Mittwoch, 22. März 2017
Zulu (1964)
Im Jahre 1879 gilt das Britische Empire als größte und einflussreichste Kolonialmacht auf dem schwarzen Kontinent. Doch in der Region Südafrikas lehnt sich der Stamm der Zulu gegen die Unterdrücker aus Europa auf und rückt mit ihrer 4000 Mann starken Armee mit Pfeil und Bogen bis zur Festung Rorkes Drift vor. Gemessen an der schieren Überzahl ihrer Gegner, ist es nur eine Handvoll von britischen Soldaten, allen voran Lt. Bromhead (Michael Caine), die sich mit allen Mitteln und bis aufs Letzte gehend gegen die Übermacht von 4000 Eingeborenen zur Wehr setzt.
Montag, 20. März 2017
Before I Wake (2016)
Nachdem Jessie und Mark bei einem tragischen Unfall ihren Sohn verloren haben, entscheiden sie sich, den sensiblen 8-jährigen Cody zu adoptieren, den die beiden schnell in ihr Herz schließen. Doch Cody ist ängstlich, besonders vor dem Einschlafen fürchtet er sich, und schon in der ersten Nacht erleben sie Seltsames. Schnell wird klar, dass der Junge eine besondere Gabe besitzt – was er träumt, wird Wirklichkeit: Wunderbare Visionen erwachen durch Cody zum Leb., aber auch die Dämonen seiner dunkelsten Albträume bahnen sich ihren Weg in die Realität und bedrohen die junge Familie ... denn sie haben es nicht gern, wenn man sich ihnen in den Weg stellt.
"Before I Wake" ist im Grunde ein klassischer Grusel-Horror mit etwas mystischem Hintergrund und Familiendrama, der hier aber, sobald sich das Geflecht an Mysterium erst einmal entsponnen hat, gar nicht mehr so mystisch ist, sondern einfach nur traurig (im positiven Sinne). Im Mittelpunkt der Geschichte steht der kleine Cody (gut: Jacob Tremblay), der von Pflegefamilie zu Pflegefamilie weitergereicht wird, weil sich seine aktuellen Pflegeeltern nach gewisser Zeit einfach in Luft aufzulösen scheinen. Und weil die Familie rund um Jessie (ebenfalls gut: Kate Bosworth) und Mark (kaum zu erkennen, aber sehr überzeugend: Thomas Jane) ihren Sohn durch einen tragischen Unfall verloren haben, ist es nur eine Frage des Drehbuchs, bis Cody bei ihnen landet. Was sich sehr nach Schema 'F' anhört, ist es leider auch irgendwo, denn bald beginnen natürlich mysteriöse Ereignisse, die anfangs noch nett und erhellend in Form von Schmetterlingen auftauchen; doch schon bald sieht man dunkle Wesen im Hintergrund und ein etwas knetartiges, weißes Monster mit dunklen Augenhöhlen, den "Kreuzmann". Ab hier bricht normaler amerikanischer Horror Bahn, denn anstatt sich auf den Zuschauer und dessen Phantasie zu verlassen, setzt auch "Before I Wake" eher auf die Holzhammermethode und präsentiert eben dieses sich aus Codys Träumen manifestierende Monster in voller Gestalt. Das hatten wir schon so oft. So oft, dass es schon beinahe langweilt und das Design des Monsters ist vielleicht im ersten Moment gruselig, beim zweiten Moment hat man sich bereits daran gewöhnt.
Auch setzt Regisseur Mike Flanagan, der sich seit nun mehr 17 Jahren mit passablen, aber nie herausstechenden Gruselszenarien über Wasser hält, auf Jumpscares, anstatt auf unterschwelligen Grusel, den die Japaner immer noch besser drauf haben. Gerade bei solchen Filmen. Die Auflösung ist ebenso bekannt, wer stirbt steht von Anfang an fest und ist (leider) keine Überraschung, die Suche nach der Auflösung gestaltet sich als so simpel, dass man nach 5 Minuten sowieso weiß, worauf das alles hinauslaufen wird und auch sonst hat Flanagan kaum etwas Innovatives oder gar Bahnbrechendes abgeliefert. Passabel, aber eben nicht herausstechend, wie schon seine bisherige Filmographie. Lediglich das Ende ist dann noch etwas Herzerwärmend und gleichzeitig gruselig (im Sinne von abartig), die Musik im Abspann will gar nicht so recht passen, aber immerhin: ein Happy-End, wer hätte es geahnt? Mit ein wenig mehr Mut zum Unbekannten hätte "Before I Wake" tatsächlich viel Potential gehabt, so ist und bleibt es ein Gruselfilm von der Stange, knapp über dem Mittelmaß, aber immerhin spannend und über die gesamte Laufzeit unterhaltend. Okay.
6/10
Von CAPELIGHT PICTURES kommt der Film als Erstauflage im limitierten Mediabook mit rauh-genoppter Oberfläche. Äusserst schick.
Sonntag, 19. März 2017
The Bodyguard - Bodyguard (1992)
Der frühere Geheimdienstler Frank Farmer (Kevin Costner) hat sich in der Sicherheitsbranche einen großen Namen gemacht. Als die Starsängerin Rachel Marron (Whitney Houston) den Bodyguard für 3.000 Dollar die Woche engagiert, ist das Misstrauen auf beiden Seiten zunächst groß. Denn Frank hat vor, die unzureichenden Sicherheitsmaßnahmen im Umfeld der Sängerin umzukrempeln. Morddrohungen gegenüber seiner Klientin bestärken ihn in seinem Willen. Rachel hat aber keine Lust, gewohnte Dinge zu ändern. Schließlich lässt sie Frank doch noch freie Hand, weil sich ernsthafte Hinweise häufen, dass die Gefahr nicht nur abstrakt ist. Frank und Rachel kommen sich während ihrer engen Zusammenarbeit immer näher. Das führt zu Konflikten, da Frank die persönliche Beziehung zu einer Kundin nicht mit seiner Berufsehre vereinbaren kann.
"The Bodyguard" kennt jeder als die Liebesgeschichte zwischen einer Sängerin und ihrem - wie sollte es anders sein - Bodyguard. Aber so ganz stimmt das nicht. "The Bodyguard" wird auch oft als Thriller vermarktet und wurde im Vorfeld auch als jener beworben. Aber auch dies will nicht so recht passen. "The Bodyguard" ist irgendetwas dazwischen. Rachel Marron, gespielt von Whitney Houston, reich und berühmt wie eben Whitney Houston und Frank Farmer (Kevin Costner), der Bodyguard. Bei beiden ist es nicht Liebe auf den ersten Blick. Sie will ihren Lebensstil nicht einschränken und er nicht mit einer unkooperativen Klientin arbeiten. Doch es knistert zwischen den beiden, obwohl sie nicht einmal miteinander reden - ausser über seinen Job und eine professionelle Zusammenarbeit. Darüber hinaus freundet sich Farmer mit Rachels Sohn an und lernt ihr Umfeld kennen (und auch die Intrigen und Missgunst um sie herum). Ohne dass sie es weiss, erhält Rachel Drohbriefe, die aber vor ihr verborgen werden durch den gewissenlos ehrgeizigen Manager. Während eines Wohltätigkeits-Konzerts kann Farmer Rachel nicht beschützen. Sie wird von einem Mob zu Boden gerissen. Ab dieser Stelle beginnt "The Bodyguard" zum Thriller zu werden. Aber man bemerkt schon hier: das Grundgerüst ist stark an den Haaren herbei gezogen, die Ausarbeitung der Beziehungen recht schlampig und nur Mittel zum Zweck. "The Bodyguard" bietet immerhin eine Handvoll schöne Liebes-Szenen. Eine davon ist, wenn Farmer und Rachel zu dem Country-Song "I Will Always Love You" in einer Bar tanzen. Und im Endeffekt läuft sowieso alles nur darauf hinaus, das Houston am Ende ihrem Bodyguard in den Armen liegen kann und ihre Version des Liedes zum besten geben kann. Lieblos aneinandergereiht von Drehbuch-Autor Lawrence Kasdan wirken zudem die Szenen, in denen Rachel gejagt wird. Der Film konzentriert sich hier weniger um seine Hauptfiguren, dafür versucht er sich in purer Action. Dabei spielt Whitney Houston gut. Sie kann warmherzig lächeln, vermag aber auch die egoistisch-zickigen Züge ihrer Figur heraus zu arbeiten. Kevin Costner gibt seine Cowboy-hafte Rolle wortkarg, aufbrausend und damit auch recht überzeugend. Bestimmt hätte die Konstellation der gegensätzlichen Liebesgeschichte ausgereicht für einen Film. So wird diese aber nur grob skizziert, genauso wie die beiden Hauptfiguren: ein glamouröser Star in einer lebensbedrohlichen Situation und ein Bodyguard, der bereit ist, gegen Bezahlung, sein Leben zu geben. Naja.
6/10
Friday The 13th Part III - Und wieder ist Freitag der 13. (1982)
Ginny Field (Amy Steel) konnte Jason Voorhees (Richard Brooker) überrumpeln und töten. Crystal Lake scheint also wieder sicher. So wie das Ehepaar Harold (Steve Susskind) und seine Frau Edna (Cheri Maugans), das in der Nähe des Sees lebt. Doch Jason ist noch lange nicht tot und ermordet das Ehepaar auf brutale Weise. Ebenso ahnungslos sind die Jugendlichen Christina Higgins (Dana Kimmell), Andy (Jeffrey Rogers), Vera (Catherine Parks), Debbie (Tracie Savage) und Shelly (Larry Zerner), die am Crystal Lake ein Wochenende verbringen möchten. Mit dabei sind die Hippies Chuck (David Katims) und Chili (Rachel Howard). Dort angekommen treffen sie auf Chris' Freund Rick (Paul Kratka). Es dauert nicht lange, bis Jason der Urlaubstruppe auflauert und einen nach dem anderen auf brutale Art und Weise ins Nirvana schickt.
Diese hätte man sich allerdings eigentlich auch sparen können, denn auf den Cliffhanger am Ende von Teil 2 wird leider überhaupt nicht mehr eingegangen und wir erfahren somit nicht, was nun eigentlich mit Paul geschehen ist. Was wir dagegen bald erfahren ist, dass der für tot erklärte Jason - wie könnte es anders sein - noch am Leben ist. Und weiter sein Unwesen in der Gegend rund um den Crystal Lake treibt. Die ersten beiden die dies am eigenen Leibe zu spüren bekommen sind ein Gemischtwarenhändler und dessen Frau, denen er einen nächtlichen Besuch abstattet. Unterdessen ist eine Gruppe Jugendlicher auf dem Weg zum See, um dort ein entspanntes Wochenende zu verbringen. Dem scheinbar wirren Mann, der ihnen auf dem Weg dorthin begegnet und prophezeit, dass sie alle verdammt seien schenken sie wenig Beachtung. Diese Szene soll offensichtlich eine Anspielung auf den Irren aus den ersten beiden Teilen sein, kommt aber äusserst lieblos und wenig einfallsreich daher. Da quasi einfach ein verstorbener Charakter, durch einen anderen, welcher die exakt selbe Rolle spielt ersetzt wird.
Das sich die Filme, wenn überhaupt, nur durch vereinzelte Gimmicks unterscheiden dürfte nichts Neues sein. Hier ist es der Teil, in dem überwiegend im Gedächtnis bleibt dass Jason seine berühmte Hockeymaske aufzieht. Oder vielleicht noch die seltsam aussehenden 3D Effekte und einige Szenen, die sichtbar darauf getrimmt worden sind, den 3D-Effekt fürs Kino hervor zu heben. Ansonsten bleibt es beim "business as usual": Jason stapft durch den Wald und meuchelt Teens in ihren Ferien - meist ohne wirkliche Charakterzüge, dafür in um so bunterer 80er Jahre Kleidung - mal mehr und mal weniger kreativ.
Weniger kreativ, lieblos und einfallslos sind auch die Adjektive, die auf den Film als Ganzes ziemlich gut zutreffen. Wieder einmal wird hier die fast selbe Geschichte noch einmal erzählt, Steve Miner interessierte sich nach eigener Aussage auch nur für das Projekt um die für ihn neue 3D Technologie auszuprobieren. Ansonsten macht er tatsächlich nur wenig mehr als den von ihm einen Jahr zuvor veröffentlichten zweiten Teil nachzudrehen... und das auch noch in schlecht, da er irgendwie nie an die dichte Atmosphäre seines Vorgängers anschließen kann. Ob es aber an mangelndem Geld oder an die Lustlosigkeit der Beteiligten lag, wer weiß. Während jedenfalls beide Vorgänger immerhin noch halbwegs sympathische Hauptcharaktere hatte, hat der dritte Teil der Reihe kaum etwas, was in ihm in irgendeiner Form Schauwert verleiht, zu bieten. Da kann auch die inzwischen ikonische Hockeymaske nicht mehr viel rausreißen.
5,5/10
Von Eightyfour Entertainment kommt der Film auch im wattierten und limitierten Mediabook als 3-Disc Special Edition. Komplett ungeschnitten und in HD.
Samstag, 18. März 2017
The Specialist (1994)
Ray Quick (Sylvester Stallone), ein ehemaliger Bombenspezialist, ist aus dem CIA-Dienst ausgeschieden und lebt nun in Miami. May Munro (Sharon Stone) hört von seinen außergewöhnlichen Fähigkeiten und versucht deswegen, ihn für einen persönlichen Auftrag zu gewinnen: Ray soll ihr bei der tödlichen Rache an den Mördern ihrer Eltern zu helfen. Der Spezialist interessiert sich zwar für Mays Geschichte, erteilt ihr aber eine Abfuhr, denn er hat sich geschworen, seine Bombenkünste nie wieder einzusetzen. Einige Verführungsversuche später willigt Ray ein, seiner Geliebten mit explosiver Unterstützung beizustehen. Er sprengt einige der Mafialeute in die Luft, die für den Tod von Mays Eltern verantwortlich sind. Das ruft Rays Ex-Kollegen Ned (James Woods) auf den Plan, der mittlerweile die Seiten gewechselt hat...
Wäre da nicht Sharon Stone als optischer Reiz, der Film hätte wohl keinerlei Schauwerte. "The Specialist" ist ein nur leidlich spannender Thriller mit melancholischen Untertönen und scheitert keinesfalls daran, einzig und allein stereotypisierte Rollenmodelle zu bedienen. Vielmehr ist es so, dass "The Specialist" nie aus der Hüfte kommt und seine mit Pyrotechnik aufgeblasenen Action-Sequenzen furchtbar hilflos in eine merkwürdig schwülstiges Gerüst von Film integriert. Wenn Stallone anfangs in Slow-Motion und mit verzweifeltem Gesichtsausdruck losrennt, um letztlich erfolglos die letzte Bombe zu entschärfen und noch einen Blick auf das Gesicht des Kindes erhascht, bevor die Bombe hochgeht, hat eine so hohe Klischeedichte, dass man schon nach 2 Minuten Film die Hände über dem Kopf zusammenschlagen möchte. Auch die Personen sind von der Stange. Sharon Stone, die neben Michael Douglas, Arnold Schwarzenegger und nun noch Sylvester Stallone sexuell bedient hat, spielt hier einen furchtbar lahmen Charakter, der Kameramann Jeffrey L. Kimball grast die damalige Sexbombe Hollywoods repetitiv von den Beinen über die Nippel hin zu den Lippen ab und lässt dabei kein Detail aus. In manchen Szenen fehlt nur noch der Weichzeichenfilter und der Soft-Porno wäre in Wege geleitet. Stallone scheint an seiner Rolle auch nicht viel Spaß gehabt zu haben und spielt mit spürbarer Unlust, einzig James Woods hat gemerkt, dass hier eh nichts zu holen ist, gibt befreit Vollgas und wechselt zwischen cholerisch und bekloppt nach Belieben umher. Wer jetzt noch Hoffnung in die Actioneinlagen setzt wird auch enttäuscht werden, denn die eh schon rar gesäten Sequenzen fallen auch sehr mager aus. Einziger Wehmutstropfen ist der Score von John Barry, der zwar hier auch kein Meisterwerk abliefert, aber eine doch recht solide Untermalung. Immerhin.
5/10
Crimson Tide - Crimson Tide: In tiefster Gefahr (Extended Version) (1995)
Russische Radikale haben eine nukleare Abschussbasis unter ihre Kontrolle gebracht und drohen mit dem Abschuss von Atomraketen. Daraufhin wird die USS Alabama, ein U-Boot unter Leitung des erfahrenen Kapitäns Frank Ramsey (Gene Hackman), in das Gebiet geschickt - mit dem unmissverständlichen Befehl, die Basis nach einer einstündigen Frist durch einen Präventivschlag zu zerstören. Als nach einem Angriff eines gegnerischen U-Bootes die Kommunikationsmöglichkeiten mit der Admiralität stark eingeschränkt sind, weigert sich der erste Offizier Ron Hunter (Denzel Washington) den Einsatz von Nuklearwaffen ohne erneuten Kontakt zum Navy-Kommando zu bestätigen. Es kommt zu einer dramatischen Auseinandersetzung, in deren Folge Ramsey seines Kommandos enthoben wird. Doch dann greift das russische U-Boot erneut an.
Im späten Fahrwasser von "Jagd auf Roter Oktober" kommt "Crimson Tide" mit einer anderen Art U-Boot- und Polit-Actionthriller daher, kann jedoch nicht so überzeugen, wie es sein Vorbild und dessen großer Bruder "Das Boot" es tun. Die Grundidee des Films ist so simpel wie genial und das aufgewärmte Kalter-Krieg-Szenario scheint natürlich weitestgehend altbacken, die Spannungen zwischen Amerika und Russland wurden ja auf der Leinwand schließlich schon zu genüge bemüht. "Crimson Tide" überzeugt jedoch vielmehr durch den im Inneren des U-Boots stattfindenden Kampf der Wertevorstellungen. In diesem klaustrophobischen Charakter-Duell trifft ein Hardliner auf einen Taktiker: Impulsivität und Antizipation wiegeln ein antagonistisches Geflecht auf, welches selbst Hans Zimmers pathosgetränktes Aufplustern im Score, der nicht gerade selten an "The Rock" erinnert, für sinnig erklärt.
Tony Scott erzählt "Crimson Tide" also auf jeder Ebene über die eskalative Bereitschaft, den Ausnahmezustand einzuleiten. Wenn man sich "Crimson Tide" heute ansieht, dann beschleichen einen gleich mehrmal nostalgische Gefühle. Die politische Situation die fiktiv geschildert wird, portaitiert die noch nicht abgeklungenen Spannungen zwischen den Vereinigten Saaten und Russland (was logisch ist, denn der Film ist schließlich von 1995) und man hofft doch sehr das solche Dinge, zumindest von dieser Tragweite heute nicht mehr stattfinden mögen. Andererseits hat ein solcher Film nur in den 90ern gedreht werden können. Ein Psychoduell beim Militär, gespickt mit politischen Themen und zwei großen Hollywood-Stars und Nebendarstellern die heute wesentlich berühmter sind, als damals (James Gandolfini, Rocky Carrol, Viggo Mortensen). Die beiden Hauptdarsteller liefern eine ganz großartige Leistung ab, vor allem Gene Hackman weiß einmal mehr so richtig zu überzeugen. Auch Denzel Washington, Scotts nicht mehr ganz so heimlicher Lieblingsdarsteller, macht einen absolut glaubwürdigen Job. Das Drehbuch ist gut, auch wenn die politische Situation heute eine andere ist und was der Film vor allem bietet, ist eine unheimliche Spannung, gepasst mir actiongeladener Dramatik.
Die Extended Fassung von "Crimson Tide" ist leider weniger spannend. Die meisten der teilweise sehr kurzen neu eingefügten Szenen bemerkt man kaum. Von den längeren neuen Szenen profitiert eigentlich nur der immer gern gesehene George Dzundza als Bootsmann. Am Ende verändern die neuen Szenen am Film selbst auch nichts. Schlimmstenfalls empfindet man den stolpernden Matrosen und dem Dilettanten am Sonar als störend, weswegen sie in der Kinofassung wohl auch fehlten. Nichtsdestoweniger ist "Crimson Tide" ein spannender Actionthriller, egal in welcher Fassung. Das Setting, die Atmosphäre, die Darsteller - hier passt alles.
7,5/10
The Walking Dead, Season 06 (2016)
Die neue Welt hat die Gruppe um Rick Grimes endgültig zu perfekt ausgebildeten Überlebenden geformt, die zu skrupellosen Kampfmaschinen werden, sobald es um den Schutz ihrer Gruppe geht. Um bis an diesen Punkt zu kommen, mussten sie viel ertragen und Unmengen von blutigen Herausforderungen bewältigen. Wie weit werden sie noch gehen? Ricks Gruppe kämpft mittlerweile um mehr als nur um das nackte Überleben. Sie kämpfen um ihr Zuhause. Koste es, was es wolle. Selbst wenn die Bedrohung aus ihren eigenen Reihen kommt...
http://www.imdb.com/title/tt4211958/
6.1. Herdentrieb (First Time Again)
Die Bewohner Alexandrias haben in der Nähe einen Steinbruch entdeckt, in dem Hunderte Beißer festsitzen und ständig weitere durch den Lärm der bereits dort gefangenen Beißer angelockt werden. Mehrere LKWs versperren die Wege aus dem Steinbruch, jedoch droht einer der LKWs von einer Klippe zu stürzen, was der Herde den Weg öffnen könnte, der sie nach Alexandria führen würde. Rick, Glenn, Daryl, Michonne, Sasha, Abraham und weitere Bewohner Alexandrias wollen deswegen versuchen, die Beißer aus dem Steinbruch weg von Alexandria zu locken. Durch Zäune, Barrieren aus Autos und Daryls Motorrad als "akustischem Köder" soll die Herde mindestens 20 Meilen weit weggeführt werden. Die Gruppe wird jedoch gezwungen, den Plan früher als geplant und ohne ihn ganz durchgesprochen zu haben auszuführen, als der LKW früher als erwartet tatsächlich von der Klippe stürzt. In schwarzweiß gehaltenen Rückblenden werden einige Ereignisse thematisiert: die Entdeckung der Herde im Steinbruch, die Entstehung und Vorbereitung von Ricks Plan, aber auch die Zweifel einiger Beteiligter daran. Carter wird von Rick, Daryl und Morgan dabei erwischt, wie er versucht, einige der Bewohner davon zu überzeugen, dass Rick nicht vertrauenswürdig sei und man sich seiner entledigen müsse. Zunächst sieht es so aus, als würde Rick Carter erschießen. Doch stattdessen gelingt es Rick, Carter von einer Zusammenarbeit zu überzeugen. Gleichzeitig versuchen Morgan und Rick einander neu kennenzulernen. Trotz Ricks inzwischen erworbenem rigorosem Umgang mit seinen Mitmenschen, meint Morgan in ihm immer noch den gutmütigen Mann wiederzuerkennen, den er ursprünglich kennengelernt hat. Rick gibt daraufhin zu, dass er Carter zuerst tatsächlich töten wollte, weil es leichter wäre, ohne Menschen wie Carter zu überleben. Allerdings habe Rick begriffen, dass es der Mühe nicht wert wäre, da Menschen wie Carter in der Welt der Beißer sowieso durch ihre eigenen Fehler sterben würden. In der Gegenwart scheint der Plan trotz des überstürzten Beginns gut zu funktionieren. Allerdings wird Carter von einem Streuner gebissen und schließlich von Rick getötet, da er durch seine Schmerzensschreie die Herde von der Straße wegzulocken droht. Am Ende der Folge ertönt unerwartet ein lautes Geräusch eines Horns aus Alexandrias Richtung, welches den hinteren Teil der Herde von der Straße ablenkt. - 9/10
http://www.imdb.com/title/tt4452400/
6.2 Kämpfer (JSS)
JSS konzentriert sich auf die Geschehnisse in Alexandria während Rick und seine Gruppe mit ihrem zwangsweise vorgezogenen Plan, die Beißer aus dem Steinbruch wegzulocken, beschäftigt sind. Daneben wird mittels einer langen Rückblende die Vorgeschichte des Mädchens Enid, das seit wenigen Monaten in Alexandria lebt, erzählt. Demnach war sie zuvor mit ihren Eltern unterwegs. Bei dem Versuch, ein Fahrzeug kurzzuschließen, wurde die Gruppe von Beißern angegriffen und Enid musste dabei zusehen, wie ihre Eltern ihnen zum Opfer fielen. Diese Erfahrung hinterließ das Mädchen schwer traumatisiert. Sie wanderte tagelang allein durch die Wälder, bis sie auf die Mauern von Alexandria stieß. Nach anfänglichem Zögern, entschloss sie sich ihrem Überlebensmotto folgend (Just Survive Somehow, kurz JSS) dazu, es in Alexandria zu versuchen. In der Gegenwart wird die Stadt unvermittelt von einer Gruppe gewalttätiger Menschen angegriffen, den Wölfen (engl. wolves), die mit einem LKW die Mauer beschädigen, wahllos zahlreiche Bewohner von Alexandria grausam und brutal abschlachten und deren Häuser plündern. Die wenigen verbliebenen, an der Waffe geübten Bewohner, darunter Maggie, Aaron und Rosita, kümmern sich zunächst um die Verletzten und nehmen die Verteidigung der Stadt auf. Deanna versteckt sich derweil in der Fahrerkabine des LKWs, den die Wölfe gegen die Mauer fuhren und von dem das Geräusch am Ende der vorherigen Folge stammt. Der von Rick zurückgeschickte Morgan stellt das Horn des LKWs aus und schließt sich dem Kampf gegen die Wölfe an. Jessie wird in ihrem Haus von einer Frau angegriffen, kann sich aber erfolgreich verteidigen. Carl verschanzt sich gemeinsam mit Judith und Enid in seinem Haus, während Carol die Initiative ergreift, ins Waffenlager von Alexandria gelangt und, als Wolf verkleidet, zahlreiche der Angreifer tötet. Dabei gerät sie mit Morgan aufgrund seiner Philosophie, nach der jedes Leben wertvoll sei und er deshalb nicht tötet, aneinander. Die letzten fünf überlebenden Wölfe lässt Morgan entkommen. Enid teilt Carl ihre Absicht mit, aus Alexandria fortgehen zu wollen und ist nach beendetem Angriff der Wölfe verschwunden. Carol scheint von den Ereignissen überwältigt zu sein und bricht in Tränen aus, als sie allein auf der Veranda ihres Hauses sitzt. Als Morgan ein offenstehendes Haus inspiziert, wird er von einem weiteren überlebenden Wolf angegriffen, dem er bereits zuvor (5. Staffel) begegnet ist. Die letzte Szene der Folge lässt zur Spekulation offen, ob Morgan schließlich doch gegen seine eigene Regel verstößt und den Wolf tötet, oder nicht. - 9,5/10
http://www.imdb.com/title/tt4719614/
6.3 Danke (Thank You)
Aufgrund des Horngeräuschs des LKWs schlägt Ricks Plan, die Herde von Alexandria wegzuführen, zum Teil fehl und die Gruppe ist zur Flucht vor dem abgelenkten Teil der Herde, das nun eigene Wege eingeschlagen hat, gezwungen. Daryl, Abraham und Sasha führen mit ihren Fahrzeugen den vorderen Teil der Beißerherde weiterhin plangemäß weg von Alexandria. Rick weist Michonne und Glenn dazu an, die unter ihnen befindlichen Alexandrianer, darunter Nicholas, Heath und Scott zurück nach Alexandria zu bringen. Rick bricht allein zu einem in der Nähe abgestellten Wohnwagen auf, in der Hoffnung, mit dessen Hilfe die abgelenkte Herde wieder eintreiben und ebenfalls aus der Gegend wegführen zu können. Die Teilgruppen bleiben über Walkie-Talkies im Kontakt, wobei Tobins Gruppe bereits keine Rückmeldung mehr gibt. Michonne und Glenns Gruppe erreicht bereits unter Verlusten diverser Mitglieder eine verlassene Ortschaft nahe Alexandria, wo sie zunächst in einem Laden Unterschlupf suchen, um die Verletzten notzuversorgen und ihren weiteren Fluchtplan auszuarbeiten. Dabei spricht Heath, der zuvor mitbekommen hat, wie Rick Michonne und Glenn dazu anwies, notfalls diejenigen, die sie am Fortkommen hindern, zurückzulassen, sein Misstrauen ihnen gegenüber aus. Michonne macht ihm daraufhin deutlich klar, dass sie alle zu einer Gemeinschaft gehören und, ungeachtet Ricks Aussage, niemand zurückgelassen werde. Glenn und Nicholas beschließen, ein Gebäude im Ort zur Ablenkung der Beißer anzuzünden, um so zu entkommen. Der Plan schlägt fehl, weil sie dieses bereits abgebrannt vorfinden und von der eingetroffenen Beißerherde fliehen müssen. Dabei geraten sie in eine Sackgasse und retten sich, eingekreist von Hunderten Beißern, auf einen Müllcontainer. Während die Beißer unaufhörlich von allen Seiten nach ihnen schnappen, verliert Nicholas schließlich die Nerven und schießt sich mit einer letzten Kugel in den Kopf. Sein Leichnam reißt Glenn im Fall mit in die Tiefe und begräbt dessen Körper teilweise unter sich. Die letzte Szene zeigt nicht eindeutig, auf welchen Körper sich die Beißer anschließend stürzen, um diesen zu verspeisen. Unterdessen erreicht Rick mit letzter Kraft das Wohnmobil, welchen er in die Nähe von Alexandria fährt. Als er kurz stehen bleibt, um seine Freunde nach dem aktuellen Stand ihrer Aufträge zu fragen, kann er nur Daryl, Sasha und Abraham über Funk erreichen. Die von Morgan in Alexandria verschonten Wölfe treffen am Wohnwagen ein und greifen Rick an. Es kommt zu einem Schusswechsel, bei dem Rick alle seiner Angreifer tötet. Die Folge endet damit, wie die Beißer aus den Wäldern auf die Straße strömen und es Rick jedoch nicht möglich ist, den Motor des Wohnmobils erneut zu starten. - 9,5/10
http://www.imdb.com/title/tt4719620/
6.4 Hier ist nicht hier (Here's Not Here)
Nachdem Morgan den Anführer der Wölfe gefangen genommen hat, erzählt er diesem seine Vergangenheit, wodurch der Zuschauer die Ereignisse um Morgan zwischen der 12. Folge der 3. Staffel und der 1. Folge der 5. Staffel erfährt. Morgan verlässt nach seiner letzten Begegnung mit Rick in der 3. Staffel King County und tötet unterwegs jeden und alles, was ihm begegnet. Besonders brutal zeigt er sich gegenüber einem älteren Mann und dessen Sohn, die er ermordet, ohne dass diese ihn bedrohen. Schließlich erreicht er ein Haus, vor dem eine Ziege angebunden ist, die er stehlen will. Eastman, der Bewohner des Hauses, schlägt ihn nieder und sperrt ihn in eine Zelle in seinem Haus. Eastman war früher forensischer Psychiater in einem Gefängnis in Atlanta und beurteilte die Insassen vor deren Entlassung darauf, ob diese erneut eine Straftat begehen würden. Er erzählt Morgan, dass er seine Frau, seine Tochter und seinen Sohn durch einen Ex-Häftling verloren habe, der diese aus Rache an ihm tötete, weil er aufgrund Eastmans Beurteilung nicht frühzeitig aus der Haft freikam. Eastman entführte den Häftling, ließ ihn in der Zelle in seinem Haus verhungern und vergrub ihn auf einem selbst angelegten Friedhof in der Nähe des Hauses. Obwohl Morgan ihn des öfteren darum bittet, ihn zu töten, schafft es Eastman, neuen Lebenswillen in ihm zu wecken und ihm Aikido beizubringen. Eines Tages wird Morgan von dem zuvor brutal ermordeten jüngeren Mann angegriffen und ist unfähig, sich zu verteidigen. Eastman kann den Zombie töten, wird jedoch dabei gebissen. Auf den Weg zurück zum Haus rettet Morgan ein Paar vor einem Beißer. Daraufhin schenken diese ihm eine Dose Essen und eine Patrone. Morgan erlöst Eastman schließlich auf dessen Wunsch durch eine Pistole; zuvor schenkt ihm Eastman noch seinen Glücksbringer. Alle drei Gegenstände legt er später in der Kirche von Pfarrer Gabriel ab. Am Schluss macht er sich auf den Weg nach Terminus. Nach dem Ende seiner Erzählung erklärt der Anführer der Wölfe Morgan, dass er alle in Alexandria töten werde. Morgan erwägt kurz, ihn umzubringen, verlässt jedoch das Haus und verschließt die Tür. - 8,5/10
http://www.imdb.com/title/tt4719650/
6.5 Hier und jetzt (Now)
In Alexandria haben die Aufräumarbeiten nach dem Angriff der Wölfe begonnen. Man erfährt, dass Tobin und seine Gruppe es nach Alexandria zurück geschafft haben, wie auch Michonne, Heath und Scott. Maggie erfährt von Michonne, dass Glenn und Nicholas das vereinbarte Zeichen nicht abgesetzt haben und die Gruppe daher gezwungen war, die beiden vorerst zurückzulassen. Deanna beobachtet derweil entsetzt wie Rick vor einer Beißerherde fliehend auf das Tor zuläuft und schreiend um Einlass bittet. Er kann sich mit letzter Kraft in die Sicherheit Alexandrias retten. Nachdem seine Verletzungen behandelt sind und er über die Ereignisse in der Stadt informiert wurde, wird eine Versammlung abgehalten, bei der Rick noch seine Zuversicht für die Situation ausspricht. Er versichert, dass seine noch verschollenen Freunde bald zurückkehren und die sich versammelnde Beißerherde an Alexandrias Mauern ebenfalls weglocken werden. Bevor die Bewohner die Chance haben, Rick für die katastrophalen Auswirkungen seines Planes zu verurteilen, nimmt Aaron ihn in Schutz und berichtet von dem Fehler mit seinem verlorenen Rucksack, dessen Inhalt die Wölfe nach Alexandria geführt haben muss. Rick weist die Bewohner dazu an, sich so ruhig wie möglich zu verhalten und nachts die Lichter aus zu lassen, um keine weiteren Streuner nach Alexandria zu locken. In ihrer Verzweiflung beschließt Maggie, allein aufzubrechen, um nach Glenn zu suchen. Aaron wittert ihren Plan und besteht darauf, sie zu begleiten. Um an der Beißerherde vorbeizukommen, führt er sie durch einen unterirdischen Tunnel, in dem sie von stark verwesten Beißern angegriffen werden und beinahe ums Leben kommen. Als klar wird, dass der Tunnel nicht lang genug ist, um die Herde zu umgehen, gibt Maggie unter Tränen ihr Vorhaben auf. Dabei offenbart sie, schwanger zu sein, und wird von Aaron getröstet. Einige Bewohner von Alexandria beginnen, sich unkontrolliert an den Vorräten der Stadt zu bedienen, wovon sie durch Deannas Sohn Spencer abgehalten werden. Wenig später findet Deanna Spencer betrunken vor, der selbst einige Lebensmittel aus dem Lager entwendet hat. Es kommt zu einer Auseinandersetzung bei der Spencer seiner Mutter vorwirft, für die Ereignisse, darunter auch die Tode seines Bruders Aiden und Vaters Reg, verantwortlich zu sein, weil sie die Bürger Alexandrias durch ihren Führungsstil auf derartiges nicht vorbereitet habe. Als Deanna am Abend die von Spencer erbeuteten Lebensmittel zurückbringen will, wird sie von einem Beißer (unbemerkt gebliebene Leiche eines Wolfs) angegriffen. Wutentbrannt sticht sie immer wieder mit einer gebrochenen Flasche auf den Zombie ein, ohne sein Gehirn zu beschädigen. Rick kommt ihr zur Hilfe und erklärt, dass sie wieder zur Vernunft kommen müsse, da die Stadt sie jetzt dringend brauche. Daraufhin erwidert Deanna, dass Alexandria ihn mehr brauche als sie. Die Folge endet mit Deanna, die neue Zuversicht und Entschlossenheit gewonnen zu haben scheint: Im Vorbeigehen reizt sie die sich hinter dem Tor tummelnden Beißer durch energisches Schütteln an dem Sichtschutz des Tores. - 7,5/10
http://www.imdb.com/title/tt4719674/
6.6 Wer die Wahl hat (Always Accountable)
Sasha, Abraham und Daryl ist es gelungen, die Hälfte der Herde wegzulenken. Allerdings geraten sie in einen Hinterhalt durch Unbekannte, die unvermittelt das Feuer auf sie eröffnen. Nach einer wilden Verfolgungsjagd schafft es Daryl, sich im Wald mit seinem Motorrad zu verstecken. Sasha und Abraham erschießen einige ihrer Verfolger und können sich ebenfalls vor dem Rest in Sicherheit bringen. Als sich der am Arm blutende Daryl im Wald verarzten will, lauert ihm eine kleine Gruppe Überlebender auf und schlägt ihn bewusstlos. Der Mann, Dwight, und die beiden Frauen glauben, dass Daryl zu der Gruppe gehört, von der auch sie gerade verfolgt werden. Die drei machen sich mit ihrem Gefangenen auf dem Weg zu einer gewissen Patty. Als eine der Frauen in Ohnmacht fällt, nutzt Daryl die Gelegenheit zur Flucht, wobei er die Gruppe beraubt. In einiger Entfernung und Sicherheit findet er im Gepäck seiner Entführer neben seiner Waffe auch eine Box mit der Aufschrift Insulin, was ihn dazu bewegt, zurückzukehren und das Medikament gegen deren einzige Waffe einzutauschen. Als Daryl die drei wieder verlassen will, taucht ein Truck im Dickicht auf, aus dem bewaffnete Männer aussteigen und beginnen, den Wald nach Daryl und seinen Entführern zu durchforsten. Daryl gibt Dwight seine Waffe wieder und lockt einen der bewaffneten Männer in die Richtung eines Beißers, der diesen in den Arm beißt. Nachdem die Begleiter des Mannes den Arm amputiert haben, bricht die Gruppe ihre Suche nach Daryl und seinen Entführern ab. Währenddessen eignet sich Abraham bei einer Erkundungstour einige Raketen samt dem dazugehörigen Raketenwerfer an und kehrt mit weiteren Sachen zu der wartenden Sasha in ihr Versteck zurück, welches sie zuvor mit Daryls Nachnamen markiert haben. Unterdessen stoßen Daryl und seine ehemaligen Entführer im Wald auf eine abgebrannte Hütte, in der eine der Frauen von vermeintlich toten Beißern gebissen und getötet wird. Während Daryl mit Dwight die Toten begräbt, beschließt er Dwight und seine Freundin Sherry zu rekrutieren und bietet ihnen an, mit ihm nach Alexandria zu kommen. Als sie zurück bei seinem Motorrad sind, richtet Dwight jedoch erneut seine Waffe gegen Daryl, beraubt ihn und fährt mit Sherry auf dem Motorrad davon. Daryl findet schließlich die im Wald versteckte Patty, einen großen Benzintruck, mit dem er vor Sasha und Abrahams Versteck vorfährt und die beiden abholt. Auf dem Rückweg nach Alexandria meldet sich auf Daryls Ruf hin über Funk eine Stimme, die um Hilfe bittet. - 8/10
http://www.imdb.com/title/tt4323856/
6.7 Die Wand (Heads Up)
Rick, Carol und Michonne stellen Morgan wegen seiner Weigerung, die Wölfe während des Angriffs auf Alexandria zu töten, zur Rede. Morgan besteht jedoch weiterhin auf seine Überzeugung, dass, auch jetzt noch, alles Leben wertvoll ist, und böse Menschen sich ändern können. Gemeinsam mit Michonne, schmiedet Rick einen Plan, die Herde von Alexandria wegzulocken, von dem er aber die Beteiligung von Alexandrianern ausschließt, was Michonne missbilligt. Die aufkeimende Auseinandersetzung zwischen den beiden wird von Deanna unterbrochen, die ihnen euphorisch von ihren Zukunftsplänen für Alexandria berichtet. Rick macht sich daran, zusammen mit Tobin den beschädigten Teil des Zauns zu verstärken. Rosita trainiert die Alexandrianer im Umgang mit der Machete; Rick, und später auch Carl, bringen Ron, dessen Vater Pete Rick nur wenige Tage zuvor erschossen hat, den Umgang mit Schusswaffen bei. Rick überlässt ihm eine Waffe, entfernt zuvor jedoch die Patronen. Wenig später besorgt sich Ron allerdings unbemerkt neue Patronen in der Waffenkammer. Spencer versucht unterdessen, die Stadt zu verlassen, um ein Auto zu erreichen und damit die Beißer von der Stadt wegzulocken. Der Versuch, sich mithilfe eines Seils über die Beißer auf ein Haus außerhalb des Zauns zu hangeln, schlägt jedoch fehl. Nur mithilfe von Rick, Tara und Tobin schafft er es unversehrt wieder zurück über die Mauer. Rick gerät dabei mit Tara aneinander, als er sie offen dafür maßregelt, ihr Leben erneut für einen Alexandrianer aufs Spiel gesetzt zu haben. Später entschuldigt er sich bei Tara dafür. Als Deanna ihm später für die Rettung ihres Sohnes dankt und ihn fragt, warum er es getan habe, ist sie mit seiner Antwort, weil er ihr Sohn sei, unzufrieden. Nachdem Nicholas sich in den Kopf geschossen hat und mit Glenn zusammen in die Beißermenge gefallen ist, konnte dieser sich unter den nebenstehenden Müllcontainer retten. Stunden später kriecht er wieder hervor, nachdem die Herde weitergezogen ist. Von einem der umstehenden Gebäuden aus, macht die aus Alexandria geflohene Enid auf sich aufmerksam, wirft Glenn eine Wasserflasche zu und verschwindet. Glenn rennt ihr hinterher und findet sie schließlich in einem Restaurant. Zunächst will Enid nichts weiter mit ihm zutun haben und in Ruhe gelassen werden, doch Glenn kann sie nach langem Zureden davon überzeugen, ihn nach Alexandria zurückzubegleiten. Auf dem Weg dorthin finden sie Luftballons und eine Flasche Helium, mit dem sie die Ballons füllen. Kurz vor den Toren der Stadt entdecken Glenn und Enid, dass diese von Beißern umstellt ist. Sie machen sich bei den Bewohnern Alexandrias bemerkbar, indem sie die Ballons aufsteigen lassen. Als sie die Ballons von Enid und Glenn am Himmel sehen, stürzt der Turm der einige Meter außerhalb der Mauer stehenden Kirche zusammen und zerstört einen Teil des Zauns. - 8,5/10
http://www.imdb.com/title/tt4589566/
6.8 Nicht das Ende (Start to Finish)
Durch den zerstörten Zaunbereich strömt die Beißerherde nach Alexandria hinein. Rick weist die Bewohner an, sich in ihren Häusern zu verstecken. Gemeinsam mit der verletzten Deanna sowie Carl, Michonne, Gabriel und Ron kämpft Rick sich gegen immer mehr Beißer durch die Stadt. Jessie schießt ihnen den Weg zu ihrem Haus frei, wo sie sich mit Judith und ihrem jüngeren Sohn Sam verschanzen. Carl folgt Ron in den Garagenanbau, Ron schließt die ins Haus führende Türe ab und zieht seine Waffe. Carl stürzt sich auf ihn, die beiden kämpfen, wobei Ron mit einer Schaufel eine Scheibe der in den Garten führenden Tür zerschlägt, durch die Beißer in die Garage gelangen. Rick zerstört das Schloss der ins Haus führenden Tür, die sie mit einem Sofa verbarrikadieren, nachdem die Raufbolde zurückgelangt sind. Carol flüchtet mit Morgan in dessen Haus, wohin ihm, wie sie in der letzten Folge beobachtet hat, Denise, die neue Ärztin des Ortes, gefolgt ist. Diese sollte eine schwere Bauchverletzung des von ihm gefangen genommenen Wolfes versorgen. Carol schubst Morgan zur Seite, läuft hinunter ins Erdgeschoss und will den erblickten, gefesselten „Wolf“ mit ihrem Messer töten. Morgan stellt sich dazwischen und knockt sie aus, wird aber vom Wolf bewusstlos geschlagen. Gleichzeitig kommen die in die Garage geflüchteten Tara, Eugene und Rosita dazu, der Wolf nimmt Denise als Geisel und begibt sich mit ihr und einer Pistole der Dreien nach draußen, um trotz der Beißerherde Alexandria zu verlassen. Maggie hat sich mit letzter Kraft vor den Beißern auf eine der Aussichtsplattformen gerettet. Dort wird sie von Glenn aus der Ferne gesehen. Michonne stellt bei Deanna eine Bisswunde fest. Da die anderen gezwungen sind, das Haus zu verlassen, bleibt Deanna allein mit einer Waffe zurück, mit der sie plant, sich zu erschießen. Später schießt sie auf die auf sie zukommenden Beißer ihr Magazin leer. Ricks Gruppe beschmiert mehrere Bettlaken mit Beißerinnereien und zieht sie als Umhänge an. Händehaltend bewegt sich die Gruppe erfolgreich an den Beißern im Haus vorbei auf die Straße. Dabei beginnt der nach den jüngsten Ereignissen schwer traumatisierte Sam nach seiner Mutter zu rufen. - 8/10
http://www.imdb.com/title/tt4575388/
6.9 In der Falle (No Way Out)
Daryl, Sasha und Abraham werden mit dem Tankwagen von einer achtköpfigen Bikergang gestoppt. Der Wortführer lässt sie aussteigen, ihre Pistolen übergeben und schickt einen von ihnen mit Daryl los, das Fahrzeughintere zu kontrollieren. Der Wortführer bedroht Sasha und Abraham mit ihrer Tötung, sie sollen die Gang zu ihrem Aufenthaltsort führen, alles was sie haben, gehöre "Negan". Daryl, der seinen Bewacher lautlos ausschalten konnte, verwandelt mit einer Granate das Bedrohungsszenario in ein Flammeninferno. Rick entscheidet, sich zu den Fahrzeugen durchzuschlagen und die Beißer aus Alexandria wegzulocken. Jessie merkt an, dass es zu riskant wäre, Judith mitzunehmen. Deswegen schlägt Gabriel Rick vor, sich mit Judith in der Kirche zu verstecken, was Rick annimmt. Glenn und Enid gehen zunächst in eine Kirche, um diese nach Waffen zu durchsuchen und einen Plan zur Rettung von Maggie zu entwickeln. Währenddessen wartet das Mitglied der „Wölfe“ mit Denise auf eine Gelegenheit, aus Alexandria zu fliehen. Spät in der Nacht gelangen sie an die Schutzmauer, der Wolf rettet Denise vor einem Beißer und wird dabei in den Arm gebissen. Denise läuft mit ihm zur Krankenstation, um den Arm zu amputieren und ihm so das Leben zu retten. Kurz vor der Krankenstation wird der Wolf jedoch von Carol angeschossen, die es kaum glaubt, dass sich der Wolf den Beißern opfert, um Denise zu retten. Diese kann in die Krankenstation flüchten, in der sich außer den Patienten Heath, Aaron und Spencer aufhalten. In der Gruppe um Rick gerät Sam in Panik und weigert sich weiterzugehen. Durch sein Weinen wird er von Beißern angefallen, ebenfalls Jessie, die Sams Ende schreiend ansieht. Rick schlägt Jessies Hand mit seiner Axt ab, die immer noch Carls Hand umklammert, dabei stolpert Carl und verliert seine Pistole. Ron richtet sie auf Rick, Michonne rettet Rick, indem sie Ron mit ihrem Katana von hinten ersticht. Dabei löst sich jedoch ein Schuss aus Rons Pistole, der Carl ins rechte Auge trifft. Durch den Schuss werden die Beißer auf Rick, Michonne und Carl aufmerksam, diese können sich jedoch in die Krankenstation retten. Denise beginnt, Carls Verletzung zu versorgen, während Rick verzweifelt zusieht. Als er schließlich zum Fenster hinausblickt und die durch Alexandria wandernden Beißer sieht, steigt die Wut in ihm hoch. Er verlässt die Krankenstation und beginnt, wie ein Berserker mit seiner Axt einen Beißer nach dem anderen zu eliminieren und wird schließlich von den aus den Häusern eilenden Bewohnern unterstützt, wobei Morgan den verwandelten Wolf tötet. Glenn und Enid gehen zu Maggie und Glenn beginnt die Beißer abzulenken, welche die Aussichtsplattform mit Maggie umzustürzen drohen. Während Enid zu ihr hochklettert, schießt Glenn auf die Beißer und wird immer mehr von diesen eingekreist. Er steht mit dem Rücken zur Wand, wird aber im letzten Moment durch Gewehrsalven von Abraham und Sasha gerettet, die mit Daryl und dem Tankwagen zurückgekommen sind. Schließlich lässt Daryl Benzin aus dem Tankwagen in einen Bach laufen und steckt diesen in Brand. Der Feuerschein lockt die verbliebenen Beißer an, welche zum Feuer laufen und verbrennen. Am nächsten Morgen haben Rick mit seiner Gruppe und die anderen Bewohner Alexandria schließlich zurückerobert und sich vor der Krankenstation versammelt. In der letzten Szene sitzt Rick am Krankenbett des noch bewusstlosen Carl und spricht zu diesem. Er gibt zu, sich in den Bewohnern von Alexandria geirrt zu haben, als er dachte, sie würden nicht kämpfen. Rick erzählt Carl, dass er Alexandria wieder aufbauen und erweitern möchte und dass er zum ersten Mal wieder etwas spürt, was er zuletzt spürte, bevor er (am Beginn der Serie) im Krankenhaus aufwachte: Dass er für Carl die Welt wieder aufbauen und ihm diese zeigen möchte. Als er den bewusstlosen Carl anfleht, nicht zu sterben, beginnt dieser aufzuwachen und ergreift Ricks Hand. - 10/10
http://www.imdb.com/title/tt4776068/
6.10 Die neue Welt (The Next World)
Einige Zeit nach den Ereignissen der vorherigen Episode ist Carl mit einem Verband über seinem verlorenen Auge wieder wohlauf. Die Beschädigungen in Alexandria wurden repariert und die Leichen innerhalb der Mauern entsorgt. Daryl und Rick machen sich auf, Nahrungsmittel für Alexandria zu suchen. Denise bittet Daryl, nach Medikamenten Ausschau zu halten. Eugene gibt den beiden eine Landkarte mit markierten Agrarhandelstationen, um mit Saatgut Nahrung innerhalb der Mauern anbauen zu können. Rick und Daryl finden an einer Station einen Transporter mit Nahrungsgütern und steigen um. An der nächsten Tankstelle, an welcher Daryl einen Getränkeautomaten sieht, halten sie an und begegnem einem Jesus genannten, jüngeren Mann. Dieser erzählt ihnen, dass er vor einer Herde von Beißern weggelaufen sei und verabschiedet sich wieder. Als ein Knallen hinter der Tankstelle zu hören ist, laufen die beiden nachsehen und finden von Jesus gezündete Knallkörper vor, der inzwischen den Transporter klaut. Daryl kann der Spur des Transporters folgen, er und Rick überwältigen Jesus beim Beheben einer Reifenpanne und lassen ihn gefesselt am Straßenrand zurück. Nach einiger Fahrzeit bemerken sie, dass sich jemand auf dem Dach des Transporters befindet und bremsen abrupt. Während Daryl den heruntergefallenen Jesus zu fangen versucht, stoppt Rick den Transporter an einem See und kümmert sich um einige Beißer. Jesus versucht nun, erneut den Transporter zu entwenden, bewegt jedoch im Kampf mit Daryl den Schalthebel des Wagens aus der Parkstellung. Der Transporter rollt in den See und versinkt. Die beiden nehmen den von der Wagentür k. o. geschlagenen Jesus mit nach Alexandria, da er trotz des versuchten Diebstahls keinen der beiden verletzt und Daryl vor einem Beißer gerettet hat. Sie legen ihn in ein leeres Zimmer im Haus der Krankenstation. Michonne beobachtet Spencer, wie dieser mit einer Schaufel auf dem Rücken in den Wald geht und folgt ihm. Auch Carl und Enid verlassen Alexandria, um im Wald abzuhängen und Comics zu lesen. Als ihnen ein Beißer nahe kommt, bringt ihn Carl zu Fall, weigert sich aber, ihn zu töten und hält auch Enid davon ab. Es stellt sich heraus, dass der Beißer Spencers Mutter Deanna ist. Michonne hilft Spencer bei der Fixierung von Deanna, Spencer tötet und vergräbt sie und nimmt endgültig Abschied von ihr. Am Abend, als Rick und Michonne zusammensitzen, reden und scherzen, berühren sich ihre Hände; die beiden küssen sich und landen im Bett. Im Schlaf werden sie von der Stimme von Jesus geweckt, der sich der Bewachung entziehen konnte und mit Rick reden möchte. - 8,5/10
http://www.imdb.com/title/tt4776070/
6.11 Lösung (Knots Unite)
Das Verschwinden von Jesus bzw. Auftauchen in Ricks Haus wurde ebenso von Carl, Glenn, Maggie, Daryl, Abraham wahrgenommen, die zu dem Gespräch dazukommen. Jesus berichtet, dass er ihre gute Bewaffnung wie ihre zu Neige gehenden Vorräte wahrgenommen hat und aus einer ähnlichen Gemeinschaft wie Alexandria kommt, die Ackerbau und Viehzucht betreibt. Er lädt sie ein zum Besuch, es wäre eine Tagesreise entfernt. Als Maggie ihn fragt, ob sie Handel mit anderen Gemeinschaften betreiben, meinte Jesus: „Eure Welt wird sich schon bald vergrößern.“ Im Wohnmobil machen sich Rick, Daryl, Abraham Glenn, Maggie und Michonne mit Jesus auf den Weg. Unterwegs sehen sie ein auf der Seite liegendes Fahrzeug, dass offensichtlich mit einer Beißergruppe zusammengestoßen ist. Jesus erkennt das Fahrzeug als von seiner Gruppe. Spuren führen in ein Gebäude, wo sich vier Hilltop-Bewohner vor dort herumstreifenden Beißern versteckt halten. Ricks Gruppe befreit sie und setzt die Fahrt fort. Einer der Befreiten ist Gynäkologe. Hilltop ist von Palisaden eingezäunt, das Tor besteht aus zwei Containerwänden, die Wachen haben Speere. Jesus gesteht, dass sie schon lange keine Munition mehr haben. Innerhalb der Umzäunung befinden sich Container und eine große Villa mit einem Turm als Ausguck, die in der alten Welt zuletzt als Geschichtserlebnismuseum diente. In der Villa begegnet die Alexandria-Gruppe dem Boss Gregory, der sie zunächst einlädt, sich „frisch zu machen“, obwohl Rick „nicht nötig“ meint. Rick hält Maggie als Unterhändlerin geeignet. Gregory ist von Jesus unterrichtet und bietet Lebensmittel gegen Arbeit an, während Maggie auf einen Handel aus ist. Das Gespräch endet ohne Ergebnis und Jesus will zum Vermitteln ein paar Tage Zeit, was Michonne zusagt. In diesem Moment trifft ein Hilltop-Trupp, der unterwegs war, ein. Gregory und die Alexandria-Gruppe begibt sich nach draußen. Gregory erfährt, dass ein Mann und eine Frau des Trupps tot sind und es „Negan“ war, und ein weiterer Mann, Craig, gefangengehalten wird. Eine Lieferung war nicht „genug“, berichtet dessen Bruder, der zu den drei Heimkehrern des Trupps gehört. Craig solle jedoch freigelassen werden, wenn er eine Nachricht überbringe. Gleichzeitig sticht er mit einem Messer in Gregorys Bauch, die Alexandriner greifen ein und überwältigen ihn und den weiteren Mann und die Frau des Trupps, wobei Rick im Kampf Craigs Bruder tötet. Gregory wird vom Arzt behandelt. Rick frägt Jesus nach Negan, dessen Name er kennt (Episode 9). Jesus erzählt, dass dieser Anführer der sogenannten Saviors ist, die in Hilltop nach dem Bau der Palisaden auftauchten. Sie forderten die Hälfte von allen Vorräten, der Ernte und dem Viehbestand, damit sie die Hilltop-Bewohner am Leben lassen und prügelten zur Untermauerung einen Minderjährigen tot. Daryl fragt, warum sie die Saviors nicht töten, Jesus antwortet, die Hilltop-Leute sind keine Kämpfer. Rick fragt, wieviele Leute Negan hat, Jesus entgegnet, sie haben Gruppen von 20 gesehen. Daryl schlägt als Deal vor, die Geisel zu befreien, Negan und seine Leute zu töten und dafür Vorräte, Medizin und eine Kuh zu bekommen, in den Gregory Maggie gegenüber einwilligt, auch als diese ebenso die Hälfte fordert. Als Michonne beim Einladen zu Rick sagt, sie freue sich auf den Kampf, sagt Rick: „Wir müssen gewinnen“. Der Gynäkologe macht ein Ultraschallbild von Maggies werdendem Baby, das sie und Glenn auf der Rückfahrt im Wohnmobil herumzeigen. Neben Jesus ist auch Andy darin, der Mann aus dem Rückkehrertrupp, weil er die Örtlichkeit kennt, in der sich Negans Leute aufhalten. - 8,5/10
http://www.imdb.com/title/tt4776072/
6.12 Die Nacht vor dem Morgen (Not Tomorrow Yet)
Rick und seine Leute machen sich zusammen mit einigen Leuten aus Hiltop auf den Weg zu Negans vermeintlichem Standort. Dort angekommen finden sie eine Satellitenstation vor und bringen dort viele der Saviors um. Tara und Heath machten sich im Anschluss auf den Weg zu einer Besorgungstour... - 9/10
http://www.imdb.com/title/tt4776078/
6.13 Im selben Boot (The Same Boat)
Carol und Maggie wurden in der Satellitenstation als Geiseln genommen, jedoch konnten sie sich befreien und brachten auch ihre Geiselnehmer um. Im Glauben alle Saviors getötet zu haben fuhren sie im Anschluss zusammen mit Rick und den anderen zurück nach Alexandria. - 9/10
http://www.imdb.com/title/tt4776082/
6.14 Keine Gleise (Twice As Far)
Rosita geht mit Spencer ins Bett; Carol bemerkt, dass Daryl sein Motorrad wiederhat. Als sie davon spricht, dass es diejenigen genommen haben, die er im verbrannten Wald gerettet hat (Episode 6), meint Daryl, er hätte sie töten sollen. Zwei Trupps aus fünf Leuten gehen aus Alexandria heraus. Eugene zeigt Abraham eine Bleigießerei, in der er sich vorstellt, Munition herstellen zu können. Eugenes Selbstbewusstsein hat sehr zugenommen und so möchte er auch den in der Gießerei befindlichen Beißer selbst liquidieren. Da diesem Blei auf den Kopf geflossen ist, bleibt sein Machetenhieb allerdings ohne Wirkung und Abraham kommt Eugene im Handgemenge mit dem Beißer zu Hilfe. Darauf reagiert dieser sauer und ein Streitgespräch endet damit, dass Abraham alleine zurückgeht, da Eugene geäußert hat, seinen Schutz nicht mehr zu benötigen. Denise möchte zu einer Boutique, in der in der früheren Zeit auch eine kleine Apotheke untergebracht war. Daryl und Rosita begleiten sie. Als die Straße durch einen umgestürzten Baum blockiert ist, gehen sie zu Fuß weiter, Daryl die Straße entlang, obwohl Denise ihm sagt, dass sie über die Gleise nur die halbe Zeit benötigen würden. Sie folgt ihm dennoch und nur Rosita nimmt die Abkürzung. Sie und Daryl verstauen die gefundenen Medikamentenvorräte in zwei Rucksäcke. Auf dem Rückweg über die Gleise sieht Denise in einem Auto einen Beißer mit einer Kühlbox, die sie entgegen dem Rat der anderen aus dem Fahrzeug holen will. Sie agiert unglücklich, der Beißer fällt mit ihr zu Boden, aber sie hält die anderen davon ab, ihr zu helfen und stößt dem Untoten ihr Messer in den Kopf. Auf Vorwürfe von Daryl antwortet sie kämpferisch, es sei gut gewesen, sich ihren Ängsten zu stellen. Da tritt ein Pfeil aus ihrem Auge heraus und Dwight und ein Dutzend Saviors kommen mit dem gefangen genommenen Eugene aus dem Wald neben der Bahnstrecke heraus. Der an der linken Kopfseite großflächig verbrannte Dwight gibt zu, er wollte mit Daryls Armbrust eigentlich einen anderen treffen und Daryl sagt ihm, dass er ihn damals hätte töten sollen. Eugene erblickt den versteckten Abraham und macht Dwight auf ihn aufmerksam. Doch Abraham wechselte die Stellung und feuert auf die Saviors, der kniende Eugene beißt Dwight in die Genitalien. Daryl und Rosita nehmen wieder ihre Gewehre auf und es gibt ein Feuergefecht. Schließlich verschwinden Dwight und nur noch vier restliche Saviors im Wald. Eugene hat einen Streifschuss erlitten und wird mit einem in der Apotheke gefundenen Antibiotikum behandelt. Er und Abraham versöhnen sich wieder. Abraham macht Sasha eine Avance und die bittet ihn in ihr Haus. Denise wird beerdigt. Tobin erhält einen Abschiedsbrief von Carol: Obwohl sie alle in Alexandria liebt, möchte sie nicht mehr ständig für die Gemeinschaft kämpfen und töten. Deshalb werde sie Alexandria verlassen. Man solle ihr nicht folgen. - 8,5/10
http://www.imdb.com/title/tt4776088/
6.15 Nach Osten (East)
Carol packt Vorräte in einen Rucksack; als Tobin eintritt, versteckt sie ihn. Des Nachts geht sie und hinterlässt ihm den Brief. Glenn und Maggie duschen zusammen. Rick und Michonne erwachen umschlungen und Rick verbreitet Zuversicht. Daryl fährt mit dem Motorrad weg und Michonne, Glenn und Rosita folgen ihm, vermutend, dass er zu den Gleisen gefahren ist. Tobin übergibt Rick den Abschiedsbrief und stellt fest, dass Carol mit einem für die Beißer vor dem Tor mit Stangen und Rohren drapierten Wagen weggefahren ist. Ein Pick-up mit fünf Saviors kommt ihr entgegen und einer der Dreien auf der Ladefläche schießt ihre linksseitigen Reifen platt. Beide Autos halten an. Carol wird aus der Entfernung mit vorgehaltener Waffe vom Schützen befragt und gibt eine falsche Identität an. Doch die Saviors wissen, dass vor Alexandria solche Wagen mit Speeren stehen und möchten Carol dorthin mitnehmen. Hyperventilierend bittet sie Carol, nach Hause zu fahren, damit niemanden etwas passiert. Der Schütze jedoch entgegnet süffisant, dass jemandem etwas passieren werde. Der Beifahrer spornt ihn an, Carol schießt das Magazin der in ihrem Jackenärmel versteckten MP leer und tötet zwei Saviors auf der Ladefläche. Der Fahrer läuft mit einer Pistole schießend auf sie zu; hinter ihrem Wagen versteckt kann ihn Carol mit einer der Lanzen durchbohren, um mit seiner Pistole den hinter dem anderen Wagen lauernden Schützen zu treffen. Den zusammengesunkenen Beifahrer überprüft sie nicht, dieser verfolgt sie verletzt. Morgan und Rick fahren auf der Suche nach Carol Richtung Osten, kommen zur Stelle des Kampfes und verfolgen zu Fuß eine Blutspur. Morgan spricht den Mord von Carol an Karen und David an (Staffel 4), doch Rick hat nun seine Meinung geändert und heißt ihn gut. Morgan erzählt ihm die Geschichte des von ihm gefangen gehaltenen Wolfes, der Denise rettete und diese dann Carl. Rick frägt vor Überraschung nach. Nachdem sie während einer Auseinandersetzung mit Beißern aus der Ferne einen Überlebenden sehen, der sein Pferd sucht, entscheidet Morgan, Carol alleine zu verfolgen, da Rick in Alexandria gebraucht wird. Dort spürt Maggie einen starken Unterleibsschmerz. Michonne, Glenn und Rosita finden Daryl und wollen, dass er nach Alexandra zurückkehrt und dass sie von dort aus das weitere Vorgehen planen. Doch Daryl meint, er kann das nicht, geht und Rosita folgt ihm. Die beiden Zweiergruppen werden von Saviors um Dwight gefangen genommen, wobei Daryl von Dwight angeschossen wird. - 8/10
http://www.imdb.com/title/tt4589574/
6.16 Der letzte Tag auf Erden (Last Day On Earth)
Eine Saviorgruppe jagt und stellt einen nassen, blutverschmierten Mann
aus einer tributpflichtigen Gemeinschaft, die einen Aufstand versucht
hatte. Die Saviors schleppen ihn liegend auf eine Straße und postieren
sich dort vor drei Fahrzeugen. Morgan findet das gesuchte Pferd und setzt auf ihm die Suche nach
Carol fort; mit dem gleichen Ziel schleppt sich der in den Rücken
getroffene Savior immer schwerer vorwärts. Morgan findet an einem Haus
die gleichfalls verletzte Carol; der Schütze hatte sie im
vorhergegangenen Kampf mit seinem Messer verwunden können. Carol erklärt
Morgan nochmal ihre Logik: Wenn man Menschen mag, sind das Menschen,
für die man töten würde; wenn man nicht töten will oder kann, muss man
sie verlassen. Morgan erklärt, ganz alleine würde sie sterben und er
kann sie nicht alleine lassen. Als er draußen einen Beißer erledigt,
findet er im Haus Carol nicht mehr vor und besteigt erneut das Pferd.
Carol wird nach einem Kampf mit einem Beißer vom Savior zu Boden
gerissen, er nimmt ihre Pistole an sich und will sie im Gedenken seiner
getöteten Freunde langsam sterben lassen. Er schießt ihr in den Arm,
dann ins Bein, pausiert kurz, und als er weiter schießen will, findet er
Morgans Pistole auf sich gerichtet. Er ignoriert Morgans Worte, dass er
überleben kann, wenn er die Waffe fallen lässt und wird vom ihm
erschossen. Zwei an Ritter erinnernde Männer tauchen auf, Morgan teilt
dem einen mit, dass er dessen Pferd gefunden hat und Hilfe benötigt; der
Mann sagt mit Handschlag zu. Rick, Abraham, Sasha, Eugene, Carl und Aaron brechen mit dem
Wohnmobil nach Hilltop auf, um Maggie vom Gynäkologen untersuchen zu
lassen. Sie stoßen auf die postierte Saviorgruppe, Rick führt ein
Wortgeplänkel mit deren Wortführer, zuletzt fragt er ihn, ob dieser Tag
deren letzter auf Erden sein soll und der Wortführer fragt ihn, was
wäre, wenn es der letzte Tag auf Erden für ihn wäre oder für jemanden,
den er liebt. Die Alexandria-Gruppe wendet das Wohnmobil und Eugene
sucht auf der Karte einen anderen Weg. Abraham als Fahrer spricht
romantisch mit Sasha neben ihm, da stoßen sie auf vier blockierende
Fahrzeuge mit noch mehr Saviors. Diesmal kehren sie ohne auszusteigen
direkt um. Ihre Mienen werden sorgenvoller, sie haben bemerkt, dass es
verschiedene Saviorgruppen waren. In einem Hohlweg sind das nächste
Hindernis quer über die Fahrbahn aneinandergekettete Beißer. Mit einer
Axt und Schüssen lösen sie die Kette auf; von Saviors hinter den
Böschungen wird neben ihre Füße gezielt. Mit knapper werdendem Benzin
fahren sie in die offensichtlich von den Saviors gewünschte Richtung
weiter, doch dort stoßen sie auf eine dritte, noch größere
Fahrzeugblockade mit noch mehr Saviors. Eine vierte Blockade nach einer
Brücke besteht aus einem riesigen Haufen Baumstämmen, der unsichtbar
angezündet wird, während der anfangs Gefangene an der Brücke erhängt
wird. Eugene soll die Saviors nun alleine fahrend ablenken, während die
anderen mit Maggie auf einer Trage zu Fuß den Weg nach Hilltop suchen.
Als das Pfeifen der Saviors ertönt, laufen sie noch ein Stück weiter und
finden sich auf einer Waldlichtung wieder, umringt von einer gewaltigen
Überzahl Saviors, von denen Eugene bereits gefangen genommen wurde. Der
Wortführer von anfangs lässt alle auf die Knie gehen. Die (in Episode
15) zuvor gefangenen genommenen Daryl, Glenn, Michonne und Rosita werden
dazugereiht, dann der Boss angekündigt. Negan läßt sich Rick
zeigen und kündigt ihm an, es in ein paar Minuten bedauern zu werden,
ihn mit dem Töten vieler seiner Leute herausgefordert zu haben. Er
erklärt die neue Weltordnung, dass sie von nun an für ihn zu arbeiten haben. Je mehr sie sich dagegen wehren, desto härter wird ihr Leben werden. Er stellt Lucille,
seinen mit Stacheldraht umwickelten Baseballschläger vor, mit dem er
gleich einen von ihnen bewusstlos prügeln wird. Als er überlegt, ob es
Maggie sein wird, wirft sich Glenn nach vorne; Negan macht darauf
aufmerksam, dass, wenn jemand nochmals die kniende Reihe verlässt, er
ihn umbringen werde. Negan läuft mit einem Abzählreim die Reihe ab. Als
er sein Opfer gefunden hat, schlägt er mehrmals kräftig zu... - 9/10
Die sechste Staffel der Erfolgsserie "The Walking Dead" unterscheidet sich eigentlich nicht großartig im Aufbau und im Finale vorhergehender Staffeln. Wieder gibt es viele Tote in den eigenen Reihen zu beklagen, wieder gibt es Konflikte, wieder einen abartig fiesen Cliffhanger und zu Beginn dieser Staffel könnte man sich sogar beinahe langweilen, da einem alles so bekannt vorkommt. Dass das alles trotzdem noch so interessant ist und auch bleibt liegt an den Figuren, die man im Laufe der Serie liebgewonnen und ins Herz geschlossen hat. Staffel 6 versteht es zudem, die Spannungskurve kontinuierlich anzuziehen, sodass man in der letzten Folge dieser großartigen Staffel gebannt auf den Bildschirm starrt und kaum wagt zu atmen. Natürlich liegt das zu einem großen Teil an der Figur, die die ganze Zeit im Hintergrund agierte und sich erst dann zu erkennen gab: Negan. Nun mag dem einen oder anderen es so vorkommen als wäre Staffel 6 ein großer Teaser für die kommende Staffel 7, aber dem ist beleibe nicht so: einige Figuren machen eine herrliche Charakterentwicklung durch, die es selbstverständlich auch zu erzählen gilt. Mag man zu Beginn von Staffel 6 noch "aus Gewohnheit" zuschauen, spitzt sich die Lage immer mehr zu und macht richtiggehend Lust auf Staffel 7. Man darf gespannt sein...
Quellen:
Inhaltsangabe: Entertainment One
Poster/Artwork: Twentieth Century Fox/AMC/Disney+

































Ein junger Michael Caine spielt hier seine erste große Rolle, was ihm wohl auch zum Durchbruch verhalf. Neben dem jungen Caine fällt ein weiterer Name auf: Komponist John Barry sorgt für die eindringliche musikalische Untermalung. Barry - zuvor schon an den ersten Bond-Filmen beteiligt gewesen - unterstreicht hier seine Ambitionen im Gewerbe der Filmmusik, die später in etlichen hochwertigen Preise enden sollten. Aber das allein zeichnet "Zulu" nicht aus; auch Kameraführung, Aufnahmen und Bildkomposition stimmen und geben ein nahezu perfektes Bild des Jahres 1879 wieder. Kostüme, Schauspiel und Geschichte passen und nehmen den Zuschauer mit, selbst wenn im Anfang und Mittelteil kleinere Längen auftreten.
An dieser Stelle hätte eine kritische Auseinandersetzung mit diesem "Massaker" vielleicht sogar noch einen besseren Film abgegeben, als die heroische Geschichte, die in "Zulu" erzählt wird. Aber hier geht es vor allem darum die 'Helden' zu loben: was am 'Rorke's Drift' geleistet wurde, war eine militärische Meisterleistung. Ohne die Handlung zu einseitig zu zeichnen, ist "Zulu" eine doch recht objektive Haltung, welche die Zulu-Krieger als ebenso diszipliniert darstellt wie die Briten. "Zulu" ist insgesamt sicher kein 'Must-See', aber ein ordentliches Werk des britischen Kinos und vermutlich der letzte Monumantalfilm, auch wenn die reine Laufzeit einer solchen Bezeichnung sicher kaum gerecht wird.
6,5/10