Donnerstag, 27. März 2014

Epic - Verborgenes Königreich 3D (2013)

http://www.imdb.com/title/tt0848537/

Als M.K. (gesprochen von Amanda Seyfried) für einige Tage bei ihrem Vater Bomba (Jason Sudeikis) unterkommt, ist sie zuerst wenig begeistert. Ihr Vater redet so leidenschaftlich von Naturstudien und Biologie-Experiementen, lebt sehr zurückgezogen und glaubt an eine geheimnisvolle Welt im Herzen des Waldes. Was M. K. als kleines Kind begeistert hat, hält die nun für abstruse Hirngespinste. Zumindest, bis sie durch einen Unfall geschrumpft und direkt in das magische Reich gebracht wird. Dort trifft sie auf sprechende Schnecken und Kröten, sowie auf den charmanten Nod (gesprochen von Josh Hutcherson). Nachdem sie akzeptiert hat, dass es sich keinesfalls um einen merkwürdigen Traum handelt, lässt sich M.K. auf die fremde Welt ein und entdeckt deren grenzenlose Wunder. Doch der idyllische Frieden ist bedroht, als der hinterlistige Schurke Mandrake (Christoph Waltz) das Reich zerstören will. Ein Kampf zwischen den Kriegern des Waldes und den Schädlingen beginnt und M.K. muss sich entscheiden, ob sie Beistand leisten, oder den Heimweg finden will.

"Epic" ist ein kindgerechter Abenteuerfilm mit einigen Anleihen an festhstehenden Fantasyelementen und man macht keine großen Anstalten, von den altgedienten Storywegen abzudriften. Das Artdesign kann größtenteils sehr überzeugen. Die Leafman sind gut in Szene gesetzt und auch ihre Gegenspieler haben ein gut anzuschauendes Design bekommen und können ihre Bösartigkeit gut rüberbringen. Zur technischen Seite kann ich dann auch nur gutes sagen, die Bilder sind wirklich groß, sehr detailliert und mit fantastischen Farben gestaltet.

Leider kann mich die 08/15-Story nicht ganz so sehr überzeugen und es machen sich doch schon einige Schwächen im Drehbuch bemerkbar. Zu Anfang wird uns ein ganzer Haufen von Haupt- und Nebencharakteren vorgestellt, von denen dann ausgerechnet die interessantesten schnell beiseite gelegt werden. So kann das kleine Blumenmädchen direkt von der ersten Sekunde an die Sympathien des Zuschauers gewinnen, taucht dann allerdings bis zum Schluss nicht mehr auf. Hier spielt sie zwar keine unwichtige Rolle, aber diese Szene hätte meiner Meinung nach viel mehr Emotion bekommen, wenn sie die Heldentruppe den ganzen Film über begleitet hätte. Dafür hätte man ja dann die beiden Schnecken und gleichzeitig schrecklichen Comic Reliefs komplett herausschreiben können, da einem diese schon nach wenigen Minuten auf den Wecker fallen. Auch andere Subplots und Charaktere werden hier und da mal angerissen, nur um gleich wieder auf den nächsten Komposthaufen geworfen zu werden.

Aber ich mache den Film schlechter als er tatsächlich ist. "Epic" kann nämlich durchaus unterhalten, sofern man auf die vorhandenen Schwächen im Skript pfeifen kann. Die angestrebte Zielgruppe wird mit diesem Film garantiert ihren Spaß haben und dies ist für mich Grund genug, eine Empfehlung auszusprechen.

7/10

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