Donnerstag, 23. Januar 2014

Death Race (Extended Version) (2008)

http://www.imdb.com/title/tt0452608/

In einer nahen Zukunft ist Death Race ein Sportspektakel in der Cyberwelt – größer als Nascar, Formel 1 oder der Superbowl. In waffenstarrenden PS-Boliden kämpfen Häftlings-Gladiatoren auf einem mörderischen Rundkurs auf der Gefängnisinsel drei Tage lang um den Sieg, die Freiheit und ihr Überleben. Die Regeln des Rennens könnten einfacher nicht sein: Es gibt keine Regeln. Als der dreifache Speedwaychampion Jensen Ames für den Mord an seiner Frau, den er nicht begangen hat, im Gefängnis landet, stellt ihn die skrupellose Direktorin vor eine einfache Wahl: Entweder er fährt und gewinnt das Death Race oder er verrottet in seiner Zelle. Unterstützt von einem Mechaniker-Team und einer heißblütigen Beifahrerin setzt sich Jensen also hinter das Steuer eines gepanzerten 8-Zylinder-Mustangs, der neben massig Pferdestärken auch ein Maschinengewehr unter der Haube und Rauch, Öl und Reifennägel als Geheimwaffen mit an Bord hat. In der Todesarena von Terminal Island beginnt ein mörderisches Spiel, bei dem die Feinde nicht nur auf der Rennstrecke lauern...

Bei dem Film handelt es sich um ein Remake des Films "Deathrace 2000" aus dem Jahr 1975, der in Deutschland unter dem Titel "Herrscher der Straße - Frankensteins Todesrennen" erschienen war. Aber zu dem Streifen hier, den man durchaus als "Mortal Kombat" auf Rädern bezeichnen kann. Einen rauen Gefängnis-Reißer mit Gladiatoren-Kämpfen auf vier Rädern - da darf sich Paul W.S. Anderson mitunter richtig austoben und hinterlässt den einen oder anderen blutigen menschlichen Kollateral-Schaden. Alles im Namen der Quote dieses Mords-Spektakels, dass Joan Allen in ihrer Rolle als Gefängnis-Direktorin veranstalten lässt. Die Frage nach Anstand und Moral wird jedenfalls mächtig niedergemacht. Zu einer durchaus angebrachten Reflexion über den Sinn des Geschehens reicht es erwartungsgemäß nicht. Und auch das Rennen selbst wird eher aufs Werkzeug einer totalitären Führung reduziert, an dem sich Millionen Zuschauer ergötzen wollen. Da fährt man halt mit, wenn man wieder in die Freiheit will. Aber vergessen wir doch diesen Makel, hier brüllt es geradezu nach Spektakel und Hirn-Aus-Action, schön mit Stereotypen versehen. Herr Statham glaube ich, kann seinen Helden im Schlaf spielen, Langzeit-Gegner Tyrese Gibson ist auch in der "Fast & Furious"-Routine, ich erwarte aber auch keine ausgeklügelten Charaktere. Spass macht das ganze gerade durch die Nebenfiguren wie Ian McShane als launigen Mechaniker. Aber um die Figuren geht es bei "Death Race" ja auch nicht wirklich. Auch der ausgewählte Rap-lastige Soundtrack passt stereotypisch wie die Faust aufs Auge. Der Film ist eben ein schneller Reißer, der bestens zu langweiligen Abenden passt.

7/10

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