Montag, 18. Dezember 2017

The Dreamers - Die Träumer (2003)

http://www.imdb.com/title/tt0309987/

Paris 1968: In einer Zeit der sexuellen Experimentierfreude treffen sich der Amerikaner Matthew und das französische Geschwisterpaar Isabelle und Theo auf einer Protestveranstaltung gegen die Entlassung des Leiters der Cinematique, Henri Langlois. Sie teilen nicht nur die Liebe zum Film, sondern auch die Begierde nach sexueller Befreiung. Und da die Eltern für eine Woche verreist sind, laden die Zwillinge den neuen Freund zu einer gemeinsamen Zeit in ihr Zuhause ein. Was als harmloses Filmquiz in der elterlichen Wohnung beginnt, entwickelt sich zu einem gefährlichen Spiel um Lust und Leidenschaft. Es gibt kein Tabu und kein Pardon in dieser "Menage a trois", die Träumer überschreiten die Grenzen bürgerlicher Moral, stellen in ihrer hermetisch abgeschlossenen Welt eigene Regeln auf. Ohne sich darum zu kümmern, was draussen passiert, lieben und quälen sie sich, entdecken die Freiheit der Sexualität, entblößen nicht nur ihre Körper, sondern auch ihre Seelen. Doch dann werden sie plötzlich in die Wirklichkeit zurück geholt...

Regisseur Bernardo Bertoluccis "Die Träumer" ist eine wundervolle Reminiszenz an das epische Universum Film im Allgemeinen, sowie an seine persönlichen Titanen im Besonderen. Berühmte Leinwandgrößen, von Stars wie Greta Garbo und heimlichen Stars wie Wallace Ford bis zu genialen Regiegrößen wie Chaplin, Keaton, Truffaut und natürlich dem großen Godard, werden über Schnittechnik eingespielt oder vielsagend nachgeahmt und mit derart großer Freude zitiert das man sich über den ganzen Film hinweg in einem einzigen großen Traum eines begeisterten Cineasten wähnt. Gleichzeitig jedoch erscheint Bertolucci als Schullehrer mit mahnendem Finger, erinnert doch sein Werk endlich mal wieder an die machterschütternde Kraft die von Filmkunst, Musik und Schriftstellerei ausgehen kann und auch sollte.

Die Ménage à trois namens "Die Träumer" entführt den Zuschauer in das 68er Paris, eine Zeit des Umbruchs, und in die Psyche des verschüchterten Matthew, der sich von dem etwas ominös anmutendem Geschwister-Gespann Isabelle und Theo von den äußeren Geschehnissen in eine Altbau-Wohnung fortbringen lässt, wo sie ihren Leidenschaften zum Film und ebenso ihren Lüsten frönen, ihre gemeinsame Zeit in Rausch und Sinnlichkeit verbringend. Die Grenzen zwischen Scham, Begierde, Moralität, Manipulation, Freundschaft und Genuss verschwimmen dabei mehr und mehr. Wie die Protagonisten auch, verliert sich der Zuschauer in der selbst geschaffenen Welt der Träumer, einem Strudel der Emotionen, ein Ort der Zügellosigkeit, ein Ort der Liebe und der Eifersucht - ein Ort ohne Regeln.

Was Bertolucci in den auf das erste Treffen folgenden 90 Minuten präsentiert ist ein einfühlsamer Bild u. Ton- Reigen in dem sich, teils in sexuellem "Tabubruch" und teils in Gesprächen, politischer, emotionaler und philosophischer Natur, ein Kampf zwischen Realitätsverweigerung/flucht und Revolution im inneren der Protagonisten wie im Außen der Gesellschaft vollzieht. Bertolucci macht den damaligen Zeitgeist beinahe greifbar. Das Darsteller-Trio ist phänomenal - ihre Handlungen, so unverständlich sie auf der einen Seite auch sein mögen, sind andererseits so in Szene gesetzt, dass sie niemals abartig oder gar pervers wirken. Michael Pitt, Eva Green und Louis Garrel gehen mit ihrem Spiel an die äußersten Grenzen, beweisen in so mancher Szene großen Mut und viel Gefühl. Ein interessanter, tiefgründiger, zitatreicher Film und aufgrund der gewagten Erotik, dem komplexen Chaos der Gefühle auch zart und zerbrechlich - und dadurch sehr angreifbar.

8/10

Superman III - Superman III: Der stählerne Blitz (1983)

http://www.imdb.com/title/tt0086393/

Ross Webster (Robert Vaughn), der geldgierige Chef einer Computerfirma, engagiert Programmiergenie Gus Gorman (Richard Pryor), um mithilfe eines Wettersattelliten den Kaffee- und Ölmarkt zu beherrschen. Währenddessen reist Clark Kent (Christopher Reeve) zu einem Klassentreffen in seine Heimatstadt Smallville. Dort trifft er seine Jugendliebe Lana Lang (Anette O'Toole) wieder, die sich zu seiner Überraschung nicht für Superman, sondern mehr für Clark interessiert. Als Superman Websters Pläne vereitelt, beauftragt der Gus Gorman damit, den Mann aus Stahl aus dem Weg zu räumen. Bei der Herstellung von Kryptonit, dem einzigen Material, das Superman großen Schaden zufügen kann, taucht eine unbekannte Komponente auf, die der Computerspezialist kurzerhand durch Tabak ersetzt. Der dadurch entstandene Stoff zeigt aber nicht die gewünschte Wirkung: Statt zu sterben, wird Superman böse und verhält sich unberechenbar. Um Webster doch noch zu besiegen, muss er sich dem Bösen in seinem Inneren stellen...

Durch den Abgang von Richard Donner und dem Zugang von Richard Lester wurde der Niedergang der Reihe besiegelt. Jeglicher Ansatz einer respektvollen, tiefer-gehenden Auseinandersetzung mit dem "Superman"-Mythos wird ersetzt mit noch mehr Slapstick und quatschiger Übertreibungen um das Helden-Image der Figur komplett zu dekonstruieren. Der interessanteste Ansatz bei "Superman III" ist da noch, das der Mann aus Stahl seine Vorbildfunktion verliert. Nicht nur, das er erst von den Einwohnern Metropolis missachtet wird; durch künstliches Kryptonit wird aus ihm auch ein negativer Charakter, der sich nicht mehr um die Leiden der Welt schert. Dieser Umstand gipfelt in einem schizophrenen Kampf zwischen dem bösen Superman gegen Clark Kent. Grundsätzlich eine gute Idee, die aber zu wenig Raum in der gesamten Handlung hat. Denn bevor es überhaupt soweit kommt, muss man sich beim Zuschauen durch eine von schlechten Slapstick getränkte Story kämpfen.

"Superman III" ist damit allein schon absoluter Popcorn-Nonsens mit hübschen Schauwerten aber ohne Interesse an den Figuren. Weder der Einsatz des afroamerikanischen Stand-Up-Comedian Richard Pryor, mit seinen groben, lächerlichen Witzen, noch die müde Lex Luthor-Kopie von Robert Vaughn als machtgieriger Wirtschaftsmagnat Ross Websterüberzeugen. Beide nerven mehr als das sie komisch wirken. Die piepsige Lorelei Ambrosia setzt dem ganzen die krone auf. Positiv in der Besetzung machen sich Annette O’Toole als Clark Kents Highschool-Liebe Lana Lang und natürlich Christopher Reeve in der Titelrolle. Eingebunden in die Phobien vor der zunehmende Technologisierung in den 80ern (Computerkriminalität, Ölkrise, chemische Industrie) überzeugt lediglich der Running Gag um die doppelte Identität des Helden. Wenn er durch ein fehlerhaft, künstlich erzeugtes Kryptonit sich in einen lausig arbeitenden, schlecht-gelaunten Superapostel verwandelt, muss man einfach nur lauthals lachen. Diese Verwandlung zum Anti-Vorbild ist tatsächlich noch gut umgesetzt und hat etwas anarchischen Witz. Da trifft der Film seinen dekonstruierende Ansatz gut.

Das dritte "Superman"-Kinoabenteuer ist bestenfalls unterstes Mittelmaß. Die gezeigte Technik ist aus heutiger Sicht total überholt und es erscheint unglaubwürdig was sie zum Produktionszeitpunkt leisten soll. Der komödiantische Teil ist nicht die Spur komisch und der wirklich interessante Aspekt wird viel zu gering gehalten.

5/10 

Quellen
Inhaltsangabe: Warner Bros.
Poster/Artwork: Warner Bros.

Donnerstag, 14. Dezember 2017

살인의 추억 - Salinui Chueok - Memories Of Murder (2003)

http://www.imdb.com/title/tt0353969/

1986 in Südkorea. Das Land ist von der vorherrschenden Militärdiktatur geprägt und die Gesellschaft befindet sich in einem gelähmten Zustand. Als eines Tages in einem kleinen Dorf nahe Seoul eine tote Frau gefunden wird, gerät die abgesteckte Welt noch mehr aus ihren Fugen. Park Doo-Man (Kang-ho Song) und Seo Tae-yoon (Sang-kyung Kim), ihres Zeichens beide Kommissare der örtlichen Provinz, gehen dem Fall auf die Spur und stoßen schnell auf die grauenvollen Taten eines perfiden Serienmörders, der es strukturiert auf weibliche Opfer abgesehen hat. Obwohl anfangs sämtliche Hinweise im verregneten Schlamm der Felder zu versickern scheint, gelangen Park und Seo immer tiefer in ein Labyrinth aus düsteren Verbrechen und Geheimnissen. Am Ende wartet nur noch der moralische Abgrund des Menschseins auf sie.

Die Handlung des Films beruht auf wahren Begebenheiten, die sich zwischen 1986 und 1991 ereigneten. Der erste Serienkiller in der Geschichte Südkoreas ermordete zehn Frauen in einem Umkreis von zwei Kilometern auf besonders bestialische Art und Weise und hinterließ dabei niemals Spuren am Tatort. Das älteste Opfer war 71 Jahre alt, das jüngste 13. Mehr als 3000 Verdächtige wurden befragt und am Ende der Ermittlungen 300.000 Polizisten mobilisiert, aber dennoch konnte der Täter niemals gefasst werden. Gedreht wurde der Film am Originalschauplatz der Ereignisse und erforderte mehr als ein Jahr an Nachforschungen.

Alles beginnt in den 80ern mit dem Leichenfund einer jungen Frau in der tiefsten koreanischen Pampa, zwischen endlosen Feldern, Trampelpfaden und herumstreunenden Bauernlümmeln. Um dieses offensichtliche Gewaltverbrechen aufzuklären, machen sich zwei Provinzcops an die Arbeit, die mir Ihrer schlampigen Vorgehensweise scheinbar schon genug Probleme haben, den Tatort und Beweise zu sichern. Hilfe naht aus Seoul, in Form von einem studierten, augenscheinlich cleverem Kommissar, der der Provinz eine Serienkillerproblematik offenbart, der, wie üblich, nach bestimmten Schematas vorgeht. Die inszenatorische Klasse von Regisseur Bong Joon-ho zeigt sich dabei gleich von Beginn an; die Optik ist schier eine Wucht. Die Suche nach dem Mörder ist in vielen Filmen das Kernstück des Werkes. Aber wer glaubt, dass dieser Film diesen Regeln und diesem Ablauf folgen wird, der hat die Rechnung ohne Bong Joon-ho gemacht. Die Suche nach dem Täter wird nämlich zu einer blinden Hetzjagd. Je länger die Jagd wird, desto mehr Druck lastet auf den Polizisten. Desto dringender verlangt die Bevölkerung nach Aufklärung der Fälle. Desto radikaler werden die Methoden der Polizisten und desto stärker werden sie in den Strudel des Wahns und der Verzweiflung gesogen. Sie wollen die Geständnisse schließlich erzwingen. Da ist ihnen schon egal, wer es generell ist, den sie da vor sich haben. Egal, wer der Täter ist, solange es überhaupt jemand war und der Albtraum sein ersehntes Ende nimmt.

Während man sich die erste Stunde über noch fragt, ob es sich um eine sarkastische Polizeifarce handelt, bei dem die Provinzbullen lediglich durch hanebüchene Theorien, brutale Verhörmethoden und, zugegebenermaßen, recht eindrucksvolle Dropkicks, auffallen, wird aus dem zweiten Teil eine intensive, atmosphärische Jagd nach Indizien, Beweisen und Verdächtigen. Dabei erweisen sich nicht nur Trittbrettfahrer, falsche Fährten und schlampige Polizeiarbeit als problematisch, sondern auch die Spannungen und Spaltung zwischen der zunehmend ängstlichen Bevölkerung und den Beamten. Diese innere Zerrissenheit wird zunehmend an den handelnden Protagonisten deutlich, die sich immer weiter in Belanglosigkeiten verrennen während der Mörder weiter seinem Trieb nachgeht, was soweit geht, dass selbst der Ruhepol, der Cop aus Seoul sein Gesicht verliert. Diese Mischung aus Dilettantismus, Brutalität, Verzweifelung und zu großen Egos führt letztlich zu... nichts... was uns Regisseur Bong in der letzten Sequenz, einige Jahre später, mit dem ungewöhnlich vielsagendem offenem Ende, nochmal eindrucksvoll offenbart.

Mit "Memories Of Murder" gelingt dem südkoreanischen Regisseur Bong Joon-ho formidables Thrillerkino der saftigen Sorte. Er zeichnet eine erbarmungs- und manchmal auch hilflose Welt, von der die Protagonisten sich abkapseln, in einem letzten schwachen Versuch des Selbstschutzes. Der Spruch, der Täter käme immer zum Tatort zurück, wird dann zum Ende hin auch wahr, jedoch mit diesem erwähnt sanften Zynismus bestückt. Letztendlich ist es nämlich der Polizist Park, der zum Tatort zurückkehrt, an dem die erste Leiche gefunden wurde. Aus dem Holzschacht ist ein unendlich langer Tunnel geworden. Aus dem Fall ein böser Traum ohne Erinnerung. Nur noch ein taubes Gefühl, dass an die zerfressende Schuld erinnert, die sich am eigenen Körper zu schaffen macht.

8,5/10

Star Wars: The Last Jedi - Star Wars: Die letzten Jedi (2017)

http://www.imdb.com/title/tt2527336/

In einer entscheidenden Schlacht gegen die Erste Ordnung hat der Widerstand die Superwaffe Starkiller-Basis vernichtet. Der Triumph währt jedoch nicht lange, denn der von General Leia (Carrie Fisher) angeführte Widerstand gerät schnell wieder in große Bedrängnis. Nach dem Versagen seines Lehrlings Kylo Ren (Adam Driver) im Duell gegen Rey (Daisy Ridley) übernimmt der Oberste Anführer Snoke (Andy Serkis) mit seiner weit überlegenen Flotte höchstpersönlich die Jagd auf die Rebellen. Ein Großangriff auf deren Hauptbasis soll den Widerstand endgültig auslöschen. Zwar kann die galaktische Resistance dank mutigen Einsatzes des Piloten-Asses Poe Dameron (Oscar Isaac) mit knapper Not entkommen, doch die Erste Ordnung heftet sich prompt an ihre Fersen. Die letzte Hoffnung des Widerstandes liegt beim Jedi-Meister Luke Skywalker (Mark Hamill). Doch als Rey ihn in seinem Versteck auf einem abgeschiedenen Planeten aufspürt, ist der einsiedlerisch lebende, desillusionierte Luke wenig begeistert von der Ruhestörung. Er weigert sich kategorisch, an dem Konflikt teilzuhaben oder die machtsensible Rey auszubilden. Während dem Widerstand die Zeit davonläuft, unternehmen der bekehrte Stormtrooper Finn (John Boyega) und Mechanikerin Rose (Kelly Marie Tran) einen verzweifelten Rettungsversuch...

"This is not going to go the way you think!"

Dieses Zitat stammt von Luke Skywalker, das dem "Star Wars"-Fanboy schon im Trailer intensiv in die Ohren drang, und es fasst den gesamten Film eigentlich perfekt zusammen. Was man sich auch wünscht, vorstellt und ausmalt, es wird alles doch irgendwie anders kommen.

Doch von vorn. Als "Das Erwachen der Macht" vor fast genau zwei Jahren in den Kinos anlief, entfachte J.J. Abrams, der schon erfolgreich das "Star Trek"-Franchise wiederbelebte, mit seinem Film den "Star-Wars"-Hype neu und so wie man ihn seit den Achtzigern nicht mehr kannte. Disney und LucasFilm erfüllten ihr Versprechen, kehrten zu den Wurzeln der Reihe zurück und lieferten eine Fortsetzung, auf die die Fans seit über 30 Jahren gewartet haben. Obwohl die Reaktionen unter Zuschauern und Kritikern zunächst überwältigend positiv waren, wurden gerade in den Fankreisen kurz nach dem Start enttäuschte Stimmen laut, die Abrams vorwarfen, mit seinem Film die Reihe nicht voranzubringen, sondern stattdessen den allerersten Film, "Eine neue Hoffnung", zu kopieren und trotz abgewandelter Form nahezu 1:1 auf die Leinwand - natürlich mit 2015er Technik - zu bringen. Es läuft letztlich auf die Frage hinaus, wo eine Hommage bzw. eine Verbeugung endet und ein Plagiat beginnt. Es stimmt, Abrams und seine Autoren "borgten" sich viele Ideen aus der Original-Trilogie von George Lucas. Vor allem folgten sie jedoch im Geiste den Vorbildern und deren universellem Thema von jungen Träumern, die aus ihrem tristen Alltag ausbrechen, unglaubliche Abenteuer erleben und Heldentaten vollbringen - perfekte Identifikationsfiguren für die jungen Zuschauer der Filme. Durch die Rückbesinnung auf die Stärken der ersten "Star-Wars"-Filme führte "Das Erwachen der Macht" neue Charaktere und Handlungsstränge in eine vertraute Welt fließend ein und schaffte damit das notwendige Fundament für weitere Geschichten aus einer weit, weit entfernten Galaxie.

Und diese wird mit dem zweiten Kapitel der neuen Trilogie, "Die letzten Jedi" fortgeführt. Der Hype mag nun insgesamt etwas schwächer sein, doch zumindest Fanboys haben dem Teil enorm entgegengefiebert. Schließlich hatte "Das Erwachen der Macht" bei all den Wiederholungen doch auch eine Menge Neues gebracht – und damit offene Fragen. Was hat Luke all die Jahre getrieben? Wer sind die Eltern von Rey? Wie sieht der geheimnisvolle Snoke im wahren Leben aus? Und tatsächlich liefert Regisseur Rian Johnson, der mit dem Film "Looper" auf sich aufmerksam machte, auf all diese Fragen eine Antwort. Es sind nur nicht unbedingt die Antworten, die erwartet oder gar erhofft wurden. Die große Stärke des nunmehr achten Teils ist es dann auch, wie sehr er mit den Erwartungen des Publikums gespielt. Im einen Moment erfüllt er sie, im nächsten stellt er alles auf den Kopf. Aber er liefert über all das hinaus immer wieder großartigen Fan-Service.


Der Wermutstropfen zuerst: mit über 150 Minuten ist die neunte Episode deutlich zu lang geraten. Dabei wäre das gar nicht nötig gewesen. So erweist sich ein ganzer Handlungsstrang als regelrecht unnötig, wenn Autor Johnson sein Script etwas sorgfältiger ausgearbeitet hätte. Zwar gibt es innerhalb dieser Plotline mit Benicio Del Toro einen neuen Charakter, der durchaus stimmig ist und etwas Würze ins Universum bringt, das ändert aber nichts daran, dass das ganze Drumherum bei genauerer Betrachtung eigentlich keinerlei Sinn ergibt. Das soll nicht heißen, dass der Film "leiert", zäh oder gar langweilig ist, ganz im Gegenteil. Es bleibt nur das Gefühl, dass er unnötig aufgebauscht ist. Daneben gibt es diverse Plotholes, unzählige Logikfehler und man hat mehr als einmal das Gefühl, dass gerade "zufällig" die überleben, die das Script später noch braucht.

Fehlende Sorgfalt lässt sich auch beim Aufbau der Erzählstruktur erkennen. Das Pacing von "Die letzten Jedi" hat nämlich mehr als einmal so seine Probleme. Es ist vor allem Anfangs nahezu eine Katastrophe. Das Narrative springt da etwas unharmonisch zwischen den einzelnen Erzählsträngen umher und gerade wenn eine Plotline mal so richtig in Fahrt kommt, wechselt der Film zur nächsten. Das kann schon mal frustrieren, vor allem wenn so versucht wird, Spannungsmomente zu generieren, aber eigentlich damit das Gegenteil erreicht wird. Auch bei den Figuren läuft nicht alles glatt. So bleibt Schurke Kylo Ren (Adam Driver) die wohl interessanteste Figur der neuen Trilogie, aber es verwundert schon, dass seine Fähigkeiten und Kräfte immer gerade so stark sind, wie es das Script gerade erfordert. Er schien bereits in "Das Erwachen der Macht" nicht so recht in die Rolle des Gegenspielers und Neu-Darth-Vaders zu passen. Daran ändert auch "Die letzten Jedi" vielleicht nichts, zumindest darf Driver aber zeigen, wie viel schauspielerische Intensität in ihm schlummert. Und diese Weiterentwicklung ist echt gut.

Spannend sind zudem die gemeinsamen Auftritte von ihm und Daisy Ridley. Ridley beweist wieder einmal, was für ein Glücksgriff die Newcomerin im Franchise war und beeindruckt mit einer Performance, deren anfängliche Begeisterung über ihr neues Schicksal langsam dem Frust und der Enttäuschung über Lukes Widerwillen, sie zu unterrichten, weicht. Wie schon im ersten Film durchmacht Ridleys Charakter Rey auch in "Die letzten Jedi" die größte Entwicklung durch und diese bleibt zu jedem Zeitpunkt glaubwürdig. Natürlich werden im Handlungsstrang um Luke und Rey Erinnerungen an "Das Imperium schlägt zurück" wach, in dem ebenfalls der junge Protagonist bei einem alten Meister in die Lehre geht. Dass hier der Schüler von einst nun das Sagen hat, schließt schön den Bogen. Gleichzeitig weicht diese Konstellation beim späten Nachkommen aber deutlich von dem ab, was sich 1980 noch auf Dagobah zugetragen hat. Zusätzlich zu den düsteren Szenen, die auch in einem Horrorfilm nicht deplatziert wirken würden, wendet sich Johnson den seelischen Abgründen zu. Es sind die packendsten Momente in dem Streifen, nicht zuletzt der Besetzung wegen: Mark Hamill zeigt sich hier in Bestform. Es ist eine reine Freude.

So interessant es ist, was Johnson mit Luke Skywalker, Rey und Kylo Ren anstellt, so langweilig ist ein Großteil des Rests. Mit Finn wusste er beispielsweise gar nichts anzufangen, Poe Dameron (Oscar Isaac) wird zu einem kopflosen Draufgänger degradiert, BB-8 ist nur noch ein Schatten seiner selbst und das neue Widerstandsmitglied Rose Tico (Kelly Marie Tran) wird nur mit viel Schmalz und Getue in die Story gequetscht. Besonders schlimm hat es aber General Hux (Domhnall Gleeson) erwischt, der von einem beinahe schon faschistischem General in "Das Erwachen der Macht" zu einer kümmerlichen Witzfigur mutiert, die von ihren Gegner schon gar nicht mehr als ernste Bedrohung empfunden wird. Und auch sonst ist das mit der Komik von "Die letzten Jedi" so eine Sache. Sicher, Humor hat es immer in "Star Wars" gegeben. Die Original-Trilogie hatte witzige Momente. Die Prequels ebenfalls - mal beabsichtigt, mal weniger. Auch in "Das Erwachen der Macht" und in "Rogue One: A Star Wars Story" durfte mitunter gelacht werden. Das Vorhandensein von Witzen ist also nicht per se falsch. Sie sind oft sogar tatsächlich auch witzig. Sie passen nur so gar nicht in den Film. Die frechen One-Liner und humorigen Momente wirken wie aus einem Superheldenfilm und beißen sich gehörig mit dem Rest. Als hätte sie ein artfremder Autor in das Drehbuch geschmuggelt. Ganz besonders schlimm und vor allem deplatziert wirkt da noch (vor allem im Finale) der Running Gag mit Leias neuer Frisur.


"Die letzten Jedi" hat also einige Makel unumstößlich vorzuweisen. Dies ändert allerdings nichts daran, dass Johnson es versteht, die von vielen geliebte und verehrte Welt der Jedi, Sith, Rebellen und der First Order fortzusetzen. Dabei greift der Regisseur gerne in die Referenzkiste, vertraut aber nicht nur blind und gehörig auf Nostalgie, sondern versteht es, teils sogar exzellent, das "Star Wars"-Universum zu erweitern. Dabei wird Johnson aber wohl einige vor den Kopf stoßen, denn es gibt Momente, die gewiss für Unmut, Kopfschütteln und Unverständnis sorgen werden. Genau diese sind es aber, die "Die letzten Jedi" dazu verhelfen, dass die Karten im dritten Teil, der 2019 kommen soll, neu gemischt und vergeben werden könnten.

Auch das wird gewiss nicht allen gefallen. Genau wie der Humor des Films. Die ersten Bilder und Filmausschnitte versprachen ein durchaus düsteres Abenteuer, aber eigentlich erweist sich "Die letzten Jedi" als eher dem Humor zugetanes Werk. Johnson benutzt diesen viel zu gern dafür, um überdramatische Epik zu kontern. Gerade in den Szenen zwischen Rey und Luke Skywalker gibt es immer wieder Momente, in der aufkeimender Pathos durch Amüsement zum Schweigen gebracht wird. Und das passt oft gar nicht. Auf der anderen Seite wiederum hält der Film durchaus die Balance. Zu sehen ist das u.a. bei den kleinen Inselbewohnern namens Porgs. Die wurden im Marketing ziemlich omnipräsent dargestellt. Zum Glück bleiben sie aber eine niedliche Randnotiz und verbleiben sicher als käufliches Gimmick, welches wohl jeder neue (und junge) "Star Wars"-Fan haben wollen wird.

Kurzum: "Die letzten Jedi" ist wie die Macht. Es gibt eine helle und eine dunkle Seite. Welcher man sich anschließt, liegt im Auge des jeweiligen Betrachters. Diese Kritik hier tendiert klar zur hellen Seite, denn trotz einer zu sprunghaften Erzählweise, die noch dazu zu lang geraten ist, wird das Universum schön und teils überraschend weiter geformt. "Die letzten Jedi" ist kein "Das Imperium schlägt zurück" (auch wenn man dies unter Umständen erwarten würde), aber es ist klar das Werk eines Filmemachers, der sich vor der Nostalgie verbeugt, ohne ihr zu verfallen und gerade mit der letzten Szene gelingt Johnson eine der schönsten des Jahres. Warum? Weil darin wunderbarer Optimismus enthalten ist, genau wie ein deutlicher Meta-Kommentar zur Liebe der Fans für das Produkt und das ist ein großes Märchen, ein Sci-Fi-Spektakel, ein Fantasy-Abenteur: Es ist immer noch "Star Wars".

8/10 

Quellen
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork: Twentieth Century Fox/Lucasfilm

Dienstag, 12. Dezember 2017

Sleepy Hollow (1999)

http://www.imdb.com/title/tt0162661/

Constable Ichabod Crane (Johnny Depp) hat Ermittlungsmethoden, die für das Jahr 1799 ungewöhnlich sind - er setzt auf Verstand und Logik als einzigen Kriterien, um Motive und Täter aufzuspüren. Im kleinen Ort Sleepy Hollow soll er den Morden an einem angesehenen Bewohner, seinem Sohn und einer weiteren Person nachgehen, denen allen der Kopf abgeschlagen wurde. Die Köpfe der Opfer sind verschwunden, und die Einwohner – allen voran Bürgermeister Philips (Richard Griffiths), der Notar Hardenbrook (Michael Gough), der Arzt Dr. Lancaster (Ian McDiarmid) und Reverend Steenwyck (Jeffrey Jones) – erzählen dem verdutzten Crane eine merkwürdige, für ihn schier unglaubliche Geschichte: Der Mörder sei ein Toter, ein ehemaliger hessischer Söldner (auf Seiten der britischen Armee), der seinen Gegnern vor Jahren während des Unabhängigkeitskrieges die Köpfe abgeschlagen habe, bis man ihn selbst enthauptete und irgendwo in den Wäldern verscharrt habe. Der kopflose Reiter sei nun auf der Suche nach seinem Kopf und würde nicht eher ruhen, bis er ihn gefunden habe...

Tim Burton begibt sich mit "Sleepy Hollow" erneut in den Märchenwald und es ist eine wenig überraschende Erkenntnis, dass er sich dort ganz vorzüglich auskennt. Herausgekommen ist ein Film von einer überwältigenden Atmosphäre, die einen aber zu keinen Zeitpunkt überfährt, nie aufgesetzt oder künstlich wirkt, sondern einfach ein perfekte Melange aus Geschichte, Stimmung und Optik bietet. Und man wünscht sich danach fast mehr davon - das eine oder andere Grimm'sche Märchen in dieser Machart... ja, das wäre was.

Doch zurück zum Film. Im Grunde ist "Sleepy Hollow" eine mystische Kriminalgeschichte. Der leicht affektierte Polizist Ichabod Crane wird in das düstere Örtchen 'Sleepy Hollow' geschickt um einige seltsame Mordfälle aufzuklären und ist nebenbei ganz allein dafür zuständig, diesem Film seinen stillen, humoresken Unterton zu verleihen. Außerdem scheint dieser Ichabod Crane die Geburtsstunde eine ganz bestimmten Rollentypus zu sein, den Johnny Depp danach immer wieder bediente. Besonders dieser eine Piratenkapitän ist das in laut, was Mr. Ichabod Crane in leise ist. Hier gefällt das umso mehr, da es eben recht still und verhalten ist.

Aber man muss hier auch gar nicht soviel Worte verlieren, da es weder die Schauspieler sind, die "Sleepy Hollow" zu solch einem Vergnügen machen, noch ist es die Story an sich. Es ist dieser dunkle Wald in den man entführt wird, diese alte Welt in der die Grenzen noch schwammig waren in Bezug darauf, was man glaubte und was nicht. Und genauso wie Dorfbewohner in einer ungewissen Angst leben, sich vor einem Phantom fürchten, oder eben auch nicht, so ist genau dieser Umstand auch der Motivationsmotor für den Zuschauer. Gibt es das wirklich? Es ist möglich, da es in diesem tiefen Wald einiges gibt. Oder will doch wieder ein Regisseur den Zuschauer nur an der Nase herumführen? Tim Burton jedenfalls scheint nicht der zu sein, der sich um so was Gedanken macht. Er will seine Geschichten erzählen, sie ausschmücken wie Märchen und den Zuschauer mit Bildern verzaubern und verführen. Er akzeptiert kleine Geschichten als das, was sie sind, solange er etwas spezielles für sich in ihnen finden bzw. sehen kann. Er plustert sie nicht auf und macht sie nicht künstlich komplizierter - was ja doch meist auch gar nicht funktioniert. Ein moderner Märchenerzähler, dass ist wohl das, was Tim Burton am besten beschreibt. Und erzählte er vorher meist Geschichten für etwas kleineren, so beginnt er mit "Sleepy Hollow" damit, nur auch Schauermär für die größeren Leute zu erzählen.

8,5/10

Von PARAMOUNT kommt der Film auch in einem schicken Mediabook:


Quellen
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork: Paramount Pictures

Montag, 11. Dezember 2017

Monkey Shines - Der Affe im Menschen (1988)

http://www.imdb.com/title/tt0095652/

Der Sportler Alan Mann (Jason Beghe) wird von einem Truck erfasst und ist danach querschnittsgelähmt. Er hat Schwierigkeiten mit der Situation umzugehen, denkt oft an Selbstmord und lässt jegliche Lebensfreude vermissen. Doch sein Freund Geoffrey (John Pankow) arbeitet an einer Lösung: er hat es geschafft, menschliche Hirnzellen in einen Affenkörper zu transplantieren und verschafft Alan dadurch eine helfende Hand im Haushalt. Das Experiment scheint sehr erfolgreich zu laufen. Alan versteht sich gut mit seinem Äffchen Ella und findet neuen Lebensmut. Doch Ella will als einziges Lebewesen in Alans Gunst stehen. Vor allem Familie Mann scheint in den Augen des Affen im Weg zu stehen und Ella begegnet den Familienmitgliedern mit Aggressionen. Ella wird immer gefährlicher und schließlich kommt es zu einem erschütternden Todesfall...

Nachdem Regisseur George A. Romero mit "Day Of The Dead" einen der wohl besten Zombiefilme aller Zeiten abgeliefert hatte, widmete er sich dem heißbegehrte Tierhorror-Genre. Überraschenderweise gelang Romero mit seinem Beitrag ein ernster und auf seine Geschichte bedachter Streifen, der sich von anderen Subgenre-Beiträgen abhebt.

"Monkey Shines" möchte eine Story erzählen und er möchte auch einen ordnungsgemäßen Spannungsbogen aufbauen. Dies gelingt aber leider nicht so ganz wie gewollt. Der Film leidet etwas an seinem langsamen, beinahe schon behäbigen Erzählstil. So richtig spannend wird es erst zum Schluss. Da allerdings entfaltet der Streifen eine gute Spannung, Atmosphäre und auch ein klein wenig Horror. Man könnte praktisch meinen, der Film traut sich zu Beginn nicht aus sich herauszugehen. Beeindruckend sind auch die Aufnahmen mit dem Äffchen "Boo". Da hier ausschließlich mit einem echten Affen gedreht wurde, gewinnen die Szenen noch mehr an Intensität. Man hätte dem Affen einen Oscar verleihen sollen. Romero gab sich mit seinem Killer-Äffchen-Streifen sichtlich Mühe. Zwar kam hier kein Meisterwerk zum Vorschein, aber immerhin ein ganz guter und streckenweise spannender Film, der nicht viel Wert auf blutige Effekte legt, sondern seiner Geschichte treu bleibt. "Monkey Shines" ist mit Sicherheit einen Blick wert, denn auch wenn der Film viel zu spät richtig Fahrt aufnimmt, einen gewissen Reiz hat er schon.

6/10

Von NSM Records kommt der Film hierzulande ungeschnitten und in HD im auf 222 Stück limitierten Mediabook:

Sonntag, 10. Dezember 2017

Drive Angry (2011)

http://www.imdb.com/title/tt1502404/

John Milton (Nicolas Cage) ist zwar seit Jahren tot. Doch das hindert den Schwerkriminellen keineswegs darin, aus der Hölle auszubüchsen und sich an die Fersen einer satanischen Sekte unter der Führung des irrsinnigen Apokalyptikers Jonah King (Billy Burke) zu heften. Die nämlich haben nicht nur seine Tochter verführt und schlussendlich umgebracht, sondern wollen nun gleich noch seine kleine Enkeltochter auf den Opfer-Altar bringen, um so den Leibhaftigen auf die Erde zu rufen. Der ärgert sich derweil enorm über Miltons Ausbruch und hetzt ihm seine rechte Hand hinterher – den „Buchhalter“ (William Fichtner). Dem rätselhaften Hölleburschen fällt es leicht, der Spur der Verwüstung zu folgen, die Milton und seine Begleiterin Piper (Amber Heard) derweil angerichtet haben. Dann schaltet sich auch noch die Polizei ein...

Ein Film wie ein Sampler. Er stopft Elemente von Filmhits aus den letzten Jahren ineinander: das ganze hat Anteile von "Death Proof", "Shoot 'em Up", "Crank" und diversem Fantasykram. Heraus kommt eine wilde Mischung, die man hemmungslos genießen kann wenn man ein paar Abstriche macht: zum Beispiel Nicolas Cage. Mit der schlechtesten Frisur überhaupt (dagegen war selbst die "Con Air"-Matte kleidsam) gibt er den eiskalten Rächer, was aber nicht viel mit Schauspielerei zu tun hat und wäre der Film nicht aufwendig genug fürs Kino wäre dies die Eintrittskarte in die "Direct-to-DVD"-Hölle.


In der Tat ist eine ganze Menge zusammengeklaut, insbesondere die Szene in der Cage Sex hat während drum herum die Schurken einfallen und er den Beischlaf nicht unterbricht während er in alle Richtungen ballert – das wirkt wie Copy and Paste aus "Shoot 'em Up". Aber die Pluspunkte überwiegen trotzdem: Amber Heard hat zwar eigentlich nur die klassische Rolle der Frau, ist aber als flotter Hingucker atemberaubend und gibt einen höchst sympathischen Charakter mit Seele, William Fichtner hat scheinbar einen Heidenspaß als fieser Höllenvollstrecker und kann sich das fröhliche Grinsen kaum aus dem Gesicht wischen - und dann ist da noch der "Rausch": der Film setzt auf ein hohes Tempo und zieht den Zuschauer geradezu mit, das Actionlevel ist hoch und der Adrenalinrausch immens.

Da muss man es auch verkraften dass es - gelinde gesagt -ultra-brutal zugeht; man kann es kaum anders beschreiben. Insbesondere kommt die Nummer natürlich gut in 3D. Da fliegen Körperteile aus der Leinwand das es eine wahre Freude ist. Unterm Strich ist der Film hochpolierter Edeltrash: übelst mies eigentlich, aber spannend, vergnüglich und mitreißend. Auch wenn die Szene mit dem Tanklaster der übelste Spezialeffekt sei langem ist. Hirnverbrannt und dumm, aber irgendwie ein Heidenspaß.

6/10