Die Soldaten der freigeistigen Stadt Argos blasen zum Sturm gegen die Monumente ihrer olympischen Herren. Daraufhin überzeugt der zornige Hades (Ralph Fiennes) seinen Bruder Zeus (Liam Neeson) davon, gegen die Aufständischen vorzugehen. Als sein Ziehvater beim ersten Vergeltungsschlag des Unterweltfürsten ums Leben kommt, schwört Perseus (Sam Worthington) Rache. Umso mehr verstört ihn die Eröffnung der Halbgöttin Io (Gemma Arterton), er sei der leibliche Sohn des Zeus. Bevor Argos seine Prinzessin opfern oder seiner Zerstörung durch den fürchterlichen Kraken harren muss, zieht Perseus mit Draco (Mads Mikkelsen) und dessen Eliteschar gegen die Götter aus. Auf ihrer gefährlichen Reise zur Lauer der Medusa, deren tödlicher Blick alleine den Kraken bezwingen kann, muss Perseus seine Identität zwischen Mann und Gott finden, um das Schicksal aller zu bestimmen...
Das 2010er Remake von "Kampf der Titanen" ist ein bombastischer, bewusst simpler Fantasy-Actionfilm: kein gutes Kino, aber durchaus vergnügliches Spektakel, dazu handwerklich solide, schauspielerisch eher roh als subtil, doch voller Energie, Einfälle und fröhlicher Albernheit. Die griechische Mythologie wird dabei eher als Steinbruch für Monster und Setpieces denn als ernsthafte Vorlage benutzt: Perseus als widerwilliger Halbgott-Held, Zeus und Hades als familiär zerstrittene Götterväter, Titanen als zu besiegende Endgegner. Regisseur Louis Leterrier inszeniert den Film als Vollgas-Action-Adventure - schnell, laut, ohne ironische Distanz. Die Kreaturen - vor allem die riesigen Skorpione, Medusa und der Kraken - sind visuell beeindruckend. Mythologisch ist das Ganze ein wilder Mix griechischer Motive: Figuren, Namen und Monster werden frei kombiniert, um das Popcorn-Publikum nicht zu überfordern und eine leicht verdauliche Fantasy-Welt zu schaffen. Ja, das Update von "Kampf der Titanen" ist definitiv kein gutes Kino im klassischen Sinn, aber ein Film, der als lautes, kindliches Vergnügen funktioniert, sobald der Krake losgelassen wird. In diesem Geist ist er eher ein überzeichnetes, mythologisches Jahrmarkts-Spektakel, das man nicht ernst nehmen darf, um es wirklich genießen zu können.

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