Sonntag, 3. Mai 2015

Hitman - Hitman: Jeder stirbt alleine (2007)

http://www.imdb.com/title/tt0465494/

Der von Wissenschaftlern genetisch auf Kampfmaschine gepolte und von einer geheimen Bruderschaft aufgezogene Killer "Agent 47" (Timothy Olyphant) steht plötzlich auf der anderen Seite der gezückten Pistolenläufe. Nachdem er den russischen Präsidenten Mikhail Belicoff (Ulrich Thomsen) eliminiert hat, ist nicht nur der russische FSB auf seinen Fersen. Interpol-Agent Whittier (Dougray Scott) sitzt ihm ebenfalls im Nacken und seine Auftraggeber wollen nichts mehr von ihm wissen. Agent 47 zeigt eine ungewohnte Sentimentalität, als er die Augenzeugin Nika (Olga Kurylenko) am Leben lässt. Die Prostituierte war Belicoffs Eigentum und ist nun eine weitere Bedrohung. Verzwickter wird der Fall, als Agent 47 feststellt, dass Belicoff trotz gezieltem Kopfschuss noch lebt. Entweder hatte der Präsident einen nun toten Doppelgänger oder ein Doppelgänger führt das Leben des Staatsoberhaupts weiter. Ehe er sich versieht befindet sich Agent 47 inmitten eines brisanten politischen Machtspiels...

"Hitman" ist einer der wenigen Filme, die man mehrmals schauen sollte. Das wohl größte problem ist die emotionale Entfernung von den Spielen, in denen der "Agent 47" einen eiskalten und erbarmungslosen Killer abgibt. Dass dies in Filmen (trotz keiner Jungendfreigabe) nicht immer funktioneirt beweist der eben hier besprochenen "Hitman". Es ist ein Film, der zwar als solider Action-Streifen wunderbar und zugleich unterhaltsam funktioniert, als Umsetzung der Videospiele jedoch versagt. Dies liegt vor allem an der Darstellung des titelgebenden Hitmans. Timothy Olyphant interpretiert seine Rolle nämlich nicht als diesen eiskalten Killer, für den Emotionen keine Rolle spielen; stattdessen lässt er sich von Nika aus der Fassung bringen und fühlt sich sogar zu ihr hingezogen; das ist leider (und im Kontext der Spiele) schlichtweg Blödsinn. Dafür ist  Olga Kurylenko sexy wie immer und der Däne Ulrich Thomsen überzeugt als skrupelloser Fastpräsident. Dougray Scott hingegen macht als FBI-Agent eine eher seltsame Figur.

Stellenweise etwas übertrieben dargestellt und mit ein paar inhaltlichen und geographischen Logiklöchern ist der Film dann doch zumindest kurzweilig und unterhält passabel. Im Endeffekt kann der Film trotzdem zumindest in sofern die Erwartungen übertreffen, als dass der Plot solide und nicht allzu stumpf daherkommt. Als Umsetzung der Spielereihe taugt "Hitman" allerdings nicht, als losgelöster Film dafür schon.

6/10