Montag, 16. Dezember 2013

Elysium (2013)

http://www.imdb.com/title/tt1535108/

Die Zukunft. Wir schreiben das Jahr 2154. Die Welt ist zu einer einzigen gigantischen Müllhalde verkommen. Die Schere zwischen arm und reich klafft gewaltig auseinander. Während die 99 % der Bevölkerung in den Ruinen der Vergangenheit hausen, hat das eine Prozent der Privilegierten der Erde den Rücken gekehrt und die idyllische Raumstation Elysium bezogen, die in sicherer Entfernung um den einst blauen Planeten kreist. Da es den Menschen hier an nichts mangelt und sie über Technologien zum Lebenserhalt verfügen, von denen die Erdbevölkerung nur träumen kann, suchen immer wieder die Ärmsten der Armen ihren Weg auf die Raumstation. Um dies zu verhindern sind die Einwanderungsrichtlinien besonders strikt, und die skrupellose Secretary Rhodes (Jodie Foster) wacht über deren Einhaltung mit rigider Hand. Sollte doch jemand dagegen verstoßen, ruft dies den Söldner Kruger (Sharlto Copley) auf den Plan, der in den Slums auf seine Einsätze wartet. Hier unten lebt auch Max (Matt Damon), ein Ex-Sträfling, der in der Legalität nun über die Runden zu kommen sucht und die Repressalien von Elysium demütig über sich ergehen lässt. Eines Tages kommt es zu einem Arbeitsunfall und Max erhält eine letale Strahlendosis. Ihm bleiben nur noch fünf Tage zu leben, und die rettende medizinische Versorgung gibt es nur auf Elysium. In seiner Verzweiflung lässt...

"Elysium" trumpft vor allem mit gelungener futuristischer Optik auf, denn die ganzen Requisiten, diverse Waffen, Fahrzeuge, Flugkörper, Raumstationen oder sonstiges Inventarzeug sehen dermaßen drecking und gleichzeitig großartig aus, dass es sich hierbei (rein optisch) um einen echten Leckerbissen handelt. Auch der Cast, vor allem beide Hauptfiguren sind lobenswert. Matt Damon, der auffällig durchtrainiert wirkt, und insbesondere Sharlto Copley (vielleicht noch aus "District 9", Regisseur Bloomkamps voriger Film) machen gute Arbeit und gerade Copley´s Figur ist so richtig schön dreckig und ich habe ihn ehrlich gesagt zunächst gar nicht erkannt, was für die Maskenarbeit des Filmteams spricht. Letztendlich war es die Story, mit der ich nicht so viel anfangen konnte. Obwohl die Idee recht gut war, empfand ich die Umsetzung teilweise etwas zäh. Kein vernünftiger Spannungsbogen, keine Charaktereinführung (nur eine grobe Abhandlung), Actionszenen die sich an einer Hand abzählen lassen (aber derbe sind) und ein Storyverlauf der viel zu spät in die Gänge kommt machen Elysium zu einem "Sieht gut aus, gewinnt aber nie". Die Story ist sozialkritisch - das gefällt mir. Aber man füllt diese Kritik  nicht aus. Mit der bloßen Erwähnung das die Reichen auf der Station leben hat es sich aber auch. Sonst gibt es dazu gar nix. Was wäre da alles möglich gewesen; gerade um Elysium selber. Als Genreliebhaber bewegt sich das ganze für mich allerdings immer noch in einem sehr guten Rahmen, deshalb vergebe ich dennoch eine Sieben, was hauptsächlich der tollen Optik (und der Idee an sich) zu verdanken ist.

7/10

Dieses mal gibt es sogar zwei "Limited Editions" zum Film. Im Mediamarkt bekommt man ein exklsuives Steelbook, aber die schönere Edition hat in meinen Augen die Drogeriemarktkette Müller abbekommen, denn dort versteckt sich ein noch schöneres Digibook...