Sonntag, 22. Dezember 2019
Bajo la Rosa - Under The Rose (2017)
Sara (Patricia Olmedo), die Tochter von Oliver (Pedro Casablanc) und Julia (Elisabet Gelabert), geht morgens in die Schule, kehrt aber abends nicht wieder. Tage vergehen, ohne dass die Eltern etwas hören. Hysterisch vor Angst und wütenden über die eigene Ohnmacht und die Tatenlosigkeit der Behörden, sind die Eltern und Saras Bruder Alex (Zack Gómez) der völligen Verzweiflung nahe. Bis eines Morgens ein Brief in einem schwarzen Umschlag eingeworfen wird: Jemand behauptet, Sara in seiner Gewalt zu haben. Nicht nur das, er möchte noch am selben Tag abends vorbei kommen und sich mit ihnen unterhalten. Bei Verständigung der Polizei wird es schwere Konsequenzen geben. Unsicher und nicht willens, das Leben ihrer Tochter aufs Spiel zu setzen, warten die drei auf den Unbekannten. Seine Forderung wird ihr Leben für immer verändern ...
"Bajo la Rosa"/"Under The Rose" ist ein mit hoher Intensität vorgetragener Home-Invasion-Thriller ohne vorgehaltene Waffen oder lautes Getöse, das hat der namenlose Antagonist (Ramiro Blas) überhaupt nicht nötig. Sein Druckmittel ist das Leben eines kleinen Mädchens, was von einem Telefonanruf zu einer bestimmen Uhrzeit abhängig ist. Und nur dann mit positivem Ausgang in Aussicht gestellt wird, wenn einer der drei Familienangehörigen seine schlimmste Tat gesteht und dafür Buße tut. Wieso, weshalb, warum, das bleibt bis zum Schluss spekulativ. Aber schon früh stellt sich das Gefühl ein, dass bei "Bajo la Rosa" weniges zwingend so ist, wie es zunächst vermittelt wird. Das der Kidnapper und offenkundig extrem sadistisch veranlagte "Gast" sein perfides Wahrheit-und-Pflicht-Spiel nicht ohne triftigen Grund in der extremen Form vorantreibt; vermutlich nicht nur ein perverses Bedürfnis zu stillen versucht und damit gleichzeitig mehr Geständnisse entlockt als ursprünglich verlangt.
Wie bei einem Pokerspiel wird nach dem Ausloten der Stringenz des Gegenübers und der darauf folgenden Feststellung, dass gar nichts anbieten unmöglich zum Erfolg führen kann versucht, durch das Beichten des kleinsten, eventuell anvisierten Übels den Kopf mit möglichst geringem Schamfaktor aus der Schlinge zu ziehen. Aber selbst für die gar nicht angepeilten Gewissensreinigungen hat der mysteriöse, mit donnergrollender Stimme trotz seiner Ruhe enorm bedrohlich auftretende Spielleiter eine spontane Bestrafung in petto, die zwingend zu erfüllen ist. Stück für Stück bröckelt das Bild der Oberschichten-Bilderbuchfamilie mehr; wird der Zusammenhalt und das gegenseitig Vertrauen auf die ganz harte Probe gestellt; kommen Sünden ans Licht, die selbst unter diesen extremen Bedingungen nicht sofort auf den Tisch geknallt werden. Wenn es darum geht, das Leben der eigenen Tochter/Schwester eventuell nur dadurch retten zu können. Zu schwer wird die Last sein, die so was verursachen kann.
Regisseur Josué Ramos ist sich der beklemmenden, verstörenden und grausamen Qualität seiner Geschichte sehr wohl bewusst und realistisch genug, um sich nicht unnötig mit künstlichen Verstärkern aufplustern zu müssen. Musik kommt beispielsweise äußerst selten und wenn nur in sehr ausgewählten Momenten zum Einsatz, dafür klebt die Kamera konstant sehr dicht, realitätsnah an den Darstellern, engt das Ganze noch mehr ein als es ohnehin schon bis an die Schmerzgrenze geschieht. Sonst verlässt er sich auf die entwürdigende, hemmungslose und hundsgemeine Schonungslosigkeit, die der geschickt aufgebaute wie ausgelebte Plot von Minute zu Minute nur noch mehr intensiviert. Hervorragend gespielt und mit schockierenden Qualitäten beim scheibchenweisen Zerlegen einer vorgegaukelten Idylle bleibt "Bajo la Rosa" auch nach dem Abspann noch haften und kann trotz einer kritisch betrachtet leicht konstruiert wirkenden Geschichte und einiger Logiklöcher vollständig überzeugen, da das Handeln der Figuren nicht nur heftig, sondern unter diesen Bedingungen immerhin annehmbar glaubhaft erscheint. "Bajo la Rosa" ist unterm Strich ein zermürbender, letztlich sogar moralisch äußerst ambivalenter Thriller mit hoher Gewaltbereitschaft, die sich aber eher auf psychischer Ebene auslebt. Die direkt transportierten Bilder werden weniger verstören als die Grausamkeiten, die sich dahinter verbergen. Enorm fesselnd, dieser Geheimtipp aus Spanien, den sich Genre-Freunde nicht entgehen lassen sollten.
7/10
Von INDEED FILM / ILLUSIONS UNLIMITED erschien der Film ungeschnitten im limitierten und nummerierten Mediabook.
Toy Story 4 - A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando (2019)
Mittlerweile ist Andy aus dem Alter raus, in dem er noch mit seinen Spielzeugen spielt. Also hat er den Cowboy Woody (Originalstimme: Tom Hanks) und den Space-Ranger Buzz Lightyear (Tim Allen) an seine kleine Freundin Bonnie (Madeleine McGraw) weitergereicht, damit sie fortan ihre Fantasie mit ihnen ausleben kann. Dann aber bastelt sie in der Vorschule aus einer Gabel ein neues Spielzeug und die harmonische Idylle im Kinderzimmer ist dahin. Denn Forky (Tony Hale), so der Name des Gefährten, ist alles andere als glücklich mit seinem Leben als Spielzeug-Gabel. Er ist sich sicher, dass er kein Spielzeug ist, sondern Müll! Als die ganze Familie einen Ausflug macht, springt er kurz entschlossen aus dem Auto. Woody kann und will Forky nicht seinem Schicksal überlassen und eilt ihm hinterher. Der Cowboy will der Gabel aus seiner Identitätskrise helfen und macht sich mit ihm auf den Weg in ein aufregendes Abenteuer, bei dem sie auch auf die alte Bekannte, Bo Peep (Annie Potts) treffen. Doch Buzz will nicht auf seinen Freund Woody verzichten und begibt sich währenddessen selber auf eine Reise, um das ungewöhnliche Duo aufzuspüren...
24 Jahre ist die "Toy Story"-Reihe nun schon alt. Damals im Jahr 1995 erschien der erste Teil der legendären Filmreihe, der als erster Animations-Spielfilm nicht nur in die Geschichte einging, sondern zugleich eines der erfolgreichsten Genres der letzten Jahre erfand. Dem starken Auftakt ließ man 1999 einen etwas schwächeren zweiten Teil folgen, ehe man die Trilogie im Jahr 2010 mit dem erneut überragenden "Toy Story 3" abschloss. Da dieser jedoch über eine Milliarde Dollar an den Kinokassen generierte, kommen wir neun Jahre später doch noch einmal in den Genuss eines neuen Kapitels in der Geschichte der lebenden Spielzeuge. Ein schweres Erbe, immerhin war das Ende der Trilogie schlichtweg perfekt und daran anzuknüpfen mit erheblichem Risiko verbunden. Doch Pixar wäre nicht Pixar wenn sie mit dem vierten Teil nicht wieder einen exzellenten Film abliefern würden, der erneut alle Stärken der Animationsschmiede vereint. Wieso der Film dabei in Deutschland nicht schlicht und einfach "Toy Story 4" heißt, wie im Original, bleibt derweil ein Rätsel. Die grandiose Schnapsidee den vierten Teil in Deutschland "A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando" zu nennen, gehört jedenfalls schon jetzt in die lange Liste der dämlichsten Filmtitel deutscher Verleiher. Dem Film tut das jedoch keinen Abbruch.
Am Ende von "Toy Story 3" war alles rund und gut: Der inzwischen erwachsen gewordene Andy übergab seine geliebten Spielzeuge in die Obhut des kleinen Mädchens Riley und sorgte damit für ein hochemotionales und passendes Ende der Trilogie. "Toy Story 4" setzt diese Geschichte nun nahtlos fort und zeigt die liebgewonnenen Spielzeugcharaktere wie Woody und Buzz Lightyear in den liebevollen Händen der kleinen Riley. Dass diese jedoch auch gut ohne Andys Spielsachen ausgekommen wäre, zeigt ihr erster Tag in der Vorschule, in der sie sich aus einem Plastik-Göffel kurzerhand ein eigenes Spielzeug baut: Forky. Der ist jedoch von seiner neuen Berufung als Spielzeug so gar nicht begeistert und sucht viel lieber den Mülleimer, denn Plastiklöffel sind nunmal Abfall. Da hat er die Rechnung jedoch ohne Woody gemacht, der händeringend versucht ihn vom Mülleimer abzuhalten.
Ja wenn es einen Kritikpunkt am vierten "Toy Story"-Abenteuer gibt, dann sicherlich die Story des Films. Nicht dass die Geschichte um Forky schlecht wäre, ganz im Gegenteil, trotzdem geht Pixar mit "Toy Story 4" ganz auf Nummer sicher. Den erneuten Roadtrip der inzwischen zahlreichen Charaktere hat man zuvor schon in der Reihe gesehen. Pixar erfindet "Toy Story" also nicht neu, sondern setzt stattdessen auf Altbewährtes. Das ist zwar nicht sonderlich originell und man muss sich schon fragen, ob ein vierter Teil tatsächlich nötig gewesen wäre, letztendlich ist es jedoch meckern auf höchstem Niveau. Denn wenn Pixar mit der "Toy Story"-Reihe weiter ein so hohes Niveau erreicht, dann muss "Toy Story 4" auch nicht der letzte Teil gewesen sein. Denn altbewährtes wieder aufzuwärmen bedeutet auch, die gewohnte Pixar-Qualität zu bekommen. Diese besteht im wesentlichen aus drei Punkten: Zum einen der Humor, der sich natürlich durch (fast) alle Animationsfilme zieht.
Forky sorgt zwar für einige Schmunzel-Momente, vielmehr sind es jedoch die neuen Charaktere um Duke Caboom, sowie das Plüsch-Duo Ducky und Bunny, die sich immer wieder als Szenendiebe erweisen. Gerade die Visionen der beiden Teddybären sind urkomisch. Doch witzige Momente kreieren auch andere Animationsschmieden. Was Pixar so einzigartig macht, sind die erwachsenen Themen die behandelt werden. "Toy Story 4" funktioniert mal wieder hervorragend für Erwachsene und das obwohl Spielzeuge die Hauptrolle einnehmen. Pixar schreckt nämlich nicht vor großen Menschheitsfragen zurück und thematisiert Dinge wie die menschliche Existenz, die Notwendigkeit von Wandel und Abschieden, und ermutigt dazu, das Schicksal in die eigene Hand zu nehmen. Es sind zutiefst menschliche Fragen die in "Toy Story 4" auf leichtfüßige Art und Weiße behandelt werden und dabei für Kinder verständlich gemacht werden. So lädt auch dieser Pixar-Film wieder zum Lachen, Weinen und Staunen ein.
Das gilt in erster Linie für das phänomenale Ende des Films, das sich emotional nicht vom großartigen Ende des Vorgängers zu verstecken braucht und dem Hauptcharakter Woody einen fantastischen Abschied beschert. Generell ist "Toy Story 4" in erster Linie ein Woody-Film, denn der Sheriff steht im neuesten Ableger mehr denn je im Mittelpunkt. Gestört hat mich dieses Ungleichgewicht zwischen den Charakteren jedoch nicht, da sich der Woody-Fokus spätestens am Ende voll auszahlt.

Neben der herzergreifenden Geschichte ist es aber auch Tradition, dass Pixar im Animationsbereich mit jedem Film neue Maßstäbe setzt. So auch hier. Wer bereits beim hervorragend animierten Wasser von Disneys "Vaiana" ins Staunen geriet, dem wird bei "Toy Story 4" die Kinnlade nach unten klappen. Die Anfangssequenz die nachts im Regen spielt, gleicht nämlich einer Tech-Demo und ist so fotorealistisch, dass man sich fragt ob das tatsächlich alles animiert wurde. Der Look des Films ist schlichtweg fantastisch und bietet einige große visuelle Highlights, die die Messlatte für künftige Animationsprojekte noch ein Stück höher legen. Langsam ist aber auch Schluss, immerhin sieht "Toy Story 4" inzwischen fast fotorealistisch aus. Eigentlich bietet "Toy Story 4" damit fast all das, was die die gesamte Reihe und vor allem den dritten Teil so stark gemacht hat. Ein richtig guter Look, schöne Musik und lustige als auch traurige Momente. Allein wegen diese Versatzstücke, ist "Toy Story 4" auch ein durchaus sehenswerter Film. Das Problem dabei aber ist, dass sich der Film genau nach eben jenen anfühlt. Eine gute und spannende Geschichte, die alten, sowie neuen Charakteren genug Zeit einräumt, sodass auch bei diesen emotionale Szenen funktionieren, bietet "Toy Story 4" nicht. Stattdessen fühlt sich das Gezeigte wie ein Flickenteppich an, der zwar durchaus zu gefallen weiß und immer noch in der obersten Liga spielt, aber keine klare und stringent verfolgte Idee aufweist.
8/10
Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork: Disney/Pixar
The Mule (2018)
Earl Stone (Clint Eastwood) ist ein Veteran des Zweiten Weltkriegs und nach seiner militärischen Karriere zu einem anerkannten Gartenbauexperten aufgestiegen. Doch er ist hoch verschuldet, was den über 80 Jahren alten Earl dazu verleitet, für ein mexikanisches Kartell Kokain über die Grenze zu schmuggeln. Weil er als betagter Mann für die Grenzpolizisten ein harmloser alter Mann zu sein scheint, leistet Earl als Schmuggler sehr gute Arbeit, sogar so gut, dass seine zu transportierende Fracht immer wertvoller wird. Das Kartell beauftragt sogar einen Aufpasser, der nur ein Auge auf Earl haben soll. Obwohl die Geschäfte zwischen Earl und dem Kartell so gut laufen, gerät er eines Tages auf den Radar des erbarmungslosen DEA-Agenten Colin Bates (Bradley Cooper). Die Geldsorgen gehören für Earl fortan der Vergangenheit an, doch die Fehler, die er einst in seiner Vergangenheit begann, verfolgen ihn bis heute. Für Earl ist es an der Zeit, Wiedergutmachung zu leisten, wenn er nicht vorher vom Kartell oder den Gesetzeshütern erwischt wird...
Clint Eastwood hat in den vergangenen Jahren verstärkt auf real existierende Helden gesetzt. Und so ist auch "The Mule" von einer wahren Geschichte inspiriert worden. Der Fall des 2011 gefassten, fast 90-jährigen Drogenkuriers Leo Sharp war durch einen Artikel in der New York Times einer breiten Öffentlichkeit in den USA bekannt geworden. Der zentrale Konflikt in "The Mule" ist aber nicht der zwischen Gesetz und Verbrechen. Die Schuld, zu der sich Eastwoods Charakter am Ende bekennt, ist nicht in erster Linie die justiziable. Schuldig geworden ist er gegenüber seiner Familie. So führt denn die Heldenreise des Earl Stone zu der für Eastwood typischen Erkenntnis, dass die Familie das höchste Gut im Leben ist. Die Werte, zu denen sich der Libertäre Eastwood bekennt, sind nicht dieselben wie die, von denen sich die Gesetzgeber in Washington leiten lasen. Sie sind bedeutend archaischer. Sie betonen eine individuelle Freiheit, die sich eben nicht durch abstrakte Paragrafen einschränken lassen will, sondern nur durch individuelle Bande – wie eben die der Familie.
Earl Stone ist so ein typischer knurriger Individualist, der seine Verwandschaft mit dem ebenfalls von Eastwood gespielten Walt Kowalski aus Gran Torino nicht leugnen kann. Er scheut sich nicht, seine Vorurteile offen auszusprechen, ohne dabei starrsinnig auf ihnen zu beharren. Als er einem farbigen Paar beim Reifenwechsel hilft, meint er unverblümt: "Da kann ich auch mal einem Neger helfen." Dass man das heutzutage nicht mehr so sagt, quittiert er achselzuckend. Ironisch blickt er auf technisch affine jüngere Menschen: "Das ist das Problem mit dieser Generation", sagt er. "Sie kriegen keinen Obstkarton auf ohne dieses Internet." Der Drogenfahnder Colin Bates (Bradley Cooper) sagt bei einem zufälligen Treffen zu ihm: "Sie leben schon so lange, dass sie mittlerweile alles gerade heraus sagen können." Stone entgegnet: "Ich habe nie was anderes gemacht, finde ich." Auch dies vielleicht eine Referenz auf sein eigenes Leben, in dem Eastwood selten ein Blatt vor den Mund genommen hat – selbst wenn er mit einem leeren Stuhl redete.
Verschmitzt zeigt sich Earl Stone immerhin lernfähig und turtelt auch in seinem hohen Alter noch charmant mit dem anderen Geschlecht herum. Was böse Zungen schon als Eastwoods Altherrenfantasie ausgelegt haben, ergibt im Rahmen der Geschichte als Element der Verführung durchaus Sinn. Doch auch dies ließe sich als ironische Selbstreferenz werten. Davon gibt es in "The Mule" einige. Als Stone bei seinen Fahrten immer sicherer wird, fängt er an, die Songs im Radio mit zu singen. Eastwood ist nicht nur Musikfan, sondern hat selbst für seine Filme komponiert und immer wieder mal gesungen, sei es im Westernmusical Westwärts zieht der Wind neben Lee Marvin oder im eigenen Honkytonk Man in der Rolle eines abgehalfterten Countrysängers. Wenn also Earl Stone mit brüchiger Stimme Jazzstandards aus dem Radio begleitet, blitzt auch hier die Selbstironie auf.
Die filmischen Mittel sind in "The Mule" so unauffällig wie El Tata als Drogenkurier. Eastwood ordnet die Gestaltung wie immer der Geschichte unter. Er erzählt betont ruhig und konventionell ohne irgendwelche Mätzchen. Die einzige Extravaganz leistet er sich, als Drogenboss Laton (Andy Garcia) von seiner Nummer Zwei beseitigt wird. Mit dem Machtwechsel im Kartell wird auch für Earl Stone die Welt weniger perfekt. Die Handlungsstränge um die Fahnder und den Drogenkurier werden in klassischer Manier parallel erzählt, der Rythmus verdichtet sich mit zunehmender Brisanz, auch wenn er zum Ende hin ein wenig holprig wird. Leider verzichtet Eastwood nicht auf alle Klischees, wenn etwa der sonst strahlende Sonnenschein beim Eintreffen der schlechten Nachricht von der schweren Erkrankung seiner Ex-Frau dem Regen weicht.
Vor allem sind es die schauspielerischen Leistungen, die "The Mule" auszeichnen. Insbesondere Clint Eastwood selbst, der hier entgegen früherer Ankündigungen doch noch einmal auch vor die Kamera trat, kann mit seinem minimalistischen Spiel und seiner nuancierten Mimik voll überzeugen. Wie das kurze Innehalten, ein Aufflackern schlechten Gewissens, als er bei der Preisverleihung am Anfang des Films eine Hochzeitsgesellschaft beobachtet, und ihm einfällt, dass seine Tochter auch gerade heiratet. Was er aber mit der nächsten Lokalrunde gleich wieder zu vergessen versucht. "Ich liebe sie", sagt er später nicht über seine Familie, sondern über seine Taglilien. "Sie blühen nur einen Tag, und dann ist es zu Ende. Sie sind alle Zeit und alles Geld wert." Seine Ex-Frau antwortet: "Genau wie die Familie." Wenn sich später langsam das Begreifen seines Versagens in Eastwoods Gesicht widerspiegelt, ist das einfach großartiges Spiel.
Dies lässt den übrigen ebenfalls herausragenden Darstellern etwas wenig Raum. Aber was soll’s: Dies ist Eastwoods Show, vielleicht seine letzte als Darsteller. Man mag dem Film vorwerfen, die Drogenproblematik zu verharmlosen, zumal er die Gangster des Kartells als nette Kerle von nebenan zeichnet. Aber darum geht es in dem Film nicht. Es geht um Familie. "Alles andere ist Scheiße", sagt Earl Stone.
9/10
Quellen:
Inhaltsangabe: Warner Bros.
Samstag, 21. Dezember 2019
The Lion King - Der König der Löwen (2019)
Die Tiere Afrikas sind überglücklich, als mit dem Löwenjungen Simba (im Original gesprochen von JD McCrary) der zukünftige König der Savanne geboren wird. Als Sohn von Mufasa (James Earl Jones) gehört diesem nämlich der rechtmäßige Thron. Doch Mufasas Bruder Scar (Chiwetel Ejiofor) erhebt seinen Anspruch und erschleicht ihn sich auf tückische Weise, woraufhin Simba ins Exil verbannt wird und seine Freundin Nala (Beyoncé Knowles-Carter) verlassen muss. Mit dem quirligen Erdmännchen Timon (Billy Eichner) und dem lebensfrohen Warzenschwein Pumbaa (Seth Rogen) findet Simba aber neue Freunde und Wegbegleiter, die ihm helfen, trotz der schweren Zeit unbeschwert heranzuwachsen. Doch seine Vergangenheit lässt ihn nicht los und als junger Löwenmann erkennt Simba (nun gesprochen von Donald Glover), dass er in die Steppe zurückkehren und den Kampf mit Scar aufnehmen muss, um seinen rechtmäßigen Platz auf dem Thron zurückzuerobern...
Regisseur Jon Favreau wagt sich an eine weitere Neuverfilmung aus dem
Hause Disney. Unter allen bisherigen Disney-Live-Action-Remakes ist "Der
König der Löwen" das wohl aufsehenerregendste, wobei es sich
genaugenommen nicht um Live Action, sondern um einen fotorealistischen
Animationsfilm handelt. Diese Animation setzt neue Maßstäbe. Die
inhaltliche Treue zum originalen "Der König der Löwen" von 1994 ist
einerseits löblich, andererseits die größte Schwäche des Films. Denn wer den Trickfilm aus dem Jahr 1994 kennt, kennt auch die Realverfilmung, die Disney nun, 25 Jahre später, ins Rennen schickt. Die Story ist - bis auf wenige Dialoge und klitzekleine Szenenänderungen - eine 1:1-Umsetzung der Story von 1994.Im Kern bekommen wir den gleichen Film wie damals noch einmal zu sehen, zum Teil Einstellung für Einstellung, präsentiert in neuester Technik. Die Unterschiede zur Zeichentrickversion sind marginal: hier etwas modernerer, selbstironischerer Humor, da etwas neue Musik. Politisch ist die Handlung immer noch fragwürdig, mit der Ausnahme, dass Bösewicht Scar weniger an Hitler erinnert, vor allem, da seine Musicalnummer – damals mit marschierenden Hyänen – abgeschwächt wurde. Der Laufzeitunterschied von rund 30 Minuten erklärt sich allein dadurch, dass einige der bekannten Szenen etwas mehr ausgeschmückt wurden, ohne dass es dem Spannungsbogen schadet. Denn jede Minute in der neuen Welt des Löwenkönigs ist ein audiovisueller Genuss.
Wirklich beeindruckend an der Realverfilmung von "Lion King" ist also lediglich die Technik und die somit sehr realistische Darstellung der Tiere. Auch die Landschaftsaufnahmen sind phänomenal episch und lassen den Kinobesucher in eine wunderschöne Welt eintauchen. Der Realismus der Landschaften, Tierfiguren und -bewegungen haut aus den Socken. In dieser Formvollendung hat es das noch nicht gegeben. Visuell beeindruckend, geht durch den Realismus leider viel Emotion verloren. Dieser Realismus bei den Tieren ist auf der anderen Seite auch der Grund, wieso diese ihre "menschlichen" Emotionen vom originalen Zeichentrickfilm etwas vermissen lassen. Die Tiergesichter haben einfach nicht die Bandbreite um menschliche Themen und Emotionen zu vermitteln, was besonders in der ersten Hälfte des Films viel an Wirkung einbüßt. Damit man wirklich mitgerissen wird, wie in der Original Zeichentrick Version, muss man die Tiere vermenschlichen, sonst entsteht eine zu große Dissonanz, die auch ein betont emotionales Voice Acting nicht überbrücken kann.
Die neue Stimmenbesetzung muss sich keineswegs hinter der alten verstecken. John Oliver als Zazu und Seth Rogen als Pumba passen wie die Faust aufs Auge; als heimliches Highlight erweist sich Florence Kasumba in der Rolle der Hyänen-Anführerin Shenzi. Nur Beyoncés Stimme wirkt etwas isoliert, statt mit der Figur Nala zu verschmelzen. Die deutsche Fassung schlägt sich gleichgut und setzt mehr auf Sprech-Profis statt auf Prominenz. "Der König der Löwen" ist auf seine Weise ein technischer Meilenstein, so wie es 1994 der Originalfilm war. Es stimmt, dass die computeranimierten Tiergesichter weniger Emotion erkennen lassen als die Zeichentrick-Versionen, aber dafür überzeugen die neuen Figuren eben mit ihren unglaublich lebensechten Bewegungen, während Stimmen und Musikuntermalung hinreichend Gefühle transportieren. Manche Szenen haben im Original besser funktioniert, zum Beispiel die Stampede, doch insgesamt gelingt Jon Favreau eine lupenreine, majestätische Neuauflage. Alles, was bleibt, ist die Frage nach der Notwendigkeit.
7,5/10
Prooi - Prey - Beutejagd (2016)
In Amsterdam häufen sich die abgerissenen Menschenteile. Verdächtigt die Polizei zunächst überzüchtetete Kampfhunde, bekommen es die Gesetzeshüter so richtig mit der Angst zu tun, als sie des blutigen Rätsels Lösung erfahren: Ein 300-kg-schwerer Löwe hat die Stadt der Grachten zu seinem Lieblingsjagdgebiet auserkoren. Das ist für die Amsterdamer Bevölkerung nicht nur lebensbedrohlich, sondern könnte auch die gesamte Infrastruktur zum Erliegen bringen, denn nicht einmal Straßenbahnen sind vor dem König des Dschungels sicher. Als die Lage an die Öffentlichkeit dringt, machen sich jede Menge Hobby-Großwildjäger auf die Suche und spitzen damit die ohnehin schon brenzlige Situation noch weiter zu. Ermittlerin Lizzy (Sophie van Winden) ist überzeugt, dass nur der erfahrene Löwenexperte Jack (Mark Frost) der Bedrohung Herr werden kann ...
Auf "Prooi", den neusten Film des holländischen Kult-Regisseurs Dick Maas, wohl neben Paul Verhoeven der bekannteste Regisseur aus Holland, konnte man sich schon freuen: einerseits kennt man Maas' Arbeit, andererseits ist es mal kein Alligator, ein Killerfisch oder ein Hai. Zudem: Tierhorrorgenre und das mitten in und rund um Amsterdam – was kann da schon schief gehen?
Nicht viel – wie schon in Werken wie "Saint" oder "Amsterdamned", auf die "Prooi" in humoristischer Art in ein oder zwei Nebensätzen anspielt, lässt es Maas in den Strassen und in den Grachten der Stadt ordentlich krachen. Wer das Tierhorrorgenre mag, wird mit "Prooi" nicht viel falsch machen. Das Genre ist zwar altbekannt, aber vor allem die älteren Filme ("Der weiße Hai", "Grizzly", "Piranha", "Die Stunde der Ratte") wusste da mit Andeutungen und wenig Tier zu punkten. Doch die CGI Effekte sind in "Prooi" zwar als solche erkennbar, aber dennoch nicht übel geworden – für Close Ups wurden zudem altmodische Effekte verwendet, um den Löwen zu zeigen. Und das kommt gut. In Sachen Action und Bluteffekte geht’s zum Teil ordentlich zur Sache und mit handgemachten Effekten wird nicht gespart (man sollte aber trotzdem keinen Splatterfilm erwarten – oft sieht man nur das Resultat oder die Szene sehr kurz). Selbst vor Kindern macht Mass' Löwe nicht Halt. Man mag dann folgenden Satz kaum glauben, aber der Film ist auch lustig bzw. schwarzhumorig und politisch unkorrekt. Also eine gesunde Mischung aus Tierhorror und Spass, die zu unterhalten weiss.
Dazu kommt, dass die Figuren recht sympathisch waren – nur der einbeinige Löwenjäger wirkt überzeichnet und etwas fehl am Platz. Dieser taucht aber erst ab der Mitte des Filmes auf, so dass dies nicht wirklich negativ ins Gewicht fällt. Die klassischen Regeln eines Tierhorrorfilmes hält Dick Maas ein (der Löwe ist lange nicht zu sehen, Polizei versucht Panik zu verhindern etc.), um eine gewisse Spannung aufrecht zu erhalten. Und Dank den vielen Angriffen des Löwen gibt es auch kaum Längen, so dass der Film zu empfehlen ist.
7/10
Von INDEED FILM / ILLUSIONS UNLIMITED erschien der Film ungeschnitten im limitierten und nummerierten Mediabook.
Friends, Season 02 (1996)
Am Anfang der zweiten Staffel wartet Rachel am Flughafen auf Ross, um ihm ihre Liebe zu gestehen. Er erscheint jedoch in Begleitung seiner neuen Freundin Julie, sodass es nun Rachel ist, die über mehrere Folgen Ross ihre Gefühle verschweigt, woraufhin die beiden dann aber doch zusammenkommen. Joey erhält eine wichtige Rolle in einer fiktionalen Version der Seifenoper Zeit der Sehnsucht, aber seine Figur wird von den Autoren wieder herausgeschrieben, nachdem Joey behauptet hat, dass viele seiner Textzeilen von ihm selbst verfasst seien. Chandler ist vorübergehend wieder mit Janice zusammen. Monica beginnt damit, ihren Augenarzt und Freund der Familie Richard zu treffen, der 21 Jahre älter ist als sie. Am Ende der Staffel beenden sie ihre Beziehung, als sich herausstellt, dass Richard im Gegensatz zu Monica keine Kinder mehr möchte...
https://www.imdb.com/title/tt0583562/
2.1 Das Mitbringsel (The One With Ross’s New Girlfriend)
Da Rachel nicht rechtzeitig vor Ross’ Abflug nach China am Flughafen war, um ihm ihre Liebe zu gestehen, wartet sie bei seiner Rückkehr gespannt am Flughafen. Bei seiner Ankunft erleidet sie jedoch einen Schock, da Ross in China eine neue Frau kennengelernt hat. - 8,5/10
https://www.imdb.com/title/tt0583583/
2.2 Harte Drinks und coole Cowboys (The One With The Breast Milk)
Während Ross sich versucht zu überwinden, Muttermilch zu trinken, hat Joey Probleme auf der Arbeit, ein Kollege mit männlicher Ausstrahlung und einem coolen Cowboy-Outfit stiehlt ihm die Show im Kaufhaus. Rachel hat derweil ein Problem mit Ross’ neuer Freundin, was sich noch verstärkt als sich Monica mit ihr anfreundet. - 8,5/10
https://www.imdb.com/title/tt0583453/
2.3 Torschlusspanik (The One Where Heckles Dies)
Als der verbitterte und einsame Nachbar Mr. Heckles stirbt und den Bewohnern der Wohnung über ihm (Monica und Rachel), seine Hinterlassenschaften überlässt, stürzt Chandler in eine Midlife-Crisis da er viele Verbindungen zwischen sich und Mr. Heckles erkennt und glaubt, auch als einsamer Mann zu sterben. - 8,5/10
https://www.imdb.com/title/tt0583539/
2.4 Enthüllungen (The One With Phoebe’s Husband)
Phoebe vertraut ihren Freunden an, dass sie bereits seit einiger Zeit verheiratet ist. Da es sich jedoch nur um eine Scheinehe handelt, hat sie bis dato nie etwas von der Ehe erzählt. Da ihr ehemals schwuler, sich nun als hetero outender Ehegatte jetzt erneut heiraten will, lässt sich Phoebe wieder von ihm scheiden, was sie jedoch mehr mitnimmt als gedacht. - 8/10
https://www.imdb.com/title/tt0583519/
2.5 Falsch verbunden (The One With Five Steaks And An Eggplant)
Als auf Chandlers Anrufbeantworter eine erotische Stimme einen Bob anfleht, sie noch einmal zu treffen, nutzt Chandler die Gelegenheit und lockt die Frau, die sich als Jade herausstellt, in ein Café, in dem es ihm gelingt, mit ihr Bekanntschaft zu machen. Das neue Liebesglück hält jedoch nicht lange an, da Jade noch zu sehr an ihrem alten Freund hängt. - 8,5/10
https://www.imdb.com/title/tt0583574/
2.6 Baby – Allein in New York (The One With The Baby On The Bus)
Um einfacher Frauen kennenzulernen, leihen sich Chandler und Joey das Baby von Ross als Frauenmagnet aus. Als die beiden erfolgreich eine Frau kennengelernt haben, sind sie so in ein Gespräch vertieft, dass sie den kleinen Ben in einem Bus vergessen. Als sie bei der Busgesellschaft nach dem Baby suchen, werden ihnen zwei Babys gezeigt, doch leider können sich die beiden nicht genau daran erinnern, wie Ben aussah. Um den Verlust vor Ross geheim zu halten, entschieden sie sich für ein Baby und bringen es zurück. Zu Joeys und Chandlers Glück haben sie das richtige Baby ausgewählt. - 8,5/10
https://www.imdb.com/title/tt0583481/
2.7 Geständnis einer Liebenden (The One Where Ross Finds Out)
Phoebe hat seit einiger Zeit eine Beziehung mit Scott, doch zu Phoebes Ärgernis stagniert ihre Beziehung. Mit den Erklärungen von Scott kann sie nicht viel anfangen, bis Joey ihr übersetzt, was Scott ihr mitteilen will. Rachel hat sich derweil überwunden, Ross ihre wahren Gefühle mitzuteilen. Da sie sich jedoch vorher Mut angetrunken hat, wird ihr Liebesgeständnis zur Geduldsprobe für Ross. - 9/10
https://www.imdb.com/title/tt0583625/
2.8 Die Liste des Grauens (The One With The List)
Nach dem Liebesgeständnis und dem Kuss mit Rachel ist Ross verzweifelt, endlich ist er seiner großen Liebe Rachel so nahe wie noch nie, doch ist er momentan noch mit Julie liiert. Chandler rät Ross eine Liste zu erstellen, welche die Vor- und Nachteile der beiden Geliebten auflistet. Als die Liste jedoch versehentlich mehrmals ausgedruckt wird und Rachel eine der Listen zu sehen bekommt, droht die frische Liebe schon wieder zu schwinden. Ross versucht alles um Rachel wieder umzustimmen, und verlässt sogar Julie. - 8,5/10
https://www.imdb.com/title/tt0583537/
2.9 Heiße Weihnacht (The One With Phoebe's Dad)
Nach einem Streit mit Rachel, in dem sie Ross vorwirft, keine Initiative zu ergreifen, versucht Ross, den Hausmeister zu bestechen, die Heizung in Monicas Wohnung, die nicht mehr regulierbar ist, zu reparieren. Dies ist jedoch unmöglich ist, da Heiligabend ist und keine Reparaturteile geliefert werden können. - 8/10
https://www.imdb.com/title/tt0583567/
2.10 Vorsicht, Sucht! (The One With Russ)
Rachel will endgültig über Ross hinwegkommen. Als sie einen netten jungen Mann namens Russ kennenlernt, merkt sie jedoch nicht, dass außer seinem Namen auch sein Aussehen und sein Charakter dem von Ross sehr ähneln. Auch Ross erkennt die Ähnlichkeit zwischen Russ und sich erst, als Chandler und Joey sich über die Ähnlichkeit lustig machen. Monica lernt derweil Bobby kennen, der, wie Monica jedoch feststellt, Alkoholiker ist. Gemeinsam versuchen sie, die Sucht zu besiegen. - 8/10
https://www.imdb.com/title/tt0583624/
2.11 Die lesbische Hochzeit (The One With The Lesbian Wedding)
Ross hat sich gerade mit der Tatsache abgefunden, dass seine Ex-Frau Carol jetzt mit Susan zusammen lebt, als die beiden ihm offenbaren, dass sie heiraten wollen. Zu Beginn hat Ross Einwände gegen die lesbische Hochzeit, doch da er einsieht, dass die beiden glücklich miteinander sind, verläuft die Hochzeit doch noch harmonisch. - 8/10
https://www.imdb.com/title/tt0583439/
2.12 Affengeil – Teil 1 (The One After The Superbowl (Part 1))
Ross findet heraus, dass sein ehemaliger Hausaffe Marcel mittlerweile ein Filmstar geworden ist und in vielen Werbespots eine Rolle spielt. Joey hat unterdessen seine erste feste Serienrolle in einer Seifenoper und ist überglücklich, endlich seine eigene Fangemeinde zu haben. Jedoch muss er bald feststellen, dass einige Fans ziemlich lästig werden können. - 8,5/10
https://www.imdb.com/title/tt0831047/
2.13 Affengeil – Teil 2 (The One After The Superbowl (Part 2))
Chandler ist überrascht als seine ehemalige Schulgefährtin Suzie, die er früher hartnäckig gehänselt hat, plötzlich eindeutiges Interesse an ihm zeigt. Suzie, die sich für die Hänselei revanchieren will, lockt Chandler in den Waschraum eines Restaurants, wo sie ihm seine Kleider stiehlt und ihn nackt und gedemütigt zurücklässt. Zwischen Monica und Rachel entwickelt sich derweil ein Streit, da sie sich nicht einigen können, wer Jean-Claude Van Damme um ein Date fragen darf. - 9/10
https://www.imdb.com/title/tt0583635/
2.14 Ein Hummer für Ross (The One With The Prom Video)
Monica und Ross finden ein altes Familienvideo wieder und schauen es sich gemeinsam mit ihren Freunden an, was beiden sehr peinlich ist. Da das Video aus der Zeit des Schulabschlusses der beiden stammt und Monica zu diesem Zeitpunkt stark übergewichtig war, machen Joey und Chandler haufenweise "Dicken-Witze". Ross hat derweil Angst, dass Rachel, in die er schon seit seiner Jugend verliebt ist, zu viel über ihn erfährt. Doch die Tatsache, dass Ross sie seit so vielen Jahren liebt, berührt Rachel zutiefst, und sie vergibt Ross seine Pro-und-Kontra-Liste über sie und küsst ihn leidenschaftlich. - 9,5/10
https://www.imdb.com/title/tt0583488/
2.15 Ross und Rachel – Na endlich! (The One Where Ross And Rachel... You Know)
Nach den vielen Jahren der Sehnsucht hat Ross endlich ein Date mit Rachel in einem romantischen italienischen Restaurant. Auf der Arbeit wird er jedoch noch aufgehalten und muss Rachel alleine warten lassen. Als Ross endlich fertig ist, trifft er Rachel doch noch und sie verbringen eine romantische Nacht zusammen im Museum. - 9/10
https://www.imdb.com/title/tt0583456/
2.16 Ein idealer Schwiegersohn (The One Where Joey Moves Out)
Monica überwindet sich, ihren Eltern zu erzählen, dass sie in den 20 Jahre älteren und langen Familienfreund Dr. Richard Burke verliebt ist. Da ihre Eltern lieber Richards Sohn als Schwiegersohn hätten, versucht Monica ihre Eltern in einer günstigen Situation zu erwischen, um ihnen die "Schreckensbotschaft" mitzuteilen. Währenddessen streiten sich Chandler und Joey über Banalitäten, und Joey beschließt, sich eine eigene Wohnung zu suchen. - 9/10
https://www.imdb.com/title/tt0583448/
2.17 Chandlers Neuer (The One Where Eddie Moves In)
Joey hat seinen Plan, sich eine eigene Wohnung zu suchen, in die Tat umgesetzt. Die anfängliche Freude über die eigenen vier Wände ist jedoch nur von kurzer Dauer, da er schon bald die gemeinsamen Fernsehstunden und das Tischkicker-Spielen mit seinem besten Freund vermisst. Als er beschließt, Chandler zu fragen, ob er wieder bei ihm einziehen darf, muss er jedoch mit Entsetzen feststellen, dass sein Platz in der WG bereits durch Eddie besetzt wurde. - 8,5/10
https://www.imdb.com/title/tt0583447/
2.18 Fahrstuhl in den Tod (The One Where Dr. Ramoray Dies)
Joey hat endlich eine feste Rolle in einer Seifenoper, und spielt seine Rolle überragend und mit Begeisterung. Als die Autoren jedoch erfahren, dass Joey seine Texte teilweise abändert, schreiben sie seine Rolle, Dr. Ramoray, kurzerhand aus der Serie. Joeys Rolle nimmt den "Fahrstuhl in den Tod", indem sie in einen Aufzugschacht fällt. Rachel und Monica übernachten derweil mit ihren Freunden, Ross und Richard, in ihrer Wohnung. Als sich die beiden Frauen auf der Suche nach einem Kondom im Bad treffen, stellen sie fest, dass nur noch eins da ist. Rachel gewinnt das Kondom, und Monica muss ihren romantischen Abend mit Richard verschieben. - 8,5/10
https://www.imdb.com/title/tt0583449/
2.19 Durch den Wind (The One Where Eddie Won’t Go)
Chandler ist von seinem Mitbewohner Eddie genervt und beschließt, ihn vor die Tür zu setzen. Um ihn loszuwerden, plant er zusammen mit Joey einen Trick, um Eddie aus der Wohnung zu schaffen. Nachdem Eddie weg ist, ziehen Joey und Chandler wieder zusammen. Phoebe glaubt derweil, dass Männer ihr nur schaden und sie alleine viel besser dran wäre. Als sie auch Rachel und Monica davon überzeugt, führt das nicht nur zu Streitereien zwischen Rachel und Ross, sondern auch unter den Frauen. - 8,5/10
https://www.imdb.com/title/tt0583465/
2.20 Ist das Leben nicht schlecht? (The One Where Old Yeller Dies)
Phoebe muss feststellen, dass die Filme, die sie in ihrer Kindheit gesehen hat, nicht immer das schöne Ende haben, das sie in Erinnerung hat, sondern dass ihre Mutter die Filme immer vorzeitig beendet hat. Rachel macht sich währenddessen Gedanken über ihr gemeinsames Leben mit Ross und stellt fest, dass er ihre gemeinsame Zukunft schon bis ins kleinste Detail durchgeplant hat. Da Rachel jedoch lieber für den Moment lebt, kommt es zu einem heftigen Streit zwischen den beiden. - 8,5/10
https://www.imdb.com/title/tt0583584/
2.21 Im Namen der Männlichkeit (The One With The Bullies)
Phoebe will Kontakt zu ihrem Vater aufnehmen und fährt zusammen mit Joey und Rachel zu dem Haus ihres Vaters. Am Haus angekommen, muss sie feststellen, dass ihr Vater auch dort nicht mehr wohnt, sondern seine neue Frau und einen Sohn zurückgelassen hat. Phoebe stellt fest, dass sie viele Gemeinsamkeiten mit ihrem Halbbruder hat und verspricht sich selbst, ein besseres Verhältnis mit ihm aufzubauen als zu ihren sonstigen Verwandten. Ross und Chandler legen sich derweil mit zwei kräftig gebauten Typen an, die ihre Stammcouch im Central Perk besetzt haben. - 8,5/10
https://www.imdb.com/title/tt0583656/
2.22 Zwei Partys für Rachel (The One With The Two Parties)
Rachel hat Geburtstag und ihre Freunde haben eine Geburtstagsparty für sie organisiert. Jedoch haben sich sowohl Rachels Mutter als auch ihr Vater für den Geburtstag angekündigt. Da die beiden jedoch in Scheidung leben, organisieren die Freunde zwei Partys und sind den ganzen Abend damit beschäftigt, darauf zu achten, dass sich Rachels Eltern nicht begegnen. - 9/10
https://www.imdb.com/title/tt0583591/
2.23 Pocken statt Liebe (The One With The Chicken Pox)
Phoebe ist begeistert, da ihr "Navy-Lover" Ryan für zwei Wochen Urlaub hat und ihn nur mit ihr verbringen will. Da Phoebe jedoch Windpocken bekommt, drohen die romantischen Wochen ins Wasser zu fallen, doch Ryan lässt sich von ihrem Anblick nicht abschrecken und die beiden verbringen doch noch zwei schöne Wochen miteinander. - 8/10
https://www.imdb.com/title/tt0583514/
2.24 Rosarote Träume (The One With Barry And Mindy’s Wedding)
Rachel geht zum zweiten Mal zu Barrys Hochzeit, diesmal jedoch nicht als Braut, sondern als Brautjungfer von Mindy. Da die Hochzeit am gleichen Ort wie Rachels geplante Hochzeit mit Barry stattfindet, hat Rachel viele Déjà-vu Erlebnisse, doch beschließt sie, sich davon nicht beirren zu lassen und bis zum Ende zu bleiben. - 8/10
Inhaltsangabe: Serienjunkies
Poster/Artwork: Warner Bros./Bright/Kauffman/Crane Productions
Freitag, 20. Dezember 2019
Men in Black: International (2019)
Als junges Mädchen beobachtete Molly (Tessa Thompson) einen Einsatz der Men In Black. Seitdem ist sie fest entschlossen, die Wahrheit über Aliens und die mysteriösen Männer in den schwarzen Anzügen herauszufinden. Sie verbringt ihre Freizeit damit, nach Antworten zu suchen und entdeckt schließlich das Hauptquartier der MIB in New York. Dort ist Agent O (Emma Thompson) von Mollys Intelligenz und detektivischen Fähigkeiten beeindruckt und macht aus Molly Agent M. Ihr erster Auftrag führt sie nach London, wo sie gemeinsam mit dem legendären Agent H (Chris Hemsworth) Vungus, einen Angehörigen eines außerirdischen Königshauses, treffen und ihm während seines Aufenthalts eine gute Zeit bereiten soll. Doch bereits kurz nach seiner Ankunft wird er in einem noblen Nachtclub ermordet, gibt aber vor seinem Tod noch eine mächtige Waffe an M weiter. Die beiden Geheimagenten vermuten einen Maulwurf innerhalb der MIB-Organisation, der die Information über Vungus' Aufenthaltsort weitergegeben haben muss. Sie setzen nun alles daran, den Mörder und Verräter zu finden, bevor die mächtige Waffe in die falschen Hände gelangt...
"Men in Black" ohne Will Smith und Tommy Lee Jones zu vermarkten ist per se schon schwierig. Wie der Trailer bereits vermuten ließ, ist "Men in Black: International" ein halbwegs adäuater Versuch an alte Zeiten anzuknüpfen und gleichzeitig einen Neustart zu versuchen. Die Grundidee des neuen "MIB"-Abenteuers kennt man auch von "Jurassic World". Ein vertrautes Universum wird dem Zuschauer mit komplett neuer Besetzung präsentiert. Prinzipiell das gleiche was Comic-Leser von manch liebgewonnenen Helden kennen. Wenn etwa Hal Jordan von Kyle Rayner als Green Lantern abgelöst wird, die inzwischen fünfte Inkarnation des Ghost Rider auftritt oder aus Altersgründen bzw wegen der Gesundheit, jemand außer Master Bruce das Fledermauskostüm überzieht. Franchise-Fans nehmen fast jede bittere Pille. Die Frage ist nur, ob sie die Pille auch schlucken.
Leider ist kaum etwas an der Story frisch, besonders kreativ oder wenigstens originell. Genau wie der Humor ist das ganze Projekt etwas krampfig und den Twist in der mauen Geschichten riecht man drei Meilen gegen den Wind. Chris Hemsworth, der gar nicht erst versucht aus seinem "Thor"-Modus rauszukommen, will etwas Witz und Charisma reinbringen, wird aber genauso Opfer des schwachen Drehbuchs wie der Rest der Besetzung. Hemsworth und Tessa Thompson harmonieren gut, auch wenn die Coolness von einem Will Smith fehlt. Der restliche Cast zehrt von seinen großen Namen, kann aber auch nie glänzen. Allenfalls der kleine Alien Pawny sorgt für einige nette Momente. Nicht mal ein paar ironische Anspielungen auf die Vorgänger hält der Film für nötig, es ist, als hätte es Agent J und K nie gegeben.

Es ist eben eine gerde noch akzeptable Fortsetzung mit besserem Frauenanteil. Das dieser Quasi-Reboot dennoch an den Kinokassen richtig schön abgesoffen
ist, ist weder ein Wunder, noch eine Tragödie, sondern nur konsequent.
Hollywood kommt sonst viel zu oft mit solchen Nummern durch. Die Daseinsberechtigung des Filmes erinnert an die Tageszeitung von
gestern. Die Witzseite ist nicht doll, aber schön das man sie gelesen
hat. Es bleibt zu befürchten, dass dies nicht der letzte verzweifelte Versuch war
die "MIB" zurückzubringen. Das nächte mal heißen sie dann aber
wahrscheinlich "Agents in Black" oder einfach "People in Black", denn
das böse "Men" ist ja nicht genderneutral.
5,5/10
Quellen:
Inhaltsangabe: Columbia Pictures / Sony




































