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Mittwoch, 29. November 2023

Saw X (2023)

https://www.imdb.com/title/tt21807222/

Nachdem er als Jigsaw schon mehrere Menschen mittels grausamer Folterfallen vermeintlich dazu gebracht hat, ihr Leben wieder wertzuschätzen, hat John Kramer (Tobin Bell) wegen seiner schweren Krebserkrankung selbst nur noch wenige Monate zu leben. Doch schöpft er neue Hoffnung, als er von einer experimentellen Wunderbehandlung mit großen Erfolgschancen hört. Er macht sich auf den Weg nach Mexiko, um dort in einer Untergrundklinik den entsprechenden Eingriff durchführen zu lassen – fällt allerdings einem perfiden Betrug zum Opfer. Die Betreiber der Klinik machen verzweifelten Menschen falsche Versprechungen, um ihnen so das Geld aus der Tasche zu ziehen. Doch haben sie die Rechnung ohne Jigsaw gemacht! Kramer will die Betrüger zur Rechenschaft ziehen und denkt sich einmal mehr sadistische Todesapparaturen aus, mit denen die Scharlatane gequält werden sollen... 

Es kommt äusserst selten vor, dass der zehnte Teil eines erfolgreichen Franchise die Sünden früherer Filme wiedergutmacht, aber es fühlt sich an, als hätte der grandiose Misserfolg von "Spiral: From The Book Of Saw" die Leute zurück ans Reißbrett geschickt, was die besten Fortsetzung seit Jahren auf die Leinwand zu zaubern. Im Guten wie im Schlechten bin ich von den "SAW"-Filmen fasziniert - fasziniert von ihren einfallsreich inszenierten Tötungen, in denen Opfer in mittelalterlich aussehenden Vorrichtungen eingesperrt werden und vor die Wahl gestellt werden: a) sich äusserts blutig zu verletzen, oder b) den sicheren Tod durch diese Vorrichtung zu erfahren. Ich bin unendlich amüsiert über die seifenopernartige Erzählung, mit der diese sadistischen Spiele aneinandergereiht und gewissermaßen auch gerechtfertigt werden. Ich habe jeden Film der Horrorreihe bereitwillig durchgehalten, es nützt also nichts, um den heißen Brei herumzureden: "Saw" ist meine Art von Schrott.

Trotz all seiner neuerlichen Unsinnigkeiten und der (wissentlich) absurden Handlung dürfte der neue Teil wieder allen Fans gefallen. Und im Gegensatz zu den diversen Fortsetzungen davor (mit "Saw III" wurde jeglicher Anschein von Einfallsreichtum abgehackt) gelingt es diesem, in einem etwas zu spüren, das über ekliges Adrenalin hinausgeht - vorausgesetzt, man hat Zuneigung zu den Grundpfeilern der Reihe. Der erste "Saw"-Film, der 2004 in die Kinos kam und vom jungen Kreativteam James Wan (der auch Regie führte) und Leigh Whannell geschrieben hatte, war eine ausgefallene Neuheit und löste einen der schmutzigsten Trends im sogenannten Hollywood-Horror aus. 

John Kramer, alias Jigsaw (Tobin Bell), ist ein Racheengel mit Hirntumor. Er erscheint in jeder Ausgabe von "SAW". Nach seiner willkürlichen Logik (es ist schwer zu sagen, ob er ein Guter oder ein Böser ist) entführt er Menschen und steckt sie in seine rostigen Fallen. Diejenigen, denen die Flucht gelingt, erhalten oft ein neues Leben, und seltsamerweise ist der Zuschauer John mehr zugetan als allen seinen Möchtegern-Jüngern. In "Saw X" bezeichnet er sich selbst augenzwinkernd als "Lebensberater". Die Ereignisse von Jigsaws neuestem Fleischfest sind zwischen "Saw" und "Saw II" angesiedelt. John, unser kränklicher Antiheld, reist für einen experimentellen medizinischen Eingriff nach Mexiko, der sich als großer, fetter Betrug herausstellt. Die Gauner hinter dem Schwindel werden seine zukünftigen Opfer. Der Regisseur Kevin Greutert unternimmt überraschend viel Mühe, um den Bogen um den Verrat, den John erleidet, zu entwickeln, indem er den Einsatz auf eine Art und Weise erhöht, die in den vorherigen, hypernihilistischen "SAW"-Filmen nie thematisiert wurde.

Der Film spielt am Stadtrand von Mexiko-Stadt und verwendet einen gelbsüchtigen Sepiafilter, um die Verlagerung auf exotisches Terrain zu signalisieren, und obwohl es in der Handlung darum geht, dass ein Weißer Latinos brutal tötet, dämpft die robustere Inszenierung böswillige Rassismusvorwürfe - nicht das der Filmkommentar zu solchen Themen anspruchsvoll wäre; In dieser Welt des jugendlichen Nervenkitzels sehen alle Menschen innerlich gleich aus. Dieses "Saw" vermeidet die triste politische Hetze von "Spiral: From The Book Of Saw", dem Spin-Off aus dem Jahr 2021, das den moralischen Auftrag des Jigsaw-Killers mit der Black Lives Matter-Bewegung verband.

Auf jeden Fall ist der größte Bösewicht, der Anführer des Schwindels, eine kaltblütige Skandinavierin, Dr. Cecilia Pederson (Synnove Macody Lund), die sich vielleicht weniger um ihre spanischsprachigen Untergebenen kümmert als John selbst. Die "Saw"-Stammdarstellerin Amanda (Shawnee Smith) taucht auf, um dem Boss bei seinem neuesten Stunt zu helfen: Sie entführt Cecilia und drei ihrer Komplizen. Nacheinander spielt jedes Opfer sein Spiel, unterbrochen von Johns und Amandas herzzerreißenden Gruppengesprächen, Cecilias erbarmungslosen Intrigen (bei einem Manöver handelt es sich um ein Seil aus den Eingeweiden eines Opfers) und das Erscheinen von Symbolen aus dem erweiterten "Saw"-Universum. Die Kreativität bei den Fallen ist beachtlich, man fragt isch oft, wie man auf solche (kranken) Ideen kommt.

Dies ist der bisher gepflegteste "Saw"-Film. Die Geschichte ergibt größtenteils sogar Sinn und Greutert greift auf die frenetischen Schnitttechniken zurück, die die älteren Filme wie das Blut-und-Eingeweide-Äquivalent von weißem Rauschen erscheinen ließen. Bells Jigsaw ist derselbe gelassene Psychopath, auf den sich der Zuschauer mittlerweile verlassen kann, wenn es um grausige Erregung (und ein paar bösartige Lacher) geht, und hier ist er auch ein bisschen verschmust - genau wie die Fans es immer dachten.

7/10

Quellen:
Inhaltsangabe
: Studiocanal
Poster/Artwork: Lionsgate

Samstag, 25. September 2021

Spiral: From The Book Of Saw - Saw: Spiral (2021)

https://www.imdb.com/title/tt10342730/

Polizist Zeke Banks (Chris Rock) und sein neuer Partner William Schenk (Max Minghella) untersuchen im Auftrag ihrer Chefin Capt. Angie Garza (Marisol Nichols) eine Serie grausamer Morde an Polizisten, die mit dem brutalen Tod von Detective Marv Bozwick (Daniel Petronijevic) in einem New Yorker U-Bahntunnel ihren Anfang genommen hat. Die Morde erinnern an die blutige Vergangenheit der Stadt, denn offenbar ist hier ein Nachahmer des legendäre Jigsaw-Killers am Werk, der auf die Korruption innerhalb der Polizei aufmerksam machen will. Bald muss Zeke nicht nur einsehen, dass ihnen der Mörder immer einen Schritt voraus ist, sondern auch erkennen, dass der Killer ein perfides Spiel mit ihm spielt. Zeke bittet seinen Vater, den angesehenen Polizeiveteranen Marcus Banks (Samuel L. Jackson), um Hilfe, doch plötzlich steht er mitten im Zentrum des morbiden Plans. Wird er lebend herauskommen (oder wenigstens mit allen Körperteilen)? 

"Saw: Spiral" ist ein Spin-Off und der neueste Streich aus der "SAW"-Reihe; mehr Thriller als Horror, auch wenn selbstverständlich aus beiden Genres Elemente vorhanden sind. Eigentlich war die Story mit "Saw: Vollendung" plausibel zu Ende erzählt, der lose drangebastelte "Jigsaw" stellte das Publikum nicht zufrieden - dann aber kam Chris Rock. Der hatte wohl eine zündende Idee wie man der Reihe neue Impulse verleihen konnte, schrieb selbst das Drehbuch und übernahm die Hauptrolle, weshalb ihm Lionsgate wohl 20 Millionen US-Dollar in die Hand drückte - was "Saw: Spiral" zum Teuersten der ganzen Reihe macht. Das Resultat ist ein gängiger Polizeitthriller über ein Revier und insbesondere einen Ermittler, der es mit einem Serienmörder zu tun bekommt. In "Saw: Spiral" tötet ein Nachahmer Polizisten im Rahmen grausamer Fallen, um diese für eigene Verbrechen zu bestrafen. Der Film ist dabei so brutal wie eh und je, versucht dies aber mit einer gesellschaftskritischen Komponente und ein wenig Humor zu kombinieren. Das funktioniert zwar schon alles irgendwie, reißt einen aber nicht unbedingt mit, auch die Ermittlungen sind kaum der Rede wert.

"Saw: Spiral" besitzt damit zwar interessante Ansätze, scheitert jedoch leider an seinem viel zu abrupten Ende. Etwas mehr Zeit für die Story und Charaktere hätten dem Film nur gut getan. Dazu sind die Folterszenen zwar wieder etwas blutiger als bei "Jigsaw", im Vergleich zu den knallharten Unrated-Fassungen der früheren Teile aber immer noch viel zu harmlos. Chris Rock selber erscheint obendrein als zu flapsig für die ernste Rolle; ebensowenig wirkt Samuel L Jackson mit seiner gängigen Coolness ein wenig fehl am Platze. Die Akzentuierung hat sich eben doch ein wenig verschoben. Der Fluch der guten bzw. bösen Tat holt das Drehbuch jedoch insofern ein, dass der langjährige Fan dieser Reihe natürlich stets schon auf die verrücktesten Wendungen gefasst ist und insofern wirkliche Überraschungen kaum noch möglich sind. 

Dementsprechend fällt dann auch die Handlung aus: In halbwegs düsterem und grimmigem Tonfall werden zwar immer wieder Entwicklungen angetäuscht und es wird mit den Erwartungen der Zuschauer gespielt, bei den allermeisten alten Hasen unter den "SAW"-Zuschauern dürfte sich das Erstaunen über diverse Plotentwicklungen jedoch stark in Grenzen halten. Auch wenn hier nicht alles perfekt ist: Im Großen und Ganzen wird in "Saw: Spiral" passabler Fanservice geliefert, der - trotz einiger berechtigter Kritikpunkte - mit so manchen althergebrachten Qualitäten punktet. Und das, obwohl der finale Twist schon lange vor dem Ende zu erahnen ist. Daher dürfte dieser Film kaum eine ernsthafte Herausforderung für Kenner der Filmreihe sein. Man bekommt eben, was man erwartet. Mal wieder halbwegs gelungen, obwohl extrem absurd. Für Fans dürfte eine Sichtung ohnehin Pflicht sein; und wer die Reihe bisher nicht mochte, wird vermutlich auch weiterhin nicht zu überzeugen sein.  

4,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe
: Studiocanal
Poster/ArtworkLionsgate

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Jigsaw (2017)

http://www.imdb.com/title/tt3348730/

Der Killer Jigsaw alias John Kramer (Tobin Bell) ist seit über zehn Jahren tot. Dennoch tauchen auf einmal immer mehr Leichen überall in der Stadt auf, die alle auf grässliche Weise zu Tode gekommen sind. Als die Ermittlungen beginnen, wird schnell klar, dass bei der Vorgehensweise der Morde alles auf das tote kriminelle Genie und den alten Bekannten hindeutet, das so oft im Hintergrund die Strippen gezogen hatte:
John Kramer. Ist der Jigsaw-Killer zurück? Oder steckt ein anderer hinter den Morden? Ist einer seiner Schüler zum Lehrer geworden und führt Jigsaws Erbe fort? Die Spiele haben begonnen...

Als sich James Wan und Leigh Whannell den ersten "Saw"-Film - und das war im Jahr 2004 - erdachten, hatten sie sicherlich nicht damit gerechnet, dass dies der Auftakt zu einem der erfolgreichsten Horror-Franchises der jüngeren Kinogeschichte werden würde. Es ist sowieso verwunderlich, dass glatte sieben Teile der Reihe existieren, denn aufmerksamen Zuschauern und Fans der Reihe dürfte nicht entgangen sein, dass der Jigsaw-Killer eigentlich seit "SAW III" nicht mehr existiert. Ab diesem Zeitpunkt wurden alle möglichen und unmöglichen Versuche seitens der Macher ins Kalkül gezogen um die Reihe fortzusetzen, selbst wenn man dabei alle Logik über Bord warf. Aber gerade dieser letzte Umstand schießt "Jigsaw" gewaltig ins Knie. Denn was macht man, wenn der Haupt-Antagonist einer sehr erfolgreichen Filmreihe aus dem Leben scheidet und man ihn zurück bringen will? Genau. Man verpasst ihm einen ähnlich wahnsinnigen Lehrling, spielt mit Zeitebenen und baut unzählige Flashbacks rein, um Jigsaws Vorgeschichte unnötig aufzublähen und sogar ins Absurde zu ziehen. Das wurde mit jedem neuen Film nach "SAW III" jedoch problematischer, Jigsaw irgendwie in die Handlung reinzuzwängen und seine Screentime wurde von Mal zu Mal immer kürzer. 

Auch in "Jigsaw" spielt der Namensgeber eine Rolle, doch leider ist diese so ungeschickt eingebaut, dass man als Zuschauer bereits nach dem Fund der zweiten Leiche weiß, wohin der Hase (erneut) läuft. Noch schlimmer ist aber, dass man den Lehrling beinahe sofort identifiziert, denn wo uns das gesamte "SAW"-Franchise ab Teil IV immer wieder versuchte in die Irre zu führen, lief es doch letztendlich auf den einen, eigentlich unmöglichen Killer hinaus. Und dieses Konzept lässt auch "Jigsaw" nicht unter den Tisch fallen. Dabei hätte man hier neue Wege gehen können, doch die Spierig-Brothers, welche als Regisseure fungierten, entschlossen sich, lieber auf altbewährten, aber ausgetretenen Pfaden zu wandeln. Wieder sind es eine Handvoll Menschen, die allesamt ein jeweils schreckliches Geheimnis haben und nun zusammenarbeiten müssen, um den fiesen Fallen des Täters zu entkommen. Diese sind aber längst nicht mehr so fies wie die Fallen zuvor, obwohl natürlich auc Blut fließt und der ein doer andere recht eklige Effekt zu bewundern ist. Gerade die "Laser Neck-Trap" bietet einen schönen Goreffekt, aber auch die "Bike-and-Swirl"-Trap verrichtet "ordentliche Arbeit". Aber gelegentlich kommt bei den Fallen-Szenen sogar echte Spannung auf, die spätere Sequels der Reihe vermissen ließen. Leider hat man aber das Gefühl, dass trotz der FSK18-Freigabe an diversen Stellen gekürzt wurde, um eben dieses Rating zu erhalten. Im direkten Vergleich zu den Unrated Version des "SAW"-Franchises ist "Jigsaw" tatsächlich eher harmlos, wenngleich auch zeigefreudiger als so manch anderer Horrostreifen der letzten Jahre. 

Deutlich uninteressanter wird es immer, wenn die Handlung von den Spielen zu den Ermittlungen im Fall von Jigsaws neuer Mordserie wechselt, denn die klischeehaften Polizisten und Pathologen sind genau so uninteressant und austauschbar wie die Opfer des Serientäters, nur dass sie nicht den Bonus haben, in regelmäßigen Abständen zersägt, aufgespießt oder zerrissen zu werden. Um der klassischen "SAW"-Bauplan treu zu bleiben, beinhaltet "Jigsaw" neben einfallsreichen Fallen und solider Härte auch diverse Twists, die sich zuspitzen, wenn die hier hier sehr vorhersehbaren Handlungsstränge gegen Ende zusammenlaufen. Seinen Höhepunkt erreicht Jigsaw jedoch, wenn Tobin Bell endlich die Bühne betritt und binnen weniger Sätze die Zuschauer daran erinnert, dass er immer noch das Herz der Reihe. Da er sein Gesicht nicht hinter einer Maske versteckt, ist er schauspielerisch gefordert und schafft es wieder einmal durch Ruhe, Bedrohlichkeit auszustrahlen.

Die Spierig-Brüder haben mit "Jigsaw" die Reihe damit nicht neu erfunden, sondern vielmehr einen Film inszeniert, der ganz im Geiste seiner Vorgänger steht. "Jigsaw" ist trotz diverser Querverweise und Hommagen an die früheren Filme so ausgelegt, dass auch Neueinsteiger sich zurechtfinden könnten. Aber das einige rückwirkende Ergänzungen der Vorgeschichte geradezu haarsträubend sind, eindimensionale Kanonenfutter-Charaktere ihre Rollen herunterspielen und der finale Twist schon meilenweit im Vorfeld gerochen werden kann, machen "Jigsaw" zu einem sehr mittelmäßigen Teil der Reihe. Da kann man nur hoffen, dass nun wirklich Schluss ist.


5,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe
: Studiocanal
Poster/ArtworkLionsgate

Donnerstag, 27. März 2014

SAW III (Unrated Director's Cut) (2006)

http://www.imdb.com/title/tt0489270/

Während die Polizei nach einer Reihe weiterer Opfer fieberhaft nach dem Jigsaw-Killer fahndet, erfreut sich dieser bereits an einem neuen sadistischen Spiel. Seine ergebene Schülerin Amanda hat im Auftrag ihres todkranken Meisters die Ärztin Dr. Lynn Denlon in ein leer stehendes Lagerhaus entführt und mit einem hochexplosiven Halsband versehen. Dort soll sie den sterbenden Jigsaw so lange am Leben erhalten, wie das ebenfalls gekidnappte Opfer Jeff benötigt, um einen mörderischen Parcours zu durchlaufen, den das Mastermind mit perversen Überraschungen gespickt hat. Setzt Jigsaws Herzschlag aus, bevor Jeff zurückkehrt, explodieren die Sprengladungen an Dr. Denlons Körper.

Mit "SAW III" beginnt das Franchise immer mehr abzustumpfen, bewegt sich weit weg vom hohen Thriller-Niveau des Erstlings zum reinen Torture-Porn. Das Ganze ist zwar nach wie vor spannend, hat aber vor allem im Mittelteil seine Längen und ist oft auch wirklich lächerlich. Trotzdem wird der Film vor allem gegen Ende hin noch einmal richtig spannend. Dieses Ende hätte eigentlich auch die Reihe beenden sollen, nach meiner Meinung.

Die Splatterszenen sind teilweise echt brutal, aber "Fallen" wie die des Richters sind schon wirklich an den Haaren herbeigezogen und sollen wohl tatsächlich nur Ekel und Abscheu hervorrufen. Dagegen ist die Falle "The Twisting Crucifix" oder auch "The Rack" ein wahres Kunstwerk an Fiesheit. Man muss aber sagen, dass einem die Charaktere hier bei weitem nicht so gleichgültig sind wie in so manchem anderen Horrorfilm. Besonders schmerzhaft ist auch die Operation an Jigsaw, bei der die Kamera wirklich immer voll drauf hält und kein Detail der Phantasie überlässt.

Nun ja, mit insgesamt fast 2 Stunden Laufzeit ist der Streifen definitiv zu lang. Mit vorgegaukelten Verknüpfungen, die zwar logisch erscheinen sollen, es aber nicht sind. Noch gut.

6,5/10

Erschienen in einer streng limitierten Auflage von nur 2.500 Stück. Mit einem aus Metall und Leder bestehenden Originalnachbau der umgedrehten Bärenfalle im Maßstab 1:3. Inklusive der bisher unveröffentlichten Versionen von SAW III und SAW 3D!


Quellen:
Inhaltsangabe
: Studiocanal
Poster/ArtworkLionsgate

Dienstag, 25. März 2014

SAW II (Director's Cut) (2005)

http://www.imdb.com/title/tt0432348/

Jigsaw lebt! Und er hat sich neue Spiele ausgedacht. Nachdem ein Mordopfer entdeckt wird, an dem Jigsaw deutlich seine Handschrift hinterlassen hat, nimmt Detective Eric Matthews (Donnie Wahlberg) seine Spur auf. Erstaunlich schnell schafft er es, Jigsaw (Tobin Bell) zu finden – nur um festzustellen, dass der Fahnungserfolg nur Teil eines mörderischen Spiels ist. Denn das Mastermind hält Matthews’ Sohn und sieben weitere Menschen in einem Haus gefangen. Sie haben nur zwei Stunden, um die versteckten Hinweise zu entschlüsseln und der Todesfalle zu entkommen. Und Matthews muss das mörderische Spiel ohnmächtig auf einem Videomonitor mit ansehen...

"SAW II" ist ein eigentlich ganz brauchbarer (Horror-)Thriller, dessen große Schwäche allerdings die Teils sehr lausigen Schauspieler und sein guter Vorgänger sind. Man sollte aber bei den schlechten Darstellern von Donnie Wahlberg, Tobin Bell und Dina Meyer absehen, diese machen nämlich einen guten Job. Aber somit tut sich auch ein großer Spalt auf - zwischen richtig guten und verdammt schlechten Leistungen und man ist hin- und hergerissen. Der Film an sich ist eigentlich recht spannend und trickreich, wenn auch nicht so genial wie der Erstling. Auch mit den Splatter- und Goreszenen ist man hier noch etwas moderater ans Werk gegangen. Wirklichen Horror gibt es nie wirklich, dafür aber reichlich Nervenkitzel. Die Schnitte sind mittlerweile sehr hastig geworden, aber auch auf eine komische Weise gekonnt zum Spannungsaufbau eingesetzt. Zum Ende hin wird der Film immer besser (nachdem die ganzen unwichtigen Nebencharaktere dezimiert wurden) und kann sogar sehr nett an den Vorgänger anknüpfen. Was dann bleibt ist ein halbwegs brauchbarer Thriller mit netten Twists und gängigen Methoden um für Spannung zu sorgen.

6/10

Erschienen in einer streng limitierten Auflage von nur 2.500 Stück. Mit einem aus Metall und Leder bestehenden Originalnachbau der umgedrehten Bärenfalle im Maßstab 1:3. Inklusive der bisher unveröffentlichten Versionen von SAW III und SAW 3D!


Quellen:
Inhaltsangabe
: Studiocanal
Poster/ArtworkLionsgate

Montag, 24. März 2014

SAW (Director's Cut) (2004)

http://www.imdb.com/title/tt0387564/

Den Arzt Dr. Lawrence Gordon (Cary Elwes) und Adam Stanheight (Leigh Whannell) verbinden zwei Dinge: ein beschauliches, gediegenes Leben und die Tatsache, dass sie sowohl das eigene, als auch das Leben anderer auf die leichte Schulter nehmen. Benommen wachen beide, einander gegenüber angekettet, in einem heruntergekommenen Badezimmer auf. In der Mitte des Raumes liegt die blutüberströhmte Leiche eines Mannes. Verwirrt und nervös machen sich die beiden auf die beschwerliche Suche nach Anhaltspunkten, bis sie schließlich auf zwei rostige Laubsägen stoßen. Schnell wird ihnen klar: hier möchte jemand ein Spiel spielen... und der Einsatz ist ihr Leben.

Nicht ohne Grund der beste Teil der undefined! "SAW" bietet nämlich im Gegensatz zu seinen Nachfolgern eine starke und unvorhersehbare Story mit einem Ende was sich gewaschen hat. Man weiß nie mehr als die Hauptprotagonisten Dr. Lawrence Gordon und Adam. Was im Laufe des Filmes über beide offenbart wird, lenkt den Zuschauer geschickt auf falsche Fährten und macht dieses Kammerspiel umso schockierender! Und dies wird schauspielerisch von Cary Elwes und Leigh Wannel auf auf einem guten, hohem Niveau auch verkörpert. Doch auch rein psychologisch ist der Film stark. Mit gut gesetzten Schocks und ausgeklügelten Fallen, versteht es Regisseur James Wan die Spannung immer auf einem gewissen Level zu halten. Zwar verliert der Streifen in der zweiten Hälfte etwas an Fahrt, dreht dann aber am Ende noch einmal voll auf. Und dieses Ende ist dann wohl eines der Besten, welches man bis dato in solch einem Genrefilm sah. Ein großartiger Thriller, man könnte fast sagen ein kleines Meisterwerk für Freunde der gepflegten Horror/Thriller-Unterhaltung. 

7,5/10

Erschienen in einer streng limitierten Auflage von nur 2.500 Stück. Mit einem aus Metall und Leder bestehenden Originalnachbau der umgedrehten Bärenfalle im Maßstab 1:3. Inklusive der bisher unveröffentlichten Versionen von SAW III und SAW 3D!


Quellen:
Inhaltsangabe
: Studiocanal
Poster/ArtworkLionsgate

Freitag, 21. März 2014

SAW IV (Unrated) (2007)

http://www.imdb.com/title/tt0890870/

Jigsaw und seine Gehilfin Amanda sind tot, aber seine mörderischen Spiele gehen weiter. Nach dem Mord an Detective Kerry helfen die FBI-Profiler Agent Strahm und Agent Perez dem Revierchef Detective Hoffman, Jigsaws letztes grausames Spiel zu rekonstruieren. Doch dann wird Commander Rigg (Lyriq Bent) entführt und in eins von Jigsaws mörderischen Spielen verwickelt. Die Hinweise deuten nun alle auf Jigsaws Ex-Frau Jill...

Alles beim Alten im Saw-Universum. "SAW IV" knüpft von der Inszenierung ziemlich genau bei seinem Vorgänger an. Erzählerisch ist das nach wie vor dünn, kommt sich aber so unglaublich intelligent vor, dass im gewohnt verhaltenskreativen Schnitt alles dreimal erklärt wird, damit die dummen Zuschauer den ganzen Verweisen auf das Franchise und dem Haufen an Twists überhaupt noch folgen können. Das ist ziemlich unnötig, da dies viele Fans ohnehin nicht interessieren wird. Hatte ich zu Beginn der Reihe noch die Hoffnung ein kritisches Statement zu Folter reininterpretieren zu können, schwindet dies von Teil zu Teil mehr und macht einem reinen selbstherrlichen Selbstjustiz-Gemetzel Platz.
Trotz aller Macken, die noch ergänzt werden könnten und sich durch die bisherigen Sequels durchziehen, kann ich eine gewisse Faszination nicht leugnen. Diese dürfte wahrscheinlich ähnlich gelagert sein, wie bei den Fans der Serie: entschlackt von jeglicher Story oder Dramaturgie konnte ein gewisses Interesse für die Spiele und die Apparaturen geweckt werden. Dies macht aus den SAW-Fortsetzungen zwar auch noch keine wirklich unterhaltsamen Filme, aber die Neugierde auf die weiteren Teile bleibt irgendwie doch erhalten. Damn! 

6/10

Erschienen in einer streng limitierten Auflage von nur 2.500 Stück. Mit einem aus Metall und Leder bestehenden Originalnachbau der umgedrehten Bärenfalle im Maßstab 1:3. Inklusive der bisher unveröffentlichten Versionen von SAW III und SAW 3D!


Quellen:
Inhaltsangabe
: Studiocanal
Poster/ArtworkLionsgate

Samstag, 16. Februar 2013

SAW 3D: The Final Chapter (Kinofassung) (2010)

http://www.imdb.com/title/tt1477076/

"SAW" goes 3D! Und dafür hat der berüchtigte Massenmörder Jigsaw (Tobin Bell) – selbstredend vor seinem frühen Versterben im dritten Serienteil – wieder besonders abartige Todesfallen ausgeheckt. Die wenigen Glücklichen, die die früheren Spielchen des mörderischen Moralapostels überlebt haben, haben sich in einer Selbsthilfe-Gruppe unter der Leitung des selbsternannten Gurus Bobby Ddagen (Sean Patrick Flanery) zusammengefunden. Doch damit setzen sie Jigsaws Maschinerie des Grauens nur einmal mehr in Bewegung... 

Im siebten und finalen Teil der Saw-Reihe erfährt der Zuschauer endlich, was mit Dr. Gordon (Cary Elwes) aus dem ersten "SAW" passiert ist. Damit der letzte Teil der Saga einen krönenden Abschluss beschert, wurden einige Saw spezifische Gewohnheiten durchbrochen: "SAW 3D - Vollendung" ist der erste Film der Reihe, der mehr als elf Millionen Dollar gekostet hat. Die siebzehn Millionen Dollar Budget sind dem aufwendigen 3D- Nachbearbeitungsverfahren geschuldet. Ebenfalls ein Novum ist, dass eine Folterszene außerhalb des Studiogeländes gedreht wurde. Auch in Punkto Gewalt setzt "AW 3D" neue Maßstäbe: Der Film musste ganze sieben Mal der US-amerikanischen Zensurbehörde vorgelegt werden, um ein R-Rating zu bekommen. Sonst wäre der Film mit einem NC-17 Rating bestraft worden, dass die Aussichten an der Kinokasse wohl etwas geschmälert hätte. Entgegen ihrer früheren Meinung ließen die Produzenten denn auch eine Folterszene drehen, die eigentlich für einen früheren "SAW" gedacht war, aber damals für zu grausam erachtet wurde.

So, der siebte und letzte Teil in 3D. Ein paar der Effekte sind ja - vor allem in 3D - echt fies. "The Horsepower"-Trap und "The Fishing Line"-Trap fand ich hier besonders gemein. Nichtsdestoweniger ist es gut so, das endlich ein Ende gefunden wurde. Viele der Handlungsfäden, die hier letztendlich zusammenlaufen, erscheinen zu sehr an den Haaren herbeigezogen und unrealistisch (wenn man so etwas bei einem Horrorfilm überhaupt sagen kann). Hier wurde mit dem Vorschlaghammer die Geschichte rundgeklopft, das merkt man schon. Trotzdem nett und vor allem sehr oft sehr schmerzhaft.

6,5
/10

Erschienen in einer streng limitierten Auflage von nur 2.500 Stück. Mit einem aus Metall und Leder bestehenden Originalnachbau der umgedrehten Bärenfalle im Maßstab 1:3. Inklusive der bisher unveröffentlichten Versionen von SAW III und SAW 3D!


Quellen:
Inhaltsangabe
: Studiocanal
Poster/ArtworkLionsgate

Donnerstag, 31. Januar 2013

SAW VI (Unrated) (2009)

http://www.imdb.com/title/tt1233227/

Nach Jigsaws (Tobin Bell) und Amandas (Shawnee Smith) Tod mordet nun Detective Mark Hoffman an ihrer Stelle weiter. Saw V zeigt, wie Jigsaw und Hoffman schon vor Jigsaws Sterben Verbündete waren und wie Hoffman nun das Erbe seines Vorgängers übernimmt. Er sperrt fünf Menschen ein und amüsiert sich damit, ihnen diverse perfide Todesfallen zu stellen, welche sie nur überleben können, wenn sie genau nach seinen Vorgaben handeln. Dabei sollen sie auch lernen, ihre menschlichen Schwächen zu verbessern, indem sie nicht nur an sich selbst denken, sondern auch auf andere Acht geben, denn vorher schienen alle vor allem auf ihren eigenen Vorteil bedacht zu sein. Doch auch mit vereinten Kräften macht es Mark Hoffmann seinen Opfern das Überleben nicht leicht. FBI Agent Strahm (Scott Patterson) und Dan Erickson (Mark Rolston) ermitteln und kommen dabei der Wahrheit gefährlich nah.

Teil 6 wird ein wenig abstrus. Hier merkt man, dass zwanghaft versucht wurde, noch einen weiteren Teil dranzuhängen und einen Bogen zu den anderen Teilen zu schlagen. Das zwar gelingt auch - aber auf Krampf. Zumindest gibt es aber wieder ein paar sehr schöne Spannungs- und Erschreckmomente und - deswegen schaut man ja solche Filme - genügend böse Folterszenen und noch fiesere Fallen. Besonders schmerzhaft: "The Spear Cannon" und "The Oxygen Crusher". Autsch!

6
/10

Erschienen in einer streng limitierten Auflage von nur 2.500 Stück. Mit einem aus Metall und Leder bestehenden Originalnachbau der umgedrehten Bärenfalle im Maßstab 1:3. Inklusive der bisher unveröffentlichten Versionen von SAW III und SAW 3D!


Quellen:
Inhaltsangabe
: Studiocanal
Poster/ArtworkLionsgate

Dienstag, 15. Januar 2013

SAW V (Unrated) (2008)

http://www.imdb.com/title/tt1132626/

Jigsaws Nachfolger, Detective Hoffman, ist immer noch nicht enttarnt. Wieder startet er ein mörderisches Spiel, in dem sich seine Opfer zwischen Leben und Tod entscheiden müssen. Doch gelten Jigsaws Spielregeln noch, oder handelt Hoffman längst auf eigene Rechnung? In der neuen Runde macht sich Jigsaws Witwe Jill auf die Suche nach der Wahrheit. Und auch Hoffmans Kollegen begreifen, dass sie mit dem FBI-Mann Strahm den Falschen verdächtigt haben. Doch was immer die Mitspieler auch herausfinden, es gibt immer einen, bei dem alle Fäden zusammenlaufen: Jigsaw!

Ich mag ja die SAW-Filme, ohne dass ich einen davon wirklich richtig schlecht finde. Wie jede Reihe hat auch diese ihre Höhne und Tiefen, aber immerhin bekommen es die Macher dennoch hin, dass alles irgendwie am Ende so aussieht als wäre es von Anfang an so geplant gewesen - und das ist irgendwie cool. Teil 5 ist so ein Ding. Grausam und nicht gerade blutleer, aber dennoch spannend, auch wenn man hier von Anfang an weiß, worauf es hinausläuft. Die "10 Pints Of Sacrifice"-Falle fand ich besonders grausam/schmerzhaft. *Autsch*

6,5/10


Erschienen in einer streng limitierten Auflage von nur 2.500 Stück. Mit einem aus Metall und Leder bestehenden Originalnachbau der umgedrehten Bärenfalle im Maßstab 1:3. Inklusive der bisher unveröffentlichten Versionen von SAW III und SAW 3D!


Quellen:
Inhaltsangabe
: Studiocanal
Poster/ArtworkLionsgate