Freitag, 22. November 2013

Pacific Rim 3D (2013)

http://www.imdb.com/title/tt1663662/

Als Millionen von Kaiju-Monstern aus dem Meer auftauchen, beginnt ein Krieg der Millionen Menschen das Leben kostet. Zur Abwehr der gigantischen Kaijus konstruiert man gewaltige, als Jäger bezeichnete Roboter. Doch selbst die Jäger können gegen die unerbittlichen Kaijus kaum etwas ausrichten. Angesichts der drohenden Niederlage muss die Menschheit auf zwei ungleiche Soldaten vertrauen, die ohne jede Erfahrung einen alten, abgewrackten Jäger steuern. Die beiden bilden das letzte Bollwerk gegen ein apokalyptisches Inferno.

Was zur Hölle ist ein Kaijū? Wikipedia liefert die Antwort: (jap. 怪獣, wörtlich: "seltsame Bestie, rätselhafte Bestie") ist ein japanischer Begriff, der sich auf fremdartige Kreaturen, besonders Riesen-Monster, wie sie in den japanischen Fantasie-Filmen, -Serien (Tokusatsu) und Anime dargestellt werden, bezieht. Die Riesenmonster heißen genauer Daikaijū (大怪獣, dt. "Riesenmonster"). Der ähnliche Begriff Kaijin (怪人) bezieht sich auf menschenähnliche Monster (Humanoide) dieses Genres. Das berühmteste dieser Monster ist Godzilla mit inzwischen 28 Filmen. Das entsprechende Filmgenre wird Kaijū Eiga (Monsterfilm) genannt.

Kommen wir zum Film. Vergesst "Transformers"! Hier kommt "Pacific Rim"! Im Grunde einfach ein gigantisches - und das ist wörtlich zu nehmen! - Effektfeuerwerk ohne Rücksicht auf Verluste, Logik oder Story. Diese wird zu beginn innerhalb von 17 Minuten grob zusammengefasst und man denkt sich "Ey! Eigentlich habe ich das doch alles schon im Trailer gesehen. Was soll denn jetzt noch kommen?" - Was dann kommt ist die schon so oft da gewesene Story um das Hinfallen und Wiederaufstehen eines ehemaligen Helden, nichts Neues also. Selbst die Idee mit dem "Drift", dem Verlinken von zwei Menschen zu einem einzelnen Verstand ist so nicht neu. Genau wie "Battleship" ist auch die Grundhaltung simpel: einfach alles platt machen, was nicht-menschlich istund dabei schön und großspurig im Army-Slang daherreden. Was den Film allerdings von der Masse abhebt sind die unfassbaren und brachialen Schlachten zwischen den "Jaegern" (die riesigen Roboter) und den Kaijus. Diese sind anfangs und gerade in 3D ganz schön anstrengend, weil es tatsächlich ganz schön zur Sache geht und man das Gefühl hat gar nichts mitzubekommen. Das Gefühl gibt sich nach kurzer Zeit und man hat genügend Potential, sich auf die folgenden Kämpfe zu konzentrieren. Dass diese übermäßig patriotisch daherkommen und wieder einmal nur die Amis die Welt retten können, weil Japaner und Russen ihre MARK-IV-Roboter (Codename "Crimson Typhoon" und "Cerno Alpha", kaum zu erraten welcher Roboter aus welchem Land kommt) gleich mal verheizen. Nur der veraltete MARK-III "Gipsy Danger" und der einzige MARK-V-Roboter, Codename "Striker Eureka" sind noch in der Lage den Spalt, durch den die ganzen Monster kommen, zu verschließen - mit einer irrwitzigen Idee, die eigentlich dümmer nicht sein könnte.

Na jedenfalls sind Schauspieler wie Charlie Hunnam als Protagonist und Rinko Kikuchi als seine Partnerin sehr sympathisch und selbst für den Commander, gespielt von Idris Elba hat man etwas übrig. Die seltenen aber markigen Auftritte von Ron Pearlman, der offenbar sehr gern mit Regisseur Guillermo del Toro zusammenarbeitet sind witzig und immerhin noch interessant. Der Score kracht an allen Ecken und Enden - wie das eben bei einem solchen Actionfeuerwerk sein muss. Und so vergehen die doch knapp 130 Minuten wie im Flug und langweilen eigentlich zu keiner Sekunde, obwohl der Film im Mittelteil leichte Durchhänger produziert.

Dafür geht es aber sonst ordentlich zur Sache und viel mehr konnte man von diesem Streifen auch nicht erwarten. Von daher: alles gut gemacht, alles richtig gemacht. Wenn der Herr del Toro das nächste Mal wie in seinen übrigen Filmen noch mehr Augenmerk auf Story legt, dann könnte das glatt ein Action-Epos daraus werden. So rangiert der Film im guten vorderen Feld der Effektschlachten und macht - auch im Nachhinein betrachtet - in 3D mächtig Spaß und vor allem Eindruck. Und wer baut nun die Städte wieder auf?

7,5/10

Wieder einmal gibt es zu einem Film eine Sonderedition, weider mal ein Steelbook, welches den Film auch in 3D beinhaltet. Außerdem enthält es exklusive Art Cards zum Film.