Der professionelle Trickbetrüger Nicky Spurgeon (Will Smith) nimmt die junge, attraktive Jess (Margot Robbie) unter seine Fittiche. Sie hatte versucht, ihn reinzulegen – erfolglos zwar, doch mit Potenzial. Er bringt ihr alles bei, was es beim gefährlichen Tagesgeschäft als Gauner und Schwindler zu wissen gibt. Aber als sich die beiden näherkommen, setzt Nicky bald einen Schlussstrich unter die Beziehung. Drei Jahre später ist der Profitäuscher bei einem Autorennen in Buenos Aires, wo er einen besonders gefährlichen Coup durchziehen will. Es kommt zum unverhofften Wiedersehen mit Jess, die seine Pläne empfindlich durcheinanderbringt. Nicky ahnt nicht, wie abgebrüht seine frühere Flamme mittlerweile ist. Sie hat sich zu einer selbstbewussten, sehr fähigen Trickserin gewandelt, die ihren Ex-Lover mit dessen eigenen Waffen mächtig in Bedrängnis bringt...
Die größte Stärke von "Focus" ist definitiv die hervorragende Optik mit ihrer wunderbaren Kameraarbeit, gepaart mit einem subtilen aber passenden Score. Selten wurde ein Autocrash so fantastisch eingefangen oder Dimensionen von Räumen so viel Aufmerksamkeit geschenkt wie hier. Dafür gebührt dem Regie-Duo Glenn Ficarra und John Requa größter Respekt. Auch Margot Robbie beweist, dass sie nicht nur gut aussehen sondern auch großartig schauspielern kann - wenn man sie denn lässt. Will Smith hingegen spielt Will Smith. Das ist soweit nichts Schlechtes, allerdings tut man sich schwer ihm die Rolle des smarten Trickbetrügers abzukaufen. Da hilft auch das Script nicht, welches in der erste Hälfte ein unfassbares Tempo vorlegt und mit dem Superbowl-Set sein eigentliches Highlight findet, danach aber leider in vorhersehbare, unnötig-romantische Gefilde abdriftet - was irgendwie tragisch ist, dass ein Film mit der Headline "Never lose Focus" plötzlich den Fokus auf seinen Kern verliert.

6,5/10
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