Freitag, 9. Juni 2017

Missing In Action 2: The Beginning - Missing In Action 2: Die Rückkehr (1985)

http://www.imdb.com/title/tt0089604/

Der Vietnamkrieg nährt sich seinem grausamen Höhepunkt als der Hubschrauber von Colonel Braddock (Chuck Norris) und seinen Männern über feindlichen Gebiet abgeschossen wird. Die Überlebenden werden zehn Jahre lang unter unmenschlichen Bedingungen gefangen gehalten und gefoltert. Mitten im Dschungel gefangen, gibt es keine Aussicht auf Rettung. Der sadistische Kommandant Yin will die Männer dazu zwingen, Kriegsverbrechen zu gestehen. Als sein Kollege an Malaria erkrankt, sieht sich Braddock gezwungen das Geständnis zu unterschreiben, damit die Krankheit behandelt werden kann. Doch Yin hält sich nicht an seine Abmachung. Nachdem einer seiner Kameraden bei lebendigen Leib verbrannt wird, hat Braddock die Faxen endgültig dick: Er flieht in den Busch und startet einen Rachefeldzug. Braddock will sich an Yin rächen. Wird er der Dschungel-Hölle jemals entkommen?

Cannon-Filme - entweder man liebt sie oder man hasst sie. Dazwischen gibt es nichts. Aber wenn man sie mag und zu Beginn das Logo sieht, sitzt man in einer Zeitmaschine und wird zurückkatapultiert in eine Welt voller Gewalt, coolen Sprüchen, muskelbepackten Kämpfern, die sich  mit einer Unmenge an Testosteron durch die Szenerie kämpfen. "Missing in Action 2: The Beginning", der sowohl vor "Missing In Action" spielt und auch vor dem Erstling gedreht wurde, kam nach "Missing In Action" als Prequel in die Lichtspielhäuser. Chuck Norris gibt sich hier als Colonel James Braddock die Ehre, in einem politisch mehr als fragwürdigen Actionfilm, die One-Man-Army zu mimen. Ein Trash-Actioner der an Sadismus kaum zu überbieten ist.

Norris hat auch bei diesem Teil alles im Griff und schickt die Vietnamesen zum Teufel. Ob mit Flammenwerfer, Roundhouse-Kick oder spitzen Gegenständen, Norris macht sie alle platt. Wie man es von einer Cannon-Produktion gewohnt ist, wird also blutig geballert, geschlitzt, sich menschverachtend verhalten und sich ordentlich auf die Fresse gehauen. Das sorgt für Unterhaltung, auch wenn die wirkliche Action in diesem Teil der Reihe ein bisschen auf sich warten lässt. Also alles schön dreckig-grimmig und Gegenspieler Soon-Tek Oh ist einer dieser unbezahlbaren 80er-Jahre-Bösewichte, die man spätestens nach 3 Sekunden bis aufs Blut hasst. Cannon-Filme kann man aber ohnehin nicht ernst nehmen. Die Devise lautet: Hirn raus, Action rein - und so kann sich jeder, der das beherzigt, an dieser herrlichen 80-Jahre-Rakete erfeuen.

6,5/10

Uncut und in HD kommt der Film von NSM im auf 444 Stück limitierten Mediabook.