Samstag, 7. Mai 2016

葉問:終極一戰 - Yip Man: Jung Gik Yat Jin - p Man: Final Fight (2013)

http://www.imdb.com/title/tt2495118/

Einige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg kommt Ip Man (Anthony Wong) nach Hongkong. Eigentlich wollte er sich dort seiner angeschlagenen Gesundheit widmen, doch stattdessen lehrt er auf dem Dach eines Hotels einige Jugendliche in der Kunst des WingTsun. Wenig später stößt auch seine Frau wieder zu ihm. Doch sie kommt mit den Verhältnissen dort nicht zurecht und verlässt Hongkong somit nahezu umgehend wieder. Ip Man bleibt zurück und gerät in einen Konflikt rivalisierender Kung-Fu-Stile. Zunächst nimmt er es nicht so ernst wie er sollte, doch einige Zeit später wird ihm klar, dass sich hier nicht einfach nur ein paar Gangs bekriegen, sondern die legendären Triaden in diese Kämpfe verwickelt sind. Und auch wenn Ip Man das nicht will, muss er sich seinen Kontrahenten stellen.

Wenige hatte noch Hoffnung, dass der letzte abschließende Teil der "Ip Man"-Geschichte noch gut wird bzw. an das Niveau der ersten beiden heranreichen würde. "Ip Man Zero" konnte schon nicht deren Niveau halten und mit "Ip Man: The Final Fight" konnte man dies leider nicht gerade biegen. Der Film konzentriert sich zwar wieder sehr auf die alten Werte und geht sehr auf die Güte und Weisheit vom Protagonisten ein, wodurch der Film eine emotionale Ebene bekommt, die sich vor allem zum Schluss bezahlt macht. Jedoch reicht das nicht aus, um das großartige Niveau der Yen-Filme zu erreichen.

Ein Pluspunkt ist, dass die Kämpfe dieses Mal realistischer dargestellt werden - Ip Man kämpft nicht mehr alleine gegen die zahlreichen Feinde, sondern mithilfe seiner Schüler. Ein Minuspunkt: leider sind die Kämpfe selbst sehr rar gesät und bis auf den finalen Kampf eher unspektakulär. Auch die Choreografie ist etwas behäbiger und eher zurückhaltend. Fast kommt es einem vor, als wären diese eingerostet wie der Schauspieler des Protagonisten selbst.

"Ip Man: The Final Fight" ist irgendwo eine logische Fortsetzung um die Handlung um den großen Meister zu einem Ende zu bringen. Es ist aber nicht wirklich der erhoffte Abschluss. Man ist viel zu sehr auf Punkte eingegangen, die weniger interessant sind und verliert sich in diesem Drumherum, ohne das Essentielle in den Vordergrund gerückt zu haben. Dies hinterlässt ein eher laues Gefühl und gibt der Saga ein mittelmässiges, fast schon verrohtes Ende.

6,5/10

Von SPLENDID erschienen die fünf Teile der "Ip Man"-Saga im limitierten Mediabook im Vinyl-Format als "IP MAN - THE COMPLETE COLLECTION" mit 60-seitigem Bildband.