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Montag, 13. Juli 2020

Zombieland: Double Tap - Zombieland 2: Doppelt hält besser (2019)

https://www.imdb.com/title/tt1560220/

Wichita (Emma Stone), Little Rock (Abigail Breslin), Columbus (Jesse Eisenberg) und Tallahassee (Woody Harrelson) sind zurück und schlagen sich weiter durch eine Welt, die nach einer Zombieapokalypse brachliegt. Das hat auch so seine Vorteile, kann man es sich nun doch im verwaisten Weißen Haus gemütlich machen, nachdem man dieses von herumstreunenden Untoten befreit hat. Doch die bunte Truppe wird auch vor Herausforderungen gestellt: Als Little Rock und Wichita gemeinsam durchbrennen, müssen Columbus und Tallahassee auf einmal zu zweit zurechtkommen. Doch kurz nachdem Columbus die hübsche, aber nicht besonders schlaue Madison (Zoey Deutch) kennengelernt hat, kehrt Wichita auf einmal zurück: Little Rock ist mit dem Kiffer Berkeley (Avan Jogia) abgehauen und Wichita benötigt Hilfe bei der Suche. Dabei treffen die vier nicht nur auf Zombies, die sich weiterentwickelt haben, sondern auch auf andere Überlebende. Vor allem aber müssen sie sich den wachsenden Problemen ihrer eigenen, bunt zusammengewürfelten, Zwangsfamilie stellen...

Es fühlt sich an, als wäre in den letzten zehn Jahren kaum Zeit verstrichen. Denn die Dynamik der Charaktere macht einfach noch genau so viel Laune wie damals. Besonders die Chemie zwischen Harrelson und Eisenberg ist nach wie vor brillant und sorgt für zahlreiche witzige Momente und Lacher. Wer mit den Charakteren also schon damals warm geworden ist, der wird auch weiterhin auf seine Kosten kommen. Zwar ist es schade, dass die Vierergruppe recht früh auseinander gerissen wird und deren Dynamik und Chemie somit schnell zum Teil verloren geht, doch diese Trennung führt zum wohl größten Pluspunkt in "Zombieland: Doppelt hält besser": Zoey Deutch. Selten hat man sich von einer dermaßen anstrengenden Figur so gerne nerven lassen.


Da scheinbar keine großen Ambitionen hinsichtlich einer ausgefeilten Geschichte gehegt wurden, fühlt es sich so an, als wären die Macher bemüht gewesen, den Plot möglichst schnell von einer Station zur nächsten voranzutreiben. Gerade die Charaktere bleiben dabei aber ziemlich auf der Strecke und genau auf dem Stand, auf dem sie schon im ersten Teil vor zehn Jahren standen. Frei nach dem Motto: Was damals funktioniert hat, funktioniert auch noch ein zweites Mal. Dieses Abklappern von Stationen mag einer guten Geschichte, in der man ein wenig die Endzeit-Atmosphäre aufsaugt und Platz für interessante Charakterentwicklungen hat, im Wege stehen. Es sorgt aber auch gleichzeitig für eine launige Geschichte ohne wirkliche Längen.


"Zombieland: Doppelt hält besser" ist vor allem eines: Verdammt unterhaltsam und kurzweilig. Und das nicht zuletzt wegen der enorm hohen Gagdichte. Dabei gehen zwar nicht alle Witze so gut auf, wie es sich die Macher vielleicht gewünscht hätten, und einige Witze haben einen etwas gezwungen wirkenden Proll-Charakter. Doch bei der schieren Masse sollte bei den meisten Zuschauern wenigstens ein paar Mal ein Schmunzeln oder herzhaftes Lachen über die Lippen gehen. Ebenso unterhaltsam gestalten sich die rasanten Actionszenen und vor allem eine gewisse Plansequenz, die durch energetische Zombie-Action für vergnügliche Kurzweil sorgt.

Der Film hat dabei einen ganz eigenen, zu Beginn recht merkwürdig erscheinenden Look. Viele Bilder wirken sehr übersättigt und stark künstlich. Dabei fällt gerade bei den Actionszenen und größeren Kulissen der übermäßige Gebrauch von CGI immer wieder auf. Er fällt auf, aber nicht so sehr, dass es das Gesamterlebnis langfristig trübt, sobald man sich erst einmal daran gewöhnt hat. Außerdem gleicht sich dieser künstliche Look der Over-The-Top-Action ziemlich organisch an. Eine wirklich authentische Atmosphäre existiert dadurch jedoch kaum. Aber wen interessiert das schon? Hauptsache die Kills und Sprüche sitzen. Und das tun sie zumeist.


Ob es nun wirklich einen zweiten Teil gebraucht hätte kann man in Frage stellen? Aber wem der erste Teil gefallen hat, der dürfte mit der Ankündigung des zweiten teils vor Freude ein wenig gehüpft sein. Auch wenn der Look mitunter überaus aufdringlich künstlich ist, hier und da viel zu viel CGI zum Einsatz kommt, eine große Story kaum existent ist, die Apokalypse zum reinen Gag-Selbstzweck verkommt und ebendiese Gags vermehrt auf Masse statt Klasse setzen, so hat man hier dennoch wirklich seinen Spaß. Denn "Zombieland: Doppelt hält besser" schaut sich so wunderbar locker flockig weg und ist dabei verdammt unterhaltsam, sodass man ihm für seine Fehler nicht allzu böse sein kann und will. Zumal hier zugegebenermaßen auch wieder ein klein wenig der Nostalgie-Bonus mit hineinspielt. Wer aber mit dem ersten Teil schon wenig anfangen konnte, für den wird sich mit dem zweiten Aufguss auch nichts ändern.

7/10

Von SONY Pictures kommt der Film in UK in 4K Ultra HD im limitierten Steelbook:


Quellen
Inhaltsangabe: Sony Pictures

Mittwoch, 12. Mai 2021

The Dead Don't Die (2019)

https://www.imdb.com/title/tt8695030/

In der verschlafenen Kleinstadt Centerville stimmt irgendetwas nicht: Der Mond hängt groß und tief am Himmel, die Stunden des Tageslichts werden unvorhersehbar und die Tiere zeigen allmählich ungewöhnliche Verhaltensweisen. Doch niemand kann sich erklären, warum das so ist. Die Berichte aus den Nachrichten zeichnen ein beängstigendes Bild und Wissenschaftler sind besorgt. Obwohl in der Stadt seltsame Dinge vorgehen, sieht niemand die mysteriösen und gefährlichen Auswirkungen voraus, die Centerville bald plagen werden: Die Toten sterben nicht – sie erheben sich aus ihren Gräbern, greifen die Lebenden brutal an, fressen sie und versetzen die Bürger der Stadt in Angst und Schrecken. Jeder muss nun um sein Überleben kämpfen und die mutigen Polizisten Ronnie Peterson (Adam Driver), sein Vater Cliff Robertson (Bill Murray) und Mindy Morrison (Chloë Sevigny), tun ihr bestes um den Bürgern als Freund und Helfer beizustehen, sind aber völlig überfordert. Der Vater hat keinen Plan, was vor sich geht, der Sohnemann aber weiß Bescheid: Zombies! Offenbar versuchen die Untoten, all das zu machen, was sie auch als Lebende am liebsten getan haben. Zum Beispiel Kaffeetrinken...

Wenn Jim Jarmusch einen Zombie-Film dreht, dann dreht er nicht irgendeinen Zombie-Film. Nein, dann dreht er einen Zombie-Film, stülpt seinen eigenen Stil drüber und erzeugt so einen Gegenpol zu klassischen Zombie-Filmen. Jarmusch-Zombies, wenn man so will. Dass er dabei einerseits die gängigen Zombie-Film-Konventionen bedient, nur um sie im nächsten Moment wieder zu brechen, sie anschließend erneut bedient und sie dann wieder bricht, passt dabei ins Bild. Er entschleunigt den Film und stellt damit - erneut - einen Gegenpol in die immer hektischere Welt. Wie seine Hauptfiguren Ronnie (Adam Driver) und Cliff (Bill Murray) im Film durch die immer größer werdende Hektik und Panik streifen und einfach nicht reinpassen wollen (Gegenpol), so wirkt auch der Film merkwürdig deplatziert - was ihn nur noch besser macht.

Das verschlafene Örtchen Centerville, in dem die Story geschieht, wirkt daher wie aus der Zeit gefallen und ist damit ein weiterer Gegenpol zur immer mehr globalisierten, technisierten Welt. Konsequenterweise zeichnet Jarmusch seine Zombies als Konsum-Zombies und konsequenterweise bleiben auch die Figuren von den Zombies verschont, die sich am besten von der Hektik des Alltags, von Emotionen, von Stress, von Bedürfnissen, dem ganzen Firlefanz entsagen können und in einer lakonischen Ruhe schweben. Ein Statement Jarmuschs, das in unserer Zeit zwar vielleicht nicht unbedingt originell ist und das er sicherlich nicht gerade subtil in seinen Film presst, aber vielleicht doch, wenn man sich so umsieht, umso notwendiger zu sein scheint. Gegenpol.


Da mutet es fast schon ironisch an, wenn der deutsche Filmverleih mit dem Prädikat "Lustigste Zombie-Komödie seit Zombieland" wirbt. Wegen Zombies. Und Bill Murray. Klar. Natürlich, das ist "The Dead Don’t Die". Saukomisch. Und lustiger als "Zombieland" allemal. Aber eben auf seine eigene, entschleunigte, lakonische Art. Und auch ganz anders als "Zombieland", zum Glück. Ein Gegenpol.

7,5/10

Quellen
Inhaltsangabe: Universal Pictures

Sonntag, 18. April 2021

Love And Monsters - Monster Problems (2020)

https://www.imdb.com/title/tt2222042/

Als ein Asteroid auf die Erde prallt, beginnen die Tiere des Planeten zu gefährlichen Monstern zu mutieren. Sieben Jahre später ist ein Großteil der Menschheit vernichtet und viele der noch lebenden Menschen haben sich sichere Kolonien unter der Erde erschaffen. In einer dieser Bunker lebt der junge Joel Dawson (Dylan O'Brien), der vor sieben Jahren von seiner Freundin Aimee (Jessica Henwick) getrennt wurde. Joel führt ein recht einsames Leben. Alle Menschen in seinem Bunker sind verpartnert und bekämpfen heldenhaft Monster, um die Bunkergemeinschaft zu versorgen. Nur Joel nicht. Er ist single und darf an Versorgungsmissionen nicht teilnehmen, da er im Angesicht von Gefahr regelmäßig in Schockstarre verfällt. Nachdem der Bunker von einem gewaltigen Monster angegriffen wird, begibt sich Joel in die Oberwelt. Er will nicht alleine sterben und beschließt, seine Freundin Aimee aufzufinden, die nur etwas über 130 Kilometer von ihm entfernt in einer anderen Kolonie lebt. Auf seiner Reise durch die von Monstern überlaufene Welt trifft Joel auf den Hund Boy, der ihm das Leben retten und ihn fortan begleitet. Bald schon treffen sie auf weitere Überlebende: Überlebensexperte Clyde Dutton (Michael Rooker) und seine junge Begleiterin Minnow (Ariana Greenblatt). Diese wollen in den Norden reisen, wo es eine sichere Zone geben soll. Joel steht nun vor einer schwierigen Entscheidung...

"Love And Monsters" ist eine Variante von "Zombieland" - nur das eben hier durch Mutation größenveränderte und irgendwie verwunderlich-plötzlich mit riesigen Zähnen ausgestattete Kleinstlebewesen der Menschheit nach dem Leben trachten. Scheinbar haben diese es aber auch geschafft 95% der Weltbevölkerung auszurotten, was einen im Verlauf des Films zu der Frage bringt, warum gefühle 4% davon im 70 Kilometer weiten Umkreis der Stadt Fairfield leben. Doch seis drum - um Logik und Stringenz geht es hier nicht. "Love And Monsters" will eben "nur" ein weiterer unterhaltsamer und zum Schmunzeln annregender Abendfüller sein. Dabei ist er auch ganz witzig erzählt und dadurch interessant, mit Dylan O'Brien auch gut besetzt, doch irgendwie und gerade weil die Thematik schon bekannt ist, vorhersehbar und dadurch irgendwann nichtssagend. Der Humor ist auch beweitem nicht so bissig wie in "Zombieland" und entlocken dem Zuschauer ein paar Schmunzler. Richtige Brüller sind aber nicht dabei. Hochwertig gefilmt sind die CGI-Monster leicht als solche zu enttarnen, weil diese manchmal auch nicht so recht in ihre Umgebung passen wollen. Und den Gag mit der Handgranate... das konnte "Monty Python" besser. Unterm Strich mit dem vielversprechenden Beginn und dem erträglichen Ende in Summe eben nur ganz okay.

6/10

Quellen
Inhaltsangabe: Netflix

Samstag, 22. März 2014

Zombieland (2009)

http://www.imdb.com/title/tt1156398/

Zwei Monate, nachdem ein mutierter Rinderwahn-Virus über die USA gezogen war, ist das gesamte Land fast nur noch von Zombies bevölkert. Wer bis hierhin überleben wollte, musste entweder besonders hart, oder besonders clever sein. Columbus (Jesse Eisenberg) ist zwar ein Weichei, dafür hält er sich streng an seine 49 Überlebensregeln, zu denen neben Fitness und ‘Vorsicht vor Badezimmern’ auch ‘Suche dir einen ordentlichen Partner’ gehört. Diesen findet er in dem leich psychopathischen Tallahassee (Woody Harrelson), der zwar nicht der Hellste ist, dafür jedoch unschlagbar und furchtlos in der Zombiejagd. Gemeinsam versucht das ungleiche Team einen Weg durch die USA zu finden, immer auf der Suche nach weiteren Überlebenden.

Deutlich eher Komödie als Horror, denn obwohl einige Splatter-Szenen vorhanden sind, werden diese jedoch eher mit viel Ironie umgesetzt. Ein sehr außergewöhnlicher Film und auf jeden Fall mal eine erfrischend interessante Genremischung wie auch schon bei "Shaun Of The Dead". Überzeugt auf jeden Fall durch seine tolle Charakterzeichnung und eine hohe Gagdichte. Jesse Eisenberg und Woody Harrelson stechen nochmals besonders heraus, obwohl die schauspielerische Leistung von allen Beteiligten durchweg sehr gut ist. Die Story ist - wie bei Zombiefilmen üblich - eher flach, wird aber absolut genial durch eben angesprochene Gags und frische Ideen mehr als kompensiert. Allein die Idee, Columbus' Regeln fürs Überleben in "Zombieland" genau dann und auch noch schön auffällig ins Bild einzubauen, wenn er gerade eben diese Regel befolgt ("Double Tap"/"Seatbelts") sorgt für den einen oder anderen Brüller.

Aber einen Wanhsinnsgag muss ich besonders hervorheben, nämlich als die Gruppe der Reisenden auf Bill ("Fucking!") Murray (in einem Cameo) trifft. Diese ganze Szenerie ist einfach saukomisch und von so schönen Anspielungen auf "Ghostbusters" durchzogen, dass einem das Herz wahrlich höher schlägt. Zumal Murray sich selbst hervorragend parodiert. Und als dann noch Woody Harrelson zu Ray Parker Jr.s "Ghostbusters"-Song abrockt ist es aller-allerspätestens mit jedem noch so ernsten Gesicht vorbei. So funktioniert Komödie! Das es aber letztlich doch noch ein Zombiefilm ist, darf man dann doch nicht vergessen und wird einem gegen Ende nochmal mit Wucht ins Gedächtnis zurückgerufen. In einem Vergnügungspark. Das funktioniert, das passt. Selbst die rockige Musikauswahl (u.a. mit Metallica, Van Halen oder The Black Keys) passt und der Score von David Sardy ist hervorragend gesetzt. Was dann bleibt ist ein toll funktionierender Genremischling mit jeder Menge Gags, Blut und Action. Definitiv einer meiner Lieblinge!

8,5/10

Von SONY Pictures kommt der Film in 4K Ultra HD im limitierten Steelbook:


Quellen
Inhaltsangabe: Sony Pictures

Dienstag, 18. Juni 2013

Gangster Squad (2013)

http://www.imdb.com/title/tt1321870/

Männerkampf mit Trenchcoat, Fedora und Maschinenpistolen. Wenn das Ende der Prohibition eines bewies, dann das: Die organisierte Kriminalität war nun etabliert. Jede Großstadt hatte ihre Gangstersyndikate, die zahlreiche Netzwerke ausgebildet hatten, um ihren Machtanspruch zu behaupten. Diese Macht stieg in den folgenden Jahren und Jahrzehnten noch drastisch an und setzte so die Polizei massiv unter Druck. Um sich überhaupt behaupten zu können, musste sie lernen, Feuer mit Feuer zu bekämpfen: Das Gangster Squad war geboren. Ein solches stellt Bill Parker (Nick Nolte), Polizeichef der LAPD, in den 1940ern unter Leitung des rustikalen John O’Mara (Josh Brolin) zusammen, um einen der Gangsterbosse der Ostküsten-Mafia, Mickey Cohen (Sean Penn), aus Los Angeles heraus zu halten und in seine Schranken zu weisen. Das Gangster Squad rekrutiert sich aus verdienten und skrupellosen Polizisten wie Sgt. Jerry Wooters (Ryan Gosling), Conway Keeler (Giovanni Ribisi) oder Max Kennard (Robert Patrick). Einmal Mitglied des Gangster Squad gibt es kein Zurück mehr, denn offiziell existiert die Spezialeinheit nicht. Als Wooters sich in Grace Faraday (Emma Stone) verliebt, nimmt Gangster Mickey Cohen das Wirken des Gangster Squad nicht nur als Bedrohung seiner Geschäfte wahr, sondern auch persönlich...

Regisseur Ruben Fleischer ("Zombieland") beweist wieder einmal, dass er eine Geschichte gut umsetzen kann, auch wenn diese Geschichte an kleinen Details krankt. Glücklicherweise nimmt Ruben Fleischer sein Projekt aber offenbar zu keiner Minute ernst ohne ins Klamauk- oder Komödienhafte abzugleiten und spätestens wenn Sean Penn mit einem übertrieben coolen Satz ("Hier kommt der Weihnachtsmann!") um die Ecke kommt, um dann in einer schönen Extrem-Zeitlupe alles in Grund und Boden zu ballern, sollte das auch wirklich beim Zuschauer angekommen sein. "Gangster Squad" ist eine maßlos überstilisierte Hommage an das altmodische Gangster-Genre, dass einem das Lächeln auf die Lippen treibt, vorausgesetzt man kann mit dem genre etwas anfangen. Die Vorgabe ist denkbar einfach: Gewalt wird mit Gewalt bekämpft. Ein harter Oberschurke, der nach dem Siegermanifest lebt und alles an sich reißt, muss zerschlagen werden. Da hagelt es coole Sprüche, da spritzt das Blut und die Optik des Los Angeles in den vierziger Jahren ist vom feinsten. Eigentlich gibt es in diesem explosiven Machwerk keine Grenzen, denn in seiner einfachen und leichtverständlichen Art macht der Film immer genau das worauf er Lust hat - und das ist eben die meiste Zeit blutig und brutal und ohne Umschweife dargestellt. Voller Klischeés wird durch die Großstadt gejagt, weit weg von Realismus - und doch ist das Ganze so cool und temporeich, dass man letztendlich sagen muss: nicht anspruchsvoll, aber extrem unterhaltsam.

7,5/10

Zum Film gibt es ein schickes und zugleich limitiertes Steelbook:


Quellen
Inhaltsangabe: Warner Bros.

Sonntag, 4. Dezember 2022

Uncharted (2022)

https://www.imdb.com/title/tt1464335/

Der Waisenjunge Nathan Drake (Tom Holland) hat sich schon seit frühester Kindheit für Schatzsuche begeistert. Als er als junger Erwachsener auf den erfahrenen Abenteurer Victor Sullivan (Mark Wahlberg) trifft, wird aus den einstigen Tagträumen Realität. Gemeinsam wollen die beiden den riesigen Goldschatz des berühmten Entdeckers Ferdinand Magellan bergen, der seit 500 Jahren irgendwo auf der Welt verborgen liegt. Dafür müssen sie jedoch mit der schlagfertigen und undurchsichtigen Chloe Frazer (Sophia Taylor Ali) zusammenarbeiten. Auch der skrupellose Moncada (Antonio Banderas), dessen Familie vor vielen Jahrhunderten im Besitz des Schatzes war, erhebt Anspruch auf die Beute. Um das Erbe Magellans in seinen Besitz zu bringen, ist ihm jedes Mittel recht. Es beginnt ein Wettlauf um das Gold: Nate und Sully müssen ihr Kombiniergeschick beweisen, um den Schatz vor dem Schurken zu erreichen.

Mit "Uncharted" kommt ein Film, der einmal mehr auf einer sehr erfolgreichen Videospielserie basiert und mit Regisseur Ruben Fleischer bekam er auch einen Regisseur, der mit den beiden "Zombieland"-Filmen und "Gangster Squad" auch schon ein paar ordentliche Ergebnisse abgeliefert hat. Doch dominiert von Green-Screen-Spezialeffekten und einer dünnen Schatzsucher-Handlung, fehlt "Uncharted" im Grunde der Sinn für ein richtiges, fesselndes Abenteuer, im Stile eines neuartigen "Indiana Jones", so wie man es ursprünglich erwarten würde. Er ist aber auch weit davon entfernt, so katastrophal wie manch andere Videospielverfilmungen zu sein und er ist zumindest leichtfüßig genug, um die Intelligenz seiner Zuschauer nicht zu beleidigen, wie es so viele dieser Filme zu tun pflegen. Allerdings scheint "Uncharted" eher auf dem guten Ruf der Videospielabenteuer von Nathan Drake aufbauen zu wollen, als etwas Eigenes zu schaffen; er geht keine Risiken ein und fühlt sich in Bezug auf die Erzählung wie ein Minimum an Aufwand an.

Mit Tom Holland als Hauptfigur Nathan Drake wurde ein wortgewandter Schatzsucher im Stile ebenjener "Indiana Jones"-Filme etabliert, jemand, der sich in einer moralischen Grauzone bewegt, in der der Diebstahl unbezahlbarer Artefakte gerechtfertigt ist, weil sie niemand sonst so schätzen kann wie Drake. Holland hat die nötige Beweglichkeit, aber es fehlt ihm einfach das Gewicht und der Weltschmerz, den eine Figur wie Drake braucht, der in einem Waisenhaus aufgewachsen ist und bereit ist zu stehlen, um über die Runden zu kommen. Wenn Indy typischerweise die klügste Person im Raum war, muss Drake derjenige mit den schärfsten Instinkten sein, jemand, der die Rätsel der Geschichte aus einer Position der Expertise und des Mutes heraus sieht. Holland ist ein kluger Schauspieler, aber hier ist er einfach falsch, er sieht immer ein bisschen aus wie ein Kind, das sich als seine Lieblingsvideospielfigur verkleidet. Während er in einer Bar arbeitet und Schmuck von seinen Gästen stiehlt, wird Drake von Victor Sullivan alias Sully (Mark Wahlberg) angesprochen, der ihm erzählt, dass er mit Nathans Bruder Sam in die Nähe eines der berühmtesten verlorenen Schätze der Geschichte gekommen ist. Sie haben das Tagebuch des berühmten Entdeckers Juan Sebastian Elcano gestohlen, das sie zu einem Schatz führen soll, der von der Magellan-Expedition versteckt wurde. Schnell kreuzen sich ihre Wege mit Santiago Moncada (ein Antonio Banderas, der so wenig eingesetzt wird, dass man glauben könnte, die Hälfte seiner Rolle sei im Schneideraum zusammengekürzt worden), dem Erben der Familie, die die ursprüngliche Expedition finanziert hat. Moncadas Testament wird von der knallharten Jo Braddock (Tati Gabrielle) durchgesetzt, und die Jungs treffen in Barcelona eine alte Kollegin von Sully namens Chloe Frazier (Sophia Ali, die so ziemlich den ganzen Film stiehlt) wieder.


"Uncharted" lässt diese Charaktere auf seiner Reise immer wieder aufeinanderprallen, aber nichts davon hat eine Bedeutung. Es ist eine Green-Screen-Darbietung, die ignoriert, wie wichtig die Umgebung in einem Film wie diesem sein kann. Ob Nathan und Chloe durch einen unscheinbaren Tunnel zu einem versteckten Schatz kriechen oder Sully in einer der wenigen Kampfszenen in einem echten Papa John's auftaucht, das Design spielt keine Rolle. Ein Film wie "Uncharted" muss die Zuschauer mitreißen. Er muss auf die Abenteuerreise mitgenommen werden, selber den Schatz suchen - und nicht nur zusehen, wie Schauspieler so tun, als würden sie aus Flugzeugen fallen. Die Wahl, einen GreenScreen, statt echter Umgebung zu verwenden, mag Reisekosten sparen (und auch Sicherheit bringen, angesichts der Pandemie, in der der Film entstand), ist schlecht. Sie macht diesen Abenteuerfilm ein Stück weit fern und unnahbar.

Wenn irgendetwas "Uncharted" vor den Untiefen der schlechtesten Videospielverfilmungen rettet, dann ist es der Charme der Darsteller. Holland mag eine Fehlbesetzung sein, aber er ist einfach ein unglaublich sympathischer Filmstar. Wahlberg schafft eine gute Balance zwischen seinem Charisma und dem erschöpften Tonfall eines Schatzsuchers, der genug gesehen und getan hat und nur noch den letzten Auftritt will, der ihn fürs Leben absichert. Banderas ist vergeudet und Gabrielle ist inkonsequent, aber Ali ist wohl die einzige Darstellerin, die versteht, dass "Uncharted" vor allem Spaß machen soll. Sie verleiht dem Film die dringend benötigte Energie und Unberechenbarkeit, wenn sie auf der Leinwand zu sehen ist.

"Uncharted" - und das muss man dem Film auf der "Haben"-Seite anrechnen - ist aber auch ein weiteres Projekt, das im Laufe der Jahre so viele potenzielle Produktionsteams durchlaufen hat, dass es seine Identität verloren hat. Es gibt Berichte, die bis ins Jahr 2008 zurückreichen, in denen von verschiedenen Filmemachern berichtet wird, die versuchten, den Film zu realisieren. David O. Russell, Neil Burger, Joe Carnahan, Shawn Levy, Dan Trachtenberg und Travis Knight waren alle in den Gerüchten vertreten oder wurden sogar zu verschiedenen Zeitpunkten verpflichtet. Wenn ein Projekt im Laufe der Jahre so viele Varianten durchläuft, führt das oft dazu, dass sich der endgültige Film wie ein Kompromiss anfühlt, eine verwässerte Version, die die gängigsten, grundlegendsten Elemente von allem übernimmt, was im Laufe der Jahre vorgeschlagen wurde. "Uncharted" erfüllt zar letztlich sicher die Erwartungen von Fans und Neulingen, aber auf eine so vorhersehbare Art und Weise, dass ihm spürbar der gewisse Schwung und Funke fehlt.

6,5/10

Quellen
Inhaltsangabe: Sony Pictures

Donnerstag, 4. Oktober 2018

Venom (2018)

https://www.imdb.com/title/tt1270797/

Als Dr. Carlton Drake (Riz Ahmed), Chef der mysteriösen Life Foundation, in den Besitz eines Organismus außerirdischen Ursprungs kommt, benutzt er diese sogenannten Symbionten, um mit ihnen Experimente an Menschen durchzuführen. Dank des Tipps einer Konzern-Insiderin (Jenny Slate) bekommt der Reporter Eddie Brock (Tom Hardy) Wind von Drakes fragwürdigen Machenschaften und beschließt – entgegen der Warnung seiner Freundin Anne (Michelle Williams) – der Sache auf den Grund zu gehen, schließlich versucht er schon seit langem, Drake das Handwerk zu legen. Bei seinen Nachforschungen in den Labors der Life Foundation kommt Eddie jedoch selbst mit einem Symbionten in Kontakt, der mit ihm zu einem neuen Wesen verschmilzt: dem mit übermenschlichen Kräften ausgestatteten Venom...

"Venom" hatte es bisher nicht gerade leicht, wenn man die (kleine) filmische Karriere des Symbionten aus dem All anschaut. Im mit Bösewichtern geradezu überladenen "Spider-Man 3" wurde der Charakter Venom schlicht verheizt und in "The Amazing Spider-Man 2" wurde er lediglich mit einem kurzen Hintergrund-Kopfnicken abgetan. Und nun hat "Venom" seinen eigenen Film, der aber auch hauptsächlich die Versuche vereitelt, dem Anti-Helden wirkliches Leben einzuhauchen. Ohne jemals die richtige Spur zu finden, sondern maximal einen Meter danaben zu fahren, findet Regisseur Ruben Fleischers Film nie eine richtige Basis und mischt lieber weite Strecken der Handlung mit einer effizienten, aber vergleichsweise flachen Story, ein wenig Humor und viel zu schneller Action, die wirkliche Details oft vermissen lässt. Obwohl "Venom" ein SONY/MARVEL-Film ist, fehlt ihm sichtbar das Vertrauen zum Disney-MCU, wirkt etwas unfertig und sogar ein Stück weit unter dem Potential von dem, was man hätte nach den großartigen Teasern und Trailern erwarten können.

Der erste Akt ist ein relativ lahmes Vorgeplänkel auf das was kommt, dazu reichlich langweilig und ohne den gewissen Charme. Es gibt ein langwieriges Set-up, in dem Eddie (Tom Hardy) seine bisherigen Fernseh-Reportagen vorstellt, seine Anwalt-Freundin Annie (Michelle Williams) und sein Leben verliert, kurz nachdem er den Wissenschaftler Carlton Drake (Riz Ahmed) interviewt. Letzterer treibt gefährliche Experimente in seinem Labor mit Blick auf die Golden Gate Bridge  voran, bei denen Menschen mit von einer Expedition aus dem All mitgebrachten Symbionten kombiniert werden. Im Shuttle gab es einen Unfall, einer der Symbionten entkam und das Schiff stürzte in Malaysia ab. Und nun bahnt sich ein weiterer Symbiont den Weg von der Absturzstelle des Raumschiffes in einer Rettungssanitäterin, über eine ältere, malaysische Frau und einem kleinen Mädchen den Weg in die Vereinigten Staaten. Damit ist die Geschichte ist nicht gerade innovativ, aber annehmbar. Was aber überrascht, ist die sichtbar mangelnde Chemie zwischen Hardy und Williams, zwei der charismatischsten Schauspieler auf dem Planeten. Hardys Leistung ist seltsam unausgeglichen; Williams ist bemüht, aber dem Zuschauer spätestens nach zwei Minuten völlig egal in ihrer Rolle als (Ex-)Verlobte. Die Troika vervollständigend, hat "Venom" noch einen weiteren Hauptdarsteller - einen recht fahlen Riz Ahmed, der sich als Elon Musk-Verschnitt mit schrecklichen Dialogen und kaum Bad-Guy-like durch die Handlung holpert. Dabei ist vielleicht noch der größte Fehler, dass man ihn von Anfang an als Gegenspieler erkennt und somit Teile der Geschichte von vornherein fest stehen.

Auf dem Papier passt Fleischer gut zum Material. Sein bestes Werk, "Zombieland", fand eine gute Symbiose für Lacher, Gore und Energie, eine gute Checkliste für jeden "Venom"-Film. Aber er findet hier einfach nicht den richtigen Drive. Die Action von Brock / Venom, der Drakes Schläger in Eddies Wohnung brutal fertig macht oder die Motorrad-Auto-Drohnenjagd sind coole Szenarien. Auch als Venom ein SWAT-artiges Team in einem mit Rauch gefüllten Foyer nach und nach dezimiert, ist optisch lecker, hat aber viel zu wenig Schwung und hinterlässt den Eindruck, dass ein PG-13-Rating (FSK-12) nicht immer die beste Wahl für einen Superhelden/Anti-Helden-Film ist.Die Komödie landet leider auch nicht wirklich Treffer. Eddie, der sich vor Annie in einem vornehmen Restaurant blamiert, indem er nach Hummern grabscht und in ein Aquarium springt, fühlt sich zu gewollt an, um wirklich lustig zu sein. Wenn sich Eddie endlich mit dem Parasiten arrangieren kann, gibt es eine Andeutung eines lebhaften Hin und Her zwischen den beiden - vor allem, wenn Eddie sich weigert, von einem Gebäude zu springen - diese Szene hätte"Deadpool" Konkurrenz machen können. Nur wenige Lacher kann Fleischer so dem Publikum entlocken, wenn er Elemente von Hardys körperlicher slapstickhafter Leistung durch einige von Venoms Gesichtsausdrücken mischen kann. Tja, "Venom" will hier alles sein, aber gerade letzteres hatte Stanley Ipkiss besser drauf.

Untermalt wird dies alles von Ludwig Göranssons bombastischer Partitur, der Abspann lediglich hinterlässt dank Hip-Hop von Eminem einen faden Beigeschmack, weil sein Stück "Venom" zwar gut ist, aber nicht so recht zum Film passen will. Alles in allem hinterlässt "Venom" einen zwiespältigen Eindruck. Er ist gut, aber nicht sehr gut, er könnte mehr sein und schöpft nicht sein gesamtes Potential aus. Das ist etwas schade - zumal in der Mid-Credits-Sequenz der Gegenspieler von Venom angeteasert wird, auf den eigentlich alle warten. Carnage. Und wer ihn spielen soll ist wohl der Hammer schlechthin. Na mal sehen, ob das nach diesem holprigen Einstieg noch klappt. Wünschenswert wäre es.

6,5/10 

Quellen
Inhaltsangabe: Sony Pictures
Poster/Artwork: Sony Pictures

Dienstag, 15. Dezember 2015

The Return Of The Living Dead - Verdammt, die Zombies kommen (1985)

http://www.imdb.com/title/tt0089907/

In einem medizinischen Versandhaus experimentieren die Mitarbeiter mit einem Behälter, der daraufhin explodiert. In dem Behälter befindet sich nicht nur ein Zombie, sondern auch ein Gas, das die Untoten wieder zum Leben erweckt. Zwei der Mitarbeiter arbeiten das Gas ein und scheinen langsam eine Verwandlung zu durchlaufen. Das Gas strömt aus und immer mehr Tote erwachen zum Leben. Die beiden Verantwortlichen wollen die Sache so schnell wie möglich beenden und setzen alle Tricks ein, um die Zombies zurück ins Grab zu verbannen. Doch selbst das Zerstückeln der Untoten bringt nichts, die Leichen lassen sich nicht unterkriegen. Als die Mitarbeiter die Untoten verbrennen wollen, wird die Asche durch einen Schornstein in der ganzen Stadt verteilt. Auf dem Friedhof ist kurz darauf die Hölle los. Mittlerweile hat sich der erste Experimentator in einen Zombie verwandelt. Kann diese Zombie-Welle überhaupt noch aufgehalten werden? Oder hilft nur noch die Vernichtung durch eine Atombombe?

"Return Of The Living Dead" ist nicht etwa eine Fortsetzung zu Romeros "Night Of The Living Dead". Sie hätte es zwar werden sollen, wenn man Regisseur Dan O'Bannon in einem Interview Glauben schenken darf, aber zum Glück intervenierte er gegen das bereits fertige Drehbuch und schuf eine großartige Zombie-Komödie mit coolen Einfällen, einem omnipräsenten 80er-Jahre-Vibe und den wohl leistungsfähigsten Zombies überhaupt. Rennen, sprechen, abstrahiertes Denken. Alles kein Problem für diese Untoten...

O'Bannon gelingt mit "Return Of The Living Dead" das, was nur ganz wenigen Horror-Komödien überhaupt gelingt: die perfekte Balance zu finden zwischen Atmosphäre, Horror und Humor. Viele Horror-Komödien enden letztendlich als halbgare Horrorfilme (etwa das Remake von "Fright Night") oder verspielen komplett ihren Gruselfaktor (wie es bei "Zombieland" der Fall ist). Dieser Film hier schafft den höchst seltenen Akt, zur selben Zeit gruselig und spannend als auch komisch zu sein, und dies sogar konsequent den ganzen Film hindurch. Wie soll man denn sonst auf darauf reagieren, wenn unsere Helden von Zombies eingekreist und attackiert werden, diese aber zugleich unentwegt "Brains!" rufen?


Vom Prolog an, in dem das wunderbar doofe Pärchen Frank und Freddy die Katastrophe in Gang setzen bis zum letzten Shot, ist dieser Film ein wunderbar ekeliger Spaß. Man kommt nicht umhin, über dererlei Albernheiten und eingesterute kleine Gags zu schmunzeln und das alles dennoch spannend und stimmungsvoll zu finden. Der Witz dieses Streifens zeichnet sich zudem durch Pointen und eine dazu passende Inszenierung aus, die fast jedes Mal ins Schwarze treffen. Dazu gesellen sich noch eine straffes Tempo, sympathische Figuren, eine hervorragende, selbstironische Einführung des Zombiethemas sowie ein in seiner Nüchternheit schlicht gelungenes Ende. Und auf keinen Fall zu vergessen: Der Soundtrack! Die Musik, welche beständig herausschreit, dass dies der Zombiefilm der 80er Jahre ist, unterstreicht das Geschehen in vielen Momenten einfach perfekt. Insbesondere die Sequenz, in welcher sich der Rauch des eingeäscherten Zombies über den Friedhof verteilt, stellt eine selten gelungene Vermischung zwischen Musik und Bildern da, die wohl noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Alles in allem ist "Return Of The Living Dead" so etwas wie ein perfekter Halloweenfilm. Er mag nicht zu den schockierendsten Horrorfilmen zählen, ist aber dennoch ekelig effektiv, spannend und sehr humorvoll zugleich, mit charmanten Effekten und einem trashigem 80s-Flair.

7,5/10

Von NSM erschien der Film endlich ungeschnitten auf Blu-ray. Obwohl ehemals indiziert und mittlerweile ab 16 freigegeben war bis zu diesem Zeitpunkt keine HD-Auswertung dieses Films vorhanden.