Nick Chambers (Elijah Wood) ist ein Nerd und dazu noch völlig vernarrt in die Schauspielerin Jill Goddard (Sasha Grey). Er ist ständig auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, an Bildmaterial von ihr heranzukommen, um dieses als Erster auf seiner Website zu posten. Als er eines Tages dann gar ein Abendessen mit Jill gewinnt, scheint für ihn ein Traum wahr zu werden. Doch kurz vor dem ersehnten Treffen erhält er die Nachricht, dass der Superstar das versprochene Treffen spontan abgesagt hat. Wenig später allerdings erhält Nick über eine geheimnisvolle Quelle Zugang zu Webcams, dem Handy und persönlichen Daten seines Schwarms. Trotz anfänglicher Skepsis kann er dieser Gelegenheit nicht widerstehen, aber schon bald wird er in ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel hineingezogen. Denn der Hacker Chord (Neil Maskell) hat Nick nicht aus purer Hilfsbereitschaft in das Leben der Schauspielerin eingeladen...
Die Idee hinter "Open Windows" ist durchaus interessant und führt vor Augen, wie sehr wir uns an das Bild eines Desktops gewöhnt haben, sodass die Eingewöhnungszeit an den Film (der ja ausschließlich einen Desktop zeigt) von beachtlich kurzer Dauer ist. Da "Open Windows" schon direkt am Anfang mit der Fiktion in der Fiktion startet, stellen auch surreale Grenzüberschreitungen kein Kontingenzbruch dar. Immerhin ist die Story so gut, dass man erst knapp nach einer Stunde Laufzeit die ersten Fragen nach dem Realismus stellen wird, weil man die ganze Zeit damit beschäftigt war zu verstehen, wer welches Spiel spielt und zudem darin einige schöne Reminiszenzen an Hitchcock ("Das Fenster zum Hof") hat.
6/10
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