Sonntag, 6. März 2016

The Mask Of Zorro - Die Maske des Zorro (1998)

http://www.imdb.com/title/tt0120746/

Nach dem mexikanischen Unabhängigkeitskrieg geht Anfang des 19. Jahrhunderts die 300-jährige Herrschaft Spaniens zu Ende. Don Diego de la Vega (Anthony Hopkins) alias Zorro wird just in dem Moment von seinem Todfeind, dem spanische Gouverneur Don Rafael Montero (Stuart Wilson), gefangen genommen und in Gefängnis geworfen, als Spanien Kalifornien dem mexikanischen General Santa Anna (Joaquim de Almeida) zugesteht. Montero hat einen Plan, der ihm unermesslichen Reichtum verspricht - auf Kosten seiner Untergebenen. Er dringt mit seinen Männern in die Villa von Don Diego ein und entführt dessen Tochter, wobei dessen Frau ums Leben kommt. 20 Jahre vergehen und der nicht mehr ganz taufrische Zorro flüchtet aus dem Gefängnis, wo er feststellen muss, dass seine Tochter Elena (Catherine Zeta-Jones) von Monetero als eigene Tochter aufgezogen wurde. Don Diego schwört Montero Rache und macht sich auf die Suche nach einem würdigen Nachfolger, den er in Gestalt des Gauners Alejandro Murieta (Antonio Banderas) auch schnell findet...

"Die Maske des Zorro" ist ein sehr gelungener "Mantel und Degen"-Film, der vor allem mit sympathischen Charaktern/Schauspielern, guten Fechtszenen, tollen Kostümen und allgemein einer angenehmen, oft augenzwinkernden Stimmung punktet. Der Film von Regisseur Martin Campbell fängt den sonnendurchfluteten Staat Kalifornien zur Zeit der spanischen Kolonialherrschaft im 19 Jahrhundert in einem rauhen und aufbrausenden Szenario ein. Heruntergekommene Outlaws, schöne Damen, tapfere Helden und die geldgierigen Bösewichte sind alle an einen Ort gekommen, der nach mehr Gerechtigkeit schreit. Das Volk spührt Unterdrückung, Armut und Sklaverei.

Doch ein maskierter Rächer, einer der sich das Gleichgewicht wieder herstellen will, kämpft für diese armen Menschen: Zorro (anfänglich Anthony Hopkins, später Antonio Banderas). Er übertölpelt seine unwissenden Gegner aus dem Schatten und kann mit dem Degen wie kein anderer umgehen. Und gerade auch die Fechtkämpfe sind es, die für einen Hollywoodblockbuster doch sehr ordentlich und gewissenhaft choreographiert worden. Während diesen Auseinandersetzungen tobt im Hintergrund eine feurige, tangoartige Musiksalve, als wenn Zorro, der Taktgeber, mit seinen Gegnern tanzen würde. Am meisten sticht in diesem gelungenen, nie langatmigen Abenteuerfilm, Anthony Hopkins hervor. Mit all seiner Routine, aber auch inbrünstiger Passion seine Tochter wiederzuerlangen, die er so schmerzlich verlor, trägt er als alternder Zorro maßgeblich zum Gewinn von "Die Maske des Zorro" bei. Antonio Banderas spielt seinen Schüler. Er verkörpert eigentlich zunächst das Gegenteil von dem alten Zorro: betrunken, ungepflegt, rachelüsternd. Doch mit nimmermüder Hilfe von Don Diego (Hopkins) gelingt es, das aus Alejandro (Banderas) der Mann wird, der Diego aufgrund seines Alters, nicht mehr sein kann. Der Schüler wird hier vom Meister zum Meister gemacht, welches alsbald in einem furiosen Finale gipfelt. "Die Maske des Zorro" ist für beträchtliche 136 Minuten rasant, hat witzige Oneliner, eine tolle Prise Leichtigkeit und viel Action, die den Film zu einem meiner All-Time-Favorites machen.

8/10