Montag, 3. März 2014

Insidious: Chapter 2 (2013)

http://www.imdb.com/title/tt2226417/

Nachdem die Familie Lambert den Spuk in ihrem alten Haus besiegen konnten, ziehen sie aus und suchen Zuflucht bei der Großmutter Lorraine (Barbara Hershey). Doch der Umzug allein reicht nicht aus, denn schnell bemerkt Renai (Rose Byrne) auch hier unnatürliche Dinge. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei ihren Kindern, doch die Dämonen haben es dieses Mal nicht auf ihren Sohn Dalton (Ty Simpkins), sondern auf ihren Mann Josh (Patrick Wilson) abgesehen. Er hat bei dem Betreten der Parallelwelt etwas mitgenommen, dass der Familie das Leben zur Hölle auf Erden macht.

Wo Kapitel eins endet, dort beginnt auch das zweite. Auffällig ist allerdings, dass sich der Stil etwas verändert hat. Was gleich geblieben ist, sind die guten, alten Elemente des Horrors, die auch in Teil eins schon ihre Daseinsberechtigung fanden. Im Nachhinein betrachtet, glaube ich, waren die Ecken im ersten Teil sogar noch ein bisschen dunkler, das Schwarz ein bisschen schwärzer und im Gegensatz zum "Chapter 2" bin ich sogar ein paar Mal hochgeschreckt. Hier konnte ich mich darauf verlassen, dass an den Stellen, wo man den "Buh!"-Effekt aus irgendeiner Ecke erwartet auch bekommt. Von daher fand ich den Teil etwas lahm. Ich meine, wenn ich mich hinterher noch ohne Licht über meinen Flur traue, dann sagt das doch etwas aus, oder?

Die Story hier wirkte zudem etwas bemüht und war wieder ein wenig zu brav für einen Geistergrusel. Zudem versteift sich Regisseur James Wan sehr stark darauf, aus der vorbelasteten Geschichte der Familie alles nur mögliche herausholen zu wollen. Dabei hätte ich mir nur ein paar quietschende Treppen, ein bisschen Keuchen aus dem Wandschrank und ein paar unter dem Bett hervorgreifende Hände mehr gewünscht. Wobei meine Abneigung gegen düstere Wandschränke eigentlich schon gut genährt wurde.

Diese Skurrilität allerdings, die im ersten Teil zwar etwas schrullig daher kam, aber sehr launig war, ist komplett auf der Strecke geblieben. Wo ein tanzender Gnom vor einem Plattenspieler mal noch für einen Schmunzler gesorgt hatte, hat "Chapter 2" diese Vorgehensweise leider im Keim erstickt. Dafür wurde zu übereifrig an der atmosphärischen Wirkung gebastelt. Ein schlechter Tausch. Trotzdem hat dieser Streifen hier zumindest nicht ganz sein Ziel nicht verfehlt und steht damit immer noch in meiner Gunst. Für den bereits anvisierten dritten Teil kann ich nur die Empfehlung geben: mehr Grusel, mehr Mystery - aber nicht übertreiben!

6,5/10

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