Montag, 22. Februar 2021

Runner Runner (2013)

https://www.imdb.com/title/tt2364841/

Der Princeton-Student Richie Furst (Justin Timberlake) ist in seinem Hauptfach Mathematik zwar gut, aber nicht gut genug, um ein Stipendium zu erhalten. Da er keine finanziellen Rücklagen hat, muss Richie einen anderen Weg finden, die geforderten 60.000 Dollar Schulgeld binnen einer Woche aufzutreiben. Er investiert sein weniges Erspartes in Online-Poker und hat zunächst Glück: Fast jedes Spiel kann er für sich entscheiden und sein Kontostand bessert sich zusehens. Doch beim entscheidenden Spiel verliert er alles, wenngleich er sicher war, gewinnen zu müssen. Da ihm nun das Wasser bis zum Hals steht, setzt Richie alles auf eine Karte und will den Betreiber der Seite ausfindig machen und zur Rede stellen. Dieser heißt Ivan Block (Ben Affleck) und lebt ein luxuriöses Leben in Costa Rica. Statt Richie abzuwimmeln, gratuliert Ivan ihm, diese "Hintertür" in seinem Spiel-Code entdeckt zu haben und bietet dem jungen Studenten einen Job mit saftiger Bezahlung an. Vom Charisma und dem Lebensstil des Geschäftsmannes beeindruckt, lässt Richie sich darauf ein, muss jedoch schnell feststellen, dass Blocks Geschäfte von der CIA überwacht werden...

Das Geschäft mit dem Glücksspielt hat schon viele Regisseure zu interessanten Film en inspiriert, "Runner Runner" begnügt sich leider mit einem Standardplot und kommt zu keiner Zeit auch nur in die Nähe von Filmen wie "Casino" oder "Ocean's Eleven". Qualitativ ist das Drehbuch ledglich auf TV-Krimi-Niveau, lediglich der namhafte Cast, die schöne Location und die saubere Inszenierung retten das Projekt ein Stück weit, doch für einen Thriller ist definitv zu wenig los. Gegen Ende baut sich immerhin etwas Spannung auf, echte Überraschungen bleiben aber auch da aus. Vom Cast wird wenig verlangt, was einigen Leuten durchaus zugute kommt. Affleck passt mit seinem stoischen, kalten Spiel ganz gut in die Rolle des zwielichtigen Online-Casion-Moguls Ivan Block, dasselbe gilt für Timberlake als leidlich sympathischer Student, der primär seinen verpassten Chancen nachtrauert und seine Cleverness meist für völlig falsche Dinge verschwendet. Gemma Arterton ist leider nur wenig mehr als schmückendes Beiwerk. "Runer Runner" ist kein Film der länger im Gedächtnis bleibt, doch wenigstens auch keine großen Fehler macht.

5,5/10

Quellen
Inhaltsangabe: Twentieth Century Fox 

The SpongeBob SquarePants Movie - Der SpongeBob Schwammkopf Film (2004)

https://www.imdb.com/title/tt0345950/

Mr. Krabs möchte sein Geschäft ausweiten und eröffnet daher eine zweite Filiale, die Krosse Krabbe 2. Sein langjähriger und treuer Mitarbeiter Spongebob steht somit kurz davor, zum Manager befördert zu werden. Zu seiner Enttäuschung geht der Posten aber an seinen Nachbarn und Arbeitskollegen Thaddäus. Bösewicht Plankton sieht die Chance, endlich an die geheime Krabbenburger-Formel zu gelangen und gleichzeitig die Weltherrschaft an sich zu reißen. Dafür stiehlt er die Krone von Neptun, dem Herrscher der Meere, und schiebt den Diebstahl Mr. Krabs in die Krabbenfüße. Neptun schnappt sich Mr. Krabs, während Plankton sich die Formel unter den Nagel reißt. Nun liegt es an Spongebob und seinem unterbelichteten Freund Patrick, die Krone innerhalb von sechs Tagen zu finden, um das Schlimmste zu verhindern...

Selbst wenn man mit der Figur Spongebob Schwammkopf absolut nichts am Hut hat, so kann man sich doch kaum dem Wissen über den kleinen, gelben Schwamm entziehen, der in einer Unterwasserwelt mit seinen Freunden irrwitzige Abenteuer erlebt. 5 Jahre, nachdem die Serie auf Nikeloden ausgestrahlt wurde, kam der ersten abendfüllende Spielfilm auf den Markt und heute zählen bereits mehr als 240 Episoden in über 12 Staffeln zum Repertoire des Schwamms. Wenn man nun die Serie, die sich eher an die jüngsten aller Zuschauer richtet, obwohl weiterhin unklar bleibt, wie diese den anarchischen Humor überhaupt einordnen können, nie gesehen hat, liegt es durchaus im Bereich des Möglichen, dass man so manchen Running- oder Insider-Gag des "SpongeBob Schwammkopf Film" spurlos am Zuschauer vorbeigeht.

Das macht aber überhaupt nichts aus. Selbst ohne weiteres Hintergrundwissen kann der interessierte Zuschauer sofort erkennen, was diesen viereckigen Helden so mögenswert macht, auch wenn viele der Gags in pure Albernheiten oder blöden Slapstick abdriften, die den Zuschauer dann doch auf eine harte Probe stellen. Mit einer Laufzeit von knapp 80 Minuten ist der Film aber nicht zu lang, sodass man schnell getröstet wird. Für diejenigen die bis zum Ende durchhalten gibt es am Ende einen Gag der sich lohnt: SpongeBob und sein Kumpel Patrick treffen auf Bademeister David Hasselhoff, der sich ihnen als Wassertaxi anbietet und auf dessen Rücken sich dann der Showdown abspielt - diesen ungemein sympathischen und selbstironischen Gag hätte man dem Bademeister kaum zugetraut und davon profitiert der ganze Film.

Sicher sind hier die Fans des Schwamms beim "SpongeBob Schwammkopf Film" auf der sicheren Seite, alle anderen dürfen rein aus Interesse mal einen Blick riskieren, denn diese extrem alberne Unterwassercomedy hat für jeden normalen Zuschauer aber auch ein paar nette Gags parat. Sicher, von Spongebob lernt keiner auch nur irgendwas. Aber dafür bietet er eben anarchischen, sinnfreien Spaß ohne Zwänge und Regeln. Ja und auch das brauchen Kinder. Und ab und zu auch Erwachsene.

6,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe
: Paramount Pictures

Sonntag, 21. Februar 2021

るろうに剣心 京都大火編 - Rurôni Kenshin: Kyôto Taika-hen - Rurouni Kenshin: Kyoto Inferno (2014)

https://www.imdb.com/title/tt3029558/

Der bösartige Schwertkämpfer Makoto Shishio (Tatsuya Fujiwara) will Japan in eine Katastrophe stürzen. Er verfolgt den radikalen Plan, die Meiji-Regierung in Kyoto zu stürzen und kann sich auf seinem blutigen Streifzug durch die politische Vertikale auf seine außerordentlichen Fähigkeiten als Meister der Schwertkunst verlassen. Das Land hat nur eine Hoffnung: Kenshin Himura (Takeru Satô). Der hat aber geschworen, nie wieder zum Schwert zu greifen. Als jedoch auch er merkt, dass die Situation in Japan zunehmend außer Kontrolle gerät, zwingen ihn die Aktionen Makoto Shishios dazu, sich gegen seinen Schwur und die Einwände seiner Freundin (Hiroko Yashiki) zu entscheiden und wieder zum Schwert zu greifen. Das Schicksal Japans wird im Kampf zwischen Makoto Shishio und Kenshin Himura entschieden...

Noch immer lebt Kenshin friedlich in Tokio. Der Mann der einst ein gnadenloser Killer war hat abgeschlossen mit seiner dunklen Vergangenheit. Dennoch gerät er auch hier wieder in den Strudel der Gewalt, als er um Hilfe gebeten wird gegen Sishio. Dessen dunkle Absicht ist es Kenshins Killerinstinkt erneut zu wecken, indem er ganz Japan ins Chaos stürzen will. Für Kenshin hingegen stellt sich erneut die Frage, wie er einen Mann aufhalten soll ohne ihn zu töten, der ihm mit dem Schwert aber zumindest ebenbürtig ist.

Ebenso gut und auch so spannend wie sein Vorgänger ist "Rurouni Kenshin: Kyoto Inferno", so das auch in keiner der über 133 Min. langen Produktion Längen aufkommen, zumal neue Charaktere eingeführt werden und diese mit altbekannten Gesichtern konfrontiert. Obwohl vielleicht sogar im Ganzen gesehen die einzelnen Kämpfe weniger sind und auch einige Rückblenden dabei sind, geht es hier, wenn dann mal die Action in den Vordergrund tritt mächtig zur Sache und neben den Schwertkünstlern erfreuen auch einige Ninja das Herz des Zuschauers. Überhaupt ist auch hier, wie schon im ersten Teil, die Choreographie der Kampfszenen mehr als beachtlich und dürfte vielleicht schon nahezu eine Herausforderung an den Kameramann gewesen sein. Takeru Satô spielt seine Rolle wieder ganz beeindruckend, auch wenn er eben nach wie vor doch sehr jung für die Rolle scheint und nach seinen ganzen Erlebnissen und bisherigem Leben eher unwahrscheinlich. Aber was soll’s, das ist dann eben das Kino und Kino soll ja auch Spass machen. Und ansonsten macht Takeru Sato einen wirklich phantastischen und auch sehr glaubwürdigen Job. Warum das so auffällt, hat allerdings einen einfachen Grund: Der Film ist von Beginn an deutlich atmosphärischer als sein Vorgänger. Bereits die erste Szene, in der Shishio eingeführt wird, ist unbequem und grausam – also perfekt für einen Bösewicht. Generell erinnert der aus "Battle Royale" bekannte Tatsuya Fujiwara als Bösewicht mit seinen Absichten und Methoden ein wenig an den Joker. Auch der wollte Chaos säen und Batman zum Töten zwingen.  Aber er ist auf jeden Fall ein deutlich besserer Antagonist als Jine Udo aus dem ersten Teil. Zudem kommt noch mit Aoshi Shinomori (Yûsuke Iseya) eine weitere Figur in den Film, der mit Sicherheit nichts Gutes im Schilde führt. Aoshis Rolle im Verlauf des dritten Films dürfte interessant werden. Auch die bekannten Figuren mischen wieder mit, Kaoru (Emi Takei) darf sogar beim großen Endkampf dabei sein. Nur der Streithahn Sanosuke (Munetaka Aoki) nervt diesmal. Er ist ein typischer Comic Relief, was aber zu dem ernsten Tonfall des zweiten Teils nur bedingt passt. Nun darf man auf den dritten Teil gespannt sein, denn da der zweite Teil mit einem  Cliffhanger endet, will man eigentlich sofort wissen, wie es denn nun mit der ganzen Geschichte um den friedlichen Schwertkämpfer weitergeht.

8/10

Als "Streng Limitierte 3-Disc Sonderedition" erschien 2015 die Trilogie von SPLENDID Film in einem unglaublich schönen Mediabook. Es ist wattiert und fühlt sich daher an wie Samt. Zudem gibt es einen umfangreichen Buchteil und alle 3 Teile der "Rurouni Kenshin"-Trilogie erstmals in HD.


Quellen
Inhaltsangabe: Splendid

Samstag, 20. Februar 2021

The Patriot (1998)

https://www.imdb.com/title/tt0120786/

Der naturverbundene Arzt und Heilpraktiker Dr. Wesley McClaren (Steven Seagal) ist eigentlich ein ganz solider und netter Mensch, der keiner Fliege was zuleide tun kann. Das ändert sich schlagartig, als sich in den Rocky Mountains militante Faschisten niederlassen, die Amerika erobern wollen. Der erste Teil ihres finsteren Plans: die Freisetzung eines tödlichen Virus in einem Bergdorf. McClaren versucht alles, um die Bewohner zu retten. Er ist nämlich ein ehemaliger CIA-Agent, mit dem man sich besser nicht anlegt…

"The Patriot" bietet eine aus heutiger Sicht sogar recht aktuelle Geschichte, die noch dazu im Film sehr komplex und für einen Actioner, als der er angepriesen wird, übertrieben akribisch aufgerollt wird. Leider wird aus der Story recht schnell eine völlig lächerliche B-Movie Geschichte, die ziemlich platt und mies dahergespielt kommt und Steven Seagal leider auch kaum Möglichkeiten für nette Prügeleien oder ähnliches überlässt. Dafür kriegt der Zuschauer viel Vater-Tochter Gelaber zwischen Seagal und der niedlichen Camilla Belle zu sehen, als Randnotiz ganz nett, als elementares Plotdevice jedoch furchtbar. Ebenso bemerkenswert: Seagal bringt weniger Action als sein doppelt so gebrechlicher Sidekick L.Q. Jones, welcher sogar einen ganzen Nazi-Konvoi auseinandernimmt. Einen kleinen Lichtblick gibt es dennoch: Silas Weir Mitchell als böser Fascho-Hillbilly-Wissenschaftler. Naja. Ein paar trashige und damit unterhaltsame Momente hat der Film natürlich, besonders das Finale mit den Blumen oder die meisten Dialoge der Bad Guys, aber letzten Endes ist "The Patriot" viel mehr langweilig und bedauernswert peinlich als unfreiwillig komisch. Schade eigentlich. 

4/10

Quellen
Inhaltsangabe: B-Spree Pictures

Freitag, 19. Februar 2021

Let's Be Cops - Let's Be Cops: Die Party Bullen (2014)

https://www.imdb.com/title/tt1924435/

Ryan (Jake Johnson) und Justin (Damon Wayans Jr.) wollten in Los Angeles gemeinsam durchstarten, Ryan als Schauspieler und Justin als Erfinder von Videospielen, doch das hat bisher eher schlecht als recht geklappt. Um den Kopf frei zu bekommen, gehen die Freunde auf eine Kostümparty. Sie kreuzen dort als Polizisten verkleidet auf – dumm nur, dass die Feier ein Maskenball ist, weshalb die zwei uniformierten Stilbrecher kehrtmachen und stattdessen durch die nächtlichen Straßen schlendern. Zu ihrem Erstaunen müssen Ryan und Justin feststellen, dass ihre Verkleidung mächtig Eindruck schindet. Als die beiden begreifen, dass sie für echte Cops gehalten werden, fassen sie den Entschluss, die Uniformen noch ein Weilchen länger zu tragen und sorgen damit nicht nur bei Passanten, sondern auch bei Verbrechern und echten Gesetzeshütern für Verwirrung...

"Let's Be Cops" ist im Grunde die (zwanghaft) auf lustiger getrimmt Verison von "The Other Guys". Zum Glück aber doch noch ganz witzig, zumal sich der Humor und die Gags erfreulicherweise oberhalb der Gürtellinie bewegen. Wirkliche Brüller sind allerdings nicht dabei. Die Story ist mal was anderes, das Drehbuch schickt seine Figuren dann aber doch in eine zu große Anzahl absurder Szenen, so dass die ohnehin dünne Glaubwürdigkeit irgendwann in Gänze dahin ist. Der Rest ist komplett von der Stange und insgesamt sehen wir eine leicht überdurchschnittliche Komödie ohne bleibenden Eindruck. Am Ende hat man den Anfang schon wieder fast vergessen.

5,5/10

Quellen
Inhaltsangabe:
Twentieth Century Fox

Stealth - Stealth: Unter dem Radar (2005)

https://www.imdb.com/title/tt0382992/

Die Kriegsführung der Zukunft erfolgt mit computergesteuerten Kampfflugzeugen. Eines dieser Exemplare bekommen die Piloten Gannon (Josh Lucas), Kara Wade (Jessica Biel) und Henry Purcell (Jamie Foxx) zur Seite gestellt. Ihr Eliteteam wird nun von dem Supercomputer EDI ergänzt, den ihr Führungsoffizier Cummings (Sam Shepard) als die perfekte Waffe beschreibt. Doch schon bald stellen sich Probleme mit EDI ein, er reagiert nicht wie gewünscht auf Befehle und schert aus der Staffel aus. Die drei menschlichen Piloten sollen die amoklaufende Maschine nun schnellstmöglich und ohne öffentliches Aufsehen zu erregen wieder einfangen und riskieren dabei ihr Leben...  

Von Regisseur Rob Cohen kommt dieser "Top Gun"-Klon und Actionfeuerwerk, wobei die Betonung auf Feuerwerk liegt, denn alles was an diesem Film lediglich auf das Drumherum reduziert wird - Story, Intelligenz, Logik, Stringenz, Charaktere - ist für die Katz, ein notwendiges Übel. Hier wird schon in den ersten Minuten schon mehr in die Luft gesprengt als in der gesamten "The Expendables"-Reihe und wem das als Anspruch genügt, der ist mit diesem völlig hirnlosen Actioner gut beraten. Die Schauspieler wirken jederzeit unterfordert und spielen ihre lediglich dekorativen Rollen quasi im Schlaf. Natürlich gibt es auch ein paar nette Actionszenen zu sehen, doch die gucken sich weg, richtig Spannung kommt hier kaum auf, von Überraschungen kann gleich gar keine Rede sein. Voll auf Action getrimmt darf zur Befriedigung noch verbleibender männlichen Gelüste Jessica Biel (aus welchen Gründen auch immer) ihre Figur im Bikini präsentieren und macht "Stealth" für die Produzenten damit wohl allein zum Kassenschlager. Leider nicht für die Zuschauer, denn dieses 135 Millionen Dollar-Vehikel spielte an den Kinokassen nicht einmal sein Budget ein - wer den Film gesehen hat weiß auch warum.

4,5/10

Quellen
Inhaltsangabe: Sony Pictures

다만 악에서 구하소서 - Daman Akeseo Goohasoseo - Deliver Us From Evil (2020)

https://www.imdb.com/title/tt12763920/

Der Auftragskiller In-Nam (Hwang Jung-min) hatte eigentlich vor, sich nach seiner letzten Zielperson, einem hochrangigen Yakuza, zur Ruhe zu setzen. Doch als von einem Entführungsfall in Thailand erfährt, begibt er sich nach Bangkok, um die kleine Tocher einer Freundin zu retten. Dort allerdings trifft er schon bald auf den sadistischen Killer Ray (Lee Jung-jae) der glaubt, In-Nam steckt hinter dem Tod seines Bruders, und nun auf Rache sinnt...  

Schon beim Lesen der Inhaltsangabe überkommt einen das Gefühl, das alles so schon einmal gelesen zu haben. Sicher, der Plot ist - wieder einmal - nicht neu: Ein Auftragskiller will aussteigen, muss aber dann die Tochter einer Freundin aus einem Kinder-und Organhändlerring befreien, während ihm ein rachsüchtiger Killer und die Polizei im Nacken sitzt. Klingt sehr bekannt. Denn das kennt man aus amerikanischen Pendants wie "Man On Fire" oder "Taken". Doch der südkoreanische Actionthriller wird mit soviel Schmackes und Druck inszeniert, dass für knapp 2 Stunden kaum bis keine Langeweile aufkommen kann. Ein ruppiger Thriller, der einen lebens- und todesmüden Hitman gegen einen Organ- und Kinderhändlerring aufstellt und ihm dabei auch noch den Bruder seines letzten Opfers auf den Hals hetzt. Und dabei holt der Film den Zuschauer von der ersten Minuten an auch noch voll ab.

Die Geschichte wird also durchgehend mit hohen Tempo, guten Schauspielern und ordentlich Spannung vorangetrieben, dazu kommen genügend rüde-brutale Verfolgungs-und Kampfszenen (manchmal mit etwas zu viel eingesetzten Zeitlupenspielereien), die aber eine hohe Brachialität versprühen und bei der brutal und schnell kurzen Prozess gemacht wird. Vor allem Jung-Jae Lee als Ray "The Butcher" scheint sichtlich Spaß an seiner überdrehten Rolle zu haben und bringt zusätzlich radikale Dynamik ins Spiel. Zum Finale schießt "Deliver Us From Evil" zwar ein wenig über das Ziel hinaus, dafür hat der Streifen dann aber auch genau das passende, emotionale Ende gefunden, dass er verdient hat. Denn am Ende werden wir erwartungsgemäß vom Bösen erlöst. Kurzweilige Top-Unterhaltung, genau so und nicht anders.

7,5/10

Von SPLENDID erschien der Film im auf 2.000 Stück limitierten und nummerierten Mediabook, welches zudem noch den Film "Veteran: Above The Law" enthält.  

Quellen
Inhaltsangabe: Splendid