Léon (Jean Reno) verdient sein Geld als Auftragskiller, der im Dienst der New Yorker Italo-Mafia steht. Doch auch wenn er im Laufe seiner Karriere bereits zahlreiche Menschen kaltblütig ermordete, lebt auch er nach gewissen Regeln: Keine Frauen, keine Kinder. Das gilt lange Zeit auch für sein Privatleben, das der Killer in Einsamkeit verbringt - bis eines Tages Mathilda (Natalie Portman) in sein Leben tritt. Das Mädchen wohnt mit ihrer Familie nebenan, doch weder ihre Mutter (Ellen Greene) noch ihr Vater (Michael Badalucco), der für den korrupten Polizisten Norman Stansfield (Gary Oldman) Drogen versteckt hält, schert sich einen Dreck um die 12-Jährige. Als sich Stansfield von Mathildas Vater hintergangen fühlt, beseitigt dieser deswegen gleich seine ganze Familie - bis auf Mathilda. Die findet Unterschlupft bei ihrem Auftragskiller-Nachbarn, bei dem sie fortan in die Lehre gehen will. Denn vor allem für den Tod ihres kleinen, unschuldigen Bruders will sich Mathilda rächen - koste es, was es wolle...
Mit "Léon, der Profi" hat Luc Besson ein sehr eigenwilliges Werk
geschaffen. Es ist eine intelligente Story um eine der wohl
ungewöhnlichsten Beziehungen der Filmgeschichte. Besson vermag er es
extrem gut, diese Beziehung im Laufe des Films zu entfalten und immer
neue Aspekte aufzuweisen. Unglaublich, wie fesselnd das mehr oder
weniger simple Spiel seiner beiden Hauptdarsteller inszeniert wurde und
mit welch tiefgründigen Dialogen eben diese
charakterisiert werden. Vor allem wirken Léon's und Mathilda's
Verhaltensweisen absolut glaubwürdig, so dass man von "unrealistisch"
eigentlich nicht reden kann.
Die schauspielerischen Leistungen kann man dabei als sensationell bezeichnen. Jean Reno verleiht allein schon durch seine Mimik (beispielsweise bei der Szene im Kino) der Rolle eine unglaubliche Tiefe, Natalie Portman, immerhin noch ein Kind, spielt so gefühlvoll und talentiert, dass man schon fast gewillt ist, ihr einen Oscar in die Hand zu drücken, Gary Oldman definiert die Rolle des emotionslosen Bösewichts neu und selbst die Nebenrollen (der bunt zusammengewürfelte Haufen Handlanger Stansfields, die "Bank" Tony oder z.B. eine unbeteiligte Oma) wirken so bedacht gewählt, dass einem ob des Realismus schon Angst und Bange um die Zukunft der Gesellschaft wird.
Dazu noch die exzellente Kameraführung und die stimmungsvolle Musik Eric Serras - perfektes Kino mit Einblicken in eine kriminelle, korrupte Welt, die dem Zuschauer so noch nie präsentiert wurde. Es sind also fraglos die Leistungen der drei Hauptdarsteller, die dafür sorgen, dass "Léon" trotz seiner teils übertriebenen Charakterzeichnung so wunderbar funktioniert. Angefangen mit Jean Renos wunderbar naivem Spiel des vermeintlich eiskalten Killers mit Prinzipien. Für Reno war es die vermutlich beste und einprägsamste Figur seiner Karriere. Sein Léon ist eine liebevolle und zugleich bedrohliche Figur zugleich, perfekt nuanciert. Es ist ein emotionaler Thriller über zwei Figuren, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch füreinander geschaffen waren, sowie einer Geschichte von zwei Welten, die nicht miteinander verschmelzen sollten und es doch taten. Genial!
9,5/10
Von STUDIOCANAL erschien der Film in 4K im limitierten Steelbook:
Die schauspielerischen Leistungen kann man dabei als sensationell bezeichnen. Jean Reno verleiht allein schon durch seine Mimik (beispielsweise bei der Szene im Kino) der Rolle eine unglaubliche Tiefe, Natalie Portman, immerhin noch ein Kind, spielt so gefühlvoll und talentiert, dass man schon fast gewillt ist, ihr einen Oscar in die Hand zu drücken, Gary Oldman definiert die Rolle des emotionslosen Bösewichts neu und selbst die Nebenrollen (der bunt zusammengewürfelte Haufen Handlanger Stansfields, die "Bank" Tony oder z.B. eine unbeteiligte Oma) wirken so bedacht gewählt, dass einem ob des Realismus schon Angst und Bange um die Zukunft der Gesellschaft wird.
Dazu noch die exzellente Kameraführung und die stimmungsvolle Musik Eric Serras - perfektes Kino mit Einblicken in eine kriminelle, korrupte Welt, die dem Zuschauer so noch nie präsentiert wurde. Es sind also fraglos die Leistungen der drei Hauptdarsteller, die dafür sorgen, dass "Léon" trotz seiner teils übertriebenen Charakterzeichnung so wunderbar funktioniert. Angefangen mit Jean Renos wunderbar naivem Spiel des vermeintlich eiskalten Killers mit Prinzipien. Für Reno war es die vermutlich beste und einprägsamste Figur seiner Karriere. Sein Léon ist eine liebevolle und zugleich bedrohliche Figur zugleich, perfekt nuanciert. Es ist ein emotionaler Thriller über zwei Figuren, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch füreinander geschaffen waren, sowie einer Geschichte von zwei Welten, die nicht miteinander verschmelzen sollten und es doch taten. Genial!
9,5/10
Von STUDIOCANAL erschien der Film in 4K im limitierten Steelbook:
Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts/Studiocanal
Poster/Artwork: Studiocanal/Arthaus






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