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Dienstag, 13. September 2022

Zodiac - Zodiac: Die Spur des Killers (2007)

https://www.imdb.com/title/tt0443706/

Zwischen 1968 und 1969 ermordete der "Zodiac-Killer" nachweislich fünf Menschen im Raum San Francisco, zwei weitere Opfer überlebten. In zahlreichen, teilweise kodierten Briefen nahm der Mörder Kontakt mit der Presse sowie der Polizei auf und verhöhnte seine Verfolger. Im Film werden diese Ereignisse wie folgt umgesetzt: Der junge, charismatische Journalist Robert Graysmith (Jake Gyllenhaal) arbeitet als Karikaturist für den San Francisco Chronicle, wo der Zodiac-Killer mit seinen verschlüsselten Botschaften für helle Aufregung sorgt. Der Killer verlangt, dass seine Chiffren gleich am nächsten Tag auf der Titelseite der Zeitung abgedruckt werden, ansonsten würde er einen Amoklauf beginnen und "das ganze Wochenende herumfahren und nachts einsame Leute töten…". Greysmith lässt der rätselhafte Killer keine Ruhe mehr - in seiner Freizeit stellt er nun selbst Recherchen zu dem Fall an. Während die Jäger des Killers - etwa Starreporter Paul Avery (Robert Downey Jr.), Inspector David Toschi (Mark Ruffalo) und Inspector William Armstrong (Anthony Edwards) - nach und nach aus dem Rennen scheiden, gibt Graysmith die Jagd nicht auf, die langsam zu einer Besessenheit wird... 

Der Thriller schildert die Taten des Serienmörders Zodiac, der Ende der 1960er Jahre in San Francisco mehrere Menschen ermordete, sowie die Ermittlungen von offizieller und privater Seite. Der Film basiert auf den Büchern Zodiac und Zodiac Unmasked von Robert Graysmith, einem Karikaturisten der Tageszeitung San Francisco Chronicle, bei dem einige Briefe des Zodiac-Killers eintrafen. Die Identität des Killers wurde dabei bis heute nicht ermittelt. Dieser Kriminalfall diente David Fincher als Vorlage für seinen meisterhaften True-Crime Thriller "Zodiac: Die Spur des Killers", der den Fall in dokumentarisch anmutender Form nachzeichnet und damit einen grandiosen "Anti-Thriller" erschafft, der festgefahrene Thriller-Konventionen und Zuschauererwartungen mühelos sprengt wie unterläuft.

Nachdem sich Fincher im ersten Drittel zuerst auf den chronologischen, detailgetreuen Ablauf des Falls und auf die Darstellung des elektrisierenden Katz- und Mausspiels mit Medien und Polizeiapparat konzentriert, widmet er sich fortlaufend den anschließenden Ermittlungsarbeiten dreier Personen, die auf jeweils unterschiedliche Weise mit dem Fall in Berührung kommen. Da wäre zum einen der idealistische, verbissene SFDP-Cop Dave Toschi (Mark Ruffalo), der unentwegt mit Verständigungs- und Kooperationsproblemen zwischen den verschiedenen Polizei-Counties zu kämpfen hat, jedoch so gut es geht versucht, die unterschiedlichen Fährten schnitzeljagdartig auf gesetztestreue Weise zusammenzuführen. Der hedonistische Journalist des SF Chronicles Paul Avery (Robert Downey Jr.) ist ein ebenso guter Spürhund und mit allen Mitteln gewaschen, allerdings in seinem launischen Auftreten zwar gut am Glas, jedoch ohne Ausdauer und genügend Courage, um längerfristig am Ball zu bleiben. Hilfe im Zodiac-Case bekommt er vom introvertierten Karikaturisten Robert Graysmith (Jake Gyllenhaal) (auf dessen Büchern die Verfilmung basiert), der sich schnell hoffnungslos in den codierten Rätseln und dem Aufspüren des Killers verliert.

Fincher inszeniert einen Film, der sich voll und Ganz seinen Figuren widmet und auf sensible Weise die Wechselwirkungen des Kriminallfalles mit dem Innenleben seiner Charaktere schildert, die sich jeweils auf ihre Art obsessiv an der Lösung des Falles abarbeiten. Wenn das Sehverhalten durch die detailierte Darstellung der Ermittlungsarbeiten und dem nuancierten Beleuchten der Figurenentwicklungen entsprechend irgendwann nur noch zäh, zermürbend und ziellos wirkt, ist dies ganz und gar kein Fall von fehlender dramaturgischer Finesse, sondern viel mehr exakt der Kern von Finchers Film. Denn genau hierin liegt die eigentliche Tragik des Films begraben. Realistische Ermittlungsarbeit sieht Sackgassen vor, die zermürben, ernüchtern und Körper und Geist unendlich lähmen. Red Herings en masse, perfekte Puzzle oder notfalls Selbstjustiz findet nur im Kino statt, wie Fincher am Beispiel von "Dirty Harry" mehrmals vielsagend klipp und klar unterstreicht. Manche Fälle wollen eben nicht gelöst werden. Und bleiben für immer ungelöst...

Dennoch lässt es sich Fincher nicht nehmen, das gemächliche Tempo und die oftmals nur latent vorhandene Intensität mittels einigen irren Spannungs-Sequenzen und beklemmenden Set-Pieces, die in ihrer verstörenden Wucht nachhaltiges Unbehagen entfachen, unvermittelt in die Höhe schießen zu lassen und packendes Spannungskino zu zelebrieren. Ein Beispiel dafür ist der zweite Mord an einem See, der wohl beunruhigendsten Szene des Films: Nachdem der Zodiac-Killer einem Pärchen einen Raubüberfall vorgetäuscht hat, fesselt er das Pärchen und sticht die Beiden kaltblütig mit einem Messer ab. Fincher bleibt hierbei jedoch wenig explizit bzw. zeigt nur die Bewegung des Zustechens und kreirt dadurch puren Horror im Kopf des Zuschauers. Solch aufrüttelnde und wuchtig-unbehagliche Momente verteilt Fincher geschickt über die komplette Laufzeit, damit sich der Zuseher niemals in Sicherheit wiegen kann. Nachhaltig im Hirn nagend, plättend und schlicht meisterhaftes Kino.

9/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Warner Bros.
Textauszüge: Wikipedia

Dienstag, 28. November 2017

The Dead Pool - Dirty Harry V: Das Todesspiel (1988)

http://www.imdb.com/title/tt0094963/

Inspektor "Dirty" Harry Callahan (Clint Eastwood) hasst nichts so sehr wie die so genannten Schönen und Reichen und ihren Lebensstil. Vor allem, da es seine Arbeit erschwert. Doch nach seinem zuletzt gelösten Fall muss er sich wohl oder übel mit der Oberschicht beschäftigen, denn ein kranker Psychopath hat eine fiktive Todesliste veröffentlicht, auf der viele Berühmtheiten, aber auch er selbst zu finden ist. Als der erste Kandidat der Aufzählung, der Rockstar Johnny Squares (Jim Carrey), umgebracht wird steigt auch das mediale Interesse an dem 'Spiel' und Callahan muss unter Zeitdruck die Verbindung zwischen den gelisteten Persönlichkeiten herstellen, um so die Hintermänner dingfest zu machen...

Clint Eastwoods letzter Auftritt im "Dirty Harry"-Franchise - damals 58 Jahre alt, erklärte er das Ende damit, dass er zu alt für die Rolle wird und es nicht mehr glaubwürdig wirkt. Man wünschte sich, dass viel andere ebendiese Einsicht auch hätten.

Das Gesetz, dass sich jeder Teil von den anderen abhebt, setzt sich fort. "Das Todesspiel" ist nach wie vor solide Unterhaltung mit einem kompromisslosen Charakter, der keine Gefangenen macht. Ähnlich wie in "The Enforcer" ist auch nach wie vor die simple und vorhersehbare Story der größte Schwachpunkt, wohl auch deswegen werden ein paar Nebengeschichten eingestreut, die mit der Haupthandlung gar nichts zu tun haben - leider nur Stangenware, die vor allem nach der Mitte Längen enthält, aber auch an manchen Stellen für Lacher sorgt. Jedoch ist Eastwood beim Schurkenaufräumen mit seinem unnachahmlich angewiderten "Dirty Harry"-Gesichtsausdruck unschlagbar.

Der Plot hat hier nur zwei Besonderheiten: zum einen der Cameo-Auftritt der Guns'n'Roses, die bei einer Beerdigung und Aufnahmen für einen Film von Horror-Regisseur Peter Swan (gespielt von Liam Neeson) erscheinen. Die Band hatte nur ein halbes Jahr vor dem Dreh zu "Dirty Harry V" ihr epochales erstes Album "Appetite For Destruction" herausgebracht, war aber noch weit vom späteren Kultstatus entfernt. Es spricht für die Macher, das Besondere in dieser Band erkannt zu haben, als der sog. Glam Metal noch dominierte, und den GnR-Hit "Welcome To The Jungle" mit einer starken Einlage von Jim Carrey als durchgeknallter Rockstar zu bringen.

Das andere Feature ist Eastwoods Verfolgung durch ein ferngesteuertes Spielzeugauto, das mit Sprengstoff bestückt ist - weit weniger beeindruckend, weil die recht ausgedehnte Sequenz überhaupt nicht glaubwürdig erscheint und damit die sonst realistisch gehaltene Krimireihe von allen anderen abhebt. Für den Plot langt das aber allemal. Dafür wartet aber eine der Nebenhandlungen mit einem richtigen Brüller auf. Die Postbotenszene im Knast ist natürlich der Knaller des gesamten Films. Das Finale einer Reihe mit vielen Höhen und Tiefen geht damit insgesamt zwar nicht mit einem Knall in die Filmanalen ein, aber Clint Eastwood als Harry Callahan ist immer einen Blick wert. Alles in allem somit ein würdiger Abschied von "Dirty Harry".

6,5/10

In den USA gibt es die komplette Kollektion in einer 5-Disc Ultimate Collector's Edition mit allen 5 Filmen auf Blu-ray, dem Replik von Callahans Polizeimarke, einem informativen Begleitbuch, das Ganze verpackt in 2 Digipaks in einer stabilen Box. Ein echter Blickfang und Schmuckstück. Natürlich auch mit deutschem Ton.

Quellen
Inhaltsangabe: Warner Bros.

Sonntag, 25. September 2016

The Mask - Die Maske (1994)

http://www.imdb.com/title/tt0110475/

Stanley Ipkiss (Jim Carrey) ist ein schmächtiger Bankangestellter und ist nicht gerade erfolgreich beim anderen Geschlecht. Sein einziger Freund ist sein Terrier Milo. Außer seiner Leidenschaft für Tex Avery-Comics hat der schüchterne Ipkiss nur wenige Hobbies. Sein Leben ändert sich radikal, als er eine geheimnisvolle Holzmaske aus einem Abwasserkanal fischt, die ihn in ein unkontrollierbares Spiegelbild seiner selbst verwandelt. Aus dem spießigen Biedermann wird ein exzentrischer Superheld, ein grimassierender, grünkopfiger Wirbelwind, der kurzerhand beschließt, dem kriminellen Treiben in der Stadt ein Ende zu setzen. Doch auch der skrupellose Gangsterboss Dorian Tyrell (Peter Greene) erfährt von den unglaublichen Kräften der Maske und will sie um jeden Preis ins einen Besitz bringen... 

Heute fast ein wenig in Vergessenheit geraten, ist "Die Maske" Cameron Diaz' Kinodebüt und der große Kinodurchbruch für Jim Carrey, den ungekrönten Gott des Klamauks und Schabernacks. "Die Maske" ist eine Comicverfilmung und dies merkt man ihr in quasi jeder Szene an. Überzeichnet, künstlich und ein pures Gag-Feuerwerk, damit aber absolut maßgeschneidert für Jim Carrey. Logik und Sinn müssen beim Betrachten dieses Werkes dafür aber zu Hause bleiben. Der ganze Film hat einen tollen Look und man hat zeitweise das Gefühl, man schaut hier einen realen Cartoon. "Die Maske" ist zweifelsohne eine Jim Carrey One-Man-Show, wie die meisten seiner Filme. Er trägt diesen Film locker auf seinen Schultern und es ist schwer vorstellbar, dass dieser Film ohne ihn funktioniert hätte. Das Kuriose ist, dass Carrey als normaler Mensch selbst für seine Verhältnisse erstaunlich ruhig wirkt und erst wenn er die Maske trägt ist er so aufgeweckt und verrückt, wie man es von ihm eigentlich gewohnt ist. Er zitiert hier unfassbar viele Filme, von "Vom Winde verweht" bis "Dirty Harry" ist alles dabei. Die Nebendarsteller sind hier kaum der Rede wert, da sie nicht mal im Ansatz gegen Carreys Präsenz ankommen. Cameron Diaz spielt in ihrer ersten Rolle den typischen, sexy weiblichen Gegenpart, der aber leider ein wenig zu künstlich wirkt. Dafür weiß der Bösewicht erstaunlich gut zu gefallen und bildet einen guten Gegenpart zur Maske. Auch der Hund Milo verdient eine Erwähnung für seine herrliche Performance. Tja, "Die Maske" kann man eigentlich nur hassen oder mögen. Carrey macht einen hervorragenden Job und wer mit seinem Humor auch nur im Entferntesten etwas anfangen kann, darf sich diese Comicverfilmung nicht entgehen lassen.

7/10 

Quellen
Inhaltsangabe: Warner Bros.

Sonntag, 28. August 2016

Sudden Impact - Dirty Harry IV: Dirty Harry kommt zurück (1983)

http://www.imdb.com/title/tt0086383/

Weil Harry Callahan (Clint Eastwood) in San Francisco mal wieder ordentlich aufgeräumt hat, wird er zu seiner Sicherheit – und vor allem der seiner Umgebung – zu einem Mordfall in einer Kleinstadt versetzt. Dort werden innerhalb kurzer Zeit mehrere Männer mit Schusswunden in Kopf und Genitalien tot aufgefunden. Ausgerüstet mit seiner brandneuen .44er Magnum macht sich „Dirty Harry“ auf gewohnt kompromisslose Art daran, den Täter zu finden. Der Schlüssel zu dem Fall scheint die Malerin Jennifer (Sandra Locke) zu sein, die in einem Freizeitpark als Malerin arbeitet. Harry freundet sich mit ihr an, doch schon bald kommt er hinter ihre Geheimnis und das abscheuliche Verbrechen, das sie vor Jahren erleiden musste.

Sicherlich ist er nicht unbedingt als eine von Eastwoods (Regie-)Sternstunden zu bezeichnen, dieser vierte Auftritt von Harry Callahan, der hier quasi auf Urlaubsmission in eine Rape & Revenge-Story stolpert, vorher allerdings gefühlt nicht über die Strasse gehen kann, ohne mindestens zwei Raubüberfälle gewaltsam vereiteln zu müssen. Und als reiner Thriller geht "Sudden Impact" wohl auch kaum durch - dafür ist der Plot einfach zu vorsehbar, zum Teil bis in die Details. Leider fehlt es "Sudden Impact" zudem an einer gradlinigen Story und man wird das Gefühl nicht los, dass man vor hatte, den Film durch unnötige Nebenstränge in die Länge ziehen zu wollen. So verliert er sich ab und an. Interessant ist aber, wie sich San Francisco in 12 Jahren verändert hat.

Andererseits bekommt man genau das was man erwartet und kann kaum enttäuscht werden. Callahan eben - wenn sich hinter ihm nicht die Schurken in hohen Bergen stapeln, stimmt etwas nicht. Und wenn er seine .44er Magnum nicht auspackt, stimmt noch viel mehr nicht. Langweilig wird es kaum und immerhin bietet der Film einige nette Einfälle. Der Unterhaltungswert bezieht sich überwiegend aus Clint Eastwood's Performance, und auch hier aus einigen Details. Beispielsweise ist das Gesicht, das er macht wenn er wieder von einem Vorgesetzten einen Anschiss bekommt, einfach unnachahmlich und allein fast schon allein die 1 3/4 Stunden wert, die man mit "Sudden Impact" verbringt.

7/10

In den USA gibt es die komplette Kollektion in einer 5-Disc Ultimate Collector's Edition mit allen 5 Filmen auf Blu-ray, dem Replik von Callahans Polizeimarke, einem informativen Begleitbuch, das Ganze verpackt in 2 Digipaks in einer stabilen Box. Ein echter Blickfang und Schmuckstück. Natürlich auch mit deutschem Ton.


Quellen
Inhaltsangabe: Warner Bros.

Samstag, 19. September 2015

The Enforcer - Dirty Harry III: Der Unerbittliche (1976)

http://www.imdb.com/title/tt0074483/

Inspector "Dirty" Harry Callahan (Clint Eastwood) ist zurück – zunächst jedoch nur hinter einem Schreibtisch. Nach einer Gangsterjagd mit 15.000 Dollar Sachschaden haben seine Vorgesetzten genug von den rabiaten Methoden des wenig zimperlichen Cops und versetzen ihn zur Personalabteilung. Doch schon bald erhält Dirty Harry Gelegenheit, seine 44.er Magnum aus der Schublade zu holen und auf die Straßen San Franciscos zurückzukehren. Eine Terroristengruppe, die sich selbst "Armee des Volkes" nennt, bricht in ein Lagerdepot ein und stiehlt große Mengen an Waffen und Munition. Bei dem Überfall kommt auch Callahans ehemaliger Partner ums Leben. Die Kriminellen fordern eine Million Dollar, andernfalls wollen sie die Stadt mit Sprengstoffanschlägen terrorisieren. Bevor sich Harry auf die Jagd nach den Verbrechern machen kann, benötigt er zunächst einen neuen Partner. Seine Wahl fällt auf die junge Polizistin Kate Moore (Tyne Daly), die ihn durch ihre Entschlossenheit beeindruckt. Zwar unterscheiden sich ihre Vorstellungen von Polizeiarbeit erheblich, doch Callahan und Moore müssen zusammenhalten, um die Terroristen zu stellen. Auf der Insel Alcatraz kommt es zum Schowdown.

Während der erste Teil noch kontrovers und brisant und Teil zwei dann etwas zahmer, obgleich actionlastiger war, ist "Dirty Harry III: Der Unerbittliche" ist nun irgend etwas dazwischen. Callahan ist wieder ganz der Alte und er ballert sich seinen Weg mit seiner 44er frei. Auch seinen Zynismus hat er scheinbar wieder gefunden. Die Handlung an sich ist in Ordnung, mehr aber auch nicht. Da konnten die vorherigen beiden Teile durchaus mehr bieten und waren zudem spannender. Die Markenzeichen der Reihe bleiben zwar erhalten, so gibt es wieder einen Raubüberfall, den Harry verhindert und er bekommt einen neuen Partner, aber ansonsten beschäftigt man sich überwiegend mit dem Fall und da boten die vorherigen beiden Teile einfach ein wenig mehr Abwechslung.


Größtenteils liegt es aber an Clint Eastwood, dass man sich "The Enforcer" noch sehr gut ansehen kann, denn er scheint immer noch viel Spaß an seiner Rolle zu haben, spielt mal wieder absolut cool, lässig und es macht weiterhin Spaß ihm zuzusehen. Leider wurde weniger an der formals so hochgelobten Figurenzeichnung gearbeitet, seine zahme Art vom zweiten Teil ist auch gänzlich verschwunden und so bleibt seine Figur recht oberflächlich, was man zu allen anderen Charakteren auch sagen kann.

Die Inszenierung ist für einend dritten Teil recht ordentlich, bietet aber weit weniger Schauwerte als die beiden direkten Vorgänger und da man als Zuschauer eh weiß, wie der Hase läuft ist die Ermittlung bis zum Finale recht unspannend. Aufgehellt wird dies dabei lediglich durch die erfrischend kompromisslose Art der ganster und auch das Finale bietet dann wieder ein paar mehr fetzige Szenen. Auch ist die Atmosphäre wieder ein wenig zynischer geworden, der Grundton ist zwar recht ernst, aber irgendwie gibt sich der Film dennoch ziemlich locker und weiß0 mit ein paar herrlichen Sprüchen zu punkten. Leerlauf besitzt "Dirty Harry III: Der Unerbittliche" kaum und trotz der vorhersagbaren Story kann der Streifen recht ordentlich unterhalten.


"Dirty Harry 3" ist ein ziemlich stumpfer Actionthriller ohne jeglichen Anspruch. Die Handlung ist in Ordnung, die Inszenierung nicht schlecht, die Atmosphäre ganz nett und der Unterhaltungswert hoch. Das reißt einen bestimmt nicht vom Hocker, aber es liegt gerade an Clint Eastwood, dass man sich den Film gut ansehen kann, weil man ihm in der Rolle des Dirty Harry immer noch gerne zusieht. Etwas mehr Figurenzeichnung hätte jedoch absolut nicht geschadet. Alles in einem ein sehenswerter Film, der aber leider nicht mehr viel mit dem kontroversen, ersten Teil zu tun hat.

7/10

In den USA gibt es die komplette Kollektion in einer 5-Disc Ultimate Collector's Edition mit allen 5 Filmen auf Blu-ray, dem Replik von Callahans Polizeimarke, einem informativen Begleitbuch, das Ganze verpackt in 2 Digipaks in einer stabilen Box. Ein echter Blickfang und Schmuckstück. Natürlich auch mit deutschem Ton.

Quellen
Inhaltsangabe: Warner Bros.

Donnerstag, 17. September 2015

Magnum Force - Dirty Harry II: Callahan (1973)

http://www.imdb.com/title/tt0070355/

Eine Mordserie hält San Francisco in Atem: Mobster, Zuhälter und selbst hochrangige Mafiamitglieder werden von einem unbekannten Täter in der Aufmachung einer Motorradstreife der Polizei gejagt. Verbrecher, die sich dem juristischen Zugriff der Polizei und Gerichte entziehen, werden von ihm hingerichtet und alle, die zufällig dabei sind, gleich mit. Harry Calahan (Clint Eastwood) sind die Hände gebunden, ist er doch von seinem verhassten Vorgesetzten Briggs (Hal Holbrock) in eine Abteilung versetzt worden, in der er nichts Schlimmes anrichten kann. Dennoch nimmt er die Fährte des Serienkillers auf. Als bei einer dieser Hinrichtungen ein Freund von Calahan erschossen wird, stößt der Chefinspektor auf eine heiße Spur, die ihn direkt in die Befehlszentrale der Mordkommission führt...

Nach dem großen Klassiker und Meilenstein "Dirty Harry" kehrt Clint Eastwood in seiner - wie sich später herausstellen sollte - Paraderolle als Harry Callahan in "Magnum Force", dem zweiten Teil der "Dirty Harry"-Reihe, zurück. "Magnum Force" lässt sich wohl kaum noch ins reine Actiongenre stecken. Er ist viel mehr ein Krimi und insbesondere die Figur Callahan hat hier eine ordentliche detektivische Arbeit zu leisten, Dennoch kommt auch die herrliche handgemachte 70er-Jahre-Action nicht zu kurz. Aber eben weil hier viel mehr Wert auf die Detektivarbeit gelegt wird, ist auch der Spannungsgrad ein ungleich höherer als noch in Teil 1.

Der zweite Punkt, warum die Fortsetzung ebenso überzeugt, ist die Weiterentwicklung der Figur Harry Callahan. War er im ersten Teil noch der Bulle, der eigentlich alle hasst und seine eigenen Methoden anwendet, so sieht man hier schon viel mehr von ihm: nämlich einen Menschen, der zwar genauso seinen Weg geht und übellaunig gegenüber seinen Gegnern auftritt, aber eben auch in seinem näheren Umfeld Interesse an seinen Mitmenschen zeigt, sich sogar um seine Freunde sorgt und bei seiner Arbeit eben nicht nur die Waffe sprechen lassen darf, sondern auch mit Verstand agiert.

Letztlich ist es aber der Punkt, "Dirty Harry" bei seiner unkonventionellen Polizeiarbeit zuzusehen und seine 44er Magnum ballern zu hören, derjenige, weswegen man den Film überhaupt schaut und dank des enormen Unterhaltungswertes - auch heute noch - macht man mit "Magnum Force" keinen Fehler in der Programmauswahl.

7,5/10

In den USA gibt es die komplette Kollektion in einer 5-Disc Ultimate Collector's Edition mit allen 5 Filmen auf Blu-ray, dem Replik von Callahans Polizeimarke, einem informativen Begleitbuch, das Ganze verpackt in 2 Digipaks in einer stabilen Box. Ein echter Blickfang und Schmuckstück. Natürlich auch mit deutschem Ton.


Quellen
Inhaltsangabe: Warner Bros.

Sonntag, 13. September 2015

Dirty Harry (1971)

http://www.imdb.com/title/tt0066999/

Als ein Killer mit einem Scharfschützengewehr ein Mädchen erschießt und ankündigt, jeden Tag einen weiteren Menschen zu töten, sollte die Stadt seiner Forderung nach 100.000 Dollar nicht nachkommen, wird der knallharte Detective Harry Callahan (Clint Eastwood) auf den Fall angesetzt. Er ist ein Einzelgänger, der für seine radikalen Methoden am Rande der Legalität bekannt ist, aber immer Ergebnisse liefert. Ihm wird der junge Inspektor Chico Gonzales (Reni Santon) als Partner zugeteilt, wovon der Routinier zunächst gar nicht begeistert ist. Nach und nach raufen sich die beiden ungleichen Cops zusammen und nehmen die Verfolgung des sogenannten "Scorpio-Killers" (Andrew Robinson) auf. Denn dessen nächstes Ziel soll, laut einer Nachricht des Mörders, ein katholischer Priester oder ein wahllos ausgesuchter Schwarzer sein. Die Zeit läuft...

Manche Filme sind Meilensteine, ohne tatsächlich Meisterwerke zu sein. Das schaffen nicht viele, "Dirty Harry" aber definitiv. "Dirty Harry" - der Inbegriff des Polizeifilms. Und 1971 schuf Don Siegel damit einen Meilenstein der Filmgeschichte. Selbst aus heutiger Sicht ist "Dirty Harry" ein immer noch sehr guter Film, der tief in das amerikanische Seelenleben der 70er-Jahre blicken lässt. Mit Clint Eastwood hätte man auch keinen besseren finden können, der die Rolle des raubeinigen, zynischen und ständig auf Konfrontation gebürsteten Cops verkörpert. Es ist vor allem seine Darstellung des Polizeiinspektors Harry Callahan, die, neben seinen Western-Auftritten aus den 60er-Jahren, zu Eastwoods Status in Hollywood beitrugen. Politisch unkorrekt und sogar reaktionär, aber der Film ist eben auch zu einer Zeit entstanden, in der es zu einem Wertewandel oder sogar- verfall in der Gesellschaft gekommen war. Die Polizei hatte an Ansehen stark verloren und die Rechte und Interessen von Kriminellen wurden soweit in den Vordergrund gestellt, das man vor allem die Opfer der Verbrechen völlig aus den Augen verloren hat.

"Eins muss man Callahan lassen, er ist völlig unparteiisch, er hasst alle Menschen gleich."

''Dirty Harry'' liefert über die komplette Laufzeit staatskritische Aspekte und gerade in den Dialogen mit den gesetzlichen Vertretern wird diese kritische Perspektive deutlich. Aber die Figur Callahan zu reduzieren und einen total schießwütigen Polizisten zu nennen, wäre tatsächlich übertrieben, lediglich der Zynismus und eine gewisse Verbittertheit kann man ihr nachsagen. Diese muss man aber sehr wohl im historischen Kontext begreifen und entsprechend einordnen. Wenn man sich hier die Lebenswirklichkeit von vielen Amerikanern vor Augen führt, dann kan man erkennen, dass Filme und Filmfiguren sehr oft und auch hier, ein Spiegelbild ihrer Entstehungszeit sind. Der Vietnamkrieg hat eine ganze Generation verstört und in vielen Bereichen (politisch, sozial, usw.) war Amerika ein zutiefst gespaltenes Land (Hippie-Bewegung vs. Konservativismus).

Genau in diese Kerbe schlägt auch "Dirty Harry". Er ist der Cop der die Dinge in die Hand nimmt und rein gar nichts auf für ihn schwachsinnige Regeln gibt. Diese John-Wayne-Mentalität wohnt vielen Amerikanern sowieso inne und diese ignorante Einteilung aller Dinge in Gut und Böse ist ebenfalls ein Produkt dieser doch sehr einfältigen Sichtweise auf viele Bereiche. Darunter leidet leider auch etwas die Geschichte des Films, denn eine Auseinandersetzung mit dem Bösewicht findet gar nicht statt. Dafür wird andererseits gegen das Justizsystem und diverse Institutionen geschossen. Die vermeintlichen Auswirkungen dieser zu laschen Gesetzesauslegung wird dann wiederum im Finale thematisiert. und bis dahin wird man von wirklich guter Regiearbeit, ansprechenden Settings und einem ordentlichen Tempo durch den Film geführt und sowohl actionreich als auch spannend unterhalten, denn trotz aller Interpretationsansätze ist und bleibt "Dirty Harry" ein Film. Einer, der vermutlich auch in erster Linie nur unterhalten sollte und will.

Trotz der angesprochenen Schwächen in der Story ist "Dirty Harry" aufgrund der darstellerischen Leistung von Clint Eastwood, diversen guten One-Linern und einer gelungenen Inszenierung eine guter Film geworden. Auch knapp ein halbes Jahrhundert nach seinem Erscheinen geht er vielleicht nicht mehr als der Kultfilm durch, aber er ist und bleibt ein Meilenstein.

8/10


In den USA gibt es die komplette Kollektion in einer 5-Disc Ultimate Collector's Edition mit allen 5 Filmen auf Blu-ray, dem Replik von Callahans Polizeimarke, einem informativen Begleitbuch, das Ganze verpackt in 2 Digipaks in einer stabilen Box. Ein echter Blickfang und Schmuckstück. Natürlich auch mit deutschem Ton.

Quellen
Inhaltsangabe: Warner Bros.

Dienstag, 14. April 2015

Dexter, Season 04 (2009)

http://www.imdb.com/title/tt0773262/

"Dexter" geht in die vierte Runde! Die Ermittlungen zu einem Mord an einer jungen Frau, die in einer Badewanne ausgeblutet vorgefunden wird, bringen Dexters Familienlieben im Vorort ins Wanken. Frank Lundry untersucht eine Mordserie mit jeweils drei Opfern und gleichem Muster, die in einem Zeitraum von 30 Jahren immer wieder stattfinden. Bei dem Versuch, den sogenannten Trinity-Killer zu stoppen, kommt dieser Dexter und seiner gefährlich nah...

Nach drei überzeugenden Staffeln kehrt Dexter mit der in meinen Augen überzeugendsten Staffel seit der ersten zurück, wenngleich ich mich nicht zu denen zähle, die die eine oder andere Staffel rundweg wegen ihrer Thematik oder Ausrichtung kritisieren. Hier allerdings vereint die Serie die zahllosen Stärken der vorangegangenen Staffeln und Eindrücke und fügt zudem noch frische Impulse hinzu. Einerseits wäre hier Dexters Familienleben, das mehr denn je im Vordergrund steht, aber auch mehr denn je Probleme zu produzieren imstande ist – und durchaus nicht nur mörderischer Natur. Dann wäre da noch Debras amouröses Intermezzo mit Lundy, welches hier erneut aufgegriffen wird und deutliche Spuren bei der sonst so taffen Frau hinterlassen hat und sie in tiefe Verwirrung stürzt. Über Lundy selbst habe ich mich ebenfalls sehr gefreut, weil er von den zahlreichen Nebenfiguren eine derjenigen war, der ich das meiste Potential eingeräumt hatte und die am meisten Faszination besaß, was nicht zuletzt an Keith Carradines Ausstrahlung und Charisma liegt.

http://www.imdb.com/title/tt1444418/
4.1 Ein Leben wie im Traum (Living The Dream)
Sein Sohn Harrison bringt Dexter (Michael C. Hall) um den Schlaf und setzt seinen Job als Forensiker des Miami Police Department und sein blutiges Hobby als selbsternannter Rächer aufs Spiel. Unterdessen taucht FBI Special Agent Lundy wieder auf. Er ist auf der Jagd nach einem Serienmörder, von dem er nicht einmal beweisen kann, dass er wirklich existiert: dem geheimnisvollen 'Trinity-Killer.' - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt1444422/
4.2 Hängepartie (Remains To Be Seen)
Dexter ist völlig übermüdet am Steuer seines Autos eingeschlafen. Als er wieder zu sich kommt, wird er in eine Ambulanz geladen. Obwohl Dexter mit einer Gehirnerschütterung glimpflich davongekommen ist, will ihn der Arzt für zwölf Stunden im Spital behalten. Dexter hat jedoch allen Grund, so schnell wie möglich zur Unfallstelle zurückzukehren, kann er sich doch nicht mehr erinnern, was er mit der Leiche von Benny Gomez gemacht hat. Falls jemand den Leichnam vor ihm finden sollte, muss Dexter mit dem Schlimmsten rechnen. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt1444423/
4.3 Vandalenjagd (Blinded By The Light)
Bei einem Grillfest lernt Dexter seine Nachbarn kennen. Es stellt sich heraus, dass selbst dieses kleine Vorstadtparadies nicht von kriminellen Machenschaften frei ist. Ein Spitzbube schleicht im Schutze der Nacht um die Häuser, besprayt Gartentore und richtet anderen Unfug an. Dexter hat einen Verdacht, wer hinter den Streichen stecken könnte: Nachbarssohn Jesse, der es seiner Ziehtochter Astor angetan zu haben scheint. Der Tatortspezialist beschafft sich dessen Getränkedose, um den jugendlichen Vandalen mit den Mitteln moderner Forensik zu überführen. - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt1444424/
4.4 Sucht nach Freiheit (Dex Takes A Holiday)
Rita fährt für einige Tage mit den Kindern weg, um an der Hochzeit einer Cousine teilzunehmen. Dies verschafft Dexter endlich wieder etwas Freiraum, um sich einen Schurken vorzuknöpfen. Seine Wahl fällt auf Zoey Kruger, eine Polizistin, deren Ehemann und Kind vermeintlich bei einem Einbruch ums Leben kamen. Die Blutspuren deuten jedoch darauf hin, dass sie selbst ihre Familie auf dem Gewissen hat und die abscheuliche Tat einem verrufenen Kriminellen in die Schuhe schob. Doch Zoey Kruger wird auf Dexters Recherche aufmerksam und warnt ihn unmissverständlich. - 9,5/10

http://www.imdb.com/title/tt1444425/
4.5 Dirty Harry (Dirty Harry)
Aktuelle Ereignisse bringen Dexter selbst auf die Spur des "Trinity-Killers" und seine Motive sind nun persönlich. Aber er muss bald feststellen, dass der Serienmörder wenig mit den anderen Monstern gemein hat, die er bisher gejagt hat. Dexters Frau Rita entdeckt unterdessen eines seiner Geheimnisse und merkt, wie wenig sie über den Mann weiss, den sie geheiratet hat. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt1444426/
4.6 Familienväter (If I Had A Hammer)
Nach seiner verblüffenden Entdeckung, dass der "Trinity-Killer" gleichzeitig ein liebender Familienvater ist, schöpft Dexter Hoffnung, von seiner Zielperson lernen zu können. Er beschliesst, sich Arthur Mitchell behutsam zu nähern. Unter falschem Namen schleicht Dexter sich als freiwilliger Helfer in dessen wohltätige kirchliche Organisation ein, die für Bedürftige Häuser errichtet. Bald staunt er, wie mit welch raffinierter Methodik Arthur Mitchell sein blutrünstiges Doppelleben verbirgt. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt1444427/
4.7 Models, Morde, Missverständnisse (Slack Tide)
Im Magen eines toten Alligators liegt der Arm einer Kellnerin. Die Beamten verdächtigen einen Fotographen, Jonathan Farrow, des Verbrechens an diesem und weiteren wehrlosen Opfern ohne Aufenthaltsbewilligung. Nachdem Angel Batista keinen Durchsuchungsbefehl für das Studio erhalten hat, nimmt Dexter sich der Sache ausserdienstlich an. Zwar bringt er Farrow mit gewohnt eiskalter Präzision zur Strecke – aber dennoch erlebt Dexter eine böse Überraschung. - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt1444428/
4.8 Bereuen ist menschlich (Road Kill)
Dexter dachte, dass der Kodex seines Vaters ihn vor der Entdeckung schützen sollte. Aber nach seinem entscheidendem Fehler fragt er sich, ob er ihn nicht vielleicht vor etwas weit gefährlicheren bewahren sollte: menschlichen Gefühlen. Als er erfährt, dass der "Trinity-Killer" eine Reise plant, ergreift er die Gelegenheit um mehr über das ihm so ähnliche Monster zu erfahren. - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt1444429/
4.9 Das Fest der Dankbarkeit (Hungry Man)
Im Haus Morgan steht das Thanksgiving-Fest an. Bevor Dexter das Messer in den Truthahn sticht, will er Arthur Morgan und dessen Familienleben genauer unter die Lupe nehmen. Schnell entdeckt er hinter der properen Fassade der Mitchells eine eigentliche Geiselnahme, hält der Familienvater seine Liebsten doch in einem Zustand dauernden Terrors. Nachdem er Arthurs Sohn Jonah beobachtet hat, wie dieser seine Frustration an einem denkbar ungeeigneten Objekt abreagiert, eilt Dexter zur Hilfe. Er lädt sich kurzerhand selbst zum Familienfest der Mitchells ein. Dexters Vorahnung bestätigt sich: Das Mahl läuft innert Kürze dermassen aus dem Ruder, dass der Gast eingreifen muss, um ein Blutbad zu verhindern. - 9,5/10

http://www.imdb.com/title/tt1444419/
4.10 Die Unschuld eines Kindes (Lost Boys)
Debra erklärt sich zum Interview mit der Reporterin Christine Hill bereit. Weil sie sich Aufschluss über den Anschlag auf Lundy erhofft, bittet Debra Angel, dem Gespräch beizuwohnen. Nachdem sie Christine mit Fragen zur Tatnacht auf den Zahn gefühlt hat, ist Debra sicher: Die Reporterin hat etwas zu verbergen. Quinn ist ausser sich, als er von Debras Verdacht erfährt. Dennoch erklärt er sich bereit, Christines Zahnbürste für eine DNS-Analyse zur Verfügung zu stellen. - 9,5/10

http://www.imdb.com/title/tt1444420/
4.11 Hallo, Dexter Morgan! (Hello, Dexter Morgan)
Nachdem eine weitere Befragung Christine Hills keine weiteren Erkenntnisse gebracht hat, schlägt Debra vor, sie freizulassen. Sie glaubt, dass Christine die Polizei geradewegs zum "Trinity-Killer" führen könnte. Tatsächlich versucht die Reporterin sogleich, Kontakt zu ihrem Vater aufzunehmen, jedoch ohne Erfolg. Unverhofft erfährt Debra, dass Christine unter vier Augen mit ihr sprechen will. - 9,5/10

http://www.imdb.com/title/tt1444421/
4.12 Die Schlinge zieht sich zu (The Getaway)
Dexter verfolgt Arthur Mitchell, um ihn schnellstmöglich aus dem Weg zu schaffen, zuerst zu Fuss, danach in einer wilden Autoverfolgungsjagd. Dabei rammt er allerdings ein anderes Fahrzeug, was Dexter zum Verhängnis wird, als er Arthur Mitchell dann tatsächlich überwältigt hat. Als Amokfahrer festgenommen sitzt Dexter auf dem Polizeiposten, während der ohnmächtige "Trinity-Killer" jederzeit das Bewusstsein erlangen könnte. - 10/10

Wahnsinn, was für eine grandiose vierte Staffel! Die Jagd auf John Lithgow als den "Trinity-Killer" ist extremst spannend und so gut gemacht, dass man sehr oft einen "WTF!?"-Moment hat. Auch die unvorhersehbarenen Twists und Aufdeckungen tragen dazu bei und man fragt sich immer wieder "Wie wollen sie das nur toppen?" - und bekommt gleich den nächsten Hammer serviert. So voll des Lobes geht es nun zur Halbzeit in Runde 5, damit ist Halbzeit im Hause "Dexter" und die Serie hat sich schon jetzt eine Platz in meinen "All-Time-Favourites" gesichert.

Die komplette Serie ist in Deutschland nach sehr langer Wartezeit erschienen. Aber das Warten hat sich gelohnt: die aus acht Staffeln bestehende Serie wird in der für die Serie passenden "Bloodslide-Box" ausgeliefert, nur dass hier die Trägerplatten eben die Blu-rays darstellen. Damit handelt es sich um eine der stimmigsten Serienkomplettboxen, die es je gab:

Quellen
Inhaltsangabe: HBO / Warner Bros.
Poster/Artwork
HBO