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Freitag, 3. Oktober 2025

Shark Island - Zombie Shark - Zombie Shark: The Swimming Dead (2015)

https://www.imdb.com/de/title/tt4704918/

Ein Bootsausflug soll Entspannung bringen: Das ist zumindest der Plan von vier Freunden. Also machen sie sich am Wochenende auf den Weg zu einer idyllischen, kleinen Insel. Nach ihrer Ankunft entdecken sie am Strand einen toten Hai, was die Stimmung sofort trübt. Doch als das Tier urplötzlich wieder zum Leben erwacht und die Gruppe angreift, macht sich Panik breit. Wie ist das nur möglich? Schnell fällt der Verdacht auf das nahegelegene Forschungslabor: Haben die Mitarbeiter der geheimnisvollen Einrichtung etwa mit einem Virus experimentiert? Und noch viel wichtiger ist die Antwort auf die Frage, ob nur Haie oder auch Menschen infiziert werden können. Nicht nur die Angst davor, sich in einen bissigen Zombie zu verwandeln, macht den Kurzurlaub zu einem albtraumhaften Trip in die Hölle.

"Zombie Shark" ist ein weiteres Beispiel dafür, wie das Subgenre der Trash-Hai-Filme mit beinahe sportlicher Zielstrebigkeit sämtliche Erwartungen an Erzähltechnik, darstellerische Leistung und filmische Handwerkskunst aktiv unterläuft. Was als augenzwinkernde Genre-Mixtur "Hai trifft auf Untote" verkauft wird, entpuppt sich binnen Minuten als Paradebeispiel dafür, wie Beliebigkeit in Zelluloid gegossen aussieht: Billigste CGI, die aussieht, als hätte jemand im Informatikunterricht seiner Mittelstufe zum ersten Mal ein Grafikprogramm entdeckt, mäandert planlos durch die Szenen und lässt gerade so viel Raum für die Darsteller, sich zwischen Statistenfunktion und fleischgewordener Kleiderstange zu bewegen. Die Handlung - das übliche Desaster aus Labor-Experimenten, einer Handvoll Unfreiwilliger und virulenter Zombiehaie - wird so schablonenhaft abgewickelt, dass jedes auch nur vage vorhandene Gefühl für Spannung oder Überraschung längst im digitalen Meer absäuft, bevor die Kameralinse überhaupt beschlägt. Dialoge pendeln zwischen unfreiwilliger Komik und abgedroschenen Plattitüden, glaubwürdige Figurenzeichnungen sucht man ebenso vergebens wie inszenatorische Kreativität. Nicht einmal im Vergleich mit anderen SyFy-Katastrophen gelingt "Zombie Shark" ein nennenswerter Akzent: Die Effekte sind schlechter als bei "Sharknado", der Witz lebloser als die animierten Fische, und selbst bei der ironischen Distanz zu diesem bizarren Genre fehlen Mut und Energie, aus dem Konzept "Hai + Zombie" echten Trash-Kult zu machen. Nach diesem Film wirken selbst misslungene TV-Sendungen wie visionärer Arthouse, ein Triumph des Dilettantismus, den man mit dem Satz "Kinogeschichte in ihrer dunkelsten Stunde" locker abgefertigt hätte.

3/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Splendid
Poster/Artwork: Active Entertainment

Samstag, 28. August 2021

Sky Sharks (2020)

https://www.imdb.com/title/tt3977848/

Ein Team aus Geologen macht beim Freilegen einer Höhle im tiefen Eis der Arktis eine fürchterliche Entdeckung. Die Wissenschaftler stoßen auf ein intaktes Nazi-Forschungslabor. Dort forschten die Nationalsozialisten und führten streng geheime sowie gefährliche Experimente durch. Um die Welt zu unterjochen, züchteten die Nazis tödliche Kreaturen: gefräßige Haie, die auch noch zu fliegen in der Lage sind. Ihre Reiter sind genetisch mutierte, mit übernatürlichen Kräften ausgestattete untote Supermenschen. Es muss schleunigst eine schlagkräftige Taskforce zusammengestellt werden, um die Menschheit und den Planeten Erde vor dem scheinbar sicheren Untergang zu bewahren. Verantwortlich dafür sind Dr. Klaus Richter (Thomas Morris), der das Projekt einst selbst in die Wege leitete, und seine Töchter Angelique (Barbara Nedeljakova) und Diabla (Eva Habermann) sowie Generalmajor Frost (Tony Todd)... 

Seit nicht wenigen Jahren gibt es einen unglaublichen Trend zu B-Movies, die sich mit blutrünstigen Haien oder wiederbelebten Nazis beschäftigten. Und von "Sharknado" und "Sharktopus" bis hin zu "Dead Snow" und "Iron Sky" werden diese Trends nun in dem deutschen Kickstarter-Film "Sky Sharks" zusammengeführt. Betrachtet man die Besetzung, geht einem das Herz auf: Eva Habermann, Michaela Schaffrath, Micaela Schäfer, Amanda Bearse, Tony Todd, Ralf Richter, Oliver Kalkofe! Klingt nach eine rganzen Tüte Spaß. Betrachtet man die ersten drei namen, nach einer menge sexy Spaß sogar. Regisseur und Autor Marc Fehse (mit den Co-Autoren A.D. Morel und Carsten Fehse) stellt sich in seinem zweiten abendfüllendem Spielfilm nun auch eine neue Art von Bestien vor - Haie mit Düsenantrieb und Massenvernichtungswaffen, die von unser aller Lieblingsgegner entwickelt wurden - untoten Nazis. 75 Jahre nach dem Untergang des Dritten Reichs entdeckt ein Forschungsteam die "Himmelsfaust", ein Nazi-Kriegsschiff, das in arktischen Schützengräben eingefrohren ist. Doch das Schiff taut auf, und als die Forscher das Innere betreten, finden sie ebenjene Nazis, voll ausgerüstet und und bereit, die Weltherrschaft zu übernehmen.

"Sky Sharks" ist völliger Nonsense. Okay, was will man von einem Film, in dem fliegende Haie mit Nazi-Zombies agieren, auch erwarten? Es ist ein sehr banals, verworrendes Blutfest. Nicht mehr und nicht weniger. Unterlegt mit Industrial-Death-Metal- und Country-Hip-Hop-Klängen tragen diese immerhin wesentlich zu seiner intensiven Stimmung und seinem Tempo bei. Die Optik ist trotz der Übersättigung und der absurden (und teilweise etwas billigen) CGI beeindruckend, aber "Sky Sharks" versucht immerhin, alles aus seinem geringen Budget herauszuholen. Leider sind die titelgebenden Viecher nicht Kern des Films, denn der Zuschauer wird von einem Sammelsurium an schlampigem Kameramaterial und Rückblenden überwältigt. Überflüssige Sexszenen und Frauen, die einzig und allein da sind, um zu Objekten degradiert zu werden - irgendwie hat man das gefühl, dass Fehse, trotz dessen, dass er einen Trashfilm bringen wollte, nicht kapiert hat, dass wir mittlerweile im 21. Jahrhundert sind. Man muss "Sky Sharks" offenbar als das nehmen was er ist: Der König der SchleFaZ. 

Das Tempo des Films ist durchwachsen und die schwache Charakterentwicklung sorgt dafür, dass der Zuschauer schnell desinteressiert wird, was sich nachteilig auswirkt, wenn der Hauptteil des Films nicht aus Actionsequenzen besteht. Die schauspielerische Leistung ist durch die Bank weg furchtbar, fairerweise muss man aber konstatieren, dass den Schauspielern offenbar kein besonders überzeugendes Drehbuch vorgegeben wurde. "Iron Sky" hatte noch einen gewissen Charme, der "Sky Sharks" völlig fehlt. So wartet man voller Erwartung auf den nächsten Hai-Showdown, ohne sich dafür zu interessieren, wer als Sieger hervorgehen wird. Unterm Strich ist "Sky Sharks" eine einzige Katastrophe und nicht der herrliche Trash, den man erwarten hätte können. Der Film bewegt sich auf einem schmalen Grat zwischen Übertreibung und Selbstironie. Er ist zum Lachen, zum Fürchten und zum Grübeln, wahrscheinlich alles auf einmal. Er ist nicht ganz ein "so schlecht, dass er gut ist"-Film, aber er kann definitiv als "so schlecht, dass er okay ist" durchgehen, vorausgesetzt natürlich, man hat die Erwartungen arg gedämpft und ist ja nicht in Verlegenheit gekommen, den Film nüchtern zu sehen.

Trash-Wertung: 5/10
Real-Wertung: 3/10

Quellen:
Inhaltsangabe: MFA

Dienstag, 23. Juni 2020

5-Headed Shark Attack (2017)

https://www.imdb.com/title/tt6719524/

Ein vierköpfiger Hai macht die Küste von Puerto Rico unsicher - und das auch noch bei einem Surf-Wettbewerb. Models, Fotografen, Surfer und Zuschauer werden von dem Biest terrorisiert. Als sich die Polizei und das Aquarium-Team einschalten, ist dem vierköpfigen Hai ein fünfter Kopf an der Schwanzflosse gewachsen und dessen Zähne sind nicht weniger scharf. Wird es den Menschen gelingen, die Bestie zu stoppen?

Im Vergleich zur "Sharknado"-Serie (die mit einem launigen in-joke bedacht wird) ist das "Multi-Headed Shark Attack-Franchise" eins, dass sich als, *hüstel*, ernstes Creature-Feature-Franchise geriert und seine Absurditäten auf seine jeweils titelgebende Kreatur konzentriert. Wer massenhaft Sight Gags, Slapstick-Horror, beabsichtigte Hirnigkeit und Celebrity Cameos erwartet, der muss bei "Sharknado" bleiben - "5-Headed Shark Attack" kann sich als Star gerade mal Chris Bruno, sechs Jahre als Sheriff in der King-TV-Adaption "The Dead Zone" beschäftigt, leisten. Fünf Köpfe, fünf Autoren, kein Funken Verstand. Das ist dennoch die magere Bilanz von "5-Headed Shark Attack". Denn der dritte Film um das mörderische Treiben der mit immer mehr Köpfen beladenen Killerfische gibt sich beschämend einfallslos und hat darstellerseitig nicht einmal ausrangierte B-Prominenz zu bieten. Für einen modernen Monster-Matsch ist das - selbst gemessen am Billig-Standard der Produktionsschmiede The Asylum - leider viel zu wenig. Dafür kommt auch hier der Humor nicht zu kurz. Zunächst lässt uns der Streifen unseren Frieden damit machen, dass Asylum nach dem "2-" und "3-Headed Shark" den vierköpfigen Hai ersatzlos überspringen zu schien - der Killerhai hat tatsächlich zunächst vier Köpfe und gewinnt den fünften erst im Filmverlauf hinzu. Die Continuity ist gewahrt! Yay!

Ansonsten gibt es nichts bahnbrechend Originelles für ihre Variante der Haifischflossensuppe zu verzeichnen. Man hat den fröhlich Menschen mampfenden Hai (der sich in einer Szene aber sogar an einem Buckelwal vergreift), einen bösen Kapitalisten in Form von Mr. Marshall, der letztlich aber nichts böseres tut als seine verblödeten Untergebenen in zwei Selbstmordkommandos zu labern, an denen er sich aber auch selbst beteiligt (und selbstverständlch zu Haifutter wird, was mit Sicherheit keine Spoilerwarnung rechtfertigt), eine Wissenschaftlerin mit hehren Motiven, die einsehen muss, dass es manchmal doch besser ist, ein Monster zu töten anstatt es lebendig zu studieren, und einen wettergegerbten, grobschlächtigen Haijäger mit dem Herz am rechten Fleck. Damit kann man neunzig Minuten totschlagen, wenn alles andere scheitert, bauen wir noch eine unerwähnte Haiattacke ein (so erledigt der Hai z.B. ein Fischerboot und mindestens eine Taucherin einer Wissenschaftlergruppe, die Messungen irgendwelcher Art an einem Korallenriff vornimmt, ohne dass der Plot selbst darauf eingehen würde. War halt Zeit für einen Kill und gerade noch keiner vom Main Cast verfügbar, der gefressen werden könnte). Die Dialoge sind meistens recht dämlich, das Verhalten der Progatonisten entsprechend hirnrissig (besonders das der Praktikanten), aber dafür gibt’s schöne Menschen in engen Neoprenanzügen oder gleich Bikinis, die paradiesische Stimmung Puerto-Ricanischer Strände. Allerdings führt all das ins Nichts, weil der von Debütant Nico De Leon auf unterster Sparflamme gedrehte TV-Billigheimer jeden Aufwand scheut und in seiner akuten Lustlosigkeit zumeist langweilig daherkommt.

Wer aber an den bisherigen vielköpfigen Hai-Filmen seine Freude hatte, wird auch an dem hier seinen Spaß haben, im Umkehrschluss wird das Franchise mit diesem dritten Teil aber auch keine neuen Freunde finden, obwohl er aus handwerklicher und FX-Sicht vielleicht sogar der beste des Trios ist. Andererseits lässt sich nicht abstreiten, dass die Reihe außer der ständig steigenden Zahl der Haiköpfe nichts auf der Pfanne hat, was sie von anderen, spaßigeren Hai-Reißern wie "Supershark", "Sand Shark" oder "Ghost Shark", die sich ihrer Trashigkeit bewusst sind und Schabernack mit immer abgefahrenen Prämissen treiben, absetzen würde. Also was für Asylum-Komplettisten und totale Hai-Fanatiker, die aber kommen auf ihre Kosten.

6,5/10 auf der Trash-Skala
2,5/10 auf der realen Bewertung

Freitag, 30. November 2018

The Last Sharknado: It's About Time - Sharknado 6: The Last One (Es wurde auch Zeit!) (2018)

https://www.imdb.com/title/tt8031422/

Um zu verhindern, dass es zum allerersten Sharknado der Menschheitsgeschichte kommt, schnappt sich Fin die Zeitmaschine seines Sohnes Gil und reist 66 Millionen Jahre in die Vergangenheit. Dort trifft er nicht nur auf die Dinosaurier, die kurz vor ihrer Auslöschung stehen, sondern auch auf alte Bekannte - allen voran seine totgeglaubte Frau April. Sie entkommen dem Tod nur um ein Haar und können zurück in die Zukunft fliehen, wo sie Halt im Mittelalter machen, George Washington treffen und an der Seite von Billy the Kid kämpfen...

Eieiei, mehr kann man zum mittlerweile sechsten (und nun wirklich, wirklich letzten) Teil der "Sharknado"-Reihe nur noch sagen. Weder sind die Animationen besser geworden, noch haben sich die Schauspieler essentiell gebessert oder gar mehr Mühe gegeben. Wenn noch ein kleines Mädchen die glaubwürdigste Reaktion auf einen "Sharknado" abliefert und alle anderen nur noch mit emotionslosen Gesichtern vor sich hin spielen, dann merkt man deutlich: hier ist die Luft raus.


Nun muss man diesen Fehler zum Glück nicht allen Darstellern ankreiden, aber was Tara Reid hier abliefert ist dermaßen lustlos, dass es schon nicht mehr als Selbstironie durchgeht. Mag sein, dass sie aufgrund der Botox-Maske keinen Muskel mehr bewegen kann, aber so oder so bildet sie den Tiefpunkt der sechsten Ablegers.

Wie auch in den anderen "Sharknado"-Teilen darf man auch hier keine Logik erwarten, geschweige denn eine durchdachte Geschichte. Es wurde einfach alles in einen Topf geworfen, ob Mittelalter, Dinos, Western oder 60er-Jahre, einmal durchgerührt, dabei das Abschmecken vergessen und dem Zuschauer serviert. Mit diversen Szenendopplungen, mit einem Schlag ausgetauschten Schauspielern oder den miesesten CGI des Universums bietet "Sharknado 6" wirklich auch den Bodensatz der Reihe. Vor allem wirkt noch die Art, dem Zuschauer zu erklären, warum nun beispielsweise ein Schauspieler ausgetauscht wurde, so dämlich, dass man eigentlich nur noch lachen kann.

Eines jedoch muss man den Machern zugute halten: es sind Filmfans durch und durch. Mit zahllosen Cameos (u.a. von Marina Sirtis oder Neil deGrasse Tyson) wissen sie schon ihre Fans zu begeistern. Dazu kommen tausende geklaute und/oder adaptierte Ideen aus anderen weltbekannten Filmen, Szenen werden nahezu identisch gespielt und der Filmfan weiß mit einem Grinsen im Gesicht: das haben die dort her! Das alles ist ziemlich amüsant, vor allem in einer Partyrunde mit einem oder acht Bier, ändert aber nichts an der Tatsache, dass aus der Reihe nun nur noch blöde ist. Möge sie (hoffentlich) in Frieden ruhen.

Trash-Wertung: 7/10
Real-Wertung: 3,5/10 

Samstag, 24. November 2018

Sharknado 5: Global Swarming (2017)

https://www.imdb.com/title/tt6298780/

Der todbringende Hai-Sturm tobt ein fünftes Mal: Nachdem von Nordamerika nur noch Ruinen übrig sind, ziehen die gefräßigen Kreaturen weiter. Die Welt versucht sich fieberhaft auf das Unausweichliche vorzubereiten: einen globalen Sharknado. Dabei tobt der Sturm in europäischen Städten wie London oder in Italien, aber auch auf asiatischem Gebiet und über Australien. Die erfahrenen Überlebenskämpfer Fin (Ian Ziering) und April (Tara Reid) müssen sich beeilen, um die drohende Katastrophe aufzuhalten und die Welt vor der Auslöschung zu bewahren. Und sie müssen ihren Sohn Matt (Cody Linley) retten, der mitten in einem „traveling ‘nado“ über den Planeten gewirbelt wird...

Was würde eine hochstehende Kultur aus einer anderen Galaxie wohl von uns halten, wenn nur "Sharknado 5" von der Erde übrig bliebe? Wenn man diesen Film auf einer Goldenen Schallplatte ins All schicken würde – sonst nichts? Und sie nach etlichen Lichtjahren Flugzeit irgendwo gefunden würde? Unterirdische Botox-Darsteller, geliftete Schranzen, Dialoge aus der Mülltonne, Effekte aus der Gruselkiste – gepaart mit dauerhaft schwachsinniger Physik – ein spottschlechter Papstdarsteller (Fabio Lanzoni – kann nur einen Gesichtsausdruck) der eine Hai-Waffe überreicht, ein Junge mit einem Haiflossenhelm, der mal in Holland, mal in Italien aus dem Dauertornado funkt – und jede Menge Gags und Übertreibungen, die man nur mit einem massiven, zur Beschwingtheit anregenden, Alkoholpegel der gesamten Crew einschliesslich Produzenten erklären kann – das ist "Sharknado 5".

Und warum tut man sich so etwas nunmehr zum fünften Mal an? Hirn abgeraucht? Kurzschluss in den Synapsen? Weit gefehlt. Weil der Hai-Schwachsinn sich dermaßen geil selbst auf die Schippe nimmt, dass man hier von echtem Trash-Kult sprechen muss. Dieses Mal sind alle Kontinente dran, und das macht irgendwie Spass. Leider müssen so ziemlich alle Wahrzeichen dieser Erde dran glauben, hier hat sich jemand echt ausgetobt. Die Riege der unterirdisch schlechten Darsteller ist kaum zu toppen. Wo findet man solche Leute? Am Bahnhof? Am Kiosk beim morgendlichen Bier? Von der Schauspielschule kann jedenfalls keiner sein, die hätten wahrscheinlich nicht mal das Ausfüllen des Anmeldebogens geschafft. Wir haben es immer gewusst: Was sollen komplizierte wissenschaftlich abgesicherte Katastrophenfilme, wenn einfach alles erlaubt ist?

"Ich halte den Wirbel auf, stopp Du den Tsunami!" So einfach kann eine Anweisung von Helden sein. Denn diesmal haben wir echte Supergirlies mit am Start. Ebenfalls mit am Start sind Botox-Opfer und verhunzte Schönheits-OPs, die sich nicht schämen, vor die Kamera zu treten. Man möchte wegschauen, aber es geht nicht. Wie bei einem schrecklichen Unfall, bei dem man zufällig Zeuge wird. Die Musik von Chris Ridenhour schafft es immerhin, ein paar grandiose Akkorde in Orchestersound zu verpacken. Das wars auch schon. Absolutes "Hai-light" ist der erneute spontane Einsatz von Oliver Kalkofe und Peter Rütten, die sich ja einst bei einer SchleFaz-Sharknado-Doku ins Set geschmuggelt haben, und offenbar seit dem Zeitpunkt zur Stammbesetzung gehören. Klar – warum nicht einfach mal anfragen, ob man mitspielen darf? Text egal, Handlung egal, Logik egal. Daher sind auch unzählige deutsche Promis in Cameos zu sehen, weil jeder bei diesem Scheiss dabei sein will.

Die Produktionsschmiede The Asylum hat wieder zugeschlagen - Prost! In einer Zeit, in der ein Milliardär zum Präsidenten einer Weltmacht gewählt wird, passt dieser Streifen wie die Faust aufs Auge. Die Insekten sterben aus, Arten verabschieden sich ebenso rasant wie unsere Gehirnzellen. Eines ist sicher. Man muss einfach Humor mitbringen, dann kommt man aus dem Dauerlachen nicht mehr raus. Besonders die Riege der B und C-Promis, die hier mitmachen, regt heftig zum Lachen an. Daher gibt’s jede Menge Humorpunkte. Bravo Herr Anthony C. Ferrante!

Trash-Wertung: 9/10
Real-Wertung: 5/10

Freitag, 30. März 2018

Tremors 3: Back To Perfection - Tremors 3: Die neue Brut (2001)

http://www.imdb.com/title/tt0259685/

Nach dem letzten Angriff der Raketenwürmer scheint nun endlich Frieden in Perfection eingekehrt zu sein. Die kleine Wüstenstadt in Nevada ist mittlerweile zu einem Touristenmagnet geworden und die Bewohner verdienen ihren Lebensunterhalt mit Wurm-Attrappen. Doch der erfahrene Wurmjäger und Waffenliebhaber Burt Gummer (Michael Gross) traut der Idylle nicht und er soll recht behalten. Die Raketenwürmer kehren tatsächlich zurück und sie können jetzt auch noch fliegen. Gemeinsam mit Jack Sawyer (Shawn Christian) und Jodi Chang (Susan Chuang) sagt Burt den Graboiden den Kampf an....

Elf Jahre lang war Ruhe in Perfection Valley. Nach seinem Ausflug nach Mexiko ist Fred Ward nicht mehr zurückgekehrt und wer könnte es ihm verübeln? Dafür kehrt Michael Gross und mit ihm der Rest vom ursprünglichen Cast, der sonst auf Conventions Autogramme schreiben muss/darf, wenn sie denn noch erkannt werden, zurück. Wie ein Klassentreffen, leider auch ähnlich unnötig und ein reines Schwelgen in Erinnerungen an bessere Tage. Konnte das direkte Sequel zum Raketenwürmer-Horror noch erstaunlich viel Laune verbreiten, ist dieser dritte Aufguss etwas zu peinlich geraten. "Tremors 3" wirkt stellenweise wie eine lustlose Wiederholung und bewegt sich stellenweise schon auf dem Niveau der Asylum-Schmiede. Wenn Teile der Wurmbrut noch handgemacht sind, dann sind dies leider schon die Highlights und auch nur Momentaufnahmen. Gegen Ende verliert sich der Film in zu viel Klamauk und zu blöden Ideen, gepaart mit schlechten CGI-Aufnahmen. Ohne Michael Gross als verrückter Waffennarr Burt wäre hier komplett der Ofen aus. Für ein bis zwei kleine Momente kann "Tremors 3" aber doch noch herhalten (und damit wären wir erneut bei "The Asylum", denn die beste Szene hier wurde praktisch für das Finale von "Sharknado" stibitzt - wie passend). Alles andere ist das, was leider zu erwarten war. Man hätte die Würmer in Mexiko beerdigen sollen. So beerdigt sich die Reihe qualitativ selbst. Etwa schade.

4,5/10

Sonntag, 4. März 2018

Sharktopus vs. Whalewolf (2015)

http://www.imdb.com/title/tt3292154/

Das Schicksal spielt dem meist betrunkenen Kapitän Ray Brady (Casper Van Dien) übel mit. Endlich hat er nach langer Zeit wieder einmal einen neuen Job und kann dafür sein Schiff für eine Seebestattung vermieten. Doch ehe die Zeremonie zu Ende gebracht werden kann, greift wie aus dem Nichts eine Hai-Kreatur mit Tintenfischtentakeln an und schnappt sich den Leichnam und gleich noch Teile der versammelten Trauergäste. Von einem Voodoo-Priester erhält Ray anschließend den Auftrag, das Monster zur Strecke zu bringen. Zur selben Zeit will die Wissenschaftlerin Dr. Elsa Reinhart (Catherine Oxenberg) den Baseballspieler Felix Rosa (Mario Arturo Hernádez) in Form bringen, indem sie seine DNA mit der eines Wales und eines Wolfs kreuzt. Das Experiment geht nach hinten los und schon bald treibt Rosa als Whalewolf sein Unwesen. Er und der Sharktopus prallen unweigerlich aufeinander...

Schon der erste Teil der "Sharktopus"-Reihe war irgendwie originell. Und - obwohl dies kaum glaubhaft erscheinen mag, aber andererseits, wieso gibt es von "Sharknado" aktuell bereits sechs Teile? - man setzte noch zwei weitere Teile drauf. "Sharktopus vs. Whalewolf" ist der dritte Ableger. Der Witz erschöpft sich im Titel. Nachdem die Vorsilbe Mega-, Monster- oder Killer- nicht mehr reichte, bediente man sich dieser sinnlosen Mixturen, aber auch dieser Teil kann in seiner Trashigkeit zumindest überzeugen.

Denn hier nehmen sich die Filmemacher absolut nicht ernst und sich selbst auf die Schippe (im Gegensatz zum zweiten Teil, der einfach viel zu ernst und absolut auf The Asylum Schlechtigkeitsniveau war). Die Story ist mal wieder hanebüchen. "Sharktopus" hat jetzt einen Twitteraccount und eine verrückte Schönheitsärztin erschafft ein hündchenartiges Geschöpf, halb Wolf, halb Orca. Und ein Alkoholkranker Kapitän (Casper Van Dien - musste es echt so weit kommen?) muss mit seinem Angestellten und einer Polizistin dann die Welt retten. Mit dabei sind auch ein Voodoopriester, Iggy Pop und ganz viele blöde Sprüche. Genial ist hier gemacht, dass sowohl Sharktopus als auch Whalewolf durchaus sympathische Monster sind. Hat man auch nicht so oft.  Der Film ist wirklich so bekloppt, dass er schon wieder Spaß macht.

Einige der Schauspieler scheinen direkt von einem Pornoset gecastet worden zu sein, die Synchro ist gruselig und es ist nicht zu viel, wenn man behauptet, dass man Tierhorror schon sehr lieben muss und Trash immer etwas abgewinnen sollte, um hier wirklich seinen Spaß haben zu können. Kann man machen, braucht aber die Stimmung dazu.

Trash-Wertung: 7,5/10
Real-Wertung: 3,5/10

Montag, 26. Februar 2018

Sharknado 4: The 4th Awakens (2016)

http://www.imdb.com/title/tt4831420/

Seit den Ereignissen in "Sharknado 3" sind fünf Jahre ins Land gegangen und die Menschheit konnte in Ruhe und Frieden leben – Hai-Tornados scheinen nur noch eine Erinnerung aus der Vergangenheit zu sein. Kein Wunder, schließlich arbeitet Aston Reynolds (Tommy Davidson), zusammen mit seiner Firma Astro-X an einem neuen System, dass die Atmosphäre energetisch stabilisieren soll. So sollen eventuelle Sharnados in Schach gehalten und verhindert werden. Von einem auf den anderen Tag ändert sich allerdings die Lage. Haie bevölkern plötzlich Orte, an denen sie absolut nichts zu suchen haben – damit hat niemand gerechnet. Fin (Ian Ziering) und seine Frau April (Tara Reid) müssen sich den Bestien stellen. Ebenfalls mit von der Partie: Aprils Vater Wilford (Gary Busey) und Fins Vater Gil (David Hasselhoff)...

Wurde "Sharknado" mit Teil 2 und 3 immer abgedrehter und besser, ist Teil vier nur noch eine hirnrissige Aneinanderrehung von Skurilitäten und an Beknacktheit nicht mehr zu überbieten... und dann merkt man deutlich : es ist Asylum, natürlich können die das noch überbieten. Einer verdient besondere Erwähnung: Steve Guttenberg, bekannt aus den "Police Academy"-Filmen der 80er-Jahre. Er tritt in "Sharknado 4: The 4th Awakens" als Colton aus "Lavalantula: Angriff der Feuerspinnen" in Erscheinung. Das zwar nur kurz, aber er erwähnt das Spinnenproblem jenes Films, in dem ja auch Ian Zierings Fin Shepard zu sehen war. Deutet sich da etwa ein "Asylum Expanded Universe" an? Nicht auszudenken!

Trotz all dieser Späße und Seitenhiebe ist "Sharknado 4: The 4th Awakens" (ein Hoch auf dieses grandiose Wortspiel!) wesentlich schwächer als seine Vorgänger. Diesmal kommt es nicht nur zu Sharknados, wir erleben unter anderen einen Oilnado, einen Firenado, einen Lightningnado und einen Lavanado, sogar einen – Trommelwirbel – Cownado. Zu nicht enden wollendem dramatischem Score geht es von Anfang an rund, die Action ufert aus. Teil 4 hält das Niveau der Reihe, wo immer man es auch ansiedeln mag – die Filme entziehen sich jeder objektiven Bewertung. Manche verabscheuen sie, andere lieben sie. Beides hat seine Berechtigung, auch wenn kritisch anzumerken ist, dass es sich bei vielen Trashfilmen mittlerweile um knallhart kalkulierte Produktionen handelt. Was ist verwerflicher? Schlechte Filme zu drehen, weil man es nicht besser kann? Oder miese Machwerke zu inszenieren, weil es den Markt dafür gibt? Nicht jeder miese Einfall gibt eine gute Trash-Idee ab. Den Vorwurf muss sich mittlerweile auch die "Sharknado"-Reihe gefallen lassen.

Kurzum: viele Filmzitate, viele Wiederauferstehungen und nie abreißende Action schon nach den ersten drei Minuten. Eines muss man den Machern lassen: die knapp 80 Minuten rasen nur so dahin und sind absolut unterhaltsam. Weil David Hasselhoff mitspielt, bekommt der Film sowieso einen extra Punkt

Trash-Wertung: 7,5/10
Real-Wertung: 4/10

Alle 4 Filme gibt es in der limitierten "Sharknado: The Ultimate Collection"-Box, inkl. Bonus-DVD mit Making-of und 3 Bonus-Filmen.

Sonntag, 29. Januar 2017

Sharknado 3: Oh Hell No! (2015)

http://www.imdb.com/title/tt3899796/

Eigentlich soll April Wexler (Tara Reid) und Fin Sheperd (Ian Ziering) ein angenehmer Urlaub bevorstehen, doch starker Wind und jede Menge Regen macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Was nun folgt, ist den beiden nur zu gut bekannt: Ein Tornado, in dem unzählig viele hungrige Haie lauern, zieht über das Land und schließt sich mit weiteren Wirbelstürmen dieser Art zusammen. Die ganze Ostküste der USA wird bedroht – von Washington bis Orlando. Der Hai-Sturm nähert sich dem Spring Break, wo sich Fins Kinder zu bebenden Beats und im heißen Sand zusammen mit zahlreichen anderen Feierwütigen amüsieren wollen. Für die bissigen Bestien gleicht das Party-Gelage einem Festschmaus und der Sturm nimmt Kurs auf Florida. Auch bei seinem dritten Aufeinandertreffen mit den vom Himmel fallenden Haien schwingt Fin wieder eine Kettensäge und bekommt diesmal unter anderem von seinem Vater Gilbert (David Hasselhoff) tatkräftige Unterstützung, denn dieser ist gar nicht gut auf die Biester zu sprechen, haben sie doch seinen Lebensgefährten auf dem Gewissen.

Man mochte es kaum für möglich halten, aber der dritte Teil der "Sharknado"-Reihe toppt den zweiten "Sharknado" noch einmal in Sachen Humor, Kreativität und Qualität der Effekte. Und sind ist eine doppelläufige Kettensäge und das Upgrade eines "Sharknados" auf einen "Sharkicane" noch die billigsten Lacher. Und während sich die versammelte Z-Prominenz um Wrestler Chris Jericho, Talkmaster Jerry Springer und sogar "Baywatch"-Star David Hasselhoff zwischen Gang zum Arbeitsamt und Einzug ins "Big Brother"-Haus für diese Symbiose aus katastrophalem Katastrophenfilm und actionlastigem Tierhorror prostituiert, erlangt Ian Ziering alias Fin Shepard, der personifizierte Feind aller Haitornados, die längst überfällige Ehre der offen zelebrierten Gottwerdung.

Denn wenn er nicht gerade vom Präsidenten (äußerst militant: Marc Cuban, Besitzer der Dallas Mavericks) mit Glanz, Gloria und dem Staatsorden für die Verteidigung fischiger Flossenangriffe geehrt wird, so zerteilt er mit soeben verliehener goldener Kettensäge im fensterlosen Pressesaal des Weißen Hauses heroisch auf Knien rutschend heranfliegende Haistürme zu Sushi, weicht dem organischen Niederschlag geistesgegenwärtig mit einer gekonnten Rolle vorwärts aus oder düst - der NASA sei Dank! - im Finale im Orbit todesmutig per Rucksackjet in den Schlund eines gigantischen weißen Hais. Ja, richtig gelesen - der schwebt da (emporgehoben von dem Sharknado und bar jeglichen Verständnisses) im All herum.

Das alles klingt jetzt verdammt schlecht (was es per se natürlich wieder einmal ist) und wirkt unter dem gebrochenen, verzerrten Blick des mit der Holzhammermethode installierten Ironiefilters samt Pathos, Patriotismus und Protz, Kitsch und Klischeeisierung, den großen Momenten des apokalyptischen Zerstörungskinos und der demonstrativen Verweigerung vor den Naturgesetzen der Biologie und Physik wie wie eine rundherum gelungene Mischung aus Gras und Alkohol. Da lacht man auch über jede Scheiße. Dass das alles nicht völlig in der Versenkung verschwindet und man nur ungläubig mit dem Kopf schütteln kann spricht in hohem Maße für diese Filme - man würde sich beinahe mehr solcher abstruser Ideen für ganz andere Hochglanzproduktionen wünschen. Großartig.

Fakt am Rande: "Die schlechtesten Filme aller Zeiten" (auch abgekürzt "SchleFaZ") ist eine satirische Filmreihe des Privatsenders Tele 5, in der B-Filme, die sich durch besonders schlechte Machart oder unfreiwillig komische Einfälle auszeichnen, von Oliver Kalkofe und Peter Rütten vorgestellt und mit Kommentaren versehen, präsentiert werden. Nachdem Kalkofe und Rütten schon die beiden Vorgänger genüsslich und mit Herz auseinander genommen und so auch in Deutschland für den unfassbaren Erfolg der Reihe gesorgt haben, sind beide nun sogar in einem Cameo in diesem Teil zu sehen: als Gäste in der Achterbahn in den Universal Studios...

Trash-Wertung: 9/10
Real-Wertung: 5/10

Alle 4 Filme gibt es in der limitierten "Sharknado: The Ultimate Collection"-Box, inkl. Bonus-DVD mit Making-of und 3 Bonus-Filmen.

Sonntag, 23. November 2014

Sharknado 2: The Second One (2014)

http://www.imdb.com/title/tt3062074/

Shark Happens: Die Macher von "Sharknado" legen eine Fortsetzung des Katastrophenfilms nach, in dem menschenfressende Haie in einem Tornado durch die Luft gewirbelt werden und arglose Passanten um ihr Leben fürchten müssen. Im zweiten Teil lassen The Asylum und SyFy die Mörder-Haie nun durch New York City fliegen. Und so ist es jetzt an Fin (Ian Ziering) und April (Tara Reid), die Stadt und ihre Bewohner vor den Sharknado-Attacken zu retten...

"Ich habe dem Hai direkt in die Augen gesehen. Er hatte eine Narbe über dem Auge! Er wusste, wer ich bin!" - April Wexler (Tara Reid)

"Sharknado" war bisher für mich das Hailight der Trashfilme, aber was "Sharknado 2: The Second One" abliefert, hat meine Erwartungen regelrecht explodieren lassen (im wahrsten Sinne des Wortes)! Ganz ehrlich, dieses eine einzige Mal sind mir jegliche Kritikpunkte scheißegal, denn "Sharknado 2" ist für mich nicht nur die neue Referenz im Trashgenre, die wohl lange nicht übertroffen werden wird, sondern auch noch einer der lustigsten Filme, die ich jemals gesehen habe! "Sharknado 2" übertrifft den Vorgänger in jeder Hinsicht und macht im Trashgenre zum ersten Mal wirklich alles richtig. Während der Vorgänger noch mit ein paar Längen zu kämpfen hatte, gibt es bei dem Sequel fast gar keine mehr. Und der Rest ist eigentlich genau so dämlich, wie man es bei so einem Film erwartet. Bei der Story geht man hier noch ein Treppe tiefer und sie ist teilweise wieder wirklich zum Fremdschämen. "Sharknado 2" hat sich ein paar spektakuläre Steigerungen einfallen lassen: Brennende Haie, die die Treppe runterlaufen(?), größere Kettensägen, Macheten, Baseballschläger, ein New York, in dem alle paar Sekunden das Wetter umschlägt, gleich 3 böse Sharknados, Wasser, das Fahrstuhl fährt und das sinnlose Highlight: ein Killeralligator, der in der Kanalisation erst die Arbeiter frisst, um danach von einem Hai gefressen zu werden. Immer wenn man denkt, dass der Film nicht mehr bekloppter werden kann, dann setzt "Sharknado 2" noch einen drauf. Besser kann man Trash eigentlich nicht inszenieren.

Trash-Wertung: 9/10
Real-Wertung: 5/10

Alle 4 Filme gibt es in der limitierten "Sharknado: The Ultimate Collection"-Box, inkl. Bonus-DVD mit Making-of und 3 Bonus-Filmen.

Dienstag, 14. Januar 2014

Sharknado (2013)

http://www.imdb.com/title/tt2724064/

Wirbelstürme sind im Sturm-geplagten Amerika keine Seltenheit. Doch dieser Tornado hält eine Überraschung für die Bewohner von Los Angeles bereit: es regnet Haie! Und diese nutzen den ungewollten Landgang für einen ausgiebigen Beutezug. Barbesitzer Fin (Ian Ziering), Freundin April (Tara Reid) und Stammgast George (John Heard) sammeln ein Arsenal von Waffen und stemmen sich der Hai-Überschwemmung entgegen. Dabei beweist Fin ein besonderes Talent mit der Motorsäge. Aber wird dies reichen, um der Armada der beflossten Killer Herr zu werden?

Yeah, hier explodieren sogar Swimmingpools! "Sharknado" ist ja einer der Trashfilme des letzten Jahres. Und allein die Idee verdient einen Oscar. Aber ich fang mal an und zähl hier mal die offensichtlichsten Krankheiten auf: zum einen hätten wir da Mega-Monsterhaie in sichtbar knöchelhohem Wasser, zum anderen tobt draussen offenbar ein Tornado und lässt einen Hai nach dem anderen aus allen möglichen Öffnungen quellen (Abflüsse, Zuleitungen oder das ein oder andere mal auch vom Himmel fallend), aber im Hintergrund sieht man den sonnig-blauen Himmel oder die ruhige See. Hier passt kein Bild zum anderen. Des Weiteren stellt sich gar nicht erst die Frage nach Logik. Hauptsache ist doch, dass so viele blöde Ideen wie nur möglich untergebracht wurden, die nur ein Ziel haben: einen Haiangriff in allen blutigen Einzelheiten. Die Dialoge sind dabei vom feinsten! Die Animationen zum Niederknien. Spaß besiseite, denn obwohl derFilm eigentlich recht vielversprechend losgeht schläft er zwischendurch leider tief und fest ein und vom eigentlichen "Sharknado" ist rein gar nichts zu sehen. Nur die letzten 15 Minuten des mit knapp 86 Minuten langen Streifens machen dem Namen dann alle Ehre und fetzen wirklich. Für einen Trashfilm mit viel(!) Bier und Freunden sicher eine glasklare Empfehlung, aber wer hier einen ernsten logischen Horrorfilm erwartet, der sollte noch einmal über den Titel desselben nachdenken. Aber einen habe ich noch: der beste Hai-Kill ist die Mann-mit-Kettensäge vs. (gefühlte) 20 Meter-Megahai. Oder Frau-mit-Trimmer vs. fliegender Hai. Oder... hach, naja. Ich hab gelacht.

Trash-Wertung: 8/10
Real-Wertung: 3,5/10

Alle 4 Filme gibt es in der limitierten "Sharknado: The Ultimate Collection"-Box, inkl. Bonus-DVD mit Making-of und 3 Bonus-Filmen.