Sonntag, 20. März 2016

殺破狼2 - Saat Po Long 2 - SPL2: A Time for Consequences - Lethal Warrior (2015)

http://www.imdb.com/title/tt3197766/

Undercover-Cop Kit (Wu Jing) schleust sich bei einem Verbrechersyndikat ein, um den gefährlichen Gangster Hung (Louis Koo) endlich dingfest machen zu können. Als etwas schief läuft und sein Cover auffliegt, befiehlt sein Vorgesetzter Chan Kwok-Wah (Simon Yam) allerdings den sofortigen Abbruch der Operation. Für Kit ist es jedoch bereits zu spät: Hungs Männer verschleppen ihn nach Thailand und verfrachten ihn in einem Gefängnis. Dort trifft er auf Chai (Tony Jaa), einen thailändischen Polizisten, der einen Job als Gefängniswärter angenommen hat, um Geld für die Behandlung seiner leukämiekranken Tochter zu sammeln. Als sich herausstellt, dass Kit ein passender Spender für eine Knochenmarkspende ist, setzt Chai alles daran, den Häftling am Leben zu halten. Da sowohl Gefängnisdirektor Ko (Zhang Jin) als auch Verbrecherboss Mr Hung Kit tot sehen wollen, erweist sich das jedoch nicht gerade als leichte Aufgabe...

"SPL2: A Time for Consequences" ist die Fortsetzung von "Saat Po Long" ("Killzone"), der das bis dato am Boden liegende kantonesische Actionkino 2005 wieder auf die internationale Landkarte beförderte. Das Sequel muss allerdings auf Donnie Yen und Sammo Hung verzichten. Wu Jing und Simon Yam sind hingegen wieder mit an Bord. Da sie hier aber in anderen Rollen zu sehen sind, sollte man sich schnell vom Fortsetzungsgedanken lösen. Gemeinsamkeiten gibt es höchstens in Form der düsteren Grundstimmung.

Unter dem reißerischen Titel "Lethal Warrior" in Deutschland erschienen bietet der Film aber alles in allem gewohnt gute und vor allem stark choreographierte Action aus Fernost. Der auf dem Cover stark angepriesene Tony Jaa spielt zwar nicht die Hauptrolle, darf aber in allen wichtigen Showdowns mitkämpfen und so zusammen mit dem präsenteren Jing Wu für einige coole Szenen sorgen. Die Nebendarsteller sind zumeist auf Autopilot eingestellt. Simon Yam spielt solch eine Rolle mittlerweile im Schlaf und sein Gegenspieler Louis Koo wirkt dank lächerlichen Outfits bzw. Frisur mehr albern als bedrohlich. Zwischen den beiden Hauptdarstellern mangelt es abseits der Kämpfe zudem deutlich an Chemie.

Technisch ist der Streifen aber einwandfrei, nur inhaltlich sieht es für "Lethal Warrior" dann wieder weniger gut aus. Die Story ist mau, hat einige Längen und unnötige Schnörkel, baut auf sehr seltsame Zufälle und ist besonders bei seinen emotionalen Momenten irgendwie steif und obendrein peinlich. "Lethal Warrior" kommt also bisweilen ein wenig überfrachtet und unfokussiert daher, wenn sich die einzelnen Handlungsstränge und Figurenschicksale mal mehr, mal weniger gekonnt überschneiden, kreuzen oder zusammenfügen. Deshalb ist es auch keine Non-Stop-Unterhaltungsfeuerwerk. Kernkompentenz bleiben glücklicherweise die stylischen Fights, weshalb der geneigte Actionfan trotz starker inhalticher Schwächen dennoch einen Blick riskieren kann.

7/10

Von SPLENDID auch im limitierten Steelbook erhältlich: