen Kirk" wird Milhouse zum Verhängnis. Denn kurzerhand versucht sich Bart an seiner Haarpracht als Friseur und scheitert dabei kläglich. Fortan sieht Milhouse seinem Versager-Vater immer ähnlicher und versucht sich verzweifelt dagegen zu wehren...

https://www.imdb.com/title/tt2289606/
24.1 Moonshine River (Moonshine River)
Partytime in Springfield, und nur Bart hat wieder einmal kein Date. Lisa macht sich über ihn lustig und behauptet, dass kein Mädchen es mit ihm aushalten könne. Bart will seiner Schwester das Gegenteil beweisen und macht sich auf die Suche nach seinen Ex-Freundinnen, um herauszufinden, ob sie ihn noch mögen. Das Ergebnis ist jedoch niederschmetternd. Seine letzte Hoffnung ist Mary Spuckler, Cletus’ Tochter – doch die ist nach New York abgehauen. Bart reist ihr kurzerhand nach. - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt2396464/
24.2 Die unheimlich verteufelte Zeitreise durch das schwarze Loch (Treehouse Of Horror XXIII)
Auf Lisas Betreiben wird in Springfield ein Teilchen-Beschleuniger gebaut. Der funktioniert zwar nicht besonders gut, schafft es aber, ein kleines Schwarzes Loch zu produzieren... Bei den Simpsons geschehen nachts merkwürdige Dinge: Ein unsichtbarer Dämon treibt sein Unwesen... Bart ärgert sich, dass ein seltener Comic aus dem Jahre 1974 200 Dollar kostet. Da kommt Professor Frink mit einer Zeitmaschine vorbei und Bart reist ins Jahr 1974, um das Heft für 25 Cent zu kaufen. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt2396344/
24.3 Homers vergessene Kinder (Adventures In Baby-Getting)
Als Marges Auto in einem gewaltigen Erdloch versinkt, muss sie sich einen neuen Wagen kaufen, den sie allerdings hasst. Homer vermutet ein tiefenpsychologisches Problem hinter ihrer Aversion gegen das neue Auto. Bald stellt sich heraus, dass dem tatsächlich so ist: Da der Wagen nur eine kleine Rückbank hat, weiß Marge, dass nie ein viertes Kind auf dieser Rückbank Platz haben könnte, und so steht der Autokauf für sie symbolisch für eine Entscheidung gegen ein weiteres Kind. - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt2507828/
24.4 Grampa auf Abwegen (Gone Abie Gone)
Homer und Marge haben wieder einmal den Besuchstag im Altersheim vergessen. Als sie am nächsten Tag hinfahren, ist Grampa verschwunden! Ein Hinweis führt sie in das griechische Restaurant "Spiro’s". Dort hat Grampa vor vielen Jahren gearbeitet und war in die dort ebenfalls beschäftigte Sängerin Rita LaFleur verliebt. Doch die Suche birgt noch einige weitere Überraschungen für die Simpsons... - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt2518612/
24.5 Goodsimpsons (Penny-Wiseguys)
Homer, Moe und Apu haben einen neuen Bowlingkumpel namens Dan, einen etwas unscheinbaren Buchhalter. Was die Freunde nicht ahnen: Dan arbeitet bei der örtlichen Mafia unter Fat Tony. Als Fat Tony seinen Geschworenendienst antreten muss, ernennt er Dan zu seinem Vertreter – sehr zum Unmut der anderen Mafiosi. Doch die neue Aufgabe verändert Dan sehr – er hat Blut geleckt... - 6,5/10

https://www.imdb.com/title/tt2518614/
24.6 Mein Freund, der Wunderbaum (A Tree Grows In Springfield)
Homer gewinnt bei einer Verlosung das neue myPad von Mapple. Schon bald verbringt er 24 Stunden am Tag mit seinem neuen Tablet-Freund, was dazu führt, dass er unaufmerksam ist und in ein Loch stürzt, wobei das myPad zerstört wird. Wenig später geschieht ein Wunder: Auf einem Baumstamm sind wie durch göttliche Eingebung Buchstaben erschienen, die das Wort "Hoffnung" bilden. Homer lässt daraufhin alle Springfielder zu seinem Baum pilgern, um das göttliche Wunder zu bestaunen. - 6/10

https://www.imdb.com/title/tt2533216/
24.7 Coole Aussichten (The Day The Earth Stood Cool)
Homer macht die Bekanntschaft von Terence, einem Donut-Händler, der unglaublich trendy und cool ist. Da sich Homer selbst für alt und uncool hält, freundet er sich mit Terence an. Als Homer seinen neuen Freund davon überzeugen kann, in das Nachbarhaus der Simpsons zu ziehen, breitet sich die hippe Coolness des neuen Nachbarn wie ein Virus in Springfield aus und verändert die gesamte Stadt. - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt2533218/
24.8 Wem der Bongo schlägt (To Cur With Love)
Während Marge und die Kinder Grampa aus dem Altenheim abholen, passt Homer auf Familienhund Knecht Ruprecht auf – und sperrt ihn versehentlich im Schrank ein. Seine Familie unterstellt ihm sofort, den Vierbeiner nicht zu mögen. Das kann Grampa so nicht stehenlassen und rückt mit einer traurigen Geschichte aus Homers Kindheit raus... - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt2580138/
24.9 Homergeddon (Homer Goes To Prep School)
Nach einem Gespräch mit einem Unbekannten in Moes Taverne ist Homer überzeugt, dass der Weltuntergang naht. Er beginnt Vorräte zu horten und sich über die Gruppe der "Überleber von Springfield" zu informieren. Als er im Kernkraftwerk einen Fehler begeht und Springfields Elektrizität lahmlegt, glaubt er, das Ende sei gekommen. Also schnappt er sich seine Familie und die Vorräte, um ins geheime Basislager der "Überleber" zu flüchten... - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt2581142/
24.10 Das Bart Ultimatum (A Test Before Trying)
Dank Mr. Burns droht der Grundschule von Springfield die Schließung: Der alte Knochen treibt die Energiekosten dermaßen in die Höhe, dass die Schule mit den schlechtesten Schülern dichtgemacht werden soll. Nun ist es an Bart, die Katastrophe mit Lisas Hilfe abzuwenden. Homer verdient sich unterdessen mit einer illegal aufgestellten Parkuhr etwas dazu. Logisch, dass die Bürger von Springfield das nicht lustig finden... - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt2649908/
24.11 Stille Wasser sind adoptiv (The Changing Of The Guardian)
Ein Tornado tobt über Springfield. Es geht alles gut aus, dennoch bleibt ein Gedanke vorherrschend: Was passiert mit den Kindern, falls Homer und Marge etwas zustößt? Die beiden beschließen, sich nach einem Paar umzusehen, das bereit ist, die Vormundschaft zu übernehmen. Schließlich lernen sie am Strand ein Pärchen kennen, das ideal zu sein scheint. Damit sie sich aneinander gewöhnen, wollen Mav und Portia die Kinder für ein Wochenende zu sich nehmen – mit ungeahnten Folgen. - 6,5/10

https://www.imdb.com/title/tt2649910/
24.12 Verrückt nach Mary (Love Is A Many-Splintered Thing)
Bart hat Liebeskummer. Nachdem er es endlich geschafft hat, mit der bezaubernden Mary zusammenzukommen, benimmt er sich bald wie ein Idiot. Es dauert nicht lange, bis Mary ihm den Laufpass gibt – der verliebte Bart ist fassungslos. Zur gleichen Zeit schmeißt Marge ihren Homer raus, und so kommt es, dass sich Bart und Homer ein Hotelzimmer teilen. Dort schmieden sie die abstrusesten Pläne, um die Frauen wieder zurückzugewinnen... - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt2710778/
24.13 Eine Glatze macht noch keinen Kirk (Hardly Kirk-Ing)
Bart experimentiert mit Epoxidharz herum – mit verheerenden Folgen, denn urplötzlich sind die Haare von Milhouse so fürchterlich verklebt, dass er ihm eine Glatze rasieren muss. Kaum zu glauben: Mit der Glatze sieht Milhouse aus wie sein Vater Kirk. Die Jungs beschließen kurzerhand, sich das zunutze zu machen und Milhouse fortan als Kirk auftreten zu lassen. Komplikationen sind jedoch programmiert. - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt2710780/
24.14 Der glamouröse Godfrey (Gorgeous Grampa)
Als Homer in Grampas altem Lagerraum lauter Frauenkleider, Perücken und Magazine mit muskelbepackten Männern findet, folgern er und Marge, dass Grampa schwul ist. Sie konfrontieren ihn mit ihrer Vermutung, doch Grampa streitet alles ab. Er erzählt ihnen, dass er früher Profi-Wrestler war und als Glamouröser Godfrey aufgetreten ist. Zufällig stößt auch Mr. Burns auf Grampas Vergangenheit und will ihn überreden, noch einmal in den Ring zu steigen... - 6/10

https://www.imdb.com/title/tt2710782/
24.15 Blauauge sei wachsam (Black-Eyed Please)
Bei einem gemeinsamen Frühstück provoziert Homer seinen Nachbarn Ned Flanders dermaßen, dass der zuschlägt. Das Resultat: ein blaues Auge! Ned versucht alles, um seine Tat wiedergutzumachen, doch Homer gefällt sich in der Opferrolle. Währenddessen wird Lisa in der Schule von der neuen Vertretungslehrerin derart gemobbt, dass Homer und Marge eingreifen. Doch ihr Besuch beim Rektor macht alles nur noch schlimmer... - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt2739622/
24.16 Burns Begins (Dark Knight Court)
Passend zu Ostern hat sich jemand einen Scherz erlaubt und in den Blasinstrumenten der Schulband Eier versteckt. Schon bei den ersten Tönen fliegen die Eier durch die Luft und verursachen eine riesen Sauerei. Der Verdacht fällt sofort auf Bart und nur mit Mühe kann Lisa die Lynchjustiz abwenden und einen gerechten Prozess für ihren Bruder fordern. Währenddessen wandelt Mr. Burns auf den Spuren von Bat Man und beschließt, im Fledermaus-Kostüm auf Verbrecherjagd zu gehen... - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt2778778/
24.17 Was animierte Frauen wollen (What Animated Women Want)
Bei Homer und Marge hängt der Haussegen schief, denn Homer hat sich bei einem romantischen Essen mal wieder wie ein Vollidiot benommen. Was für ihn nur eine Lappalie ist, ist für Marge der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Um seine Frau zu besänftigen, überrascht Homer sie mit einer kompletten SM-Ausrüstung. Auch Milhouse hat so seine Probleme mit Frauen: Er hat eine neue Taktik entwickelt, um Lisa endlich rumzukriegen... - 6,5/10

https://www.imdb.com/title/tt2850616/
24.18 Apokalypse Springfield (Pulpit Friction)
Ganz Springfield ist von einer Bettwanzen-Plage befallen, seitdem sich die Simpsons in New York eine neue Couch gekauft haben. Mit der Plage wachsen auch die Ängste der Bewohner und sie suchen Trost in der Kirche. Reverend Lovejoy ist mit der Situation vollkommen überfordert und bekommt Unterstützung von Priester Elijah Hooper. Mit modernen Predigten und Twitter-Gottesdiensten schafft es Hooper, die Gemeinde zu beruhigen. Reverend Lovejoy fühlt sich überflüssig und kündigt... - 6,5/10

https://www.imdb.com/title/tt2850620/
24.19 Whiskey Business (Whiskey Business)
Um Moe nach seinem Selbstmordversuch wieder aufzubauen, fahren Marge, Carl und Lenny mit ihm nach Capital City. Ein neuer Anzug soll sein Selbstbewusstsein stärken und siehe da: Moe wird prompt von zwei Geschäftsmännern entdeckt. Sie wollen ihn und seinen selbstgebrannten Bourbon groß rausbringen ? Zuhause kümmert sich Bart um Grampa, der bei einem Unfall verletzt wurde. Doch so sehr sich Bart auch bemüht, Grampa will einfach nicht genesen... - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt2850618/
24.20 Der fabelhafte Faker Boy (Fabulous Faker Boy)
Auf Anraten von Direktor Skinner schickt Marge Bart zur Musikschule. Der hat so gar keine Lust auf den Unterricht, doch dann trifft er auf die junge russische Klavierlehrerin Zhenya. Bart ist sofort bis über beide Ohren verliebt und will ihr unbedingt dabei helfen, weitere Klavierschüler zu gewinnen. Doch dazu muss er auf einem Konzert unglaublich gut spielen – oder faken. Währenddessen befindet sich Homer voll in der Midlife-Crisis: Er hat seine letzten zwei Haare verloren. - 6,5/10

https://www.imdb.com/title/tt2857338/
24.21 Die Legende von Carl (The Saga Of Carl)
200.000 Dollar! Homer, Moe, Carl und Lenny können es nicht glauben: Sie haben tatsächlich den Jackpot der wöchentlichen Ziehung der Springfield-Lotterie geknackt. Sie veranstalten eine Feier in Moes Bar und malen sich schon aus, was sie alles mit ihrem Anteil des Gewinns anstellen können. Zu ihrem vollkommenen Glück fehlt nur noch Carl, der das Geld abholen wollte. Doch als der auch nach mehreren Stunden nicht auftaucht, werden die Männer plötzlich nervös... - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt2739624/
24.22 Glück auf Schienen (Dangers On A Train)
Der zehnte Hochzeitstag von Homer und Marge steht vor der Tür und soll etwas ganz Besonderes werden. Um Marge zu überraschen, will Homer die Kinder-Eisenbahn, in der sie ihren ersten Hochzeitstag gefeiert haben, kaufen und restaurieren. Von Homers bisherigen Geschenken abgeschreckt, legt sich Marge dieses Mal weniger ins Zeug und besorgt ihrem Mann schnell online ein Geschenk. Dabei klickt sie versehentlich auf eine Dating-Seite und lernt den attraktiven Ben kennen... - 7/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Twentieth Century Fox/Disney+
Poster/ArtworkTwentieth Century Fox/Disney+

Montag, 10. Oktober 2016

Blair Witch - Blair Witch Project 3 (2016)

http://www.imdb.com/title/tt1540011/

20 Jahre ist es nun schon her, dass Heather Donahue und ihre Freunde in den Black-Hills-Wäldern verschwanden. Nun macht es sich Heathers Bruder James (James Allen McCune) zur Aufgabe, gemeinsam mit seinen Freunden Peter (Brandon Scott) und Ashley (Corbin Reid) und der mit einer Videokamera ausgestatteten Filmstudentin Lisa (Callie Hernandez) die Umstände dieses äußerst mysteriösen Verschwindens, das nie aufgeklärt wurde, zu erforschen. Durch die düsteren Wälder lassen sie sich von zwei Einheimischen führen, was die Truppe zuversichtlich stimmt: So werden sie sich ganz bestimmt nicht verirren! Als sie jedoch nachts das Gefühl haben, in ihrem Lager von jemandem – oder etwas – beobachtet zu werden, stellen sie fest, dass das Verirren ihr geringstes Problem sein dürfte... denn während sich die Legende von der Hexe von Blair zuhause noch wie ein Ammenmärchen anhörte, rückt sie im dunklen Wald immer mehr in den Bereich des Möglichen.

Als im Jahre 1999 "The Blair Witch Project" erschien, wurde die Genre-Welt erschüttert. War dieser Film, das gefundene Material, etwa echt? Sind Heather, Josh und Mike wirklich verschwunden? Die damalige Marketing-Kampagne ist bis heute eines der leuchtendsten Beispiele für virales Marketing. Selbst mit Talenten wie Adam Wingard ("The Guest") an Bord, wurde es schwer, diesen Hype in das neue Jahrtausend zu übertragen. Angekündigt mit der Bezeichnung  "The Woods" wurde Mitte des Jahres dann klar, dass es sich bei diesem Titel um den nunmehr dritten Teil des "Blair Witch Projects" handelte. Seiten wie "Bloody-Disgusting.com" hoben daraufhin den dritten Teil bereits im Vorfeld als "incredible scary" in den Horrorhimmel und verkündeten, dass "Blair Witch" das Genre auf eine ganz neue Ebene hebe. Das ist natürlich nur das übliche Aufspielen der PR. Unbestritten gelingt Adam Wingard aber ein durchweg unterhaltsamer und eindringlicher Gruselthriller, der auch noch zu gefallen weiß.

"Blair Witch" folgt dabei den Pfaden des ersten Teils und ignoriert - zum Glück! - Teil 2 ("Blair Witch 2: The Book Of Shadows") völlig. Die Found Footage ist, trotz teilweise extrem wackeliger Wackelkamera, etwas besser, was mittlerweile auch arg der Technik geschuldet ist. Keine 8mm mehr, dafür HiDef in Form von GPS-geführten Ohrclip-Kameras, einer Drohne, digitalen Videokamera und - vermutlich als Hommage an alte Zeiten - einer alten DV. Dass aber auch GPS in den Wäldern von Burkittsville nichts nützt merken die 4 Abenteuerer, die auf der Suche nach - und jetzt kommt die Verknüpfung - James (James Allen McCune) Schwester Heather sind, recht bald. Die Handlung hält sich damit in weiten Teilen an das denkbar simple Konzept des ersten Teils. Mit den zwei Einheimischen YouTubern Lane (Wes Robinson) und Talia (Valorie Curry) geht es in die Wälder hinein. Die Jugendlichen verlaufen sich bald in den dichten Wäldern der "Black Hills" und werden recht schnell mit merkwürdigen bis gruseligen Ereignissen konfrontiert. Wingard setzt dabei altbewährte Horrormittel effektiv in Szene und bringt einige Neuerungen (wie zum Beispiel die Drohne), die das Szenario zumeist gewinnbringend erweitern. Perspektivisch präsentiert sich der neue "Blair Witch" also äußerst abwechslungsreich, ohne dass der Zuschauer dadurch die Nähe zu den Figuren verlieren würden, die im Original kriegsentscheidend für die unheimliche Wirkung war.

Ähnlich wie Daniel Myrick und Eduardo Sánchez baut auch Adam Wingard besonders auf die Angst vor der Dunkelheit, das undurchdringliche Dickicht des Waldes und die Verstörungskraft unheimlicher Geräusche. Gelegentlich blickt der Genre-Enthusiast allerdings auch über den Tellerrand und zeigt für kurze Augenblicke schemenhafte Impressionen des Grauens, die jedoch nicht weiter aufgelöst werden. Viele Rätsel bleiben, neue Mysterien tun sich auf. Erst im Finale wird "Blair Witch" dann doch wieder effektiv. In den letzten 20 Minuten besinnt sich der Film auf deine eigentlichen Qualitäten und liefert eine nasskalte, angespannte Atmosphäre, die fast alle Register zieht. Hier sieht man das Potential, welches in "Blair Witch" gesteckt hätte, wenn Wingard weniger Wert auf die Befriedigung des "Paranormal Activity"-Publikums gelegt hätte. Der Regisseur greift tiefer in die Effektkiste, kreiert hier eine durchaus intensive Terroratmosphäre mit mindestens einem schönen Einfall, der Klaustrophobikern den Atem stocken lässt. Obwohl es im Finale meistens laut und wenig subtil zugeht, fiebert man mit den nicht übertrieben dämlichen Protagonisten mit, die von den Darstellern solide verkörpert werden."Blair Witch" ist damit tatsächlich nicht schlecht, wenn man sich - wie so oft - darauf einlassen kann und ein wenig mehr 2016 und die damit verbundene plumpe Zeigefreudigkeit akzeptiert.

7/10

STUDIOCANAL brachte die Filme "The Blair Witch Project" und "Blair Witch" zusammen als "Limited 2-Disc Special Edition" in einem sehr schicken Steelbook:

Sonntag, 15. Dezember 2013

Scary Movie 5 (Extended Version) (2013)

http://www.imdb.com/title/tt0795461/

Das glücklich angetraute Paar Dan (Simon Rex) und Jody (Ashley Tisdale) haben Zuwachs bekommen: ihr frisch geborener Sohn Aiden ist ihr ganzer Stolz. Doch müssen sie mit erschrecken feststellen, dass sich, seit ihr Sohn daheim ist, bizarre und unerklärliche Dinge im Haus abspielen. Aber als das Chaos sogar Jodys Job als Ballettänzerin und Dans Karriere als Affenforscher gefährdet, realisieren die Beiden allmählich, dass sie von einem bösen Dämon heimgesucht werden. Zusammen mit qualifizierten Experten und dem Schutz von unzähligen Kameras, versuchen sie herauszufinden, wie man den Dämon wieder los wird – bevor es zu spät ist.

David Zucker, was ist mit Dir los? Haben die Parodie-Terroristen Friedberg und Seltzer dich gezwungen, diesen Film zu drehen? Oder handelt es sich nicht um den David Zucker, der Klassiker wie "Top Secret" oder "Die nackte Kanone" inszenierte?! Filme bei denen man einen wirklichen Lachkrampf bekam und keinen Krampf vom verzweifelten Durchhalten, bis zum Ende des Films. Dieser Teil der SM-Reihe, wobei SM hier durchaus auch mit Sado-Maso übersetzbar wäre, ist absolut schlecht und reiht sich in den Bodensatz der schlechtesten Film-Parodien aller Zeiten ein. Filme wie "Mama", "Paranormal Activity", "Black Swan" oder "Inception" werden teilweise so gnadenlos schlecht und sehr oft auch unter der Gürtellinie parodiert, dass einem selbst der Appetit vergeht. Einzig ein oder zwei tatsächlich gute Gags retten den Film vor dem völligen Totalausfall.

3,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Constantin Film
Poster/Artwork: Miramax/Dimension Films/Wayans Bros. Entertainment

Donnerstag, 18. Januar 2018

A Haunted House 2 - Ghost Movie 2 (2014)

http://www.imdb.com/title/tt2828996/

Malcolm (Marlon Wayans) und sein Cousin Ray Ray (Affion Crockett) sind auf der Suche nach Hilfe für Malcolms besessene Freundin Kisha (Essence Atkins), doch ein Unfall führt dazu, dass das Mädchen stattdessen stirbt. Die beiden fliehen vom Unfallort und lassen Kisha zurück. Malcolms Leben hat sich ein Jahr später grundlegend geändert, als er mit seiner neuen Freundin Megan (Jaime Pressly) und ihren beiden Kindern Becky (Ashley Rickards) und Wyatt (Steele Stebbins) ein Vorstadt-Haus beziehen will. Doch kaum eingezogen, geschieht Seltsames - angefangen mit dem mysteriösen Tod ihres Hundes. Wyatt freundet sich mit einem Unsichtbaren an, eine Box im Haus ergreift Besitz von Becky und Megan findet eine gruselige Puppe. Als Malcolm sich Videos vorheriger Einwohner ansieht, wird ihm klar, dass er sich in ein Spukhaus verirrt hat...

Der Produzent, Autor und Hauptdarsteller von "Ghost Movie" und nun eben auch "Ghost Movie 2" besudelt das ZAZ-Erbe seliger Filmparodien längst auch ohne Unterstützung seiner nicht minder nervtötenden Brüder Shawn und Keenen Ivory Wayans. Ihnen gelang mit "Scary Movie" eine seinerzeit vergleichsweise amüsante Genreparodie, in der Marlon Wayans den dauerbekifften Shorty Meeks spielte. Eine Dekade und eine unüberschaubare Reihe ähnlich betitelter Filme später liegt die Spoof-Komödie in ihren letzten Atemzügen. Während Jason Friedberg und Aaron Seltzer, die Regisseure hinter Comedy-Totgeburten wie "Date Movie", "Fantastic Movie" oder auch "Disaster Movie", ihre Filme nunmehr gottlob unter Ausschluss der Öffentlichkeit produzieren, scheint Wayans immer noch eine überschaubare Fanbase mobilisieren zu können.

Diese zumindest rannte 2013 wie blöde in "Ghost Movie" und bescherte der für 2,5 Millionen US-Dollar buchstäblich hingefurzten Horrorkomödie ein etwa 25 Mal so hohes Einspiel. Das umgehend beschlossene und nur unwesentlich kostspieligere Sequel gleicher Aufmachung startete dann bereits im April 2014 in den US-Kinos. Zwar blieb die Fortsetzung kommerziell hinter den Erwartungen zurück, dürfte aber dennoch ausreichend eingenommen haben, um nicht vor weiterem Spoof-Blödsinn gefeit zu sein. Schließlich hat "Paranormal Activity", das Referenzvorbild auch diesen zweiten Teils, eindrücklich vorgemacht, wie beharrlich sich mit der Wiederholung des ewig Gleichen Kohle scheffeln lässt.

"Ghost Movie 2" ist keineswegs schlechter als sein Vorgänger, was allein daher schwierig wäre, weil Filme wie dieser auch ganz einfach nicht mehr schlechter sein können. Insofern besitzt Marlon Wayans beinahe so etwas wie Narrenfreiheit. Er gibt eben, was er kann. Und weil das alles in allem so ziemlich genau gar nichts ist, hat er entsprechend wenig zu verlieren. Reputation schon mal gar nicht. Müßig also, dem Humorverständnis eins solchen Films über dessen erbärmliche Pipi- und Kacka-Witzchen auf den Grund zu gehen. Sich wiederholt an selbstunsicheren Sex-Zoten oder der Zielgruppe dienlichen Rassismus-Gags abzuarbeiten. Und erst recht in der Wahl der verballhornten Filme tatsächlich parodistische Ansätze zu erspüren, so sich Wayans einmal mehr darauf beschränkt, diese lediglich nachzustellen, statt komödiantisch freizulegen.

Bemerkenswert ist es dennoch, wie sehr alle Beteiligten, darunter erneut hinlänglich bekannte Schmalspurkomiker wie Affion Crockett oder Cedric the Entertainer, sich dafür ins Zeug legen. Gespielt und gekreischt, das ist hier ohnehin dasselbe, wird stets auf Anschlag. In einer nicht enden wollenden Szene verlustiert sich Wayans mit der Annabelle-Puppe aus "The Conjuring/Annabelle" auf alle nur erdenklichen Arten – ein Musterbeispiel exaltierter Comedy-Verausgabung, die vollkommen ins Leere läuft. Ansonsten fällt dem Film natürlich ebenso wie seinem Vorläufer nichts weiter ein, als die oberflächlichen Erkennungsmerkmale saisonaler Horrorhits wie "Possession" oder "Sinister" in eine Dauerschleife hysterischer Flachwitze zu schnüren. Und die ja nun wirklich allzu angreifbare, leicht zu parodierende Found-Footage-Ästhetik nicht gehörig durch den Kakao zu ziehen, sondern nur langweilig abzumalen.

Nichts Neues also aus der Spoof-Hölle und ihres wohl letzten verbliebenen Exponenten Marlon Wayans. Und obwohl es sich wahrlich längst ausparodiert hat, kann und mag man über dessen Egal-Kino eigentlich kaum noch mit dem Kopf schütteln. Das wäre der körperlichen Regung schon viel mehr, als es "Ghost Movie 2" - als es jeder dieser falsch verstandenen Parodieversuche - überhaupt verdient hätte.

2,5/10