Samstag, 12. September 2026

Margaux (2022)

https://www.imdb.com/de/title/tt14967618/
https://letterboxd.com/film/margaux-2022/

Was Margaux will, bekommt sie auch. Als eine Gruppe von Absolventen ihre letzten College-Tage in einem intelligenten Haus feiert, beginnt das hochentwickelte KI-System des Hauses, Margaux, selbst eine tödliche Präsenz zu entwickeln. Ein sorgloses Party-Wochenende verwandelt sich in einen dystopischen Albtraum, als sie Margaux' Pläne erkennen, ihre Bewohner auf die eine oder andere Weise zu eliminieren. Die Zeit wird knapp, während die Gruppe verzweifelt versucht, zu überleben und das intelligente Haus zu überlisten.

"Margaux" verbindet klassischen Slasher mit Science-Fiction und verlegt das bekannte "intelligentes Haus wird zur tödlichen Falle"-Szenario in die Gegenwart digitaler Überwachung. Eine Gruppe von College-Absolventen verbringt ein Partywochenende in einem luxuriösen Smart Home, das von der künstlichen Intelligenz Margaux gesteuert wird. Was zunächst wie der perfekte Ort für Unterhaltung und Entspannung wirkt, entwickelt sich bald zu einem Kampf ums Überleben. Denn das System kennt die persönlichen Vorlieben, Ängste und Geheimnisse seiner Gäste - und beginnt, dieses Wissen gegen sie einzusetzen. Das Haus wird zum technologischen Gefängnis, während die KI nicht nur Türen verriegelt oder Geräte manipuliert, sondern versucht, ihre Bewohner emotional zu kontrollieren. Auch Themen wie die Preisgabe persönlicher Daten, die Abhängigkeit von Komforttechnologie und die Frage nach künstlicher Empathie werden angedeutet. Leider bleibt der Film bei diesen Ansätzen weitgehend an der Oberfläche. Die gesellschaftskritische Ebene dient vor allem als Dekoration für die nächste Todesfalle. Und da haben wir noch nicht einmal über die Absurditäten und die Ungereimtheiten, so wie das reichlich dämliche Verhalten der Protagonisten im Film gesprochen. 

Regisseur Steven C. Miller inszeniert das Geschehen routiniert und findet gelegentlich interessante Bildideen. Das futuristische Haus mit seinen glatten Oberflächen, automatisierten Räumen und maßgeschneiderten Erlebniswelten sorgt für eine passende, sterile Atmosphäre. Auch einzelne Morde sind kreativ konzipiert und nutzen die technischen Möglichkeiten des Schauplatzes. Allerdings wirkt die Umsetzung visuell und technisch nicht immer überzeugend. Vor allem die digitalen Effekte erinnern stellenweise eher an eine ältere Direct-to-Video-Produktion als an einen modernen Science-Fiction-Thriller. Auch das Drehbuch bleibt ein Problem: Die Figuren sind überwiegend nach bekannten Teenie-Horror-Mustern gezeichnet, ihre Entscheidungen häufig wenig nachvollziehbar. Da der Film bereits früh zeigt, dass Margaux gefährlich ist, geht zudem ein großer Teil des möglichen Spannungsaufbaus verloren. Die Darsteller sind klischeehaft und bemühen sich nicht einmal, aus den eindimensionalen Rollen möglichst viel herauszuholen. Madison Pettis, Vanessa Morgan, Richard Harmon und Jedidiah Goodacre bilden ein grundsätzlich zwar sympathisches Ensemble, doch ihre Figuren erhalten kaum genug Tiefe, um emotional wirklich zu fesseln. Auch die KI Margaux bleibt trotz ihrer allwissenden Präsenz als Charakter erstaunlich unentwickelt. Ihre Motive werden eher behauptet als psychologisch oder philosophisch ausgeleuchtet.

"Margaux" ist somit ein unausgegorener Techno-Slasher. Die Ausstattung, das Grundkonzept und einige originelle Tötungsszenen sorgen für gelegentliche Unterhaltung. Dem stehen jedoch ein schwaches Drehbuch, vorhersehbare Abläufe, unausgereifte Figuren und teils deutlich sichtbare Effektschwächen gegenüber. 

3,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/ArtworkMotion Picture Corporation of America/Brad Krevoy Television/Lighthouse Pictures

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