Samstag, 6. April 2019

Shed Of The Dead (2019)

https://www.imdb.com/title/tt3602422/

Trevor (Spencer Brown) ist arbeitslos – beziehungsweise er "befindet sich zwischen zwei Jobs", wie er selbst sagt. Seine Tage verbringt er in seiner Schrebergarten-Hütte, um erstens seiner Frau aus dem Weg zu gehen und zweitens Tabletop-Figuren zu bemalen, mit denen er anschließend epische Schlachten gegen seinen Kumpel Graham (Ewen MacIntosh) ausficht. Doch Mr. Parsons (Kane Hodder), dem ebenfalls ein Grundstück in dem Schrebergarten gehört, will den faulen Hänger vertreibe und startet eine Petition. Es kommt zur Konfrontation zwischen den beiden und plötzlich steht Trevor mit einer Leiche da, die es zu verstecken gilt. Blöderweise bricht genau in diesem Moment auch eine Zombie-Apokalypse aus - und Mr. Parsons Leiche ist auf einmal wieder quicklebendig. Sowohl Trevor als auch Spencer haben aber nur eins im Kopf: Sie wollen Trevors Frau retten. Beziehungsweise eher deren höchst attraktive beste Freundin, denn auf die haben beide ein Auge geworfen...

Zombie-Komödien sind in letzter Zeit fast so zahlreich geworden wie echte Zombie-Filme. Und "Shaun Of The Dead", um den man, sofern man das Genre mag, definitiv nicht herumkommt, hat in dieser Hinsicht eine Menge zu verantworten. "Shed Of The Dead" stammt wie "Shaun Of The Dead" aus Großbritannien und besitzt auch einen großen Teil seiner DNA - gerade in Bezug auf den herrlich trockenen, britischen Humor. Glücklicherweise verlässt sich der Film aber nicht völlig auf die Wirkung seines großen Bruders, sondern fügt auch ein paar Wendungen sowie viele bekannte Gesichter hinzu.

Die Story selbst ist so altbacken wie das Brot von vorgestern und im Grunde in zwei Sätzen erzählt. Der schüchterne, arbeitslose Nerd Trevor (Spencer Brown), der in seiner Hütte seiner Sammelleidenschaft frönt und "Dungeons & Dragons"-Figuren von Hand bemalt und der nicht minder nerdige Freund Graham (Ewen MacIntosh), ein fieser Gartennachbar (übrigens gespielt von Kane Hodder - in Horrorkreisen eine Ikone), der Ausbruch der Zombie-Epidemie und das Hinauswachsen über sich selbst, um der strahlende Ritter zu sein, der man im tiefsten inneren schon immer war. Und - nicht zu vergessen, um ihr Love-Interest Harriet (Emily Booth) zu retten. Puh, das klingt nicht nur wie tausendmal wiedergekäut, das ist es auch.

Trotzdem kann man "Shed Of The Dead" etwas abgewinnen. Der Humor passt, die Effekte sind gut und blutig genug, um zu gefallen und die Cameos bekannter Film- und Horrorikonen, wie Bill Moseley, Michael Berryman und Brian Blessed sind irgendwie schön anzusehen. Sogar Warren Speed ​frischt sein "Pervo the Clown"-Kostüm für einen Cameo-Auftritt auf. Wie die meisten Zombiehorrorkomödien ist "Shed Of The Dead" aufgrund Dialog, Situation und bissiger Satire durchweg komisch und unterhaltsam. Der Autor / Regisseur Drew Cullingham schafft es, aus der Story noch etwas mehr Witz und gag-ige Situation herauszupressen. Die animierten Szenen am Anfang und Ende sind zudem gut gemacht. Selbst die Fantasy-Sequenzen im "Dungeons & Dragons"-Stil sind etwas, was man noch nie in einem Film wie diesem gesehen hat. Bill Mosley hat wahrscheinlich die beste Szene im Films. Trotz des Humors bietet der Film auch ernste Passagen. Etwas zu ernst für so einen Unsinn. Es gibt sogar ein paar ziemlich ergreifende Momente, die mit Witzen und dem Gemetzel vermischt sind.

Damit ist "Shed Of The Dead" nicht der nächste "Shaun Of The Dead", noch nicht einmal der übernächste Aber es ist ein schmerzloser Weg, um seine Zeit am Abend mit einer Horrorkomödie zu verbringen, sich unterhalten zu lassen und zu schmunzeln. Nicht übel.

6,5/10

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