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Montag, 4. Dezember 2023

The Defenders - Marvel's The Defenders

https://www.imdb.com/title/tt4230076/

Im Fokus stehen die vier Marvel-Superhelden Daredevil, Jessica Jones, Iron Fist und Luke Cage, die erkennen, dass sie im Team weiteraus stärker sein können und sich zusammenschließen, um den bösen Mächten rund um "der Hand" den Kampf anzusagen. Die Serie spielt nach dem Ende der zweiten Staffel von "Daredevil" und einen Monat nach den Ereignissen von "Iron Fist".

https://www.imdb.com/title/tt4270062/
1. Das H-Wort (The H Word)
Im Kampf gegen "Die Hand" spüren Danny Rand und Colleen Wing in Phnom Penh einen Informanten auf, können aber nicht verhindern, dass dieser von einer Kämpferin der "Hand" getötet wird. Im Sterben liegend rät der Informant Danny, "Die Hand" in New York City zu bekämpfen, woraufhin die beiden dorthin zurückfliegen. Luke Cage wird aus dem Gefängnis entlassen, nachdem sein Freund Bobby Fish dem Anwalt Foggy Nelson eine Akte hat zukommen lassen, mit dem Lukes Unschuld bewiesen werden konnte. Jessica Jones wird vor ihrer Detektei von Michelle Raymond aufgesucht, welche das Verschwinden ihres Ehemanns John beklagt. Obwohl die desinteressierte Jessica dies zunächst mit einer Affäre des Mannes begründet, wird sie in ihrer Wohnung daraufhin von einem Anrufer mit verzerrter Stimme aufgefordert, nicht nach John Raymond zu suchen. Matt Murdock arbeitet mittlerweile als Anwalt pro bono und hat die Zeit als maskierter Verbrechensbekämpfer hinter sich gelassen. Nach einem gewonnenen Rechtsstreit unterhält er sich mit Karen Page sowohl über Privates als auch, um ihre Fragen als Zeitungsreporterin zum vergangenen Prozess zu beantworten. Bei seiner Ankunft in Harlem wird Luke von Claire Temple erwartet und hat Sex mit ihr. Danach informiert die befreundete Polizistin Misty Knight Luke über eine Serie von Morden, bei denen die Opfer allesamt neuerdings als Kuriere tätig waren. Einem solchen Kurier, Cole, bietet Luke seinen Schutz an, was dieser aber ablehnt. In einem Park trifft sich die "Die Hand"-Leiterin Madame Gao mit einer einflussreichen Frau, die aufgrund einer tödlichen Krankheit nur noch wenige Monate zu leben hat. Aus diesem Grund weist sie Gao an, ihr gemeinsames Vorhaben vorzuziehen. Indem sie den Anruf zurückverfolgt, spürt Jessica eine Wohnung auf, in der sie zwar keine Person, dafür aber Sprengstoff findet. Als anschließend mehrere Beben die Stadt erschüttern, blickt die unbekannte Frau mit Zufriedenheit darauf und erklärt Elektra an ihrer Seite, dass man sich daran gewöhne, die Stadt untergehen zu sehen. - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt4270066/
2. Fieser rechter Haken (Mean Right Hook)
Inmitten des durch die Beben hervorgerufenen Chaos bewahrt Murdock zwei jugendliche Plünderer davor, erschossen zu werden. Jessica hat die Polizei über die Wohnung mit dem Sprengstoff informiert, wird beim Verlassen dieser aber von Detective Knight dabei beobachtet, wie sie heimlich ein Beweismittel mitnimmt. Dieses führt Jessica zu einem Archiv, in dem sie Unterlagen entdeckt, welche zahlreiche Übertragungen von Vermögen zwischen mehreren Firmen offenbaren. Anschließend begegnet sie Jeri Hogarth, die sie bittet, sich von dem Fall fernzuhalten. Da Colleen das Schwert des Informanten in Phnom Penh an eine Werkstatt in New York erinnert hat, suchen sie und Danny diese auf und finden vor Ort mehrere Leichen sowie zu Dannys Verwunderung ein Bild von K'un-Lun. Von Turk Barrett erfährt Luke derweil, dass die Kuriere für einen auffällig weiß gekleideten Afroamerikaner, genannt "Whitehead", arbeiten. Am von Barrett angegebenen Ort sieht Luke, wie vor Whitehead vier Kuriere in einen Van steigen und losfahren. In ihrer Wohnung wird Jessica von John Raymond erwartet, der ihren Partner Malcolm Ducasse mit einem Revolver bedroht. Nachdem Jessica versucht, Raymond zu beruhigen, taucht Elektra auf und nimmt Raymond in die Mangel. Als dieser sich daraufhin erschießt, flieht Elektra und Jessica läuft bei deren Verfolgung Knight in die Arme, die sie festnimmt. In der Werkstatt verstecken sich Danny und Colleen vor vier Personen in Reinigungsanzügen, die beginnen, den Tatort zu säubern. Sie erledigen drei von ihnen, doch beim Vierten, Cole, wird Danny vom auftauchenden Luke gestoppt. Es entwickelt sich ein Kampf zwischen den beiden, in dessen Verlauf Danny an Lukes stählerner Haut scheitert und deshalb die Iron Fist beschwört, mit der er diesen zu Boden wirft. Die ankommende Polizei zwingt sie zur Flucht. Da bei der Ausführung ihres Plans noch eine Wand im Weg steht, besucht die wohlhabende Frau den gefangenen Stick, der sie als Alexandra wiedererkennt. Im Verhörraum trifft Jessica auf Murdock, der sich als ihr Anwalt vorstellt. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt4270076/
3. Schlechtestes Benehmen (Worst Behavior)
Rückblenden zeigen, wie Alexandra die tote Elektra mithilfe einer speziellen Substanz in einem Sarkophag wiederbeleben lässt. Im Laufe der Zeit erlangt Elektra ihre Kampfkunstfertigkeiten zurück und wird zur bedingungslosen Killerin ausgebildet. In der Gegenwart gelingt Stick die Flucht, indem er Alexandra ein Schwert abnimmt, sich damit die Hand abschneidet und sich so von seinen Fesseln befreit. Jessica will keine Informationen mit Murdock teilen und verlässt nach der Aufhebung ihres Haftbefehls das Polizeirevier, wobei sie bemerkt, dass Murdock sie heimlich verfolgt. Luke erzählt Claire von dem Kämpfer mit der eisernen Faust, und da diese Danny kennt, arrangiert sie ein Treffen der beiden in Colleens Dōjō. Nachdem Danny Luke über "Die Hand" aufklärt, wirft Luke ihm vor, dass er nur Handlanger angreift, die Geld zum Überleben brauchen. Anschließend besucht Luke den mittlerweile festgenommenen Cole im Gefängnis, doch als Luke "Die Hand" erwähnt, bittet Cole ihn, seiner Mutter seine Entschuldigung auszurichten. Von Luke dazu angeregt sucht Danny eine Angestellte bei seiner Firma Rand Enterprises auf, von der er erfährt, dass aus den Städten, in denen er und Colleen "Die Hand" bekämpft haben, Geld an einen ehemaligen Geschäftspartner Rands in New York namens "Midland Circle" überwiesen wurde. Für ihre Recherchen zu John Raymond gibt sich Jessica als Interessentin im Architekturbüro aus, in dem Raymond gearbeitet hat, und entdeckt, dass dessen letztes Projekt ein Hochhaus für Midland Circle war. Bei Coles Mutter findet Luke ein Geldbündel mit einem Parkschein von Midland Circle und hört nebenbei, wie die Mutter in einem Telefonat über Coles Tod informiert wird. Während bei Colleen im Dōjō der geschwächte Stick erscheint, sucht Danny Midland Circle auf und stellt dessen Mitglieder bei einem Meeting zur Rede. Daraus entsteht ein Kampf, bei dem ihm Luke zur Hilfe kommt und nach kurzer Zeit auch Jessica mitsamt Murdock. Zusammen können sie die Angreifer besiegen, zuletzt auch Elektra, vor der Danny Murdock mit der Iron Fist bewahrt. - 9/10

https://www.imdb.com/title/tt4270082/
4. Royal Dragon (Royal Dragon)
Danny, Luke, Murdock und Jessica fliehen in das chinesische Restaurant "Royal Dragon", das gerade eben schließt. Mit finanziellen Zuwendungen kann Danny den Besitzer überreden, ihnen das Restaurant vorübergehend als Versteck zu überlassen. Murdock, der sein Gesicht bislang hinter einem Schal verborgen hält, will sich von der Gruppe entfernen, um seine Geheimidentität nicht preiszugeben. Als Jessica ihm jedoch offenbart, dass sie durch ihre Beobachtungen bereits ahnt, dass er Daredevil ist, entscheidet er sich zu bleiben und den Schal abzunehmen. Nach dem Kennenlernen findet Dannys Vorschlag, als Team "Die Hand" zu bekämpfen, bei den anderen zunächst keinen Anklang. Stick findet die vier daraufhin und stellt sich als der einzige Überlebende der "Chaste" vor, einer Gruppe, die der Iron Fist in K'un-Lun dient und gegen "Die Hand" kämpft. Außerdem seien die vier die einzigen, die New York vor der Zerstörung durch "Die Hand" bewahren können. Da sich Jessica diesem Kampf allerdings nicht zugehörig fühlt, verlässt sie das Restaurant. So hören nur Murdock, Danny und Luke zu, wie Stick davon erzählt, dass vor langer Zeit fünf Verschwörer aus K'un-Lun die Kraft des Qi nutzen wollten, um unsterblich zu werden. Dies führte zu ihrer Verbannung aus K'un-Lun, weshalb sich die fünf zur "Hand" zusammenschlossen, bestehend aus Alexandra, Madame Gao, Sowande (Whitehead), Bakuto und Murakami. Anschließend besprechen Murdock und Stick das Auftauchen von Elektra, wobei Stick erklärt, dass diese nach ihrer Wiederbelebung als "Black Sky" nun eine andere Person ist. Jessica entdeckt bei Michelle Raymond an der Haustür, dass diese von einem Mann im Auto beschattet wird, den sie daraufhin aus dem Auto zerrt und einschüchtert. Alexandra erscheint schließlich im Royal Dragon und versucht, Danny auf ihre Seite zu ziehen. Nachdem dies nicht gelingt, betritt Elektra das Restaurant, bereit gegen die vier zu kämpfen. Zuvor wird sie aber von einem Auto getroffen, das Jessica mithilfe ihrer übermenschlichen Stärke durch die Glasscheiben auf sie schiebt. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt4270086/
5. Schutzsuche (Take Shelter)
Neben Elektra stoßen auch Murakami, Sowande, Madame Gao und einige Handlanger zum Kampf hinzu, in dem Murdock Elektras Namen nennt und sie damit an ihr vorheriges Leben erinnert. Im Zweikampf mit Sowande wird Luke auf der Straße von einem LKW erfasst, woraufhin Stick, Murdock, Danny und Jessica die Flucht durch die Kanalisation ergreifen. Nachdem die vier im Dōjō ankommen, erscheint dort auch Luke, dem es gelungen ist, Sowande gefangen zu nehmen. Auf dessen Ankündigung hin, dass all ihre Freunde sterben werden, beginnt die Gruppe, diese in Sicherheit zu bringen. Mit Danny und Colleen als Wache holt Luke Claire ab, wobei "Die Hand" erscheint und Danny und Colleen voneinander trennt. Vor Colleen tritt anschließend ihr totgeglaubter Sensei Bakuto, der sie mit einem Messer am Bauch verwundet, bevor er sich aufgrund von Lukes und Dannys Auftauchen in die Flucht schlägt. Murdock informiert Karen über die Lage und diese wirft ihm vor, nun doch wieder als Daredevil aktiv zu sein. Luke, Danny und Claire bringen Colleen ins Polizeirevier, wo diese verarztet wird, und im Einverständnis mit Knight dürfen sie einen der Räume als Zufluchtsort nutzen. Als Jessica ihre Freundin Trish Walker aufsucht, werden die beiden von Murakami angegriffen, der nach Murdocks Einschreiten im Daredevil-Anzug allerdings flieht. Während sich Trish, Malcolm, Karen und Foggy im Polizeirevier einfinden, fragt Murdock Sowande gewaltsam über Elektra aus und stranguliert diesen dabei bis zur Bewusstlosigkeit. Im Versteck der "Hand" regt sich derweil Widerstand gegen Alexandra, da Madame Gao, Murakami und Bakuto befürchten, dass ihre Waffe, der Black Sky, nicht die gewünschte Wirkung erzielt. Nachdem Murdock den anderen offenbart, dass es sich bei Elektra um seine wiederbelebte Ex-Freundin handelt, schafft es Sowande, Danny in die Mangel zu nehmen, wird dann aber von Stick mit dessen Schwert enthauptet. Elektra hat sich unterdessen aus dem Versteck der "Hand" geschlichen und zu Murdocks Wohnung begeben, in der sie sich in sein Bett legt. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt4270094/
6. Der Schlüssel (Ashes, Ashes)
Als die Gruppe erkennt, dass "Die Hand" es auf Danny abgesehen hat, da sie die Iron Fist als Schlüssel für etwas benötigt, wollen sie ihn verstecken. In der Überzeugung, dazu berufen zu sein, "Die Hand" zu vernichten, wehrt sich Danny jedoch dagegen, weshalb Murdock, Luke und Jessica sich ihm in den Weg stellen müssen und ihn im Kampf außer Gefecht setzen. Nachdem sie Danny fesseln und in ein Versteck bringen, offenbart Murdock den anderen, dass er vor dem Bau des Midland-Circle-Gebäudes an derselben Stelle ein riesiges Loch entdeckt hat. Stick lässt der "Hand" derweil Sowandes Kopf zukommen und sie damit von dessen Tod wissen, worauf Madame Gao Alexandra darüber informiert, dass Murakami und Bakuto die Iron Fist ohne den Black Sky suchen wollen. Während Luke und Stick Danny bewachen, suchen Murdock und Jessica das Haus von John Raymond auf und werden von dessen Tochter begrüßt, auf deren Hinweis sie Architekturpläne im Klavier finden. Aus diesen geht hervor, dass Raymond vorhatte, mit dem bei sich gelagerten Sprengstoff etwas unterhalb des Midland-Circle-Gebäudes zu sprengen. Nach einem Traum mit Murdock verlässt Elektra dessen Wohnung und sucht ihr Grab auf, an dem sie von Alexandra angetroffen wird, die noch einmal ihre Verbindung bestärkt. Stick betäubt Luke schließlich mit einem Rauchgemisch und will so ungehindert Danny töten, um ihn vor der "Hand" fernzuhalten. Davon hält ihn aber die auftauchende Elektra ab, die ihn in ein Schwertduell verwickelt, bei dem sie ihn zu Boden wirft. Murdock und Jessica kehren zurück und sehen, wie Elektra Stick ihr Schwert in die Brust stößt, bevor sie die beiden ausschaltet. Den ebenfalls vom Rauch betäubten Danny überbringt Elektra Alexandra und Murakami, der gerade im Begriff war, erstere zu töten. Im Versteck der "Hand" profiliert sich Alexandra daraufhin über ihren Erfolg mit dem Black Sky, wird dabei aber von Elektra mit ihren Sai erstochen, die den anderen drei anschließend erklärt, dass sie Elektra Natchios heiße und nun die Anführerin der "Hand" sei. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt4270098/
7. Fish In The Jailhouse (Fish In The Jailhouse)
Ein Rückblick zeigt, wie Elektra einst ihrem Meister Stick vom fehlgeschlagenen Rekrutierungsversuch Murdocks für die Chaste berichtete. Jessica, Murdock und Luke wachen im Polizeirevier auf und werden von Detective Knight und dem Police Captain dazu befragt, warum die Polizei neben ihnen zwei Leichen (Sowande und Stick) gefunden hat. Auch wenn sie nicht verdächtigt werden, halten sich die drei mit Informationen zurück; einzig Luke erklärt, dass die kriminelle Organisation "Die Hand" Danny Rand entführt hat. Nachdem Foggy Murdock diskret seinen Daredevil-Anzug überbringt, beschließen die drei, sich zum Midland-Circle-Gebäude zu begeben, wofür sie durch die Wand des Polizeireviers brechen und fliehen. Trotz ihres Misstrauens gegenüber Elektra lassen Madame Gao, Murakami und Bakuto diese den gefesselten Danny in den Untergrund des Gebäudes bringen, wo sich in einer Höhle eine magische Wand mit Inschriften aus K'un-Lun verbirgt. Von der Polizei gesucht kommen Luke, Jessica und Murdock bei Midland Circle an und werden von Madame Gao, Murakami und Bakuto erwartet, die sie in einen Kampf verwickeln. Den ersten drei kommt Colleen zur Hilfe, doch indem die drei der "Hand" ein Feuer zwischen sich und ihren Gegnern entfachen, können sie sich in die Flucht schlagen. Weil Danny die Wand mit der Iron Fist zerstören soll, lässt Elektra ihn frei, woraufhin dieser sie jedoch angreift. Als Danny dabei die Iron Fist aktiviert, schafft es Elektra, ihn zur Wand zu locken und diese durch ein Ausweichmanöver durchschlagen zu lassen, was zu einem Stromausfall in der Stadt führt. Mit Claire im Auto erreicht auch Knight Midland Circle, wobei sie den vier Kämpfern zusichert, den Rest der bald anrückenden Polizei hinzuhalten. Tiefer im Gebäude zeigt Colleen Murdock, Luke, Jessica und Claire, dass sie aus der Asservatenkammer der Polizei den Sprengstoff und die Pläne Raymonds mitgenommen hat, mit denen sie das Gebäude und "Die Hand" zerstören will. Danny findet sich derweil auf der anderen Seite der Wand vor dem Skelett eines Drachen wieder. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt4270102/
8. The Defenders (The Defenders)
Die Gruppe einigt sich darauf, dass Colleen und Claire die Befestigung der Sprengsätze übernehmen, während Murdock, Luke und Jessica Danny suchen. Dabei entdecken die drei den geheimen Zugang zu einem Fahrstuhl, der sie mehrere hundert Meter tief in ein Loch führt. Colleen und Claire treffen beim Anbringen der Sprengsätze auf Bakuto, mit dem sich Colleen daraufhin ein Schwertduell liefert. Danny wird in der Höhle von Elektra, Madame Gao, Murakami und einigen Handlangern gefangen genommen und erfährt dabei, dass die Knochen des Drachen eine Substanz enthalten, welche "Die Hand" für das Ritual der Unsterblichkeit bzw. Wiederbelebung benötigt. Als Murdock, Luke und Jessica im Untergrund ankommen, reißt Danny sich los und es entsteht ein Kampf zwischen den vier und der "Hand". Knight stößt derweil zu Colleen und Claire hinzu und als Bakuto droht, Claire zu töten, schreitet sie dazwischen, wobei ihr der Arm abgetrennt wird. Colleen nutzt die Hektik, um Bakuto mit ihrem Schwert zu enthaupten. Nachdem Murdock, Danny, Luke und Jessica es schaffen, alle Kämpfer der "Hand" mitsamt Elektra auszuschalten, fahren alle bis auf Murdock wieder nach oben, der versuchen will, Elektra von ihrer guten Seite zu überzeugen. Oben angekommen verlassen Luke, Danny und Jessica zusammen mit Colleen, Claire und der geschwächten Knight das Gebäude, da letztere bereits den Countdown für die Sprengsätze aktiviert haben. Elektra wehrt sich gegen Murdock, doch im Laufe ihres Zweikampfs redet er solange auf sie ein, bis Elektra sich ihm zuwendet und ihn küsst. Im nächsten Moment explodieren die Sprengsätze und das Gebäude stürzt über den beiden und den restlichen Mitgliedern der "Hand" zusammen. Bei der Rückkehr ins Polizeirevier zeigen sich insbesondere Karen und Foggy bestürzt über Murdocks Tod. Einige Tage später informiert Foggy Luke und Claire darüber, dass sie keine rechtlichen Konsequenzen zu befürchten haben, wofür er gesorgt habe. Anschließend zeigt sich, wie der verletzte, aber lebendige Murdock von Nonnen gepflegt wird. - 8/10

Quellen
Inhaltsangabe: Netflix / Disney+
Poster/Artwork: Netflix / Disney+

Samstag, 19. Februar 2022

Moonfall (2022)

https://www.imdb.com/title/tt5834426/

Eine mysteriöse Kraft reißt den Mond aus seiner Umlaufbahn und es bleibt nicht viel Zeit, um die Kollision von Erde und Mond zu verhindern. Während NASA-Offizierin Jo Fowler (Halle Berry) verzweifelt nach einem Ausweg sucht, hat ihr in Ungnade gefallener Ex-Kollege Brian Harper (Patrick Wilson) mit Familien-Problemen zu kämpfen. Als der Astro-Experte und Verschwörungstheoretiker K.C. Houseman (John Bradley) an Harper herantritt, wird dieser aber nicht nur auf die drohende Katastrophe aufmerksam, sondern sieht sich auch mit seiner Erfahrung aus einer früheren Weltraum-Mission bestätigt: Irgendwas stimmt ganz und gar nicht mit dem Mond - und das abgesehen davon, dass der Erdtrabant die Erde zu zerstören droht. Inzwischen regnet es auch schon riesige Mondbrocken auf die Erde und als Jo Fowler mit ihrem NASA-Team nicht mehr weiterkommt, holt sie kurzerhand Brian und K.C. ins Boot. Gemeinsam setzen sie die Puzzle-Stücke rund um das Mond-Mysterium zusammen und brechen zu einer waghalsigen Mission ins All auf, um den Untergang der Welt zu verhindern...

Was passiert, wenn der Mond seine gewohnte Umlaufbahn verlässt? Eine ganze Menge! Der "Master Of Desaster" Roland Emmerich liefert mit seinem neuesten Weltuntergangsszenario fast genau das ab, was man von ihm erwartet. Der Mix aus Weltuntergang und Drama ist altbekannt, doch immer, wenn hier Emmerichs Fokus ins All geht, kommt ein wenig Frische ins Haus und man erlebt bildgewaltiges Kino, über das allerdings auch nicht allzu viel nachgedacht werden sollte. "Moonfall" kombiniert einen überbordernden klassischen Katastrophenfilm mit einer absolut bizarren Geschichte und 08/15 Familiendrama. Die Geschichte drumherum ist ganz in Ordnung, aber beileibe keine Ausgeburt an Innovation. Das zu erwartende, übliche "Retten wir die Erde/Welt/Familie"-Konstrukt. Das Ergebnis ist ein Film, der viel zeigt, beim Erzählerischen aber keine klare Linie fahren will. Und nur wer bereit ist seinen Verstand an der Kinokasse abzugeben, wird hier seinen Spaß haben, auch wenn vielleicht die Filmmusik etwas dominanter, einprägsamer sein, und die CGI-Effekte (vor allem auf der Erde) etwas realer hätten aussehen können. Aber wo Roland Emmerich drauf steht, ist halt eben auch Roland Emmerich drin.

"Das ist eine neue Dimension des Irrsinns" - Dieser gesprochene Satz in der zweiten Filmhälfte steht dann irgendwie auch exemplarisch für das neuste Werk von ihm: Die Logiklöcher sind natürlich vorhanden und so groß, dass man einen ganzen Mond darin versenken könnte, die Dialoge sind einfacher Natur und die Zerstörungen wie gewohnt groß und laut und das Ende über alle Maßen und Grenzen hinaus - wie kann man das schreiben? - konstruiert. Vermutlich auch, um auf den Zug laufender Verschwörungstheorien aufzuspringen und diese zu füttern. Das kann gut gehen ("Iron Sky") oder eben schlecht. Wie hier. Patrick Wilson, Halle Berry und John Bradley machen ihr Sache ganz okay - keiner von ihnen ist aber wirklich ge- oder gar überfordert. Es dürften somit bei jedem Fan solcher Filme zwei Herzen in der Brust schlagen. Einerseits wünscht man, dass Roland Emmerich bitte niemals aufhören mag solche Filme zu drehen. Andererseits betet man, dass man sich solch hanebüchenen Mumpitz nie wieder ansehen muss. "Moonfall" ist nur für eine Sache konzipiert: dumme Unterhaltung. Und dafür macht er das eigentlich ganz gut. Für alle anderen wird er wohl genauso untergehen wie der Mond. Allerdings für immer.

5/10

Quellen:
Inhaltsangabe:
Leonine

Samstag, 28. August 2021

Sky Sharks (2020)

https://www.imdb.com/title/tt3977848/

Ein Team aus Geologen macht beim Freilegen einer Höhle im tiefen Eis der Arktis eine fürchterliche Entdeckung. Die Wissenschaftler stoßen auf ein intaktes Nazi-Forschungslabor. Dort forschten die Nationalsozialisten und führten streng geheime sowie gefährliche Experimente durch. Um die Welt zu unterjochen, züchteten die Nazis tödliche Kreaturen: gefräßige Haie, die auch noch zu fliegen in der Lage sind. Ihre Reiter sind genetisch mutierte, mit übernatürlichen Kräften ausgestattete untote Supermenschen. Es muss schleunigst eine schlagkräftige Taskforce zusammengestellt werden, um die Menschheit und den Planeten Erde vor dem scheinbar sicheren Untergang zu bewahren. Verantwortlich dafür sind Dr. Klaus Richter (Thomas Morris), der das Projekt einst selbst in die Wege leitete, und seine Töchter Angelique (Barbara Nedeljakova) und Diabla (Eva Habermann) sowie Generalmajor Frost (Tony Todd)... 

Seit nicht wenigen Jahren gibt es einen unglaublichen Trend zu B-Movies, die sich mit blutrünstigen Haien oder wiederbelebten Nazis beschäftigten. Und von "Sharknado" und "Sharktopus" bis hin zu "Dead Snow" und "Iron Sky" werden diese Trends nun in dem deutschen Kickstarter-Film "Sky Sharks" zusammengeführt. Betrachtet man die Besetzung, geht einem das Herz auf: Eva Habermann, Michaela Schaffrath, Micaela Schäfer, Amanda Bearse, Tony Todd, Ralf Richter, Oliver Kalkofe! Klingt nach eine rganzen Tüte Spaß. Betrachtet man die ersten drei namen, nach einer menge sexy Spaß sogar. Regisseur und Autor Marc Fehse (mit den Co-Autoren A.D. Morel und Carsten Fehse) stellt sich in seinem zweiten abendfüllendem Spielfilm nun auch eine neue Art von Bestien vor - Haie mit Düsenantrieb und Massenvernichtungswaffen, die von unser aller Lieblingsgegner entwickelt wurden - untoten Nazis. 75 Jahre nach dem Untergang des Dritten Reichs entdeckt ein Forschungsteam die "Himmelsfaust", ein Nazi-Kriegsschiff, das in arktischen Schützengräben eingefrohren ist. Doch das Schiff taut auf, und als die Forscher das Innere betreten, finden sie ebenjene Nazis, voll ausgerüstet und und bereit, die Weltherrschaft zu übernehmen.

"Sky Sharks" ist völliger Nonsense. Okay, was will man von einem Film, in dem fliegende Haie mit Nazi-Zombies agieren, auch erwarten? Es ist ein sehr banals, verworrendes Blutfest. Nicht mehr und nicht weniger. Unterlegt mit Industrial-Death-Metal- und Country-Hip-Hop-Klängen tragen diese immerhin wesentlich zu seiner intensiven Stimmung und seinem Tempo bei. Die Optik ist trotz der Übersättigung und der absurden (und teilweise etwas billigen) CGI beeindruckend, aber "Sky Sharks" versucht immerhin, alles aus seinem geringen Budget herauszuholen. Leider sind die titelgebenden Viecher nicht Kern des Films, denn der Zuschauer wird von einem Sammelsurium an schlampigem Kameramaterial und Rückblenden überwältigt. Überflüssige Sexszenen und Frauen, die einzig und allein da sind, um zu Objekten degradiert zu werden - irgendwie hat man das gefühl, dass Fehse, trotz dessen, dass er einen Trashfilm bringen wollte, nicht kapiert hat, dass wir mittlerweile im 21. Jahrhundert sind. Man muss "Sky Sharks" offenbar als das nehmen was er ist: Der König der SchleFaZ. 

Das Tempo des Films ist durchwachsen und die schwache Charakterentwicklung sorgt dafür, dass der Zuschauer schnell desinteressiert wird, was sich nachteilig auswirkt, wenn der Hauptteil des Films nicht aus Actionsequenzen besteht. Die schauspielerische Leistung ist durch die Bank weg furchtbar, fairerweise muss man aber konstatieren, dass den Schauspielern offenbar kein besonders überzeugendes Drehbuch vorgegeben wurde. "Iron Sky" hatte noch einen gewissen Charme, der "Sky Sharks" völlig fehlt. So wartet man voller Erwartung auf den nächsten Hai-Showdown, ohne sich dafür zu interessieren, wer als Sieger hervorgehen wird. Unterm Strich ist "Sky Sharks" eine einzige Katastrophe und nicht der herrliche Trash, den man erwarten hätte können. Der Film bewegt sich auf einem schmalen Grat zwischen Übertreibung und Selbstironie. Er ist zum Lachen, zum Fürchten und zum Grübeln, wahrscheinlich alles auf einmal. Er ist nicht ganz ein "so schlecht, dass er gut ist"-Film, aber er kann definitiv als "so schlecht, dass er okay ist" durchgehen, vorausgesetzt natürlich, man hat die Erwartungen arg gedämpft und ist ja nicht in Verlegenheit gekommen, den Film nüchtern zu sehen.

Trash-Wertung: 5/10
Real-Wertung: 3/10

Quellen:
Inhaltsangabe: MFA

Samstag, 28. September 2019

Iron Sky: The Coming Race (2019)

https://www.imdb.com/title/tt3038708/

Vor 20 Jahren wurde die Erde durch eine nukleare Apokalypse zerstört. Damals begannen Nazis vom Mond aus einen Krieg. Nun ist die Erde unbewohnbar. Was von der Menschheit übriggeblieben ist, sitzt auf dem Mond fest, auf dem es nun ebenfalls den Bach runtergeht, denn der rettende Himmelskörper beginnt, zu zerbrechen! Die Wissenschaftlerin Obi Washington (Lara Rossi) sieht die einzige Hoffnung der Menschheit darin, ins Erdinnere zu flüchten. Dort soll es eine verborgene Stadt geben. Gemeinsam mit der Tochter von Renate Richter (Julia Dietze) und James Washington begibt sich Obi auf eine Mission. Doch in der Hoffnungsstadt stoßen sie nicht auf Verbündete, sondern auf prähumane Dinosaurier und frühere Weltherrscher. Diese haben sich unter einer menschlichen Maske bisher versteckt gehalten; doch seit Jahrhunderten kontrollieren die sogenannten „Vril“ die irdische Staatsregierung. Ihr Ziel ist die Vorherrschaft ihrer reptilen Rasse über die Menschheit...

Wie bereits im Vorgänger spielt der finnische Regisseur Timo Vuorensola mit zahlreichen Klischees und Verschwörungstheorien. In der abstrusen Geschichte der auf der Nazi-Mondbasis den irdischen Atomkrieg überlebenden Flüchtlinge, die auf der Suche nach einer Energiequelle ins Erdinnere reisen müssen, spielen Handys nicht nur wieder eine gewichtige Rolle, sie sorgen auch für die zentralen Lacher und den Charme der Fortsetzung. 

Die Story plätschert trotzdem relativ belanglos vor sich hin. Die Charaktere sind einem durch die Bank vollkommen egal und auch beim Payoff im letzten Drittel bleibt viel Potential auf der Strecke. Mit einer großen Portion mehr Mondnazi-Wahnsinn und dafür weniger Anspielungen auf einen sowieso längst vergessenen Zeitgeist wäre hier deutlich mehr drin gewesen. Noch stärker als beim Vorgänger kommt dafür die Kritik an unseren gesellschaftlichen und politischen Zuständen zu ihrem Recht, und das gänzlich ohne erhobenen Zeigefinger, sondern mit – allerdings heftigem – Augenzwinkern. Die Verschwörungstheoretiker unserer Zeit bekommen jedenfalls eine ganz lange Nase gezeigt. Dank des wie immer gut aufgelegten Udo Kier, insbesondere auch Julia Dietze sowie der auf wie erwähnt demselben hohen Niveau angesiedelten Schauwerte ist der Wiedererkennungswert hoch.

Dennoch: "Iron Sky" hatte einen gewissen Kultstatus, vom Nachfolger kann man dies nun nicht mehr behaupten. Der Versuch, eine von klassischen Abenteuerromanen inspirierte Geschichte mit dem Trash von "Iron Sky" zu kombinieren, führt zu keinem nennenswerten Ergebnis. "The Coming Race" überzeugt weder als das eine, noch das andere, es mangelt am Ende sowohl an zündenden Gags wie auch an Spannung.

5,5/10

Zum Film gab es erneut ein geprägtes und im Dunkeln leuchtendes Steelbook namens "Limitierte Stahlbuch-Ausgabe".

Donnerstag, 27. April 2017

Guardians Of The Galaxy Vol. 2 - Guardians Of The Galaxy 2 (2017)

http://www.imdb.com/title/tt3896198/

Die "Guardians Of The Galaxy" rund um Star-Lord (Chris Pratt) sind mittlerweile im ganzen Universum bekannt und auch Ayesha (Elizabeth Debicki), die Anführerin der Sovereign People, einem Volk von genetisch zur Perfektion veränderten Wesen, bemüht sich um ihre Dienste. Die Guardians sollen für sie und ihre Mitbürger ein interdimensionales Monster bekämpfen. Im Ausgleich will sie ihnen Nebula (Karen Gillan) übergeben, so dass die Guardians die Killerin und Schwester von Gamora (Zoe Saldana) ins Gefängnis bringen können. Doch Rocket (Stimme im Original: Bradley Cooper) ist diese Bezahlung zu wenig, weswegen er noch ein paar mächtige Batterien klaut. Ayesha ist darüber alles andere als begeistert und heuert die Ravagers an, die Guardians zu jagen und die Energiequelle zurückzuholen. Weil Yondu sich weigert, seinen Ziehsohn Star-Lord zu verfolgen, kommt es innerhalb der Ravagers zur Meuterei. Taserface (Chris Sullivan) übernimmt das Kommando und setzt Star-Lord nach. Bei deren Überführung von Nebula zum Nova Corps geht derweil wenig nach Plan und bald werden die Helden getrennt...

Das MCU wächst und gedeiht prächtig. Nachdem im Jahr 2012 Phase I mit "The Avengers" abgeschlossen und mit "Iron Man 3" und "Thor: The Dark World" Phase II eingeläutet wurde, erweiterte sich dann 2014 das Spektrum der Superhelden mit den "Guardians Of The Galaxy", einem facettenreichen, quietschbunten Comicspaß, der die Befürchtung der Fans, dass das MCU seinen Höhepunkt bereits erreicht und hinter sich gelassen haben könnte, zerschlug. "Guardians Of The Galaxy" belehrte nach einem grandiosen, aber weitaus nüchtererem, bodenständigeren "Captain America: The Winter Soldier", der wenige Monate zuvor erschien, die Fans eines Besseren und zeigte die vielfältigen Facetten des MARVEL-Universums auf. Dank der Bereitschaft von Kevin Feige, seines Zeichens C.E.O. von MARVEL, mit der eigenen Formel zu experimentieren und Filmemachern, die noch nie großartig im Blockbustergeschäft tätig waren, zwar die Richtung zu zeigen, aber ihnen ansonsten ihre kreativen Freiheiten zu überlassen, sind 2014 zwei Filme entstanden, die bis heute zu Recht zu den besten des MCUs zählen. Gerade "Guardians Of The Galaxy" ist ein Film, der durch seine Eigenständigkeit auch von vielen Zuschauern genossen wurde, die mit den bisherigen untereinander verwobenen Comicadaptionen wenig anfangen konnten. Zugleich legte der Film auch das Fundament für entscheidende Ereignisse von Phase III und die unausweichliche Zusammenführung aller Helden im großen Kampf gegen Oberbösewicht Thanos.


Und nun legte "Guardians Of The Galaxy" die Messlatte für all seine unmittelbaren Franchise-Nachfolger sehr hoch. Mit "Guardians Of The Galaxy Vol. 2" wählte der erneut dafür verantwortliche Regisseur und Drehbuchautor James Gunn frei nach dem Motto "never change a running system" einen etwas beinahe schon konservativeren Ansatz und hielt sich an dem fest, was im ersten Film bereits so grandios funktionierte: sympathische Antihelden, freche Sprüche, gepaart mit anarchischem Humor, visuell grandiose Weltraumaction und ein fetziger 80er-Jahre Soundtrack. Und die gute Nachricht ist, dass dies alles ganz genau so gut funktioniert wie beim ersten Mal. Natürlich kann es nur ein erstes Mal geben und der zweite Teil muss eben auf den Bonus, dass der Zuschauer diese schräge Welt und ihre liebenswert-schrulligen Charaktere zum ersten Mal kennenlernen darf, verzichten. Dafür gibt es aber jede Menge neue Charaktere und einige Fragen, die aus dem Vorgänger noch in den Köpfen der Zuschauer herumschwirrten, werden geklärt. Bereits von Beginn an ist "Guardians Of The Galaxy Vol. 2" erneut ein großartiger Spaß ohne Durchhänger oder zähe Momente, jedoch ohne den Neuheitswert oder die "Freshness" des Vorgängers.


Nun mag man dem Film mangelnde Innovation vorwerfen, doch dies macht er um Längen durch Emotion und Herz wieder wett. Denn Herz und insbesondere Familie ist das Thema, welches den Film zusammenhält und den emotionalen Nucleus des Sequels bildet. Peter "Star-Lord" Quills Sehnsucht nach (s)einer Familie spielt genau so eine große Rolle wie die komplexe Beziehung zwischen den Geschwistern Nebula und Gamora, Rockets Angst, sich an seine neu gefundenen Freunde zu binden, oder Yondus (väterliche) Zuneigung gegenüber Quill. Als Krimineller mit Herz aus Gold hat Michael Rooker eine noch größere Rolle als im letzten Film und macht seinen Charakter Yondu zu einem der besten Charaktere der Fortsetzung. Aber auch insgesamt stimmt die Chemie wieder zwischen allen Charakteren und man gewinnt den Eindruck, dass sie bereits einige Zeit miteinander verbracht haben, frühere Differenzen überwunden und neue entdeckt haben. Es werden regelmäßig Konflikte ausgetragen, nur um diese, sobald es ans Eingemachte geht, beiseite zu legen und zueinander zu stehen. Wie eine Familie eben. Damit legt auch diese MCU-Verfilmung den Fokus auf Emotion, ohne jedoch zu sehr in unnötige Sentimentalität abzudriften. Immer wenn eine Szene droht, zu ernst zu werden, lockert James Gunn sie mit einem lustigen One-Liner auf, sodass der Film die Balance zwischen ernst und witzig locker halten kann. Die Charaktere werden weiterentwickelt, ohne dass der Film seine Wurzeln aus den Augen verliert.


Neben James Gunn liegt es natürlich auch an der bestens aufgelegten Besetzung, dass " Guardians Of The Galaxy Vol. 2" mit seinem Vorgänger mithalten kann. Überraschenderweise sorgt Dave Bautistas Charakter Drax für die größten komödiantischen Highlights, was auch gleichzeitig das Problem dieses Teils ist: man nimmt es dem 'Destroyer' irgendwie nicht Hundertprozentig ab. Aber seine Szenen mit der liebenswerten Franchise-Newcomerin Pom Clementieff als schüchterne Mantis wechseln gekonnt von urkomisch zu überraschend rührend. Und die knuffige Baby-Version des lebenden Baums Groot ist so unwiderstehlich süß, dass sie gleich zu Filmbeginn eine unvergessliche Szene zu denn großartigen Klängen von Electric Light Orchestras mit "Mr. Blue Sky" hat, bei der alles drumherum in Vergessenheit gerät. Eine echte Freude bereitet auch der Auftritt von Kurt Russell, dessen Rolle als Ego im Marketing zum Glück recht kurz gehalten wurde. Er hat eine facettenreiche Rolle und kann sein natürliches Charisma zur Geltung bringen kann. Er bringt als Ego die nötige überirdische Ausstrahlung mit, mit der er jeden Raum füllt, den er betritt. Trotz seiner Verfehlungen bleibt Ego nicht unsympathisch und seine Gefühle gegenüber Peter und dessen Mutter wirken echt. Und hier - und das wird gerade die Comicleser freuen - gelingt dem Film tatsächlich eine interessante und durchaus getreue Umsetzung von Russells Charakter als der lebende Planet aus den Comics - und schon hier schlägt das MCU (mit einigen kleinen, aber feinen Anspielungen) erneut gekonnt den Bogen zum kommenden "Thor: Ragnarok". 


Zudem strotzt der Film vor vielen weiteren großartigen visuellen Einfällen, von denen einer im großen Finale für richiges Augenfutter sorgt. Auch die 3D-Effekte sind, insbesondere für einen nachträglich konvertierten Film, überraschend gut. Manch einer wird vielleicht bemängeln, dass "Guardians Of The Galaxy Vol. 2" seinem Vorgänger gegenüber eben nicht noch einen draufsetzen kann und der bewährten Formel treu bleibt, ohne Neues auszuprobieren oder die Geschichte im Hinblick auf "Avengers: Infinity War" bedeutend weiterzuentwickeln. Aber das muss der Streifen auch nicht. Es ist schon so eine beachtliche Leistung, dass der zweite Teil nicht nur den Spaßfaktor und die Gagdichte des Originals konstant halten kann, sondern dass ein Film mit einem sprechenden, schießwütigen Waschbär, einem wortkargen, lebenden Baum und außerirdischen Wesen in allen Regenbogenfarben in richtigen Momenten aufrichtig ans Herz geht, ohne jedoch zu kitschig zu wirken.

Die Überraschung des Erstlings übertrifft "Guardians Of The Galaxy Vol. 2" damit insgesamt freilich nicht, aber er kommt genau so frisch und frech daher wie man es so von der bunten Truppe erwarten würde. Mit viel Herz und Humor, fantastischen visuellen Einfällen, einer liebevollen Weiterentwicklung seiner Hauptfiguren und einem großartigen Kurt Russsell auf dem Hoch seines Karriere-Revivals zeigt Regisseur und Drehbuchautor James Gunn wie ein gutes Sequel sein sollte und macht auch die Fortsetzung zu einen gelungenen Weltraumabenteuer. Sogar die zahlreichen Gastauftritte zünden perfekt. So reicht "Guardians Of The Galaxy Vol. 2" zwar nicht völllig an den großartigen ersten Teil heran, aber für den den Gang ins Kino, allein was die Musikauswahl angeht, lohnt er sich dennoch absolut.

8/10

Von WALT DISNEY Studios Home Entertainment gab es den Film exklusiv bei zavvi im limitierten Steelbook. Die Erstauflage beinhaltet den Film in 4K, mit Lenticularmagnetcover im Halbschuber.


Quellen
Inhaltsangabe: Marvel / Disney

Freitag, 27. Dezember 2013

Iron Sky (Director's Cut) (2012)

http://www.imdb.com/title/tt1034314/

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs schaffen es die Nazis mit Hilfe von riesigen Ufos, sogenannten Reichsflugscheiben, die dunkle Seite des Mondes zu besiedeln. Als sie im Jahr 2018 zufällig von einer amerikanischen Mondmission entdeckt werden, sehen sie ihre Zeit gekommen, um wieder nach der Weltherrschaft zu greifen. Von nun an lastet das Schicksal der Menschheit auf den Schultern von Renate Richter (Julia Dietze), einer von der Nazi-Ideologie überzeugten Lehrerin mit Gretchenfrisur. Auf der Erde angekommen wird ihr jedoch schnell bewusst, dass sie ihr Leben lang einer Lüge aufgesessen ist. Nur wie soll es ihr gelingen, ihren machtbesessenen Verlobten Klaus Adler (Götz Otto) und dessen Götterdämmerung aufzuhalten?

Bereits im Juli hatte ich mir die "Kinofassung von "Iron Sky" zu Gemüte geführt. Nun erschien ein "Extended Director's Cut" und der schafft es tatsächlich den Film noch ein ganzes Stück besser zu machen.

Der finnische Regisseur Timo Vuorensola stand bei der Fertigstellung des Films vor der Berlinale gehörig unter Zeitdruck und komplettierte die Kinofassung erst 48 Stunden vor der Deadline. Das bedeutete leider auch, dass es zahlreiche, noch nicht fertiggestellte Szenen nicht mehr in den Film schafften. Demnach ist der "Director's Cut", der im Ausland auch als Dictator's Cut vermarktet wird, nicht nur deutlich länger, sondern auch besser als die Kinofassung. Er wirkt runder, fügt mehr Charakterentwicklung und Story hinzu, bietet mehr kriegerische Auseinandersetzungen und hier und da auch verbesserte Effekte. Der Schnittbericht zeigt die Unterschiede.

"Iron Sky" ist immer noch politisch unkorrekt, irrwitzig, macht Spaß und unterhält in seinem Genre-Mix bestens, überrascht mit viel Spektakel und zeigt, was ein Film für etwa 8 Millionen Euro bieten kann, verschenkt aber leider auch etwas Potential. Was fasziniert, sind die vielen kleinen optischen Gags, die mal subtilen, mal brachialen Seitenhiebe auf die Realität und der durchweg trashkonforme Tonfall. Die Effekte des hier besprochenen knapp 18 Minuten längeren "Director's Cut" sind besser, es macht einfach mehr Laune den Film zu sehen, denn hier und da gibt es ebenfalls noch einen weiteren Gag. Der DC ist in jedem Fall die bessere Fassung. Daher gibts eine kleine Aufwertung für den Streifen:

7,5/10

Zum Film gab es wieder einmal exklusiv ein geprägtes Steelbook "Limitierte Sonderausgabe".

Sonntag, 14. Juli 2013

Iron Sky (2012)

http://www.imdb.com/title/tt1034314/

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs schaffen es die Nazis mit Hilfe von riesigen Ufos, sogenannten Reichsflugscheiben, die dunkle Seite des Mondes zu besiedeln. Als sie im Jahr 2018 zufällig von einer amerikanischen Mondmission entdeckt werden, sehen sie ihre Zeit gekommen, um wieder nach der Weltherrschaft zu greifen. Von nun an lastet das Schicksal der Menschheit auf den Schultern von Renate Richter (Julia Dietze), einer von der Nazi-Ideologie überzeugten Lehrerin mit Gretchenfrisur. Auf der Erde angekommen wird ihr jedoch schnell bewusst, dass sie ihr Leben lang einer Lüge aufgesessen ist. Nur wie soll es ihr gelingen, ihren machtbesessenen Verlobten Klaus Adler (Götz Otto) und dessen Götterdämmerung aufzuhalten?

Trash wie er sein soll. "Iron Sky" schafft es tatsächlich die Erwartungen zu erfüllen, wenn auch nicht zu vollster Zufriedenheit. Böse Nazis, dumme Amis, holde Heldinnen und ein typischer Anti-Held, der nur zufällig auf dem Mond gelandet ist. Götz Otto hat sichtlich Spaß an seiner Schurkenrolle, Julia Dietze ist ideal als die unschuldige Nazi-Blondine mit dem guten Herzen, Kym Jackson eine Schlampe, die man von Herzen hasst und Chris Kirby ein sehr sympathischer weißer Schwarzer.

Was wäre, wenn die Nazis kurz vor der Kapitulation einen Teil ihrer Truppen abgezogen hätten, um in einer streng geheimen Mission auf dem Mond eine Basis zu errichten und auf den Tag einer erneuten und diesmal erfolgreichen Unterwerfung der Welt und Installation des arischen Terror-Regimes zu warten? Dieses Szenario, nach welchem nicht nur die Eroberung des Weltraumes bzw. Mondes neu geschrieben werden müsste, spielt Iron Sky durch. Im Jahre 2018 startet die neue Invasion gen Erde und die Bewohner des blauen Planeten sehen sich einer erneuten braunen Gefahr ausgesetzt. In Iron Sky, der komödiantischen Interpretation der etwas anderen Gefahr aus dem Weltall, geben sich Schauspieler die Hand, die man auch schon in anderen Rollen als Nazi-hafte Gestalten gesehen hat, allen voran Götz Otto als Klaus Adler oder Udo Kier als Wolfgang Kortzfleisch.

"Iron Sky" ist politisch unkorrekt, irrwitzig, macht Spaß und unterhält in seinem Genre-Mix bestens, überrascht mit viel Spektakel und zeigt, was ein Film für etwa 8 Millionen Euro bieten kann, verschenkt aber leider auch etwas Potential. Was fasziniert, sind die vielen kleinen optischen Gags, die mal subtilen, mal brachialen Seitenhiebe auf die Realität und der durchweg trashkonforme Tonfall. Daher:

6,5/10

Zum Film gab es exklusiv im Mediamarkt ein geprägtes Steelbook "Limitierte Stahlbuch-Ausgabe". Wie passend.