Sonntag, 13. September 2026

バイオハザード デスアイランド - Baiohazādo Desuairando - Resident Evil: Death Island (2023)

https://www.imdb.com/de/title/tt26674627/
https://letterboxd.com/film/resident-evil-death-island/

Der Agent der Division of Security Operations, Leon S. Kennedy (Stimme im Original: Matthew Mercer), versucht, einen entführten Arzt zu retten, als seine Mission von einer mysteriösen Frau gestört wird. Zur gleichen Zeit untersucht der Agent der Bioterrorism Security Assessment Alliance, Chris Redfield (Kevin Dorman), einen unerklärlichen Ausbruch von Infektionen an der Westküste, die ihren Ursprung auf der Insel Alcatraz zu haben scheinen. Chris und sein Team, bestehend aus Claire Redfield (Stephanie Panisello) und Rebecca Chambers (Erin Cahill), setzen die Puzzleteile zusammen und begeben sich auf die Insel der Verzweiflung, um die Bedrohung weiter zu untersuchen.

"Resident Evil: Death Island" ist weniger eigenständiger Horrorfilm als animiertes Bonuskapitel für Fans der Videospielreihe - und genau daran sollte man seine Erwartungen messen. Regisseur Eiichirō Hasumi versammelt mit Chris Redfield, Jill Valentine, Leon S. Kennedy, Claire Redfield und Rebecca Chambers erstmals die wichtigsten Figuren des Spieleuniversums in einer gemeinsamen Geschichte. Ein Ausbruch eines mutierten T-Virus führt sie nach Alcatraz, wo hinter den Ereignissen ein neuer Gegenspieler steckt. Die größte Stärke ist tatsächlich diese Zusammenführung. "Resident Evil: Death Island" versteht, was Fans an "Resident Evil" mögen: bekannte Figuren, groteske Kreaturen, Biowaffen, große Schusswechsel und jede Menge Anspielungen auf die Spiele. Besonders die Rückkehr von Jill Valentine besitzt Gewicht, schließlich war sie seit "Resident Evil 5" nicht mehr Teil einer größeren Spielgeschichte. Für Kenner des Franchise funktioniert das beinahe wie ein großes Klassentreffen. 

Technisch kann sich der Film ebenfalls sehen lassen. Die CGI-Animation ist detailliert und gerade bei den Kreaturen, Waffen und Actionsequenzen beeindruckend. Alcatraz bietet zudem eine atmosphärisch passende Kulisse: Gefängnismauern, dunkle Korridore und unterirdische Anlagen liefern genau die klaustrophobische Umgebung, die man von "Resident Evil" erwartet. Selbst Wasser und komplexe Bewegungsabläufe sind bemerkenswert sauber umgesetzt. Und wenn die Action loslegt, funktioniert "Resident Evil: Death Island" deshalb am besten. Schießereien, Nahkämpfe und Monsterattacken sind dynamisch inszeniert und gelegentlich angenehm überdreht. Hier kommt das Videospielgefühl besonders deutlich zum Vorschein. Das Problem ist allerdings die Geschichte. Das Drehbuch von Makoto Fukami liefert zwar reichlich Lore, aber nur wenig Überraschendes. Der zentrale Konflikt ist schnell durchschaubar, der Bösewicht bleibt trotz einiger Rückblenden relativ eindimensional und auch die obligatorische Superwaffe samt Gegenmaßnahme bewegt sich tief im bekannten "Resident Evil"-Baukasten. Auch bei den Dialogen verschenkt der Film einiges. Die Figuren besitzen zwar ihre vertrauten Persönlichkeiten, sprechen aber häufig in jener funktionalen Videospiel-Logik, die zwischen Missionsbesprechung, Exposition und markigen Sprüchen pendelt. 

Selbst beim Horror bleibt "Resident Evil: Death Island" hinter seinen Möglichkeiten zurück. Zwar gibt es Zombies, Mutationen und einige durchaus groteske Kreaturen, doch der Film interessiert sich stärker für Action als für echte Angst. Wer die beklemmende Atmosphäre der frühen Spiele erwartet, dürfte enttäuscht sein. Trotzdem ist "Resident Evil: Death Island" gegenüber "Resident Evil: Vendetta" ein kleiner Fortschritt. Die Figurenkonstellation wirkt reizvoller, die Animation ist hochwertig und der Film hat zumindest den Charme eines großen Franchise-Crossovers. Für Neueinsteiger funktioniert das allerdings deutlich schlechter: Ohne Kenntnis der Figuren und ihrer Vorgeschichten bleibt vieles oberflächlich oder wirkt wie reine Fanpflege. Die Zusammenführung von Chris, Jill, Leon, Claire und Rebecca macht Spaß, die Animation ist stark und die Action besitzt ordentlich Druck. Dafür sind Handlung, Dialoge und Bösewicht bestenfalls zweckmäßig, während der Horror zugunsten spektakulärer Kämpfe deutlich zurücktritt. Für Fans sicherlich ein unterhaltsamer Franchise-Happen, für alle anderen eher ein hübsch animierter, aber ziemlich austauschbarer Zombie-Actionfilm. 

6/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/ArtworkCapcom/Quebico/Sony Pictures/Sammy/Robot Communications/KADOKAWA/TMS Entertainment

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