Dienstag, 25. Februar 2020

[COLLECTION] X-23 (Premium Format Figure) (Exclusive Edition) (Sentinel Series) (X-Men)

https://www.sideshow.com/

"I’m the last person who gets to lecture anyone about obsessive revenge."


Sideshow präsentiert die X-23 Premium Format™ Figure, die sich dem Kampf gegen die Mutanten-abschlachtenden Sentinels anschließt!

Die X-23 Premium Format™ Figure ist stolze 63,5 cm hoch, und zeigt Laura Kinney im Kampf auf einer abgetrennten Sentinel-Handbase, während ein mechanischer Arm nach oben greift, um sie zu greifen. Mit einem schnellen *snikt* ist sie bereit, ihre Gegner mit zwei Metallkrallen zu zerreißen, wobei sie ihre markanten Zehenklauen aufblitzen lässt.


Die Polyresin X-23 Premium Format™ Figure trägt ein modelliertes Kostüm, mit gelben und dunkelblauen Täfelungen, die detailgetreu nachgebildet sind, um realistische stoffähnliche Texturen nachzuahmen. Ihr Kostüm umfasst auch passende Handschuhe, einen schwarzen Gürtel mit einer roten und goldenen "X"-Gürtelschnalle und Stiefel mit "X"-Laufflächen.


Wie der Vater, so die Tochter - als Teil der X-Men-Collection von Sideshow lassen sich X-23 und die Wolverine Premium Format™ Figure zu einem perfekten Paar zusammenfügen. Präsentiert sie mit der Magneto Maquette in einer noch größeren Sentinel-Szene oder mit Charakteren wie Emma Frost, Rogue und Mystique als Teil des Angriffs auf X-Mansion.


Die exklusive Version kommt mit einem alternativen "Rage" Portrait, welches die maskierte Laura Kinney in Angriffsstimmung zeigt.

Montag, 24. Februar 2020

Gemini Man (2019)

https://www.imdb.com/title/tt1025100/

Henry Brogan (Will Smith) ist ein Weltklasse-Attentäter, der sich in den Ruhestand begeben will. Da setzt sein ehemaliger Vorgesetzter Clay Verris (Clive Owen) plötzlich einen gefährlichen Assassinen auf ihn an, der sich als Henrys eigener, im Geheimen erzeugter und vor allem viel jüngerer Klon (ebenfalls Smith, aber aus dem Computer) entpuppt. Es entbrennt ein ebenbürtiges Duell zwischen dem menschlichen Original und seiner Kopie, in dem beide immer den nächsten Schritt des jeweils anderen zu kennen scheinen. Brogan wird dabei von der Regierungsagentin Danny Zakarweski (Mary Elizabeth Winstead) und seinem Kollegen Baron (Benedict Wong) beim Überleben unterstützt, während sein Klon in eine Identitätskrise stürzt. Werden die Profi-Killer den tödlichen Teufelskreis durchbrechen können, den der undurchsichtige Verris in Gang gesetzt hat? 

Ang Lee hat bereits mit "Life Of Pi: Schiffbruch mit Tiger" gezeigt, dass er auf technischer Ebene gerne die Muskeln spielen lässt. Ebenso verhält es sich bei "Gemini Man". Mit 120 Bilder pro Sekunde gedreht (die Norm liegt hier eigentlich schon seit Jahren unverändert bei 24 Bilder pro Sekunde, erst Peter Jackson brachte mit "Der Hobbit"-Trilogie die High-Frame-Rate (HFR) mit 48 Bildern pro Sekunde ins Spiel) verspricht "Gemini Man" also ein wesentlich flüssigeres und schärferes Bild als alle bisherigen Kinofilme. Das macht das Bild zwra in gewisser Weise "klinisch", doch gerade für einen Actionfilm in 3D zahlt sich die neue Technik sehr gut aus. Vor allem in Slow-Motion Aufnahmen entgeht einem so kaum mehr auch das noch so kleine Detail. Jeder Wassertropfen, jede Welle auf dem Meer, jeder Chip, der aus einer zerplatzten Chipstüte fliegt, kann genauestens erfasst werden.

Der zweite große Technik-Clou, mit dem "Gemini Man" auftrumpft, ist Will Smiths jüngeres Ich, das per Motioncapture-Verfahren komplett digital entstanden ist. Und es sieht einfach fantastisch aus. Wobei es hier schon sehr auf die Belichtung des jüngeren Spiegelbilds ankommt. So lässt bei unechtem Licht oftmals, wenn auch verhältnismäßig dezent, erkennen, dass die Figur nicht echt ist und auch bei penibler Betrachtung der Augenbewegungen merkt man, dass da etwas nicht ganz richtig läuft.  Das bricht die Illusion zwar etwas, aber ist in dem Umfang noch absolut zu verschmerzen und bei weitem weniger auffällig wie es zum Beispiel noch bei "Rogue One: A Star Wars Story" war. Doch so sehr "Gemini Man" auf technischer Ebene auch zu überzeugen vermag, so sehr misslingt es ihm auf inhaltlicher Ebene. Dabei stellt sich hier die generelle Frage: Ist es in Ordnung, wenn sich ein Film offenkundig und ohne großen Hehl fast ausschließlich einzig und allein auf seine Optik und Technik verlässt? Für welche Cineasten ist dieser dann zu empfehlen? Und wie ist das Ganze letzten Endes zu werten? Man kann sich richtig schwer damit tun.

"Gemini Man" kann man grundsätzlich jedem Action-Fan und Technikfanatiker da draußen ans Herz legen, und auch für den "normalen Kinogänger" ist Ang Lees Streifen gewiss eine Sichtung wert. Doch dass die schmackhafte Optik hier durch die fade Erzählweise so unnötig verwässert wird, kann man ebenso wenig außer Acht lassen. "Gemini Man" ist ein solider Actionthriller mit ein paar Sci-Fi-Elementen, allerdings auch erschreckend seicht für einen Film von Ang Lee. Selbst die Klon-Thematik wurde in Michael Bays actionlastiger Hetzjagd "Die Insel" tiefgründiger behandelt, als es hier der Fall war. Mehr als unfreiwillige Komik bringt der Film in diesem Zusammenhang kaum zustande. Inhaltlich bewegt man sich hier also auf ziemlich dünnem Eis, ist eisern geradlinig, generisch, vorhersehbar und lässt so etwas wie Charaktertiefe oder Vertiefen der durchaus anregenden Klonthematik fast vollständig vermissen. Dafür überzeugen die, verhältnismäßig rar gesäten, Actionsequenzen, und diese sind, dank der erhöhten Bildrate, flüssig, einnehmend und erfreulich wenig zerschnitten. Gerade die Verfolgungsjagd und der Kampf mit Motorrädern waren da definitiv ein nennenswertes Highlight. Auch die jüngere Version von Smith sah, von ein oder zwei kleineren Ungereimtheiten abgesehen, in denen sich das Akzeptanzlücke zu Wort meldet, verdammt gut aus. Mal schauen wo die Reise da zukünftig noch so hingehen mag.

Henry Brogan hätte auch gegen jeden anderen Feind kämpfen können. Immerhin gelingt es dem Film sein Tempo halbwegs hochzuhalten, die Actionszenen sind gut und rasant inszeniert und leiden allenfalls etwas unter der niedrigen Alterseinstufung. Der Cast wirkt größtenteils verschwendet, mit Mary Elizabeth Winstead kann man zwar immer punkten, genau wie mit Clive Owen, doch mehr als Rollen aus dem Baukasten hat man ihnen nicht zugestanden. Das gilt zwar auch für Will Smith, aber der hat sich in jüngerer Vergangenheit derart oft blamiert, dass ihm diese kleine Fingerübung gegönnt sei. "Gemini Man" macht einiges neu und eigentlich doch wieder überhaupt nichts. Das ist besonders schade, da man somit hier die Chance verpasst hat, die bahnbrechende Technik mit einer ansprechenden Geschichte zu garnieren. Der Streifen ist inszenatorisch und technisch top, schauspielerisch und vom Pacing her solide, doch die Geschichte bleibt leider weit hinter ihren Möglichkeiten und ist verdammt zweckdienlich. Ob man selbst nun für einen Actioner so viel Wert auf eine ausgeklügelte und nicht allzu einseitige Geschichte legt, muss jeder selbst entscheiden. Die zwei Stunden vergingen jedenfalls wie im Flug und waren, trotz der vorhandenen Kritik, unterhaltsam, kurzweilig und grundsolide - kurzweilige Action für Zwischendurch ohne den geringsten Nährwert. Bei dem Cast und der Regie eigentlich viel zu wenig.

6,5/10

Von PARAMOUNT gibt es die 4K Ultra-HD Blu-ray/Blu-ray 3D/Blu-ray-Kombi exklusiv bei amazon.de im Steelbook:

Peppermint - Peppermint: Angel Of Vengeance (2018)

https://www.imdb.com/title/tt6850820/

Bei einem Überfall wird Riley North (Jennifer Garner) schwer verletzt und fällt anschließend ins Koma, ihr Mann und ihre Tochter werden von dem Drogenkartell kaltblütig getötet. Als sie aus dem Koma erwacht ist ihr einstiges Leben komplett auf den Kopf gestellt. Doch das ist noch lange nicht alles, denn Riley muss feststellen, dass sie von Polizei und Justiz im Stich gelassen wurde und die Mörder von den Behörden gedeckt werden. Von da an wird sie vom Wunsch nach Rache und Vergeltung überwältigt: Sie lässt sich im Untergrund zur Killerin ausbilden, um fünf Jahre nach der Tat Rache an all jenen zu nehmen, die ihr Leben zerstört haben. Während der Ausbildung nimmt Riley nicht mehr am öffentlichen Leben teil. Doch pünktlich zum Jahrestag der schrecklichen Tat räumt sie in der Unterwelt von Los Angeles auf und scheint dabei der Polizei und dem FBI immer einen Schritt voraus zu sein. Während die Sozialen Medien Riley als Heldin feiern, haben die Gesetzeshüter ein großes Problem mit Rileys Weg der Selbstjustiz...

Rache als Motiv ist wohl eine der ältesten und auch simpelsten Triebfedern, für die es im Grunde wenig braucht. Doch Regisseur Pierre Morel, er mit Filmen wie "Taken", "From Paris With Love" oder "The Gunman" viel Erfahrung im gerne hat, vermag es mit "Peppermint" nicht so recht, selbst solch einfachen Anforderungen zu genügen. Auch wenn nicht wenig im Off passiert, ist die Action zumindest halbwegs solide inszeniert und auch Jennifer Garner bietet eine durchaus schwungvolle Performance, aber das war es dann im Grunde auch schon, wenn weder Plot noch Dramaturgie überzeugen können und kaum Spannung aufkommt. Erzählerisch wenig überraschend hakt "Peppermint" Klischee um Klischee brav ab und kommt äußerst konventionell daher, nimmt sich selbst dabei aber viel zu ernst. Dazu gerät die Legitimierung vom Rachefeldzug der Riley North denkbar plump und manipulativ.

Auch die allenfalls angedeutete Entwicklung von der braven Bankangestellten und liebenden Mutter hin zu einer skrupellosen Killermaschine funktioniert nur sehr bedingt. Und das gar nicht mal, weil Jennifer Garner das Ganze körperlich nicht darstellen könnte, sondern weil Morel und sein Drehbuchautor Chad St. John ihren fünfjährigen Werdegang seltsam nebulös halten und dadurch unglaubwürdig umsetzen. Ein YouTube-Video reicht da einfach nicht. Selbst ein Ärgernis wie seiner Zeit "American Assassin" von Michael Cuesta hat sich in diesem Aspekt etwas mehr Mühe gegeben. Abgerundet wird das alles von einem seltsam abfallendem Finale und einem Ende ohne den nötigen Mut. Schade, das Potential für einen geradlinigen, schnörkellosen Rache-Actioner ist ja durchaus vorhanden, doch "Peppermint" ist dramaturgisch seltsam akzentuiert und bietet keinerlei Alleinstellungsmerkmale im Genre. Umgekehrte Rollenbilder allein machen noch keinen spannenden Film.

5,5/10

Sonntag, 23. Februar 2020

Suicide Kings (1997)

https://www.imdb.com/title/tt0120241/

Als Avery Chastens (Henry Thomas) Schwester Elise (Laura Harris) entführt wird, fordern die Täter zwei Millionen Dollar Lösegeld von ihm. Da dieser das Geld jedoch nicht einmal annähernd besitzt, kommt er mit seinen Freunden auf die Idee, Charlie Barret alias Carlo Bartolucci (Christoper Walken) zu kidnappen. Barret ist der Kopf einer gefährlichen Verbrecherorganisation und soll Elise und deren Entführer mit seinen Kontakten und Möglichkeiten aufspüren. Um dem Paten ihre ernsten Absichten zu verdeutlichen, schneiden sie ihm einen Finger ab, woraufhin dieser seinen Peinigern mit dem Tod droht. Letztendlich bleibt ihm jedoch nichts anderes übrig, als auf die Forderungen einzugehen. Durch seine Kontaktpersonen erfährt Barret, dass die Entführung durch einen Insider stattgefunden hat. Plötzlich verdächtigt jeder jeden und Barret nutzt das gegenseitige Misstrauen zu seinen Gunsten.

Wer hätte da keine Angst? Selbst wenn es Fünf gegen Einen heißt und letzterer ein älterer Herr mit eingeschränktem Bewegungsspielraum, wenn es sich um Christopher Walken handelt. Der atmet gewohnt lässig durch den Mund und seine halbstarken Kidnapper bekommen im Gegenzug Schnappatmung. "Suicide Kings" ist eines dieser kleinen, feinen B-Movies aus den späten 90ern, die es nie so richtig geschafft haben, obwohl sie es verdient hätten. Seinerzeit ohne deutschen Kinostart direkt in die Videothek verschoben konnte er damals doch in gewissen Kreisen seine Fans finden, heute ist er trotzdem nicht mehr als ein unbekannter Geheimtipp. Großes Kino ist die garstige Thriller-Groteske von Peter O’Fallon keinesfalls und zündet speziell in der ersten Hälfte nicht immer hundertprozentig, doch allein der erneut famose Christopher Walken, eine interessante Grundprämisse und einige hervorragend umgesetzte Situationen bleiben definitiv hängen, selbst mit vielen Jahren Abstand. Ohne den Mann mit dem Plan - hier nicht aufgrund einer Querschnittslähmung an einen Stuhl gefesselt - würde das wohl nicht partiell so exzellent funktionieren, doch wie Abel Ferrara einst sinngemäß sagte, der Mann hat mehr Talent im kleinen Finger als manche Darsteller überhaupt. Passt hier extrem genau, ohne zu viel verraten zu wollen. Mit welcher Abgebrühtheit, Ausstrahlung und fast gruseliger Dominanz er hier seine Kontrahenten an die Wand drückt, ist schon schwer beeindruckend.

Ihm, aber auch Denis Leary als seinen nicht gerade zimperlichen Handlanger Lono, gehört eindeutig die Show. Während Walken nur mit gezielten, verbalen Messerstichen die lappigen Wannabes analysiert, seziert und Zwietracht säht, erkennt Lono die Vorzüge von Stahl gegenüber Grafit in der rauen Praxis, versaut sich wiederholt die schicken Fisch-Treter und zweckentfremdet Toaster für die gute Sache. Die offensichtlichen Bad Guys werden schnell zu den eigentlichen Sympathiefiguren, da sie neben ihren illegalen Machenschaften und radikalen Methoden tatsächlichen "sozialen" Anstand erkenne lassen. Nicht unbedingt eine oft grenzwertige Gangsterglorifizierung, mehr eine Gespür dafür, wen sie am Ende des Tages noch mit einem blauen Auge davon kommen lassen. Wer nur dumm, naiv aber loyal und im Herzen ehrlich ist, hat eine Chance. Gesindel und Verräter verdienen keine Gnade. "Suicide Kings" ist nicht schon wieder so ein auf lässig und smart getrimmtes Gaunerstück, hat zwar diverse dieser Anleihen und nicht unerhebliche Logikschnitzer, punktet dafür mit viel Charme, tatsächlicher statt künstlich heraufbeschworener, nie übertriebener Coolness und geschickt instruierten Spannungsmomenten, die dann effektiv inszeniert werden. Humor ist ein wesentlicher Bestandteil. Manchmal etwas zu affektiert, meist jedoch nicht übertrieben und dank der liebevoll, grundsätzlich vernünftig und nachvollziehbar charakterisierten Figuren im Gesamtbild rund.

Der übergroße Christopher Walken ist der Platzhirsch, Denis Leary der selten so gute Kronprinz, da stinken die jungen Wilden Jay Mohr, Sean Patrick Flannery, Henry Thomas, Jeremy Sisto und Johnny Galecki natürlich gegen ab, doch insgesamt ein harmonisches, gut gewähltes Ensemble. Trotz Abstrichen, so sieht grundsätzlich gutes, kleines B-Kino aus, bei dem sich Mühe gegeben wurde und selbst bei wiederholter Sichtung immer noch Spaß macht. Wer ihn immer noch nicht kennt, der Blick lohnt sich. Und wenn es nur wegen Walken ist.

7/10

Von TURBINE Medien kommt der Film im auf 500 Stück limitierten Mediabook auf BD in HighDefintion.