Der Krieg in Panem spitzt sich immer weiter zu. Die junge Katniss Everdeen (Jennifer Lawrence), die mittlerweile ganz offen als Gesicht der Rebellion der Distrikte gegen Präsident Snow (Donald Sutherland) und sein totalitäres Regime gilt, bereitet sich auf die letzte große Konfrontation vor, die alles beenden und die Bevölkerung endgültig befreien soll. Mit jedem Erfolg der Aufständischen wird Snow nur noch besessener davon, Katniss zu stoppen. Unter Einsatz ihres Lebens will sie gemeinsam mit einer Einsatztruppe aus Distrikt 13, zu der auch ihre Freunde Gale (Liam Hemsworth), Finnick (Sam Claflin) und Peeta (Josh Hutcherson) gehören, das Kapitol erobern und Snow ein für alle Mal stürzen. Doch die Gefahren, die beim Kampf um die Zukunft auf sie warten, übertreffen alles, was die jungen Leute je in den Arenen der Hungerspiele durchleben mussten...
Man könnte argumentieren, dass es "Mockingjay" vom Tempo her geschadet hat, dass er in zwei Teile gespalten wurde, der Film dadurch aber den Themen des Erwachsenwerdens und der (politischen) Zwiespältigkeit von Revolutionen mehr Raum gibt. Somit hatte man zumindest die Möglichkeit, sich subtil und schrittweise in die Charaktere einzufühlen. Leider ist der Weg zur Belagerung, der Kampf im Kapitol dann doch nur eine bekannte Suppe, die bei schwacher Hitze vor sich hin köchelt. Mit moralischen Grauschattierungen gewürzt, wird um den heißen Brei gerührt, bis das Finale nur noch fade schmeckt. "Die Tribute von Panem: Mockingjay: Teil 2" leidet dabei, wie auch schon der erste Teil etwas unter der zu niedrigen Altersfreigabe. Hier ist mehr als deutlich zu spüren, wie sehr Regisseur Francis Lawrence mit angezogener Handbremse arbeiten musste. Vom erwarteten blutigen und brutalen Showdown ist nur der Rahmen übrig geblieben, auch wenn das Maximum dessen ausgereizt wird, was eine FSK12-Freigabe zulässt. Die Exposition des Teils ist somit in der Tat etwas zu lang, aber sobald es mal losgeht, kann auch "Mockingjay, Part 2" wieder richtig packen. Die Actionszenen sind aber endlich wieder abwechslungsreich und sogar spannend.
Das Ganze stellt zwar irgendwo einen runden Abschluss der "Hunger Games"-Saga dar, doch leider ist der Streifen auch irgendwann überraschungsarm und in vielen Sszenen schleppend. So gibt es viel mehr ruhige Momente als erwartet, und diese Szenen haben darüber hinaus auch kaum etwas zu bieten weshalb sich gerade das erste Drittel des Films etwas zieht. Natürlich hat der Film auch mal hochspannende Szenen mit gut inszenierter Action, doch das kommt viel zu selten vor. Der Cast gibt nochmal alles, in erster Linie natürlich Jennifer Lawrence, für die diese Rolle längst zu einer Fingerübung geworden ist.

7/10
Die "Hunger Games"-Trilogie gibt es in einer schicken Box. Diese beinhaltet alle 4 Filme auf 4K Ultra HD Blu-ray und Blu-ray.
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