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Sonntag, 9. Februar 2020

Ad Astra - Ad Astra: Zu den Sternen (2019)

https://www.imdb.com/title/tt2935510/

Astronaut und Raumfahrt-Ingenieur Major Roy McBride (Brad Pitt) ist ein Einzelgänger, bei der Arbeit immer hochkonzentriert und gelassen, doch im Privaten kaum zu einer echten Bindung fertig. Vor 30 Jahren brach sein Vater Clifford McBride (Tommy Lee Jones) zu einer Mission ins All auf, um nach außerirdischem Leben zu forschen – doch nach einigen Jahren brach der Kontakt ab, niemand kann mit Gewissheit sagen, was aus Clifford und seiner Crew wurde, die zuletzt Neptun umkreisten. Als die Erde von gefährlichen elektromagnetischen Stürmen aus dem All heimgesucht wird, wendet sich die zuständige Weltraum-Behörde an Roy und eröffnet ihm, dass ein Zusammenhang zwischen diesen Stürmen und der eigentlich verloren geglaubten Forschungsstation seines Vaters vermutet wird. Roy soll eine Botschaft ins All senden, in der Hoffnung, dass sein Vater auf diese reagiert, sollte er noch leben. Dafür muss Roy aber erst einmal selbst in den Weltraum aufbrechen, denn die Nachricht kann nicht von der Erde aus gesendet werden…

James Grays neuer Film ist ein meditativer Science-Fiction-Film über Väter und Söhne, die voneinander Abschied nehmen müssen. "Ad Astra" handelt um den Aufbruch zu den Sternen, um den abtrünnigen Vater (Tommy Lee Jones) und seinen Sohn (Brad Pitt), der auf eben die Mission geschickt wird, um diesen zu suchen, miteinander zu vereinen.

Und gerade wegen dieser Langsamkeit und der Ruhe, die der Film innehat, ist "Ad Astra" schon mal einen Blick wert. Keine Hektik, keine überbordernden Explosionen im All, die von lautem Kra-Wumm begleitet werden. Der Film besitzt dazu ein nachdenkliches Voice-Over, das seinem Protagonisten nahe kommen möchte, aber dessen Gefühle eher auserklärt und ausformuliert. Man könnte der Ansicht sein, dass diese Entscheidung ein Studio-Kompromiss war, der in letzter Minute entschlossen wurde. Die eindrücklichen Bilder, die auch die Zustände seines Protagonisten veräußern, seine Einsamkeit und Abgeschiedenheit von anderen Menschen deutlich machen, reichten dem Studio nicht aus. Die Geschichte ist zugegebenermaßen eine dünn entworfene Skizze, die mit symbolischen Bildern aufgeladen wird. Und nicht alles an diesem Film ist dabei gelungen. Das beginnt einmal mit dem Voice-Over Brad Pitts, das zu viel sagt, geht über ulkige Drehbuchideen, wie den wild gewordenen Affen im Weltraum, die als Hürde inszeniert werden, bis hin zum Ende, das eher holprig anmutet, weil es so statisch und gleichzeitig so gehetzt erzählt erscheint. Die Begegnung mit dem Vater am Ende wird schließlich auf das Wesentliche verkürzt, der Film beginnt brüchig zu werden und sich aufzulösen.

"Ad Astra" möchte ein Epos sein, ganz im Sinne von "Interstellar" oder "2001". Die Hommage an Stanley Kubrick's Meisterwerk ist vor allem in einer Szene, als Roy dem Computer ein Speichermodul entnimmt, unübersehbar. Der Film ist optisch beeindruckend, ebenso wie der Soundtrack und Brad Pitt liefert als erfahrener Astronaut, den zunächst nichts aus der Ruhe bringt, bis ihn seine Gefühle und die Einsamkeit zusetzen, eine gute Vorstellung ab. Allerdings hätte man den Mut haben sollen, sich stärker auf die interstellare Reise einzulassen, anstatt - wie vor allem in der ersten Hilfe des Films - auf Action zu setzen. War der Absturz zur Erde zu Beginn des Films noch passend inszeniert, so wirkt der Überfall während der Roverfahrt auf der Mondoberfläche genauso aufgesetzt und albern wie die tollwütigen Primaten auf dem verlassenen Raumschiff.

Das wiederum ist aber auch einer dieser reizvollen Widersprüche, die der Film hat, und womit er sich auch als Film eines Autors entpuppt, der versucht seine Vision innerhalb eines Studiosystems umzusetzen. An Brad Pitt kann sich James Gray zum Beispiel gar nicht satt sehen, sein Gesicht wird von Gray nahezu obsessiv gefilmt, immer darauf wartend, dass Geheimnis hinter diesem Gesicht zu bergen. Grays stimmungsvoller Film kann einen in seinen Bann ziehen, trotz gewisser Abstriche und der den Zuschauer ständig begleitenden "Nicht Fisch, nicht Fleisch"-Denke. Aber schlecht ist "Ad Astra" nun auch wieder nicht. 

6,5/10

Von Twentieth Century Fox erschien der Film als 4K Ultra HD-Blu-ray im Steelbook.


Quellen:
Inhaltsangabe: Twentieth Century Fox

Montag, 5. Februar 2024

Star Trek: Strange New Worlds, Season 02 (2023)

https://www.imdb.com/title/tt12327578/

"Star Trek: Strange New Worlds" spielt zu der Zeit, in der Captain Christopher Pike das Ruder der U.S.S. Enterprise führte. Die Serie zeigt Fan-Lieblinge aus der zweiten Staffel von "Star Trek: Discovery": wie zum Beispiel Anson Mount als Captain Christopher Pike, Rebecca Romijn als Nummer Eins und Ethan Peck als Wissenschafts-Offizier Spock. Die Serie folgt Captain Pike und der Besatzung auf ihrem Weg durch unerforschte Welten in der Galaxie. 

https://www.imdb.com/title/tt17079894/
2.1 Der durchbrochene Kreis (The Broken Circle)
Während Pike abwesend ist, um eine Anwältin für die inhaftierte Una zu kontaktieren, wird die Enterprise unter der Aufsicht der langlebigen Ingenieurin Pelia aufgerüstet. Während Spock das Kommando über das Schiff hat, geht ein Notruf von Sicherheitschefin La'an Noonien-Singh vom Bergbauplaneten Cajitar IV ein. Admiral Robert April untersagt ein Eingreifen, um den brüchigen Frieden mit den Klingonen nicht zu gefährden, aber Spock widersetzt sich und kapert die Enterprise. Als sie La'an finden, erklärt sie, dass eine Gruppe ehemaliger Sternenflotten- und klingonischer Soldaten plant, den Krieg erneut aufflammen zu lassen. M'Benga und Chapel werden gefangen genommen und auf ein Schiff gebracht, das aus Sternenflottentechnologie zusammengesetzt wurde. Die Gruppe plant, damit unter falscher Flagge ein klingonisches Schiff zu beschießen, um einen Konflikt zu provozieren. Spock ordnet die Zerstörung des vermeintlichen Sternenflottenschiffs an und rettet so die ankommenden Klingonen, während M'Benga und Chapel die Flucht knapp gelingt. Spock freundet sich bei einem Blutwein-Ritual mit dem klingonischen Captain an und beeindruckt damit Pelia. April tadelt Spock, ist aber insgeheim dankbar, dass ein Krieg mit den Klingonen angesichts der Bedrohung durch die Gorn vermieden wurde. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt18971274/
2.2 Ad Astra Per Aspera (Ad Astra Per Aspera)
Captain Pike reist zu einem Planeten im Vaultera-Nebel, um dort Counselor Neera Ketoul davon zu überzeugen, die Verteidigung von Una Chin-Riley zu übernehmen. Neera und Una verbindet eine lange Freundschaft, die aber vor Jahren zerbrochen schien. Derweil wird Una im Hauptquartier ein Deal angeboten, den sie aber ablehnt. Captain Batel, die die Anklage vertritt, ist außer sich und steht nun unter genauer Beobachtung ihres Chefs Viceadmiral Pasalc, der nun ebenfalls an der Verhandlung teilnimmt. Als dieser auf Spock trifft, kommt es zu einer heftigen Konfrontation zwischen den beiden Vulkaniern. Während vor Gericht das Verfahren seinen Lauf nimmt, versucht La'an zu ergründen, wer der Verräter ist, der ihre Mentorin an die Sternenflotte verraten hat. Sie bittet Ensing Uhura, Unas persönliche Logbücher zu durchsuchen, um Hinweise auf den Maulwurf zu finden. Mit Hinweis auf geltende Vorschriften lehnt sie dieses aber ab. Die Führungsoffiziere bestätigen in ihren Zeugenaussagen Unas tadellosen Leumund, was letztlich aber nicht die Aussichten auf einen Freispruch verbessert. Neera ruft die Angeklagte selbst in den Zeugenstand, die dann sehr emotional von ihrer Kindheit berichtet. Nun mischt sich der Chef der Anklage in den Prozess ein und beschreibt die Aussage als völlig irrelevant. Er beschuldigt nun auch Captain Pike eines Komplotts, da er schon vier Monate zuvor von der genetischen Aufwertung Unas wusste. Counselor Ketoul lässt nun Captain Batel die Sternenflottenvorschrift 8542 zitieren, die das Asylrecht regelt. Am Ende wird von der Kammer beschlossen, dass diese in Commander Una Chin-Rileys Fall anzuwenden ist und Captain Pike korrekt gehandelt hat. Alle Anklagepunkte werden fallengelassen. - 8,5/10

https://www.imdb.com/title/tt18969462/
2.3 Morgen und morgen und morgen (Tomorrow And Tomorrow And Tomorrow)
Ein verwundeter Zeitagent trifft La'an Noonien-Singh, gibt ihr ein Gerät und warnt sie, ein Anschlag dürfe nicht passieren. Als er stirbt, verändert sich die Zeitlinie. James Kirk ist Captain der Enterprise, es gibt keine Föderation und La'an Noonien-Singh scheint nie geboren zu sein. Mithilfe des Geräts des Zeitreisenden gelangt La'an in das 21. Jahrhundert, wobei sie durch ein Missgeschick auch Kirk mitnimmt. Sie erkennen immer mehr Unterschiede zwischen ihren Zeitlinien, auch wenn James lange zögert, seine Zeitlinie aufzugeben. James und La'an kommen sich näher. Es wird klar, dass eine Romulanerin in die Vergangenheit geschickt wurde, um Khan Noonien-Singh zu töten. Beim Versuch, Khans Leben zu retten, stirbt Kirk. La'an trifft auf ihren Urahn, der noch ein Kind ist und verschont ihn. Zurück in ihrer Zeitlinie wird sie wieder von einer Zeitagentin aufgesucht, die ihr für die erfolgreiche Mission dankt. La'an nimmt privaten Kontakt mit dem James Kirk ihrer Zeitlinie auf. - 8,5/10

https://www.imdb.com/title/tt22805714/
2.4 Unter den Lotusessern (Among The Lotus Eaters)
Pike verärgert Batel, indem er andeutet, dass ihre Beziehung Batels Karriere geschadet hat. Die Enterprise wird zum Planeten Rigel VII geschickt, der von einem Asteroidenfeld umgeben ist, das eine Strahlung aussendet, wodurch man vergisst, wer man ist. Auf einer Außenmission entdecken Pike, La'an und M'Benga, dass Zac Nguyen - ein Besatzungsmitglied einer früheren, fehlgeschlagenen Mission, das für tot gehalten wurde - zum Alleinherrscher auf dem Planeten geworden ist. Er unterhält ein Zweiklassensystem, bei dem die Arbeiter jede Nacht ihre Erinnerungen verlieren, aber er selbst und seine Wachen nicht. Die Mitglieder des Außenteams vergessen ebenfalls ihre Identität und werden zu Arbeitern. Als Pike von einer Legende hört, der zufolge ihre Erinnerungen in der Burg des Herrschers aufbewahrt werden, erkämpft er sich einen Weg hinein, besiegt Nguyen und stellt fest, dass die Burg die Strahlung abschirmt, so dass sein Gedächtnis allmählich zurückkehrt. Währenddessen hat auch die Besatzung der Enterprise ihre Erinnerungen verloren, aber Erica Ortegas kann sich mit Hilfe des Schiffscomputers darauf besinnen, dass sie die Pilotin ist, und es gelingt ihr, das Schiff aus dem Asteroidenfeld herauszusteuern. Nun kehren auch die Erinnerungen der Besatzung zurück. Pike lässt den größten der Asteroiden aus der Umlaufbahn schleudern, so dass auch die Bewohner des Planeten nicht mehr von der Strahlung beeinträchtigt werden. Er entschuldigt sich bei Batel, und sie setzen ihre Beziehung fort. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt22805720/
2.5 Scharaden (Charades)
Chapel und Spock werden beinahe getötet, als sie auf ein Portal einer höherdimensionalen Spezies - den Kerkohvianern - treffen. Diese heilen die beiden, entfernen dabei aber versehentlich Spocks vulkanische Hälfte, so dass er zu einem vollständigen Menschen wird. Ausgerechnet in dieser Situation muss sich Spock auf ein vulkanisches Ritual mit seiner Verlobten T'Pring und ihren Eltern T'Pril und Sevek vorbereiten, das beweisen soll, dass er vulkanisch genug ist, um T'Pring zu heiraten. Spocks menschliche Mutter Amanda Grayson kommt an Bord der Enterprise, um ihm zu helfen. Aus Sorge verheimlicht er seinen Zustand vor T'Pring und hofft auf die Hilfe der Crew, die das Ritual verzögern soll, bis ein Heilmittel gefunden ist. Inzwischen kann Chapel die Kerkohvianer davon überzeugen, Spock in seinen Normalzustand zurückzuversetzen, indem sie ihnen ihre Gefühle für ihn gesteht. Die Hilfe kommt rechtzeitig zum letzten Teil des Rituals, nachdem Spock die ersten Teile erfolgreich als Mensch absolvieren konnte. Wieder im Besitz seiner vulkanischen Eigenschaften, enthüllt Spock die Wahrheit und entlarvt damit T'Prils Bigotterie. T'Pring ist ungehalten darüber, dass Spock seinen Zustand vor ihr verheimlicht hatte, und will ihre Beziehung pausieren. Später gesteht Spock Chapel seine Gefühle für sie, und sie küssen sich. - 8,5/10

https://www.imdb.com/title/tt22805736/
2.6 Wo Worte fehlen (Lost In Translation)
Die Enterprise trifft sich mit der USS Farragut, um eine Deuterium-Raffinerie zu reparieren. Uhura wird plötzlich von Halluzinationen heimgesucht, die sich in seltsamen Geräuschen und gruseligen Bildern äußern, wie etwa dem Tod ihrer Eltern und des ehemaligen Chefingenieurs Hemmer. Pelia findet heraus, dass die Raffinerie sabotiert wurde. Der für die Sabotage verantwortliche Offizier Saul Ramon wird zur Krankenstation gebracht, da er ähnliche Symptome zeigt wie Uhura, aber bereits in einem fortgeschrittenen Stadium, so dass er Realität und Halluzination nicht mehr auseinanderhalten kann. Ramon kann flüchten und versucht, die Enterprise zu sabotieren. Bei der dadurch verursachten Explosion kommt er zu Tode, während Uhura durch die Hilfe von James Kirk knapp entkommen kann, der von der Farragut herübergekommen war. Uhura bespricht ihre Halluzinationen mit Kirk, und er hilft ihr, zu erkennen, dass sie ihre Trauer über den Tod ihrer Eltern und Hemmer verarbeiten muss, anstatt sie zu ignorieren. Mit Unterstützung von Kirk und seinem Bruder Sam, der Xenoanthropologe auf der Enterprise ist, findet Uhura heraus, dass ihre Halluzinationen Botschaften von außerirdischen Lebensformen sind, die in den Deuteriumwolken leben und die durch die Raffinerie getötet werden. Sie berichtet Pike von ihrer Erkenntnis, und er befiehlt, die Raffinerie zu zerstören. Später begegnen sich James Kirk und Spock zum ersten Mal, als Uhura sie einander vorstellt. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt22805748/
2.7 Tierisch olle Sternenreisende (Those Old Scientists)
(Dies ist eine Crossover-Folge mit Star Trek: Lower Decks.)
Im 24. Jahrhundert nimmt Ensign Brad Boimler von der USS Cerritos an einem Außeneinsatz teil, der ein uraltes Portal untersucht. Das Portal, das mit der seltenen Substanz Horonium betrieben wird, aktiviert sich plötzlich und schickt ihn 120 Jahre in die Vergangenheit, wo er an Bord der Enterprise gebracht wird. Boimler fällt es schwer, angesichts seiner Helden, die er vorher nur aus Geschichtsbüchern kannte, seine Aufregung im Zaum zu halten und die Zeitlinie nicht durch Informationen aus der Zukunft zu verändern. Das Portal wird von einem orionischen Schiff gestohlen, und Pike kann es im Austausch mit Getreidevorräten zurückbekommen. Mit der letzten verbliebenen Portion Horonium versuchen sie, Boimler in seine Zeit zurückzuschicken, aber stattdessen kommt nun auch Ensign Beckett Mariner durch das Portal, in dem Versuch, Boimler zu retten. Spock und Boimler versuchen, Horonium synthetisch herzustellen, aber ohne Erfolg. Boimler fällt ein, dass Horonium von der vorhergehenden Enterprise in Pikes Enterprise eingebaut worden war. Damit können Boimler und Mariner schließlich in ihre Zeit zurückgeschickt werden, nachdem den Orionern zugestanden wurde, dass sie die Entdeckung des Portals für sich beanspruchen dürfen. - 9/10

https://www.imdb.com/title/tt22805752/
2.8 Der Schlächter von J'Gal (Under The Cloak Of War)
Auf der Enterprise ist Botschafter Dak'Rah zu Gast - ein Klingonen-General, der zur Föderation übergelaufen ist und dem nachgesagt wird, dass er seine eigenen Offiziere tötete, als er erfuhr, dass sie während der Kämpfe auf dem Mond J'Gal Angriffe auf Zivilisten befohlen hatten. Ortegas, M'Benga und Chapel fühlen sich sehr unwohl in seiner Gegenwart, da sie Veteranen des Krieges zwischen der Föderation und den Klingonen sind. M'benga und Chapel arbeiteten in einem Feldlazarett auf J'Gal und waren Zeugen der Brutalität der Klingonen unter Dak'Rahs Kommando. Dak'Rah lädt M'Benga ein, ihm auf seiner Friedensmission zu folgen, um die Symbolkraft zu nutzen, die eine Partnerschaft zweier Männer darstellt, die auf J'Gal auf gegnerischen Seiten gekämpft haben, und um das Trauma zu heilen, das M'Benga dort erlitt. M'Benga weist das Angebot zurück und eröffnet, dass er weiß, dass es in Wahrheit Dak'Rah war, der die Angriffe auf Zivilisten befohlen hatte - und es war M'Benga, der die klingonischen Offiziere getötet hatte. Es entwickelt sich ein Kampf, in dessen Verlauf M'Benga Dak'Rah mit demselben Dolch tötet, mit dem er damals dessen Offiziere getötet hatte. Von Pike zur Rede gestellt, sagt M'Benga, dass es nicht seine Absicht gewesen war, Dak'Rah zu töten, aber dass er es auch nicht bereut. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt22805762/
2.9 Subraum-Rhapsodie (Subspace Rhapsody)
James Kirk, der auf der Farragut kürzlich befördert wurde, besucht die Enterprise zum Erfahrungsaustausch. Während Kommunikationsexperimenten sendet Uhura den Song Anything Goes aus dem gleichnamigen Musical in eine mysteriöse Subraum-Falte. Dadurch entsteht ein „Unwahrscheinlichkeitsfeld“, das die Besatzungsmitglieder der Enterprise dazu bringt, über ihre Gefühle zu singen wie Figuren in einem Musical. Pike hat vor der Brückencrew einen privaten Streit in Gesangsform mit Batel. Chapel gelingt es, ein prestigeträchtiges Forschungsstipendium zu erhalten, und enthüllt gesanglich, dass ihr dies wichtiger ist als ihre Beziehung mit Spock, was wiederum Spock dazu bringt, ein schmerzvolles Solo zum Besten zu geben. La'an gesteht Kirk freiwillig ihre Gefühle für ihn, bevor das Musical sie dazu zwingen würde, aber er erklärt ihr, dass er bereits in einer Beziehung mit Carol Marcus ist, die ein Kind erwartet. Ein ebenfalls betroffenes Klingonenschiff macht sich auf, um die Subraum-Falte in die Luft zu jagen, aber Simulationen zeigen, dass dadurch sämtliche Raumschiffe in der Umgebung zerstört würden. Uhura findet heraus, dass jeder Song ein bestimmtes Energieniveau trägt, und dass ein großes Finale soviel Energie aufbauen würde, dass sich das Unwahrscheinlichkeitsfeld auflöst, bevor die Klingonen eintreffen. Sie ermutigt daher die ganze Besatzung der Enterprise, in ein großes Finale einzustimmen, indem sie daran erinnert, wie großartig es ist, gemeinsam zu arbeiten und mit der Enterprise den Weltraum zu erforschen. Das Vorhaben gelingt. - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt22805766/
2.10 Hegemonie (Hegemony)
Batels Schiff, die USS Cayuga, gerät bei der Versorgung der menschlichen Kolonie Parnassus Beta in einen Hinterhalt der Gorn. Chapel ist an Bord der Cayuga und überlebt den Angriff. Als die Enterprise eintrifft, findet sie das Wrack der Cayuga und ein Gerät der Gorn, das die Kommunikation und die Transporter stört. April befiehlt ihnen, nicht in den von den Gorn beanspruchten Raum einzudringen, aber Pike führt Ortegas, La'an, M'Benga und Sam Kirk heimlich auf die Oberfläche. Sie finden Batel und andere Überlebende, darunter den Sternenflotteningenieur Montgomery Scott, der eine Tarnvorrichtung gebaut hat, um sich vor den Gorn zu verstecken. Pike erfährt, dass Batel mit Gorn-Eiern infiziert worden ist. Nach einer von Uhura und Pelia vorgeschlagenen Strategie bringt Spock Raketen am Wrack der Cayuga an, um es in den Störsender zu rammen. Er tötet einen angreifenden Gorn mit Hilfe von Chapel. Der Störsender wird zerstört, so dass die Enterprise Pike, Scott und Batel hochbeamen kann, die direkt zur Krankenstation gebracht wird. Die Gorn nehmen La'an, M'Benga, Ortegas, Sam und die anderen Überlebenden gefangen. Pike muss sich entscheiden, ob er den Befehlen folgen und sich zurückziehen oder bleiben soll, um seine gefangene Mannschaft zu retten. - 9/10

Quellen
Inhaltsangabe: Paramount Pictures
Poster/Artwork: Paramount Pictures

Donnerstag, 11. Februar 2021

The Lost City Of Z - Die versunkene Stadt Z (2016)

https://www.imdb.com/title/tt1212428/

Percy Fawcett (Charlie Hunnam) ist Offizier der britischen Armee, wo er jedoch aufgrund seiner Herkunft keine Chancen auf eine große Karriere hat. Da kommt ihm ein Auftrag der Royal Geographic Society gerade recht, in deren Namen er in Südamerika Karten des in den 1920er-Jahren noch unbekannten Gebietes erstellen soll. Bei seiner langwierigen und strapaziösen Expedition in den lebensfeindlichen Dschungel am Amazonas stößt er durch Zufall auf Spuren einer Zivilisation, von der noch niemand berichtet hat, und ist bald überzeugt von der Existenz einer verschollenen Stadt, die er "Z" tauft. Doch als er nach Hause zurückkehrt, glaubt ihm niemand und sein Fund wird als Hirngespinst abgetan. Gezwungen, Beweise für seine Behauptungen zu finden, bricht Fawcett immer wieder in den Dschungel Brasiliens auf, zuletzt begleitet von seinem mittlerweile erwachsenen Sohn Brian (Tom Holland)...

Es ist eine handwerklich durchaus gelungene Verfilmung der ereignisreichen Biographie des britischen Entdeckers und Offiziers Percy Fawcett, übersichtlich und chronologisch angeordnet und mit dem erkennbaren Willen zur Ergründung der verworrenen Forschungsreisen und geographischen Pionierleistungen der Hauptperson, gelungener Auswahl passender Drehorte und musikalischer Untermalung. Doch "The Lost CIty Of Z ist trotzdem insgesamt sehr schwierig zu bewerten, auch wenn nichts an der Hochwertigkeit des Materials Zweifel erregt. Wie auch bei "Ad Astra" verlangt Regisseur James Gray dem Zuschauer ganz schön Sitzfleisch ab, aber immerhin ist das ganze zumindest streckenweise doch faszinierend. Die zugrnunde liegende Thematik ist aktuell leider etwas aus der Mode gekommen, aber die Abenteuerfilm-Seite des Films ist recht packend und liefert einige grandiose Bilder. Leider ist der Film darüber hinaus, fast schon in erster Linie, eine Charakterstudie über Percy Fawcett, einen der letzten Forscher/Explorer Großbritanniens.

Bei der Umsetzung der biographischen Vorlage kann der Film nur bedingt überzeugen, da das gesamte Drehbuch und der hastige Wechsel der Örtlichkeiten im Zusammenschnitt etwas plump und grobschlächtig wirken - ohne einen besonders auffälligen Detaillierungsgrad. Fawcetts Antrieb, seine Opfer und seine Methoden werden außerhalb der Szenen im Dschungel nicht wirklich spannend beleuchtet, auch wenn seine Geschichte auf dem Papier sehr interessant geschrieben steht. Insgesamt ist der Eindruck daher nur mittelmäßig, da es der gesamten dargestellten Geschichte an darstellerischer Intensität mangelt und keinerlei erzählerischer Spannungsbogen aufkommen mag, von manch gelungener Einzelszenerie abgesehen. Auch bei der Ausformung der übrigen Charaktere und der Schilderung Ihrer Motive und Ambitionen wurde viel durchaus vorhandenes Potential nicht ausgeschöpft. Gerade die elementaren Szenen im geheimnisvollen Dschungel, mit der Bipolarität von vitaler Neugier und panischer Todesangst, erreichen nicht die atmosphärische Dichte, die man erwarten würde. Vermutlich liegt das daran, dass Gray die Segnungen einer hier angebrachten geduldigen und ausdauernden Inszenierung nicht beherzigte, u. a. auch weil das Drehbuch offenbar auch nicht die notwendige thematische Substanz beisteuern konnte.

Vielleicht hätte eine andere Struktur dem Film gut getan, auch wenn die Idee dahinter sich absolut erschließt. Das Ende allerdings, so schön das zum letztendlichen Ausgang der finalen Story passt, ist etwas antiklimaktisch und könnte enttäuschen. Charlie Hunnam spielt als Fawcett sehr stark, allen voran in einer Podiumsdiskussion relativ am Anfang des Films, Sienna Miller als Fawcetts Frau weiß auch gut zu gefallen, Robert Pattinson spielt gewohnt gut, bleibt aber insgesamt blass und Tom Holland wirkt als Sohn Fawcetts schlicht fehlbesetzt. Unterm Strich ist "The Lost City Of Z" leider nicht der erhoffte große Wurf geworden. Ein Film, der etwas enttäuscht, weil man sich mehr Expedition und weniger Politik gewünscht hätte, aber auch ein Film, dessen 140-minütige Laufzeit in keinem Fall verschwendet erscheinen. Eben eine recht interessante Geschichte, aber langsam und manchmal etwas langatmig erzählt.

6,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe
: Studiocanal

Dienstag, 10. Januar 2023

Strange World (2022)

https://www.imdb.com/title/tt10298840/

Vor 25 Jahren hat Searcher Clade (Stimme im Original: Jake Gyllenhaal) eine Elektrizität liefernde Pflanze entdeckt, die seitdem sein komplett von unüberwindbaren Bergen eingeschlossenes Heimatreich Avalonia in ein strahlendes Utopia verwandelt hat. Doch als die Pflanze zu verrotten droht, muss der Farmer das machen, was er über alles hasst: sich auf ein Abenteuer begeben und tief ins Innere zur Wurzel der Pflanze reisen. Gemeinsam mit seinem sich heimlich der Expedition anschließenden Sohn Ethan (Jaboukie Young-White) und seiner taffen Frau Meridian (Gabrielle Union) entdeckt er dort eine wundersame Welt voller bunter Lebewesen. Und er trifft auf seinen Vater Jaeger (Dennis Quaid), einen legendären Abenteurer, der seit einer Mission vor 25 Jahren verschollen war. Gemeinsam müssen die Clades erst einmal wieder zu einer Familie werden und vor allem die Väter die Differenzen mit ihren jeweiligen Söhnen überbrücken, bevor sie ihre Welt retten können... 

Seit sich Disney von den gezeichneten Trick- zu den computergenerierten Animationsfilmen hinbewegt hat, sind die Filme des Studios ein "Hit or Miss". "Zoomania" und "Ralph reichts" waren zwar sehr beliebt, aber es gibt auch eine ganze Reihe von Misserfolgen aus den frühen 2000er Jahren, die erst Jahre nach ihrer Veröffentlichung populär wurden. "Strange World" ist Disneys neuester, schräger Film, der von Pulp-Magazinen und Retro-Science-Fiction inspiriert ist. Unter der Regie von Don Hall und Qui Nguyen, die bereits bei "Raya und der letzte Drache" zusammengearbeitet haben, ist dieser neue Disney-Film ein absolut großartiges Genre-Fest, das sich in einem klischeehaften Familiendrama verliert. Hier kämpfen zwei Geschichten um die Wette: ein phänomenal cooles Sci-Fi-Epos und eine Familiengeschichte, die von Beginn an spürbar auf "Dieser Traum gehört nicht mir, Dad - er gehört dir" hinausläuft.

Visuell ist der Film absolut atemberaubend. "Strange World" ist (erneut) ein Beweis dafür, warum manche Filme animiert sein sollten - es gibt keine Möglichkeit, dass diese herrlich verrückte Welt mit ihren warmen Farbtönen und den sich ständig bewegenden organischen Formen in einer Realverfilmung auch nur annähernd so gut aussehen würde. Und es ist nicht nur die verrückte Welt unter den Bergen. Avalonia selbst ist eine lustige Solarpunk/Steampunk-Welt, in der die Menschen Kaffeemaschinen und persönliche Luftschiffe haben, aber keine Handys oder Videospiele. Ihre Technik ist bodenständig und nicht übermässig übertrieben, aber immer noch einzigartig genug, um fesselnd zu sein. Das Herzstück des Films ist jedoch die eigentliche fremde Welt, und jedes Stück davon ist ein Genuss. Das Hauptproblem von "Strange World" ist aber, dass der emotionale Faden zwischen der Clade-Familie in eine Abenteuergeschichte hineingezwängt wird. Wenn sich der Film auf die Suche nach der Rettung von Pando und die Erkundung dieser verrückten neuen Welt konzentrieren würde, wäre er ein solider Science-Fiction-Film mit einer Umweltbotschaft in seinem Kern. Der Kampf der Clade-Familie ist ein massiver Stolperstein, der darauf hinausläuft, dass Männer, die eine schlechte Beziehung zu ihren Vätern haben, darum kämpfen, ähnliche Wege zu vermeiden, und dabei genau zu dem werden, was sie vermeiden wollten.

Das wäre vielleicht eine interessante Dynamik, die man in einem anderen Film erforschen könnte, aber "Strange World" hat eine coolere Geschichte mit höheren, dringlicheren Einsätzen und eine begrenzte Laufzeit, um beides auszuspielen. Zugegeben, es gibt einige rührende Szenen zwischen den beiden Vater-Sohn-Paaren. Eine der besten Szenen ist die, in der Ethan seinen Vater und seinen Großvater zu seinem Lieblingskartenspiel überredet, einer Art von "Siedler von Catan" inspiriertem Strategiespiel, das starke Parallelen zu ihrer aktuellen Expedition aufweist. Mit mehr Nuancen und Neuartigkeit könnten diese Beziehungen etwas Neues sein, aber die "Traurig, weil Papa gegangen ist, um zu erforschen"-Trope ist bereits in Science-Fiction-Filmen wie "Interstellar", "Ad Astra" und "Armageddon" überstrapaziert worden. Und in "Strange World" löst sich die Handlung auf die offensichtlichste Weise auf.

Der Erkundungsbogen ist weniger vorhersehbar, und er hat eine der schrägsten Wendungen in einem Disney-Film - ja, sogar eine der coolsten Wendungen in der Science-Fiction. Wenn sich das emotionale Herz des Films auf diese Gruppe von zusammengewürfelten Entdeckern konzentriert, die verzweifelt versuchen, die Welt, die sie kennen, zu retten, ist es ein großartiges und aufregendes Abenteuer, mit wunderschönen Landschaften und fantastischen Kreaturen an jeder Ecke. Wenn sich der Film auf seinen größeren Rahmen konzentriert, glänzt er, aber wenn er sich auf die überzogenen Beziehungen zurückzieht, verliert er das, was ihn zum Strahlen bringt. Die Vater-Sohn-Dynamik scheint den Film in einer gewissen Realität zu verankern, aber alles, was sie tun, ist "Strange World" nach unten zu ziehen, wo er hätte aufsteigen können. 

6,5/10

Quellen
Inhaltsangabe: Disney