Freitag, 4. Mai 2018

The Monster Project (2017)

https://www.imdb.com/title/tt4537888/

Die Kumpels Devon (Justin Bruening) und Jamal (Jamal Quezaire) haben gerade auf ihrem YouTube-Kanal einen Hit mit einem gefaketen Video gelandet, das angeblich ein echtes Monster zeigt. Um daran anzuknüpfen, möchten sie mit einer eigenen YouTube-Reality-Sendung nachlegen. In dieser wollen sie Menschen interviewen, die glauben, dass sie selbst Monster, zum Beispiel Vampire oder Werwölfe, sind. Mit einer Anzeige finden sie zahlreiche Bewerber für ihr Monster-Projekt. Als die Dreharbeiten in einem baufälligen alten Anwesen losgehen sollen, rekrutiert Devon noch seine Ex-Freudin Murielle (Murielle Zuker) und deren neuen Freund Bryan (Toby Hemingway) zur Unterstützung. Doch bald muss das Quartett erkennen, dass Monster sehr real sind...

"The Monster Project" ist ein weiterer Vertreter des Found-Footage-Horrors, der dem interessierten Zuschauer illusioniert, dass die gezeigten Aufnahmen echt wären und dass das alles auch genau so passiert ist. Doch leider bringt "The Monster Project" den Zuschauer nicht wirklich zum gruseln, sondern lediglich zu der Erkenntnis, dass Found Footage-Filme out sind, zumindest in dieser Art.

Die erste Hälfte ist beinahe einschläfernd, da sie aus viel zu viel Dialog besteht und man jede Menge Belanglosigkeiten entgengeworfen bekommt. Erst als "The Monster Project" organisiert ist, könnte man davon reden, dass es etwas interessanter wird. Leider ist der Aufbau bis dahin extrem unlogisch und zudem unglaubwürdig, denn wer, bitteschön, krallt sich vor dem Aufwachen(!!!) seine Kamera, drückt auf 'Record' und läuft dann zur Tür?

Gut, ein, zwei nette Ideen kann man "The Monster Project" dabei auch nicht absprechen. Diese retten den Film auch vor der völligen Blamage. Generell hätte man aber aus dem Navajo-Gestaltwandler-Cop, der sexy Blutsaugerin/Tattoo-Künstlerin und dem von einem Dämon besessenen japanischen Mädchen viel herausholen können. Doch in der zweiten Hälfte macht man sich lieber jegliches Horrorfilm-Klischee zu eigen, tischt dem Zuschauer vorhersehbare Jump-Scares aus der Mottenkiste auf und nervt durch nicht unbedingt konsequent nachvollziehbares Verhalten und einer viel zu wackeligen Kamera im Nachtsichtmodus, durch den die Mondfinsternis und das gruselige Haus ihre effektive Wirkung verlieren. Außerhalb des Found-Footage-Formats wäre das Ganze vielleicht besser rübergekommen, aber so rangiert "The Monster Project" nur im Mittelmaß.

5/10

"Pierrot Le Fou UNCUT #12", so lautet der Editionsname des limitierten Mediabooks, welches den Film in der ungeschnittenen Fassung enthält: