Aus einem Krankenhaus in New York verschwinden immer wieder Leichenteile und sogar Organe. Die Ermittlungen führen zu einem Krankenpfleger, der aus Südostasien stammt. Doch groß Zeit zu einer Befragung gibt es nicht, da der Mann unter mysteriösen Umständen kurz darauf stirbt. Jedoch gibt er der Wissenschaftlerin Lori Ridgeway (Alexandra Delli Colli) noch einen Hinweis, dass alle Fragen auf der kleinen Insel Kito beantwortet werden können. Als sich auch in anderen Städten solche Vorfälle häufen, wird ein Einsatztrupp unter der Leitung von Peter Chandler (Ian McCulloch) zusammengestellt, der sich auf den Weg nach Kito macht. Dort angekommen, trifft die Gruppe auf einen Stamm voller Kannibalen. Nur unter größten Mühen und der Hilfe von menschenähnlichen Wesen gelingt es Lori und Peter den Menschenfressern zu entkommen. Doch das ist erst der Beginn eines Horror-Trips, der für die beiden noch ein schreckliches Geheimnis bereithält…
"Zombies unter Kannibalen" ist einer jener wilden italienischen Exploitation-Filme der 1980er, die Zombies und Kannibalen in einem tropischen Wahnsinn zusammenwerfen - eine Mischung aus Fulcis "Zombi 2" und den blutigen Kannibalen-Abenteuern wie "Cannibal Holocaust". Die Handlung beginnt in New York, wo ein Kannibale aus den Molukken-Inseln Leichen im Krankenhaus zerfleischt, was eine Expedition unter Leitung des Arztes Peter Chandler (Ian McCulloch) auslöst. Doch auf der Insel lauern nicht nur Kannibalen und Zombies, sondern auch der wahnsinnige Doktor Obrero (Donald O’Brien), der Experimente an Toten und Lebenden durchführt. Regisseur Marino Girolami (unter Pseudonym Frank Martin) liefert 84 Minuten reines Splatter-Chaos, mit Gore-Effekten von Maurizio Trani, die Augäpfel herausreißen und Eingeweide fressen lassen, untermalt von Nico Fidencos treibendem Score.
Girolami leiht sich hemmungslos Elemente von besseren Vorgängern: Die Zombies stolpern wie Fulcis Untote durch den Dschungel, während Kannibalen-Szenen rassistische Klischees bedienen - eine "primitiven Wilden"-Phantasie, die selbst für damalige Italo-Horror-Standards plump wirkt. McCulloch spielt den stoischen Helden wie immer (siehe "Zombie"), Alexandra Delli Colli als Anthropologin Lori wird Kannibalenkönigin, doch Dialoge und Schauspiel sind sichtbar holprig; Delli Colli glänzt vor allem in Nacktszenen, die exploitation-typisch obligatorisch sind. Die Effekte sind cartoonhaft übertrieben, was "so-bad-it’s-good"-Fans begeistern sollte, aber die Atmosphäre fast vollständig killt.
Der Film kritisiert scheinbar Kolonialismus und Rassismus, verheddert sich aber in Xenophobie und reiner Gore-Lust. Am Ende ist "Zombies unter Kannibalen" wie ein Billig-Bier nach einer langen Nacht: erfrischend schockierend, aber ohne Tiefe oder Nachhall. Für Splatter-Enthusiasten ein Kult-Klassiker, für alle anderen ein Skip - es fehlt der Funke, der aus Trash Kunst macht.

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